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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Nachts unter Null Grad. Am Vormittag malten pilotige Künstler den Himmel an.

Wäre da wohl Eis in der Marsch?

Holm. – Ja, der ruhige Marschgraben Lanner, von der Elbe seit langem abgeschleust, ist blank, mehr oder weniger glatt überzogen.

In der Hetlinger Marsch blitzt der Graben Richtung Giesensand im Sonnenschein,  flächig, schräg bis senkrecht.

Eis schräg? Ein Zeichen, dass wir uns im Tidegebiet der Elbe befinden und der Graben mehr oder weniger freien Kontakt zur Elbe hat – Ebbe, Richtung Tideniedrigwasser.

Auf dem Elbdeich – silbern scheint noch nicht von Hochfluten abgeräumtes Schilfröhricht im Gegenlicht.

Blick zur Lühemündung bei Tnw – wohl noch ein Vierteljahr, bis wir wieder per Fähre und Rad die niedersächsische Elbseite besuchen.

Elbdeich, Fährmannssand, Tnw – wie im vorherigen Foto ist der weisse Eisspülsaum zu erkennen, den eine leicht erhöhte Flut auf das Vorlandgrün transportierte.

Ich radele auf dem Langen Damm nach Wedel. Der Marschgraben ist gegenwärtig zur Binnenelbe geöffnet. Der Wasserstand sinkt, die Eisschicht ist gebrochen, mittige Schollen sind, knirschend, turbulent abgeflossen.

Schräges Eis, wie an anderer Stelle vorher, im Graben gegenüber.

Spezielle Ausprägung, bizarr.

Im abgeschleusten Grabengebiet vor Wedels Geest stellt sich ein Graben besonders vor.

Hier, wie anderswo, wird der Wasserstand nach Möglichkeit hoch gehalten, für Wiesenbrüter, Amphibien und vielerlei mehr.

Nur am Rand gefroren, weist auch dieser Graben ein besonderes Eis auf.

Im Detail, kleinräumig wechselnde Muster.

Gegen Mittag, es dunkelt, wie vorhergesagt. Schnell – woher!? – ist der Himmel fast ganzflächig zugezogen.

Das Bisschen angesagter Regen ist bis zum Spätnachmittag dann doch nicht gefallen. Dafür gab es aber nochmal Eis.

Eis draussen: Eismond mit Luftblasen an Vogeltränke / -bad.

Die Temperatur ist inzwischen auf 6 Grad gestiegen. Ergänzendes Wasser trug ebenfalls dazu bei, dass die Schwimmeisdecke senkrecht gestellt werden konnte. Die Vögel begeisterten sich …

Drinnen gab`s auch Eis, anderes. Da kennen wir und unsere Besucher nix, muss sein (mit dem entsprechenden Begleitzubehör)!

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Es war mal wieder Zeit, die Haselnüsse zu nutzen: „Hölzchen und Stöckchen“ sägen für Treibselsammler im Bach.

Da fand sich Buntes.

Buntes im Garten, auf dem Weg zu Mikroplastik.

Und was sich so alles findet. Rosa = Reste eines Luftballons. Hellgrau = gealterter Kunststoff einer von höheren Balkonen abgestürzten Windmühle.

Ja, und das Feine in Grün? Schon Algen aus dem Meer? Nein, so weit ist es mit dem Meeresspiegelanstieg noch nicht. Möge er bis hierher, auf Wedels Moränenkante nahe der Elbe, NN + 10 m, noch ein wenig länger brauchen …

Das feine Grün sah mal anders aus, wieder so ein halbkompostierbarer Kram, der nach Gebrauch in den Restmüll gehört – weder in die Bio- noch in die Grüne Tonne.

Was nun? Das Grün ist der Rest eines Plastiknetzes, in dem die Körner-Fett-Bällchen für (Winter-)Vögel angeboten werden. „Unseres“ ist es nicht, begnügen wir uns doch mit steter Anpassung des Gartens, Ziel mehr Blumen, Stauden, insbesondere aber angepasstere Büsche und Bäume Richtung mehr Blüten und mehr Früchte.

Allzu oft sind diese Netze heutzutage bis weit in die „freie Natur“, in Wald und Flur, zu finden. Voller Empathie aufgehängt, gedankenlos der Zukunft überlassen. Gern darf sich die anbietende Industrie Besseres einfallen lassen, dürfen Aufhängende ihr nach Vogelbesuch geleertes Aufgehängtes in die häusliche Mülltonne abholen.

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„Du bist ja verrückt!“ sagte meine Frau, als ich von „Anbräunen beim Radeln“ rede. Da hat sie wohl recht, aber nur teilweise.

Den angesagten Sonnentag gestern wollte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen – Radeln Richtung Hetlingen, dann hinter dem Elbdeich zurück nach Wedel. Diese erste Ladung Sonnenstrahlen …

Blick hoch am Start – ganz oben an unserer „Felsenburg“, hoch attraktiv für manche Vögel, sollen Mauerseglernistkästen ihren Platz finden.

Aber was ist das – überall kleine weisse Kügelchen. Salz kann das wohl nicht sein, angesichts der Erscheinung auch auf dieser höher liegenden Fläche?

Fühl- vor / statt Geschmackstest: Fühlt sich rund und trocken an ??? Luftig ??? – Ah, nach kurzer Zeit löst sich das Testkügelchen schnellstmöglich, so gut wie ohne Rückstand zwischen den Fingern auf! Da muss in der Nacht ja eine spezielle Situation geherrscht haben, dass solch „Styropor“-Eiskügelchen allüberall herumliegen.

Hochpunkt entlang der B 431 – hier liegt das Weisse dichter, die Situation wird klarer.

Für die, die`s immer schon wissen wollten: Ja, ich fahre jetzt mit hartem Hut.

Blick in die Marsch, Hetlingen, Holmer Straße.

Fuß- / Radweg vor dem alten Elbdeich Hetlingen – Sonne, demnächst, am Elbdeich entlang, von vorn.

Also: Helm ab!

Zwei kleine Gruppen Nonnengänse am Himmel – über Eis.

Das ist die neulich bereits mit Graugänsen vorgestellte, gut mit Wasser angestaute Ausgleichsfläche.

Ein Schlittschuhparadies für die Dorfjungend und solche, die sich noch dazurechnen – wenn denn die Kälte anhielte. (Tut sie aber nicht.)

Überhaupt scheint es mit dem „Wasser hochhalten“ nach jahrelangen Querelen um die Führung des Wehrs am Sturmflutsperrwerk Wedeler Au und anderswo inzwischen besser zu klappen.

Auch hier – Blick vom Elbdeich nach Norden. Dazu gehört selbstverständlich, dass die Binnenentwässerung ebenfalls entsprechend gesteuert wird.

So sollen Kiebitz und Co. einen besseren Start in die Brutsaison vorfinden.

Also nun: Radeln, der Sonne entgegen. – Zu Fuß ist hier (wieder einmal) eine Nonnengans allein unterwegs.

Was beim ersten Mal noch wie eine nette Begegnung wirkte, sieht heute – das Foto täuscht – ziemlich erbärmlich aus. Offensichtlich geschwächt, fast orientierungslos geht das Tier 3 Schritte rechts, 4 Schritte links, scheint das Gras anzugucken, wackelt ständig mit dem Kopf – einem baldigen Tod geweiht, Vogelgrippe.

Wie gut, dass wir in unserem Fall diesmal für uns Menschen so schnell Gegenmittel zur Verfügung hatten.

Man kann es gar nicht oft genug sagen. Leute, LASST EUCH IMPFEN, nach gegenwärtigem Wissen mindestens 3mal (mit den zugehörigen Zwischenzeiten).

Gute Wasserhaltung auch querab NABU-Vogelstation.

Spuren der Unterhaltung der Deichfußgräben.

In Höhe der Vogelstation – Schwarz-Weiss in der Ferne.

Näher ran mit dem Zoom – solch Tausender-Ansammlung Nonnengänse ist diese Saison selten – mögen auch sie mehr Abstand halten …

Wie entlang der Elbe zu hören und zu sehen ist, sind Aberhunderte, um nicht -Tausende zu sagen, inzwischen an der Vogelgrippe gestorben.

[Da wird in jüngerer Zeit – fast jubelnd – von den Zehntausenden Seehunden berichtet, die wieder im Wattenmeer leben. – Erinnern wir uns, auch da ist so etwas, vielleicht „Staupe“ näher, als uns und den Betroffenen lieb sein kann.]

Fährmannssand – der Blick zur Elbe zeigte Tideniedrigwasser. Binnendeichs geht der Blick weit über die Marsch.

Falls sich jemand über den „Zaun“ wundert: Das ist das Treppengeländer, in so flachem Winkel schattierend, leicht irritierend.

Heimwärts geht`s mit dem einen und anderen Schnack. Interessant, wen die Sonne hierher rausgetrieben hat – wie mich halt.

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Die Pegel der umliegenden Bäche weisen erstmals seit Jahren wieder so etwas wie Hochwasser aus, erreichen, überschreiten teils geringfügig die mittlere Hochwassermarke, „MHW“. Inzwischen sinken die Pegel zügig.

Wohl den Städten, die bachauf Überschwemmungswiesen, -flächen erhalten haben und so Schäden weitgehend entgangen sind – nachbarliche Beispiele Pinneberg, Pinnau, und Elmshorn, Krückau.

Da ist – in den „Hauptwerten“ der Pegel – aber immer noch das „HW“ ein ganzes Stück drüber über jetzigem Geschehen. – Und dann ist halt immer bei Menschenwerk wie Statistiken zu sagen, wie weit sich der jeweilige Rahmen des Modells erstreckt, die Aussage gilt. So etwas wie „Ahrtal“ findet über „normale“ Statistiken hinaus, wenn auch seltener, aber real doch statt. – Und, lernen wir was draus? Fast scheint es, als wollten wir der Natur „weiterhin zeigen“, dass der Mensch das realisiert, was er will – leider ist das sehr häufig nicht das, was örtlich – auch für den Menschen – verträglich ist. Das nächste, auch Extrem-, Hochwasser kommt bestimmt.

Zwischendrin macht uns allerdings, wie in den vergangenen Jahren gelernt (?), das Niedrigwasser zu schaffen. Noch haben wir ganz offenbar nicht zur Kenntnis genommen, dass das auf längere Sicht vermutlich das größere Übel sein wird.

Bleiben wir bei Kleinerem, Jetztzeit-Örtlichem am Rand von Wedel, SH.

Wechselnde Wolkenbilder, wechselnde Regenmengen – zwischendrin Gelegenheit, trocken bleibend zu radeln.

Aus vergleichbaren Situationen bekannte Wasserlachen begegnen uns wieder (diese kennen wir durchaus auch doppelt so groß) – wohl all denen, die wissen, ob und wo sich da Schlaglöcher in unsichtbarer Fläche verbergen.

„On top“ – der Tümpel auf der Pferdewiese, in den trockenen Jahren langzeitig trocken, ist bordvoll, die Oberfläche vom Wind aufgeraut. Seitwärts versucht der Maulwurf, seinen Lebensraum im Trockenen zu halten und zu belüften.

Der Haupttümpel hat zur Zeit sogar, seltener Anblick, einen Nachbarn bekommen.

Im Wedeler Autal zeigen Jahreszeit und Wetter, wie die Weiden mit Vieh bestückt sind – tiefer Schlamm auf breiter Fläche.

Hier sind – aus noch nasserer Fläche, zusätzliche Tiere untergekommen. Die Folge: Überbesatz nun auch hier.

Bach, bordvoll, und Auweiden – andernorts.

Was früher gang und gäbe war, Wasserrückhalt in der Fläche, was heute unter dem Stichwort „Anpassung an den Klimawandel“ neu zu vermitteln versucht wird, ist noch lange nicht „angekommen“.

Die Jahrzehnte „freier“ Naturnutzung, Gewässereintiefungen, -begradigungen, Entzug oberflächennahen (und tieferen) Grundwassers zu Beregnungs- und anderen Nutzungszwecken, solch alte Verhaltensweisen sind allzu verwurzelt, als – der Geschwindigkeit des Klimawandels entsprechend – auf vertretbares Maß rückentwickelt zu werden.

Das Zerfahren von Banketten im agrarischen Raum durch „Grüne Berufe“ (die befuhren früher in Winterzeiten ausser bei Frost Boden gar nicht – und das mit viel kleinerem Gerät als heute) gehört im Umfeld Wedels inzwischen zum Alltag. Dass da gelegentlich Gerät im Graben, Boden massenhaft auf Fahrflächen liegt, wen wundert`s?

Hoffen wir auf Lernfähigkeit (?) !

Auch die dunkelsten Wolken ziehen einmal ab. Das sollte den Wechsel des täglichen Geschehens aber nicht vergessen lassen.

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Der „Neujahrsspaziergang“ mit Hamburger Anhang fand am 2. Januar statt. Entsprechend der Summe an Niederschlag in den Vorwochen besuchten wir den abwechslungsreichen Forst Klövensteen (fast könnte man Wald dazu sagen). Wir wollten anderswo nicht im Schlamm versinken.

Unsere Jüngste hatte mit Zentimetermaß ausgestattete Stiefel an …

Was gibt es da spannenderes, als jede Pfütze zu vermessen – sei es in Längs- oder Querprofil.

Die Wedeler Au, fast „Oberkante Unterlippe“.

Die Vermessung der Wedeler Au-Tiefe wurde an zugänglicher Stelle bei cm 14 beendet. 🙂 (Lieber vermeiden, eine unverhoffte Kante zu erwischen – und die Stiefel bei den herrschenden Temperaturen volllaufen zu lassen.)

Und dann weiter zum Großen Fischteich – oh Wunder, er ist Dank der Niederschläge nun doch voll eingestaut, läuft gar ab (nach vorn aus dem Foto)!

Die Flachwasserzone ist überstaut. In Randbereichen tauendes Eis lässt bei Windstille Dies über der Wasserfläche entstehen.

Im östlichen Seeteil diest eine noch größere Rest-Eisfläche.

Moose, hier auf Buchenwurzel, sind ganz offensichtlich begeistert.

Bemooste Sturzbäume neben dem Flachwassergebiet.

Sturzeichenstruktur, innen – aus anderen Beiträgen bekannt – erhält sich offenbar lange, Eiche halt.

Und dann landete der Kormoran – anscheinend auf Stockerpel-Territorium. Jedenfalls mussten 2 erstmal nachsehen.

Andere, auf diesseitigem Ruheplatz, liessen sich nicht beeindrucken.

Der sich – angesichts fehlender Sonne, fehlenden Windes – trocken schüttelnde Kormoran störte sich an den Erpeln gar nicht. Sie hielten dann Abstand.

Ja, voll ist der Große Fischteich, Anfang 2022.

Derweil berichten Förster, dass das Wasserdefizit im Bodenraum unter Wald noch immer nicht vollständig ausgeglichen ist. – Warten wir also noch ein Bisschen.

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Weissendes Wedeler Autal, die Highlands haben ihre Wintermäntel an.

Wohl denen, die derzeit nicht per Auto unterwegs sind, insbesondere in den Landstrichen, wo Eisregen durchzog und / oder sich Blitzeis auf den Straßen bildete. Radfahrer und Fußgänger, ebenfalls aufgepasst!

Am Morgen des 24. Dezember – ein Eichhörnchen, im Schneeregentreiben, hat sich noch eine nachbarliche Nuss abgeholt. Der Schwanz ist als Niederschlags- und Kälteschutz über den Kopf geklappt.

Ein Bisschen Bewegung muss sein – wir sind so gut wie allein unterwegs. – „Auf der Höhe“, hinten im Bild, ist der Schnee liegengeblieben.

Noch liegt die Temperatur bei uns über Null Grad. Die Niederschläge versickern, fliessen ab, werden ggf. wie hier in Regenrückhaltebecken zwischengespeichert.

Nun denn, alles Gute! Schöne Festtage wünscht

Ludwig Tent.

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Bei einem kleinen Fachaustausch an der städtischen und ländlichen Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, wurden chronische Belastungen angesehen und saisonale Entwicklungen bekiester Bereiche bestaunt.

Es ging los querab Bahnhof Pinneberg, entbaumt.

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, begeht die UN-Klimarahmenkonvention nächstes Jahr (nicht mehr fern) ihr 50. Jubiläum – fotografiert im Wildpark Eekholt.

Dabei zeigt im Hintergrund des ersten Fotos der Stadtwald Fahlt doch, was Kühlen in der Stadt bewirken kann.

Auf der anderen Seite der Bahngleise ist im Detail auch zu erkennen, dass alte Bäume – nach Absägen, vgl. 1. Foto – nicht durch Pflanzen eines (oder eines ergänzenden, zweiten?!) Baums zu ersetzen sind, weder ökologisch noch klimabezogen.

Blick von der Mühlenaubrücke – oranges Leuchten.

Irgendwie will mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass solch krasser Einleitung in Sachen Sauerstoffbedarf (evt. auch spezielle pH-Problematik), chronische Auswirkung in der Strecke nicht abgeholfen werden kann. ??? !!!

Die Eisenthematik habe ich andernorts hinreichend beschrieben.

Etwas bachauf – ein solcher Zufluss kommt selten allein. Zumal dann, wenn ein Ortsteil in einer Gegend angelegt wird, der „Quellental“ heisst – die Sünden der Vergangenheit, wenn sie doch endlich heutzutage vorweg vermieden würden!

Auch die bekannten Weihnachtsgänse und die dressierten Fütter-Enten suchten wir auf, mit Sauce.

Uns interessierte vor allem „die Sauce“. Wie im Jahr (15 + 6 =) 21 der Wasserrahmenrichtlinie solch akute, letztlich chronische Einleitung ohne Plan geblieben ist, verschliesst sich den Betrachtern.

Weiter ging`s, ins Ländliche – Thema Baum, Thema standorttypische Biodiversität, Thema Klima … Diese Alt-Erlen können zu allen genannten Punkten ihr Beispiel setzen.

Wir sahen biogene Turbulenzen in der Ferne.

Da ist er, der bewegte Kies, erkennbar an der hellen Farbe.

Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen, hier haben – in Zusammenarbeit mit dem Abfluss – Forellen Unterwasser-landschaftsgestaltend gewirkt, lassen die Rausche stärker rauschen..

Und wie sich das gehört, wiederholen sich solche Strukturen im naturnah( gemacht)en Bach.

Und – kein Wunder – den über so viele Jahrzehnte zu kurz gekommenen Kieslaichern gefällt`s.

Angesichts so vieler Turbulenzen muss mensch dann auch zur Ruhe kommen. Mein Hang zu Schwarzbier ist bekannt – ich lasse mich aber auch von der Qualität eines Kellerbiers gleicher Herkunft überzeugen.

Schweinefleisch, scharf, ist angesichts des Wetters eine angebrachte Möglichkeit, den Mittag zu geniessen.

Für Suchende: die Lokalität befindet sich in Bönningstedt, unmittelbar an der B4.

Nicht mehr weit bis zum neuen Jahr – Alles Gute!

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Meine Radeltouren werden, testend, Richtung Normalmaß ausgedehnt. Es ging an die Elbe, Fährmannssand, von dort weiter.

Blick vom Elbdeich Richtung Niedersachsen, Marsch vor Stader Geest – zeitlich genau Tidehochwasser erwischt (plus 10 cm über normal) bei nahezu Windstille.

Weiter Richtung Hetlingen – Grabenunterhaltung auf nassen Böden, Spuren hinterlassen. Ich matsche mich links im Grünen am Lkw vorbei.

Nahe der NABU-Vogelstation gesellen sich anfliegende Nonnengänse einer äsenden Gruppe zu. Schafe beweiden einen alten Binnenelbedeich.

Nasse Böden – so eine Rinderdichte (irgendwie sehen die Tiere „sauig“ aus) erscheint unangebracht.

Ich stehe auf dem Elbe-Hauptdeich am Alten Heuhafen Wedel. Eine einsame Nonnengans wandert herum. – Warum denke ich an Vogelgrippe? Völlig verbildet?

Vor dem alten Elbdeich, am Rand Hetlingens, sind Wiesen nass bis überstaut, wie anderswo. Graugänse nutzen die Situation.

Wir sind inzwischen in Holm, auf der Geest – nebendran folgt ein kleiner Bach dem Gefälle am Holmer Berg.

Nasse Böden, befahren – Gewässerunterhaltung hinterlässt vielerorts Straßen in Grenzsituationen.

Platten ausgelegt zum Bodenschutz während der Gewässerunterhaltung? Das wäre wohl ein zu kostenträchtiger Aufwand – Bodenschutz wäre durch Befahren der Unterhaltungsstrecke bei günstigeren Wetterbedingungen sichergestellt? Oder steckt anderes dahinter?

Da stehen pinke Pfähle entlang des freigemähten Bachs.

Spätere Touren werden Aufklärung bringen – steht hier eine größere Aktion Restaurieren, Richtung „Renaturieren“, was immer das ist, an?

Am Ende des ersten 6-jährigen Verlängerungszeitraums zum Zielerreichen der Wasserrahmenrichtlinie („der gute ökologische Zustand ist das Ziel“), vor Start des 2. wird ja wohl keine Verrohrung geplant sein?

In Dänemark ist man – nach Jahren ökologischer Wirren im Regierungssitz Kopenhagen – wieder auf dem richtigen Weg. Dort wurde gerade ein Programm für Kommunen gestartet, das die vernachlässigten Themen Bäume am Bach und Entrohrungen / Freilegen von Bächen – auf Hunderten von Kilometern – voranbringen soll.

Wir dürfen gespannt sein, ob und wie in den bevorstehenden 6 Jahren Verlängerung Nichterreichtes in den 15 + 6 vorweg abgelaufenen Jahren nachgeholt wird und Ausstehendes erledigt werden wird. – Werden, unter anderem praxisferne bürokratische, Hemmnisse (als solche überhaupt erkannt und) hinreichend beseitigt, um die Ziele zu ermöglichen?

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Im Beitrag vom 27. November zeigte ich ein paar frisch unter Wasser gelegte Kiesflächen auf vorher unbelebtem, bewegtem Sandgrund der Osterau. Inzwischen wurden ein paar weitere Arbeiten auf ähnlichen Flächen durchgeführt.

Wir wollten ansehen und wieder einmal mit den Örtlichen fachsimpeln, wie sich das nun optisch und für die Bachbewohner darstellt.

Los ging`s bei schickem Wintermorgenwetter.

Gute Turbulenz auf Lenkbuhne – der starke Erosionsdruck ist aus der Kurve heraus in die Fläche genommen, s. Baumspiegelung ufernah.

Alle „alt“ (vor gut 2 Wochen) bekiesten Flächen sind, nur für das geschulte Auge erkennbar (nicht auf dem vorstehende Foto sichtbar), bereits von Forellen belaicht.

Ein wenig vom neuen Material liegt anderswo noch auf der Böschung, bereit für den Unterwassereinbau.

Meine beiden Begleiter beurteilen die Situation fachmännisch.

Eine kleine Lenkkiesmenge ufernah wartet auf Anpassung.

Nicht lange, schnell erledigt.

Wir empfinden es am Besten, wenn für Vorübergehende gar keine Änderung erkennbar ist.

Zwei weitere Kiespunkte, die Uferschutz und Lebensraumverbesserung gleichermaßen gewährleisten.

In einer intensiv genutzten Landschaft, in der ausserdem – wie „überall“ – in der Vergangenheit ungünstigerweise Wege in unmittelbarer Nähe zum Gewässer angelegt sind, sind nach Baumverlust der einen tolerierten Baumreihe zum Wasser absehbar fortschreitende Schäden vorprogrammiert.

Da die Wege in der Regel nicht rückgebaut werden (planerisch sind in Realität eher intensivere und härtere Nutzungen vorprogrammiert), ist die Anforderung, das Gewässer zu beleben, mit dem erforderlich und gesteigert entstehenden Bedarf an Uferschutz koppelbar.

Wir kommen wieder.

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Sage man niemand, die Sonne sei nicht da! Ringsum Wasser, das KoKW trägt weiterhin seinen Anteil bei. (Wie man liest, verbrennt es mehr Kohle, als vorgesehen – und das bei Grünen-Umweltsenator in HH und -minister in SH.)

Nun ist bald Weihnachten – die Zeit, in der vor einem Jahr, 2020, „der Regen begann“.

In den Holmer Sandbergen lässt der Mix an Regen- und Schneeschauern Kleinklima studieren. Während der Wald den Schnee auffängt, tauen und versickern oder unmittelbar verdunsten lässt, zeigen die freigelegten Binnendünen „weiss“.

Moose (Birkenbruch im Wedeler Autal), in angestauten Flächen auch Torfmoose, wissen die Feuchte zu schätzen.

Dieses Highland und seine Begleiter sind inzwischen angesichts Bodendurchfeuchtung (Wedeler Autal) im Stall oder auf trockeneren Flächen untergebracht.

Manchen mag dieses Jahr ordentlich nass vorgekommen sein. Mindestens für die Befahr- und Nutzbarkeit etlicher Flächen stellten sich in der Tat Herausforderungen. Insgesamt – Ahrtal aussen vor – ist zwar im Gegensatz zu den Trockenjahren 2019 und 2020 etliches Wasser Richtung Nord- und Ostsee geflossen, oft bei mittlerem Abfluss, auch mehr. Hier bei uns an der Tide-Elbe haben aber selbst Ereignisse, bei denen zum Glück für die unterliegenden Städte erhaltene Auwiesenreste überstaut waren, zu keiner Zeit auch nur annähernd das mittlere Hochwasser erreicht.

Manch Stillgewässer, hier der Feuerlöschteich in den Holmer Sandbergen, belegen, dass nach wie vor Niederschlagsdefizit insbesondere für das Grundwasser vorliegt. Dem Teich fehlen wohl noch 1,5 m Wassersäule.

Man glaubt es kaum! Anderswo ringsum sieht es genau so aus.

Derweil fliesst nicht Versickerndes oberflächig ab. Die Vogelwelt, hier ein Amselweibchen, weiss das Umfeld zu schätzen.

Ein Bisschen „Unordnung“ hilft – Grasbüschel, vergehendes Laub, Angespültes. All dies sorgt entgegen der leider so verbreiteten „Sauberkeit“ auf der Masse „gepflegter“ Flächen für Winterfutter. – Entspannen, „Unordnung“ lieben lernen – und manches sähe im Ländlichen und Städtischen besser aus.

Auch die Eichhörnchen hier ums Haus finden ihre Nüsse – wenn sie nicht von versteckten das Versteck vergessen. – Dieses spielt gerade Verstecken mit uns, nach dem Motto „Seh` ich euch nicht, seht ihr mich auch nicht!“.

Die Tief-Episode ist für heute durch (die Gewässerpegel zeigen mehrheitlich ein Absinken des noch leicht erhöhten Abflusses).

Erste Grußkarten kommen an (-Mails sowieso), Weihnachten rückt näher.

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