
Werden sich die möglichen Koalitionäre trauen, eine neue Führungskraft zur Bürgermeisterin zu machen?
Oder greift allzu bekannter Kleingeist – geht wieder mal nicht?
Man soll die Hoffnung, ein neues Experiment, ja nie aufgeben.

Werden sich die möglichen Koalitionäre trauen, eine neue Führungskraft zur Bürgermeisterin zu machen?
Oder greift allzu bekannter Kleingeist – geht wieder mal nicht?
Man soll die Hoffnung, ein neues Experiment, ja nie aufgeben.
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Was wundere ich mich – es ist Herbst, Wanderzeit. Geschlechtsreife Wollhandkrabben wollen die Brackwasserzone der Elbe, seewärts von hier, erreichen. Wo diese Burschen (und Mädels) aus Marschgräben mit teils höher über Gewässersohle angelegten Rohrleitungen Richtung Elbe nicht weiterkönnen, gehen sie halt über Land. – Plattgefahrene bestätigen gelegentlich, was ich hier nun am hellen Tag „live“ erlebe.

Mal näher ansehen – schon irre, was sich die Natur so als Rüstung mit Waffen und Verzierungen ausgedacht hat!
Ein wahres Meisterwerk, dieser Neozoe, die Chinesische Wollhandkrabbe! – Wenn anfassen, dann bitte richtig (von hinten mit Zeigefinger und Daumen auf Rücken und am Bauch [nur, wenn das wendige Tier sowas ermöglicht!]). Das Viech kneift im Vergleich zu unseren Strandkrabben ff. viel „packender“, schmerzhaft.
Nun folgt eine kleine Pause.
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Nach dem Bekiesen des Brückeumfelds geht`s weiter zur Düpenaumündung. Von dort bekiesen wir aufwärts Richtung Brücke.

Die linke, baumbestandene Uferseite Richtung Düpenaumündung hat an wenigen Punkten vor einiger Zeit Erstkies erhalten.
Womöglich entsteht dort, falls solch Trockenjahre wie dieses sich mehren, eine kleine Sekundäraue ? ! Hochwasser könnte auch über sie frei ablaufen.

Insbesondere angesichts hochsteilen Ufers und fehlendem NW- / MW-Profil sollen unterspülte Altbuchen gesichert werden.

Ein Ringsumblick ist immer mal möglich. – Durch Baumkulisse blitzen Autos hinter transparenter Lärmschutzwand von der BAB 23. Davor – nicht allzu häufig ringsum zu sehen – Süßgras Großer Schwaden / WasserSchwaden.

Wo es sinnvoll erscheint, lege ich vor gut bestückten Depots bereits, leicht gegen die Strömung gerichtet, einen kleinen Unterwasserlenker auf jetzige NW-Höhe. Gute Wirkung ist sofort sichtbar. (Das Bild wird etwas kompliziert durch einen langen Ast [der schwimmt demnächst weiter] mit eigener Oberflächenwirkung – macht nix, auch interessant).
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Teile des steilen Südufers liegen baumlos, ungeschützt. 3 Erosionspunkte plus die beiden Brückenkanten sollen punktuell bekiest werden.

Schnell sind die Punkte im Brückenumfeld erledigt. Kleine Handarbeit bringt alles an seinen Platz – insbesondere rechts gilt es, auf Brennnesselnetz den Kies durchzustupsen.

Von der Nordseite wird händisch gearbeitet, zunächst geschaufelt. Zum Schluss wird die Brücke von Kies freigemacht. Auch da kommt allerhand zusammen für die beidseitig der Brücke liegenden Punkte.
Am Südufer entlang arbeiten wir maschinell weiter, beginnend nahe der Düpenaumündung – der nächste Beitrag folgt bestimmt.
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Ich bin hier adoptiert. – Die lokale Langhaar-Berner Sennenhündin findet mich super, weicht ohne ernsthafte Aufforderung nicht von meiner Seite.

Die eingebrachten Erstkiese sortieren – wo vorher durchgängig bewegter Sand vorherrschte, eine Reiherspur auf ufernah konzentriertem Feinmaterial.
Es herrscht – nach einigen Dezimetern Abflussanstieg durch konzentrierten Regen (einer, der im Gewässer ankam!) – wieder Niedrigwasser.
Unser Kies ist noch nicht da.

Da trifft es sich gut, dass der Unterhalter erscheint. Wir besprechen die längst „weggedachten“, das gegenüberliegende, bei Überströmen auch das diesseitige Ufer strapazierenden „Falschrum-Buhnen“.
Die werden nun zeitnah tief abgesägt, ggf. Reste unter die Sohle eingerammt (so möglich!). Später werden wir evt. erforderliche Kiese als (richtig rum) Uferschutz einbringen.
Da haben wir die Zeit gut genutzt. Inzwischen kommt auch der Kies an. Demnächst dazu mehr.
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Westliche Winde bis Stärke 5, zumindest in Böen, lassen mich angesichts (nicht) absehbarer Regenschauer andere Radelrouten wählen oder meine Runde anpirschend in Windschattenstrecke(n), dann auf der Deichlinie mit Rückenwind rasend zurücklegen. Fotografiert wird nun eher selten.

In kurzer, freier Gegenwindstrecke Idenburg-Hetlingen – vielartiges Herbstgrün mit gesundheitsbezogenem Eschenspektrum voll begrünt bis kahl.
Es stehen nicht überall Pappeln und Birken, die schon allerhand gelbe Blätter von sich werfen.

Es sind nicht nur teils hohe Flutstände zu verzeichnen – schwächere Windlagen präsentieren angesichts geringer Elbewasserführung auch tiefer als normal liegende Ebbewasserstände, frei liegende Buhnenköpfe.

… heranbrausende Wolken, empfiehlt sich, die Strecke zügig zu fahren – möglichst kein Fotohalt (winzige Sonnenblicke strahlen kurz die bunte Herde an).

Es geht auch anders. Freude über Freude … – aber immer schön vorab informieren, wann die nächste Schauerfront heranrückt.
Ja, und die Schauer? Die bringen zwar schlagartig Nässe, aber nichts bleibendes. Grün wächst nach wie vor gut – mein „neuer“ Wasserstandsanzeiger, der Teich Idenburg, nimmt aber täglich im Wasserstand leicht ab. Pegel der Bäche zeigen bei längerem Regen durchaus Anstiege von bis zu 50 cm, fallen aber innerhalb von anderthalb Tagen wieder in Ausgangsrichtung – nicht mittlere, sonder niedrige Verhältnisse.
Oh, oh!
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Wind und Wetter veranlassen mich, statt der großen Runde eine Tour zum Hamburger Yachthafen zu radeln.
Im Hamburger Yachthafen hat sich allerhand getan, zukunftsgewandt.

Ich will vorn auf die Mole – entlang der Mündung der Binnenelbe / Wedeler Au, das Wasser vom West 4 rau. So schön es aussieht, ist es doch ziehend kühl bis kalt.
Von weitem sieht es so aus, als stürzten sie in die Wellen (kleine Fische im bewegten Wasser?). Nun, auf dem Foto, scheinen sie „einfach so“ da zu sitzen.

Dann segelt er, gegen den Wind kreuzend, quer über die Elbe und lässt sich in die Nebenelbe Hanskalbsand blasen.

Genug gesehen, genug durchgepustet – zurück geht`s vorbei an Herbstfarben Blau, Rot, Grün (eine Koalitionsfarbe fürs Wochenende?).
Mein kleiner Aufstieg bringt – ausser Sturmböen – nix Neues.
Einen Moment später bin ich im Windschatten der städtischen Bebauung verschwunden.
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Uetersens Politik hatte an den Grenzbach Ohrtbrooksgraben eingeladen. Etliche Interessierte aus Uetersen und Tornesch sind angekommen.
Nach kurzem Gespräch räumen sie vorm Weggehen stauende Elemente ab, um mögliche Schäden zu vermeiden. Entsteht hier eine neue Wasserbau-Generation? Dem Fachkräftemangel muss entgegengewirkt werden.

Ich erläutere die Entwicklung vom kahlen Tide-Kanal zum bewegten Bach (vgl. ältere Beiträge hier im Blog). Links am Ufer Torneschs liegt eine nun naturbelassene Fläche, Uetersens Ufer rechts wird extensiv als Mähwiese genutzt – insgesamt eine abwechslungsreiche Pflanzenwelt.
Zur Besuchszeit läuft gerade die Flut auf bzw. staut ein. Daher ist zunehmend weniger Bewegung des Wassers zu erkennen. Die meisten Teilnehmenden kennen aber das Gewässer in den unterschiedlichen Phasen von Spaziergängen.

Dann die Ernüchterung – wo sind die vielen Gewässerarten, auf Urlaub? Ausser Ruderwanze und Prachtlibellenlarve Calopteryx finde ich – nichts!

Wir können dann 4 Größengruppen Calopteryx-Larve bewundern (die größte und die kleinste nicht fotografiert, schade).
Dies entspricht so ziemlich meiner Überraschung in 2024, wo immerhin noch der Bachflohkrebs (mühsam!) zu fangen war. – Von einem großen, toten Aal wird per Foto berichtet. Wir spekulieren angesichts der Unversehrt heit des Tiers über Sauerstoffsituation und chronischer bis akuter Vergiftung angesichts Pestizidanwendung und Chemikalienfehlnutzung, bezogen auf die Wirbellosen über Trockenheit und Hitze.

Während ich noch (ergebnislos) versuche, mehr Gewässerleben zu finden, erhält die Gruppe allerlei lokale und vogelkundliche Information – die Teilnehmerschar ist bunt besetzt, die Veranstaltung ausgesprochen informativ.

Zurück am Startpunkt, der aufwendig neu hergerichteten Bachquerung (alles ginge hierzulande auch weitaus angemessener … ?). Die Flut hat nahezu ihren Höchststand erreicht.
Weiterer Austausch ist absehbar.
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Nach 2 km (naja!) Umfahrung – das ist also der Verursacher des vorab gehörten Kettenrasseln, schon weit gekommen, kaum noch Kies vorhanden (vgl. Beitrag vom 11. September).

Blick bachab in die Marsch – hier wurde die versehentlich von anderen plattgezogene Rausche-Kolk-Abfolge wieder mit Seitenrauigkeit versehen. Vorn „Spielkies für den Bach“ im Anstrom.

Blick vom Arbeitsende über die Marsch. Von hier werden erstmal Flutwasserstände (Höhe: die dreckiggraue Linie in der Randvegetation) unsere Strecke 2mal täglich benässen.

Wir sind bachauf, zur Querung Am Hang gegangen. Hier ist die gefällreiche Startstrecke in die Marsch insbesondere wegen der scharfen Erosionskurve nun mit Kies bestückt.

„Am Hang“, Blick zum Geesthang – das sommertrockene Bett weist hier noch zwei nette Mäanderbögen auf.

Auch die sind im Strömungsangriff der Kurven – das Wasser, so es fliesst, kommt aus oberhalb des Geesthangs liegenden Teichen gestürzt – mit reichlich Kies versehen.

Den wird der Bach später einmal hier in die Gerade legen – und je nach Wasserführung Stück für Stück darüber hinaus.
Fertig geguckt.
Wir verabschieden uns begeistert – und warten auf Regen, nicht nur mal so. Langanhaltenden „Landregen“. Ob`s sowas überhaupt noch gibt (neben punktuellen Katastrophen)?
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Die Gewässerunterhaltung ist in die Saison 2026 / 27 gestartet. Der Landesverband der Wasser- und Bodenverbände SH bietet – neben den Angeboten auf dem freien Markt – seit Jahren Schulungen zur Schonenden Gewässerunterhaltung an. Seit 2020 darf am Gewässer nur noch wirken, wer den Fachkundenachweis besitzt.
Neben völlig aus der Zeit gefallenen Zeichen harter Unterhaltung – Anschneiden von Ufern, Abbaggern von Gleithängen (vielleicht folgt dazu gelegentlich ein eigener Beitrag) – finden sich tatsächlich aktuelle Beispiele von Ufer“befestigungen“, an deren Ende zwanghaft der betreffende Bach zum erodierenden Uferschaden erzogen wird.

Blick bachab, an ehemaliger Überfahrt – links im harten Schatten kaum erkennbar abgebaggerter Gleithang. Überbreite führt zu eintöniger Wüstenei mit flächig bewegtem Sand. – Der Prallhang ist durchgängig …

Die Senkrechtverholzung des Bachlebensraums scheint nicht genug, alles ist mit Vlies hinterlegt. (Das ist so am nächstfolgenden Prallhang genauso streckig wiederzuerleben.)

Wo mensch solch überholtes, „hartes“ Handeln an den Tag legt, tut ein Fliessgewässer das, was es immer tut: Es kolkt das folgende „Weiche“ aus.
Meist sorgt nicht fachgerechtes Agieren für Folgeschäden, deren Ausgleich kostenträchtig (und dann hoffentlich richtig!) ist.
Hier im Blog habe ich reichlich über Lenkbuhnen, Kieslenkbuhnen mit UferschutzDepots ff. geschrieben – erspare mir das an dieser Stelle (ist über die Suchfunktion oben leicht zu finden).
Auch im Jahr 26 der Wasserrahmenrichtlinie (die das Verbesserungsgebot einführte und fast im 50.(!) Jahr deutschen Wasserrechts, das Lebensraumverschlechterung seitdem VERBIETET), bleibt also viel zu tun.
Veröffentlicht in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Klima, Reisen, westlich HH, Wetter - oder was | Leave a Comment »
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