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Wie im vorigen Beitrag berichtet, hatten uns Laichaktivitäten von Forellen motiviert, einen sommertrockenen Bachoberlauf durch Sohlanhebung und Angebot „Kies im Depot“ zu verbessern.

Nahe bei befindet sich ein weiteres absturzartiges Betonbauwerk, das in ähnlicher Weise in seiner ökologisch negativen Wirkung zumindest entschärft werden kann.

Anfahrt – gefunden …

Eine erste Schaufel ist vom Radlader aufgenommen …

… und begibt sich auf den Weg.

Bachauf auf intensiv genutztem Grünland.

Regenreste im Pfeifenbring-Absturz (Kaskade oder gar Rausche will ich das nicht nennen.).

Blick bachauf, flach eingestaute Regenreste.

Schaufel für Schaufel wird der Radlader eingewiesen.

Den Teiler, höchster Punkt des Betonbauwerks, lassen wir frei.

Zur Illustration der extremen Tieflage des kanalartig ausgebauten Bachs: Da arbeitet doch wer. (Ganz klein ist der nicht, aber fast nicht zu sehen.)

Vorhandene Dränausläufe sind vorab freigelegt, durch Stangen gekennzeichnet. Sie liegen hoch über der Sohle, bieten uns Handlungsspielraum.

Wir nutzen den steilen Höhenabfall über die Länge des Betonbauwerks als Kiesdepot.

Wie beschrieben: auch Nutzen der Höhendifferenz Sohle – Drän.

So hat der Bach für höhere Wasserführung viel „Spielkies“. Der wird selbstverständlich beobachtet, ob ggf. nachgearbeitet werden muss, um unerwünschte Entwicklungen zu mindern.

Bachab geht`s, dort wollen wir abwärts der Kurve noch ein Laichbett anlegen.

Hier kann der Radlader auf kurzem Weg vom Lagerort direkt anfahren … (Meine Güte, was für eine Einschnitttiefe ! ! !)

… und den Kies zielgenau schütten.

Schnell ist der Restkies verarbeitet, das Laichbett fertig.

Abschiedsblick bachauf von der Rohrüberfahrt – mittig liegt das gut ausgestattete Laichbett, fast nicht wahrnehmbar.

So soll es sein.

Wir werden nach der nächsten Mahd in beiden Strecken weitere Strukturverbesserung vornehmen.

– – –

Kaum war der Kies „drin“, brachte ein Gewitter einen nächtlichen Regenschub.

Immer wieder faszinierend, die Leistung eines Bachs zu studieren. – So hatten wir uns das gedacht. Wir sind begeistert.

Wir sind für Verbesserungen verabredet, finden den sommertrockenen Bach tief eingeschnitten neben einem Hain. Nach einem – seltenen – Regenschauer ist die Sohle leicht feucht.

Im „Winter“ 2021 /22 waren hier, fast in Quellnähe, Laichplätze von Meerforellen aufgefallen. In nicht langjährig hart unterhaltenen Strecken beeindruckt dieser Bach durch seine in der Sohle erhaltenen Moränensteine. Wie generell bekannt, ziehen Wanderfische bei hoher Wasserführung zur Laichzeit weit bachauf – dafür reicht ein zeitlich punktuelles Niederschlagsereignis. Anschliessend verlassen sie den Ort des Geschehens zügig.

Die Bachoberläufe sind – nicht nur – aus diesem Grund die Kinderstuben tiefer liegender Strecken.

Der umflossenene kleine Steinhügel ist der im Winter genutzte, nahezu unverändert erscheinende Laichplatz.

Zeugen der Vergangenheit, hier ein verfallender sog. Pfeifenbring-Absturz, Wanderhindernis und heftige Erosion im Umfeld verurschachend, rufen ebenfalls nach Veränderung.

Das untere Ende des Pfeifenbring-Absturzes.

Auf benachbartem, intensiv genutztem Agrarland naht Hilfe.

Nach und nach überschütten wir das abgängige Bauwerk sowie den Erosionshang mit Kies.

Für den Hochwasserfall legen wir ein Kiesdepot in den Prallhang. So hat der Bach etwas „zum Spielen“.

Wir werden sehen, an welcher Stelle / welchen Stellen der Bach für den Kies die aus seiner Sicht richtige Postion finden wird.

Bachab geht`s weiter. Wir legen noch ein paar Laichbetten punktuell an.

Gut eingewiesen, gut platziert.

Blick auf die Nachbarfläche.

Ein schwacher Baumstamm hat seine Krone zu tief hängen lassen – wird befreit.

So war`s gedacht.

Jetzt noch grob umformen – Uferschutz und Sohle vorgestalten. („Den Rest“ wird der Bach ausführen.)

Uferschutz und beabsichtigte Sohlerhöhung.

Fertig.

Das ist aber auch ein schicker Hain nebendran! Hier stehen Erle, Buche, Hainbuche.

Wir wechseln, bachab wartet ein weiterer Pfeifenbring-Absturz auf Veränderung.

Nach Aktivitäten im Raum Bad Bramstedt esse ich gern zu Mittag (auch schon mal später) an der Pinnau in Pinneberg.

Überraschung.

Da steht wer auf „meinem“ Kies!

Ratlosigkeit da unten – es handelt sich um Ingenieure und Techniker einer Tiefbaufirma, die abwärts der Brücke ein Gasrohr unter der Pinnau durchdrücken (sollen / wollen).

Wie ich das bei der Schröder-Putin-Pipeline NEL bei der Querung der Este, Niedersachsen, erlebte, stiessen sie auf Widerstand. (Damals war`s ein dicker, uralter Baumstamm in seinerzeit tieferer Kolkung des Bachs wohl abgelagert – nicht tief genug gebohrt … Da musste gespundet, geöffnet, Boden per Bagger entnommen werden …)

Wer leistet da Widerstand?! Wie kommt man da rum?! Wir fachsimpeln über alte Bauwerke (die zuständigen Behörden hatten keine Unterlagen dazu), ich weise auf die eiszeitlichen Untergrundverhältnisse im Umfeld von Fliessgewässern hin – irgendwas ist da jedenfalls.

Es ist nicht hart, wohl keine Stahlspundwand, kein großer Findling. Vermutlich Holz – vielleicht eine alte Holzspundwand, vielleicht eine alte „Eisen-Eiche“ oder Ähnliches aus uralter Zeit. Wer weiss …

Ich gehe erstmal essen – hmmmhhhh, Brokkoliröschen mit Rösti, Sauce Hollandaise, mit Käse überbacken. – Da lasse ich schonmal ein Steak für stehen.

Nach dem Essen – die Jungs sind weg.

Die Pinnau, Tideniedrigwasser, sieht wie üblich kanalartig, verheerend aus. Ob da mal Restaurieren winkt?

Nötig wär`s.

Nebendran wirkt wieder die Rohrvorschiebemaschine, 4 m unter der Wasseroberfläche findet die Geschichte statt.

Ich wünsche viel Erfolg!

In der Hoffnung, dass im September 2022 das jährlich übliche WasserCamp der Unterelbeschulen wieder live stattfinden kann, fuhr ich Ende Juni zum vorbereitenden BetreuerCamp (die Störche von An- und Abfahrt habe ich bereits vorgestellt). Neben den von Lehrerinnen und Lehrern vermittelten Hauptthemen werden die angehenden Betreuer des nächsten WasserCamps von mir in Sachen Bach-Restaurieren und was es ringsum zu beachten gibt, informiert.

Die Teilnehmerzahl lag niedriger als gewöhnlich, geschuldet dem Umgang mit dem Corona-Virus in freier Wildbahn. In falschem Freiheitsverständnis werden allüberall simpelste Grundregeln wie „Abstand“ nicht mehr beachtet. Die Fallzahlen sprechen für sich – in der Statistik, bei Arbeitsausfällen ff. – (Ja, hier schreibt einer mit Ausbildung in Mikrobiologie, Jahrzehnten Praxis im umweltbezogenen Gesundheitsschutz, public health – völlig verbildet. Es gibt heute Menschen, die nennen sowas „Biologistisch“. Sollen sie – besser, als „keine Ahnung“ und garnix merken.)

Na gut, mit kleiner Zahl Interessierter lässt sich ohnehin besser arbeiten …

Beschauliches Anwandern Richtung vereinbartem Treffpunkt.

Nicht ganz so beschaulich – hinter mir gelassen, abgebogen – gut besucht von Kitas und Schulen, der von mir durchquerte Anmarsch der Massen auf der „Wolfsmeile“.

Der Treffpunkt, Brücke am Westende des Osterauwanderwegs.

Im nahen Mäanderbogen am Medizinalgarten treffe ich die erste Gruppe.

Die ist gut beschäftigt mit Bachbeschreiben, Temperatur, Sauerstoff und pH-Messen sowie diverse Inhaltsstoffe per Messköfferchen untersuchen.

Anschauungsunterricht: Die Osterau in den Gehegen stellt sich heftig erodiert, überbreit, mit bewegter Sandsohle dar.

Hier soll, nachdem wir etliche Jahre am Osterauwanderweg vorgeführt haben, wie`s geht, auch innerhalb der Gehege demnächst Verbesserung durch den Wildpark Eekholt, anerkannter Umweltbildungsort, erfolgen.

Die Lenkbuhne, auf der im April 2018 das Laichen von Flussneunaugen zu beobachten war.

Sieht fast wie frisch belaicht aus (April ist zu lange her …) – der jetzige Eindruck ist bedingt durch die Untersuchungen der Schüler. Untersuchern muss immer bewusst sein, dass jegliches Beproben im Zweifelsfall eine (Zer-)Störung ist. Daher sind die Aktivitäten zeitlich und punktuell zu begrenzen.

Fliesst hier eigentlich viel oder wenig Wasser? Die naturnahen Mäanderbögen und die dazwischen liegenden Geraden sowie die Ufer geben Hinweise. Der Pegel Bad Bramstedt, weiter bachab, berichtet die statistischen Daten: Wasserführung mittel bei knapp 2 m³/s, niedrig bei weniger als 1 m³/s (das ist gerade die aktuelle Situation), hoch bei 7 m³/s – wie bei jeder Statistik geht es noch niedriger bzw. noch höher. Das vergessen wir Menschen oft (Ahrtal) – besser gesagt: wir verdrängen das, sogar aktuell nach der „Katastrophe“. Am liebsten wollen wir alles wieder aufbauen, genau so und genau am selben Standort. Wasserbehörden und Klimafachleute haben einen harten Stand zu vermitteln, dass unsere menschengemachten Probleme an Gewässern nur dadurch zu mindern sind, dass wir diese Engstellen NICHT wiederherstellen, den Flüssen mehr Raum bieten.

Das mindestens gleich große Problem ist aber das Niedrigstwasser bis verstärkte Trockenfallen, das mit dem Klimawandel einhergeht. Im Gegensatz zum zeitlich punktuellen Hochwasser („Katastrophe“!) erstreckt es sich über längere Zeiträume, ist Anzeiger für unser Überstrapazieren des Wasserhaushalts. Gewässerrestaurieren als Milderung muss den Niedrigwasseraspekt viel stärker einbeziehen, als je gedacht. – Für Stadt- und Landschaftsplanung, die die Zukunft „anrichten“, gilt das umso mehr. Fachleute sprechen gegenwärtig von einer Situation, die SEIT 2018 gleichartig andauert.

„Ein Raummeter Holz“ im Wildpark Eekholt, gute Veranschaulichung auch für 1 m³ Abfluss pro Sekunde – bezogen auf Überbreite des Bachs, auf Menge Eimer Wasser, die über einem ausgeschüttet werden pro Sekunde … – Was auch immer …

Nicht Wallensteins Lager – Transportgerät für Arbeits- und Untersuchungsmaterial der Gruppen, ich bin bei der zweiten angekommen.

Die Rechen werden wir diesmal nicht, erst auf dem Herbstcamp einsetzen.

Der Beitrag über die, die uns die ganze Zeit umflattern, steht hier.

Ein Bisschen Baumkunde soll auch gern sein, hier: Esche.

Nebendran ein Ahorn, beide in der Vegetatonszeit leicht anhand der Blätter zu unterscheiden.

Was ist im Winter? Da sehen sich Esche und Ahorn im jungen Zustand anhand gleichartig glatter Rinde zum Verwechseln ähnlich. – Wären da nicht … Die Knospen, auch sommerlich an der Esche gut mit ihrer schwarzen Färbung vorführbar, weisen für Herbst / Winter den Weg zur Unterscheidung.

Erle, Weide, Eiche, Buchenbestand im Trockeneren, Hopfen als Ranker – sandige Bereiche, evt. frühere bachbegleitende Dünen auf Moräne, sind mit Nadelholz, Kiefer, Fichte, Tanne bestanden.

So ganz nebenbei (oder mehr?) nehmen wir selbstverständlich auch wahr, wo wir sind – Rotwildgehege.

Das Rudel hält sich im Schatten auf, vornweg ein Hirsch mit Bastgeweih.

Ein Gutteil der Kiese im Depot und / oder als Lenkbuhne wartet auf Neumaterial.

In etwa so werden alle Punkte bis zum Herbstcamp versorgt. Dann werden die Schüler „den neuen Luftraum“ nutzen, Unterwasserlenker herzustellen.

Der Kies ist bestellt. Wir sind gespannt, ob unser Vorhaben wie geplant im Herbst stattfinden kann.

Das hat in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli ordentlich gerummst!

Zum Glück ist im Umfeld nichts allzu Schlimmes passiert.

Und – das Gute! – es ist sogar im Gegensatz zu vorherigen, seltenen Schauern mehr als das bloße Benetzen von Oberflächen dabei herausgekommen.

Im Beitrag vom 26. Juni hatte ich noch gezittert ob des Schwundes nahezu des letzten Wassers in Bachoberläufen und ein Bild vom trockenen „Pferdetümpel“ in Wedel eingefügt.

Immerhin, Beispiel Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, ist der Abfluss – wenn auch nur kurzfristig – von Niedrig- auf etwas über Mittelwasserabfluss angestiegen.

Da wollte ich doch den Pferdetümpel sehen, radelte „ausser der Reihe“ kurz hin.

Auch hier: „Immerhin“ – von völliger Trockenheit über Anfeuchten der Bodenschichten ist hier ein Bisschen Wasser sogar eingestaut (verdunstet und versickert bei der Wärme selbstverständlich munter drauflos).

So hoffen wir weiter, dass die Lebewelt in unseren Bachoberläufen diesen Sommer vor Austrocknen bewahrt wird.

Bei zwei Fahrten, An- und Abfahrten zu aktuellen Restaurierungen, sah ich kürzlich Storchennester – mit Jungen.

Tangstedt, PI, mitten im Ort (schonmal im Blog vorgestellt) – 4 Jungstörche, einer sitzt, hier nicht sichtbar.

Die örtlichen Kenner berichten, dass es zu Anfang 5 waren. Immerhin hat das Umfeld, sicher auch der gelegentliche Regen dieses Jahr dafür gesorgt, dass die Alttiere zu Beginn des Heranwachsens genügend Regenwürmer aus dem (noch) feuchten Oberboden einsammeln konnten.

Auf der Rückfahrt vom Restaurieren (Bericht folgt) wollte ich – bessere „Präsentation“ der Tiere – nicht anhalten, hätte Storchen-Fans mit Riesenobjektiven auf dem „Ansitz“ gestört …         🙂

Nächste Tour, nächste Störche.

Fast mitten über der Straße, Anfahrt zum Wildpark Eekholt, hier: Bimöhlen, Heide, SE, ebenfalls 4 Jungstörche im Horst.

Dieselben nochmal.

Auf der Rückfahrt stoppte ich kurz querab von einer Osterau-Wiese.

Die war gemäht, das Gras angetrocknet, geschwadet. Der Silo-Ernter wartet auf die zugehörigen Transportgefährte. Klein sichtbar 2 von 3 Altstörchen, Futter suchend.

Ja, und wie die so herumlaufen, …

…, sieht es so aus, als ob sie sich von gedecktem Tisch gut ernähren.

Hoffen wir also, dass die Jungstörche weiter gut heranwachsen. An Pinnau / Mühlenau (PI) und Osterau (SE) jedenfalls scheint das in diesem Jahr zu klappen.

 

Ein BetreuerCamp, Vorbereitung auf das üblicher Weise im September stattfindende WasserCamp der Unterelbeschulen im Wildpark Eekholt hatte gerufen. Weitere Information folgt in den nächsten Tagen.

„Ganz nebenbei“, aber als saisonal wesentlicher Inhalt der gewässerökologischen Information neben Gesamtbetrachtung Landschaftsentwicklung, Moräne, Düne, standorttypischer sommerkühler Kiesbach, Vegetation, Gewässerverbesserung durch Restaurieren mit Kies und Holz, insbesondere im Klimawandel, Bedeutung „des Baums“, des Auenwalds, flatterte es zahlreich um uns herum.

Im Fokus: Die Gewässerlebewelt und das ganze Drum und dran.

Bunt flattert es zwischen Licht und Schatten (links oben).

Auch hier, 4 Blauflügelprachtlibellen-Männchen – man muss schon genau hinsehen, flatternd, unscharf.

Da sitzt, links, auch mal ein solches Männchen still. Flatternd rechts davon ein (zwei?) weiteres Männchen.

Die zugehörigen Weibchen, hier eins mit untypisch sehr dunklen Flügeln, warten das Geschehen derweil auf Vegetation ringsum ab.

Dazu haben wir direkt vor Ort die jahreszeitlich passende Information.

Im September zum WasserCamp wird dann andere saisonale Organismenaktivität im Mittelpunkt stehen.

Felsenburg, Südteil.

Gelegentlich habe ich unseren Wohnkomplex, 30 Wohnungen, 4 Eingänge, als Felsenburg bezeichnet. Seit wir Anfang 2016 einzogen, fiel mir mit Rückkehr der Mauersegler aus ihrem Winterquartier auf, wie interessiert unsere Eingangstürmchen angesehen wurden.

Es hat dann Jahre gedauert, bis Hilfe für Nestsucher in Sicht kam. Dafür brauchte es die Bundesregierung, den Bundestag sowie den Bundesrat. Über Jahrzehnte verschleppt, kam dann Ende 2020 endlich die Novellierung des Wohnungseigentumsgesetzes in Gang. Ein wesentlicher geänderter Punkt darin ist, dass nicht mehr Einstimmigkeit, sondern die Mehrheit bei Beschlüssen entscheidet.

Aktuell in dieser, unserer Welt: EU und NATO sind auch solche Fälle, die – seinerzeit auf gutem Willen aufgebaut – die Einstimmigkeit bei Beschlüssen als Grundlage setzten. Wir sehen heute, dass guter Wille Gegenseitigkeit und Kooperation nicht automatisch als Gegenleistung erhält. – Möge sich auch für diese Organisationen eine Änderung der Arbeitsgrundlage auf eine praktikablere Basis ermöglichen lassen.

Auf der Wohnungseigentümerversammlung 2021 wurde dann mit großer Mehrheit beschlossen, im Rahmen einer anstehenden Dachrinnenreinigung an jedem Eingang  und an der Nordseite des Gebäudes Nistkästen anbringen zu lassen.

Der NABU Wedel sagte nach Anfrage der privaten Wohnungseigentümer sofort zehn kostenlose Nistkästen zu. „Wenn eine Wohnungseigentümergesellschaft freiwillig Nistkästen anbringen will, finden wir das gut und unterstützen das gerne mit der Bereitstellung von 10 Nistkästen“, erläutert Jens Sturm, Leiter der NABU Gruppe Wedel. Die Eigentümer danken für diese Hilfe und freuen sich, dass die Nistkästen nach Ausschreiben der Arbeit gerade noch rechtzeitig zur Brutsaison 2022 Ende der ersten Maihälfte im Rahmen der Dachrinnenreinigung angebracht werden konnten.

Ein kleiner Hubsteiger ist bei beengten Umfeldverhältnissen schon was Feines!

Ausmessen, Ausrichten, Dübellöcher bohren.

Anpassen und Festschrauben.

Noch den Deckel drauf, festschrauben, fertig.

So sieht es seitdem an jedem Eingang aus.

Man muss schon ganz schön hochstarren, um die Nistkästen überhaupt zu entdecken.

So fehlten also nur noch die Vögel.

Im Mai besuchten wir urlaubende Verwandtschaft in Wenningstedt, Sylt (die Kästen waren am Tag unserer Abreise montiert worden). Auf Sylt sahen wir keine Mauer-, aber doch geradezu professionelle Segler.

Als wir dann im Juni von halbprofessioneller Reise aus Leipzig zurückkamen , flogen erste Mauersegler an Wedels Himmel. Kein Wunder, dass wir auf der folgenden Dresden-Reise ganztägige, besonders abendliche Mauersegler-Eskapaden besonders interessiert verfolgten.

Nach Rückkehr bekamen wir dann bald die Information „Zwei Kästen, vorderer Eingang, sind auf jeden Fall bezogen.“. Mein neugieriger Gang ans Südende des Gebäudes zeigte mir: Ein vorwitziger Spatzenmann lugte aus einem Kasten. Als ich die Digicam zückte … – zack, war er vor Foto weg.

Hier, etwas unscharf, ist eine Spatzenfrau angetroffen.

Wenige Tage später sah ich dann am Nordende des Gebäudes auch einen Gefiederten im Kasten.

Na also, auch besiedelt.

Da habe ich also einen Spatzenmann erwischt.

Zur Zeit sind mindestens 3 Kästen belegt. Meine NABU-Ansprechpartner meinen, die Spatzen zeigten den Mauerseglern den Weg. – Egal, jedenfalls sind noch Kästen frei.

Ums Haus sausende Mauersegler sind weiter vorhanden.

Wir sind gespannt, wie`s weitergeht!

Kleine Sonnenpause gestern, hohe Luftfeuchtigkeit, (zu) wenig Regen – Blick vom Elbdeich Hetlingen, seewärts.

Die Tage zuvor waren intensiv genutzt worden, möglichst viele Grasflächen zu mähen, durch Wenden zu trocknen – und letztlich gesichert zu lagern.

Der niedersächsische Deich leuchtete schon vor etlichen Tagen gemäht, hell, herüber. Vorn, im Deichvorland SH, wogen Reet und Binsen im Wind.

Fährmannnssand und anderswo, zunehmend werden Wiesenflächen gemäht.

Auch am Deich, teils bleiben Flächen ausgespart.

Nach mehrfachem Wenden wird das Heu in Schwaden gelegt.

Schnell geht die Arbeit voran.

Das Heu ist trocken, staubt beim Bewegen ordentlich. Da müssen Radler und Fußgänger – je nach Windrichtung – schonmal die Luft anhalten.

Von Glück kann sagen, wer solch Wetter nutzen kann.

Stellenweise wird Pferdeheu zu Bunden gepresst.

Meist aber sind heutzutage Rundballen angesagt.

Die Rundballen werden auf Plätze konzentriert, von denen sie in der Füttersaison je nach Bedarf gut abgeholt werden können.

Elbdeich Giesensand – Fährmanssand, gemäht und geschwadet.

Tags drauf, zu Ballen gepresst.

Wartend …

… auch Elbe-seitig.

Alles abgeholt, sicher gelagert. Im Rauen, binnendeichs, freuen sich die Schafe offenbar über ein wenig Schatten durch Disteln und Stauden.

Auch vor Wedels versteinerter Geestkante sind große Flächen zu günstiger Zeit geerntet.

Der Regen (das Bisschen Regen) wirkt bereits Wunder. Die Vegetation nutzt die Feuchte und legt bereits grün wieder los.

Giesensand, gestrige Fortsetzung, ab Foto 1 dieses Beitrags. Da ist wer.

Der Hase verharrt, lässt sich nicht stören.

„Willow Henge“, einer der Parkplätze Fährmannssand, erreicht nach ruhiger, begegnungsloser Tour – leer.

Kein Wunder, dass der Hase so ruhig war. Montags, bei grauem Wetter, Einkaufszeit nach dem Wochenende sowie massenhaft Urlauberei anderswo.

Die vergangenen Wochen waren von eifrigen Arbeiten Grasmähen, -wenden, Heu-schwaden, -ernten geprägt – für viele Beteiligte fast in 24-Stunden-Arbeitstagen. Das geht – wenn das Wetter passt – auf weiteren Flächen auch so weiter.

Hier starte ich eine Zeitenabfolge mit Reihern auf einer Marschfläche vor der Geest, Holm, stehe „Am Hang“.

Vor 9 Tagen: Testreihen angemäht, schon verarbeitet – die Heuernte startet.

Nebendran, binnendeichs des alten Elbdeichs Holm – Hetlingen, hat die örtliche Situation bereits für Gesamtflächen Ballenpressen ermöglicht.

Am Hang, 3 Tage später – 2 Graureiher untersuchen die abgeerntete Fläche, der eine (links oben) erfliegt seine Fluchtdistanz.

Das sind offenbar „wilde“ Reiher, auch der zweite fliegt los, gesellt sich etliche Dutzend Meter weiter von mir entfernt zum anderen.

Zwei Tage später – leer liegt die abgeerntete Fläche in der Sonne.

Tags später – wieder Reiher da. Gibt es einen Grund?

Immer noch „wild“, die Reiher, suchen wieder gute Entfernung zu mir.

Ja, und warum sind die Reiher wieder hier? – Auch ich suche Distanz. Ein eindeutiger Geruch sticht mir in die Nase – hier wurde gegüllt. Offenbar finden die Reiher im „Organo“ für sie reizvolle Inhalte.

Tags drauf ist die Fläche dann wieder vogelfrei. Leichter, den Boden man gerade anfeuchtender Regen hat das aufgebrachte Material offenbar mit dem Boden verbunden – die Luft-Emission ist ohnehin Richtung Wald, Nordsee oder anderswo abgedriftet, wirkt dort auf Pflanzen und Gewässer.

Und die Heuernte geht weiter.