„Was drin ist, ist drin.“ und „Mehr geht immer.“ sind zwei Sprüche, die auf unser Puzzle-artiges Arbeiten passen. Wo etwas „geht“, Örtlichkeit und Kooperationspartner auf Verbesserungen hoffen, starten wir – wenn das Wetter mitmacht.
Diesmal geht es um einen kleinen Bach, gern mal „Bek“ genannt. Ob „der“ oder „die“ hängt vom regionalen Gebrauch, teils von persönlichen Vorlieben ab.
Die Gelegenheit ist günstig, ein Sattel Kies (25 t) liegt auf befestigter Fläche eines bachnahen Hofs bereit. Optimal: Der Anlieger ist begeisterter Bachverbesserer (anderswo bereits mit Telelader aktiv gewesen), den aktuellen Transport mit Schütten übernimmt der Vorsitzende des Wasserverbands selbst.

Was nicht passt, wird passend gemacht – Schaufeln und Rechen bringen Uferschutz und Sohlbedeckung in Form, soweit nötig.

Bachab der Erlenkurve – Blick vom Aktionsende bachauf – erstreckt sich der Bek als tief eingeschnittener EinödKanal.
Neben den Schwerpunktorten im oberen Teil der Strecke legen wir auch zwei Rauschen in der langen Geraden „für den Anfang“ an.

Und mit näherem Blick – der vorherige „Spiegel“ ist als Fliessgewässer durch Bewegung turbulent gebrochen.

Wir wollen noch an eine weitere Strecke bachauf, schütten Restmengen per Frontschaufel oberhalb bekannter Brücke ein.
Hier haben Meerforellen und Flussneunaugen frühere Kiesgaben zusammen mit höheren Abflüssen inzwischen vollständig unter die Brücke bzw. weiter bachab transportiert.

Blick hoch – Frühlingsblüten neben angehenden Weihnachtsbäumen, oben drüber die Osterflieger. Schöne Ferientage!

Auch diese obere Bachstrecke, geradezu winzig, ist bislang ein tief eingeschnittener, strukturloser Kanal.
Zwei Reste von alten Kulturwehren – hier eins davon – stören durch Abriss noch die Durchgängikeit.
Folgende Beiträge werden ein paar Details, Spezialitäten zu beiden Teilstrecken berichten.
Ich muss auf der Rückfahrt noch mal an die erste Strecke, habe etwas vergessen.

Aufatmen, sie ist noch da, sitzt – wie verlassen / vergessen, zum Glück nicht von häufigen Besuchern hier mitgenommen – auf dem Brückengeländer.

Interessante Schalenstruktur, wo die organische Oberfläche erodiert ist, weite Jahresringe – der Blick auf die Innere Schlossstruktur zeigt, eine Flussmuschel.
Über das Vorkommen solcher, eigentlich eher bachfremder Tiere habe ich gelegentlich berichtet. Woher auch immer gekommen, ggf. aus Privatteichen, leben diese Muscheln in den spiegelnden, strukturlos und träge fliessenden kaputtgebauten Gewässern.
Wir hoffen durch bachtypische Belebung, einen besseren Lebensraum für die fast nirgendwo mehr in lebensfähigen Populationen zu findende Bachmuschel zu schaffen.










































































































































Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.