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Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Das musste mal wieder sein! Herbstlicher Besuch in meiner Geburtsstadt Korbach mit Wanderungen am Edersee (Motto wie immer „Ich zeige meiner Angel leeren See und Fluss – und umgekehrt“).

Dicker Nebel am Morgen kann mich nicht irritieren – das Richtige anhaben ist wichtig.

Vom Baumwipfelpfad Hemfurth wandere ich entlang des Seerandwegs gen Osten.

Dinosaurierrücken tauchen aus dem Nebel auf – ich befinde mich am Übergang Hammerberg auf die beiden Rücken der Hopfenberge.

Fast irritierendes Bild – Südseite der Hopfenberge, punktuell durch den Nebel von der Morgensonne angeschienen. Da will ich runter (schräg gestellter UrMeeresgrund).

Der Nebel wabert, Blick zur Sperrmauer. Anglerboote sind unterwegs, eins offenbar mit speziellen Welsanglern – regelhaft wumpert das Welsholz.

Im Abstieg begegne ich …

… einem verblichenen, verbissen dreinblickenden …

… (aha, gebänderter Schwanz) Waschbär. Zunächst wollte ich einen Marderhund nicht ausschliessen.

Der Siegeszug dieser inzwischen allüberall mächtig störenden Säuger mit Banditenmaske soll ja mal von einem Tiergehege am Edersee ausgegangen sein … (andere berichten von weiteren Startplätzen, anderswo).

Es folgt bald noch `ne Leiche. – Meine Güte, denke ich von weitem „Wer hat denn DEN Riesenhechtkopf plattgetreten?!“

Bei genauerem Hinsehen fällt der Irrtum schon auf dem vorigen Foto auf – breites Maul, keine so richtigen Zähne, lange Bartfäden – ein Wels.

Grob per Handspanne geschätzt bringt er es immerhin auf gut 1,20 m Länge.

Wie so viele inzwischen auffällige Pflanzen und Tiere scheint auch der Wels vom Klimawandel zu profitieren. Das geht soweit, dass bei grundsätzlichem Verbot, Fänge zu verkaufen, hier eine Ausnahme (mit garantiertem Abnehmer!) gemacht wird.

Ich wandere weiter gen Osten entlang der trockengefallenen Hopfenberge, erlebe allerhand Vogelwelt. Die bekommt noch einen eigenen Beitrag.

Und dann, an der Ostseite der Hopfenberge, nach und nach aus dem Nebel auftauchend …

Dort treffe ich auf Marsianer – oder was ist das Bizarre an der Uferkante?

Der oder das wird näher zu untersuchen sein.

Blick in die Höhe – Aaaahh! Der Nebel lichtet sich, Schloss Waldeck taucht auf.

Es bleibt mehr zu berichten – demnächst.

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Seit 1. Oktober gilt wieder „Säge frei“. Garten- und Ökologie-ferne Hausmeister- statt Gärtnerfirmen lärmen bereits seit längerem. Buchenhecken sind wieder durchsichtig als Ersatzzaun erkennbar. (Eine gartennahe Fachkollegin sagte mir einmal angesicht der Masse neuer (Hain-)Buchenhecken um InvestorenKlotzBebauungen, das sei alles reiner Zaunersatz. Eine wahre (auch Buchen-)Hecke bestehe aus mindestens 2 Reihen. Erst damit sei dauerhaft ökologisch wirksames Grün im Bauaussenbereich erreicht.)

Auch ich trainiere seit Anfang Oktober meine jährliche Übung, seit langem akzeptierte Stöckchenentnahme für Treibselsammler ingang zu setzen. Besonders geeignet sind Haselstecken. Die haben sich – unabhängig von unserem der Baugenehmigung (1992) beiliegenden Grünplan – angesichts jahrelanen Eichhörnchenfütterns mit Nüssen wild ausgebreitet, bis hin zur Belästigung der eigentlich vorgesehenen bunten Mischbepflanzung. – Momentan scheint die Ursache bereinigt, etwas NussRuhe eingetreten.

Mein Training starte ich an 2 selbstentwickelten Weiden, die als Kopfweiden ab Frühjahr ordentlich Pollen und Nektar für Insekten spenden sollen.

Nach Jahren der Beobachtung haben sie dieses Jahr erstmals reich Kätzchen hervorgebracht. So schneide ich jeweils den Hauptstamm heraus, definiere so die Höhe des künftigen Kopfs. Alle Seitenäste lasse ich, damit auch 2027 wieder reichlich Kätzchenangebot herrscht, stehen. Die werden dann nach und nach im Einzelschnitt runtergenommen, so dass immer das Blühangebot bestehen bleibt.

Ich kann`s ja noch.

Der Hauptstamm des zweiten Baums – erstaunlich wie so eine Weide loslegt, wenn sie erstmal ingang ist!

Das Astwerk wird geschnippselt zur Wurzeltellerbedeckung. An solch Ort hält sich gern der Igel in Ruhephasen auf. Das Stangenholz dient an anderer Stelle der Totholzentwicklung mit verbundener sukzessiver Besiedlung, in Wahrheit also weiterhin Lebendholz.

So sieht das Ensemble nun, fertig, aus [Das sieht nicht nach Kopfbäumen aus? – Soll es auch nicht, wie beschrieben.].

Die kleine, raue Fläche dahinter darf bis zu einmaliger, extensiver Frühjahrsbearbeitung frei wachsen. Dort entwickeln sich – wie gelegentlich erwähnt – per Sukzession nicht nur Blumen, sondern auch Bäume. Letztere werden, ab ca. 0,5-0,8 m Höhe, ausgekriegt und im Bekanntenkreis abgegeben.

[Wer sich bei eventuellem Vergrößern des Fotos über die „ausbrechende“, kleine Nummer wundert: Ich nutze frisch eine der vorigen Digicams. Nach Schiessen der letzten gezeigten Bilder des vorigen Beitrags habe ich – sie war schon erstaunlich lange Jahre in Betrieb! – das jüngste, alte Exemplar im Bach „versenkt“. „Wasserschaden!“ – die ist hin! – Murphy sagt: „Kommt vor!“]

So, nach dem Training nun ans eigentliche Werk.

Die Höhe unserer Kulisse wird von vorgeschriebenen Bäumen bestimmt. Das sind hier, links versteckt, Vogelbeere und [Zier-, wie furchtbar!]Apfel, die auf abgestimmte Wunschhöhe regelhaft auf Tragebögen („runter“)gesägt werden. Verdeckt werden die Bäume von hoch gewachsenem Hartriegel – so gewünscht, um die WinzZierÄpfel zahlenmäßig klein und die Blüten- und Fruchtproduktion des Hartriegels möglichst hoch zu halten. – Insekten und Vögel danken es!

Hoch schiesst nun auch Deutzie, deren Blühtriebe früher (niemand wusste, wer, wie, was da eigentlich wächst!) beim jährlichen Winterschnitt abgeschnitten wurden. Nie blühte dieser herrliche Busch! Das ist nun anders – wir müssen halt die jungen Blühtriebe bis zur Blüte als Horizont „ertragen“. Angesichts der unglaublichen Blütenpracht senken sich die Äste dann, „belästigen“ Kritiker nicht länger.

So mache ich mich nach und nach über Hasel her – hier Stand 15 Stecken, …

… dann so bei 35. Das reicht für diesmal.

Es folgt Hartriegel, Cornus mas, ausgesprochen interessant. Den hat man wohl früher für „harte“ = haltbare Riegel genutzt (???). Rindenstruktur 3er unterschiedlich alter Jahresstufen aus einem Ast.

Spaßeshalber habe ich im Verwandtenkreis sowas wie Gerätschaften / NaturKunst angeboten. – Zack, waren sie weg.

Mit den – etwas sperrigen, an gehärteten Astabgangsresten pieksig- bis verletzenden – Stecken komme ich nun wohl auf 50 HuSt-Stäbe.

Erfahrungsgemäß ergeben sich noch einige „Reste“, die bis Ende der Schnittzeit (Schluss: 1. März) zustande kommen.

Zusammen mit im Aktivenumfeld gewonnenen Stecken wird das wieder für einige Treibselsammler ausreichen.

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Regelhaft komme ich auf meiner „normalen Deichrunde“ Wedel, Holm, Hetlingen, Wedel – je nach Windrichtung im oder gegen den Uhrzeigersinn – an einer an die 200 m langen Pappelreihe vorbei.

„Kam“ muss es nun heissen.

So sah die Silhouette noch, von Norden gesehen, am 1. Oktober aus. Es lohnte an diesem Tag, links genauer hinzusehen.

Da stand Spezialgerät, …

… Telekran mit Stammhalter und Säge und startete mit der Fällung.

Das geschah nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil ein Sturzbaum (zum Glück nur) das Heck eines Pkw zertrümmert hatte. – Die im ersten Foto meines Beitrags vom 14. September gezeigte Sperrung des Sauernbeekswegs war die Konsequenz. Folgende Untersuchung des Baumbestands ergab heftige Hohlraumentwicklung, so dass das Fällen der gesamten Pappelreihe vorgesehen wurde.

Am Sonnabend drauf, 3. Oktober, konnte das Werk besichtigt werden.

Sauber gefällt. Die roten Markierungen in 2. Reihe zeigen, dass später eine Reihe Totbäume im Fichtenbereich folgen wird.

Die Totale Richtung B 431.

„Sauberes“ Schnittholz und Hohlstämme aus tieferen Gefilden bestimmen das Spektrum.

Viele Wurzelbereiche zeigen den Auslöser der Fällarbeiten.

Auch eine gigantische Eiche hat es erwischt (ist das Blaue „Bläue“ ?), …

Blick vom letzten Pappelwurzelstock zur B 431 …

… und Rückblick.

Gleich am Montag, 5. Oktober, war der Schredder aktiv.

Die Silhouette sieht nun so aus. Die auf dieser Straßenseite den Weg begleitenden Eichen lassen das Bild nicht ganz so dramatisch erscheinen.

Spontan sich ergebendes Vorbeifahren heute zeigt Aufräumarbeiten. Ich bin gespannt, wie bald ich mein Radeln wieder ohne 3 km Umweg aufnehmen kann.

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Die Gewässerunterhaltung ist in die Saison 2026 / 27 gestartet. Der Landesverband der Wasser- und Bodenverbände SH bietet – neben den Angeboten auf dem freien Markt – seit Jahren Schulungen zur Schonenden Gewässerunterhaltung an. Seit 2020 darf am Gewässer nur noch wirken, wer den Fachkundenachweis besitzt.

Neben völlig aus der Zeit gefallenen Zeichen harter Unterhaltung – Anschneiden von Ufern, Abbaggern von Gleithängen (vielleicht folgt dazu gelegentlich ein eigener Beitrag) – finden sich tatsächlich aktuelle Beispiele von Ufer“befestigungen“, an deren Ende zwanghaft der betreffende Bach zum erodierenden Uferschaden erzogen wird.

Blick bachab, an ehemaliger Überfahrt – links im harten Schatten kaum erkennbar abgebaggerter Gleithang. Überbreite führt zu eintöniger Wüstenei mit flächig bewegtem Sand. – Der Prallhang ist durchgängig …

… gestackt, völlig aus der Zeit gefallen.

Die Senkrechtverholzung des Bachlebensraums scheint nicht genug, alles ist mit Vlies hinterlegt. (Das ist so am nächstfolgenden Prallhang genauso streckig wiederzuerleben.)

Wo mensch solch überholtes, „hartes“ Handeln an den Tag legt, tut ein Fliessgewässer das, was es immer tut: Es kolkt das folgende „Weiche“ aus.

Meist sorgt nicht fachgerechtes Agieren für Folgeschäden, deren Ausgleich kostenträchtig (und dann hoffentlich richtig!) ist.

Hier im Blog habe ich reichlich über Lenkbuhnen, Kieslenkbuhnen mit UferschutzDepots ff. geschrieben – erspare mir das an dieser Stelle (ist über die Suchfunktion oben leicht zu finden).

Rückweg, entlang der überbreiten, lebensraumzerstörten SandWüstenei.

Auch im Jahr 26 der Wasserrahmenrichtlinie (die das Verbesserungsgebot einführte und fast im 50.(!) Jahr deutschen Wasserrechts, das Lebensraumverschlechterung seitdem VERBIETET), bleibt also viel zu tun.

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Per Bus wechseln wir fix zur Wandse – Blick bachauf zum ehemaligen Mönchstandort.

Der Pulverhofteich im Stadtteil Rahlstedt wurde, beginnend im Rahmen des Projekts „Forelle 2010“ (Text im Link: S. 82-88), seit der Jahrtausendwende Stück um Stück abgesenkt. Darin abgelagerte Sedimente, Sand und Organik, fielen nach und nach frei. Pflanzensukzession nahm ihren Lauf.

Die Wandse formte sich selbst ihren windenden Verlauf und verlässt den Pulverhofteich über diese raue Strecke. So konnte zwanglos die örtliche Durchgängigkeit des Fliessgewässer-Kontinuums erzielt werden ohne großartige technische Baumaßnahmen, für die jeweils Euronen in die großen Hunderttausender, meist einstellige Millionenhöhe, erforderlich sind.

Rangezoomt – Blick auf die neu entstandene Aue.

Wir wandern auf dem nördlichen Weg – entlang des baumbestandenen, wäldchenartigen Moränenhangs.

Blick auf die nun bunte Aue.

Die Wandse direkt vorm Hang – wie anderswo ist der Besucherdruck enorm.

Blick vom Diesseits ins Jenseits – Bruchweide.

Intensiver Weidenwuchs wird zeitweilig gemindert. Der Schnitt ist als – zumindest optische – Schranke gegen übermäßiges Umfeldvertrampeln gut nutzbar.

Aue hinterm Weidenverhau – Sturzbäume werden gern als Balanciergelegenheit, Zugang ins Grün ge(miss)braucht.

Durchblick – die Vielfalt des dreidimensionalen Grün täuscht über die städtische Realität hinweg – ein wahrer Erholungsraum. – Gleichwohl entgeht dem aufmerksamen Beobachter nicht die relative Schmalheit, hier: knapp 150 m. – Hinterm kurzrasigen Parkteil mit Bank „jenseits“ sind regelhaft die vorbeizischenden Autos zu sehen (eins ist auf dem Foto erahnbar).

Wir machen uns auf den Rückweg.

Wieder per Bus – super-HVV, besten Dank! – fahren wir bachab.

Demnächst mehr zur Wandse, zum neu gestalteten Eichtalpark.

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S- und U-Bahnnutzung ist angesagt – Elbtunneldeckel in Arbeit.

In HH Farmsen steige ich aus der U-Bahn, Treffen klappt, wir gehen zur Berner Au, nahebei. Eine günstige Gelegenheit, meine frühere Wirkungsstätte in der weiteren Entwicklung (im Unruhestand zugebrachter) 11 Jahre zu erleben.

Winden und Sohlesortieren ist zu erkennen – aber ist DAS ein gesunder Bach?

Hier arbeiten Bezirksamt Wandsbek und Bachpaten seit langem Schritt für Schritt zusammen. Das Winden und Sohlesortieren folgt im für Mittel-, gar Niedrigwasser extrem überbreiten Querschnitt auf regelhaftes Einbauen von Strömungslenkern aus Steinen, Kies und Holz.

Kein einfaches Arbeiten in einer Großstadt – gegen Überbreite und Ufervertritt mit extremer Lebensraumzerstörung werden auch im Umfeld gewonnene Jungerlen gepflanzt.

Blick über eine Teilstrecke – insbesondere hinten ist die Vielzahl von Aktivitäten erkennbar. Das Profil und der nah am Bach verlaufende Weg sind Herausforderungen jeweils auf ihre Art.

Wer diesen früheren öden Sandkanal kennt, ist erstaunt. Hat sich der Blick erst eingesehen, sind überall in der Fläche Stichlinge dieses Jahrgangs zu entdecken.

Für die Gewässerstruktur und Klimadiskussion besteht hier ein Beispiel – bei allen Sachzwängen – für mögliches und durchgeführtes Handeln.

Es geht voran. – Gleichwohl bleibt viel zu tun. Eisenaustritt auf der anderen Seite zeigt auch Übertiefe des Profils, „Ausbluten“ des Umfelds.

Zu beachten: Das zunehmende Einengen des Niedrig- und Mittelwasserprofils, in der Strecke auch durch Auswirkung des Handelns an veränderlicher Sand- und Organikablagerung erkennbar, bringt wachsende Möglichkeiten für das Wiedergewinnen von Lebensvielfalt.

Stadtnatur und ihre Entwicklung ist aufgrund urbanen Umfelds – dichte Bebauung mit entsprechenden Hochwasserschüben bei Stark- oder Dauerregen, weitere Konzentration von Bevölkerungsgruppe durch öffentliche Einrichtungen wie Schulzentren, Durchgangsstrecke für intensiven Fuss- und Radverkehr – stellt ihre eigenen Herausforderungen, Handelnde müssen ein gehöriges Maß an Entspannung und Durchhaltekraft beweisen. – Wer sich dem stellt, wird belohnt.           🙂

Der Park in der Folgestrecke ist ebenfalls – entsprechend der dortigen Bedarfe und Möglichkeiten – weitgehend verändert. – Dazu folgen demnächst Beispielfotos.

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Vertreterinnen aus einem Stadtrat und einem Kreistag sowie dem Landtag Schleswig-Holstein und Begleitende zeigten sich interessiert an Informationen zu Lebensraumverbesserungen an Bächen und kleinen Flüssen. – Gestern war es so weit.

Dazu gibt es einen kleinen Film bei Instagram.

Hier bringe ich nur ein paar Gesamteindrücke, die Fachlichkeiten finden sich in einer Vielzahl Beiträge hier im Blog. Instream-Restaurieren an den Beispielen Strömungslenker, Lenkbuhnen und Treibselsammler („Hölzchen & Stöckchen“) wird vorgestellt.

Städtische Mühlenau Pinneberg – Symbolfoto Buchenbogen querab vom Rosengarten.

Ländliche Pinnau – was für ein Kaiserwetter für unser Treffen!

Ausgesprochen gute Stimmung beherrscht die Veranstaltung.

Symbolfoto Pegel Pinnau Renzel – langwöchiger Niedrigwasserabfluss und Eisenocker-Rot am Pegel stehen sinnbildlich für die Vielzahl Belastungen, die unsere kleinen Fliessgewässer plagen.

Ultrakurz-Beprobung einer Rausche und von Unterwasserpflanzen nebendran brachte immerhin den für das Nahrungsnetz so wichtigen Bachflohkrebs in unterschiedlichen Größen / Altersstufen als auch jüngste Winzlarven eines Pionierbesiedlers aus der Gruppe der Eintagsfliegen ins Sieb.

Vom folgenden Treff im Wildpark Eekholt wird gleiche Begeisterung berichtet.

 

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Wie üblich gen Wildpark Eekholt: Stopp an der Ohlau, südlich Bad Bramstedt. Sehr gut sind Wasserstern und Aufrechter Merk auf dem dort wiedergeschaffenen Moränenbachgrund entwickelt.

Die Biomasse des Wassersterns zeigt allerdings deutlich den Lichtüberschuss. – Der gegen Biomasseüberschuss sowie Überhitzen des – sommerkühlen! – Bachs erforderliche Baumsaum fehlt weiterhin.

Schon bin ich im Wildpark Eekholt.

Wie üblich ist bereits mit morgendlicher Öffnung des Wildparks allerhand los. Vorn „verschwinden“ gerade zwei Gruppen, links hinter mir warten zwei weitere auf Einlass.

Mit Elektromobil sind wir an etlichen Besuchergruppen vorbei am östlichen Beginn des Osterauwanderwegs angekommen.

Die zum Ufer- und Altbaumschutz seit 2017 schrittweise entwickelten Lenkbuhnen aus Kies liegen hervorragend. Angesichts langzeitig sehr geringen Abflusses sind sie teils bis in den Bereich unter Mittelwasser von Besuchenden plattgetreten. Dort wird am oberen Rand neuer Kies zugegeben, die jeweilige Stelle mit Band für Besuchende gesperrt.

Nebendran auf dem Steg findet eine Singdrossel (Schnabel voll) unsere Aktivitäten offenbar interessant. – Oder stören wir sie am Erreichen weiterer Nahrungsfangorte?

Andere Stellen, wie hier am Schutz der Zuflussbrücke, haben sich so begrünt, dass unsere Aktivität kaum ahnbar ist. – So soll es sein.

Ähnlich wie am Start zeigen sich hier bachab Lenkbuhnen in steilen Prallhängen – auch für diese wird Ergänzung und Abspannen vorgesehen.

Blick bachauf – immerhin bleibt die beabsichtigte Lenkbuhnenhydraulik auch in dieser Situation gut erhalten.

Blick bachauf vom Prallhang Medizinalgarten – GRÜN! – Der Treibselsammler dort und die Lenkbuhnen, auf denen ich stehe, haben gute Arbeit geleistet!

Wie in früheren Berichten gezeigt, hat der Treibselsammler allein (etwa mittig links im Foto) eine frühere Breitest-Erosion so per Sandumlagern gestaltet, dass inzwischen ein breiter neuer Flachufersaum entstand, der im Jahreswechsel blühend mit Feuchtlandpflanzen besiedelt ist.

Abschiedsblick bachauf am Westende des Osterauwanderwegs.

Auch hier ist der Brückenschutz vom Grün unsichtbar, hat durch Strömungslenken ein die Brücke gefährdendes Erosionsloch durch internem Bodenaufbau bereinigt. Die oben sichtbare Lenkbuhne – in der Summe stimmen wir mit geschätzt 18 t Kies überein = ein 4-Achser Lkw – wird ebenfalls Ergänzungskies erhalten.

Wie üblich bestelle ich den von der Edmund Siemers-Stiftung bezahlten Lkw und Mitarbeitende des Wildparks Eekholt schütten ihn jeweils auf obere Stück der besprochenen Lenkbuhnen.

Das wird über den Sommer geschehen, so dass die Schulklassen des im September vorgesehenen WasserCamps [gern mal diesen Begriff über „Suche“ nachsehen] – wo nötig – den Kies als Unterwasserlenker profilieren.

Weiter geht meine Fahrt – Richtung Naturpark Aukrug. Dort bringt eine Schulklasse ersten Kies ein in den Tönsbek, Nebenbach der Bünzau im Stör-Einzugsgebiet. Ich bin gespannt, was mich erwartet – Bericht folgt.

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Es riefen die Kooperationspartner des Projekts „Lebendige Alster.“ Sie hatten wieder in interessantes Programm zusammengestellt. Zahlreich erschienen die Interessierten – „volles Haus“.

Hamburg, Stadthausbrücke – aus der Tiefe ans Licht, …

… gleich neben der Katholischen Kirche, Blick auf den Michel.

Wenn ich schon zu einer Alsterveranstaltung gehe, will ich den Fluss in seiner lokalen Stadt-Form auch sehen – hier: das Bleichenfleet, Blick Richtung Elbe mit Sperr- und Pumpwerk.

Blick Richtung Ellerntorsbrücke, gen Norden.

Die Vorträge werden zeitnah auf der Homepage des Projekts veröffentlicht werden.

Geht los! Begrüßung.

Eins von zwei gerade in Hamburg laufenden Naturschutzgroßprojekten wird vorgestellt – primär Wünschen und Wollen, da noch in der Startphase.

Auf Erkenntnisse lokal, regional und international wird in der Diskussion hingewiesen, dass bei Auenorientierung – komischerweise? – der aquatische Lebensraum allzuoft vergessen wird oder zumindest ins Hintertreffen gerät. Dabei liegt darin gerade eine Ursache, dass die Auenideen in der Praxis nicht optimal geraten. – Es gibt (und gilt!), wie überall, viel zu lernen!

Hinreichend Zeit ist für Pausen, d.h. umfangreichen Raum für Fachsimpeleien vorgesehen – hier auf der Dachterrasse.

Rundum interessant – Blick Richtung Hafen mit Containerkränen, Windrädern, der Köhlbrandbrücke.

Auch drinnen geht`s weiter.

Neben all den spannenden und gut vorgetragenen Inhalten zeige ich hier ein Beispiel des online-Vortrags von Dr.-Ing. Katharina Bensing, TU Darmstadt, Wasserbau & Hydraulik.

Zu beachtende, unterschiedliche Fischgesellschaften entsprechend lokaler Flussbesonderheiten sind angesichts unseres Energiewechsels (Beispiel HH) ein wichtiger Aspekt beim Thema „Flusswärmepumpen“ von Corinna Ertl, BUKEA Hamburg.

Die Mittagspause nutzen für einen Gang zur Grünen Schute.

Start an der Ellerntorschleuse, …

… durch schattige Arkaden, …

… unter der Michaelisbrücke hindurch, …

… gelangen wir schnell zur Grünen Schute – Elphi im Hintergrund.

Daaaa, ein Teichhuhn, …

… frisst vom Wasserpflanzen- und Staudengrün – darf das das ?!?

So, dass alles vor Verzehr geschützt ist, können die Käfige gar nicht gestaltet sein – es sei dem Teichhuhn also gegönnt.

Zurück gehen wir auf parallelem Weg, „innen“.

Zwei Vorträge zum ultragefährdeten Wunder(samen)fisch Aal sowie meiner, danach Angeln und Naturschutz und zur Aussenalster runden das Programm ab.

Wie oben mit Link erwähnt, finden sich die Vorträge demnächst auf der Projektseite.

Mein obligatorischer Versuch von der S-Bahn aus, den Bauzustand des Altonaer Elbtunneldeckels zu dokumentieren, gelingt auf der Heimfahrt.

Verborgen ist der Stau von Nord in der noch freien Teilspur (rechts vom Deckel).

Frischluft am Bahnhof Hochkamp – Linde voller Samenstände – tut gut (erstmal raus aus der Innenstadt). Schnell bin ich zurück in Wedel.

Nun gibt`s Arbeit, der Vortrag will in öffentlich vertretbare Form gebracht werden – es gilt, die Copyright-Vorschriften zu achten (und die Vielzahl meiner übereinander gezogenen Fotos pdf-fähig zu optimieren).

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Da liegt er nun, verwendungsbereit, der Sattel Kies (25 t).

Vorgestern Abend erreichte mich ein Anruf, ob „1 Sattel Kies kurzfristig möglich“ sei. Angesichts angesagten Starkregens wurde aufgrund lokal festgestellter StarkErosion an einem kleinen Bach weiterer, heftiger Schaden erwartet.

Mit Glück klappte das Zusammenspiel aller Erforderlichen, herzlichen Dank dafür!

Da sage mal einer, in Deutschland funktioniere nichts (mehr) – und dann diese Spontaneität!

Unendliche Weiten … – da, ganz hinten ist der Bach.

Klitzeklein – der Schein trügt.

Anzeiger Dränrohr – das endete mal ziemlich mit dem ursprünglichen Ufer.

Hinzu kommt im Hamburger Umfeld – ich hatte das in meiner niedersächsischen Zeit hinreichend angemerkt – der Zubau in Umlandgemeinden. Erforderliche Regenrückhaltung zur Minderung der Abflussspitzen aus den Bebauungsplänen und ihrer Umsetzung fand kaum statt, ggf. erfüllen die Regenrückhaltebecken ihre gedachte Funktion schlicht nicht (nicht umsonst sprechen wir vom notwendigen Umdenken und Umstellen auf „Schwammstädte“). So folgt bei stoßartigen Abflüssen ExtremErosion – aus Niedersachsen hatte ich gar vom „Abrasieren von Gleithängen“ berichtet. (Daraus entstand seinerzeit das Experimentieren mit „Hölzchen & Stöckchen“ [man beachte das Entstehungsjahr des Links], die heute als Treibsel- / Geschwemmselsammler in der Fachliteratur zu finden sind.)

Haselstecken, Rechen (und Schaufel) haben wir mitgebracht.

Und da, in der Ferne, erscheinen die Leister am Kies – Radlader, Trecker und Ladewagen.

Radlader mit voller Schaufel fährt an.

… platziert den Kies möglichst weit rüber im Bachprofil.

Orientierungsgespräch am Ladewagen.

Sukzessives Teilentnehmen bis etwa zur Hälfte des Ladewagens, …

… dann Ladewagenplatzieren …

… und Schütten.

Mit dem Radlader wird diese Schüttung passend ins Ufer geschoben …

… und aus dem Ganzen wird dann die Rausche – mit Uferschutz auch an der gegenüber liegenden Seite – händisch geformt.

Rausche 1, fertig – zwischen lichtem Schatten und Übersonnung, -wärmung des kleinen Bachs.

Letzteres, Übersonnung, Überwärmung zeigt uns – hier das Männchen – Calopteryx splendens, „die Wärmere“ Calopteryx-Art, an.

Wo diese in hohem Prozentsatz, womöglich als einzige C.-Art vorkommt, stimmt etwas mit dem Wärmehaushalt des von Natur aus „sommerkühlen Bachs“ (vgl. Erläuterungen anderswo, ggf. mit Suche hier im Blog) nicht. Es fehlt meist der standorttypische Baumsaum – von Auwald garnicht zu reden.

Hier sind wir einigermaßen zufrieden: Calopteryx virgo, die Sommerkühle Liebende, kommt in hohem Prozentsatz vor.

Zügig sind oberhalb und unterhalb der ExtremErosionskurve Rausche 1 …

… und Rausche 2 erstellt.

Dazwischen haben wir punktuell zahlreiche Strömunglenker aus Kies platziert – hinten im Licht einer davon.

Ich verabschiede mich, habe mein Zeitlimit „gut“ überzogen. – Wir alle, nicht nur Trulli Tropf und sein schmutziger Abwasserkollege, sind begeistert.

Der heftigen Sonneneinstrahlung entsprechend wähle ich als leichtes Essen BroccoliRöschen mit Kartoffelrösti, Sauce Hollandaise, mit Käse überbacken. Dazu ein kühles Flensburger Dunkel.

So lässt sich`s leben! (Muss ja nicht immer im Vorfeld so hektisch zugehen.)

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