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Archive for the ‘Vögel’ Category

Ich radele gegen den Uhrzeigersinn meine Runde, Rückenwind entlang Elbdeich – Weiss vor dem Tor querab Vogelstation.

Vorher waren mir 3 mehrere 10er m² große Stellen der Deichverteidigungsstraße aufgefallen, die „unverschämt“ mit weissem Möwenschiss bekleckert waren (gut für alle, die sich zum Zeitpunkt des Geschehens nicht vor Ort befinden, überflogen werden).

Früh, ich bin noch weit entfernt, fliegt der Schwarm auf.

Wohin soll`s gehen?

Das wissen die Möwen wohl selbst nicht – oder …

… doch? Sie landen am Startort, während ich mich stetig nähere.

Gelandet – Suchen, Fressen startet. Ein Mix aus Lach- und Sturmmöwen beschäftigt sich hier.

Hartnäckig bleiben die Vögel vor Ort, heben aber doch wieder ab, kaum …

… meine Radler-Kopfhöhe übersteigend.

Meine Güte! – Ich passiere das Tor und blicke zurück.

Da sitzen sie wieder, am Ausgangsort. Mir scheint, kleinflächig findet da ein starker Insektenschlupf aus dem Boden statt. – Guten Appetit, Mahlzeit!

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In der Marsch prägen inzwischen vielerorts Doldenblüher die Wiesen.

An Tidegräben und -gewässern der Marsch …

… steht Beinwell in Blüte.

Ich radele – Sauerbeck bachauf – gen Geesthang Holm.

Da rumpelt es ganz nah links im Graben, ablaufend Wasser – ein Graureiher „stürzt“ heraus, fliegt dann weit aufwärts, wieder in den Graben, nun doch raus. Sicher ist sicher!

Er dreht doch lieber ab, quer über den Weg, landet hinter dem Reet rechts.

So ein Reiher weiss ja Bescheid, stellt sich bei startender Ebbe ans Ende einer interessant erscheinenden Strecke – und wartet, bis sie „leer“gelaufen ist.

Alles, was im flachen Wasser nicht bleiben möchte, lässt sich treiben …

Ich sehe im oberen, sandigen Bereich (vorstehendes Foto links unten und bachab – kein Fotografieren möglich) hin und her schiessende Stichlinge – wohl Reste der „Un“zahl Wanderstichlinge, von denen ich berichtete.

Und wenn Ebbe herrscht – bis Flutwechsel – ist da noch mehr zu finden, z.B. 2 kleine Wollhandkrabbenpanzer hier (weiss, linkes Drittel und ganz rechts, Bauchansicht) im Foto.

Die sich fürs Wachstum häutenden (dann) „Butterkrebse“ sind beliebte Speise für Fisch, Vogel – und mancherorts auch Mensch. Die Zahl der Röhren zeigt, wie viel Leben da wohl unsichtbar existiert. (Wer wartet … – oder Tricks zum Rausholen kennt …)

Nebendran blühen Taubnesseln.

Der Löwenzahn hat sich Richtung Pusteblume entwickelt, …

… die schon ordentlich ihre „Fallschirme“ fliegen lässt.

Demnächst folgt ein kleiner Möwenbeitrag von der Deichverteidigungsstraße.

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Am Sonntag radele ich Wind-bedingt die Elbdeichrunde im Uhrzeigersinn.

(Nicht nur) Hetlingen – inzwischen bevölkern bunte Herden die Marschwiesen.

Auf meiner Radlerhose landet eine Schlammfliege – früh, wie mir scheint.

Am Bullenfluss wundere ich mich über hohen, gen Elbe schiessenden Wasserstand – gemessen am Stand der bereits länger laufenden Ebbephase.

Auch der Sauerbeck schiesst unerwartet, deutlich höher als angenommen.

Na gut, angesagt war`s ja, uns hat`s verpasst: Punktuelle, heftige Gewitter. ?? !! ??

Unter dem extrem turbulenten Abfluss sehe ich hellen Kies – haben etwa Flussneunaugen diese Bedingungen zum Laichen genutzt?

Es könnte aber auch reine Hydraulik die Ursache des abgeräumten Rauschenrückens sein.

So schiessend habe ich den Bach selbst bei längeren Starkregen nicht erlebt.

Von der Marsch auf die Geest hochgeradelt – der Karpfenteich, oberhalb des Anglerpuffs – teilgeleert. Der Reiher möchte profitieren, …

… findet offenbar aber nicht viel, geht ins Tiefere.

Ist der Teich – es fliesst aber so gut wie nichts zu – vorsorglich wegen Gewitteransage abgesenkt, – soll er abgefischt werden, – hat er ein Dammproblem (Bisam, Nutria)?

Tags drauf, heute, Montag, fahre ich Wind-bedingt gegen den Uhrzeigersinn. Ich habe mir vorgenommen, je nach anzutreffender Situation am Haus neben dem Teich mal zu klingeln.

Oha, der Teich ist so gut wie leer. Unmittelbar rechts vom Mönch, tief, scheint mir ein Loch im Damm zu sein.

Ich habe Glück, mir wird aufgemacht. Freundliche Begrüßung – Nein, kein Abfischen, kein Ablassen, kein Dammschaden – ein Wurzelschaden am Mönch und folgende Dammteilausspülung sind Ursache für den Nicht-Wasserstand hier und den gestrigen heftigen Hydraulikschub im Bach.

Sobald Zeit ist, kommt der Bagger und der Teich wird wiederhergestellt.

So radele ich, einiges schlauer, weiter.

Von unten auf das Restwasser geblickt: Da sind einige Leviathane drin.

Rohr Sauerbeck: Nun fliesst da fast nix mehr – wo soll es herkommen?

Blick über die bekieste Strecke – allüberall umgelagerter Kies.

Daraus können wir nun, für eventuell vorgesehene Verlängerung der belebten Strecke, die „richtigen“ Abstände für Rausch-Kolk-Abfolgen ablesen – der Grund, warum wir experimentell und nicht „Bau-geplant“ vorgehen.

Heller Kies, in „verdächtiger“ Form! Könnte man in der Tat als Flussneunaugenlaichbett ansehen, wären da nicht die wie gefräst wirkenden Kanten.

Bachab liegt die Teilumlagerungsmenge.

Und weiter bachab hat`s aus den steilen Grabenkanten neu erodierten Kies hingelegt.

Ich radele weiter meine Elbdeichrunde.

Am Elbdeich Hetlingen – unerwartet zeigt sich blauer Himmel. – Jetzt aber Hütchen auf und ab nach Hause.

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Weiter scheint die Sonne, Wind aus Ost – Nonnengänse vor Geesthang auf abgegraster Marschwiese.

Nebendran quakt es vielstimmig im Graben – da, einer der grünen Verursacher.

Wo solch Quaker sind, ist der Reiher nicht fern – dieser fliegt, sich von mir gestört fühlend, nach einer Weile ab. (Atempause für die Frösche, Quaken kann wieder beginnen.)

Gänse und -blümchen auf abgegraster Fläche entlang Langer Damm.

Da müssen die Robustrinder zusehen, wo sie genug Nahrung finden. (bzw. es wird zugefüttert – ggf. noch bis ca. Mitte Mai)

Querab Vogelstation Wedeler Marsch ist nach dem Weidenräubern auf den Flachseen gut vor Feinden geschützt Ruhen – dichte Packung Nonnengänse.

Idenburg – prächtiges Blühen der Eichenallee.

Nebendran sind die Feuchtweiden ziemlich abgetrocknet. Die Jungpferde wissen mit dem Grabenrestwasser umzugehen.

Zwei der 3 Braunen stehen hintereinander, einer verdeckt. Insbesondere der Schimmel zeigt, was für ein Umgang mit dem Nass angesagt ist (alle 4 Beine sind inzwischen schwarz). Mit dem Huf scharrt er eifrig, so dass ein irgendwann für die Absicht geeignetes SchlammWasserGemisch entstanden ist.

Und dann …

Platsch, schmeisst sich ein Brauner ins Braune.

„Alles ok?“ könnte der Schimmel fragen.

Keine Aufregung – alle dürfen ins Schlammbad!

Badwechsel – der Braune hat seine Farbe stark verändert.

Ich schliesse aus diesem zielgerichteten Verhalten – und stetem Schweifwedeln -, dass nun mit ausreichend hohen Temperaturen störende Insekten unterwegs sind. Auf Touren mit längerem Stehenbleiben werde ich ab sofort  (Anti-)Mückenmittel dabei haben.

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Anradeln zum Elbdeich – Robustrinder auf Gänsefraßwiese mit Gänseblümchenweiss.

Elbdeich Fährmannssand – gibts was zu …

… Gucken?

Ja, auch für mich – Ostwind bringt Tideniedrigwasser tief, bläht Segel ordentlich.

Unbeeindruckt legt die Lühe-Schulau-Fähre am niedersächsischen Ufer ab, gen Wedel.

Im Deichvorland blühen mit „fettem“ Gelb die Sumpfdotterblumen.

Ich radele vom Deich – Gerummel über der Elbe, ein Rettungshubschrauber von Stade Richtung NordwestHamburg hat Tausende Nonnengänse vom Watt hochgebracht.

Die ziehen nun übern Deich.

Über mich weg – wie gut, dass das keine Möwen sind (die „verlieren“ in der Luft schonmal was – bei denen grellweiss und ziemlich flüssig, wird Schweinkram auf der Kleidung).

Dummer Weise zieht der Hubschrauber wie beschrieben – genau in der Flugbahn der Nonnengänse. So können sie nicht auf den großen Flächen um die Vogelstation landen, kreisen großflächig, kommen zurück – und ziehen, in Partien aufgelöst, ins Umfeld Giesensand / Hetlingen, im NordOsten nahebei.

Im Watt ernähren sich wie üblich eine Vielzahl Limicolen.

Die Brandgänse sind sehr aufmerksam, …

… beruhigen sich aber schnell und fressen weiter.

Neben meinem Fahrweg zeigt sich das gefährlichen Leben „hier draussen“. Das war wohl vordem das Federkleid einer Nonnengans.

Sehr viel weiter auf meiner Tour, nahe dem Geesthang Holm – da stiehlt sich doch etwas davon im Bullenfluss …

Etwas zurückgerollt – ja, ein Graureiher.

Dessen Anwesenheit (oder von Artgenossen) hätte ich auch wenig später an Fußspuren im Sauerbeck bei Tnw erkannt – wie nun.

Querab steht auf der Sauerbeckwiese ein Storch – ob nun von der Idenburg (da ist aber wohl noch immer keiner stationiert) oder aus Wedel, egal.

Der sucht, findet, …

… schnappt und schluckt – wieder und wieder.

Aufmerksam wird die Umgebung weiter beobachtet.

Und dann … – ich bin oben auf der Geest, radele die B 431 entlang, habe schon seit Tagen intensiv den Radweg beäugt, da …

… liegt, später als in den vergangenen Jahren, pünktlich zum Namensmonat, das 1. Verkehrsopfer Maikäfer.

Der wird zuhause ausgiebig bestaunt, wackelt doch noch etwas mit einem Bein – und wird anschliessend vor dem Balkon als Vogelfutter auf den Rasen entlassen.

Ob hier, wie im Hessischen Ried angekündigt, auch wieder ein „Maikäferjahr“ ansteht?

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Anfahrt Richtung Holm, sonniger Sonntag – mehr LöwenzahnGelb auf der Fläche geht fast nicht.

Vor dem Geesthang Holm – Tide- und Windeinstau Sauerbeck.

Da ist ein heller Fleck (die Nähe täuscht), ein …

… ruhender Graureiher. (Ich gehe, das Rad schiebend, langsam näher.)

Der merkt nix, putzt sich.

Ruhe – weiterhin.

Das wird ihm dann doch zuviel! Er fliegt Richtung Geesthang, bachauf.

Dort leuchtet Weissdorn in der Morgensonne.

Hetlingen, alter Deich, voraus! Sperrung für …

Da geht`s zu den Blumenwiesen.

Wie üblich bin ich früh, passiere das Geschehen vor der offiziellen Eröffnung. Dadurch entgehe ich dem Trubel – wundere mich aber, wie viele Menschen schon von den Wiesen zurückkehren (so Frühe wie ich eben).

„Nein …“ – die Stürme der Vortage haben die Blüten nicht abgerissen, die Pracht nicht zerfleddert.

Am Jägerstand nutze ich die Gelegenheit zu diesem Vergleichsfoto – Zähne imposant besonnt, Bisam und … – nein, nicht Biber!

Leider ist der rattenförmige Schwanz des Riesen nicht sichtbar aufgrund der Lichtverhältnisse (bzw. angesichts meines unüberlegten Fotografierens) – KEINE Biber“kelle“.

Aber schon der erhobene, Meerschweinchen-ähnliche Kopf zeigt, dass es sich um ein Nutria handelt – ein Prachtkerl … und was das Viech für Krallen hat!

Vom Tourismusstand nehme ich noch Dies und Das mit, kaufe Kötel vom Deichschaf (Lakritz) sowie zwei Tüten Schafherde – die Nachgeborenen wird`s freuen.

Kurz vor Schluss meiner Runde, nahe Geesthang Wedel, sehe ich noch diese Wiese … weiss.

Nicht überall blühen die Wiesen so mit Wiesenschaumkraut wie zuvor gezeigt.

Hier handelt es sich um eine (der vielen), wo Gänsefraß alles verkahlte – Gänseblümchenwiese sagt man dazu. Flächeneigentümer und -nutzer hoffen Richtung 20. Mai, dass auch die letzten der noch herumvagabundierenden Nonnengänse in ihre Brutgebiete abgeflogen sind.

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Unterschlagen habe ich bisher einen jüngeren Besuch an der städtischen Mühlenau, Pinneberg.

Wie in anderen Kommunen kooperiert der Bauhof Pinneberg – Beginn der Kooperation i.d.R. nach Vortrag im Umweltausschuss, hier seit 2017 – beim Lebensraumverbessern örtlicher Bäche (Zustimmung Wasserverband und Kreis sowie Finanzierung des Materials durch die Edmund Siemers-Stiftung, wie das so sein muss). Lebensraumverbesserung und Baum- sowie Wegeschutz ist für alle Beteiligten eine win-win-Situation.

„Kastanien-Lenkbuhne“ – am 9. April erkenne ich bei einer Stippvisite an der Mühlenau, MW – 20 cm -, dass verabredetes Nachlegen von Kies gestartet ist. Angesichts der Abflusssituation liegt der frische Kies weitgehend trocken.

Nahebei steht der örtliche Graureiher, hochinteressiert am Geschehen bzw. der geförderten Turbulenz.

Beim bachauf-Gehen sehe ich, wie zunehmend Neumaterial unter Wasser platziert wurde.

An sich definieren wir die „Lenkbuhnen“ so, dass am Ufer ein Depot und unter Mittelwasser der Lenkteil ausgebildet wird. Speziell hier wäre das angesichts erheblicher Überbreite des Profils unglücklich, da der meiste Kies – wie das erste Bild zeigt – definitionsgemäß lange trocken läge. Abweichungen wie im vorstehenden Foto zeigen also wünschenswertes Mitdenken der Handelnden – Dank dafür!

Mit praxisgerechtem, an die Örtlichkeit angepasstem „kleinem Gerät“, mit Greifer, findet das statt.

Immer wieder angenehm – gerne wieder! – In dem Sinn sprechen wir über diese und folgende Aktionen sowie die spürbaren Lebensraumverbesserungen der früheren Bekiesungen.

Rückweg! – Entlang des B-Plans Mühlenauquartier sind die Standorte bereits fertig beschickt.

Dem Graureiher sehe ich eine Weile zu – offenbar an günstigem Standort, zu günstiger Zeit: Innerhalb wohl kaum 10 Minuten fängt er 3 Kleinfische.

Beispiel Wegeschutz, „Landgewinnung“.

Im Weggehen werfe ich noch einen Blick bachab der Mühlenbrücke Richtung Mündung in die Pinnau.

Am Schmutz auf den Steinen rechts ist gut die Höhe des Abflusses zu Zeiten nach nennenswerten Niederschlägen, aber auch des Einstaus bei Winddruck von WestNordwest bei Tidehochwasser zu sehen. Normal wirkt sich die Tide nicht bachauf dieses scharfen Schusses aus. Bei Sondersituationen – am extremsten, wenn hoher Abfluss starken Sturmwind „von See“ trifft – steigt das Wasser aber doch so erheblich an, dass der Wanderweg entlang der Mühlenau für etliche Zeit „verschwindet“.

Gestern nun ergab sich die Gelegenheit, nach Regen die aktuelle Situation anzusehen – fast 50 cm „mehr Wasser“, also (man gerade) 25 cm über mittlerem Abfluss.

„Kastanien-Lenkbuhne“ – super Strömungsbild!

Ein Stück, einige Lenkbuhnen weiter, Blick bachauf – mittig der „grünen Strecke“ können alte Kiesgaben bei der nächsten Aktion weiteren Kies gebrauchen.

Genug gesehen – ich drehe um.

Gegen Ende bachab, wieder die „Kastanien-Lenkbuhne“ als Beispiel – gut zu erkennen ist die Ufersicherungs- und MittenLenkfunktion des Einbaus.

Schräge Draufsicht.

Detail Turbulenz – das Wasser ist klarer, als es bei Gesamtsicht wirkt.

Frei zur Besiedlung – und als erweiterte Nahrungsgrundlage für „die Nahrungskette / das Nahrungsnetz“. Andere sprechen von BioDiversität / Nachhaltigkeit.

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Morgenblick Ost – die als Ersatz für die vor Jahren gestürzte Kastanie aus Selbstansiedlung gewachsene Felsenbirne macht sich prima. Links davor habe ich eine BaumRose aufgerichtet, festgeklemmt hinter einen FeldahornEigenwuchs.

Wir bevorzugen, Eigenansiedlungen zu unterstützen. Schliesslich zeigen die, dass sie dahin wollen – und mit der Zeit -passen. (Wenn nicht, denn nicht …)

Raus zum Rad – auch vor dem Eingang gedeiht eine – noch ganz junge – Felsenbirne, blüht erstmals.

Wir warten ab, ob die stören wird. Genau wie bei den Mahonien, die freiweg blühen dürfen, in größerem Wuchs oder Behindern des Eingangs danach aber zurechtgeschnitten werden. Verbleibende, sich entwickelnde Früchte sind für Vögel weiter reichlich vorhanden.

Die Berberitzen, gerade sehr gefragte Bienen- und Hummelweide – soweit Wetter und Temperatur stimmen.

Weiss auch am Sauerbeck – umgedrehte bzw. punktuell gelegte Randkiesel auf der Rausche.

Was ich für mögliches, erstes Besuchen unserer Bastelein durch Flussneunaugen für möglich hielt, stellt sich bei näherem Hinsehen doch als Menschenwerk heraus. – Auch schön.

Wie Schaum … – Wiesenschaumkraut nahe Bullenfluss Idenburg. Flächig(er) ist dieser Anblick äusserst selten geworden.

Als ich durch die AltEichenAllee Idenburg radele, fällt mir durch die noch kahlen Eichenkronen ein kreisender Storch auf. Der kreist und kreist, macht Anstalten, auf einem der beiden Horste auf dem Hauptdachfirst zu landen …, sieht leicht erschrocken aus … und flattert auf, zur nächsten Runde.

Als ich um die Ecke biege, steht da …

… ein weiterer Storch – auf einer toten Astspitze, merkwürdig.

Der erste Storch, nach beobachtetem, wohl 10maligen Kreisen mit vergeblichem Nestanflug offenbar genervt, landet entfernt hinter dem Reitplatz auf einer Wiese.

Frust-Futtern oder einfach zweites Frühstück – wir wissen`s nicht.

Im Gespräch mit ebenfalls das Geschehen erstaunt musternden Reitern kommen wir zusammen zu dem Schluss, dass dort oben wohl (erneut) ein Brandganspaar das Nest für sich beansprucht. Brandgänse hatten bereits zuvor erfolgreich dort gebrütet – mit dem neuen Erlebnis für alle Beteiligten, wie die Küken „fertig“ per Sprung vom Dach heil den Boden erreichen.

Seitdem halten sich die Tiere regelhaft um den Hof herum auf, statt „wie normal“ auf dem Watt zu fressen – und in Erdhöhlen (!) zu brüten.

NABU-Spezis bestätigen, dass Gänse durchaus Störche durch Wegbeissen von ihrem angestrebten Horst fernhalten können – wer`s noch nicht wusste, wundert sich. – Wieder was gelernt!

Und – nur bei näherem Hinsehen als Blühen erkannt – die BaumAllee Richtung Hetlinger Schanze.

Die da blühen – in schier unendlicher Pracht! – sind Exemplare unserer heimischen Traubenkirsche.

Nebendran, auf der Zufahrt zum Klärwerk Hetlingen, …

… gilbt`s – abgefallende Spitzahornblüten.

Der Mensch regt sich ja gern über alles auf. So verdanken wir „Ekelhaft, dieser Abfall! Macht nur Arbeit!“ allzu vielen Mitmenschen Busch-, Baum-, Blüten-, Früchtearmut – oft genug im bebauten Raum, wo all das umso nötiger wäre. – Lassen wir`s wachsen und gedeihen.

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Elbdeich Fährmannssand – Tideniedrigwasser, Lühe-Schulau-Fähre am niedersächsischen Ufer.

Vor mir, am Deichfuß, halten sich zwei Austernfischer auf.

Als ich nach Weiterradeln das Deichtor am alten Heuhafen Hetlingen quere, betrachten da zwei Touristen die große Informationstafel. – Ob ich denn wisse, wo die Schachbrettblumen wachsen. – Ja, weiss ich und zeige die Örtlichkeit – Marschwiesen, wenig südlich vom alten Elbdeich Hetlingen, auf der Karte.

Das lasse ich mir Anregung sein, selbst mal auf meiner Runde nachzusehen. Nächsten Sonntag findet in Hetlingen das Schachblumenfest statt.

Und da stehen bereits am alten Deich Hetlingen erste grüne Hinweispfeile, denen ich südwärts Richtung Schachblumenwiesen folge.

Nochmal rechts rum, jetzt mit Erläuterung.

Überblick – erste Besucher sind bereits anwesend, fotografierend. Auch diesseits der gezäunten Wege kennt die Schachblume nix – vorn, bitte Vorsicht, wachsen sie auch auf freigegebener Wanderstrecke munter drauflos.

Neben Wiesenschaumkraut und später intensiv zulegendem Scharfem Hahnenfuß blüht …

… vor allem Rot.

Die weisse Variante ist – schwächer, wie üblich – ebenfalls vertreten.

Noch ist die mögliche Dichte bei weitem nicht erreicht – große Chance für das Blütenfest in einer Woche.

Als ich beim Wegradeln wieder auf meine Route stoße, erblicke ich hinter einer Weidenfläche der Bandreisser dichtes Nonnengansgrasen.

Angesichts der Rauigkeiten vor mir verhalten sich die Gänse ruhig, aber aufmerksam.

Den Rand dieser Äsungsfläche bestimmt der Bullenfluss – die Gänse knüllen sich, einzelne flattern flach ans andere Ufer.

Entlang blühender Schlehen und grünenden Weissdorns radele ich weiter durch die Marsch, nach Hause.

 

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Den Kiebitz habe ich im vorigen Beitrag gezeigt und sein Vorankommen in jüngerer Zeit erläutert, nun folgen meine Eindrücke aus der nördlichen Beobachtungshütte, Blick auf Flachwassergebiet.

„Die Hütte ist voll“ – wie bereits geschildert. Ein wenig Mühe muss ich mir machen, einen Blick ins Freie zu erhaschen.

Die Kiesinseln sind beliebt. Neben unterschiedlichen Gänsen und Enten sehe ich vor allem Fischliebhaber.

Kormorane und (vor allem Lach-)Möwen bestimmen das Bild.

Bei näherem Hinsehen entdecke ich auch 2 Austernfischer.

(Mindestens) ein Säger hat es nicht auf ein Foto geschafft. – Überrascht über diese Dominanz frage ich in die Runde, ob schon das tägliche gemeinsame Fischjagen zu beobachten war.

… – – – Irgendwie schlägt mir Verständnislosigkeit entgegen … – – – Ich höre als Stichwort „Blaukehlchen“. – Aha, wer große Objektive anschleppt, ist an großen Vögeln nicht interessiert – eine Gruppe echter Ornies hat sich offenbar zusammengefunden.

Dann doch noch – nein, eine Fischjagd war noch nicht zu beobachten. Und – nachgefragt – nein, die um die 20 oder mehr Silberreiher sind nicht da. – Auf meine Nachfrage macht sich doch Überraschung breit über deren (vollständige?) Abwesenheit. Mich überrascht auch, dass – mindestens auf den ersten Blick – keine / kaum Graureiher zu entdecken sind. – Ist da in der Gewässerdurchgängigkeit ein Umbau geschehen mit der Folge, dass die ringsum wandernden Stichlinge nicht in die Flachgewässer ringsum einwandern konnten?

Die Frage muss erstmal unbeantwortet bleiben.

Auf einer weiteren Kiesbank fällt die andere Besetzung auf – Brandgänse.

Nochmal näher ran – die ruhen allesamt.

Bei ablaufend Wasser der Elbe lohnt sich ein Blick über den Deich – bzw. gelegentlich verlege ich meine Deichrunde „von binnen nach buten“.

Da sind die Brandgänse eifrig auf dem trockenfallenden Watt mit Futtern beschäftigt, umgeben von speziellen Enten- und Limikolenarten.

Ein immer wieder begeisternder Eindruck.

Zum Ruhen ziehen sie sich dann gern – wie gesehen – ziemlich (zumindest vierbeinige)Beutegreifer-geschützt auf die Kiesinseln der Station zurück.

Einen Eindruck über das Leben rund um die Vogelstation Wedeler Marsch gibt der sie betreibende NABU Hamburg.

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