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Eigentlich sollte dieser 2. Sattel Kies die punktuellen Erstgaben ergänzen. Unmittelbar nach dem 1. Grasschnitt bot sich aktuell als Arbeitszeitpunkt an. Andere Verpflichtungen zwangen dazu, möglichst innerhalb 2er Stunden fertig zu werden. So wurde nicht die erste Strecke, mit teils langen Zufahrten, sondern ein Stück bachauf mit ohnehin gleicher Problematik und Priorität vorgezogen. Diese Strecke enthält einige damals noch mit sich entwickelnder Meerforellenbrut bewohnte Laichbetten, die seinerzeit nicht gestört werden sollte. Inzwischen haben die Jungfische ihre Standplätze im Freiwasser bezogen.

Kleiner Zwischenblick auf Anzeiger Pferdetümpel, Wedel, zur Wassersituation:

Uuups, Wasser fehlt! – Ich war einige Wochen nicht hier. In denen hat es zwar geregnet, aber man gerade so, dass agrarische Saat bzw. hier Wiesengras loswachsen konnte. Für Wasser in Gewässern bleibt da nichts.

Ankunft am Ort der Tat – Sattel Kies, Radlader und Meister des Geräts stehen bereit.

Das Zeitfenster kurz nach der Wiesenmahd will genutzt sein.

Teils an unbeschatteter Strecke, …

… teils unter dem Dach alter, hoher Eschen und Eichen (randlich am Bach zahlreich auch die standorttypische Erle) setzen wir punktuell Baum- und Uferschutz an.

Das ist eine interessante Jahreszeit mit vielen Organismen in Hochzeitsstimmung, hier: Weibchen der Sommerkühle-Libelle Calopteryx virgo.

Die Männchen vollführen wilde Tanzflüge – oben rechts (dünner Kreis) eine Andeutung der zugehörigen Flügelfarbe Dunkelblau schillernd erahnbar.

Etliche weitere Libellenarten, teils mit hellblauem, hier rotem Körper (evt. Frühe Adonislibelle) halten sich in Wassernähe auf.

Es ist die Zeit der Großen Maifliege (Ephemera danica oder E. vulgata) – nach Hochzeitsflug legen die Weibchen (eins im Foto erahnbar) auf der Wasseroberfläche ihre Eier ab.

Getrunken werden muss auch – eine Hornisse hat sich in feuchter Wassernähe niedergelassen, …

… düst dann in ihrem typischen Flug davon.

Auch nebendran auf dem Maisacker ist etwas los. Zunehmende Zahl von forschenden, dann Richtung Boden zustossenden Möwen zeigen dort Insektenschlupf an.

Ein Storchenpaar füttert nicht weit entfernt seine Jungen.

Unsere Arbeit geht zügig voran – begleitet auch von neugierigen Weiderindern auf der Fläche bachauf.

Eine Vielzahl Erosionspunkte ist nun „mit dynamischem Uferschutz“ versehen.

Der Bach wird „überschüssigen“ Kies an geeignete Stelle [daher der Begriff „Geschiebe“] weitertransportieren.

Ein großes Depot haben wir einseitig angelegt. Hier soll treibender Sand durch eine später händisch zu formende Rausche beruhigt, in seiner Schadwirkung gemindert werden.

Super! – Gut in der Zeit geschafft!

Ich nutze die Gelegenheit, die Strecke bachab fix anzusehen.

Altes, sich wegen Kiesmangels langsam auflösendes Meerforellenlaichbett (auch von Flussneunaugen besucht). Unterstützung wird folgen.

Der Treibselsammlerversuch bei Niedrigwasserabfluss (die Oberkante Stecken befindet sich auf Mittelwasserhöhe) – seine sortierende, Boden festlegende Wirkung bestätigt sich.

Genauso bestätigt sich unser Ansatz, nicht bautechnisch, sondern experimentell vorzugehen. Eventuell ergänzen wir einige Stecken, um auch im Mittel- bis Niedrigwasserfall Dynamik zu erhalten – oder lernen für anderen Ort („derer gibt es genug“).

Na denn, Dank an alle Beteiligten! Der Bauer wird über den nächsten, geeigneten Termin informieren.

Da liegt er nun, verwendungsbereit, der Sattel Kies (25 t).

Vorgestern Abend erreichte mich ein Anruf, ob „1 Sattel Kies kurzfristig möglich“ sei. Angesichts angesagten Starkregens wurde aufgrund lokal festgestellter StarkErosion an einem kleinen Bach weiterer, heftiger Schaden erwartet.

Mit Glück klappte das Zusammenspiel aller Erforderlichen, herzlichen Dank dafür!

Da sage mal einer, in Deutschland funktioniere nichts (mehr) – und dann diese Spontaneität!

Unendliche Weiten … – da, ganz hinten ist der Bach.

Klitzeklein – der Schein trügt.

Anzeiger Dränrohr – das endete mal ziemlich mit dem ursprünglichen Ufer.

Hinzu kommt im Hamburger Umfeld – ich hatte das in meiner niedersächsischen Zeit hinreichend angemerkt – der Zubau in Umlandgemeinden. Erforderliche Regenrückhaltung zur Minderung der Abflussspitzen aus den Bebauungsplänen und ihrer Umsetzung fand kaum statt, ggf. erfüllen die Regenrückhaltebecken ihre gedachte Funktion schlicht nicht (nicht umsonst sprechen wir vom notwendigen Umdenken und Umstellen auf „Schwammstädte“). So folgt bei stoßartigen Abflüssen ExtremErosion – aus Niedersachsen hatte ich gar vom „Abrasieren von Gleithängen“ berichtet. (Daraus entstand seinerzeit das Experimentieren mit „Hölzchen & Stöckchen“ [man beachte das Entstehungsjahr des Links], die heute als Treibsel- / Geschwemmselsammler in der Fachliteratur zu finden sind.)

Haselstecken, Rechen (und Schaufel) haben wir mitgebracht.

Und da, in der Ferne, erscheinen die Leister am Kies – Radlader, Trecker und Ladewagen.

Radlader mit voller Schaufel fährt an.

… platziert den Kies möglichst weit rüber im Bachprofil.

Orientierungsgespräch am Ladewagen.

Sukzessives Teilentnehmen bis etwa zur Hälfte des Ladewagens, …

… dann Ladewagenplatzieren …

… und Schütten.

Mit dem Radlader wird diese Schüttung passend ins Ufer geschoben …

… und aus dem Ganzen wird dann die Rausche – mit Uferschutz auch an der gegenüber liegenden Seite – händisch geformt.

Rausche 1, fertig – zwischen lichtem Schatten und Übersonnung, -wärmung des kleinen Bachs.

Letzteres, Übersonnung, Überwärmung zeigt uns – hier das Männchen – Calopteryx splendens, „die Wärmere“ Calopteryx-Art, an.

Wo diese in hohem Prozentsatz, womöglich als einzige C.-Art vorkommt, stimmt etwas mit dem Wärmehaushalt des von Natur aus „sommerkühlen Bachs“ (vgl. Erläuterungen anderswo, ggf. mit Suche hier im Blog) nicht. Es fehlt meist der standorttypische Baumsaum – von Auwald garnicht zu reden.

Hier sind wir einigermaßen zufrieden: Calopteryx virgo, die Sommerkühle Liebende, kommt in hohem Prozentsatz vor.

Zügig sind oberhalb und unterhalb der ExtremErosionskurve Rausche 1 …

… und Rausche 2 erstellt.

Dazwischen haben wir punktuell zahlreiche Strömunglenker aus Kies platziert – hinten im Licht einer davon.

Ich verabschiede mich, habe mein Zeitlimit „gut“ überzogen. – Wir alle, nicht nur Trulli Tropf und sein schmutziger Abwasserkollege, sind begeistert.

Der heftigen Sonneneinstrahlung entsprechend wähle ich als leichtes Essen BroccoliRöschen mit Kartoffelrösti, Sauce Hollandaise, mit Käse überbacken. Dazu ein kühles Flensburger Dunkel.

So lässt sich`s leben! (Muss ja nicht immer im Vorfeld so hektisch zugehen.)

Mein Radeln gen Elmshorn-Ost führt mich entlang der westlichen Route zunächst nach Uetersen – Pinnau-Klappbrücke voraus!

Im westlichen Elmshorn angekommen, biege ich nach links zum Hafen ab – alles so schön bunt hier!

Sieh an, sowas bei bzw. Richtung Tideniedrigwasser – Süßwasserwatt fällt frei.

Draufsicht – meine Güte „Watt grün!“. Reichlich Nährstoffe und Licht im Überschuss wirken.

Als ich am Wedenkamp, östliches Hafenende, ankomme, vermisse ich etwas.

Da muss ich auf der Rückfahrt nochmal genauer hinsehen.

Nach Abradeln der Krückau im Krückaupark (weiteres Restaurieren steht an, Bericht folgt) erreiche ich meinen vorgesehenen Wendepunkt – Speis` und Trank helfen mir für die Rückfahrt.

Wieder im Westen angekommen, Blick Buttermarkt / Hafen – da steht ein Kerl!

Auf hohem Sockel, mit Fisch unterm Arm!

„Fisch + Mann“ sind Teil des Skulpturengartens Elmshorn – es lohnt, mal in Ruhe Unterschiedliches zu betrachten.

Wedenkamp, Hafen (links) bei Tnw (unten) – das bzw. der Vermisste ist doch da! Der Taucher!

Der steht aber nur scheinbar – jedenfalls bei Tnw – über der Krückau.

Unter ihm! – Läuft DER mit seinen Entenfüssen da unten im Schlick herum?!

Jedenfalls muss er zur Zeit ganz schön zielen, um seinen kleinen Pool zu treffen.

Fetter Schlick, mit Gasblasenaufbrüchen – oder Karpfenfischfresspunkten? – liegt bereit. – – – Vielleicht wartet der Taucher doch besser auf Tidehochwasser.

Weiss nicht, ob „die Taucher“ es nicht so mit der Krückau haben. Jedenfalls brachte meine Anfrage zum Durchtauchen restaurierter Teilstrecken keine Antwort.

Nachdem mich meine Dresden-und-Umrum Radelerlebnisse beschäftigt haben, bleibt nun einiges zwischenzeitlich Erlebtes hier zu zeigen.

Nicht zuletzt eine längere Radtour gen Krückau, Elmshorn Ost, präsentierte Besonderheiten.

Hier zunächst das Käferige.

Auf dem Hinweg – da zappelt in Heidrege etwas auf dem Radweg.

Ein ganz lebendiger Maikäfer klammert sich an meine Finger.

Mit ein wenig Überzeugungsarbeit verschwindet er dann doch im Schatten eines angebotenen Blatts.

Auf dem Rückweg, etwas weiter südlich als beim Maikäfertreff, …

… sitzt da krass Gefärbtes auf dem Brückengeländer an der Holmau.

Ein echter Widderbock. – Den sehe ich auch nicht alle Tage!

Aus Elmshorn gibt es – Hafen, Krückaupark, ff. – weiteres Berichtenswertes. Das folgt demnächst.

Frühes Frühstück (Begrüßen und Verabschieden von einigen ebenso früh aus den Betten gefallenen Mitradelnden) und wenige Hundert Meter bis zur Tramstation sichern mir das Erreichen meines gebuchten Zugs nach Hamburg-Altona.

Ja. – Tramhalt Am Zwingerteich – Blick aufs grüne NordWestEnde des Ensembles.

Von dort soll die Tram …

… kommen. – Na, super!

Oha, Freitag – leer … – ZU früh?

Vorbei an bereits Anfang dieses Jahrtausends Bestauntem – Bäume, inzwischen ordentlich gewachsen – „auf Etage“ …

… bringt mich die Tram zum Dresdner Hauptbahnhof, Halt Nord.

Immer wieder bestaunenswert, licht! – Ingenieurskunst!

Unser Zug fährt ein – der verlässliche Tscheche.

Koffer abgestellt, Jacke aufgehängt. – Platz satt!

[In Berlin werde ich etliche Zusteigende (immer noch: Platz satt trotz angekündigter Fülle) hören, die sich wie ich darüber wundern. – Vielleicht hat die winterlich bedingte Verlängerung der Bausituation bis Mitte Juni doch viele von Planungen abgehalten?]

Elbbrückenblick „auf alles“: Niedrigwasser-führende Elbe mit breitem Elbufer, Europaufer Dresden, Maritim, ganz rechts das Kongresszentrum.

Gute Bahnfahrt!

Kleiner Schock auf der eingleisigen (!! Wer kommt nicht auf die Idee, eine solch zentrale Strecke zu doppeln ? !!) Umleitungsteilstrecke: „Ein Güterzug hat unsere Route gebucht, fährt nun mit 100 km/h vor uns“. – Mein Gott, Deutsche Bahn!

Unterdrückte Aufregung musste nicht sein. – Die resultierende Viertelstunde Verzug konnte durch Fahrt und zügige Abfertigung an den Umleitungshalten so kompensiert werden, dass so gut wie alle Anschlüsse auf der Strecke erreicht wurden.

Da selten wegen der Bauverzögerung genutzt – Oberhafeneinfahrt von Berlin nach Hamburg – eine für mich seit Unruhestandszeiten mit Wohnortwechsel ins Schleswig-Holsteinische überraschende, besondere Ansicht (zuvor meine tägliche HH-Einfahrt aus dem Niedersächsischen).

Ja, und wie gesagt – Dank dem Tschechenzug und der Bahn sowie meiner Chauffeurin – pünktliches elektrisches Einfahren in die häusliche Garage.

Fazit der Reise: Das geradelte km-Plus der „Sternfahrten in Dresden“ bringt mich im Wedeler Stadtradeln in unserer Gruppe etliches weiter nach vorn, als ich „in normalen Jahren“ liege.

Was für eine Woche – Wiedersehen mit dem Dresdner Raum, mit westlich von HH Geführten, gemeinsames Radeln bei teils abenteuerlichem Wetter (wo der E-Motor dann doch zeitweise hilfreich war)!

Vom Ganzen gesehen bleibe ich aber überzeugter Muskelradler. – Ich möchte mehr sehen! Das macht mein Radelerlebnis aus.

Auf der Suche nach Kloster und Aquarium (Tierpark) passiere ich auf den Platten des Rathausplatzes diesen kleinen Springbrunnen.

Hier muss es bald sein.

Links weitergegangen werde ich informiert, dass ich mich am Abgang in den Stadtpark (ca. 300m bis zur Elbe, ca. 450 m OstWest-erstreckt) befinde. Das Gebäude ist das Rathaus, super Blauregen-bewachsen. Rechts davon …

… finde ich den gesuchten Zugang.

Ich möchte ja nur kurz das Aquarium ansehen (dort sollen Elbfische zu sehen sein), zahle gleichwohl den – geringen – Eintrittspreis. Vielleicht habe ich – ein andermal in Riesa? – mehr Zeit, der Tierpark als Gesamtanlage sowie seine Bewohner bieten einen interessanten Anblick. Der Stadtpark ist sicherlich – Blick auf Satellitenaufnahmen – ebenfalls eine Spaziergang wert.

Na gut – von 3 Aquarien beherbergt eins heimische Fische. Ein an einem Jungfisch lutschender Aland (wohl Kreuzung mit Rotfeder) steht hier für Weiteres.

Aber, mal abgesehen vom Nutriaschädel, das Gebäude bietet mehr.

Eine ganze Weile beschäftige ich mich mit einem Elbe-Relief.

Vom Gebirge ins Flachland … – bei Vorträgen in Dresden und Leipzig erwähne ich gern, dass ich im Norddeutschen Tiefland in den Zug stieg – – – und in just diesem Tiefland (beide Städte) ankam.

Regelhaft macht sich Überraschung breit, gefolgt vom Staunen über das bis hierher stattgefundene Wirken der Eiszeit(en).

Hier also sind wir geradelt …

… und „dort unten“, ins Tidegebiet der Elbe, soll mich am Folgetag ein hoffentlich pünktlicher Zug – in einem Rutsch (im Gegensatz zur in Berlin geteilten Anfahrt) – bringen.

Zack! – Raus aus dem Museum, kurz Teilgruppen unserer Bustour in größerem Besucherkreis draussen vor einem Café angeschnackt, und hin zum Treff am Busbahnhof. (Verfall und Aufbau …)

Alle treffen pünktlich ein – zum letzten Verladen.

Im Bus – gen Dresden, …

Yenidze, fast angekommen, …

… letzter Blick auf das Busgespann (bzw. den Fahrradhänger), das alle anderen am Folgetag ins Waldeckische bringen wird.

Abends – schicke Stimmung!

Jaaaa … ! ! ! – Ohne schrägen Schauer geht es also auch nun nicht. Von innen gern gesehen! 🙂

Quasi als Entschädigung …

… untergehende Sonne …

… hinter Yenidze.

Der Koffer ist gepackt.

Bin gespannt auf die – frühe – Heimreise.

Aufgrund gehabter Erlebnisse wünschen wir uns für den letzten Radeltag die Umkehr der avisierten Route – möglichst Rückenwind (bei womöglich wieder peitschendem Regen).

Sonnenaufgang, gespiegelt.

Im Bus gen Torgau, Wunsch ist erhört – Einzeleindruck Acker, Raps, Wolkenjagen.

Torgau, letztes Räderausladen – pralle Sonne vs. schwarze Wolken.

Die Elbe – fast ein schwarz-weiss-Foto.

Unsere – heute – 4er Gruppe wagt es, wir radeln los. Schloss Hartenfels am Horizont.

Uuuups, die Silhouette verschwindet – im Regen.

Peitschen und Pitschen – in der Luft, auf dem Boden.

Wir stehen windgeschützt.

Mal Pfützen gucken, Kunstwerk! – Es regnet noch. Oben zeigt sich nahendes Blau.

Blau! – So schnell wie der Regen kam, so abrupt hört er auf.

Das bewegte Kunstwerk, … – so radeln wir Pfütze um Pfütze ab -, wird zu dicker gelber Schwimmschicht – i.W. wohl Rapspollen. – Wohl uns! Wir stellen uns vor: Ohne reinigenden Regen hätten wir wohl PollenstaubLungen bekommen.

Watt nu? Regenzeug abwerfen, oder was?

Gen Belgern, alles Grün – wo sind wir? ! ?

Schafe! – Immerhin, wir begegnen Lebendigem.

Fern holen wir Erkundung ein – Fernerkundung. – Ja, wir sind richtig.

Super Radeln zwischen Raps – in solch schlagkräftig gereinigter Luft!

Gelegentlich gibt`s auch Halbschatten – kurze Allee.

DDR-Geschichte, überall an dieser Strecke ablesbar – verfallen(d)e, „vergesellschaftete“ Agrargebäude.

Sauber Ackern, sauber Säen …

Ach ja, wir radeln am Vattatag – schwarze Gesellen mit Fahne, stramm im Wind.

Die „Rest-3“, die die Dübener Heide erkunden, berichten wie die anderen, dass sie auf zentraleren Strecken teils ein Spießrutenradeln in VattatagsBeseelten absolvierten.

Da wollen wir nicht meckern!

Westlich des Ritterguts Dröschkau lesen wir die Eiszeitgeschichte, Grundlage der Kiesgewinnung am „Liebersee“.

Der Liebersee in künstlich wirkenden Blautönen.

Noch gezäunt (vor den Findlingen), da die Rohstoffgewinnung in großem Stil läuft.

Riesenpfützen – gelegentlich werden wir an unser Starterlebnis erinnert.

In voller Blüte, Tamariske – ein in Ostdeutschland beliebter, in Kleingärten und anderswo umso bekämpfterer Neophyt.

Wir kürzen ab, weichen vom – längeren – Elberadweg (der allzuoft garnicht die Elbe in Sicht bringt) ab und nehmen zeitweise die Landstraße, zum Glück wenig genutzt an diesem Tag.

Im Wartehäuschen Paußnitz, kleine Snack-Pause, …

… werden Erinnerungen an den vorigen – oder Ideen für den nächsten – maritimen Urlaub wach.

Menschenwerk – Acker, aufgelichteter Kiefernwald.

Bruch- / Sturzpappel am wassernahen Wegesrand.

Verfall … , Fassaden täuschen bunt vor.

Ein Sprung – wir sind in Riesa. Da habe ich ein Ziel, radele durch menschenleere Fußgängerzone.

Mir begegnen Menschen mit Eis. – Ja, gibt`s hier, da drüben …

… im gelben Haus!

Da wäre ich dran vorbei gelaufen / geradelt – und leckere Torten (kleine Auswahl im Foto) finde ich vor.

Vollkommen überrascht werde ich beim Blick an die Decke! – Sowas habe ich in Kindertagen, wohl vor > 60 Jahren, zuletzt gesehen. Kaum zu glauben!

Eine Waffel mit 2 Vanillekugeln soll mir reichen.

Ha, fast gefunden! – Ich folge der Beschilderung.

Vom alten Kloster und dortigem Aquarium berichte ich demnächst.

Wir haben „frei“. Die Empfehlung geht Richtung Dresdens Umgebung rund – Moritzburg, Coswig, Radebeul.

Wir starten beim Goldenen August unsere Nordufertour. Sieht dunkel aus, ist feucht.

Kleiner Lichtblick im Rückblick – gelbe Tram (mit Licht).

Wir tauchen nach Stadtfahrt ins Grün, …

… queren unterschiedliche Dörfer …

… und finden tatsächlich die Moritzburg.

Ein Bläser bläst.

Jede Menge weiterer Gestalten.

Wie üblich bei Historischem, restauriert wird immer.

Viele Schwalben! … fliegen tief. (Foto: NN)

Ein schneller Blick zum …

… Landgestüt. – Alles zu, keine Veranstaltung, kein Zutritt.

So „satteln wir die Hühner“. – Alle in Rot? Zeichen sauren Regens?

Nach geraumer Zeit im Gelände, Coswig. – In Vorfreude auf AsiaEnte – die anderen wollten nur Kaffee, ich brauche ein Mittagessen.

Das war lecker!

Wir stürzen uns in die grüne Elbtalaue.

Gegenüber, hoch droben, Hotel Schloss Scharfenberg – ich hatte es zunächst für etwas ganz anderes, mit persönlichen Dresdner Erinnerungen, gehalten.

Die Fotografiererei lässt mich schonmal abhängen … – Blick über Gerste auf mäandrierenden Weg, die anderen 6 als Exkursionsschlange – doch nicht alle in Rot.

Nicht nur hier – die Robinien, speziell die älteren sehen schlecht aus. Wirkt da inzwischen auch ein spezieller Käfer, Pilz ???

Alte Elbtalweiden interessiert das nicht.

Gebohrt wird immer – hier: Leitungsunterführung unter der Elbe durch.

Radebeul, Altkötzschenbroda – wenn`s nicht dranstünde, auf „Die Goldene Welle“ wäre ich nicht gekommen.

Nicht Mittagzuessen rächt sich. – Noch `ne Pause!

(Ver)Stärkung braucht man überall!

Meine Wahl Eierlikörtorte ist gut getroffen. Dazu …

… finde ich noch praxistaugliche Hinweise in Sachen Innere Sicherheit.

Wieder ganz schön was abgeradelt (und viel zu wenig gesehen) – Dresden ist nah.

Ahhh, gegenüber – unser Hotel, das Kongresszentrum und das Yenidze-Theater (sowie andere Einrichtungen, in der ehemaligen Zigarettenfabrik!).

Nun bleibt noch ein Radeltag – ich werde berichten.

Ohne wirklich in Decin gewesen zu sein, haben wir den Elberadweg …

… wenn auch mühsam, …

… wiedergefunden. – Schwarz jagt es über westliche Höhen (etwa mittig im Foto, hinten am Horizont schüttet es – nicht das einzige Fernerlebnis dieses Tages).

Das soll uns nicht verdriessen. Vorbei an Pusteblumenwiesen …

… radeln wir weiter, verschont von an Höhen abregnenden Gewitterschauern.

Regelhaft kreisen Milane über der Elbtalaue.

Der zum Schild gehörende Wiesenhangbach.

Usti naht – Technik begleitet uns.

Ein hohler Zahn! – Berg als Steinbruch.

Auf der Höhe liegt Ustis Vorort Dobětice.

Wir sehen zu, wie wir klarkommen – Usti im Netz.

Steiler Zahn (Dorn?) – Elbbrücke.

Steinig. – Ganz schön wenig Wasser in der Elbe.

Die Innenstadt zwängt uns eine – so gut wie schlecht bis nicht ausgeschilderte – Umleitung auf. Ich wähle und erreiche diesen Luxusweg (nicht der Elberadweg!).

Die anderen folgen bald – nebendran (rechts, unter Bäumen). – – – Ihre Wahl stellt sich als – breiter, bequemer – Fußweg heraus. Bevor sie nach Beschimpfungen noch verprügelt werden, schliessen sie sich mir an. – – – Am Horizont irgendwo finden wir eine – nicht formale – Verbindung zum „einen Stockwerk tiefer“ rechts gelegenen Elberadweg.

Wieder mal geschafft. – Aber um was für ein Brimborium – muss doch nicht sein!

Vorbei an verfallen(d)er Industrie …

… erreichen wir Elbeaufstau, -schleuse, -kraftwerk Masaryk, Střekov.

Das Elbtal wird von einem steilen Fels eingeengt, …

… wir werden von Gitterzaun auf Beton gelenkt.

Das weitere Geschehen verfolgt uns noch heute …

Beeindruckend, was einem Fluss so angetan wird, Stauwerk für Stauwerk – was für ein hohes Schleusentor!

Das Ende, von nah betrachtet. – Wir erreichen eine steile Treppe – keinerlei Kennzeichnung. Da sie einen Radschiebestreifen aufweist, schieben wir hinauf. – – – Irgendwann … sagt Geier-Blick: Da hinten, 160 m entfernt, ist etwas Kleines, Gelbes. Sollte das das Elberadwegschild sein ??? !!! ??? – Vor Nahsicht des Wegweisers steile Treppe runter. – Ja, und nun?

Oha, schmal und steil geht es abwärts – unter den Bahngleisen durch, auf der anderen Seite (mit kaputtem Anschub des Radschiebestreifens) genauso aufwärts.

SOWAS hätten wir uns gern erspart, zumindest vorher davon gewusst!

Der Bus steht nicht, wo er stehen wollte …

So radeln (fast) alle weiter – Richtung Leitmeritz.

Beim Bearbeiten der Fotos und ein wenig Maps-Studium stelle ich nun, zuHause, fest, was uns völlig – auch optisch – entgangen ist. Oben auf dem gezeigten steilen Fels befindet sich die Burg Schreckenstein, bedeutender Tourismusmagnet, wie zu lesen ist.

Mit den Stausstufen – oder wegen anderer Aue, oder einfach „wegen Wetter“ – erreicht uns doch ein heftiger Schauer.

Windwellen gegen die Fliessrichtung, peitschener Regen im 45-Grad-Winkel.

Wir sind inzwischen voll wettergerüstet gekleidet, stehen gleichwohl unter Bäumen unter.

Pralle Sonne! – Wie es herangejagt war, ist es vorüber. Wir trocknen …

Viele Kilometer später – „at the crossroads“! – Woher komme ich , wohin radele ich?!

Versuch macht klug – Umrunden des Kreuzes bringt Klarheit zum woher / wohin.

Den anderen, die inzwischen alle hinter mir folgen, geht es genauso.

Leitmeritz – wo ist unser Bus-Treff, der Bahnhof? ! ? – Kein Schild, kaum eine Seele auf der Straße.

Experimentell, tangential zu den Schienen finden wir eine Lok und ein prächtiges Gebäude.

„Nicht der Bahnhof.“ erfahren wir. (Wo ist er?) – Immerhin: Hier steht eine schicke Miniatur etlicher Gebäude.

Das zufällige Zusammentreffen mit einem niederländischen Touristenpaar bringt uns so etwa auf Spur – Dank dafür! („Haben Sie die eindrucksvolle Innenstadt gesehen?!“ – Nein, leider nicht.)

Am Busbahnhof angekommen, erfahren wir ferntelefonisch die Abenteuergeschichte unserer Busbegleiter und unseres Gespanns. – Das spare ich mir hier. – Immerhin, nach Sturm und Kälte über gefühlt unendliche Zeit …

Unser Gespann fährt vor!

Zurück geht`s im Warmen – unter dramatischem Himmel.

(Fast) alles vergessen und vergeben (?).

Nein, wir geben den Veranstaltern den Tipp, solch eine Tour z.B. in Decin enden zu lassen und Freizeit für Innenstadt, Schloss, Umgebung, vielleicht sogar eine Wanderung zu einer der sehenswerten Klammen nahebei zu machen.

Das – und anderes – wird für eine kommende Auflage angedacht.

Zwei Radeltage bleiben noch – demnächst mehr dazu.

Dienstag, 12. Mai, morgens vor dem Hotel.

Nebendran eilt man zum Kongress. [Hier war ich (hoffentlich nicht) zuletzt 2022.]

Für uns Radler 2026 soll es wieder losgehen.

Wieder sind wir per Bus in Bad Schandau gelandet, um einiges dunkler als am Start.

Das gerade ankommende Flusskreuzfahrtschiff Viking kennen wir vom Europaufer in Dresden.

Wir haben die Elbe gequert und radeln gen Tschechien.

Die Tour geht über Děčín (dieser Beitrag) und Ústí nad Labem nach Litoměřice.

Zunächst können wir auf unserer Elbeseite …

… die nicht ganz einfache und örtlich in der jeweiligen Bauweise angepasste Erweiterung der Bahnstrecke Dresden-Prag miterleben.

Einiges vor der Grenze sehen wir unser Busgespann (links) vorerst ein letztes Mal – und über dem Gespann „der saure Wald“, tote Fichten satt.

(Angesichts jahrzenteandauernden Käfergejammers, an anderen Stellen längst lebendige Sukzession [oder hartnäckiges Weiterpflanzen von Nadelbäumen], wundere ich mich, dass überhaupt noch irgendwo soooo flächig Fichten stehen.)

Die Fährstelle Schmilka.

Die Grenze nach Tschechien – offen – ist erreicht. Bemerkenswert: links steht noch die Steinsäule mit der alten Bezeichnung Tschechoslowakei.

BROD – kein Schreibfehler – beschreibt in Tschechien „Furt“. – In D würden wir Querrinne sagen. Von den Hängen kann dort bei Regenwetter erhebliche Menge Wasser quer zum Weg schiessen. Vorsicht also (nicht für uns wegen Regen – alles trocken) angesichts der teils rech huckeligen Rinne!

Decin ist nah – Kaianlagen an der Elbe, in der die Binnenschifffahrt nach 1989 wegen fehlender Staatsknete völlig zusammenbrach. Links oben die Kaiseraussicht.

Einfahrt Decin – links das Schloss, rechts die Schäferwand mit Aussichtsturm.

Wir haben die Seite gewechselt, befinden uns kurz vor dem Masaryk-Platz.

Leider haben wir keine Zeit, den Platz, das Schloss oder sonstiges Sehenswertes anzusehen.

Wir wenden uns hier also wieder der Elbe zu, um in den Radweg einzufädeln.

Die weitere Strecke folgt demnächst.