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Montag, es geht los – Räder aus der Tiefgarage verladen.

Der Bus mit Hänger steht bereit.

Regen zum Fahrstart gen Bad Schandau (hier auf der Kartenhülle – die Karte bleibt noch in der Tasche).

Wir fahren erstmal Wetter-geschützt. Ein wenig Blau ist erahnbar.

Felsformationen – Raps auf den Hochflächen des Elbsandsteingebirges.

„Die Füchse kochen!“

Angekommen in Bad Schandau. Ruhig liegen die Pfützen.

Kann losgehen.

Meine Teilnahme an der Bus-Rad-Sternfahrten-Tour ergab sich, da ich die Gelegenheit „mein Dresden“ und die Elbe im Umfeld mit besonderem Gelände mal wiedersehen wollte. So schloss ich mich meinem „kleinen“ Bruder aus dem Waldeckischen an – aus HH per Zuganreise zur Reisegruppe dazustoßend.

Wir gucken kurz ins Nationalparkhaus rein, …

… radeln dann rechtsufrig Elbe-abwärts – den Lilienstein im Blick.

Am Nordufer – wir haben den Lachsbach gequert (vorletzter Bericht) – geht`s entlang bemooster Mauern durch Waldpartie.

Die Bäume tropfen noch. Wir lassen die Regenjacken an.

Blick auf die Feste Königstein.

Blick über die Elbe – die Bielamündung (geringer Abfluss) Pfaffendorf, Straße und Bahn querend.

Hier endet unsere Nordufertour – wir queren …

… die Elbe per Fähre.

Der Himmel lacht! Weiter geht die Fahrt, nun am linken Ufer der Elbe – und schon bald … – Baustelle! Umleitung. – Schiff voraus!

Elbe-aufwärts zieht der Schaufelraddampfer Pirna – einer von vielen der Ausflugs-Elbeflotte.

Auf heissem Asphalt bewegt sich etwas – mal absteigen, gucken.

Es ist eine junge Kreuzotter, die die heisse Straße quert.

Ich störe heftig! Sie beginnt – nicht fotografierbar -, wahnwitzig zu zappeln, sich ultraschnell zu winden. Dabei verliert sie aber den Kontakt zum Untergrund, steht auf der Stelle.

Ich ziehe mich zurück. Die Kreuzotter beruhigt sich, bringt den Restweg …

… zügig hinter sich und – zack – ist sie auf Naturgrund unglaublich schnell im Grün verschwunden (im Foto noch zu sehen).

Die Baustelle ist überwunden. – Wir radeln durch illustre Landschaft – plan in der Aue, nebendran die Sandsteinfelsen.

Junger Wald ist herangewachsen und verdeckt helle Verletzungen. – Hier wurde offenbar noch vor nicht allzulanger Zeit Sandstein für Bauwerke gebrochen.

Andere Formationen – wir sind auf dem Weg gen Rathen mit seinen Fachwerkbauten – wurden offenbar früher geschützt, sind durchweg dunkel.

Ha! – Wir erreichen „unsere“ Gruppe, die am Start die Elbbrücke nutzte und durchweg am Südufer fuhr.

Wie von anderen Bustouren berichtet, gliedern sich die zahlreichen Teilnehmenden in kleinere Gruppen. Unsere ist „normal“ 7 Personen stark – nun wieder vereint.

Die weitere Strecke bis Dresden folgt demnächst.

Im vorigen Beitrag habe ich bereits einige beispielhafte Gewässeraspekte am Lachsbach, Rathmannsdorf nahe Bad Schandau, beschrieben.

Aber erstmal muss ich ankommen – der ICE wird am Bf. HH Altona frühzeitig bereitgestellt.

Vorbei geht`s an der Alsterfontäne, …

… im Hamburger Hauptbahnhof werden Gedanken wach zu Jahrzehnten am Nordwestrand der Lüneburger Heide, …

… bei Stendal queren wir die Elbe – im Hintergrund die Kulisse von Tangermünde.

Gebrochener Verkehr angesichts winterlich verzögerter Baumaßnahmen – pünktlich geht`s in Berlin in „neuem“ Zug, vorbei am BER, weiter gen …

… Dresden – Elbe und Uferkulissen.

Ein Pustemännchen begrüßt Reisende …

… herzlich.

„Sightseeing by Tram“ – auf dem Weg zum Hotel.

Zu Fuß rollere ich den Koffer, entlang der Elbwiesen (geringer Abfluss, wenig Wasser in der Elbe), …

… – Blick zurück -, die gut besucht sind.

Weisse Flotte vor dem Europaufer.

Sehr gut untergebracht – Blick aus dem 7. Stock des Maritim, Stadtseite.

Per Bus sind die über 30 Mitradelnden aus dem Waldeckisxchen angekommen. Nun gilt es, die E-Räder in der Tiefgarage zu sichern.

Erstes Kennenlernen beim – hervorragenden, in breitem Angebot verfügbarem – Abendessen.

Nach all dem Sitzen zieht es viele noch in die Stadt.

Abendlich …

… wandern wir …

… entlang der Elbe …

… zum Hotel zurück.

Der Schlaf ist tief. Der Radelstarttag wird unsere Kräfte brauchen.

Bin wieder – gut – zurück.

„Sternfahrten ab Dresden“ – die Fahnen, stramm im Wind.

Der Rahmen findet sich auf Seite 16 des Katalog 2026.

Wasser in Dresden und Umrum, in Sachsen, in Tschechien – allüberall, in verschiedenen Formen. Kein Schnee (dafür waren wir glücklicherweise „nicht hoch genug“).

Was mich besonders freute, an einem frühen Tag des Erlebens – das Queren des Lachsbachs, nicht weit von seiner Mündung in die Elbe.

Der führt uns vor, was als Muster meines Wirkens dienen kann – die Stichworte sind aus Blogbeiträgen zum Verbessern an Bächen und kleinen Flüssen, auch und insbesondere im Norddeutschen Tiefland, bekannt.

Turbulenz ! ! ! Welch faszienierenden Formen!

Rausche und Kolk – wichtige Abfolge im lebendigen Fliessgewässer.

Kein Wunder, dass der Elblachs DA hin will – wenn er denn problemlos könnte [Der Link führt zu einer umfangreichen Veröffentlichung des Bundeslandes Sachsen aus 2003 – als man noch optimistischer war als heute].

Stundenlang hätte ich auf dieser Brücke stehenbleiben können! – „Die Karawane zieht weiter.“ – Ich auch.

Folgende Beiträge werden das vielfältige Geschehen in den – man gerade – 6 Tagen Dresden (inkl. An- und Abreise) ein wenig beleuchten.

Neu angekommen, ringsum – (nicht nur) Mai ist Fohlenmonat.

Meine Tour führt mich am Tide-Sauerbeck längs – Ebbe bereits fortgeschritten. Irgendwas ist da, hinten, im tiefen Grabenartigen.

Das ist schon spannend bei Ebbe – alles von Oberstrom muss hier vorbei. – Kürzlich berichtete ich von einem spät doch noch flüchtenden Reiher. Für diesen scheint der Platz zu interessant, vielleicht erkennt er mich auch als den Nicht-Gefährlichen.

Bachauf – die potentielle Beute! Dies ist aber wohl nur der Häutungsrest einer Wollhandkrabbe.

Am ehemaligen Rohrabsturz fliesst kaum Wasser – das kann nicht nur der Niederschlagsmangel sein (?).

Bachab der Bachquerung „Am Hang“ – Beine … Es ist also mit Wollhandkrabben als wachsende Nahrungsquelle zu rechnen.

Direkt darüber, im Foto (ich habe es geteilt) und im Medium – ja, es schwärmen allerhand Mücken über dem Wasser, weiss nicht, ob Zuck- oder Stech-.

Wohl eher Zuckmücken, ich werde nicht bedrängt.

Da sind die neuen Wanderer, junger Jahrgang, bereits „auseinander gewachsen“.

Auf dem Sand sind sie nur erkennbar „live“, an ihren fixen Laufereien (ausser der vorderen auch zwei unscharfe auf der rechten Seite).

Das ist der junge Jahrgang, der Hunderttausend-, vermutlich Millionen-fach aus dem Brackwasser flussauf – bei fehlenden ernsten Hindernissen, ggf. wird auch über Land gewandert – alles Nasse besiedelt, ggf. bis in Quellbereiche.

Der Angler kennt von Magenuntersuchungen gelegentlich doch mal geangelter Barsche und Forellen, dass Wollhandkrabben eine beliebte Nahrung darstellen. Voll gepackt sind die Fische – und gingen gleichwohl an den Köder.

Die Masse der aufwandernden Tiere verwundert mich nicht, habe ich doch vor Jahren erstmals dieses saisonale Geschehen kennengelernt – da wollte ich auf einer Exkursion verdeutlichen, dass auf bewegtem Sand nichts lebt, im Gegensatz zu Strukturen wie Kies / Stein, Wurzel, Holz. – Die gesamte Sohlfläche der Mühlenau war von Kleinfingernagel-kleinen Winzlingsmassen besetzt – eine Armada eroberte sich ihren Aufwuchs-, aber auch massenhaft Gefressen-werden-Raum.

Jetzt wäre auch das allzu wenige Bachwasser bachab klar. – Der Karpfenteich, der kürzlich fast einen Totalverlust des Einstaus erlitt, hat einen Notverschluss erhalten. So können die verbliebenen Riesenkarpfen akzeptabel bis zur endgültigen Reparatur verbleiben.

Jetzt gönne ich mir erstmal ein paar Tage Pause – Neues wird folgen.

Wir sind zu zweit, ein Umwelt- / Umfeld-Engagierter interessiert sich für den aktuellen Stand. Wir sehen die Mühlenau in Frühjahrstrockenheit (gelegentlich fallende Feuchte reicht man gerade zum Keimen von Saaten), sich stets weiter Richtung Niedrigwasserabfluss entwickelnd.

Diese Strecke, so auch in Entstehung und Absicht heute unbekannte Holzeinbauten, ist vom früheren Mühlenstandort / Mühlenteich geprägt.

Zwischen zwei punktuell bekiesten Strecken – Überbreite, aquatische Einöde im Grünen. Irgendwas wuselt am Horizont.

Bachauf, wir befinden uns in einer ehemals kahlen, nun mit JungErlen – leider wohlmeinend aufgeastet – bestandenen Fläche. Sieh an, das Gewusel stellt sich als Entengruppe, Stockente mit Küken, heraus.

Die wuseln eifrig, hin …

… und her, auf und ab. Wir befinden uns gerade im Insektenschlupf, den die Kleinen abzuschöpfen versuchen.

Das Morgenlicht ist so „hart“, dass die Küken manchmal fast nicht zu erkennen sind.

Bei all dem Gewusel entgeht uns fast – gegenüber im „schwarzen“ Schatten – an der einzigen, angesichts dieses Niedriabflusses verbliebenen nennenswerten Turbulenzstelle eine Flussneunaugenlaichkuhle (unmittelbar rechts oberhalb der Turbulenz, im Foto nicht erkennbar).

Das Geschehen setzt sich fort, an Land, …

… und im Wasser. Die Kleinen strecken sich eifrig, hopsen in die Höhe, die Entfliegenden noch zu schnappen.

Weiter bachauf – erstaunlich, wie bei all der Fressaktivität noch mit strampelnden Beinchen Bachstrecke bewältigt wird. – Kleine Pause?

KEINE Pause – eine Horde halbstarker Erpel taucht auf, …

… bedrängt Mutter und Kinder.

Wir auf einem Kieslenker wiederum irritieren die Erpel, was die Ente …

… an uns die Küken vorbeiführend nutzt. – Die Erpel bleiben zurück, wenden sich bachab.

Wir setzen unsere Tour unter der Bahn hindurch Richtung Rosengarten fort.

Ich radele gegen den Uhrzeigersinn meine Runde, Rückenwind entlang Elbdeich – Weiss vor dem Tor querab Vogelstation.

Vorher waren mir 3 mehrere 10er m² große Stellen der Deichverteidigungsstraße aufgefallen, die „unverschämt“ mit weissem Möwenschiss bekleckert waren (gut für alle, die sich zum Zeitpunkt des Geschehens nicht vor Ort befinden, überflogen werden).

Früh, ich bin noch weit entfernt, fliegt der Schwarm auf.

Wohin soll`s gehen?

Das wissen die Möwen wohl selbst nicht – oder …

… doch? Sie landen am Startort, während ich mich stetig nähere.

Gelandet – Suchen, Fressen startet. Ein Mix aus Lach- und Sturmmöwen beschäftigt sich hier.

Hartnäckig bleiben die Vögel vor Ort, heben aber doch wieder ab, kaum …

… meine Radler-Kopfhöhe übersteigend.

Meine Güte! – Ich passiere das Tor und blicke zurück.

Da sitzen sie wieder, am Ausgangsort. Mir scheint, kleinflächig findet da ein starker Insektenschlupf aus dem Boden statt. – Guten Appetit, Mahlzeit!

In der Marsch prägen inzwischen vielerorts Doldenblüher die Wiesen.

An Tidegräben und -gewässern der Marsch …

… steht Beinwell in Blüte.

Ich radele – Sauerbeck bachauf – gen Geesthang Holm.

Da rumpelt es ganz nah links im Graben, ablaufend Wasser – ein Graureiher „stürzt“ heraus, fliegt dann weit aufwärts, wieder in den Graben, nun doch raus. Sicher ist sicher!

Er dreht doch lieber ab, quer über den Weg, landet hinter dem Reet rechts.

So ein Reiher weiss ja Bescheid, stellt sich bei startender Ebbe ans Ende einer interessant erscheinenden Strecke – und wartet, bis sie „leer“gelaufen ist.

Alles, was im flachen Wasser nicht bleiben möchte, lässt sich treiben …

Ich sehe im oberen, sandigen Bereich (vorstehendes Foto links unten und bachab – kein Fotografieren möglich) hin und her schiessende Stichlinge – wohl Reste der „Un“zahl Wanderstichlinge, von denen ich berichtete.

Und wenn Ebbe herrscht – bis Flutwechsel – ist da noch mehr zu finden, z.B. 2 kleine Wollhandkrabbenpanzer hier (weiss, linkes Drittel und ganz rechts, Bauchansicht) im Foto.

Die sich fürs Wachstum häutenden (dann) „Butterkrebse“ sind beliebte Speise für Fisch, Vogel – und mancherorts auch Mensch. Die Zahl der Röhren zeigt, wie viel Leben da wohl unsichtbar existiert. (Wer wartet … – oder Tricks zum Rausholen kennt …)

Nebendran blühen Taubnesseln.

Der Löwenzahn hat sich Richtung Pusteblume entwickelt, …

… die schon ordentlich ihre „Fallschirme“ fliegen lässt.

Demnächst folgt ein kleiner Möwenbeitrag von der Deichverteidigungsstraße.

Am Sonntag radele ich Wind-bedingt die Elbdeichrunde im Uhrzeigersinn.

(Nicht nur) Hetlingen – inzwischen bevölkern bunte Herden die Marschwiesen.

Auf meiner Radlerhose landet eine Schlammfliege – früh, wie mir scheint.

Am Bullenfluss wundere ich mich über hohen, gen Elbe schiessenden Wasserstand – gemessen am Stand der bereits länger laufenden Ebbephase.

Auch der Sauerbeck schiesst unerwartet, deutlich höher als angenommen.

Na gut, angesagt war`s ja, uns hat`s verpasst: Punktuelle, heftige Gewitter. ?? !! ??

Unter dem extrem turbulenten Abfluss sehe ich hellen Kies – haben etwa Flussneunaugen diese Bedingungen zum Laichen genutzt?

Es könnte aber auch reine Hydraulik die Ursache des abgeräumten Rauschenrückens sein.

So schiessend habe ich den Bach selbst bei längeren Starkregen nicht erlebt.

Von der Marsch auf die Geest hochgeradelt – der Karpfenteich, oberhalb des Anglerpuffs – teilgeleert. Der Reiher möchte profitieren, …

… findet offenbar aber nicht viel, geht ins Tiefere.

Ist der Teich – es fliesst aber so gut wie nichts zu – vorsorglich wegen Gewitteransage abgesenkt, – soll er abgefischt werden, – hat er ein Dammproblem (Bisam, Nutria)?

Tags drauf, heute, Montag, fahre ich Wind-bedingt gegen den Uhrzeigersinn. Ich habe mir vorgenommen, je nach anzutreffender Situation am Haus neben dem Teich mal zu klingeln.

Oha, der Teich ist so gut wie leer. Unmittelbar rechts vom Mönch, tief, scheint mir ein Loch im Damm zu sein.

Ich habe Glück, mir wird aufgemacht. Freundliche Begrüßung – Nein, kein Abfischen, kein Ablassen, kein Dammschaden – ein Wurzelschaden am Mönch und folgende Dammteilausspülung sind Ursache für den Nicht-Wasserstand hier und den gestrigen heftigen Hydraulikschub im Bach.

Sobald Zeit ist, kommt der Bagger und der Teich wird wiederhergestellt.

So radele ich, einiges schlauer, weiter.

Von unten auf das Restwasser geblickt: Da sind einige Leviathane drin.

Rohr Sauerbeck: Nun fliesst da fast nix mehr – wo soll es herkommen?

Blick über die bekieste Strecke – allüberall umgelagerter Kies.

Daraus können wir nun, für eventuell vorgesehene Verlängerung der belebten Strecke, die „richtigen“ Abstände für Rausch-Kolk-Abfolgen ablesen – der Grund, warum wir experimentell und nicht „Bau-geplant“ vorgehen.

Heller Kies, in „verdächtiger“ Form! Könnte man in der Tat als Flussneunaugenlaichbett ansehen, wären da nicht die wie gefräst wirkenden Kanten.

Bachab liegt die Teilumlagerungsmenge.

Und weiter bachab hat`s aus den steilen Grabenkanten neu erodierten Kies hingelegt.

Ich radele weiter meine Elbdeichrunde.

Am Elbdeich Hetlingen – unerwartet zeigt sich blauer Himmel. – Jetzt aber Hütchen auf und ab nach Hause.

Weiter scheint die Sonne, Wind aus Ost – Nonnengänse vor Geesthang auf abgegraster Marschwiese.

Nebendran quakt es vielstimmig im Graben – da, einer der grünen Verursacher.

Wo solch Quaker sind, ist der Reiher nicht fern – dieser fliegt, sich von mir gestört fühlend, nach einer Weile ab. (Atempause für die Frösche, Quaken kann wieder beginnen.)

Gänse und -blümchen auf abgegraster Fläche entlang Langer Damm.

Da müssen die Robustrinder zusehen, wo sie genug Nahrung finden. (bzw. es wird zugefüttert – ggf. noch bis ca. Mitte Mai)

Querab Vogelstation Wedeler Marsch ist nach dem Weidenräubern auf den Flachseen gut vor Feinden geschützt Ruhen – dichte Packung Nonnengänse.

Idenburg – prächtiges Blühen der Eichenallee.

Nebendran sind die Feuchtweiden ziemlich abgetrocknet. Die Jungpferde wissen mit dem Grabenrestwasser umzugehen.

Zwei der 3 Braunen stehen hintereinander, einer verdeckt. Insbesondere der Schimmel zeigt, was für ein Umgang mit dem Nass angesagt ist (alle 4 Beine sind inzwischen schwarz). Mit dem Huf scharrt er eifrig, so dass ein irgendwann für die Absicht geeignetes SchlammWasserGemisch entstanden ist.

Und dann …

Platsch, schmeisst sich ein Brauner ins Braune.

„Alles ok?“ könnte der Schimmel fragen.

Keine Aufregung – alle dürfen ins Schlammbad!

Badwechsel – der Braune hat seine Farbe stark verändert.

Ich schliesse aus diesem zielgerichteten Verhalten – und stetem Schweifwedeln -, dass nun mit ausreichend hohen Temperaturen störende Insekten unterwegs sind. Auf Touren mit längerem Stehenbleiben werde ich ab sofort  (Anti-)Mückenmittel dabei haben.

Anradeln zum Elbdeich – Robustrinder auf Gänsefraßwiese mit Gänseblümchenweiss.

Elbdeich Fährmannssand – gibts was zu …

… Gucken?

Ja, auch für mich – Ostwind bringt Tideniedrigwasser tief, bläht Segel ordentlich.

Unbeeindruckt legt die Lühe-Schulau-Fähre am niedersächsischen Ufer ab, gen Wedel.

Im Deichvorland blühen mit „fettem“ Gelb die Sumpfdotterblumen.

Ich radele vom Deich – Gerummel über der Elbe, ein Rettungshubschrauber von Stade Richtung NordwestHamburg hat Tausende Nonnengänse vom Watt hochgebracht.

Die ziehen nun übern Deich.

Über mich weg – wie gut, dass das keine Möwen sind (die „verlieren“ in der Luft schonmal was – bei denen grellweiss und ziemlich flüssig, wird Schweinkram auf der Kleidung).

Dummer Weise zieht der Hubschrauber wie beschrieben – genau in der Flugbahn der Nonnengänse. So können sie nicht auf den großen Flächen um die Vogelstation landen, kreisen großflächig, kommen zurück – und ziehen, in Partien aufgelöst, ins Umfeld Giesensand / Hetlingen, im NordOsten nahebei.

Im Watt ernähren sich wie üblich eine Vielzahl Limicolen.

Die Brandgänse sind sehr aufmerksam, …

… beruhigen sich aber schnell und fressen weiter.

Neben meinem Fahrweg zeigt sich das gefährlichen Leben „hier draussen“. Das war wohl vordem das Federkleid einer Nonnengans.

Sehr viel weiter auf meiner Tour, nahe dem Geesthang Holm – da stiehlt sich doch etwas davon im Bullenfluss …

Etwas zurückgerollt – ja, ein Graureiher.

Dessen Anwesenheit (oder von Artgenossen) hätte ich auch wenig später an Fußspuren im Sauerbeck bei Tnw erkannt – wie nun.

Querab steht auf der Sauerbeckwiese ein Storch – ob nun von der Idenburg (da ist aber wohl noch immer keiner stationiert) oder aus Wedel, egal.

Der sucht, findet, …

… schnappt und schluckt – wieder und wieder.

Aufmerksam wird die Umgebung weiter beobachtet.

Und dann … – ich bin oben auf der Geest, radele die B 431 entlang, habe schon seit Tagen intensiv den Radweg beäugt, da …

… liegt, später als in den vergangenen Jahren, pünktlich zum Namensmonat, das 1. Verkehrsopfer Maikäfer.

Der wird zuhause ausgiebig bestaunt, wackelt doch noch etwas mit einem Bein – und wird anschliessend vor dem Balkon als Vogelfutter auf den Rasen entlassen.

Ob hier, wie im Hessischen Ried angekündigt, auch wieder ein „Maikäferjahr“ ansteht?