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Ein neuer Tag – nach Abendrot folgt Morgenrot.

Auf der Mastspitze sitzt eine kleine Ansammlung Vögel – Sonnenanbeter wohl.

Am Stadtrand gen Süden halte ich am „Geofoyer Kalkturm Korbach„.

Da steht der „Korbacher Dackel“ neben mir – keine Angst, die Tafel am Boden zeigt die Relation Mensch / Dackel (mal abgesehen davon, dass man sich nie begegnen konnte).

„Gesteine – Bilderbuch der Erdgeschichte“ und viele weitere Erläuterungen sind vor Ort zu finden, hier zu Edertalgestein.

Ganz so auffällig sind meine Kiesel des Vortags denn doch nicht.

Falls mir Zeit bleibt, werde ich doch mal ins Museum gehen und mir die spezielle Ausstellung ansehen.

Morgendliches Gegenlicht an der Eder Herzhausen.

Bunter Blick unter dem nördlichen Bogen der alten Brücke hindurch.

Bahnübergang, Straße, alter Steinbruch – bunt und zahlreich beschildert.

Blick flussauf – hier liegt bei Vollstau des Sees die Stauwurzel.

Blick flussab, neue Ederbrücke – die bei Vollstau flach wasserbedeckten (ehemaligen) Wiesen bieten ein ausgedehntes, hervorragendes Laichrevier für Hecht und andere.

Das in vielen Jahren frühe Ablassen von Seewasser Richtung Weserschifffahrt bringt dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt regelhaft Ärger ein. Meist nutzt der wenig – sehr bedauerlich für die Talsperrenökologie und -touristik.

Blick ins Gewässer – wo früher eher blankes Gestein und flottierende Wasserpflanzen waren, dominiert jetzt dichterer Algenbewuchs auf den Steinen (dies ist eine der freieren Stellen).

Intensives Gucken bringt nur eine Handvoll handlanger Fische, die dicht zusammen bleibend, zwischen angeströmten Bereichen wechseln. Die halte ich für Rotaugen angesichts ihres nicht allzu schlanken Eindrucks. – Dass nur sooo wenig Fischleben zu sehen ist, liegt wohl am bereits frei liegen dieser Strecke seit dem Frühjahr. Gewöhnlich sieht man hier auch Schwärme Flussbarsch und mindestens den einen oder anderen lauernden kleinen Hecht. Zwischenzeitig war hier so lange günstige  Gelegenheit für fischfressende Vögel Mahlzeiten einzunehmen, dass offenbar nur wenig übrig ist.

Die dichteren Algenbezüge als früher sind wohl auch den Kormoranbesuchen insbesondere in Wintern der jüngeren Jahrzehnte zu „verdanken“. Wie anderswo fehlen inzwischen die dichten, algengrasenden Weissfischschwärme. Besonderheit der Vergangenheit: Hier waren von der Brücke aus Dutzende Altbarben bis zu 80-90 cm Länge zu beobachten.

Etwas Besonderes gibt es dann aber doch – bitte um Pardon für die Bildqualität! – Ein großer Flusskrebs ist schemenartig beim ? Abweiden ? von Steinen zu beobachten – linke Bildseite, unter der Mitte.

Der krabbelt die Steine langsam ab, verschwindet gelegentlich in Seitenspalten, um bald wieder aufzutauchen.

So doch noch mit diesem alten „Guckplatz“ versöhnt, setze ich meine Fahrt fort – entlang des südlichen Ufers, zum Morgenspaziergang in frei gefallener Eder-Aue.

Mit der beim Ferienzentrum Albert Schweitzer eingeholten Parkerlaubnis verkürze ich meine Anwanderung. – „Zum See“? Sehe ich nicht.

Der obere Seeteil hier ist seit vielen Monaten leer. Dementsprechend konnte Spontanvegetation die Flächen einnehmen.

Fernblick – Säger, Kleinenten, Schwäne und ein Silberreiher.

Totale – die Eder in ihrer Aue (was müssen das vor 1918 für ertragreiche Wiesen gewesen sein!), Felsen, bewaldete Berge.

RotGrün dominiert hier. Intensive Herbstfärbung der Wälder steht noch aus. Ich wandere flussauf.

Die Säger und Kleinenten ziehen vor mir weg. Die Schwäne lassen sich nicht irritieren.

Die meisten Säger und Kleinenten sind abgeflogen. Ich will dann auch nicht weiter stören, angele – ergebnislos – die angewanderte Strecke abwärts.

Im Abgang – die Herbstsonne strahlt über die Ederberge.

Auch auf „meinem“ Wohnberg in Korbach zeigt die Sonne Anzeichen eines Halo.

Und dann ist es passiert – Sonnenuntergang verpasst! – Das Abendrot …

… entschädigt.

Schmale Mondsichel – die Nacht wird kalt.

Südlich des Nationalpark Kellerwald fahre ich den Wesebachs entlang bachauf , Richtung Frankenau. Der Wesebach mündet bachab der Edertalsperre in die Eder.

Ich kann mich gerade noch zurückhalten, dem Schneewittchendorf Bergfreiheit einen Besuch abzustatten.

Diese Tour wähle ich gern wegen des durchgängig naturnahen Eindrucks – inkl. altem Baumbestand am Bach, geprägt von Erlen und Weiden. Gerade ist – für 2026 das letzte Mal? – Gras gemäht worden.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch der Wesebach – ein wirklicher Randstreifen besteht entlang dieser Mähwiese nicht – andernorts nicht frei von Ackerbedrängnis ist, bis hin zu Mais unmittelbar bis ans Ufer.

Quellnah fahre ich auf eine Bergkuppe, blicke gen Rothaargebirge.

(Kleine Erinnerung an Bildungsurlaub vor vielen Jahren.)

Die Stadt Frankenau liegt auf einer Hochfläche bei gut 420 m NN.

Von hier an geht`s bergab, der ganzjährig frei fliessenden Eder oberhalb des Ederseeeinstaus entgegen.

Nördlich von Frankenberg wandere ich senkrecht von der B 252 in die Eder-Aue, sehe mir Neues entlang des früheren Hauptlachslaichflusses der Weser an. – Den Tipp hierzu hatte ich kurz vor Antritt meiner Waldeckreise erhalten.

Oha, da haben sich welche aber was getraut! Bergmännisch wurden an die 4 m Auenlehm abgetragen, alte dicke Kies- und Geröllschichten der Eder freigelegt.

In Prallhängen kann sich wechselndes Abflussgeschehen wieder Grobes herauspräparieren.

Potenzial ist rechlich vorhanden.

Alle sind auf die Besiedlung der neuen Gewässersohle gespannt.

Einer der Anschlüsse ans bisherige Flussbett – auch dort ordentlich Rauheit hergestellt.

Den besonderen Kick gibt der vorhandene flussbegleitende Baumbestand – fast entsteht der Eindruck eines kleinen Amazonas.

Das wird eine spannende Angelegenheit, die weitere Entwicklung zu beobachten! – Nach dem fachlichen und rechtlichen Drum und Dran muss ich mich noch erkundigen.

Der Nebel lichtet sich, glatt liegt die Seeoberfläche mit den Blaualgenmassen.

Vom Nordufer startet die Stern von Waldeck zu ihrer ersten Sperrmauerrunde.

Zügig erreicht sie das Ostende der Hopfenberge. Von hoch oben grüßt Schloss Waldeck.

Erste Heckwellen erreichen das Steilufer an meinen Weg.

Schon interessant, …

… wie die Turbulenzen den Algenschleim kurzzeitig vom Ufer wegziehen und Klarwasser zeigen.

Aus der Ebene östlich der Hopfenberge stehen mir ein paar Steilanstiege bevor.

Immer wieder spannend, die sehr unterschiedlichen Steinarten zu sehen.

Höhe 1 ist erklommen. Bojen weisen bei Vollstau des Sees auf die „Untiefe“ hin.

Beim Teilabstieg geht es teils über schräg gestellten, uralten, planen Meeresgrund. Wetter und Pflanzenbesiedlung sprengen die Flächen mit der Zeit.

Ich bin oben auf dem Ederseerandweg angekommen. Tief unter mir zeigen mäanderartige Formen im Blaualgenbelag die Spuren von Anglerbooten auf wechselnder Fahrt.

Da fährt eins vorbei, dessen Angler es doppelt wissen will – zwei Ausleger halten die Kunstköder auf unterschiedlicher Position beim Schleppangeln.

Eine ganz nette Strecke habe ich zurückzulegen – die Stern von Waldeck hat ihre erste Runde bereits absolviert.

Noch ein letzter Anstieg im Wald, dann habe ich das Auto erreicht.

Weinrot – durch Hemfurth fahre ich neuen Zielen entgegen.

Blick zurück – ich bin schon ein gutes Stück entlang der Wasserlinie an den Hopfenbergen vorangekommen. Sperrmauerseitig lichtet sich der Nebel punktuell. Ansonsten steht er weiter dicht. Gut erkennbar ist die „Durchfahrt der Schleppbahn“ dicht unter dem Hammerberg.

An frisch trockengefallenen Horizonten finden sich Pflanzenpioniere, weiss und rot …

… sowie gelb. Diese unscheinbar wirkenden Pflänzchen bestimmen in ihrer weiteren Entwicklung sowie mit Hinzukommen anderer Pflanzen die eindrucksvollen grün-gelb-roten Flächen an Hängen und auf Ebenen.

Gelegentlich taucht ein Kormoran auf – um gleich wieder zu verschwinden und sich der Frühstückssuche zu widmen.

In nebliger Entfernung suchen Rabenkrähen mit gelegentlicher Möwe das Ufer ab, steigen / flattern bei meiner Annäherung früh bergan.

Nilgänse und Stockenten kommen weiter östlich in den Blick. Sie wechseln aufs Wasser oder fliegen nach und nach ab.

Unterschiedliche Federn sind gelegentlich zwischen Knöterich zu bestaunen.

Die östliche Kante der Hopfenberge ist durch Lehm gekennzeichnet. Wo der frisch freigefallen ist, haben junge Schlagregen ihre Erosionsspuren hinterlassen.

Der Blaualgenauftrieb schlägt sich an versunkenen, nun auftauchenden Bäumen nieder.

An solch altem Riesen fallt mir Gelbliches auf – hier noch nie gesehen.

Beeindruckend – Pilzkolonie an „der Stukenkante“.

Verwitterung Holz – sehr individuell.

An einem Steilhang-nahen Anglerboot tut sich was – …

… Nach einer Weile wird ein, dem Verhalten an der Oberfläche nach anzunehmen, guter Hecht gelandet. – Petri Heil!

Direkt unter Schloss Waldeck.

Der glückliche Fänger ist gerade erst mit seinem Boot angekommen. – Ob es die anderen, bereits länger vergeblich auf Fang Wartenden ärgert?

Ich wandere zügig zurück zum Hammerberg, um meinen Weg zum Auto anzutreten.

 

Mein erster Tag zur freien Verfügung – geparkt am „Tree Top Walk, Baumkronenpfad am Edersee“, warten 2,5 km Wanderung zur Ostspitze der trocken gefallenen Hopfenberge auf mich.

Hier im Nationalpark Kellerwald-Edersee, dem Land der Buchen, dürfen Bäume weitgehend „machen, was sie wollen“. [verlinkt: Schleichwerbung für Bildungsurlaub, den ich mitmachte und sehr empfehlen kann – war schon ! 2012! – wie die Zeit vergeht. Das Angebot besteht weiter, sicherlich mit gutem Grund.]

Ich liebe die herbstlichen Farben der beim Leerfallen des Sees nach und nach trockenen und per Sukzession besiedelten Flächen.

„Ganz oben“, wo bereits bis zu 6 Monaten Pflanzenwachstum wirkt, bietet sich zur Zeit eine Vielzahl Grüntöne.

Wer ans Wasser will …

… muss angesichts der teils steilen Hänge schon trittsicher sein – und zum Schluss wieder hoch!

Dies ist das Reich der Wichtel! Wer wie ich frühmorgens den Randweg begeht, kann sogar mal einen aus dem Fenster gucken sehen.

Kaum begehbare Steilheit und schräg gestellte, teils zerfallende Meeres-Historie prägen weite Teile meines Weges.

Angler per Boot sind am Steilhang ohne Zweifel besser dran. – Die durch kalte Nacht aufgetriebene fette Oberflächenschicht aus Blaualgen lässt allerdings nichts Gutes ahnen.

Am Ende des Hammerberges angekommen. Die Sonne lugt durch wabernden Nebel.

Vor mir liegen die beiden Hopfenberge, deren besondere Erlebnisse im Abstieg ich im Beitrag vom 21. Oktober bereits berichtete.

Demnächst folgen ein paar Eindrücke von Vogelbegegnungen sowie das Erlebnis des sich auflösenden, dicken Nebels.

Der (Alt-)Chef hat sich frei genommen und startet mit mir, dem Älteren, eine kleine Stadtwanderung – Richtung Abendessen.

Der Stadtpark – leider in ultrastark erniedrigter Kulisse.

Ein Aspekt ist die freie Sicht – Sicherheitsaspekte der Neuzeit. Früher hatte man Parks mal mit anderen Schwerpunkten.

Weiter östlich Restbestände alter Allee. „Blick frei“ auf stark genutzte, z.Z. wegen Bauarbeiten gesperrte Straße. „Frei“ heisst heutzutage dann „Freiheit für Straßenlärm“.

Blick St. Kilian – ein herbstlich strahlendes Bäumchen.

Zwischen Stadtpark und „Allee“ – die Kreuzung Heerstraße / Strother Straße wird zum Kreisel ausgebaut.

Ob hier wohl vor der Winterzeit wieder gefahren wird?

Ringsum alles zu.

Wir bestaunen ein altes Herrenhaus im Katthagen, …

… blicken wieder auf den von Abendsonne seitlich beleuchteten St. Kilian.

Neben kleinen Fachwerkhäusern ist in der Violinenstraße …

… eine mittelalterliche Besonderheit, ein Lagerhaus aus Stein, zu sehen.

Ganz in der Nähe befindet sich ein weiteres, bekannteres, mit der Bezeichnung „Spukhaus„.

Wir wechseln zwischen die Stadtmauern, in den Schiesshagen.

Hier hat man einen früheren Feuerlöschteich mit freiem Überwinter- / -sommerungsaufenthalt für Molche umgebaut zu einem kleinen „Seerosenteich“. Ein Graus für Stillgewässerkenner.

Wo früher Molche in Ritzen Hitze und Frost überdauerten (als Kind „kitzelte“ man gelegentlich einen mit einem Halm zum Betrachten heraus), steht nun eine unüberwindbare Barriere ringsum – kein Rein- und Rauskommen mehr, Hauptsache, geplant, gut bezahlt und mit Extra-Namen versehen. – – – Und da ernennen Kommunen Biodiversitäts-, Nachhaltigkeit-, Klimabeauftragte … – – – Was soll`s?

Zeichen der Zeit, des Wandels – riesige Altbäume schwanden. Eine auf Stammhaltbarkeit gestutzte Zeugin der Vergangenheit steht hier noch auf der Freilichtbühne.

Spezielle Pilz-Saison an der alten Stadtmauer.

Überdachter Stadtturm und Abendsonne-beleuchteter St. Kilian.

Durch den Westwallteil des früheren Friedhofs zwischen den Stadtmauern …

… gelangen wir zum Wollweberturm.

Angesichts des sich füllenden Parkplatzes nebendran reservieren wir fix 2 Plätze beim dortigen Griechen.

Zwischen der Sparkasse (unser Fotostandort) und St. Nikolai ist ein neues Green Trail Hotel entstanden.

Blick Südwest – nicht nur hier wird auch in Korbach gebaut. Und sowas angesichts prognostizierten Bevölkerungsschwunds ?

Wer – trotz Sparkasse und Kirche nahebei (hilft Beten?) – Probleme mit Geld hat, wird Bekanntschaft mit dem Amtsgericht machen können.

Wir aber ziehen unsere reservierten Plätze im Wollweberturm vor.

Immer wieder gern!

Lange war ich nicht in meiner Geburtsstadt. Herbst ist immer eine Reise wert – also ging`s vom 14.-18. Oktober gen Süden.

Getestet und für gut befunden – neues Parkhaus an der S-Bahn. Unser rotes E-Spielmobil erwartet meine später aus HH zurückkehrende Frau auf P3, blau, Anker. Abholen klappte so gut wie Hinfahren und Abstellen.

Frühmorgens – mal sehen, wie das Wetter über die Tage hält.

Im vorigen Beitrag hatte ich schon erwähnt, eine Angel kommt mit. – Buntes saust während der S-Bahnfahrt vorbei.

Im ICE – Elbbrücken – der Norden bleibt hinter mir.

Herbstfarben wecken Vorfreude.

Von KS-Wilhelmshöhe übernimmt Regionalbahn, diesmal – Bauarbeiten! – komme ich so nicht in meine Geburtsstadt, muss noch in einen Bus umsteigen.

Mittelgebirge – Wald, wechselnde Agrarlandschaft …

… passiert die Bahn zügig.

Der Busanschluss klappt, schnell ist die Hansestadt Korbach erreicht.

Blick von der Arolser Landstraße über den Bahnhof, die Bahnhofstraße auf St. Nikolai – das ist meine Richtung.

Fast angekommen – Prof. Bier Straße, Fachwerk, am Horizont St. Kilian (dem haben Blitze vor Urzeiten mehrfach das Spitzdach zerstört – Helmdach ist mal was anderes).

Und dann treffe ich – mich!

Stimmt halt nicht. Als rastlos Lernender zog es mich vor 50 Jahren letztlich in den Raum Hamburg. Wenn man so will, bin ich ein Wirtschaftsflüchtling – nichts Besonderes angesichts steter Kontinentaldrift, Völkerwanderung, Klimawandel. – Leider sind unsere jetzigen Regierenden ja überhaupt von Naturwissenschaft, TechnikFortentwicklung, Anpacken von Problemen nach der Verursacher-bezogenen Lösung so ganz und gar nicht beleckt. – Wat`n Scheiss!

In der Zeitung lese ich von einer Ausstellung „20 Jahre GeoPark „Grenzwelten““ (bis 1. November) – da muss ich hin. Das Foto zeigt, es klappte.

Neben der Jubi-Ausstellung, in der die deutschen GeoParks vorgestellt werden, lohnen sich für den schnellen Besucher auf jeden Fall die Keller-Sonderausstellungen Goldgewinnung und „Korbacher Dackel“.

Demnächst mehr dazu.

Das musste mal wieder sein! Herbstlicher Besuch in meiner Geburtsstadt Korbach mit Wanderungen am Edersee (Motto wie immer „Ich zeige meiner Angel leeren See und Fluss – und umgekehrt“).

Dicker Nebel am Morgen kann mich nicht irritieren – das Richtige anhaben ist wichtig.

Vom Baumwipfelpfad Hemfurth wandere ich entlang des Seerandwegs gen Osten.

Dinosaurierrücken tauchen aus dem Nebel auf – ich befinde mich am Übergang Hammerberg auf die beiden Rücken der Hopfenberge.

Fast irritierendes Bild – Südseite der Hopfenberge, punktuell durch den Nebel von der Morgensonne angeschienen. Da will ich runter (schräg gestellter UrMeeresgrund).

Der Nebel wabert, Blick zur Sperrmauer. Anglerboote sind unterwegs, eins offenbar mit speziellen Welsanglern – regelhaft wumpert das Welsholz.

Im Abstieg begegne ich …

… einem verblichenen, verbissen dreinblickenden …

… (aha, gebänderter Schwanz) Waschbär. Zunächst wollte ich einen Marderhund nicht ausschliessen.

Der Siegeszug dieser inzwischen allüberall mächtig störenden Säuger mit Banditenmaske soll ja mal von einem Tiergehege am Edersee ausgegangen sein … (andere berichten von weiteren Startplätzen, anderswo).

Es folgt bald noch `ne Leiche. – Meine Güte, denke ich von weitem „Wer hat denn DEN Riesenhechtkopf plattgetreten?!“

Bei genauerem Hinsehen fällt der Irrtum schon auf dem vorigen Foto auf – breites Maul, keine so richtigen Zähne, lange Bartfäden – ein Wels.

Grob per Handspanne geschätzt bringt er es immerhin auf gut 1,20 m Länge.

Wie so viele inzwischen auffällige Pflanzen und Tiere scheint auch der Wels vom Klimawandel zu profitieren. Das geht soweit, dass bei grundsätzlichem Verbot, Fänge zu verkaufen, hier eine Ausnahme (mit garantiertem Abnehmer!) gemacht wird.

Ich wandere weiter gen Osten entlang der trockengefallenen Hopfenberge, erlebe allerhand Vogelwelt. Die bekommt noch einen eigenen Beitrag.

Und dann, an der Ostseite der Hopfenberge, nach und nach aus dem Nebel auftauchend …

Dort treffe ich auf Marsianer – oder was ist das Bizarre an der Uferkante?

Der oder das wird näher zu untersuchen sein.

Blick in die Höhe – Aaaahh! Der Nebel lichtet sich, Schloss Waldeck taucht auf.

Es bleibt mehr zu berichten – demnächst.

Mühlenau Pinneberg, vorgestern – unsere Markierungswanderung für Kiesschüttpunkte ist begleitet von wechselndem Strahlen …

… der steigenden Sonne.

Schnell haben wir unsere Strecke abgeschritten, der letzte …

… Markierungspunkt ist erreicht.

Wir verabschieden uns, jeder wendet sich seinem weiteren Tagespensum zu. – Der Kies ist zwischenzeitig beim Bauhof Pinneberg angekommen. Von dort werden gekonnt die Spezialitäten der besprochenen Punkte bedient werden.

Mehr folgt demnächst.

Und in Wedel, in der Marsch ringsum? Da habe ich mich am Roland wieder frisieren lassen – eine Blog-Pause wird eintreten.

Gestern in anderer Sonne beim morgendlichen Radeln.

Die Sonne …, überm Elbdeich, Blick Fährmannssand – eisig guckt sie hervor, eisig umweht mich östlicher Südwind.

Das gestrige Radeln, Marsch-Geest-Runde im Uhrzeigersinn, zeigt auf Marschweiden Sehenswertes (Achtung, ganz links ist noch ein kleiner, weisser Punkt).

Kleines Weisses links ist nun rechts größer und zahlreicher zu sehen.

Ringsum sitzen, versprengt wirkend, wohl um die 25 Nonnengänse (ich hatte ja bereits von Hören und nur schwierig zu sehenden berichtet). Hier sitzen sie nun zwischen etlichen Blässgänse – Vorboten / Pioniere der erwarteten Folgeschwärme.

Vorige Nacht war denn auch wiederholt das spezifische Nonnengansschnattern in der Luft.

Seien wir gespannt, was ich nach dem nächsten Marschradeln berichten werde. Demnächst.