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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Es ist heiss, die Getreideernte boomt.

Die Bäche fliessen … kaum noch, Bachoberläufe trocken.

Aber gestern, das Wetterradar liess für diejenigen, die nicht zwischen den Gewitter-Linien lagen, hoffen.

Und, siehe da.

Endlich Regen! Gewitter mit stürmischem Wind, der Marini rast. Schön für das Grün, gut für den Oberboden – bei uns sind Rasen und Büsche gemulcht, alles versickert.

Sturm im Vogelbad, schräges Einplatschen aus Nordost.

So nass haben wir die Fenster lange nicht gesehen – hier zunächst im Norden, später ringsum, dank der Gewitterturbulenzen.

Das war eine interessante Abwechslung für Jung und Alt während eines kleinen Feier-Kaffee-und-Kuchen-Treffs.

Es soll noch weitergehen, neuer Tag, neuer Ort, neue Gäste.

Wir blickten rüber über die Elbe … – da geht`s, Sonnentag zwischendrin, heute hin. Eine Fährfahrt die ist lustig, auf nach Jork mit den Rädern.

 

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Frau und (blauer) Mann – Wasser in der Landschaft.

Das Foto entstand kurz nach der Jahrtausendwende in Silkeborg, DK. Zu der Zeit, anlässlich einer internationalen Gewässerkonferenz, waren wir uns über erforderliches Handeln im Sinn eines nachhaltigeren Umgangs mit der Umwelt einig – Fachmenschen halt.

Dass Politik und Verwaltungen sowohl im Beschliessen des Notwendigen als auch im Umsetzen des rechtlich Fixierten sich keinen Deut darum scheren würden, konnten wir uns nicht vorstellen.

Es war die Zeit der vielerorts erfolgreich laufenden Umweltberatung in Sachen Wasser, Boden, Luft, Lärm, Tier- und Pflanzenwelt, umweltfreundlicher Garten ff. – in Hamburg hatte das ein Ende, nachdem die Frohe und Hanselstadt im Jahr 2011 „Umwelthauptstadt Europas“ geworden war. Damit war offenbar genug erreicht, man konnte sich wieder Pfeffersack-Aktivitäten wie Cum Ex widmen – weitgehend ungestört, wie es scheint.

Der „Blaue Mann“ ist auch weiter im Rahmen eines Kunst- / Skulpturenrundgangs im „Silkeborgbad“ zu erleben – mit Glück beim „Schwitzen“.

Heute, im August 2022, sieht unsere Norddeutsche Landschaft ringsum anders aus. Quellnahe Bereiche, teils Strecken von Bächen und kleinen Flüssen sind ausgetrocknet. Moore und Wälder müssen vielerorts angesichts Bränden gelöscht werden.

Derweil könen wir am hellen, heissen Tag Mensch und Natur – und -kunst – erleben. Hier im Foto symbolisiert durch die beiden Goldenen Kälber, die wesentlich mit Ursache unserer anhaltenden Probleme sind – Verkehr und exzessive Landwirtschaft.

Volles Rohr, also entsprechend einem ganzen Bach, werden hier LEBENSbäume bewässert. Pflanzen also, deren so gut wie nicht vorhandener ökologischer Wert für unsere Gärten, Städte hinreichend belegt ist.

Ja gut, mag man sagen: Immer noch besser, LEBENSbäume pflanzen, als Gärten des GRAUens anzulegen …

Und so geht es, fort und fort.

Ich muss auch fort, weiter als Stahl(Alu-)RossRitter zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg – und zurück.

Da freut es Radler (eigentlich wohl so gut wie alle Menschen), sich in lichten, halbschattigen grünen Tunneln – Butterbargsmoorweg – vom Sonnengrill zu erholen.

Klövensteen – In manchen, leider nicht allen Forstrevieren, wird eifrig am Waldumbau gearbeitet. Nadel-, hier Fichte und Kiefer, -Hochwald wird genutzt, ersetzt.

Auf liegendem Holz – hier: Fichte, entrindet – ist NaturKunst zu erspähen – NaturKunst, ungeliebt ! Die Fraßgänge der so gefürchteten Borkenkäfer. Dabei hat doch mensch selbst ihnen diese hervorragenden Massenvermehrungen erst ermöglicht.

„Sukzession“: Pionierbaumarten wie Vogelbeere, Traubenkirsche, Weissdorn und andere sorgen für bedeckten / beschatteten, Feuchte haltenden Boden.

Am Waldrand wartet sengende Sonne – mit einigen 10er Grad erhöhter Temperatur jegliche Feuchtigkeit „ausbackend“.

Bleibt zu hoffen, dass wir Menschen innehalten, uns auf Bekanntes besinnen (Water for the Recovery of the Climate), notwendig Neues auch erforschen – vor allem aber bestes Wissen anwenden, die derzeitige(n) Misere(n) abzuwenden.

Dafür braucht es gesunde Menschen mit gesundem Verstand. Wir benötigen dazu im Körper mindestens 50 (alt, Vorsicht, Austrocknung droht) bis 80 (jung) Gewichts-% – das LebensElixier Wasser.

Das gesunde Gehirn enthält 85-90 Gewichts-% Wasser.

Also los.

Seien wir gesunde, bewusste, „blaue“ Menschen.

Wir hören, lesen in jüngerer Zeit so viel von „SchwammStadt“ als Begriff zukunftsfähigen Handelns.

Es gilt, dies kurzfristig, sehr aktiv umzusetzen. Im Garten und im ländlichen Raum gehören zukunftsfähiges Wasserhalten, den Boden schützen, unter anderem durch Mulchen, sowie soweit nötig, verträgliches Bewässern dazu. Das mittägliche (auch zu jeder anderen Tageszeit) Vernichten ganzer Bachlauf-Wassermengen allein mit einer leistungsfähigen Pumpe muss endlich ein Ende haben.

Der „Wasser-Pfennig“ half mal auf dem Weg dahin. Leider hat Lobby-„…schland“ diese Chance auf Lobby-Druck sehr schnell beendet. – Legen wir doch den „Wasser-Cent“ neu auf.

Damit wir uns in Zukunft auch wieder Wasserkunst ohne Reue gönnen können.
 – – Für Interessierte: Der Brunnen steht in Dresden, Fußgängerzone Prager Straße.

Vogeltränke und -bad bitte nicht vergessen.

Nicht nur die Vögel, auch die Insekten danken es.
Iiiih, eine Wespe! – Keine Angst, die tut nix, will nur trinken.

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So, nun wird es aber Zeit – des öfteren in Vor-Beiträgen angesagt – der Osterau-Kies, aktuell.

Nicht nur Schiffe, auch Fische brauchen selbstverständlich sowas wie eine Handbreit Wasser unterm Kiel, die Fische „über Deck“ zusätzlich ebenfalls.

Inzwischen wundert man sich entlang der Rheinschiene, dass die Schifffahrt heftige Einschränkungen hinnehmen muss. Wieso eigentlich wundern – angesichts der Alpengletscher-charakterisierten Sommerabflüsse des Rheins? DA oben (egal, für welches Flusseinzugsgebiet) ist doch fast nichts mehr. Die Elbe als gletscherloser Fluss führt uns doch Sommerverhalten seit je vor (auch wenn da die Schifffahrts-Lobbyisten ebenfalls Realitäten nicht wahrnehmen mögen).

Die Edertalsperre hat das Stützen der Weser- (und Mittellandkanal-) -Schifffahrt einstellen müssen – die zu erhaltende Mindestreserve im See ist erreicht.

Allüberall versiegen quellnahe Bereiche – nicht nur Zeichen fehlenden Regens, sondern auch aufgrund unserer immer wieder abgestrittenen Übernutzung des oberflächennahen Grundwasserleiters (wann kommt es endlich zu einzuhaltenden Regeln in Menge und Zeitpunkt / -dauer bei der Landbewässerung und weiteren Nutzungen?). Wer kennt inzwischen nicht aus Film, Funk und Fernsehen den Flensburger Lautrupsbach, einen 2,6 km langen potentiell optimalen Meerforellenlaichbach, der unmittelbar in die Förde mündet, ausgetrocknet – der Link deutet an, dass auch dieser kleine Stadtbach weitere Hilfen braucht – chemischer Zustand deutlich vom Erfordernis, von Zielen entfernt. Und von solchen Kurzbächen (analog der Bachoberläufe anderswo) gibt es Abertausende …

(Generell: Die Natur macht was draus, auch und gerade aus diesen kleinen Bächen. Laichfische sausen geradezu im Spätjahr rein, laichen und hauen sofort wieder ab. Die Jungfische haben gute Entwicklungschancen, verlassen ihr Aufwuchsgewässer frühzeitig Richtung Meer.)

Wie stellt sich die Osterau – wie alle anderen Bäche ringsum seit Langem im Bereich Niedrigabfluss – nun im Hochsommer 2022 dar?

Östlich Bad Bramstedt, Wanderweg auf hoher Kante neben der Bachaue. Schön, wenn wie hier lichter Mischwald das Umfeld sommerkühl hält.

Blick von einer Brücke bachauf – die Kieszugaben führen, wie beabsichtigt, zu guter Turbulenz, vorhandene Erlenwurzeln werden wasserseitig freigehalten, dienen als Aufwuchs- und Verstecklebensräume.

Blick bachab, die vielfach gleich nach Anbringen Ende 2021 belaichte Kiesbank.

Seitenblick – die Kiesbank, beim vorvorigen Besuch gerade noch überströmt.

Uuups, jüngster Besuch, frei liegende Kiesbank – das ist ebenfalls ein Aspekt im statistischen Lauf der Natur, verschärft durch unser (Fehl)Verhalten.

Zugehöriger Blick von der Brücke.

Da bleibt die Hoffnung aus vorheriger Statistik, dass bis zur Laichzeit der Forellen wieder Wasser über den Kies läuft … (allerdings ist Statistik ja immer das, was man aus der Vergangenheit liest – ob die Schlüsse auf die Zukunft zutreffen – oder auch nicht – zeigt dann erst die Zukunft).

Ich belasse es mal bei diesen Fotos. Für die nächste Zeit ist vorgesehen, bachab, wo vorhandener ufernaher Baumbestand bereits geschützt wurde, die Strecken weiter zu verbessern, auszuweiten und, wo nötig und / oder vielversprechend für Entwicklungen, durch Unterwasserströmungslenker, evt. auch gezielt Laichbettenanlage, zu ergänzen.

Angesichts des gut besuchten, hier (viel zu) dicht unmittelbar an der Osterau verlaufenden, hocherosiven Wanderwegs wartet der Bach geradezu auf weitere Hilfe.

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Na, ganz so wie im Titel wird es wohl nicht. Aber wenn die momentan für nächste Woche avisierten kleinen Regen so kämen, werden sie wohl auf heissem Boden verdampfen.

Ein paar Eindrücke zum derzeitigen Geschehen in der Marsch und auf der Geest sind hier zusammengestellt.

Am Hang, Holm, die lange überstaute Wiese verliert deutlich an Wasser. Fast kein Vogel interessiert sich, beim Überstau nach oben geflüchtete Bodenbewohner sind wohl alle verzehrt, Neues hat sich noch nicht entwickelt.

Dieselbe Fläche ein paar Tage später, wasser- und vogelfrei.

Nebendran, auf einer nur teilgemähten Wiese scheint es unter dem zusammengesunkenen Bewuchs interessant – Mäuse – und mehr? Immerhin sind zwei Weissstörche beschäftigt.

Auch der Graureiher auf der übernächsten Wiese verspricht sich offenbar Beute.

Die bunten Esel auf abgefressener Weide warten auf mehr. Links wird ordentlich Lärm gemacht – Iiiii-Aaaah ! ! !

Das Stroh auf dem abgeernteten Weizenacker Holm – Hetlingen wurde inzwischen gepresst, teils abgefahren.

Jüngst wurde auch der Rest abgefahren.

Spätsommerlich blühen hinterm Elbdeich Großes Weidenröschen, am Graben Blutweiderich – dahinter auf der Schafweide Flächen von samentragenden Disteln.

Die Rinderherde Giesensand sucht wassernahe Stelle auf, nachdem die Sonne ihnen im Tageslauf den Schatten wegnahm.

Hier das bekannte Verhalten der Fährmannssandrinderherde – sie folgt dem ablaufenden Wasser über das Süßwasserwatt bis zur Fahrrinne (Rückkehr mit auflaufender Flut).

Da hat es die kleine Angusgruppe im Wedeler Autal einfacher – sie folgen den ringsum gebotenen, wechselnd besonnten Schattenflächen.

Rechts vorn im Bild sieht es allerdings so aus, als hätte der Bulle nach Wasser gegraben, ein ordentliches Loch ist entstanden. – Wer weiss, vielleicht reicht auch ein Staubbad gegen Parasiten?

Am Wassererlebnisbereich der Wedeler Au fliesst es noch ein wenig – ein Großteil der sonst überflossenen Fläche besteht allerdings nun aus aufgeheiztem, trockenem Kies.

Die von rechts nach links, von vorn bis hinten stark wechselnde Wasserfärbung liegt teils an Optik, Schichtdicke. Da bachauf wenig für Struktur getan wurde, wird erst hier mit der Kies-geförderten Turbulenz (unsichtbares) gelöstes Eisen in feinsten Partikeln ausgeflockt. So entsteht der milchige Eindruck. – Die flachen kiesigen Strecken schaffen das am Besten, nicht nur Optik, sondern bereits etwas aufwärts fortgeschrittene Eisenflockung lässt das Wasser hier klar erscheinen.

Irgendwie … wird es herbstlicher. Die gegenwärtig nicht mehr stark zurückgehenden Nachttemperaturen können nicht darüber hinwegtäuschen – hier zum Abschluss 3 Beispiele von einem Sülldorf-Ausflug (kleines familiäres Dankeschön-Essen zwischendrin).

Erstes von drei Fotos aus Hamburgs Westen, aus Waldigem raus in die Sülldorfer Feldmark, früher Nachmittag.

Auf dem Rückweg am frühen Abend, wieder nach rechts fotografiert, also andere Wegseite als das Foto zuvor: Lange Schatten auf dem abgeernteten Acker.

Nicht zu übersehen, das Jahr ist fortgeschritten.

 

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Himmel-Kunst, August 2022, 1.

Hier im Blog habe ich kürzlich über ein GreenScreen-Jugendfilmcamp berichtet, dem ich in Sachen Gewässerökologie und Klima Rede und Antwort stand. Ich bin begeistert, was die jugendlichen Engagierten daraus gemacht haben – in der Kürze liegt die Würze, „Die Osterau“ – bitte nicht vergessen, den Ton einzuschalten.

Alle dort im Jugendfilmcamp entstandenen Filme sind – heute 4 von wohl 5 insgesamt – hier zu finden, unten auf der Seite.

Ich wünsche viel Spaß beim Ansehen.

Himmel-Kunst, August 2022, 2.

 

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Die Eindrücke von Schmetterlingen, Libellen und die Begegnung mit zwei Störchen hatte ich in zwei Beiträgen geschildert. Hier folgen einige Pflanzen am Bach.

Uferpflanzen mit Admiral – Aufrechter Merk, Dost, Mädesüß (unscharf, rechts unten).

Totale – Aufrechter Merk, Dost, Mädesüß, gegenüber Erle, Schilf, Rohrglanzgras.

Uferpflanzen gegen über, andere Partie – Aufrechter Merk, Dost, Erle, Schilf, Großer Schwaden.

Blühende Polster der Berle (Aufrechter Merk) prägen den Übergang Land – Wasser.

Angesichts der Niedrigwasserführung flutet der Flutende Hahnenfuß nicht, liegt auf – ebenso hinten links der Wasserstern in hellgrünem Polster.

Uferpflanzen Erlenbruchwald, Großer Schwaden, Gilbweiderich, Dost.

Gelegentlich steht das Große Weidenröschen blühend am Bachrand.

Gelb blüht der Wasserpfeffer mit Polstern über dem Wasser, Flutender Schwaden liegt mit seinen Blättern auf der Wasseroberfläche, gespiegelt zeigt sich Gilbweiderich, im Ufer stehend.

Abschiedsfoto von dieser Strecke.

Im Herbst sollen hier Kies und Geröll die Gewässerstruktur verbessern.

Wie die Vorjahrsbekiesung angesichts des Niedrigwassers derzeit aussieht, folgt demnächst als letzter Beitrag dieses Osteraubesuchs.

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Unmittelbar westlich von der Justizvollzugsanstalt Hanöversand queren wir den Elbdeich, biegen nach kurzer Weststrecke gleich Richtung Süden ab.

Apfelplantage – die Ernte geht bei einigen Sorten langsam los. Diese braucht wohl noch ein Bisschen.

Borstel, Windmühle – rechts ab Richtung Jork.

Borstel – Fachwerkhaus, Kirche, Fleet (Marschgraben), Efeu-tragende Altbäume.

Bauliches, von hinten nach vorn – Fachwerk-, Ziegel- und Reetdachhaus.

Am Fleet entlang geht es auf der Straße nach Jork, Kirchturm in Sicht.

Wir sind nach Osten auf den Obstmarschenweg abgebogen. Auch hier: Solidarität mit der Ukraine (der Niedersachsenflagge ist das Gelb verblichen).

Und wieder nach Süden, am Estedeich entlang – tote Esche.

Eschen-Elend in unterschiedlichen Stadien.

Große, alte Walnussbäume (auch ziemlich schütter) charakterisieren hier in Moorende stellenweise die Deichstrecke.

Rauer, bunter Estedeich.

Auch wenn die BAB-Baustelle ziemlich fertig aussieht – das dauert noch!

Querung der BAB-Baustelle mit der Este – wir glauben nicht, dass da durchsichtige Lärmschutzwände hinkommen.

Es kommt uns spät vor (immer wieder eine neue Kurve am Estedeich in Moorende) – sozusagen: Moorende und kein Ende. Aber doch: der Kirchturm Buxtehude ist in Sicht.

Hafenlagerhäusern nachempfundener Wohnungsbau in Buxtehude – die Altstadt mit Kirche ist nah.

Altstadt Buxtehude – flatternde Bänder über dem St. Petri-Platz.

Blau-gelbe Wimpel (wohl keine zufällige Farbwahl) über der Fußgängerzone Lange Straße.

Hier lassen wir es uns gutgehen – mit Speis und Trank, Schnack mit alter Bekanntschaft.

Schnell fliegt die Zeit dahin, wir haben einen Fährtermin im Sinn, gehen in kleinem Schlenker durch ein Gässchen Richtung Fahrräder.

Auf zur Rückfahrt!

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Wir hatten darauf gewartet. Kaum glaublich! Schnell die Gelegenheit vor den Hitzetagen nutzen, dass die Lühe-Schulau-Fähre (LSF) repariert ist. Wir wollen nach Buxtehude, sind verabredet.

Runter auf den Anleger Willkommhöft.

Die LSF liegt bereit.

Der „Eindruck einsam“ täuscht.

Blick gen Land, Nordufer, SH.

Hier wird begrüßt und verabschiedet – sogar der Sauger und Klapper Pedro Alvares Cabral, gen Helgoland, bekommt seine Nationalhymne zu hören.

Für Wissende klingt der Spruch etwas makaber „Wir freuen uns auf ein Wiedersehen“.

Der Hopperbagger hat Feinsedimente am Flusskaihafen Altenwerder gesaugt, fährt sie zum Verklappen vor Helgoland – und kehrt für selbiges Tun zurück, immer wieder, hin und her. – Bezieht sich der Spruch nun auf das Schiff oder auf den Schlick – oder beides?

Im Gegenlicht etwas unscheinbar, aber doch eine eindrucksvolle Begegnung – der Flusskreuzfahrer San Souci – Richtung Nord-Ostsee-Kanal und dann weiter gen Osten.

[P.S., 5. August: Wenn man sich über die Tage wundert, dass die San Souci im Radar von marinetraffic im NordOstseeKanal über Hochdonn nicht hinauskommt und beide Namen in Suche eingibt, erhält man, worauf ich auch schon eher hätte kommen können. Die San Souci hat selbstverständlich eine eigene Homepage – und die sagt, dass sie als Hotelschiff über die WACKEN-Zeit in Hochdonn liegt. Rätsel gelöst.]

Auf dem Anleger wird Haltung angenommen – nach Desinfektion der Fähre naht der Einstieg.

Die Zahl der Mitreisenden ist überschaubar. Wir sind gespannt, wie es mit der Nutzung des Elberadwegs auf niedersächsischer Seite aussieht.

Auf der Elbe wartet schon eine Weile die „Luxusbarkasse Nelly Abicht„, möchte endlich anlegen, sobald wir weg sind.

Wir legen ab.

Kann anlegen – Nelly Abicht vor dem Rundturm des (auch mal fertig?) Hotelneubaus und weiterer Wedeler Kulisse.

Zügig geht die Fahrt bei ablaufendem Wasser voran – Fährmannssand, Elbdeich, Deichvorland-Rinderherde im Süßwasserwatt.

Die Spitze der langen Buhne, auf die (un)gern schonmal unaufmerksame Freizeitkapitäne in Unachtsamkeit und / oder Unkenntnis über das Geschehen Ebbe und Flut aufsetzen – und je nach Tidephase und (Zer)störung lange warten können, bis es weitergeht.

Wir queren die Elbe, sind fast am Ziel – Blick vom Unterdeck durch`s Bullauge auf die Fahrwassertonnnen, die Räder ausstiegsbereit.

An Land, in Niedersachsen, Landkreis Stade – Blick auf das Industrierevier Stade. Ein Containerfrachte kommt die Elbe hoch, Richtung Hamburger Hafen.

Ob wir den beim Anradeln Buxtehude wieder / näher sehen?

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Neben den im vorigen Beitrag gezeigten Schmetterlingen flatterte da noch mehr in Bachnähe herum.

Kurz vor der Landung, noch mit ausgebreiteten Flügeln – eine Prachtlibelle, Calopteryx splendens.

Hier, an der insgesamt nur ca. 27 km langen Osterau, stellte die Gebänderte Prachtlibelle den Großteil der Libellen. Ein deutliches Anzeichen dafür, dass die charakteristische Sommerkühle des quellgespeisten Bachs durch Überwärmung gestört ist. Dem Beitrag vom 30. Juni, Prachtlibellen im Wildpark Eekholt, ist zu entnehmen, dass dort, gar nicht so weit bachauf, die Schwesterart Calopteryx virgo, die Blauflügelprachtlibelle, charakteristischer Zeiger des sommerkühlen Bachs, vorherrschte.

Wollen wir unsere Bachoberläufe erhalten, müssen wir aufmerksamer auf ihre – menschengemachten – Probleme reagieren. Wasserhaushalt durch intensiven Rückhalt und Versickern von Niederschlägen in Stadt und Land verbessern, Sommerkühle durch naturgewollten Halbschatten – ebenfalls in Stadt und Land, auch im bebauten Raum nicht zuletzt unserer Gesundheit zuliebe – schaffen.

Meine Güte, was fällt einem bei einem einzigen Foto ein … Da wäre noch mehr, das lasse ich jetzt.

Zunächst im Augenwinkel, dann unübersehbar, kam da etwas, jemand drehend aus der Luft Richtung Wiese. Leider klappte es nicht mit einer Aufnahme des eindrucksvollen Geschehens.

Da ist etwas, schwarz – weiss – rot auf der Auwiese, vor dem Waldrand.

Nun ist es nicht mehr allein – 2 Weissstörche.

Sichern. – Erscheinen wir gefährlich?

Offenbar hat die Auenwiese eine starke Anziehungskraft, es wird eifrig geforscht, gepickt, aufgenommen, runtergeschluckt.

Unbeirrt wird die gesamte Fläche durchstreift, systematisch und erfolgreich auf Nahrung durchsucht.

Nun habe ich zwei Beiträge mit Tieren neben dem Bach geschrieben. Es gibt auch vorzeigbare Pflanzen – und zum Klimawandel sagt der Bach später etwas.

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Es ging nach Norden, Richtung Bad Bramstedt.

Unbekanntes Terrain …

Es wurde lichter …

Ein Zebra-Esel, wohl beauftragt als Wächter einer Reihe Pferde, beäugte uns aufmerksam.

Er fand, wir wären ungefährlich.

Entlang einer Mähwiese stand allerhand Dost (und mehr) im Gewässerrand – hier mit Landkärtchen und 2 Admiralen.

Aufs Foto mit dem Landkärtchen passten dann auch 3 Admirale.

Kohldistel war bei Hummeln sehr beliebt.

Wieder Dost – diesmal mit Pfauenauge.

Und noch ein Admiral, an diesem Tag und diesem Ort die häufigste Schmetterlingsart.

Richtung Diversität: Weissling, Kleiner Fuchs, Admiral.

3 Weisslinge mit Kleiner Fuchs.

Da war noch mehr, anderes Flatterhaftes, Geflügeltes – mehr davon demnächst.

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