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Archive for the ‘westlich HH’ Category

Von der Osterau im Wildpark Eekholt ist hier im Blog regelmäßig anlässlich der Wassercamps der „Unterelbeschulen“ berichtet worden. Da Corona die vorigen Camps ausfallen liess bzw. nur in kleinem Rahmen ermöglichte, fanden dort keine neuen Restaurierungen statt – bleiben im Sinn für 2022.

Gleichwohl ist der Besuch im Wildpark Eekholt immer eine Reise wert.

Es bleibt nicht aus, dass der eine oder die andere am höhenverstellbaren Hirschgeweih familiär porträtiert wird. (Die Handschuhe zeigen: Die Jahreszeit schreitet fort.)

Selbstverständlich galt unser Blick nicht nur den Tieren und der herrlichen bewanderbaren Umgebung im Wildpark. Der Blick ging auch nach unten, auf und unter die Gewässerkante.

Klar erkennbar ist, dass am Osterauwanderweg, der in den vergangenen Jahren allerhand Kies und Treibselsammler erhalten hat, noch überbreite, von Treibsand beherrschte Strecken bestehen.

Die sind fürs nächste Wassercamp vorgemerkt.

Vor Zutritt geschützte Kiesstandorte befinden sich in gutem Zustand.

Anders sieht das an ungeschützten Kiesen aus.

Generell ist erkennbar, dass neuer Kies sowohl zur Böschungs- als auch zur Sohlgestaltung ergänzt werden kann.

Da wir nicht bis nächsten Herbst warten wollen, ist mit der Leitung des Wildparks verabredet, dass das örtliche, fachkundige Personal von der Edmund Siemers-Stiftung finanzierten Kies zum Ergänzen aller bisherigen Schüttorte zur Verfügung gestellt bekommt und auf bewährte Weise schüttet. Anschliessend wird die Situation gemeinsam angesehen, ggf. etwas angepasst.

So können die unmittelbar bevorstehende Laichzeit der Forellen sowie die der Bach- und Flussneunaugen im nächsten Frühjahr profitieren.  – –

Von der Osterau kam ein weiterer Ruf, aus westlicher Strecke, Raum Bad Bramstedt.

Hier bietet die Osterau, überbreit, ohne Turbulenz, spiegelnd wie ein Stillgewässer, der Phantasie des Restaurierers standorttypischer Fliessgewässer jeglichen Spielraum.

Immerhin begleitet hier ein standortgemäßer Baumsaum das Flüsschen.

Nebendran auf Moräne erfreute uns herbstlicher Wald mit Buchen, Hainbuchen und je nach Standortcharakteristik vielen anderen Bäumen und Büschen.

Schnell einigten wir uns auf Startpunkte für neue Erfahrungen. – Beispielhafte, gut anfahrbare Schüttstelle für Kies.

Auch kompliziertere Standorte wurden ausgewählt.

Zurück ging es durch den herbstlichen Wald, zu den Autos.

Alle erforderlichen Abstimmung sind gelaufen, die Kiese bestellt. Demnächst geht`s vor Ort los. Ich werde berichten.

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Hier im Blog war eine kleine Pause entstanden. Das heisst nun nicht, dass das „Un-“ vor dem Ruhestand verschwunden wäre. Es handelt sich lediglich um eine kleine Berichtspause. Herbstliches wie bunte Blätter und rote Früchte sind dadurch ausgefallen, finden sich aber, wie bekannt, in Beiträgen der Vorjahre.

Nun also, mal wieder, zu Wässrigem.

Am 12. September berichtete ich von aktiven Anliegern der Mühlenau, denen die Edmund Siemers-Stiftung einen Lkw Kies finanziert hatte, um ihn – selbstverständlich nach den erforderlichen Abstimmungen und mit fachlicher Anleitung – als Lebensraumverbesserung in die Mühlenau zu schütten.

Schon länger hatten wir Organisatoren vor, nachzusehen, ob die gute Tat tatsächlich wie vorgesehen einzuschätzen ist. (Un-)Regelmäßige Schauer liessen unser Ziel, bei niedrigem Wasserstand nachzusehen, scheitern. So gingen wir gestern Nachmittag los, die Watstiefel reichten bei Mittelwasser angesichts der gewünschten und erzielten Tiefenvarianz gerade aus, die Strecke „von innen“ anzugucken.

Wie gut, wie wir heute wissen! Der Regen heute Nacht bis heute Morgen hat weitere 2 Dezimeter auf die Abflusshöhe draufgepackt – gestern war also gut gewählt!

Wir waren in Begleitung, ausgestattet mit Wathose. Springkraut am Wegesrand verlängerte unser Anwandern ein wenig. 🙂

Blick vom Ende der bekiesten Strecke bachab. Mittelwasserabfluss bei Überbreite, am linken Ufer ist dankenswerterweise das Beseitigen von dort hoch abgelagerten Grünabfällen veranlasst und erledigt worden. Der Eisenockerzufluss, menschengemacht durch Eingriff in den Bodenwasserhaushalt, ist ein in Deutschland bisher nicht bereinigtes Negativ-Phänomen.

Es gibt inzwischen diverse Abhilfe bzw. Minderung. Möge solch Umsetzung auch hierzulande rechtlich eingefordert werden.

Nun aber: Konzentration auf den Kies.

Das Einbinden der Kiese in die Uferböschung und der vorgesehene Baumschutz funktionieren hervorragend.

Das gilt auch für am anderen Ufer angelegte kleinere Schutzmaßnahmen.

Ein beim Kieseinbau noch illuster über den Bach geneigter Weidenzwiesel ist inzwischen, vermorscht, abgebrochen, liegt im Bach.

Der Wasserverband ist informiert, ggf. eintretende Aufstaue zu verhindern.

Blick vom oberen Bekiesungsende bachab auf den abgebrochenen Weidenzwiesel.

Blick über das obere Bekiesungsende bachauf.

Baum- und Wurzelraumverluste über vergangene Jahre schreien an verletztem Ufer nach weiterer Verbesserung.

Es bleibt also, auch hier, weiter allerhand zu tun.

Die meisten Schüttpunkte sind nicht nur seitlich ins Ufer eingebunden, sondern haben auf der Sohle auch eine – leicht – gegen die Strömung gerichtete Unterwasserlenkbuhne erhalten. Die hilft angesichts des steilen Ufers beim Ein- und Ausstieg.

Im Frühjahr werden wir, dann bei niedrigerem Abfluss, die Besiedlung der noch neuen Kiese überprüfen.

Sobald es passt (und die Nachbarschaft weiter Lust hat), wird ein weiterer Kies-Lkw hier spendiert.

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Für das letzte Septemberwochenende waren an der NABU Vogelstation Wedeler Marsch „Zugvogeltage“ angesagt. Eine Vielzahl Führungen in dieses vielfältige Geschehen war angekündigt, das Wetter spielte mit.

Diese gute Gelegenheit nutzte ich, ganz nebenbei auf einer Radtour Erkundigungen einzuholen über 10 Mauerseglerbrutkästen, die an unserer „Felsenburg“ angebracht werden sollen (dazu zu gegebener Zeit mehr, die nächste Brutsaison startet erst mit Rückkehr dieser faszinierenden Dauerflieger im nächsten Frühjahr). „Meine Zugvogeltage“ habe ich bereits in den Beiträgen vom 23. und 24. September beschrieben.

Auf der Krone des Elbdeichs querab der NABU Vogelstation – weithin sichtbar, ein Zeichen der Zugvogeltage.

Da ich früh bin und mein Gesprächspartner noch nicht am Infostand anwesend ist, klettere ich auf den Deich. Warten in der Morgensonne mit Blick auf die Elbe ist ja nicht das Schlechteste, lohnt meist immer mit Aktuellem.

Blick gen Südost über das bei Ebbe freifallende Süßwasserwatt Fährmannssand – da hinten am Horizont ist was los, vorn quert ein früher Radler.

Allerlei Segelboote, teils bunt, füllen den Horizont.

Das wird wohl so etwas wie „Absegeln“, eine letzte Regatta 2021 sein. Aktuell wurde berichtet, dass die „Kran-Saison“, das Herausnehmen der Boote aus den Yachthäfen und das Einlagern für den Winter, begonnen hat.

Noch sind seeseitige Strecken der Elbe bootsfrei.

Das temporeiche Treiben kommt zügig voran.

Schnell ist die Lühemündung passiert.

Kurze Zeit später geht es auf die Wendemarke zu.

Die ersten haben gewendet und sausen zurück.

Hoch oben am Himmel trompetet es laut, klitzeklein ist ein Kranichschwarm erkennbar.

Ich klettere vom Deich, erhalte meine Information über die Mauerseglerkästen. Zufrieden vollende ich meine sonntägliche Rundtour.

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Deutscher Horizont 2021 – verstellt!
Mais, sterbende nicht standortangepasste Bäume.

Immer noch! – Deutscher Bodenhorizont, ungeschützt.

Vielen Dank, Frau Klöckner! Vielen Dank für GAR NICHTS!

Was bleibt? – Hoch wollen wir hinaus, hier mit Starenschwarm.

Horizont in Wetter und Klimawandel – standfest im Sturmgebruus.

Was bleibt, ist Hoffnung.

Mögen die verhandelnden Politik-Aktiven heute, in den nächsten Tagen und Wochen, glückliche Wendung herbeiführen! (Dabei dürften der nordische und der südliche Selbstdarsteller, grün wie schwarz, gern mal zurückstehen, vielleicht einfach mal Film, Funk und Fernsehen meiden, die Klappe halten.)

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Nach dem sonnigen Vortag, Elbdeich und Marsch voller Zugvögel und Menschen, sah es gestern – wie angekündigt vom Wetterbericht – völlig anders aus. Ein Tief zog stürmisch durch. Hohes Wasser aussendeichs, fast 1,50 m über Tidehochwasser, die Sperrwerke von Pinnau und Krückau daher beim Abendhochwasser ca. 4 bzw. 5 Stunden geschlossen, um ein Eindringen des erhöhten Wasserstands ins Binnenland zu verhindern.

Ich radelte die Vogelstation Wedeler Marsch über Fährmannssand an, mal nach den Limikolen und mehr (s. gestriger Beitrag) sehen. Windstärke 5 aus West, stellenweise wollten Böen Rad und Radler aus der Spur bringen. Die Strecke Richtung Elbdeich wurde in kleinem Gang gemeistert.

Die Vogelstation bietet aus mehreren geschützten Unterständen Aussicht in alle Richtungen über eine ehemalige Kleientnahme. Flachgewässer mit wechselnden Tiefen und Inseln ermöglichen vielfältiges Leben das ganze Jahr über.

Überblick über einen Aspekt der ehemaligen Kleinentnahme, Inseln – Jagd-Szene in der Ferne.

Diese klitzekleinen Schwimmer werden später näher zu sehen sein.

Silberreiher in Aktion zwischen Wiesenufer und einer Insel.

Eine gute Position bei einer Treibjagd ist alles, stets anpassen.

Konzentration.

Jagdpartner Kormoran.

Mehr Jagdgenossen tauchen auf.

Erneute Platzwechsel der Silberreiher, Kormorane. Eine Möwe lauert auf Beute(klau). Besonderheit: der 4. Reiher von links hat einen schwarzen Schnabel.

Fachkundige an vielfältigen, auch von Besuchern nutzbaren Spezial-Optiken in der Vogelstation wiesen mich auf den Schwarzschnabel hin. Damit und mit roten Beinen, mit ein wenig gutem Willen auf dem Foto erahnbar, hebt er sich von allen anderen, gelber Schnabel, schwarze Beine, ab.

Bloß keinen Fisch durch die Lappen gehen lassen.

Die Jagdgruppe besteht aus 22 Silberreihern. Der unter der Möwe hat gerade einen Fisch erwischt. Wasser perlt.

Auf einer kleinen Insel an anderer Stelle ruhen sich – vermutlich bereits satte – Kormorane. Eine Sturmmöwe leistet Gesellschaft.

Graugänse und ein Stockentenpaar halten sich im Lee des Ufers bzw. einer Insel auf.

Auch ein Graureiher und etliche Blässhühner scheinen Windschatten zu bevorzugen.

Diese Höckerschwäne und Enten stört der Wind offenbar weniger. Auch hier halten sich die Graugänse im Lee der Insel auf.

Und da sind auch die klitzekleinen vom Beginn wieder, dichter dran – nun als Zwergtaucher erkennbar.

Das war ja ein spannender Wechsel im Vergleich zum sonnigen Vortag!

Beim Heimradeln, Rückenwind-getrieben, sturmgeschüttelt, fällt mir ein, dass ich vor lauter Jagdgeschehen ganz vergessen habe, nach den Limikolen zu fragen.

Das waren meine beiden Vogeltage. Die Besucher am Wochenende werden ihrerseits viel zu sehen bekommen – viel Spaß dabei!

P.S.: Die Formationsflieger, in der Tat Limikolen, sind Alpenstrandläufer.

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Von Wedel kommend, Holmer Geest, kurz vor „Absturz“ in die Marsch.

Windbedingt radele ich wieder einmal gegen den Uhrzeigersinn – Wedel, Holm, Hetlingen, dann am Hauptdeich Elbe (Rückenwind auf freier Strecke) längs nach Wedel zurück.

Gerichteter Zug der Schafe auf dem Elbdeich, gen Südost – Foto lohnt.

Dasselbe Geschehen von der Deichkrone aus – am Horizont lassen sich riesige Vogelschwärme ahnen.

Hinterm Deich sitzen Hunderte Graugänse.

Grau- und Nonnengänse vor Weidevieh.

Da ist ein Kollege Fotograf zu dicht an den Zaun geraten. Die Graugänse sind aufgebracht.

Symbolisch für eine andere charakteristische Plage – ich erspare mir hier Erläuterungen der Gespräche mit solch Hundehaltern.

Der Leinenzwang hier ist begründet – auch z.B. in den Gräben aussen- wie binnendeichs lebt Diverses, wo ein Hund nichts verloren hat. Der Jagdtrieb soll hier eben nicht geweckt, gar forciert werden.

Silberreiher an der ehemaligen Kleientnahme querab NABU-Vogelstation, darüber Vogelgewimmel.

Es sind in die Tausende zählende Nonnengansschwärme in der Luft – hier eine kleine, einzeln fliegende Gruppe.

Formationsflug über der Kleientnahme – schwenkt auf Weiss.

Formationsflug in Weiss.

Zunächst hatte ich an Kiebitze gedacht. Als ich die – auch wohl hunderte – dann sah, war klar, dieser von Weiss auf „unsichtbar“, „Grau“ wechselnde Schwarm (Mehrzahl, mindestens 2 Schwärme) besteht aus kleineren Vögeln.

Das kann sich wohl um die wertvollen Kohlen (ohne h !) handeln, die Limikolen(?).

Da werde ich mich in den nächsten Tagen auf dem Gelände der NABU-Vogelstation schlau machen. Aus gutem Grund bieten die ein besonderes Programm. Für fachgerechte Information und starke optische Ausrüstung ist gesorgt.

Im Abradeln – noch `ne Flugformation, menschengesteuert. Hier, östlich Fährmannssand befinden sich die Piloten und ihre Drachen ausserhalb der Verbotszone. Gut gemacht!

 

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Hinterm Elbdeich höre ich schräg über mir Gekläffe „Jäpp, jäpp, jäpp!“, wiederholt, fortwährend.

Langsam kommt die Erinnerung, das Kläffen kenne ich – sooo lange ist das gar nicht her.

Und siehe da, querab von der NABU-Vogelstation sitzen sie, seitwärts von ein paar Graugänsen.

Schwarz-weiss auf Marschwiesengrün – ca. 50 Nonnengänse.

Etwas versetzt sitzen weitere zwei Gruppen, ebenfalls um die 50 Tiere.

Und, ein Bisschen unruhig, als wüssten sie nicht, ob sie landen, vielleicht sich dazugesellen sollen, einige wenige weitere Kleinschwärme am Himmel.

Zunächst nahm ich an, diese Gäste seien verfrüht. Ein Blick hier in den Blog zeigt allerdings, dass sie z.B. am 25. September 2019 seit ein paar Tagen angekommen waren – kein Grund zum Wundern also. Es sei denn, es bezöge sich auf das Wunder des Vogelzugs.

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Das Wiederbeleben von Bächen und kleinen Flüssen profitiert von unterschiedlichen Aktivitäten. Das sind zum einen offizielle Maßnahmen Zuständiger, die bei Zugriff auf entsprechende Flächen und in Begleitung mit anderen günstigen Umständen den Anschluss des Gewässers an die Aue durch Wiederhochlegen der Sohle und Initiieren der Überschwemmungsdynamik im Umfeld realisieren. Zum anderen gehört das Wiederherstellen der Durchwanderbarkeit, bachauf wie bachab, bis hin zum Schleifen, mindestens Entschärfen großer, „harter“ Hindernisbauwerke dazu. Beides sind kostenträchtige Aufgaben, die – nicht zuletzt wegen begrenzter Finanzmittel – nur auf einem Bruchteil der Fliessstrecken umgesetzt werden können.

Es sollen aber – fachlich nötig und rechtlich gefordert – alle Gewässer wieder besser, in Richtung „gut“, werden. So bleibt für ca. 80 (- 90) % unserer Fliessgewässerstrecken nur, den durch Gewässerausbau gegebenen und durch Gewässerunterhaltung sowie Erosion über die Zeit entstandenen meist übertiefen, überbreiten, schlappen Profilen durch instream-Restaurieren mehr Leben einzuhauchen. Ideen sind keine Grenzen gesetzt, gute Beispiele gibt es zuhauf.

Solche Beispiele sind hier im Blog zahlreich vorgestellt worden. Durch Erläutern lokal angepasster Möglichkeiten können Interessierte nahezu überall gewonnen werden, bei Verbesserungen mitzumachen. Geeignetes Sohlmaterial wird finanziert und die Interessierten übernehmen unter fachkundiger Anleitung das Einarbeiten.

Es gibt dann als Folge von Aktivitäten oft neue Kontakte. „Kann ich an meiner Uferstrecke auch so schicken Erosionsschutz haben, wie bachauf hergestellt wurde?“ – Das lässt sich machen, gleichzeitig wird die Lebensraumvielfalt erhöht. – „Können wir aus der Nachbarschaft unserem Bach vor der Haustür helfen?“ – Gemeinsam ansehen, fachliche Möglichkeiten erörtern, Organisatorisches abklären – ja, meist klappt auch dies.

Solch Situation hatte sich einmal mehr an der ländlichen Mühlenau ergeben. So ging es  – nach unnötiger bürokratischer Behinderung, Anwenden von „Schreibtischtabellen“, Nichtbeachten örtlicher und zeitlicher Besonderheiten, Ausserachtlassen verwaltungsmäßig geforderten Abwägungsgebots – gestern also endlich los.

Die Ladung eines 3-Achser Lkw liegt vor Ort bereit, ca. 15 t Kies.

Die sollen nun, nach Schaufeln und Transport mit Schubkarren punktuell von der Böschungskante in die übertief ins Gelände eingeschnittene Mühlenau geschüttet werden – Erosionsschutz des Umfelds sowie Beleben der Gewässersohle, neues Zuhause für eine Vielzahl Organismen, sind die Ziele.

Wir prüfen die Einbringstellen, statten sie, so nötig, mit Schütthilfen aus.

Schliesslich sollen weder die Schubkarren noch die Aktiven unten im Bach landen.

Gut 20 Anlieger sind inzwischen mit Schubkarren, Schaufeln, Harken angekommen, eine angemessene Zahl helfender Hände. Auch Mitglieder des Wasserverbands, des pachtenden Anglervereins sowie aus lokaler Politik halfen tatkräftig mit.

Eine Probeschüttung vorweg …

Rechts vorn wird geschüttet, hinten wird neuer Kies besorgt.

Wieder eine Ladung unterwegs.

Wohl 10 Schubkarren werden – wer möchte, schiebt – parallel beladen, geschoben, geschüttet, wieder und wieder.

Wo nötig, sind an hoher Uferkante „Schubkarrenstopper“ montiert, ggf. liegt eine Bohle über zu feuchtem, unebenem Grund.

Und bevor eine Karre dann doch noch, voll beladen, abgeht, stehen helfende Hände bereit, das zu verhindern.

Auch, „it`s a long way“, an Feuchtstellen auf der Strecke liegt Befahrbares – für besseren Transport und nicht zuletzt zum Bodenschutz.

Bei solch beherztem Einsatz ist die Hälfte bald geschafft.

Es wird zur Pause gerufen.

Halbzeitpause.

Auf dem Pausentisch ist für Speis und Trank gesorgt, lecker! Herzlichen Dank, liebe Organisatoren!

Pausen-Stillleben.

Und weiter geht`s.

Wo erforderlich, wird aus dem geschütteten Depot eine kleine Ufersicherung gegenüber angelegt, ein Unterwasserströmungslenker (schräg GEGEN die Strömung, zum beidseitigen Uferschutz) geformt.

Fachliche und persönliche Nachfragen, die lokalen Medien wollen umfassend informieren.

Suchbild, zwei volle Schubkarren auf dem Weg …

So nach und nach kündigen die Schiebenden an, man werde sich hier, an diesem Schüttort, wohl nicht wiedersehen.

Und dann ist es soweit – wir haben fertig, landseitig.

Auch im wässrigen Element sind die erforderlichen Begleitarbeiten für heute erledigt.

Angesichts des durch Schlagregen erhöhten Abflusses wird bei Niedrigwasserabfluss demnächst kontrolliert, ggf. feinprofiliert, die Strömungslenkung neu ausgerichtet.

Schweres und leichtes Gerät ziehen ab. Alle haben sich das Mittagessen wohlverdient.

Wie bei anderen Einsätzen können auch hier, bei allgemeinem Gefallen des Erreichten, jederzeit neue Aktionen stattfinden.

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Da radele ich herbstlich, nach Morgentau in Bratsonne …

Halt, abgesprungen vom Rad. War da nicht …

… ja, ein großer Grüner …

Wer da meint, solch Tier heisse nicht Heuhüpfer, sondern Heupferd, bitte sehr „… ein großes Grünes …“. – Das ist nun einfach mal Deutsch, hat mit der nicht von oben zu verordnenden Genderitis überhaupt nix zu tun.

So große Heuhüpfer erinnere ich zahlreich nur aus meiner fernen Kindheit. Danach …

Gefährdet wie er da sitzt, … Ich stupse ihn an – und er hüpft / fliegt halb ins …

… benachbarte Grün, noch taunass.

Frohen Muts radele ich weiter, den Spruch im Sinn „Jeden Tag eine gute Tat …“.

Dann sagt der Biologe und Insekten- / Kaltblüterkenner in mir: „Wenn das man nicht ein Schuss in den Ofen war! Der Heuhüpfer wollte sich auf sonnenbebratzter Fahrbahn ordentlich aufwärmen!“ – So wie die Geschichte von der alten Dame, die, auf die andere Straßenseite gebracht, aufgebracht sagt: „Ich wollte doch gar nicht rüber!“.

Egal. Es war nun so, wie per Foto dokumentiert.

Über die gute Tat von heute wird berichtet werden – morgen oder übermorgen, wässrig.

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Jetzt zieht also mal wieder für zwei Tage ein Regentief durch.

Nicht lachen (oder weinen) – wir brauchen das Wasser! Die Bäche und kleinen Flüsse laufen schon längst wieder auf Niedrigwasser. Wald- und Forst-Experten, Quellenbeobachter wissen, „von unten“ kommt nix, da ist noch nichts wieder angekommen, was den überanspruchten Speicher auffüllen würde.

Die jüngst vergangene Trockenphase war von der Landwirtschaft sehnlichst erwartet, standen doch ein weiterer Grasschnitt plus Trocknen und Ernte sowie die Getreideernte an. Dem entsprechend waren Mann und Maus 24 Stunden am Tag, notfalls auch – bescheinwerfert – in der Nacht aktiv.

Und, wenn ich so hier im Umfeld gucke, das hat gut geklappt! (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.)

Wo man auch hinkam, gemähtes Grün …

Gleich nebendran in der Hetlinger Marsch wurde der Schnitt nach Wenden und Trocknen bereits zu Ballen gepresst.

In der Holmer Marsch, Ballen-Pressen, weit fortgeschritten.

Und nebendran die frühe sowie die in Folie verpackte Situation. (Dies sind die „Storchen-Wiesen“, von denen ich intensiven Nahrungserwerb durchziehender Gruppen berichtete.)

Die Störche, West- und Ostzieher, sind inzwischen meist anderswo zu verorten.

Auch das Getreide, hier Hetlinger-Holmer Marsch hinter dem Alten Elbdeich, ist gut reingekommen.

Anderswo, vor allem, wo das Korn zeitlich anders erntereif war und von den vergangenen regelhaften Regenklackern immer wieder zumindest angefeuchtet wurde, mag sich die Lage nicht so positiv dargestellt haben.

Derweil geht das Leben weiter.

Beispiel Wedeler Marsch – ein Graureiher putzt sein Gefieder, ein Turmfalke zerlegt seine Beute, wohl eine Maus.

In großer Entfernung lässt sich nach getaner Arbeit gut dösen, während dichter dran die Arbeit offenbar durch fotografierenden Gaffer (leicht) gestört ist.

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