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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Nun folgen aus gegebenem Anlass doch noch ein paar herbstliche Eindrücke in Farben.

Die bis vor Kurzem noch vorherrschenden Mais-Horizonte sind – für Monate – barem Ackerboden gewichen. Der Boden ist Wind und Wasser ungeschützt ausgesetzt.

Birkenwald-Partien zeigen sich herbstlich gelichtet.

Noch leuchten Spitzahorne rötlich-orange, viele auch gelb.

Am Ufer der Elbe zeigt sich eine Vielfalt des Grün an Deichschutz“rasen“, Reet, Binsen und Auwaldbaumarten, teils jahreszeitlich bedingt wechselnd Richtung Grau- und Brauntöne.

Über Geest und Marsch fetzt himmlisches Geschehen – hier ist noch Blau gut vertreten.

Auch dieses spannende Geschehen kann den Radler – mal abgesehen von der Bedeutung der Tour-Auswahl hinsichtlich stürmischer Winde – nicht schrecken.

Gelegentlich taucht neben bekanntem Federvieh, das zur Zeit zahlreich unser Umfeld quert oder / und Rasttage einlegt, ein Fremdling auf.

Da rätselte ich um die Mandarinente herum …

Fachlich unterstützt weiss ich nun: Es handelt sich um eine Brautente. Wie die Mandarinente ist / war sie hierzulande eine in Volieren gern gehaltene „Zier-Art“. Nun ist sie also inzwischen offenbar entkommen – oder wurde womöglich ausgesetzt. „Neozooe“ nennt man das wohl. Und nun? (Eine Nummer größer und einige Jahrzehnte weiter kennen wir die Entwicklung ja bereits von Kanada- und Nilgänsen …)

Zurück zu den Bäumen. Das Gelb der Linden wurde von Sturmwind und Regen bereits heftig zerzaust.

Vom frühen Rot der Kirschen, auch vom Rot wilden Weins ist an windexponierten Stellen nicht mehr viel geblieben.

Toleriertes KletterGrün an Eichen, …

. . . Efeu, entwickelt massenhaft interessante Winternahrung – für Vögel und anderes Getier ringsum.

Was ist das nun alles – Wetter? Bei Erinnern der jüngeren Jahre, vielleicht bis 15, ja 20 Jahre zurück, scheint da auch einiges „Klima(wandel) zu sein“.

Es entstand zunehmend der Eindruck, dass wir nicht mehr in die „Indian Summer“-Staaten über den Atlantik reisen müssen. Indian Summer haben wir nun selbst – auch ohne die vielen künstlich wirkenden Rots, die durch Baumschulen „eingepflegt“ werden.

Was aber hat das mit der Queen zu tun?!

Nun, vor einigen Tagen war zu  lesen, die Queen sei „irritiert“ in Sachen Klima(wandel). – Komisch, dachte ich beim Lesen der Überschriften, kommt eine ältere Dame da bei irgendwas nicht mit? Wie so oft, liest sich der Inhalt dann ganz anders. Die Queen erinnert sich. Und sie ist sauer! Sauer auf die Politik, die „immer nur redet, aber nichts tut.“

Die Queen ist also auf der Höhe der Zeit! Herzlichen Dank für die Einmischung, möge sie helfen!

Auch ich wunderte mich in meiner beruflichen Restlaufzeit über den aus – oft genug politisch besetzten – Fachkreisen in den ersten 1,5 Jahrzehnten des neuen Jahrtausends kommenden Spruch „Und Sie wissen das schon alles?!“ (eigentlich nicht), als es galt, Handeln in Gang zu setzen. Mehr wunderte es mich, dass die Sprücheklopfer es nicht wussten . . .

Warum?

Weil seit spätestens 1992 jeglich halbwegs Interessierte, auch Laien-Öffentlichkeit Bescheid wissen konnte(n). Von der Fachwelt einmal ganz zu schweigen. (Dieser Auszug stammt aus einer Zeitreihe, die die Entwicklung des Wildpark Eekholt darstellt. Dank dafür!)

So hoffen wir denn für die Bundesrepublik Deutschland, Europa, ja die gesamte Erdkugel, dass Handeln richtig und zielgerichtet endlich greift.

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Von der Osterau im Wildpark Eekholt ist hier im Blog regelmäßig anlässlich der Wassercamps der „Unterelbeschulen“ berichtet worden. Da Corona die vorigen Camps ausfallen liess bzw. nur in kleinem Rahmen ermöglichte, fanden dort keine neuen Restaurierungen statt – bleiben im Sinn für 2022.

Gleichwohl ist der Besuch im Wildpark Eekholt immer eine Reise wert.

Es bleibt nicht aus, dass der eine oder die andere am höhenverstellbaren Hirschgeweih familiär porträtiert wird. (Die Handschuhe zeigen: Die Jahreszeit schreitet fort.)

Selbstverständlich galt unser Blick nicht nur den Tieren und der herrlichen bewanderbaren Umgebung im Wildpark. Der Blick ging auch nach unten, auf und unter die Gewässerkante.

Klar erkennbar ist, dass am Osterauwanderweg, der in den vergangenen Jahren allerhand Kies und Treibselsammler erhalten hat, noch überbreite, von Treibsand beherrschte Strecken bestehen.

Die sind fürs nächste Wassercamp vorgemerkt.

Vor Zutritt geschützte Kiesstandorte befinden sich in gutem Zustand.

Anders sieht das an ungeschützten Kiesen aus.

Generell ist erkennbar, dass neuer Kies sowohl zur Böschungs- als auch zur Sohlgestaltung ergänzt werden kann.

Da wir nicht bis nächsten Herbst warten wollen, ist mit der Leitung des Wildparks verabredet, dass das örtliche, fachkundige Personal von der Edmund Siemers-Stiftung finanzierten Kies zum Ergänzen aller bisherigen Schüttorte zur Verfügung gestellt bekommt und auf bewährte Weise schüttet. Anschliessend wird die Situation gemeinsam angesehen, ggf. etwas angepasst.

So können die unmittelbar bevorstehende Laichzeit der Forellen sowie die der Bach- und Flussneunaugen im nächsten Frühjahr profitieren.  – –

Von der Osterau kam ein weiterer Ruf, aus westlicher Strecke, Raum Bad Bramstedt.

Hier bietet die Osterau, überbreit, ohne Turbulenz, spiegelnd wie ein Stillgewässer, der Phantasie des Restaurierers standorttypischer Fliessgewässer jeglichen Spielraum.

Immerhin begleitet hier ein standortgemäßer Baumsaum das Flüsschen.

Nebendran auf Moräne erfreute uns herbstlicher Wald mit Buchen, Hainbuchen und je nach Standortcharakteristik vielen anderen Bäumen und Büschen.

Schnell einigten wir uns auf Startpunkte für neue Erfahrungen. – Beispielhafte, gut anfahrbare Schüttstelle für Kies.

Auch kompliziertere Standorte wurden ausgewählt.

Zurück ging es durch den herbstlichen Wald, zu den Autos.

Alle erforderlichen Abstimmung sind gelaufen, die Kiese bestellt. Demnächst geht`s vor Ort los. Ich werde berichten.

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Hier im Blog war eine kleine Pause entstanden. Das heisst nun nicht, dass das „Un-“ vor dem Ruhestand verschwunden wäre. Es handelt sich lediglich um eine kleine Berichtspause. Herbstliches wie bunte Blätter und rote Früchte sind dadurch ausgefallen, finden sich aber, wie bekannt, in Beiträgen der Vorjahre.

Nun also, mal wieder, zu Wässrigem.

Am 12. September berichtete ich von aktiven Anliegern der Mühlenau, denen die Edmund Siemers-Stiftung einen Lkw Kies finanziert hatte, um ihn – selbstverständlich nach den erforderlichen Abstimmungen und mit fachlicher Anleitung – als Lebensraumverbesserung in die Mühlenau zu schütten.

Schon länger hatten wir Organisatoren vor, nachzusehen, ob die gute Tat tatsächlich wie vorgesehen einzuschätzen ist. (Un-)Regelmäßige Schauer liessen unser Ziel, bei niedrigem Wasserstand nachzusehen, scheitern. So gingen wir gestern Nachmittag los, die Watstiefel reichten bei Mittelwasser angesichts der gewünschten und erzielten Tiefenvarianz gerade aus, die Strecke „von innen“ anzugucken.

Wie gut, wie wir heute wissen! Der Regen heute Nacht bis heute Morgen hat weitere 2 Dezimeter auf die Abflusshöhe draufgepackt – gestern war also gut gewählt!

Wir waren in Begleitung, ausgestattet mit Wathose. Springkraut am Wegesrand verlängerte unser Anwandern ein wenig. 🙂

Blick vom Ende der bekiesten Strecke bachab. Mittelwasserabfluss bei Überbreite, am linken Ufer ist dankenswerterweise das Beseitigen von dort hoch abgelagerten Grünabfällen veranlasst und erledigt worden. Der Eisenockerzufluss, menschengemacht durch Eingriff in den Bodenwasserhaushalt, ist ein in Deutschland bisher nicht bereinigtes Negativ-Phänomen.

Es gibt inzwischen diverse Abhilfe bzw. Minderung. Möge solch Umsetzung auch hierzulande rechtlich eingefordert werden.

Nun aber: Konzentration auf den Kies.

Das Einbinden der Kiese in die Uferböschung und der vorgesehene Baumschutz funktionieren hervorragend.

Das gilt auch für am anderen Ufer angelegte kleinere Schutzmaßnahmen.

Ein beim Kieseinbau noch illuster über den Bach geneigter Weidenzwiesel ist inzwischen, vermorscht, abgebrochen, liegt im Bach.

Der Wasserverband ist informiert, ggf. eintretende Aufstaue zu verhindern.

Blick vom oberen Bekiesungsende bachab auf den abgebrochenen Weidenzwiesel.

Blick über das obere Bekiesungsende bachauf.

Baum- und Wurzelraumverluste über vergangene Jahre schreien an verletztem Ufer nach weiterer Verbesserung.

Es bleibt also, auch hier, weiter allerhand zu tun.

Die meisten Schüttpunkte sind nicht nur seitlich ins Ufer eingebunden, sondern haben auf der Sohle auch eine – leicht – gegen die Strömung gerichtete Unterwasserlenkbuhne erhalten. Die hilft angesichts des steilen Ufers beim Ein- und Ausstieg.

Im Frühjahr werden wir, dann bei niedrigerem Abfluss, die Besiedlung der noch neuen Kiese überprüfen.

Sobald es passt (und die Nachbarschaft weiter Lust hat), wird ein weiterer Kies-Lkw hier spendiert.

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Deutscher Horizont 2021 – verstellt!
Mais, sterbende nicht standortangepasste Bäume.

Immer noch! – Deutscher Bodenhorizont, ungeschützt.

Vielen Dank, Frau Klöckner! Vielen Dank für GAR NICHTS!

Was bleibt? – Hoch wollen wir hinaus, hier mit Starenschwarm.

Horizont in Wetter und Klimawandel – standfest im Sturmgebruus.

Was bleibt, ist Hoffnung.

Mögen die verhandelnden Politik-Aktiven heute, in den nächsten Tagen und Wochen, glückliche Wendung herbeiführen! (Dabei dürften der nordische und der südliche Selbstdarsteller, grün wie schwarz, gern mal zurückstehen, vielleicht einfach mal Film, Funk und Fernsehen meiden, die Klappe halten.)

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Vom Berliner Hauptbahnhof zum Leihwagen, mit dem – gefahren worden – zur Unterkunft, da kann man was sehen, ggf. fotografieren.

Vom Hauptbahnhof nach Süden raus, gen Spree – wir blicken über die Moltkebrücke / Willy-Brandt-Straße zum Reichstag.

Entlang der übel ausgebauten Spree, Blick aufs Kanzleramt, geht`s Richtung Mittagessen und Leihwagen.

Wann wohl der neue Hausherr (?) bekannt wird. Erstmal wird heute gewählt, dann gezählt – und dann …

Über mein von vielen sicherlich als einseitig empfundenes Mittagessen habe ich im vorigen Beitrag berichtet. Wir fahren …

Auf, Richtung „Himmelhoch“ – wieder vorbei am Reichstag.

Der Vortext zum Kanzleramt gilt hier gleichermaßen. Wie viele überhängige Abgeordnete werden wir Steuerzahler wohl diesmal durchfüttern müssen? Möge Politik endlich die Obergrenzen des Parlaments rechtssicher definiert einhalten!

Voraus: der Friedrichstadtpalast.

Synagoge vor Fernsehturm.

Rot und Gelb auf Schwarz – was will uns das sagen? Die Horrorversion heutigen Auszählens?

Der Dom kommt in Sicht, verstellt.

Da isser ja!

Turm in Turm – Stadt-Silhouetten.

Vorbei am Roten Rathaus (auch dessen künftige Insassen werden heute gewählt – verrückte Berliner, mosern über die 3er-Koalition – und werden sie doch wieder wählen ???).

Die beiden Türme von vorher – St. Marien und Fernsehturm.

Kulturbrauerei und Baustelle „Dit is` Balin!“ – möge das so weitergehen.

Wer diesen Blog bereits länger verfolgt, weiss, wir sind angekommen.

Sehr praktisch: Leihwagen abstellen, abmelden – und weg ist die Verantwortung. (Für die Rückfahrt ist wie üblich die Straßenbahn vorgesehen.)

Angekommen, ganz oben.

Später, am Abend, grüßt eine Ringeltaube über die Dächer.

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Beim vorvorigen Besuch in Berlin, abgeholt per Car-Sharing, trafen wir uns am Südausgang des Hauptbahnhofs. Angesichts Straßenbahnnutzung im Normalfall, raus nach Norden, ist uns dies eher ungeläufig. Zwar war ich in der Vergangenheit gelegentlich nach Süden raus, aber, meist eilend wegen Einhalten von Terminen gen Südost, nicht von irgendetwas dauerhaft beeindruckt, was mich hätte forschen lassen.

Nun also anders, nach Süden raus, gen Südwest ein Stück an der ultraverbauten Spree entlang [was hätten all die Bauaktivitäten nach 1989 alles ändern können …] Richtung Parkplatz des fahrbaren Untersatzes.

Treffen am kahlen Washingtonplatz, unzeitgemäßer Würfelkotz 3XN Cube Berlin. Es ruft nach Veränderung im Klimawandel – „Schwammstadt“ ist angesichts Größen- und Architektenwahn weiterhin nicht erkennbar.

Ob die morgigen Wahlen Veränderung bringen, darf aufgrund der Vorhersagen noch so vieler möglicher Koalitionen bezweifelt werden. Jegliche Farbenkombination hatte in den vergangenen Jahr(zehnt)en jegliche Möglichkeit – vertan. – Und das, wo Fachwissen, z.B. das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung doch nah ist – auch Berlins Universitäten sind nicht die dümmsten. Aber weder Berliner Bürgermeister noch die „Klima-„Kanzlerin liessen sich je zu begründeten, ja, beschworenen Handlungen hinreissen.

Zurück zum jüngsten Berlinbesuch.

Auf besonderen Wunsch eines älteren Herrn, eher zum Verdruss der drei weiblichen Generationen, machten wir vor nachmittäglichen Aktivitäten Mittagspause in einem Restaurant, das mir im Vorbeigehen beim vorvorigen Mal aufgefallen war.

Schweinerei! Aber das musste einfach sein. – Schwarzbier, Haxe mit Kloß, in Schwarzbiersoße – fachgereicht vom Biologen zerlegt, die Masse „lecker Fleisch“ von köstlicher Schwarte bedeckt.

Statt dem obligatorischen Sauerkraut sollte es lieber Krautsalat sein – köstlich! – Der Krautsalat sollte nun nicht zur Klima-Kompensation des amputierten Schweinebeins herhalten. Dafür esse ich demnächst, wie seit Langem üblich, wieder weniger Fleisch, gern eine vegetarische Gemüsepfanne mit Sauce Hollandaise …

Wenn schon bayerisch in Berlin, dann auch richtig. Karl Valentin darf nicht fehlen.

Und wo es sowas Leckeres gibt? Na hier.

Die Gemüsepfanne interessiert auch? Bittesehr!

Die gibt es, wieder in SH-Gefilden, zum Beispiel hier.

Womit ich gedanklich wieder am Ende des Ochsenweges, an der Tide-Elbe westlich HH, gelandet wäre. Es geht doch nichts über einen ordentlichen Kuhhandel. (Das Kunstwerk heisst „Der Handschlag“ – darüber denken wir angesichts der Corona-Erkenntnisse in Zukunft wohl mehr nach.)

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Das Wiederbeleben von Bächen und kleinen Flüssen profitiert von unterschiedlichen Aktivitäten. Das sind zum einen offizielle Maßnahmen Zuständiger, die bei Zugriff auf entsprechende Flächen und in Begleitung mit anderen günstigen Umständen den Anschluss des Gewässers an die Aue durch Wiederhochlegen der Sohle und Initiieren der Überschwemmungsdynamik im Umfeld realisieren. Zum anderen gehört das Wiederherstellen der Durchwanderbarkeit, bachauf wie bachab, bis hin zum Schleifen, mindestens Entschärfen großer, „harter“ Hindernisbauwerke dazu. Beides sind kostenträchtige Aufgaben, die – nicht zuletzt wegen begrenzter Finanzmittel – nur auf einem Bruchteil der Fliessstrecken umgesetzt werden können.

Es sollen aber – fachlich nötig und rechtlich gefordert – alle Gewässer wieder besser, in Richtung „gut“, werden. So bleibt für ca. 80 (- 90) % unserer Fliessgewässerstrecken nur, den durch Gewässerausbau gegebenen und durch Gewässerunterhaltung sowie Erosion über die Zeit entstandenen meist übertiefen, überbreiten, schlappen Profilen durch instream-Restaurieren mehr Leben einzuhauchen. Ideen sind keine Grenzen gesetzt, gute Beispiele gibt es zuhauf.

Solche Beispiele sind hier im Blog zahlreich vorgestellt worden. Durch Erläutern lokal angepasster Möglichkeiten können Interessierte nahezu überall gewonnen werden, bei Verbesserungen mitzumachen. Geeignetes Sohlmaterial wird finanziert und die Interessierten übernehmen unter fachkundiger Anleitung das Einarbeiten.

Es gibt dann als Folge von Aktivitäten oft neue Kontakte. „Kann ich an meiner Uferstrecke auch so schicken Erosionsschutz haben, wie bachauf hergestellt wurde?“ – Das lässt sich machen, gleichzeitig wird die Lebensraumvielfalt erhöht. – „Können wir aus der Nachbarschaft unserem Bach vor der Haustür helfen?“ – Gemeinsam ansehen, fachliche Möglichkeiten erörtern, Organisatorisches abklären – ja, meist klappt auch dies.

Solch Situation hatte sich einmal mehr an der ländlichen Mühlenau ergeben. So ging es  – nach unnötiger bürokratischer Behinderung, Anwenden von „Schreibtischtabellen“, Nichtbeachten örtlicher und zeitlicher Besonderheiten, Ausserachtlassen verwaltungsmäßig geforderten Abwägungsgebots – gestern also endlich los.

Die Ladung eines 3-Achser Lkw liegt vor Ort bereit, ca. 15 t Kies.

Die sollen nun, nach Schaufeln und Transport mit Schubkarren punktuell von der Böschungskante in die übertief ins Gelände eingeschnittene Mühlenau geschüttet werden – Erosionsschutz des Umfelds sowie Beleben der Gewässersohle, neues Zuhause für eine Vielzahl Organismen, sind die Ziele.

Wir prüfen die Einbringstellen, statten sie, so nötig, mit Schütthilfen aus.

Schliesslich sollen weder die Schubkarren noch die Aktiven unten im Bach landen.

Gut 20 Anlieger sind inzwischen mit Schubkarren, Schaufeln, Harken angekommen, eine angemessene Zahl helfender Hände. Auch Mitglieder des Wasserverbands, des pachtenden Anglervereins sowie aus lokaler Politik halfen tatkräftig mit.

Eine Probeschüttung vorweg …

Rechts vorn wird geschüttet, hinten wird neuer Kies besorgt.

Wieder eine Ladung unterwegs.

Wohl 10 Schubkarren werden – wer möchte, schiebt – parallel beladen, geschoben, geschüttet, wieder und wieder.

Wo nötig, sind an hoher Uferkante „Schubkarrenstopper“ montiert, ggf. liegt eine Bohle über zu feuchtem, unebenem Grund.

Und bevor eine Karre dann doch noch, voll beladen, abgeht, stehen helfende Hände bereit, das zu verhindern.

Auch, „it`s a long way“, an Feuchtstellen auf der Strecke liegt Befahrbares – für besseren Transport und nicht zuletzt zum Bodenschutz.

Bei solch beherztem Einsatz ist die Hälfte bald geschafft.

Es wird zur Pause gerufen.

Halbzeitpause.

Auf dem Pausentisch ist für Speis und Trank gesorgt, lecker! Herzlichen Dank, liebe Organisatoren!

Pausen-Stillleben.

Und weiter geht`s.

Wo erforderlich, wird aus dem geschütteten Depot eine kleine Ufersicherung gegenüber angelegt, ein Unterwasserströmungslenker (schräg GEGEN die Strömung, zum beidseitigen Uferschutz) geformt.

Fachliche und persönliche Nachfragen, die lokalen Medien wollen umfassend informieren.

Suchbild, zwei volle Schubkarren auf dem Weg …

So nach und nach kündigen die Schiebenden an, man werde sich hier, an diesem Schüttort, wohl nicht wiedersehen.

Und dann ist es soweit – wir haben fertig, landseitig.

Auch im wässrigen Element sind die erforderlichen Begleitarbeiten für heute erledigt.

Angesichts des durch Schlagregen erhöhten Abflusses wird bei Niedrigwasserabfluss demnächst kontrolliert, ggf. feinprofiliert, die Strömungslenkung neu ausgerichtet.

Schweres und leichtes Gerät ziehen ab. Alle haben sich das Mittagessen wohlverdient.

Wie bei anderen Einsätzen können auch hier, bei allgemeinem Gefallen des Erreichten, jederzeit neue Aktionen stattfinden.

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Seit 2017 wird die Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum insbesondere durch Kieszugaben in ihrer Sohl- und Uferstruktur verbessert. Stichprobenartige Untersuchungen der Wirbellosen wie auch eine solche Untersuchung im Auftrag der schleswig-holsteinischen Fachverwaltung haben die positiven Wirkungen wie Uferschutz, Erhöhen der Strömungsvielfalt und Tiefendynamik sowie des besseren Lebensraums belegt.

Durch einen Auftrag der Edmund Siemers-Stiftung an ein Fachbüro wurde Ende August / Anfang September auch die Fischfauna per Elektrofischerei untersucht. Die an den bisherigen Arbeiten beteiligten Verbände, Behördendienststellen und andere werden nach Abschluss der Auswertungen den zugehörigen Bericht erhalten.

Hier wird ein erster Überblick der gefundenen Fischarten gegeben.

Fischerin und Fischer machen sich bereit, zertifiziert mit Elektrofischereischein und ausgestattet mit den erforderlichen Genehmigungen.

Kaum gestartet – Überraschung! – ist die E-Fischerin begeistert. Platt!

Plattfisch Flunder, als Jungtier in den Aufwuchsraum Mühlenau aus der Tide-Elbe eingewandert.

Die wird nicht die einzige im Fang dieses Tages bleiben.

Die Weissfischfamilie, Karpfenartige, beginne ich hier im Blog mit dem Rapfen, ebenfalls Jungfische, deren erwachsene Vertreter zumeist in der Elbe leben.

Ein Jung-Zander überrascht uns.

Ein Kaulbarsch, mit der Flunder Vertreter der Kaulbarsch-Flunder-Region – nicht hier in der Mühlenau, aber nahe der Brackwasserzone des Elbe-Stroms.

Die beiden zu diesem Zeitpunkt bereits kurzzeitig gefangenen und wieder freigelassenen Arten Rotauge („Weissfisch, Karpfenartige“ wie der Rapfen) und Flussbarsch habe ich wegen ihrer Allgegenwart nicht fotografiert, ebenso die 3- und 9-stachligen Stichlinge.

Unerwartet haben wir für die Barschartigen bereits alle heimischen Arten aufschreiben können.

Und noch ein Aufsteiger aus der Elbe – von weit her, aus der Sargassosee – geht ins Netz: Jung-Aale.

Dieser Fund ist angesichts des dramatischen Rückgangs des Aals über die vergangenen Jahrzehnte sehr erfreulich. Allerdings ist bekannt, dass die derzeit an europäischen Küsten ankommende Menge solcher Aaljungtiere im einstelligen Prozentbereich früher üblicher Zahlen liegt.

Stillleben mit E-Fischgeräten – wir haben die erste Strecke verlassen, starten an der zweiten.

E-Fischen in Neophyten-gesäumtem Umfeld.

Das Verschwinden und Wiederauftauchen von Teilen der Wathosen (das Schrumpfen und Wachsen der Aktiven im Bach) zeigt die durch das Restaurieren entstandene Tiefenvielfalt in Breite und Längserstreckung der Mühlenau.

In dieser Strecke kommt der Hecht als Fischart dazu.

Gelegentlich wird gefachsimpelt.

Die nächste Strecke – nicht leicht, die Vielzahl der Weissfischarten auseinanderzuhalten – bringt den strömungsliebenden, also bachtypischen Hasel zum Vorschein.

Und noch eine „neue“ Art – die Quappe / „Aalquappe“ (oben, man muss schon sehr genau hinschauen) neben 3 Flundern.

Weiter geht es – in den vorigen Strecken waren noch Schleie, Güster und Brassen, alle aus der Karpfenfamilie, in die Fangtabelle aufgenommen worden.

Nun tauchen Forellen auf – rote Punkte mit weissem Kreis: Bachforelle.

Bereits nicht mehr im silbernen Aufsteigerkleid, also bereits einige Zeit in der Mühlenau: Meerforelle, die zum Laichen in Bäche aufsteigt, dort als Jungfisch 1-2 Jahre heranwächst und als Erwachsene im Meer lebt (bis zur nächsten Laichzeit).

Wir wundern uns nicht, dass wir auch Querder fangen, die Jugendform der Neunaugen, hier des Flussneunauges.

Schliesslich haben Flussneunaugen zahlreich auf den neuen Kiesen der Mühlenau gelaicht (vgl. entsprechende Beiträge hier im Blog).

Ein erwachsener Gründling – stellvertretend für etliche mehr, auch Jungtiere.

Jungfisch Forelle.

Forelle, ein Jahr älter, im zweiten Sommer.

Fischen, hindurch durch standorttypischen, die Forellenregion kühl haltenden Baumbestand.

Suchbild – im tief durch menschliche Aktivitäten eingeschnittenen Bach, umgeben von Staudenmeer, sieht der Mensch klein aus – „im Keller“.

Und noch eine Forelle.

Zwischendurch gibt es in den Fangergebnissen „einen Hänger“. Ein Nebenbach bringt offenbar, chronisch oder akut, abzustellende Belastungen in die Mühlenau. Da gibt es angesichts der grenzüberschreitenden Situation Arbeit für Fachleute und Behörden Hamburgs und Schleswig-Holsteins.

Auch wir „hängen“ – Abriss des Kathodenkabels. Gut ausgerüstet, ein Bisschen Warten, das Abrisskabel wird ins Auto gebracht, das Ersatzkabel montiert.

Danach klappte es wieder, auch der Bach spielte mit. Die Forellenregion, quellgespeister, sommerkühler Bach, zeigte sich von ihrer besten Seite.

Wie in diesem letzten Foto zu sehen, war ich da so aufgeregt (oder waren die Fische so zappelig, war es vielleicht unter den Bäumen ohne Blitz zu dunkel ?), dass nur noch unscharfe Fotos bzw. Fische entstanden.

Vom Gesamtergebnis waren wir beeindruckt. Dass – bis auf wenige Arten – nur Jungfische auftauchten, mag unter anderem eine Folge der vergangenen Trockenjahre sein, Zeugen des rapide stattfindenden Klimawandels, aber auch der Übernutzung unserer oberen Grundwasserhorizonte. Für 2022 nehmen wir uns vor, solche Ergebnisuntersuchungen entlang restaurierter Strecken anderswo fortzusetzen.

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Nachdem wir den Regenteil des Tages mit Kurzbesuch in Tönning und Husum überbrückt hatten (voriger Beitrag hier im Blog), lockte uns Sonne an blauem Himmel Richtung Wildes Moor. Per Rad wäre das angesichts der begrenzten Urlaubstage in Friedrichstadt nicht mehr möglich gewesen.

Die Anfahrt von Husum aus ging im letzten Teil durch spannendes Gelände. Kurz vor dem Ziel konnte ein einsamer Wanderer noch die Bestätigung geben, dass wir auf gutem Wege seien.

Das also soll der Startpunkt sein?

Der übliche Mais bestimmt den Horizont. Immerhin, weisse Wölkchen, blauer Himmel, Sonnenschein – Wind und frische Sommersituation 2021 – was wollen wir mehr?

Wir gehen drauflos. Nach Mais Sonnenblumenstreifen, ein extrem tief liegendes Entwässerungs-Etwas – dahinter Weidengebüsch.

Wie heisst es „It`s a long way“. Immerhin tauchen inzwischen mehr Feuchtigkeitszeiger auf (obwohl es anscheinend „bergauf“ geht).

Dost mit Admiral. Der vergangene Regen, der Wind und die die Sommer2021Kühle halten andere Insekten offenbar noch vom Fliegen ab.

Etwas Besonderes zweigt vom Weg ab. Wir entscheiden, uns auf den Holzweg zu begeben.

Vorbei an Handtorfstich-Beispiel geht der weite Blick, übers (abgebaute) Moor Richtung Schwabstedter Höhen.

Ja, das ist ein Erlebnis! Dieser Weg lohnt sich.

Moor und Heide, Moorlilien, anschauliche Erläuterungen.

Und! Es wächst! Lebendiges Torfmoos!

Auf dem Holz wird es heiss – die Eidechse wärmt(e) sich. Unsere Begegnung meidet sie, flitzt durch Karnickeldraht und Holzritzen ins Unsichtbare.

Hunderte Hektar Moorlandschaft …

Das turmartige Gebäude, vielerlei Informationsmöglichkeiten mehr heben wir uns für einen späteren Besuch auf.

Rückweg, die Schwabstedter Höhen scheinen zu wachsen.

Was ist das für ein Kerl da hinten am Horizont?!

Wir wundern uns, bei hellem Sonnenschein … Es fällt uns ein „O schaurig ist`s übers Moor zu gehen„.

Beim Näherkommen schmunzeln wir – „der Kerl“ war die Silhoutte diverser Schilder und Hinweise übereinander …

Wie gut, dass es nicht dunkel und neblig ist!

Auf der Fahrt nach Friedrichstadt passieren wir den Lehmsieker Wald. Auch den haben wir im geistigen Notizbuch für ein ander Mal gespeichert.

Zurück in Friedrichstadt können wir das feuerrote Spielmobil günstig für die Rückfahrt am Tag darauf parken – Blick aus dem Hotelfenster.

Friedrichstadt? – da kommen wir gelegentlich wieder drauf zurück.

Ein kleines Bisschen „von diesmal“ folgt allerdings noch im nächsten Beitrag.

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Zu Lebzeiten in meiner Geburtsgegend, Waldecker Land, hatten Rinder nur zwei Farbbezeichnungen – bei 3 Farben.

Rotbunte – das waren „unsere“.

Sobald wir die Grenze z.B. nach NRW überschritten und durch das Emsland Richtung Emden, Borkum-Urlaub, fuhren, sahen wir auf den Weiden …

Schwarzbunte.

Fast konnte man sich vorstellen, dies wäre ein Ausdruck der Religionszugehörigkeit, halt katholisch anderswo, protestantisch bei uns. ! ? !

In den Folgejahrzehnten verschwanden die Kühe von den Weiden, Intensivaufstallung wurde die Regel, die daraus bis heute resultierende Gülleflut mit all ihren Folgen für Boden und Gewässer (Grundwasser, Flüsse und Stillgewässer, das Meer / die Meere) ist hinlänglich bekannt.

In unseren letzten Niedersachsen-Jahren tauchten wieder einige Tiere auf Weiden auf. Um so begeisterter sehen wir seit 2016 „unser neues“ Bundesland Schleswig-Holstein mit seinen vielen Fleischrindern.

So auch auf der Rad-Tour Friedrichstadt – Bergenhusen und zurück, von der alle Fotos dieses Beitrags stammen. Die Farbenfülle der Fleischrindherden ist beeindruckend. Festgemacht an meinem vorstehenden Religions-Kalauer könnte man ein Abbild der bei der Gründung Friedrichstadts gegebenen Religionsfreiheit darin sehen. (Obwohl, wenn ich`s richtig erinnere, von den maximal 14 Glaubensrichtungen heute nur noch 5 in Friedrichstadt geblieben sind.)

Wir sehen …

… gemischte Herde, Schwarz- und Rotbunt.

Rotgescheckte.

Helle und hellbraune.

Heller Bulle, etwas abseits der Herde.

Ein Teil der zugehörigen hellen, fast weissen Herde.

Ganz weisse, wie z.B. die zunehmend beliebter werdenden Charolais, sahen wir hier nicht. Wer im Netz sucht, findet viele informative Seiten, hier ein kleines Beispiel.

Die künftige Zahl und Art der Haltung unserer Kühe wird maßgeblichen Anteil an Deutschlands Erreichen – oder Verfehlen – der Klimaziele (und, vorweg der fachlich und rechtlich lange fixierten Boden- und Gewässerschutzziele) haben.

Zum Schluss unserer Tour kam noch eine Überraschung – auf der Hinfahrt übersehen?

Das sind doch …

Wen meint der?

Ach, uns! – Ja, wir sind Auerochsen.

Dazu habe ich örtlich bei Suche im Netz nichts gefunden. Jedenfalls scheint dies eine schon von der Größe auf gutem Weg befindliche Rückkreuzung zu sein.

Der Auerochse war ein beeindruckendes Tier, dessen ursprüngliche Größe in vielen Projekten versucht wird, annähernd wieder zu erreichen. Was einst mit eher kleinen „Heckrindern“ begann, geht weiter.

So drücken wir die Daumen, dass – nicht zuletzt zum Wohl der eigenen Gesundheit – „ein Ruck durchs Land gehen“ wird. Leider war das – wer auch immer appellierte – bisher nicht der Fall. Wir lernen: Appelle, Selbstverpflichtungen, wie auch immer man herumschwurbelt, das bringt`s nicht.

Nur nicht nachlassen! Handeln ist angesagt.

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