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Archive for August 2020

Jährlich untersuchen und restaurieren Unterelbeschulen die Osterau, Kreis Segeberg, auf ihrem herbstlichen Wassercamp im Wildpark Eekholt. 2020 muss dies aufgrund von Corona leider ausfallen.

Der Wildpark ist aber – mit den jeweils aktuellen Voraussetzungen – geöffnet.

Die Hamburger riefen an, ob wir uns spontan dort treffen wollten – na klar!

Entlang der Osterau-Aue gehe ich durch arten- und altersvariablen, lichten Wald zum Osterauwanderweg.

Bevor ich mit den anderen die Tier- und Pflanzenwelt geniesse, will ich mir den Zustand der Kiese und Treibselsammler ansehen. (Über „Suche“ sind die Beiträge der jährlichen Wassercamps hier im Blog zu finden.)

Eine Etage tiefer charakterisiert lichter Erlenbruchwald die Aue.

Von der Brücke am Ende der Restaurierungsstrecke blicke ich bachauf.

Eigentlich sollte / wollte ich nicht überrascht sein vom Anblick – bin ich aber doch. SO im Niedrigwasserabfluss habe ich die Osterau über die Jahre noch nicht gesehen. Der Kies unserer langen Lenkbuhne liegt fast vollständig trocken.

Sieht gut aus in der Draufsicht. Bach und Bachtiere warten auf Mittelwasser und mehr – es ist nicht mehr lang bis zur Forellenlaichzeit.

Die oberen, 2019 gut aufgestockten Kieslenker sind durch ein Band symbolisch vor Betreten geschützt.

Das Symbol wirkt – diese Kiese liegen unberührt.

An speziellen Stellen sind Kieslenker so positioniert, dass sie Alt-Erlen vor Umspülen schützen. Auch das wirkt. So wird Altbaumbestand erhalten.

Nun nicht mehr erstaunlich – die Höhe der sichtbaren Treibselsammler aus Holz ist von uns auf Mittelwasserabfluss definiert. Vorn sichtbar: beruhigte Uferstrecke mit abgelagertem Sand und Feinmaterial.

Gut zu erkennen ist bachauf und bachab der Treibselsammler die beruhigte Gewässersohle. Das Niedrigwasser zeigt: der Sammler könnte zum stärkeren Strukturieren der überbreiten Bachsohle sogar noch verlängert werden.

Der beabsichtigte Sohlaufbau und der Uferschutz funktionieren.

Angesichts fehlender Hochwässer seit Monaten ist es nicht verwunderlich, dass nicht mehr Geschiebe zum Ufer konzentriert wurde. Das wird noch …

Nun muss vor allem der Wildpark selbst seine in den Gehegen liegenden Osterau-Strecken verbessern – bachauf des Osterauwanderwegs …

… und bachabwärts.

Der hohe Wildbestand in den Gehegen und nicht vorhandene Gewässerrand(=“schutz“-)streifen, vgl. voriger Beitrag, erfordern auch und gerade hier Verbesserungen.

Es folgt ein Beitrag mit tierischen Eindrücken.

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Ein kleiner Quellbach fliesst einem kleinen Bachoberlauf zu. Der Uferbereich ist immerhin teilweise mit standorttypischen Bäumen bewachsen (Foto). Das Umfeld wird – bis hin zum Ackern – landwirtschaftlich genutzt. Die Wiesen- und Weidenutzung erscheint angemessen.

Die Äcker allerdings spotten teils in ihrer Ausdehnung jeder Beschreibung.

„Hier fehlt aber auch jede Beachtung der Randstreifengrundlagen – es ist schlicht keiner da.“ – „Aber da ist doch Abstand zum Gewässer?“

Seit erster Ökologisierung des Wasserrechts (1977 !) ist klar: Der Gewässerrandstreifen misst sich von der Ufer- (hier Böschungsober-)Kante an ins Nutzland hinein (gelb) – NICHT in Richtung Gewässer (rot).

Es ist geradezu erbärmlich, dass die landwirtschaftlichen Organe (Bauernverband, Landvolk u.v.a.) sowie die Aus- und Fortbildungseinrichtungen solche Grundlagen bis heute – 43 Jahre nach Novellierungsstart des Wasserhaushaltsgesetzes und demgemäß auch der Ländergesetze in Richtung Lebensraumverbesserung – offensichtlich nicht hinreichend transportieren.

Als Steuerzahler könnte man sich auch vorstellen, dass die Berufsverbände des direkt und indirekt hoch subventionierten Agrarwesens solche Grundlagen flächendeckend in Praxis umsetzen. Statt dessen beschränken sich sogar Verwaltung und Politik auf „empfehlende“ Broschüren zu Gewässerrandstreifen Auwaldentwicklung.

Auch grüne Agrarminister haben notwendiges Handeln offenbar überhaupt nicht (mehr) auf dem Schirm. Der Natur helfen aber nicht Broschüren, sondern die Realität. Statt Philosophieren im öffentlichen Raum ist Handeln lange überfällig.

Deutschland als Entwickler europäischen Umweltrechts in den 1970ern und 80ern gefällt sich seit Jahren in der Rolle eines Jammervereins, wenn „Brüssel“ die D-eigenen rechtlichen Regeln nach längstmöglichem Zögern per Strafzahlungsandrohung einfordert.

Himmel hilf! (Wir brauchen angesichts unserer übernutzten Oberflächengrundwasserleiter auch dringend den Bewusstseinswandel in der mengenbezogenen Wasser- / Gewässernutzung (in den 1990ern waren wir weiter!) sowie Regen! Das Bisschen kürzlich hat lediglich den Niedrig(st)wasserabfluss für 1-2 Tage auf Mittelwasser ansteigen lassen.)

 

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Gestern, Sonntag Abend, läuten 2 Wetter beim Blick zum Himmel eine Wende ein.

Es regnete (und stürmte) dann ganz gut – hätte länger und mehr sein können (der Regen). Heute, Montag, zeigt die Vegetation, dass das gut war, mehr noch besser wäre. Die Pegel der Bachoberäufe zeigen so gut wie bis nichts. Also abwarten.

Eine Regenlücke für Obstkauf am rotweissen Stand im Zentrum nutzend, radelte ich anschliessend hinterm Elbdeich.

Offensichtlich sind frühherbstlich Handelsschafe angekommen (uns scheint, diese Flächen werden intensiv für Herdenumschlag genutzt – mag falsch sein.). Dunkle Tupfen im Umfeld sind – jedenfalls von der Menge her – neu.

Mehr dunkle Tupfen am Deich. Sie stellen sich als rege stochernde Staren-Hundertschaften heraus. Offenbar hat der Regen von Graswurzeln lebende Insektenlarven wieder an die Oberfläche gelockt und sie sind als Nahrung für die Stare zugänglich.

Dass Stare um diese Zeit hier zahlreicher werden, ist insofern nicht verwunderlich, als südlich der Elbe im Obstanbaugebiet Altes Land (wie hier) die Kirschen abgeerntet sind. Da bietet der Elbdeich guten Nahrungsersatz.

Die Stare sind so beschäftigt, dass nur die allernächsten auffliegen, als ich näher komme.

Schnell lassen sie sich, etwas versetzt, zwischen ihren Artgenossen nieder und beginnen wieder ihre Nahrungssuche.

Vor der Heimfahrt gucke ich noch über den Deich bei Fährmannssand.

Zwei Schafe auf der Deichkrone gucken mich an, als fragten sie sich „Gibt`s hier was zu sehen?“.

Die Schafe haben recht! Nix zu sehen! Alles grau. – Doch was zu sehen und zu spüren: Nieselnde Schauer kommen über die Elbe gezogen.

Also weg, Wind im Rücken!

Am Ende des Langer Damm-Marschgrabens sehe ich optimales Grün. Der Wind hat hier am Ende alle Wasserlinsen sauber zusammengefegt.

Schnell bin ich zu Hause, auf den Rest ist das Geniesel auf Anorak und Hose schon fast trocken.

Mal sehen, ab welchem Regen die Bäche endlich wieder ansprechen.

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Wir sind pünktlich am Anleger Lühe angekommen.

Die Fahrkarten für die Lühe-Schulau-Fähre kauft man immer noch – durchweg – vor Besteigen des Schiffs. (Bei Elblinien mit Liin- und Japsand wird das ausschliesslich online erledigt.)

Wir können selbstverständlich „so“ rein, haben ja beim Start im Wedel Rückfahrkarten erworben.

Ein illustrer Himmel über dem Anleger Lühe.

Es geht los. „Dat Ole Land II“ wird ein wenig rückwärts, seitwärts orientiert …

… und legt ab Richtung Wedel – gut 20 Minuten Fahrzeit.

Von Hamburg fahren aktuell einige Schiffe seewärts.

An uns vorbeigefahren ist kurz vor dem Start der ziemlich schrottig aussehende, uns bislang unbekannte Hopper Boussole, keine 100 m lang.

Dieser Bagger baggert im Köhlbrand und verklappt vor der Ostemündung.

Seewärts zieht der 134 m Containerfrachter Henneke Rambow.

Dass uns – bei jeweils pünktlicher Tour – die Liinsand nahe der Wedeler Au-Mündung in die Elbe begegnet, ist ja schon von anderen Gelegenheiten bekannt.

Da kommt noch ein Containerfrachter aus Richtung Hamburg.

Das ist die 260 m kleine Synergy Busau, seewärts.

Kurz vor dem Anlegen – fast kein Wasser zu sehen, weil ich all die Köpfe abgeschnitten habe (oh!) -, dreht quer zur Fahrrinne vor dem Elbhang einer der großen, grünen Hopperbagger.

Wenn man sich das so überlegt, wer uns begegnet ist bei Hin- und Rückfahrt – ok, beim Radeln sahen wir auch einen Riesen-Containerfrachter, quer über das Alte Land geblickt -, könnte man meinen, Bagger bestimmen das Bild der Tideelbe. – Ist leider so. Immerhin hat „Corona“ dazu geführt, dass maßgebliche Hafenfirmen, ja sogar die deutschen Seehäfen (!) miteinander kooperieren (!!!) wollen. Das ist doch mal was!

Von ganz allein kam das „natürlich“ nicht, die aktuellen Meldungen zum Hafen Hamburg erleuchten.

Weitere Touren per Fähre und Rad haben wir im Sinn.

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Wir radeln ostwärts, queren die Lühe.

Vor dem Elbe-Hauptdeich – Blick zurück zur Lühemündung.

Ostwärts …

Hier in Niedersachsen grasen die Deichschafe gezäunt. der Zaun wird umgesetzt. Das scheint uns für den Deichschutz viel hilfreicher, als die Großflächennutzung um Wedel herum. Letzteres provoziert lange, tiefe Verletzungen / Vernichten der Grasnarbe durch Gänsemarschspuren der Herden …

Kleine Picknickrast vor Hanöfersand (rechts) an der Nebenelbe, links sichtbar das Südufer der Insel Hanskalbsand.

Drüben geht was los! Gänse- und Entenschwärme fliegen auf, hin und her, krakeelen ordentlich, bevor sie wieder landen.

Angesichts nicht allzu scharfer Zoom-Ergebnisse habe ich meine Vermutungen vom Vogelfachmann bestätigen und erweitern lassen. Was da so bunt fliegt, sind meist Brandgänse, dazu Stock- und Krickenten. Eine Menge Limikolen sitzt bzw. bewegt sich am Strand. – Auf einem anderen Foto meine ich einen auf dem Strand sitzenden Seeadler unscharf zu erkennen. Keine Ahnung, ob der den Aufruhr auslöste – „live“ hatten wir nichts dergleichen wahrnehmen können.

Wir haben den Deich südwärts überquert, sind ins Obstanbaugebiet Altes Land eingetaucht.

Und weiter geht`s, durch Borstel südwärts Richtung Jork.

In Jork biegen wir links um, befahren ostwärts den Obstmarschenweg. Bevor wir in Königreich die Este erreichen, biegen wir nordwärts nach Cranz ab, radeln den Estedeich entlang.

Bei der „Erneuerung“ von Jork sind leider die meisten gemeinde- und landschaftsprägenden Elemente zugunsten wohl (angenommener) leichterer Grundstücksunterhaltung verschwunden. Fleete, alte Bäume sowie große, typische Einfahrtstore vor charakteristischen Bauernhäusern sieht man entlang sonnenbebratzter Straße und nun kahler, „verbrannter“ Rasenflächen heute nicht mehr. – Das habe ich diesmal nicht in Fotos festhalten wollen.

Wir fahren durch Hove und Leeswig, Niedersachsen, Richtung Cranz, Hamburg.

Als der Blick auf die Moränenhöhen des nördlichen Elbe-Ufers frei wird, sehen wir eine seewärts wandelnde bunte Bebauung – ach nein, das ist einer der RiesenContainerfrachter (wohl um 400 m Länge) – namentlich abends am PC leider nicht mehr erwischt.

Das Kohlekraftwerk Wedel ist nicht fern, Schornsteine über die Obsthöfe gut zu sehen.

„Garten“, das liest sich doch gut (das übrige auch)!

Wir folgen dem Fisch – wohl ein Stint, dessen Fettflosse der Künstler vergessen hat (die kleine Ausblühung in der Fuge mag als Ersatz gelten).

Im Garten begrüßen uns Koi-Karpfen und Goldfische.

Dieser launige Fleck ist nicht nur uns bekannt – möge das für gutes Überleben in Coronazeiten reichen!

Blick übern Zaun nach Süden, die Este bei Tideniedrigwasser – die Wassermenge täuscht! (Der Abfluss dieses Heidebachs beträgt aktuell bei Niedrigstwasser weniger als 1 m³ / s.)

Und nach Norden – rechts als Umriss sind Teile der Sietas-Werft erkennbar. – Sie baut, wie die Meyer-Werft an der Ems, inzwischen viel zu große Schiffe gemessen an der Charakteristik des Standorts. Regelhafte, oft genug vom Steuerzahler „auszugleichende“ Probleme folgen regelhaft.

Essen und Trinken sind bestellt, kommen zügig auf den Tisch. Lecker!

Super Aktion – die zweite Scholle Finkenwerder erscheint sogleich frisch aus der Pfanne, im Austausch zum fachmännisch präparierten Gerippe der ersten.

Ein Foto der fachmännischen Präparation habe ich mir bzw. den Leserinnen und Lesern meines Blogs erspart. – Zur Vervollständigung sei gesagt, dass auch die 3 weiteren Essen ausgezeichnet schmeckten. Hier fahren wir mal wieder hin.

Auf der Rückfahrt, südwärts westlich der Este entlang, habe ich dann doch ein Bauernhaus fotografiert.

Die Eingangstür hatte es uns schon auf der Hinfahrt angetan.

Der Obstmarschenweg liegt hinter uns, wir fahren Richtung Borstel (Kirchturm) nach Norden – hier Infrastruktur nahe dem Rathaus Jork im Foto.

Windmühle, Fleet und Kirche weisen uns den Weg.

Dasselbe nochmal, dichter dran.

Die Apfelplantage kurz vor dem Elbdeich (und dahinter die beiden bekannten Schornsteine am Nordufer der Elbe).

Diese alte Esche verdeutlicht neben den heute kleinwüchsigen Obstbäumen, wie hier die Landschaft in ihrer Dreidimensionalität wohl mit Marschen- bzw. Tideauwald aussehen würde.

Hoch ist er, der Elbdeich – schützt die tiefliegende Marsch. Möge er allzeit halten … (Was er erfahrungsgemäß nicht tun wird.)

Hanöfersand ist gezäunt (Strafanstalt).

Langer Blick über die Hanöfersander Nebenelbe zur Elbe – vorn Blutweiderich in vergänglicher Blüte, am Horizont einer der großen, grünen Hopperbagger.

Wasserski vor Natur- und Stader Industriekulisse.

Westwärts geht es, an den gezäunten Schafen vorbei, Richtung Fähranleger Lühe.

Ein Leuchtfeuer kommt in Sicht.

Seewärts fährt der 152 m lange Frachter Hercules.

Nicht mehr weit, es wird auch Zeit.

Die Fähre liegt abfahrbereit. Wir sind pünktlich, müssen auf den Rest nicht hetzen.

Auch auf der Rückfahrt nach Wedel gibt es einiges zu sehen – demnächst mehr dazu.

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Es galt, einige private Termine in kleinem Familienkreis durch ein Essen zu würdigen. HH-Süderelbler und wir Wedeler wollten anradeln – aber wohin?

Die Elbe dazwischen, gute Verbindung von Wedel „rüber“, also nur noch speziell: wohin? Wie bekannt, radeln wir Stade und Buxtehude an. Wir waren aber auch schon in Cranz, HH – das soll es sein!

Also wieder mal hin, zum Willkommhöft.

Wir wählen die Lühe-Schulau-Fähre. Sie liegt bereit.

Fast Tideniedrigwasser (ca. 3,6 m tiefer als der heutzutage normale Flutwasserstand) – Blick nach Osten, HH. Von dort naht ein kleineres Containerschiff, davor dreht gerade ein Hopperbagger diesseits der Landesgrenze, liegt quer.

Seewärts verschwindet einer der großen grauen Hopperbagger zum Verklappen seiner Fracht in der Elbmündung.

Soll man es nicht hinterfragen, es scheint …

Kurz vor Besteigen der Fähre passiert der Containerfrachter, die 178 m lange Delphis Gdansk.

Wir sind an Bord, Blick südwärts – das Tideniedrigwasser macht Sandstrand und Watt der Elbinsel Hanskalbsand sichtbar.

Von Hamburg kommend fährt ein auffällig schmaler Frachter (95 x 14 m) vorbei.

Fernblick – die Delphis Gdansk fährt bereits dicht vor unserem Ziel, der Lühemündung mit dem Anleger Lühe.

Wir sind pünktlich losgefahren, passieren die aus vielen Berichten hier bekannte lange Buhne auf dem Süßwasserwatt bei Fährmannssand (die, wo gelegentlich Motor- und Segelyachten gestrandet drauf zu sehen – und zu retten – sind).

Da sind (wieder) 3 Leute im Watt. Wird das Mode, oder was?

Schiffsbegegnung, Segler und Arbeitsschiff Dwarsloch.

Schiffsbegegnungen, Dwarsloch und mehr.

Die Dwarsloch ist ein Arbeitsboot der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

Voll beladen naht von Hamburg her der große grüne Hopperbagger Scheldt River – er verklappt bei St. Margarethen.

Hoffentlich weiss die Elbe, wissen Ebbe und Flut, was sie mit dem Material anstellen sollen. Sei es, dass „die neue Insel“ (vielleicht schön), sei es dass das Wattenmeer bei Cuxhaven (sicherlich gar nicht schön) gefüttert wird.

Blick Richtung Nordsee, Stader Industrie voraus – was für eine Sicht!

Aber auch „was für ein Anblick“. Wer an die 1970er zurückdenkt mit ihrem Wahn, die gesamte Elbestrecke seewärts mit Industrien und Kernkraftwerken vollzupflastern, ist froh, dass dieses Beispiel menschlicher Gier nicht Realität geworden ist.

Wir wenden uns ab. Die Fähre will schliesslich am Anleger Lühe ihr Ziel erreichen.

Gut 20 Minuten Fahrt – da kann man nicht meckern. – Tideniedrigwasser, die Verbindung zum Land ist ein mehr als 45 Grad steiler Klettergang geworden.

Wir schafften das (alle!). Die mit den teils gut beladenen E-Rädern, offenbar ohne Schiebeunterstützung (oder nicht bekannt?), hatten schwer zu tun.

Demnächst geht`s mit dem Rad nach Cranz, HH.

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Ja, es hat nachts ein wenig geregnet. Oberflächlich tat das gut, morgens war die Luft von Restverdunstung entlang Knicks angenehm frisch.

Den Fischen in Bächen und kleinen Flüssen half das nichts – die Pegel registrierten keinerlei Anstieg -, sie haben weiter kaum eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Diese Thematik betrifft auch Stillgewässer wie z.B. den Wedeler Mühlenteich, zu dem die Stadt Wedel aktuell eine Information online gestellt hat.

Wie sieht es an der Elbe aus (Schiffe „oben“ haben zur Zeit auch kaum die Handbreit Wasser, Fähren bangen um Einstellen ihrer Fahrten) – ich radele Wedel – Holm – Hetlingen – über Fährmannssand zurück nach Wedel.

Kein Zweifel, schönes Wetter ist schön.

Wenn es dann nachts noch ergiebig regnen würde, wäre es noch besser.   🙂

Hier im Umfeld ist die Heu- und nun auch die Getreideernte meist gut eingebracht worden, Foto hinterm alten Deich Holm – Hetlingen.

Ich gucke vom Elbe-Hauptdeich Hetlingen Richtung Fährmannssand, Tideniedrigwasser, Schiff und Begleitboot an der langen Buhne, jede Menge Graugänse und andere Vögel auf dem Watt.

Selbe Stelle, 2 Tage vorher – die Katamaranfähre Japsand fährt nach Stadersand vorbei.

Blick Richtung Fährmannssand – da liegt, Tnw, ein Segler auf der langen Buhne im Süßwasserwatt, rechts das Polizeiboot Afrikahöft.

Dieser havarierte Segler löste die Beitragsüberschrift primär aus.

Zu Hause im Internet bei marinetraffic.com nachgesehen stellte sich heraus, dass das wie häufig dort die Schifffahrt überwachende Polizeiboot Afrikahöft inzwischen von DLRG- und Feuerwehrboot Begleitung hatte. Offenbar hatten Letztere sich mit dem gestrandeten Segler befasst.

Zurück zur aktuellen Tour.

Weiter geht`s Richtung Fährmannssand. Das Grün im Deichumfeld differiert erheblich.

Grün grünt mit Anbindung an die Marsch.

Grün grünt man gerade noch im Lee der Deichkrone. In der durch die Deichverteidigungsstraße vom Wasserhaushalt der Marsch getrennten Fläche ist alles braun – „das Grün des Sommers 2020“. (?!)

Fährmannssand, wieder rauf auf `n Deich.

Die lange Buhne im Süßwasserwatt Fährmannssand, etwa Tnw. – Wo ist das WSV-Schiff Kollmar?

Die Kollmar ist an der Wattkante entlang ein Stück seewärts gefahren, liegt jetzt querab der Lühemündung.

Das Beiboot wird ausgesetzt.

Drei Personen in Wathosen gehen Richtung Wattkante.

Da hat wohl eine Prüfung der Havarie-Buhne stattgefunden. Auch der Zustand des Watts ist Gegenstand von Prüfungen.

Noch nicht vorher bemerkt, vielleicht übersehen – am deichseitigen Rand des Vordeichgeländes ist ein Viehfanggatter aufgestellt. Wohl dem, der bei großflächiger Freilandhaltung so etwas aufzuweisen hat.

Genug gesehen – ich radele nach Hause.

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Wir warten. Und starten eine Nachmittagsradtour.

Am Vormittag hatte ich die inzwischen fast trockene Restaurierungs-Strecke des vorigen Beitrags gesehen. Meine Güte!

Nachmittags hat sich der Himmel hier nordwestlich der Tideelbe zugezogen.

Sollte der dringend erwartete Regen fallen? Wir radeln los.

Das Land ist knochentrocken, ächzt. Tümpel sind seit Langem ausgetrocknet, zwischendrin mal ein paar Tage etwas angefeuchtet – und weg.

Bachoberläufe, hier der Sauerbek, sind streckiger als auch für Alte erinnerbar trocken. Das Bisschen Regen vor Tagen hat in ihnen keine Spur hinterlassen.

Trocken zurück. – Die schmale dunkle Front zieht weg. Es wird heller.

Je nach Wettervorhersage kann, so scheint es, frei gewählt werden, wieviel Prozent Niederschlag uns wann heute Abend erreichen. Wenn ich auf „mein“ Wetterradar gucke, scheint alles – parallel zum Elbeverlauf – aus Südost nach Nordwest südlich an uns vorbei zu ziehen.

Morgen sind wir schlauer.

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Im letzten Foto des Beitrags vom 5. Juli 2020 sind die seinerzeit an der Pinnau benutzten Fahrzeuge zu sehen. Ohne ihn näher zu benennen, steht da links im Bild der Telelader Merlo. Der hatte uns mit seinem weit ausfahrbaren Arm gute Dienste geleistet. Zu seiner Beladung am Einbauort wurden Radlader und Transportfahrzeug genutzt, da der Kies nicht in unmittelbarer Gewässernähe abgeladen werden konnte.

Das war nun anders an der ländlichen Mühlenau. Drei Haufen Kies lagen unmittelbar am Bach. Der Telelader Merlo konnte allein eingesetzt werden.

3 Kieshaufen warten darauf, in der Mühlenau punktuell platziert zu werden.

Es herrscht „Bullenhitze“, der Bach ist für Mittel- und Niedrigwasser überbreit und angesichts fehlender, schattenspendender Bäume überwärmt.

Angesichts der langanhaltenden Trockenheit und nicht über den Winter aufgefüllter Grundwasservorräte fliesst nur minimal Wasser. (Fast sind wir froh, dass die oberen Kilometer nicht bereits (hier erstmals!) ausgetrocknet sind.)

Es ist die Sommerzeit der Libellen – hier eine Rote Heidelibelle.

Ständig aktiv, bereit zum Abflug.

Und da ist der Telelader Merlo.

Angesichts günstiger Lage der Kieshaufen macht er heute alles selbst.

Ein Hauptziel ist angesichts der Nähe von Aussenkurven des Bachs zu genutzten Nachbargrundstücken, die dortige Erosion durch Zugabe von „Spielmaterial für den Bach“ in Grenzen zu halten.

Die erste Schaufel …

Punktgenau soll das andere Ufer mit Kies beschickt werden.

Und weiter und weiter, der Arm fährt länger und länger aus.

Und zurück – leer.

Da liegt der Kies im Schüttwinkel, genau wo er hinsollte.

Auch diesseitig soll übermäßige Erosion gemindert werden, um Bodenmassen vom Bach fernzuhalten, die ansonsten Lebensraumstrukturen überdecken würden und anderswo teuer gebaggert werden müssten.

Ein Männchen von Calopteryx splendens über (noch) strukturlosem Bachgrund.

Per Hand (Schaufel und / oder Harke/Rechen) wird stellenweise vorprofiliert Richtung Rausche, potentiellem Laichplatz.

Mit motiviertem Klein-Team geht es munter voran, schnell sind die 3 Kieshaufen von der Wiese verschwunden.

Letzter Kies wird aufgenommen und in die Mühlenau gelegt.

Die Lagerplätze werden gereinigt, damit später nicht Mähwerke durch verbliebene Kiesel beschädigt werden.

Das sieht gut aus.

Abfahrbereit (da wartet noch ein vierter Kieshaufen anderswo).

Eine Schwarzerle guckt über den Uferrand, symbolisch.

Wo wir die Gewässerstruktur verbessert haben, sehen wir zu, dass – von allein oder notfalls gepflanzt – die standortgemäßen Erlen wachsen. So entstehen die organischen Gewässerstrukturen aus Unterwasserwurzeln sowie „Zugabe“ von Totholz im Lauf der Zeit.

Der Letzte macht das Tor zu.

 

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„Du Rindvieh!“ – sagt man das eigentlich noch? – Oder ist heute „Du Nerd!“, „Du Hohl- (oder / und Voll-)“ -pfosten gebräuchlich?

Egal. Es gibt halt so Redewendungen …

Heute wird es wieder heiss! Die Räume sind gelüftet, bis die Innen- der kühleren Aussentemperatur halbwegs angeglichen war. Zur Sonnenseite haben wir mit steigendem Sonnenstand, weichendem Schatten von Büschen und Bäumen, die Rolläden runtergelassen. – Das hilft. Wohl dem, der solch Rolläden sein eigen nennen kann!

Ich schwinge mich auf`s Rad, das Wedeler Autal bachauf fahren – kleine Tour.

Autalwiese in voller Sonne – im Gegenlicht fast nicht zu erkennen.

Waren / sind hier nicht Rindviecher?!

Da liegen die 4 jungen Highland-Bullen, ganz am Rand im Schatten.

Die wissen, was sie tun!

Autalstraße gequert, nächste Weide.

Hier stehen doch eigentlich die Mütter, 7 Highland-Kühe?!

Der Schatten der kleinen Baumgruppe reicht für die 7 Kühe man gerade aus („dichte Packung“).

Nachmittags werden die Kühe zur Baum-Buschreihe am westlichen Zaun wechseln. Dort bildet sich mit der Erddrehung stetig wachsender Schatten – Platz satt.

Nächste, vor relativ kurzer Zeit neu gezäunte Großweide – voll besonnt. Leer?

Auch die Galloways ziehen es vor, zum Wiederkäuen Schatten aufzusuchen.

„Dumm“ sind all diese Rindviecher offenbar nicht.

So erscheint eher der ein und andere Halter / Grundstücksbesitzer, der letzten Schatten (i.d.R. Großbäume) beseitigt bzw. nicht für Schatten sorgt. – Beispiele für Solcherlei werden gelegentlich anhand anderer Radeltouren gezeigt.

Zurück zu Hause werde ich von einem Pfauenauge begrüßt (ein Bisschen geschummelt. Das war gestern Nachmittag, als es auf dieser Hausseite schon wieder kühler wurde.).

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