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Elbdeich Fährmannssand, Tnw – wie im vorigen Beitrag beschrieben, bündeln die wasserbaulichen Investitionen und Betriebsaktivitäten bei mittlerem bis geringem Elbeabfluss in der Schifffahrtsfahrrinne.

Seitenbereiche fallen seitdem während der Ebbe- und Flutphasen länger und stärker trocken. Ergänzend erhöhen sich angesichts der intensiven Baggerei mit Sohlanschnitt und Böschungsanreissen durch verschärfte Tideströmungen überflutete Seitenländereien. Seitliche Ruhezonen wie Häfen verschlicken stärker.

Auf Wattflächen – hier im Wedel-Hetlinger Bereich – starten Binsen ihren Eroberungszug.

Die Natur macht, was sie immer macht – was sie will! (Darf die das ? ! ?)

Blick zur Lühemündung – Buhnenfeld, vorn dicker Algenteppich, Binsenstart in der Fläche.

Detail mit Leuchtfeuer, Tonnen, Buhnenkopf (oben rechts, aufgrund Licht und Kontrast kaum erkennbar), Vögeln auf dem Watt.

Weiter geht der Pflanzen-Eroberungszug mit – je nach Strömungswirken – Reet- und / oder Rohrkolbenröhricht.

Auf dem Weg – westwärts.

Und wo`s ein Bisschen höher ist, womöglich bereits Bäume stehen, wachsen auch solch erste Pioniere los – Ziel: Tide-Auwald.

Das ist schon schön, solch abwechslungsreiches Wirken der Natur erleben zu dürfen!

Diese auffällige Pflanze ist übrigens die Engelwurz, Angelica archangelica.

Diese, heutzutage nur selten anzutreffende (Heil-)Pflanze ist zumindest entlang der Elbe, bis oberhalb des Wehrs Geesthacht (Link zu Besuch am großen Fischpass) regelhaft zu sehen – hier noch ein Beispiel westwärts der Estemündung, niedersächsisches Ufer.

Bleibt zu hoffen, dass – neben Verbesserungswünschen zum Gewässerleben in der Tideelbe – solch Auwaldzuwachs sich ungestört entwickeln darf. Wälder, Auwälder, inkl. Tide-Auwälder, sind leider allzu vernachlässigt, beschnitten, in ihrer natürlichen Entwicklung.

In meinem Beitrag vom 5. Juni hatte ich (mal wieder) auf die Lebensgefahr für in der Tide-Elbe Schwimmende hingewiesen. Geringe Abflusswerte und hohe Wassertemperatur sorgen – saisonal, durch vorige Vertiefungen und die Elbeverbreiterung bewirkt – auch für Lebensgefahr für Gewässerorganismen. Zumindest ist über Monate die Verbindung für wandernde Organismen Richtung Laichplätze bis hin nach Sachsen versperrt.

Dieses Jahr wiederholt sich das Bekannte, Unerträgliche, bereits seit Ende Mai.

Optisch stellt sich die Situation dem Betrachter vom Elbdeich bei Wedel wir folgt dar.

Elbdeich Fährmannssand, Süßwasserwatt trocken, Tonne – Buhnenkopf liegt bei Tideniedrigwasser frei, unmittelbar davor beginnt Seeschiff-tiefes Wasser.

Klappbagger mit LNG-Antrieg sorgt durch fortwährendes Saugen und in der Elbmündung Verklappen für Erhalt des Zustands.

Dass damit fortwährende Vernichtung des Flussbodens als Lebensraum verbunden ist, braucht nicht ergänzend erwähnt zu werden (denke ich immer, ist aber den meisten nicht bewusst). Im Hamburg-nahen Bereich sind, seit Jahrzehnten weiter betrieben, letzte für die Lebenszykler vieler Gewässerorganismen so notwendige Flachwasserbereiche aktiv oder als Folge beseitigt worden.

Noch einmal, nun mit Buhne und Tonne – dass in solch Gewässer niemand ungefährdet baden kann, sollte auch klar sein.

Die Rindviecher kümmert`s nicht – angesichts extremen Aufheizens des Bodens suchen sie Kühle Richtung Tidefluss.

Ich suche Zuflucht im Schatten, in mit Rollläden versorgter Nordwohnung. – Wohl dem, der hat, in dieser, unserer Zeit!

Ein Häuschen im Grünen – wer möchte das nicht? – Aber so mitten im Mais ist es halt der Überrest eines früheren Obsthofs, Geräteschuppen nehme ich an.

Das neue Agrar-Grün? Ich bin begeistert. Die Bohnen machen sich prima.

Weit hinterm Weidegrün zieht bei Thw jenseits des Elbdeichs Containerfrachter MSC Altamira, 200 x 48 m, TG 12,5 von möglichen 14,5 m nutzend, gen Hafen Hamburg.

Es wird Zeit, dass die Schifffahrt wegkommt vom Schweröl! Hier, „im Grünen“, verpestet das Schwarz enorm die Luft. Erst wenn Hamburg naht, wird auf „etwas sauberer“ umgestellt.

Elbdeich Hetlingen – Saison-Grün, vom Deich“rasen“ über Staudenflur und Binsen- / Reetflächen bis hin zu kleinem, sich vergrößerndem Auwäldchen.

In der Radelfolge, aber tags zuvor – Elbdeich Fährmannssand, „stairway to Heaven“, frisch randlich mit Freischneider bearbeitet.

Da zieht ein feines Passagierschiff flussauf.

Und von Lühe her folgt Hapag-Lloyd Containerfrachter Al Manamah, …

… inzwischen auch vor der Elbinsel Hanskalbsand – 307 x 40 m, 12,3 von möglichen 14,5 m Tiefgang nutzend.

Das sind ja recht kleine – wann ich wohl mal wieder einen Verursacher der vorigen Elbvertiefung und -verbreiterung (mit verheerenden ökologischen Folgen), die 400 m plus-Klasse sehe?

Vertreterinnen aus einem Stadtrat und einem Kreistag sowie dem Landtag Schleswig-Holstein und Begleitende zeigten sich interessiert an Informationen zu Lebensraumverbesserungen an Bächen und kleinen Flüssen. – Gestern war es so weit.

Dazu gibt es einen kleinen Film bei Instagram.

Hier bringe ich nur ein paar Gesamteindrücke, die Fachlichkeiten finden sich in einer Vielzahl Beiträge hier im Blog. Instream-Restaurieren an den Beispielen Strömungslenker, Lenkbuhnen und Treibselsammler („Hölzchen & Stöckchen“) wird vorgestellt.

Städtische Mühlenau Pinneberg – Symbolfoto Buchenbogen querab vom Rosengarten.

Ländliche Pinnau – was für ein Kaiserwetter für unser Treffen!

Ausgesprochen gute Stimmung beherrscht die Veranstaltung.

Symbolfoto Pegel Pinnau Renzel – langwöchiger Niedrigwasserabfluss und Eisenocker-Rot am Pegel stehen sinnbildlich für die Vielzahl Belastungen, die unsere kleinen Fliessgewässer plagen.

Ultrakurz-Beprobung einer Rausche und von Unterwasserpflanzen nebendran brachte immerhin den für das Nahrungsnetz so wichtigen Bachflohkrebs in unterschiedlichen Größen / Altersstufen als auch jüngste Winzlarven eines Pionierbesiedlers aus der Gruppe der Eintagsfliegen ins Sieb.

Vom folgenden Treff im Wildpark Eekholt wird gleiche Begeisterung berichtet.

 

Hier an der Tide-Elbe auswärts Hamburg zeigt uns Sturmwind aus West-Nordwest, was im Juli so möglich ist. Bäume und Büsche werden ordentlich zerzaust, der Radelnde wählt seine Strecke mit Bedacht. Das heisst also: Gegen den Uhrzeigersinn gen Hetlingen und hinter dem Elbdeich mit heftigem Rückenantrieb heimwärts.

B 431, kurz vorm Abzweigen in den Sauerbeckweg – rumms, klatscht mir der Sturmwind eine Blattwanze aufs Hemd.

Flügel und -decken geordnet, neuer Flugversuch.

Der endet schnell – als „Luftplankton“ wird das Insekt fix verdriftet.

In der Holmer / Hetlinger Marsch – jüngste Fluten liefen mit Thw plus 1 m auf. Tiefliegende Marschwiesen halten eingestautes Wasser (falls kein tiefer liegender Abfluss vorhanden ist).

Baumschuleiche, kleiner Wurzelballen, schnell gewachsenes DiesJahresGrün – schnell ist trotz Schauern solch Baum am Ende.

Gen alten Elbdeich Hetlingen – ein Storch fängt etwas Langes auf gerade gemähter Wiesenfläche.

Das im Radeln geschossene Foto hat leider nicht die Qualität, dass ich erkennen könnte, ob das eine Schlange (Ringelnatter?) ist.

Das Mähen ist noch im Gange – während Beweidung. Die Rinder verhalten sich angesichts des Besuchers wie verrückt, springen drum herum, gucken …

Elbdeich Hetlingen – die Ebbe läuft, der Wind bläst gegenan. Überkippende Wellen sind die Folge.

Ansonsten im Wind tollende Rabenkrähen (hier: junge Kolkraben???) „kleben“ auf der Deichkrone – ich störe sie nicht. Unten müht sich ein Rennradler gegen den Sturm ab.

Gen Fährmannssand – da sitzen in der Ferne, …

… auch nun noch, nahebei – Graugänse, im Windschatten des Elbdeichs.

So, wie fotografiert, fahre ich vorbei – schon erstaunlich!

Einschub: Elbdeich Fährmannssand, bei seltener, windstiller Gelegenheit, das Süßwasserwatt noch weitgehend unbedeckt – auflaufend Wasser, bunte Rinderherde im Vorland.

Derselbe Standort, Abschlussfoto der Sturmwindtage – früh laufende Ebbe und Wind bieten Bewegung.

 

Kiesschüttung 2 wird „verarbeitet“ – schnelle Transportierbarkeit und Alter der Beteiligten bestimmt die Eimerfüllung.

Der Berg schwindet – im Grün warten die Aktiven der Eimerkette.

Blick von innen nach aussen – wann startet die Kette wieder?

Am Schüttort: Wie zuvor, vgl. voriger Beitrag, wird vorhandene, nun funktionslose Holzkonstruktion wieder in strömungsaktivierende Form gebracht.

Eher als beabsichtigt aber nahe am ursprünglich vorgesehenen Einsatzende, verursacht durch ein Brandgeschehen in Neumünster, beenden die Verantwortlichen diesen Bachaktionstag. – Dank an alle!

Abgang – mit Freischneider. Die „kleineren“ Gerätschaften bleiben für die Schulklasse des Folgetags im Wäldchen.

Es ist düster aufgezogen – ein paar Nieseltropfen fallen.

Vom Naturpark und vom Naturschutzring Aukrug wird berichtet, dass auch der Folgetag mit engagiert Teilnehmenden ordentlich Kies in den Tönsbek brachte.

Dann warten wir mal Hochwässer und weiteren Zeitablauf ab, bevor die Besiedlung des neuen Lebensraums erforscht wird.

Zügig bin ich vom Wildpark Eekholt auf dem Segelflugplatz Aukrug angekommen – Kies und Schüler in Sicht, ich bin richtig.

Gerade wird eine kleine Pause eingelegt – das Eimerlager.

Führung zum Aktionsort – „Eimerkette“ ist das richtige Stichwort, hier zu arbeiten.

„Hätte, hätte … – Eimerkette …“ – Ja, haben wir – und die hat, bedarfsweises Nachjustieren inklusive, gut funktioniert.

In altes, funktionslos gewordenes Holzkonstrukt ist erster Kies eingebracht.

Noch ist „nur eine Kurve“ im Bach entstanden.

Die Geschäftsführerin des Naturparks sowie der Geschäftsführer des Naturschutzring Aukrug e.V. legen tatkräftig Hand mit an.

Nach der Pause ist der erste Kieshaufen schnell weggearbeitet – Schüttplatz von Resten befreien, wichtige Aufgabe zum Erhalt der Akzeptanz bei Grundeigentümern.

Die Eimerkette hat Ruh`.

Nachschau nach Schütten der Reste – Einengen bringt gut Druck, Turbulenz.

Schüttplatz 1 ist sauber – aber sowas von blitzeblank!

(Nicht nur) der zweite Haufen wartet.

Demnächst geht`s weiter.

Wie üblich gen Wildpark Eekholt: Stopp an der Ohlau, südlich Bad Bramstedt. Sehr gut sind Wasserstern und Aufrechter Merk auf dem dort wiedergeschaffenen Moränenbachgrund entwickelt.

Die Biomasse des Wassersterns zeigt allerdings deutlich den Lichtüberschuss. – Der gegen Biomasseüberschuss sowie Überhitzen des – sommerkühlen! – Bachs erforderliche Baumsaum fehlt weiterhin.

Schon bin ich im Wildpark Eekholt.

Wie üblich ist bereits mit morgendlicher Öffnung des Wildparks allerhand los. Vorn „verschwinden“ gerade zwei Gruppen, links hinter mir warten zwei weitere auf Einlass.

Mit Elektromobil sind wir an etlichen Besuchergruppen vorbei am östlichen Beginn des Osterauwanderwegs angekommen.

Die zum Ufer- und Altbaumschutz seit 2017 schrittweise entwickelten Lenkbuhnen aus Kies liegen hervorragend. Angesichts langzeitig sehr geringen Abflusses sind sie teils bis in den Bereich unter Mittelwasser von Besuchenden plattgetreten. Dort wird am oberen Rand neuer Kies zugegeben, die jeweilige Stelle mit Band für Besuchende gesperrt.

Nebendran auf dem Steg findet eine Singdrossel (Schnabel voll) unsere Aktivitäten offenbar interessant. – Oder stören wir sie am Erreichen weiterer Nahrungsfangorte?

Andere Stellen, wie hier am Schutz der Zuflussbrücke, haben sich so begrünt, dass unsere Aktivität kaum ahnbar ist. – So soll es sein.

Ähnlich wie am Start zeigen sich hier bachab Lenkbuhnen in steilen Prallhängen – auch für diese wird Ergänzung und Abspannen vorgesehen.

Blick bachauf – immerhin bleibt die beabsichtigte Lenkbuhnenhydraulik auch in dieser Situation gut erhalten.

Blick bachauf vom Prallhang Medizinalgarten – GRÜN! – Der Treibselsammler dort und die Lenkbuhnen, auf denen ich stehe, haben gute Arbeit geleistet!

Wie in früheren Berichten gezeigt, hat der Treibselsammler allein (etwa mittig links im Foto) eine frühere Breitest-Erosion so per Sandumlagern gestaltet, dass inzwischen ein breiter neuer Flachufersaum entstand, der im Jahreswechsel blühend mit Feuchtlandpflanzen besiedelt ist.

Abschiedsblick bachauf am Westende des Osterauwanderwegs.

Auch hier ist der Brückenschutz vom Grün unsichtbar, hat durch Strömungslenken ein die Brücke gefährdendes Erosionsloch durch internem Bodenaufbau bereinigt. Die oben sichtbare Lenkbuhne – in der Summe stimmen wir mit geschätzt 18 t Kies überein = ein 4-Achser Lkw – wird ebenfalls Ergänzungskies erhalten.

Wie üblich bestelle ich den von der Edmund Siemers-Stiftung bezahlten Lkw und Mitarbeitende des Wildparks Eekholt schütten ihn jeweils auf obere Stück der besprochenen Lenkbuhnen.

Das wird über den Sommer geschehen, so dass die Schulklassen des im September vorgesehenen WasserCamps [gern mal diesen Begriff über „Suche“ nachsehen] – wo nötig – den Kies als Unterwasserlenker profilieren.

Weiter geht meine Fahrt – Richtung Naturpark Aukrug. Dort bringt eine Schulklasse ersten Kies ein in den Tönsbek, Nebenbach der Bünzau im Stör-Einzugsgebiet. Ich bin gespannt, was mich erwartet – Bericht folgt.

Angekommen, Blick in die örtliche Realität – extreme Tieflage, extreme Überbreite für Mittel-, gar Niedrigwasserabfluss, extrem steile Ufer beidseits.

Dem entsprechend stellt sich die Situation für den standorttypischen Kiesbach ultranegativ dar. Sand, gar Schlamm charakterisiert unsortiert die Gewässerbreite.

Blick bachab – Ufererosion weitet sich Richtung Privatgarten aus.

Gegenüber, Ufererosion über der Sohle des Steilkanals – absehbar sind die den Bach beschattenden Bäume durch Unterspülen, Umstürzen gefährdet.

„Zeugen der Vergangenheit – Überbreite“ – frei liegende Rohre zeigen, wo mindestens Richtung Mitte das ursprünglich geplante Ufer endete.

Zulaufbach Düpenau von gegenüber – kaum Wasser, Absturzkante mit Abriss, nicht nachvollziehbarer Längseinbau in der Mühlenau.

Immerhin bündelt der Längseinbau den Mühlenauabfluss, so dass nun im Niedrigwasser (halbe der verfügbaren Überbreite) der mögliche Lebensraum erkennbar wird. – So, wie die Sohle hier, mit Besiedlung – oder gar besser -, sähe unser Ziel ringsum generell aus.

Wir verständigen uns auf einen kurzfristig erfolgenden Test-Einbau eines Lkw Kies. Alles weitere wird sich aus den Arbeits- und Situationsergebnissen entwickeln.

Schön, dass das E-Mobil angesichts der Hitze einen Schattenplatz gefunden hat.

Wir brauchen generell und überall MEHR BÄUME.

Möge das „vom Kopf in die Hand“ wandern und – Wachsen lassen bzw. Pflanzen – realisiert werden.

Nach dem ernüchternden Eindruck des oberen Bek, Pinnau-Einzugsgebiet, sehe ich mir die vor einem Monat Erosions-entschärfte Strecke nahe der Mündung in die Mühlenau an.

Angang in Hitze …

Rausche im Halbschatten.

Die Erosions-entschärfte Strecke bachab und die …

… untere, neue Auffang-Rausche.

Licht und Schatten, Turbulenz auf gut angepasstem Niedrigabflussprofil.

Meine Mini-Ausrüstung – Küchensieb an Besenstiel, große weisse Blumentopfuntersetzer.

Immerhin – eine Pionier-Eintagsfliegenlarve.

Eine köcherlose Köcherfliegenlarve.

Und noch eine.

Dafür, dass über den Monat seit Einbringen des Kieses keinerlei nennenswerter Regen fiel, gar in den Bächen ankam, freut mich schon dieses Winz-Ergebnis.

Der wesentliche Besiedlungseinfluss „Drift“ war die gesamte bisherige Zeit ausgeschaltet. Hinzu kommt, dass die Erwachsenen-Stadien der Insekten gerade voll im Luftraum beschäftigt sind mit Hochzeitsflügen und Eierlegen. Diesjährige Larven sind noch so klein, dass sie sich durch Durchflutschen durch das Küchensieb der Beprogung entziehen. – Bleibt DER aktive Wanderer, Hauptbesiedler unserer Bäche und kleinen Flüsse: Der Bachflohkrebs.

Schon recht erstaunlich, dass der überhaupt nicht bei meiner Beprobung sichtbar wird. – Das wird kritisch im Sinn bleiben – hoffentlich bis zum Anwesenheitsbeleg bei folgenden Besuchen.

Die oberste neue Rausche, seitlich vom Anstrom.

Im ruhigen Bereich hat sich ein Belag auf den Kieseln eingestellt, der auf die starke Eisenbelastung des Bek schliessen lässt – nicht gerade belebungsfreudig.

So verwundert mich nicht, dass die Kurzbeprobung überhaupt keine Organismen zutage fördert.

All diese Rauschen, im Halbschatten Dank vorhandener Uferbäume angelegt, werden wir weiter im Auge haben.

Mit dauerhafterer Feuchtigkeit, längeren Niederschlagsereignissen und nicht zuletzt „der Zeit“ wird sich auch hier eine den Standort charakterisierende Besiedlung einstellen.

Nun aber zum Ort der Verabredung, der städtischen Mühlenau in Rellingen.