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Im Beitrag vom 1. Juli ist unsere jüngste Betrachtung des örtlichen Bach-Elends bei Hitze und geringem Abfluss dargestellt. Der erste Lkw zum Testen hiesiger Verbesserungsmöglichkeiten wurde bestellt. Am 15. Juli war es dann so weit.

Ein ruhiger Morgen – der Hase auf der anderen Uferseite lässt sich erstmal nicht stören.

Die punktuellen Arbeitsplätze werden angesehen. Hier soll beidseitig Uferschutz erfolgen. Das Ufer wurde mit Freischneider sichtbar gemacht – nachdem diesseits durch Übersonnen geförderter massiver, alles andere unterdrückender Aufwuchs von Drüsigem Springkraut runtergemäht ist.

Der Kies, 15 t fürs erste, liegt bereit.

Angesichts kleinräumiger Flächenstruktur arbeiten wir „mit kleinem Geschirr“ – Trecker mit Frontlader.

Zum Testen des Geländes und unseres Vorgehens wird zunächst eine halbe Schaufel geladen. Ziel erreicht – das sieht gut aus.

Ein paar Kieselsteinchen für einen überbreiten, übertiefen, fast völlig strukturlosen Bach.

Aber es geht weiter, Schaufel für Schaufel.

Nach der Testfahrt wird nun stets mit voller Schaufel gearbeitet.

Die andere Seite.

Auch das wird, …

… Schaufel für Schaufel.

Fürs erste ganz gut, beidseits geschüttet – so geht es weiter.

Doppelpärchen.

Altbäume, unterspült – leider fehlen hier Erlen, die das Ufer mit tiefgehenden Wurzeln bis unter den Wasserhorizont schützen.

PunktErosion links, vor großer Trauerweide – die stoppen wir.

Seitenansicht.

Und von gegenüber – erkennbar ist, dass wir mit dem „Punkt setzen“ nicht den Erosionshang zulegen. So kann der, z.B. vom Eisvogel genutzt werden.

Gut liegen die beidseitigen Erststrukturen.

Genaueres Betrachten ergibt Anpassungsbedarf zum Uferschluss oben sowie Seitengestalten bachauf und bachab.

Nichts leichter als das – dem Kies wird gezeigt, was eine Harke ist.

Nun warten wir auf hinreichend Regen, nach dem wir die Wirkung unserer Taten für weiteres Handeln prüfen.

Vor allem aber warten wir auf Terminieren des Unterhaltungsbaggers, der die beiden kontraproduktiven, UltraErosions-erzeugenden alten Strömungslenker entfernt. Dann wird auch an deren Uferpunkten verbessernd gearbeitet.

Sonntägliches Morgenradeln, querab Bullenfluss Hetlingen – 2 Störche, ein dritter guckt gelegentlich mit dem Kopf aus Quergraben.

Da war es nur noch einer … – der zweite hat sich unsichtbar gemacht, dem dritten im Graben zugesellt.

Hinterm Elbdeich Hetlingen – 13 von 21 Graureihern, die meisten nach morgendlichem Regen bei der Gefiederpflege.

Blick vom Elbdeich Hetlingen auf die 21 Reiher – wieder 13 sichtbar, 3 davon schwer erkennbar.

Hinterm Elbdeich Fährmannssand – ein SchafStorch.

Blick West: Wie steht`s ? – Meine Tour ist geplant, es naht, am Horizont heranbrausend, ein heftiger Regenschauer.

Noch ein Blick von der Deichkrone auf die Elbe – kurz nach Tidehochwasser. Da liegt das Forschungsschiff Alkor, 55 x 13 m, 4 m Tiefgang.

Ab nach Hause! – Der Schauer folgt kurz nach meinem Eintreffen, hat gut geklappt.

Nachmittags geht`s nochmal „Wedel rund“.

Wie üblich und erwünscht: Besuchende am WasserErlebnisBereich Wedeler Au (rechter und linker Bildrand – ultra Niedrigabfluss. Der Regen ist in Bächen nicht angekommen).

Genauso geht`s dem Pferdetümpel – nur die winzige Mitte ist etwas angefeuchtet.

So zittern wir also weiter um unsere Lebensgemeinschaften in Bächen und kleinen Flüssen.

Gestern vorm Geesthang, Sonnenschein – Saison-Rolle, Reiher putzt sich, der zweite wacht.

Verpackte Saison-Rollen – Weissstorch, auf Mäusefang.

Angesichts der Trockenheit fliegen Storch und Graureiher von abgemähter Wiese zur nächsten. Mäuse sind zur Zeit die bestzugängliche Beute.

Heute, Grau – vor mir fliegt was auf, landet in …

… sterbender Esche. – Den Grünspecht habe ich beim Ameisensammeln am Wegrand gestört.

Pferde äsen bzw. trinken wohl bei Idenburg. – Zwischendrin auf Zaunpfahl sitzt ein Raufußbussard.

Ich behaupte das mal so schlankweg, obwohl das Foto genaue Bestimmung nicht hergibt. Aber jüngste Meldungen aus der Vogelstation berichten von einem solchen Besucher, sonst Wintergast.

Stark Rückenwind, NW 5, hat mich von Hetlingen zum Sperrwerk Wedeler Au geblasen. – Wetterfront im Grau (in Niedersachsen sind – nicht im Foto – Schauer zu sehen).

Vorbei am Sandstrand, steile Böschung, ablaufend Wasser – das Aufspülen von Sand oberhalb der Tidehochwassergrenze hat sich bewährt, lange Haltbarkeit.

Zwei Paddelboote werden gegen strammen Wind, mit der Strömung, günstig im Windstau seewärts bewegt.

Vorn ruhig, „draussen“ rau, kabbelig – der Wind peitscht gegen die Ebbe an.

Anfahrt Spitze Ostmole Schulauer Hafen – ruhende Lach- und Sturmmöwen …

… fliegen vor mir auf.

Bei solch Wetter sitzen sie lieber auf der Mole (nicht auf deren Geländer, wie sonst so häufig).

Blick gen HHHafen – Kohlekraftwerkschornstein (fürs Scrabble), Anleger Willkommhöft, gelbe WrackTonne (was da wohl in der Fahrrinne liegt?), HHHafen im Dies, Binnenschiff und Insel Hanskalbsand, obendrüber Lachmöwe.

Beim Nachhauseradeln am östlichen Geländer längs bleiben die Möwen sitzen – wissen Bescheid!

Elbdeich Fährmannssand, Tnw – wie im vorigen Beitrag beschrieben, bündeln die wasserbaulichen Investitionen und Betriebsaktivitäten bei mittlerem bis geringem Elbeabfluss in der Schifffahrtsfahrrinne.

Seitenbereiche fallen seitdem während der Ebbe- und Flutphasen länger und stärker trocken. Ergänzend erhöhen sich angesichts der intensiven Baggerei mit Sohlanschnitt und Böschungsanreissen durch verschärfte Tideströmungen überflutete Seitenländereien. Seitliche Ruhezonen wie Häfen verschlicken stärker.

Auf Wattflächen – hier im Wedel-Hetlinger Bereich – starten Binsen ihren Eroberungszug.

Die Natur macht, was sie immer macht – was sie will! (Darf die das ? ! ?)

Blick zur Lühemündung – Buhnenfeld, vorn dicker Algenteppich, Binsenstart in der Fläche.

Detail mit Leuchtfeuer, Tonnen, Buhnenkopf (oben rechts, aufgrund Licht und Kontrast kaum erkennbar), Vögeln auf dem Watt.

Weiter geht der Pflanzen-Eroberungszug mit – je nach Strömungswirken – Reet- und / oder Rohrkolbenröhricht.

Auf dem Weg – westwärts.

Und wo`s ein Bisschen höher ist, womöglich bereits Bäume stehen, wachsen auch solch erste Pioniere los – Ziel: Tide-Auwald.

Das ist schon schön, solch abwechslungsreiches Wirken der Natur erleben zu dürfen!

Diese auffällige Pflanze ist übrigens die Engelwurz, Angelica archangelica.

Diese, heutzutage nur selten anzutreffende (Heil-)Pflanze ist zumindest entlang der Elbe, bis oberhalb des Wehrs Geesthacht (Link zu Besuch am großen Fischpass) regelhaft zu sehen – hier noch ein Beispiel westwärts der Estemündung, niedersächsisches Ufer.

Bleibt zu hoffen, dass – neben Verbesserungswünschen zum Gewässerleben in der Tideelbe – solch Auwaldzuwachs sich ungestört entwickeln darf. Wälder, Auwälder, inkl. Tide-Auwälder, sind leider allzu vernachlässigt, beschnitten, in ihrer natürlichen Entwicklung.

In meinem Beitrag vom 5. Juni hatte ich (mal wieder) auf die Lebensgefahr für in der Tide-Elbe Schwimmende hingewiesen. Geringe Abflusswerte und hohe Wassertemperatur sorgen – saisonal, durch vorige Vertiefungen und die Elbeverbreiterung bewirkt – auch für Lebensgefahr für Gewässerorganismen. Zumindest ist über Monate die Verbindung für wandernde Organismen Richtung Laichplätze bis hin nach Sachsen versperrt.

Dieses Jahr wiederholt sich das Bekannte, Unerträgliche, bereits seit Ende Mai.

Optisch stellt sich die Situation dem Betrachter vom Elbdeich bei Wedel wir folgt dar.

Elbdeich Fährmannssand, Süßwasserwatt trocken, Tonne – Buhnenkopf liegt bei Tideniedrigwasser frei, unmittelbar davor beginnt Seeschiff-tiefes Wasser.

Klappbagger mit LNG-Antrieg sorgt durch fortwährendes Saugen und in der Elbmündung Verklappen für Erhalt des Zustands.

Dass damit fortwährende Vernichtung des Flussbodens als Lebensraum verbunden ist, braucht nicht ergänzend erwähnt zu werden (denke ich immer, ist aber den meisten nicht bewusst). Im Hamburg-nahen Bereich sind, seit Jahrzehnten weiter betrieben, letzte für die Lebenszykler vieler Gewässerorganismen so notwendige Flachwasserbereiche aktiv oder als Folge beseitigt worden.

Noch einmal, nun mit Buhne und Tonne – dass in solch Gewässer niemand ungefährdet baden kann, sollte auch klar sein.

Die Rindviecher kümmert`s nicht – angesichts extremen Aufheizens des Bodens suchen sie Kühle Richtung Tidefluss.

Ich suche Zuflucht im Schatten, in mit Rollläden versorgter Nordwohnung. – Wohl dem, der hat, in dieser, unserer Zeit!

Ein Häuschen im Grünen – wer möchte das nicht? – Aber so mitten im Mais ist es halt der Überrest eines früheren Obsthofs, Geräteschuppen nehme ich an.

Das neue Agrar-Grün? Ich bin begeistert. Die Bohnen machen sich prima.

Weit hinterm Weidegrün zieht bei Thw jenseits des Elbdeichs Containerfrachter MSC Altamira, 200 x 48 m, TG 12,5 von möglichen 14,5 m nutzend, gen Hafen Hamburg.

Es wird Zeit, dass die Schifffahrt wegkommt vom Schweröl! Hier, „im Grünen“, verpestet das Schwarz enorm die Luft. Erst wenn Hamburg naht, wird auf „etwas sauberer“ umgestellt.

Elbdeich Hetlingen – Saison-Grün, vom Deich“rasen“ über Staudenflur und Binsen- / Reetflächen bis hin zu kleinem, sich vergrößerndem Auwäldchen.

In der Radelfolge, aber tags zuvor – Elbdeich Fährmannssand, „stairway to Heaven“, frisch randlich mit Freischneider bearbeitet.

Da zieht ein feines Passagierschiff flussauf.

Und von Lühe her folgt Hapag-Lloyd Containerfrachter Al Manamah, …

… inzwischen auch vor der Elbinsel Hanskalbsand – 307 x 40 m, 12,3 von möglichen 14,5 m Tiefgang nutzend.

Das sind ja recht kleine – wann ich wohl mal wieder einen Verursacher der vorigen Elbvertiefung und -verbreiterung (mit verheerenden ökologischen Folgen), die 400 m plus-Klasse sehe?

Vertreterinnen aus einem Stadtrat und einem Kreistag sowie dem Landtag Schleswig-Holstein und Begleitende zeigten sich interessiert an Informationen zu Lebensraumverbesserungen an Bächen und kleinen Flüssen. – Gestern war es so weit.

Dazu gibt es einen kleinen Film bei Instagram.

Hier bringe ich nur ein paar Gesamteindrücke, die Fachlichkeiten finden sich in einer Vielzahl Beiträge hier im Blog. Instream-Restaurieren an den Beispielen Strömungslenker, Lenkbuhnen und Treibselsammler („Hölzchen & Stöckchen“) wird vorgestellt.

Städtische Mühlenau Pinneberg – Symbolfoto Buchenbogen querab vom Rosengarten.

Ländliche Pinnau – was für ein Kaiserwetter für unser Treffen!

Ausgesprochen gute Stimmung beherrscht die Veranstaltung.

Symbolfoto Pegel Pinnau Renzel – langwöchiger Niedrigwasserabfluss und Eisenocker-Rot am Pegel stehen sinnbildlich für die Vielzahl Belastungen, die unsere kleinen Fliessgewässer plagen.

Ultrakurz-Beprobung einer Rausche und von Unterwasserpflanzen nebendran brachte immerhin den für das Nahrungsnetz so wichtigen Bachflohkrebs in unterschiedlichen Größen / Altersstufen als auch jüngste Winzlarven eines Pionierbesiedlers aus der Gruppe der Eintagsfliegen ins Sieb.

Vom folgenden Treff im Wildpark Eekholt wird gleiche Begeisterung berichtet.

 

Hier an der Tide-Elbe auswärts Hamburg zeigt uns Sturmwind aus West-Nordwest, was im Juli so möglich ist. Bäume und Büsche werden ordentlich zerzaust, der Radelnde wählt seine Strecke mit Bedacht. Das heisst also: Gegen den Uhrzeigersinn gen Hetlingen und hinter dem Elbdeich mit heftigem Rückenantrieb heimwärts.

B 431, kurz vorm Abzweigen in den Sauerbeckweg – rumms, klatscht mir der Sturmwind eine Blattwanze aufs Hemd.

Flügel und -decken geordnet, neuer Flugversuch.

Der endet schnell – als „Luftplankton“ wird das Insekt fix verdriftet.

In der Holmer / Hetlinger Marsch – jüngste Fluten liefen mit Thw plus 1 m auf. Tiefliegende Marschwiesen halten eingestautes Wasser (falls kein tiefer liegender Abfluss vorhanden ist).

Baumschuleiche, kleiner Wurzelballen, schnell gewachsenes DiesJahresGrün – schnell ist trotz Schauern solch Baum am Ende.

Gen alten Elbdeich Hetlingen – ein Storch fängt etwas Langes auf gerade gemähter Wiesenfläche.

Das im Radeln geschossene Foto hat leider nicht die Qualität, dass ich erkennen könnte, ob das eine Schlange (Ringelnatter?) ist.

Das Mähen ist noch im Gange – während Beweidung. Die Rinder verhalten sich angesichts des Besuchers wie verrückt, springen drum herum, gucken …

Elbdeich Hetlingen – die Ebbe läuft, der Wind bläst gegenan. Überkippende Wellen sind die Folge.

Ansonsten im Wind tollende Rabenkrähen (hier: junge Kolkraben???) „kleben“ auf der Deichkrone – ich störe sie nicht. Unten müht sich ein Rennradler gegen den Sturm ab.

Gen Fährmannssand – da sitzen in der Ferne, …

… auch nun noch, nahebei – Graugänse, im Windschatten des Elbdeichs.

So, wie fotografiert, fahre ich vorbei – schon erstaunlich!

Einschub: Elbdeich Fährmannssand, bei seltener, windstiller Gelegenheit, das Süßwasserwatt noch weitgehend unbedeckt – auflaufend Wasser, bunte Rinderherde im Vorland.

Derselbe Standort, Abschlussfoto der Sturmwindtage – früh laufende Ebbe und Wind bieten Bewegung.

 

Kiesschüttung 2 wird „verarbeitet“ – schnelle Transportierbarkeit und Alter der Beteiligten bestimmt die Eimerfüllung.

Der Berg schwindet – im Grün warten die Aktiven der Eimerkette.

Blick von innen nach aussen – wann startet die Kette wieder?

Am Schüttort: Wie zuvor, vgl. voriger Beitrag, wird vorhandene, nun funktionslose Holzkonstruktion wieder in strömungsaktivierende Form gebracht.

Eher als beabsichtigt aber nahe am ursprünglich vorgesehenen Einsatzende, verursacht durch ein Brandgeschehen in Neumünster, beenden die Verantwortlichen diesen Bachaktionstag. – Dank an alle!

Abgang – mit Freischneider. Die „kleineren“ Gerätschaften bleiben für die Schulklasse des Folgetags im Wäldchen.

Es ist düster aufgezogen – ein paar Nieseltropfen fallen.

Vom Naturpark und vom Naturschutzring Aukrug wird berichtet, dass auch der Folgetag mit engagiert Teilnehmenden ordentlich Kies in den Tönsbek brachte.

Dann warten wir mal Hochwässer und weiteren Zeitablauf ab, bevor die Besiedlung des neuen Lebensraums erforscht wird.

Zügig bin ich vom Wildpark Eekholt auf dem Segelflugplatz Aukrug angekommen – Kies und Schüler in Sicht, ich bin richtig.

Gerade wird eine kleine Pause eingelegt – das Eimerlager.

Führung zum Aktionsort – „Eimerkette“ ist das richtige Stichwort, hier zu arbeiten.

„Hätte, hätte … – Eimerkette …“ – Ja, haben wir – und die hat, bedarfsweises Nachjustieren inklusive, gut funktioniert.

In altes, funktionslos gewordenes Holzkonstrukt ist erster Kies eingebracht.

Noch ist „nur eine Kurve“ im Bach entstanden.

Die Geschäftsführerin des Naturparks sowie der Geschäftsführer des Naturschutzring Aukrug e.V. legen tatkräftig Hand mit an.

Nach der Pause ist der erste Kieshaufen schnell weggearbeitet – Schüttplatz von Resten befreien, wichtige Aufgabe zum Erhalt der Akzeptanz bei Grundeigentümern.

Die Eimerkette hat Ruh`.

Nachschau nach Schütten der Reste – Einengen bringt gut Druck, Turbulenz.

Schüttplatz 1 ist sauber – aber sowas von blitzeblank!

(Nicht nur) der zweite Haufen wartet.

Demnächst geht`s weiter.