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Den Kiebitz habe ich im vorigen Beitrag gezeigt und sein Vorankommen in jüngerer Zeit erläutert, nun folgen meine Eindrücke aus der nördlichen Beobachtungshütte, Blick auf Flachwassergebiet.

„Die Hütte ist voll“ – wie bereits geschildert. Ein wenig Mühe muss ich mir machen, einen Blick ins Freie zu erhaschen.

Die Kiesinseln sind beliebt. Neben unterschiedlichen Gänsen und Enten sehe ich vor allem Fischliebhaber.

Kormorane und (vor allem Lach-)Möwen bestimmen das Bild.

Bei näherem Hinsehen entdecke ich auch 2 Austernfischer.

(Mindestens) ein Säger hat es nicht auf ein Foto geschafft. – Überrascht über diese Dominanz frage ich in die Runde, ob schon das tägliche gemeinsame Fischjagen zu beobachten war.

… – – – Irgendwie schlägt mir Verständnislosigkeit entgegen … – – – Ich höre als Stichwort „Blaukehlchen“. – Aha, wer große Objektive anschleppt, ist an großen Vögeln nicht interessiert – eine Gruppe echter Ornies hat sich offenbar zusammengefunden.

Dann doch noch – nein, eine Fischjagd war noch nicht zu beobachten. Und – nachgefragt – nein, die um die 20 oder mehr Silberreiher sind nicht da. – Auf meine Nachfrage macht sich doch Überraschung breit über deren (vollständige?) Abwesenheit. Mich überrascht auch, dass – mindestens auf den ersten Blick – keine / kaum Graureiher zu entdecken sind. – Ist da in der Gewässerdurchgängigkeit ein Umbau geschehen mit der Folge, dass die ringsum wandernden Stichlinge nicht in die Flachgewässer ringsum einwandern konnten?

Die Frage muss erstmal unbeantwortet bleiben.

Auf einer weiteren Kiesbank fällt die andere Besetzung auf – Brandgänse.

Nochmal näher ran – die ruhen allesamt.

Bei ablaufend Wasser der Elbe lohnt sich ein Blick über den Deich – bzw. gelegentlich verlege ich meine Deichrunde „von binnen nach buten“.

Da sind die Brandgänse eifrig auf dem trockenfallenden Watt mit Futtern beschäftigt, umgeben von speziellen Enten- und Limikolenarten.

Ein immer wieder begeisternder Eindruck.

Zum Ruhen ziehen sie sich dann gern – wie gesehen – ziemlich (zumindest vierbeinige)Beutegreifer-geschützt auf die Kiesinseln der Station zurück.

Einen Eindruck über das Leben rund um die Vogelstation Wedeler Marsch gibt der sie betreibende NABU Hamburg.

Bestes Wetter – Start zur Deichrunde, Frühlingsbäume.

Der hellgraugrüne, vielstämmige Recke ist etwas Besonderes – eine Ulme.

Das Ulmensterben hatte vor Jahrzehnten – Ausnahme Flatterulme, Feuchtlagen – ganze Bestände dahingerafft. Altbäume sind daher selten zu finden. Wir waren überrascht, vor 10 Jahren bei unserem Umzug nach SH hier unmittelbar in unserer Nachbarschaft doch noch etliche Überlebende zu entdecken.

Das endete vor 2 Jahren / voriges Jahr, als es einen ganzer Bestand nachbarlich zu dieser prächtigen Ulme dahinraffte. Auch an einigen Bundesstraßen mit doch beachtlichen Beständen fielen fast alle plötzlich als Totbäume während des Blattaustriebs auf.

So freue ich mich also jedes Frühjahr umso mehr über diese „Rest-Ulme“.

Schnell ein Blick in den Sauerbeck – Windeinstau, „gut Wasser“ bis vor den Geesthang – die nun kurze Bachturbulenz stellt ein gutes Versteck dar.

Rund um den Stein vorn links im Foto stehen etliche Stichlinge.

In der öden, offenliegenden Strecke des folgenden Marschkanals rasen andere bei wechselnden Schatten Passierender mal auf-, …

… mal abwärts.

Zwischen Idenburg und dem alten Elbdeich Hetlingen, querab Giesensand herrscht punktuell Gedränge.

Ständig fliegen von SüdOst NonnengansHunderter zu.

Gelbgrün blüht der Spitzahorn, die Esche dahinter hat noch Zeit.

Auf der Deichverteidigungsstraße auf dem Weg von Hetlingen zurück nach Wedel – was knüllt sich da schwarz auf Weg und Deich?

Jede Menge Fahrräder – ein geordneter Parkplatz ist vorbereitet. Das gute Wetter hat schon frühe Menschenmengen zum Kiebitzfest gebracht.

Selten so gesehener Deichhorizont und allerhand Bewegung unten …

… bringt die bislang hier äsenden Nonnengänse auf. Daher also der stete Zuflug und die vorher gesehene Massenansammlung.

Der Kiebitz – lange genug vermisst – darf natürlich nicht fehlen.

Immerhin ist es in jüngerer Zeit gelungen, durch Elektrozäune um Feuchtwiesen Kiebitzfleischliebhaber fernzuhalten. Etliches Jungvolk war das überzeugende Resultat.

Das Angebot Teilnehmender ist bunt – hier Strandfunde …, man glaubt es kaum. – Spenden sind gern gesehen.

Auch ein Storch ist anwesend – bei der NAJU, der Naturschutzjugend. Er widmet sich gerade seinem 2. Frühstück.

Auf den Sichtschutzwällen Richtung Beobachtungshütten blüht Pestwurz.

Drinnen, gedrängter als üblich, sitzen die Vogelfreunde – gutteils mit Riesenoptiken ausgestattet.

Was es Besonderes an saisonalem Vogelgeschehen zu sehen gibt, verdient einen eigenen Beitrag.

Rückzug zum Rückweg – wieder vorbei an Pestwurz, der Vogelstation sowie den „Fest“zelten.

Der HH Hafenverkehr ruht nicht, schemenhaft (da die Digicam Schutzwallgras fokussierte) zieht Containerfrachter Cosco Shipping ALPS, 366 x 52 m, TG 13,8 bei möglichen 14 m (also vollbeladen) Elbe-aufwärts.

Wieder auf der Deichverteidigungsstraße – ein stetes Kommen und Gehen von Fußgängern und Radelnden.

Alle Parkplätze ringsum, so auch die beiden Fährmannssand sowie die Extra-Parkmöglichkeit auf einer Wiese, sind belegt.

Das diesjährige Kiebitzfest wird wohl Rekordbesuchswerte erreichen.

Als ich nach meiner Begegnung mit Wanderstichlingen und Nonnengansmassen (s. vorige 2 Beiträge) in der Marsch wieder am Wedeler Geesthang ankomme, habe ich über nassen Marschwiesen irgendwas, oben, im Augenwinkel.

Wenn das man nicht …

… „unser“, Wedels, Storch ist.

Ja, seit 3-4 Jahren hat Wedel (wieder) einen Storch – inzwischen ein Paar, das wohl demnächst mit der Brut beginnt.

Vor dem Morgensonne-beschienenen Geesthang über den nassen Marschwiesen herrscht bei (trotz) Westwind 5 offenbar eine solche Thermik, dass sich der Storch höher …

… und höher schraubt. So kommt er für mich direkt vor die Sonne – ich breche die Beobachtung ab.

Zu Hause erwartet mich Spatzenschnacken, -piepsen.

Alle 10 bei uns aufgehängten Mauerseglerkästen sind wieder von Spatzen besetzt, mindestens zum Teil sind Junge geschlüpft, wie am Piepsen zu hören ist.

Angesichts des allgemeinen Spatzenrückgangs ist diese Besiedlung erfreulich – wir hatten halt keine Beschriftung „Mauerseglerkasten“ dran angebracht.

In den Vorjahren besichtigten Mauersegler unser so bestücktes Gebäude zwar, haben die Spatzen aber noch nicht rausgeschmissen (was, wie Kenner sagen, ruckzuck geschieht).

Ob, demnächst aktuell, „Mauerseglerdruck“ zu erwarten ist, wage ich zu bezweifeln. Voriges Jahr schien mir das segelnde Volk zu höchstens 50 % zurückgekehrt zu sein (offenbar heftige Verluste bei Reise zu den Winteraufenthalten).

Ansonsten geht das Leben seinen normalen Gang – Arbeiten und Ausruhen -, hier: eine Wildbiene nach Mahonienbesuch.

 

Nachdem mich die fischigen Wanderer, „unzählige“ Stichlinge im vorigen Bericht, (nicht) überrascht haben, stoppe ich auf dem Elbdeich Hetlingen – Fernsicht.

Tidehochwasser – da ziehen Massen, schwarz, flach über das bedeckte Süßwasserwatt gen Elbdeich, …

… heben sich nur leicht darüber und …

… ziehen über die Wedeler Marsch.

Ich radele weiter.

Da sitzen sie, nun schwarz-weiss erscheinend, nahe der NABU-Vogelstation.

Bald starten die Nonnengänse zum großen Flug in die Brutgebiete.

Da sich ein Bussard an mir stört, abzieht, lüften einige über den Weg zur Vogelstation, …

… um gleich wieder diesseits bei den anderen zu landen.

Hinten ist wieder das zweispitzige weisse Zelt zu sehen.

Am Langen Damm misst die Trauerweide meinen Rückenwind – West 5.

Und da steht am Ende auch Genaueres, Erklärung des Zeltaufbaus – am Sonntag findet das alljährliche Kiebitzfest statt.

Da das Schachblumenfest (26. April) sich dieses Jahr nicht mit dem Kiebitzfest überlagert, sind eine Menge mehr Anbieter hier zu erwarten.

Bei meinen Touren hatte ich sie ja bereits gesehen, angesichts Tideniedrigwasser allerdings nur einzeln, weghuschend. Die Wasserführung und die Wasserstände waren angesichts trockener Tage sowie mehrtägigen Ostwinds durchweg niedrig während meiner Passagen.

Heute Morgen allerdings, Windwechsel von stark Ost auf stark West, drückt der Wind die Tide ordentlich ins Binnenland.

Auch bis bachauf des Rohrs staut das Wasser des Sauerbeck leicht ein. Huscht da nicht etwas vorbei – unfotografierbar?

Auch die „Talsperre“ aus Großstein ist überstaut, passierbar. Wer huscht vorbei?

Aber dann – Stickel in Portionen, jeweils gut 10 Stück, …

Auch besser erkennbar, mehr …

Wohl an die 1.000 halten sich mindestens hier im Umfeld auf.

Dieses Geschehen findet aktuell ringsum statt, Beispiel:

Scan aus einem mp4-clip Pinnau, querab Wollny-See. Dank für die Freigabe!

Begünstigt durch den vom Westwind beeinflussten hohen Tidewasserstand.

Windeinstau, noch …

… hat die Ebbe nicht eingesetzt.

Etwas weiter bachab – AltReet, windeingestaut.

Weiter geht`s Richtung Elbe – die unterschiedlichen Frühlingsgrüntöne Weide, Weissdorn, Pappel begeistern mich.

Mehr Wandernde werden folgen, demnächst.

Strecke 2, Blick bachauf Brücke – noch nicht dran.

Bachab – dieser klitzekleine Bachoberlauf weist „in unserer Strecke“ noch Reste von Kulturwehren auf. Der dortige Gefällesprung wird jeweils für eine KiesRausche bachab genutzt.

Hier fangen wir an – Zaun öffnen, Ladewagen einweisen.

Schütten.

Was einseitig geschüttet wird, wird geformt. – Das andere Ufer schützen, Mindestbreite Abfluss vorgeben.

Alles Weitere, was ggf. zu korrigieren sein wird, wird uns der Bach nach Durchgängen von Regen-Peaks zeigen.

Der zweite Rest eines Kulturwehrs …

… ist Standort für eine Selbsttränke des Weideviehs.

Solche Punkte und, wie hier, versteckte Zuläufe / Dränauslässe, gilt es besonders zu beachten.

So legen wir – nach diversen Seiteneinengungen und Rauschen hier bachab eine weitere Rausche an.

Die erste Schüttung ist drin.

Bachab geht das kanalartige Gewässer in eine Kurve.

… und fliesst dann kanalartig weiter. – Hier endet unsere Arbeitsstrecke – diesmal.

So wird – soweit in die Böschung gefahren wie möglich – weiter geschüttet.

Einweisen einer Restladung.

Alles drin!

!!! Das gibt doch Aufstau, Überschwemmung !!! – – – Nicht, wo wir arbeiten.      🙂

Aus dem Schütthaufen wird eine Rausche (das Wasser, das Gewässer, unser Kooperationspartner, arbeitet mit). Die Ufer sind geschützt, die Rinne für Niedrigwasserabfluss wird profiliert und gerichtet.

Optik-Check: So soll es sein.

Im Abgang – auch unmittelbar bachab des 2. Kulturwehrrests will noch ein wenig korrigiert werden.

Der Busch ist mit einer Seitenschüttung versehen.

Von der Brücke aus erlebbar, der bachab rauschende Bach. Radfahrer und Fußgänger haben ihre Freude an der Veränderung, wie wir im Gehen feststellen.

Auch uns gefällt`s – schnell werden Gewässerorganismen diese neuen Lebensräume besiedeln.

Demnächst gibt`s für beide Strecken eine kleine Nachschau.

OsterHasenKuchen – von der jüngsten Generation, Hamburg, gestaltet.

Der und anderes wurden mit Genuss verzehrt.

Ostermontag, weiterhin Wind bei 5 Stärken – mal sehen, wie weit ich komme. Schwarz ist gerade abgezogen, nix rausgefallen.

Sauerbeck, kurz nach Thw, Windeinstau – da hinter dem Baum …

… – attraktiver Lauerstandort – ist gerade ein Graureiher abgeflogen.

Von meinem Kurztrip am Ostersonnabend berichtete ich das Eintreffen der Wanderstichlinge hier.

Windstau mit …

… LandArt – Windstau wirkt gegen Abfluss.

Etwas weiter, Sturm im Wasserglas – muss ich halt freie Strecken im 1. Gang zurücklegen.

Über mir dramatisches Wolkenjagen – schnelle Lichtwechsel.

Hinter Idenburg, Blick West – die 15.000 Nonnengänse – halbwegs windgeschützt, auf zwei Parzellen vereint (setzt sich links und rechts fort).

Der IdenburgStorch, forschend – plötzlich …

… eilt er mit großen Schritten weiter.

Während ich mich wundere, zieht Osterfeuergestank in meine Nase (ach ja, ist ja Ostern!). Ob der Storch dieser Fahne ausgewichen ist?

Sonnenbeschienen – die große Magnolie hinterm alten Elbdeich Hetlingen.

Und da ist es schon, das Hetlinger Osterfeuer – irre hoch der Abfallhaufen, erfahrungsgemäß noch Wochen vor sich hinschwelend, -mümpfelnd.

Elbdeich Hetlingen – das ablaufende Wasser der Elbe gischtet angesichts des heftigen Gegenwinds.

Vor dem Geesthang Wedel stehen die Flaggen stramm, flattern in Böen.

Das soll heute erstmal der letzte 5er-Wind gewesen sein. Ich begrüße diese Veränderung – auch mit all den Frühlingsblüten und ihren BesucherInsekten im Sinn.

Begrenzte Zeit und Starkwind SW 5 lassen mich verkürzt radeln – die Zeit reicht nicht, zum Elbdeich gegenanzukämpfen und dort den Rückenwind zu geniessen. – Die Anfahrt nur hin zum Sauerbeck, mal reingucken, ist in dieser Situation als Tour gut geeignet.

Tideniedrigwasser, günstige Gelegenheit für Details. Fußgänger und Radler geniessen, im Sonnenschein ordentlich durchgepustet zu werden.

Der frühere Rohrabsturz – da geschah, was immer geschieht beim Verbau von Großsteinen. Sie werden von Aktivisten bewegt.

Die üblichste Version ist: Steine klauen. Mein Spruch „Ich nutze keine Großsteine, die haben einen zu hohen Dampfdruck.“ [Alternativ oder ergänzend: Die dematerialisieren sich und sublimieren dichter oder weiter entfernt. So findet man sie in Städten häufig in bachnahen Kleingärten wieder.]

Wenn sie verbleiben, werden sie anders verbaut, meist gewässerschädlich – so hier. Mit dem Großsteinauffang des vorherigen Absturzes wurde ein erster Ansatz zur Durchwanderbarkeit für Organismen geschaffen. Nun ist die durch „Talsperrenbau“ im kleinen erstmal wieder beendet.

Blasen.

Mal genauer hinsehen – Nährstoffüberschuss und Starklicht lassen Algenzotten wachsen.

Ich gehe die Rausche-Kolk-Abfolge entlang.

Da der Unterhaltungsbagger den Kies „erwischt“ hat, fehlen über die gesamte Uferhöhe die einengenden Wangen an den nun flacheren Rauschen. So sind die Kolktiefen leider minimiert – nix drin zu sehen.

Aber am Ende der Strecke, wo bachab der letzten Kiesel ein kleiner, weiterer Kolk oberhalb der folgenden SandEinöde des Marschgraben folgt, schiesst etwas hin und her, sucht Schutz. Die Wanderstichlinge sind eingetroffen.

Doch noch erwischt. Ein Stichling von ca. 200 ist auf dem Foto (mit gutem Willen) erkennbar, rechts mittig.

Die Stichlinge sind nun unsichtbar. Soweit sie nicht abwärts gerast sind im flachen Wasser, befinden sie sich …

… unterm Schutzdach von Kleinturbulenzen unmittelbar bachab am Ende unseres Wirkens.

Da müssen Reiher und Eisvogel schon sehr genau hinsehen, …

… was der Reiher (Fußabdrücke), jedenfalls oberhalb des Rohrs, bereits ausführlich getan hat.

Mit Blick auf Scharbockskraut am besonnten Steilufer wende ich und radele nach Hause zurück.

 

Nach Absolvieren der Mühlenaustrecke, Mühlenstraße bachauf bis Rosengarten, bleibt genug Zeit für einen orientierenden Abstecher zum Neunaugenlaichplatz Hindenburgdamm.

Durch den Frühlings-Fahlt geht`s, vorbei an …

… Buschwindröschen.

Blick auf die Kiessohle der Pinnau am Pegel Hindenburgdamm.

Zwar bleibt zur Zeit das Tideniedrigwasser ca. 20 cm über dem Mittel, klares Wasser lässt aber erkennen, dass noch keine Laichaktivität von Flussneunaugen eingesetzt hat.

Rüber auf die andere Seite – wie sieht`s da aus?

Da liegt ein Fahrrad im Bach – neue Struktur, anthropogener Fischunterstand (?).

Und nebendran – ein weiss gepunkteter roter Ball.

Wohnt hier wer?

Da liegen zwei Einkaufswagen – ebenfalls zwar Struktur, aber eher zweifelhafte, verzichtbare Lebensraumvielfalt.

Die Zuständigen sind informiert.

Mein Ziel ist klar – ich radele durch Rellingens Baumschulland, …

… vorbei an wichtigen Utensilien im Klimawandel, Schutz vor Hochwasser, Rückhalt, Ableiten – Wasserspeicher und Leitungsrohre.

Inzwischen hat die mittäglich vorausgesagte helle Wolkenschicht den Himmel bezogen.

Hier kommt auch die Erinnerung – allen Leserinnen und Lesern meines Blogs wünsche ich schöne Ostertage.

Virtuelles Verständnis – statt, wie morgens auf der Hinfahrt woanders gemessen 25, radele ich mit „gut Gegenwind“ gerade man mit 12 km / Stunde. – Ist bald …

… geschafft. Meine Wahl fällt diesmal auf die Rellinger Central Pfanne – wie sich schnell herausstellt, eine gute Wahl.

Start Rückweg – Rellinger Hof und Kirche dahinter (alle Ampeln rot? wo sind die Mitmenschen ringsum?).

Gründonnerstag, früher Nachmittag – es rast der Mensch wie verrückt auf der A 23.

Hier noch keine Staus – anderswo, wie ich zu Hause im Radio höre, aber hinreichend. „TüTa“ begegnet mir auf dem weiteren Weg auch 5 mal – meine Güte!

Kleinklima hinter der S-Bahnbrücke Thesdorf – erste Spitzahorne blühen, gelbgrün.

Sternmagnolien (und Magnolien) haben bei uns ringsum dieses Jahr Glück – volle Blütenpracht, keine Schäden durch Nachtfrost.

Vorbei am strukturlosen Krabatenmoorbach …

… komme ich im hausnahen Rosa an.

Es wurde von ersten Nestbauaktivitäten einzelner Flussneunaugen in den oberen Einzugsgebieten Mühlenau und Pinnau berichtet. Da sollte ein Ausflug zum unteren, städtischen Bereich lohnen.

Rosa geht`s in Wedel los.

Pinneberg, Saarlandstraße – Wohnbaugesellschaft denkt mit, handelt, bietet flächig Solar auf den Dächern. Das städtische Grün mit Mühlenau-Fuß- / -Radweg liegt gleich nebendran, rechts vom Foto.

Mühlenstraße, Blick bachab – Übergang Bach zur Tide-Mühlenau vor Zusammenfluss mit der Pinnau – gen Tideniedrigwasser.

Blick bachauf, kaum Mittelwasserabfluss – Frühlingsgrün, 2 Kieslenker.

Einer der größeren Kieslenker mit regelhaftem Laichgeschehen, Turbulenz, vorn erwünschter Uferaufbau bachab sichtbar.

Auf dem Kies ist noch keine Laichaktivität erkennbar.

Stadtenten – durch Füttern provizierte Entfernung vom Naturgeschehen.

Großes Kiesbett im Grünen. Alle zugänglichen Punkte sollen absehbar frischen Spielkies für den Bach (und besuchende Bevölkerung) erhalten.

Blick bachab – mit die ersten Kieslenker an der Mühlenau, nun bald 10 Jahre wirksam.

Blick gen Brücke Christiansenweg, links vom Bildrand liegt das Mühlenauquartier, ex-ILO – erlebbarer Stadtbach mit Umfeld.

Auffällig ist, dass die hier regelhaft zu beobachtenden Einzel-Exemplare „Haus-“ -Reiher und -Kormoran unsichtbar bleiben. – Fehlt das paradiesisch lockende saisonale Futterangebot (noch)?

Brücke Christiansenweg bachab – Stadteinleitung ungereinigter Oberflächen- und Grundwässer.

Blick bachauf – erlebbarer Stadtbach, Hausgans.

Gen Bahn – Glas, Stahl, Beton, erlebbare Stadtplanung.

Öffentlicher Raum, Blick vor Bahnlärmschutz vor Stadtbach Fahlt, …

… versiegelt, überheizt, Minimalgrün als Staffage ohne benötigten Wurzelteller. Grauenhaft.

Weiter geht`s bachauf der Bahnquerung.

Kieslenker Mühlenau neben Parkplatz Bad – Teichrosen im Frühjahrszustand, noch keine Flussneunaugenaktivität erkennbar.

Auch bachab dieses Kies baut sich wie erwünscht Ufer auf.

Mit Glück sind hier im frisch feuchten Boden nach Absinken von Regen-Peak-Durchgängen Otterspuren sichtbar (vom Hund deutlich zu unterscheiden).

Letzte Nachschau, der große Kieslenker unterm Buchenbogen, qureab Rosengarten – Stein- und Lenkerturbulenz.

Auch hier ist noch nicht zu erkennen, dass Kies zum Flussneunaugennestbau bewegt worden wäre.

Wir sind ja auch früh in der Zeit. – Die übliche, oft zahlreiche Laichaktivität der Flussneunaugen wird Richtung Mitte April erwartet.

Ein Abstecher zur nahen Pinnau, Hindenburgdamm, lohnt immer. Dazu gibt es demnächst einen eigenen Bericht.