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„Was drin ist, ist drin.“ und „Mehr geht immer.“ sind zwei Sprüche, die auf unser Puzzle-artiges Arbeiten passen. Wo etwas „geht“, Örtlichkeit und Kooperationspartner auf Verbesserungen hoffen, starten wir – wenn das Wetter mitmacht.

Diesmal geht es um einen kleinen Bach, gern mal „Bek“ genannt. Ob „der“ oder „die“ hängt vom regionalen Gebrauch, teils von persönlichen Vorlieben ab.

Die Gelegenheit ist günstig, ein Sattel Kies (25 t) liegt auf befestigter Fläche eines bachnahen Hofs bereit. Optimal: Der Anlieger ist begeisterter Bachverbesserer (anderswo bereits mit Telelader aktiv gewesen), den aktuellen Transport mit Schütten übernimmt der Vorsitzende des Wasserverbands selbst.

Ringsum im knickreichen Gelände blüht Scharbockskraut.

Ich komme später, die Arbeit ist bereits ingang – Trecker positioniert den Ladewagen.

Kundige sind vor Ort, weisen die jeweilige Ladung ein. Wir bevorzugen, wo immer möglich …

… direktes Schütten auf Uferböschung / ins Gewässer.

Diesmal begleitet uns auch ein aufmerksamer, erprobter Kontrollhund.

Was nicht passt, wird passend gemacht – Schaufeln und Rechen bringen Uferschutz und Sohlbedeckung in Form, soweit nötig.

Unser Begleiter, gut im Schatten platziert, ist zufrieden.

So geht das Fuhre um Fuhre.

Bachab der Erlenkurve – Blick vom Aktionsende bachauf – erstreckt sich der Bek als tief eingeschnittener EinödKanal.

Neben den Schwerpunktorten im oberen Teil der Strecke legen wir auch zwei Rauschen in der langen Geraden „für den Anfang“ an.

Unten fertig, Übersicht.

Und mit näherem Blick – der vorherige „Spiegel“ ist als Fliessgewässer durch Bewegung turbulent gebrochen.

Wir wollen noch an eine weitere Strecke bachauf, schütten Restmengen per Frontschaufel oberhalb bekannter Brücke ein.

Hier haben Meerforellen und Flussneunaugen frühere Kiesgaben zusammen mit höheren Abflüssen inzwischen vollständig unter die Brücke bzw. weiter bachab transportiert.

Abschiedsfoto – auch hier gilt „mehr geht immer“.

Blick hoch – Frühlingsblüten neben angehenden Weihnachtsbäumen, oben drüber die Osterflieger. Schöne Ferientage!

 

Aufwärts gefahren, schattig geparkt.

Ein Graben nebendran – auch hier blühen Frühlingsblüher, speziell …

… Buschwindröschen.

Auch diese obere Bachstrecke, geradezu winzig, ist bislang ein tief eingeschnittener, strukturloser Kanal.

Zwei Reste von alten Kulturwehren – hier eins davon – stören durch Abriss noch die Durchgängikeit.

Starke Sanddrift behindert flächenhaftes Leben, belastet untere Bachabschnitte.

Das können wir mindern, wie bekannt.

Folgende Beiträge werden ein paar Details, Spezialitäten zu beiden Teilstrecken berichten.

Ich muss auf der Rückfahrt noch mal an die erste Strecke, habe etwas vergessen.

Aufatmen, sie ist noch da, sitzt – wie verlassen / vergessen, zum Glück nicht von häufigen Besuchern hier mitgenommen – auf dem Brückengeländer.

Interessante Schalenstruktur, wo die organische Oberfläche erodiert ist, weite Jahresringe – der Blick auf die Innere Schlossstruktur zeigt, eine Flussmuschel.

Über das Vorkommen solcher, eigentlich eher bachfremder Tiere habe ich gelegentlich berichtet. Woher auch immer gekommen, ggf. aus Privatteichen, leben diese Muscheln in den spiegelnden, strukturlos und träge fliessenden kaputtgebauten Gewässern.

Wir hoffen durch bachtypische Belebung, einen besseren Lebensraum für die fast nirgendwo mehr in lebensfähigen Populationen zu findende Bachmuschel zu schaffen.

Abendlicher Besuch – „dunkel war`s, der Mond schien helle …“ – Scheinwerfer Ostervollmond, vor dem Wandrand aufsteigender Nebel.

Nach dem Regen, Wind auf großen Pfützen – ich erwarte, ungenässt meine Runde zu drehen.

Der Wegweiser interessiert mich nicht, heute verläuft die Runde gegen den Uhrzeigersinn – abbiegen erst später.

Vor der Geestkante Holm, nebenbei mitgenommen – wer genau hinsieht, sieht als ersten Baum der neuen Berme einen Holunder spriessen (man muss schon sehr genau hinschauen!).

Blick hoch, über die Holmer Marsch! In der Ferne saust`s, dunkler.

Nicht nur die Störche, auch die Schwäne putzen sich (heraus) …

… und ziehen ihres Weges.

Über und auf der Hetlinger Marsch – Nonnengänse, Frühlingsbaum, Wetter.

Elbdeich Hetlingen, binnendeichs – „meine“ Schlechtwetterfront zieht vorbei.

Blick Nord – die nördlich vorbeiziehende Front sieht ungemütlich aus.

Elbdeich Fährmannssand, Blick West – wie bekannt (auch wenn`s anders aussieht): die Elbe ist keine Wasserscheide [behaupten hartnäckig die Fachleute].

Im Norden über der Geest geht es heftig zur Sache.

Blick auf Geesthang Wedel, „unser Kran“ auf dem B-Plan nahebei – „das Wetter“ saust nördlich Wedel vorbei. Frisch leuchtende Triebe der Trauerweiden zeigen meinen Rückenwind, NW 5.

Zuhause beleuchtet die Sonne das sich entwickelnde Eingangs-Ensemble: Mahonien, junge Felsenbirne mit Rose.

Sehr schön verläuft die Entwicklung unserer selbstvermehrenden Frühblüher unter Büschen und Bäumen: Lerchensporn, …

… Veilchen …

und Bärlauch.

Auch die Platznahme des Storchschnabels am Nordausgang entwickelt sich zu unserer Freude als guter Bodendecker (raue Rinde eines Feldahorns nebendran).

 

Bei SüdWest bis Stärke 5 radele ich gegen den Uhrzeigersinn.

Vor dem Geesthang Holm liegt das geschilderte Winteropfer Graureiher nun nicht mehr Am Hang, sondern ist in die Wiese verschleppt, zerlegter als zuvor.

Und da, Gestüt Idenburg – der Storchenhorst ist besetzt.

Ob der Storch gerade frisch angekommen sein mag?

Jedenfalls ordnet er konzentriert sein Gefieder.

In den vorigen Jahren kamen die Störche hier früher (kritisch genug in 2025 angesichts eines Kälteeinbruchs). Mal sehen, ob die Bewohner etwas zu berichten haben, den Storch evt. kennen. Voriges Jahr kam der seit Jahren hier brütende Storch, nachdem das Nest von einem anderen besetzt war. Wenn ich es richtig erinnere gewann „der Alte“, bekam aber – nach früherem Verlust der Partnerin – erst so spät Gesellschaft, dass keine erfolgreiche Brut mehr zustande kam.

Hoffen wir also das Beste für 2026.

Nein, da ist kein zweiter Storch in der Nähe. Bei näherem Hinsehen balzt ein Paar Sturmmöwen. Von fern hatte ich bei Sehen von gereckten Hälsen im Umfeld eines Marschgrabens zunächst auf weiteres Storchenweiss getippt.

Auch vom Elbdeich her – über Flachsee nahe der Vogelstation geblickt – leuchtet der Storch, als kleiner weisser Punkt, auf dem Horst.

Elbdeich Fährmannssand – Weiss auch auf dem Süßwasserwatt, …

… die auflaufende Flut drückt Elbwasser über die Buhnenspitze, der starke Wind erzeugt auf dem Watt Gischt der sich überschlagenden Wellen.

Der Geesthang ist nah. Das streckenhafte Weiss der frühlingshaften Marsch prägen die Kirschenverwandten, vor allem Schlehen und Mirabellengebüsche.

Bei uns ums Haus kommen ebenfalls mehr und mehr Frühlingsblüher zum Vorschein – demnächst auch hier im Blog.

Reisen bildet, sagt man. So  überschritten wir, Bach-Interessierte, 2mal Kreisgrenzen.

Entrohrter Bach (Tönsbek), nun beispielgebend strukturiert und baumbestanden – selten genug zu sehen!

Leider muss er bald, noch ein ganzes Stück, Richtung Einmündung in das Hauptgewässer wieder im Rohr verschwinden – so`n Scheiss!

Zwischen bau- und finanzierungstechnischen Zwängen hängt dann Deutschlands „Freiwilligkeit“. [Dazu erspare ich mir Kommentare, weiss aus Jahrzehnten in Niedersachsen, dass irgendjemand immer die letzte Laterne am Zug sein möchte.]

Das Hauptgewässer besticht durch seine schicke Talaue.

Hier geht es tierisch zu, Wildsau-geprägt.

Haupt- (oder Mit-)Akteur sind Robustrinder, die extensiv gehalten eine halboffene Weidelandschaft gestalten.

Bäume fallen mal so-, mal sorum.

Mit ersten Rauschen wurde auch die Gewässerstruktur verbessert.

Wenn – als weitere Gewässerverbesserung und bei als erforderlich erkannter Anpassung an den Klimawandel – höhere Abflüsse verstärkt, früher als gegenwärtig in die Talaue übertreten sollen, könnte das z.B. durch Einengen des Mittelwasserprofils schrittweise gelingen.

Im Wegfahren entdecken wir die Herde.

Meist passen (die) Kühe auf, der Bulle frisst.

Kälber (links) sind ebenfalls interessiert, wer da guckt.

Die Kunst ist, die Herde auf eine flächenverträgliche Bestandsgröße zu begrenzen.

Wieder was gelernt!

Gestern ruft`s hier an: „Das Rad ist angekommen!“ – Ja, das Geheimnis, das neue Rad der Enkelin, HH.

Ich hole es ab und radele es abends über die Landesgrenze.

Es empfangen mich der begeisterte Sohn und ein ebensolcher Hund.

Aber wo …

… bleiben die Damen?!

Die Abendsonne …

… verschwindet bei leicht orangem Himmel.

Die erwarteten 2 Frauengenerationen erscheinen, vom Sport – allgemeine Begeisterung über die Überraschung!

So komme ich denn im Finstern per Auto nach Wedel zurück – besten Dank!

Gestern war`s – Polarlufteinstrom zu uns, Sturm auf See wirkt hier mit West 5. Das Radar zeigt Flockenwolken von licht bis Regen-schwer. – – – Termin umlegen?

„Flocken-Lücken“ im Radar machen „Mut zur Lücke“. Also, zu dickem, regenfestem Zeug noch die Regenhose überziehen und los … Radeln.

Das geht ja gut los. Blauer Himmel, Wind von schräg, oft genug schräg von hinten. Am Horizont stehen weisse Gebilde, mit Grauerem drunter.

Halbe Strecke bis Pinneberg – die dicken Fronten rasen zunächst südlicher, kümmern mich nicht. Der fernere Horizont rechts ist aber sehr ausgedehnt, auch für mich bestimmt.

Einfahrt Pinneberg – das nun Schwarze holt mich ein.

Schlagartig Graupel, AUA! – Hut auf, Kapuze drauf, Büschen hinterm Baum warten.

Binnen Sekunden ist der erreichte Fuß-/Radweg weiss.

Wie begonnen, so beendet – ich kann weiter.

Am Vorabend hatten wir noch vom Wetterfrosch gelernt, was den Unterschied zwischen Graupel und Hagel ausmacht. Ersterer schmilzt schnellstens, wenn man ein Korn in die Finger nimmt. So ist das auch, ich wundere mich, mit der weissen Lage auf dem Weg, trotz Temperatur nur gering über null Grad. Schon ist sie weg.

Unter der Bahn, vor dem Stadtwald Fahlt – Blick bachauf auf Rausche auf dem Nacken und scharfe Schussstrecke.

Eine feine Stelle! Hier haben wir vor Jahren per Telekranbagger einen Sattel Kies (25 t) versenkt.

Die Folgen solcher Gaben mit gutem Anstrom sind aus vielfältigen Schilderungen hier im Blog bekannt.

Pünktlich erreiche ich den Treffpunkt, P beim Bad, Rosengartenstrecke Mühlenau mit Kiesgaben gleich nebendran.

Unsere Verabredung war aufgehängt am Stichwort „Runder Tisch Biodiversität Pinneberg“. Wir stehen unmittelbar an einem menschlichen Negativbeispiel, Vernichten von Auenräumen bis an die Gewässerkante.

Heutige drängende Schwerpunkthandlungsthemen – von Tagesaktualität mal wieder verdrängt – wie Anpassen an den Klimawandel, Nachhaltigkeit im Handeln = vorsorgende Nichtzerstörung wesentlicher (Über-)Lebensräume, Erhalt bzw. Verbessern der Vielfalt in Lebensgemeinschaften („BioDiversität“) sind durch menschlich-geistige Verdrängung nicht aus der Welt.

Ein breit angelegtes Gespräch über Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten startet, „gewürzt“ mit Ansichten wie hier: Erzeugte Turbulenz bringt nicht nur Sauerstoff und mehr Leben in den Bach, sondern ist auch optisch wahrnehmbar.

Im Ruhebereich spiegelt sich der Baumstamm, uferschützend entwickelte Turbulenz „bricht den Spiegel“.

Mit Unterwasserlenker versehene Kiesgaben bauen „verlorenes Ufer“ wieder auf.

Ein Blick auf solch freie Böden lohnt oft! Neben Spuren von Stadthunden finden sich Zeichen von Wildtieren, Mäusen, Enten und Reihern, mit Glück sind auch die charakteristischen Fischotterspuren erkennbar – ja, hier, auch mitten in der Stadt.

Ertappt! Ein Schwarzangler mitten auf einem Kiesdepot!

Kleiner Scherz, muss sein …

Mein Gesprächspartner, der Journalist, hat an langer Teleskopstange eine Unterwasserkamera.

Mit der sieht er nicht nur, das scheinbar trübe Wasser ist klar (!), sondern auch an ruhiger Stelle mit Schlammlage belegten und an turbulenter Stelle mit Algen bewachsenen Kies.

Mit gutem Timing und bei Glück günstiger Abflusssituation wird er hier auch ab etwa Mitte April ff. laichende Flussneunaugen beobachten, ggf. Fotografieren bzw. Filmen können – ja, auch die, hier mitten in der Stadt.

Genug geschnackt, ich radele zurück.

Nach Unterqueren der Bahn werfe ich noch einen Blick auf die „Ockerquelle“ – Folge der Schandtat, das „Quellental“ (!) mit Bebauung zuzupflastern und alles Quellige, Rohr-gefasst mit allen Boden-Wasserhaushalt-Störungen, abzuleiten.

Im Luftraum zeigt sich der Frühling mit Hainbuchenkätzchen und weissen Prunus-Blüten.

Ich komme im IntensivBaumschulBereich Wedel an.

Nun weiss ich, warum ich trotz des Winds pünktlich am Treff war. Auf der Rückfahrt konnte ich im Gegensatz zu den Gängen 5-6 (7 „ging nicht“, windtechnisch) nur die Gänge 4-5, oft genug 3, auch mal 2 radelnd nutzen.

Durchs Wedeler Autal radele ich gen S-Bahnhof, Bahnhofstraße – Frühlingsbote Trauerweide.

„Hoch oben“ in die Bahnhofstraße hat mich das Saison-Essen Stint gelockt. Ein Genuss! – wohl das letzte Mal im Frühjahr 2026.

Vogelstation Wedeler Marsch, Durchblick unter Bagger auf Idenburg – noch kein Storch auf dem dortigen Nest.

Der Bagger mit kundigem Fahrer wird regelhaft für Umfeldverbesserungen, Flachwasserbereiche, kleine Halbinseln im Bereich der Nasswiesen an der Vogelstation Wedeler Marsch eingesetzt.

Die Störche Idenburg lassen dieses Jahr auf sich warten – in den vergangenen Jahren war der Horst bereits um diese Zeit von mindestens einem Brutpartner besetzt.

Wo an einem Tag Lachmöwen in großer Zahl anzutreffen sind, …

… sind tags drauf Massen Nonnengänse …

… zu beobachten, die sich in dichter Packung drängeln.

Es scheint, als ob sich Zugschwärme gen Brutgebiet bilden. Unser Hamburger Ableger berichtete von einer KI-geprüften Dichte kürzlich, es handele sich um ca. 15.000 Exemplare.

So zähle ich das auch zur Zeit, schätzend, bei anderen Beobachtungen – im Extremfall alle auf einer Wiese, ein schwarz(weiss)es Gewimmel.

Und dann – wie auch immer …

… ausgelöst, ertönt ein Brausen …

… zunehmend!

Hier, ausgehend von einer Weide vor dem alten Elbdeich Hetlingen, kommt der ganze „15Tausender“ auf mich zu.

Schon ist der Schwarm über mir, …

… zieht vorbei und …

… teilt sich.

Diesen Anteil, knapp die Hälfte, werde ich gleich wiedersehen.

Und da sitzt und äst der Schwarm bereits, letzte landen – nahe Elbdeich Hetlingen.

Etwa Tausend sind inzwischen zum Ausgangsstandort zurückgekehrt, während ich die „zweite Hälfte“, gut 5.000 Gänse, nahe der Vogelstation Wedeler Marsch wiedersehe – da, wo dieser Beitrag mit Lachmöwen startete.

Nach klaren Nächten …

… setzt gegen Sonnenaufgang ein mächtiges Konzertieren ein. Vorweg allerdings hat eine Gruppe Elstern einen viertelstündigen Kanon vor 5 Uhr frei.

Rot – hier muss es irgendwo sein – wuselt …

… ein Eichhörnchen im liegengelassenen Laub herum, buddelt, findet.

Und bemerkt mich nach Frühstücksgenuss. – Noch scheu, dieses Jahr! Wusch, ist es weg.

Der Bärlauch erweitert Jahr für Jahr seine kleine Fläche, …

… lässt ringsum an offenbar geigneten Orten seinen Nachwuchs keimen.

So geht das auch mit unserem Ur-Lerchensporn, …

… dessen Nachwuchs an mancherlei unerwarteten Orten auftritt. – Möge es ihm dort gefallen!

Wer sich auf „Sauberkeit, Jäten, rein-raus-Gärtnern“ mit immer neu Zugekauftem, wechselnd über die Jahreszeiten beschäftigt, hat solcherlei Erlebnisse nicht.

Die Veilchen blühen.

Unsere „neue Weide“ zeigt bereits von Hummeln, Bienen und Fliegen heftig beerntete Kätzchen.

Und auch der Hartriegel, mit seinem Gelb neben Forsythie und Zaubernuss die Landschaft prägend, ist schon ziemlich weit.

Hoch oben, hier in einer Mehlbeere, gibt das Rotkehlchen ein Beispiel seiner Kunst.

Mal abwarten, wie sich die insgesamt eher dicht über 10 Grad haltenden Tagestemperaturen auf die weitere Entwicklung auswirken werden.

Was im vorigen Beitrag beschrieben ist, geschieht nicht „einfach mal so“.

Bevor auch nur „irgendwas“ losgeht, sind die Grundvoraussetzungen zu erfüllen.

Dann kommen die örtlichen Spezialitäten, die beachtet werden wollen (müssen !).

Unser vereinbartes Ziel ist ja, übermäßigen Erosionsangriff auf Nutzland zu vermindern und …

… im übertief entwickelten Canyon die Sohle anzuheben.

Alles soll dynamisch, über „Spielkies für den Bach“ erfolgen und letztlich übermäßigen Boden- / Sandtransport bachab verhindern. Letztlich müsste dieser „oben“ verlorene Boden unten teuer gebaggert und entsorgt werden – vom ökologischen Schaden beim sukzessiven Transport über die Gewässersohle nach bachab einmal ganz zu schweigen.

Im vorigen Foto ist schon eine praktische Fragestellung zu erkennen: Von welchem Bachufer aus schütten wir? – Nun haben wir aktuell einen Telelader, also mit ausfahrbarer Schaufel, zur Verfügung. Da stellt sich diese Frage nicht ganz so krass.

Es gilt, Dränzuläufe zu beachten – nIcht einstauen, gar zulegen!

Dass es in Zeiten des Klimawandels und aus Gründen des Stoffaustrags sinnvoll erscheint, Dräns zu minimieren, zu beseitigen, durch Reinigungseinrichtungen auf dem Nutzland vor Einleiten in ihrer Schadwirkung zu verringern, steht auf einem anderen Blatt – alles an seinem Ort und zu seiner Zeit.

Nicht immer sind Dräns leicht zu identifizieren. – Wenn sie bei Extrembodenverlust freigelegt, gar abgerissen vorgefunden werden, dann schon.

Gleich oberhalb dieser einsamen Erle (schön, dass sie überhaupt da steht!) lohnt sich ein Blick auf den diesseitigen Hang.

Da ist ein Endstück Dränstrecke Richtung Bach offen – mit …

… (oha, Eisenocker!) dem Vorzug, dass gelöstes Eisen bereits hier und nicht im Bach ausfällt.

Auch zeigt uns die Kante zum Ausgangswasserstand, wie hoch die Rausche bachab maximal werden darf.

Blick ins Umfeld – weisse Punkte auf dem Acker! – Da „wachsen die Steine aus dem Boden“!

Tun sie natürlich nicht! Der Boden „verschwindet“ mit der Zeit, die hier ausgesprochen steinige, lehmige Moräne zeigt sich.

So ist das auch im Bach, Naturkies wird hier punktuell bis streckenhaft sichtbar, ….

… teils auch mit groben Steinfraktionen (nach vorherigem erosivem Abtransport des gesamten feineren Materials).

Diese turbulenten Bereiche gilt es zu erhalten.

So ist also während des Erstellens einer Rausche, beim Schütten von Kiesdepots wichtig, jeweils das Umfeld im Auge zu behalten.

Nach der Arbeit: Kein Einstau bachauf liegender turbulenter Bereiche – so muss es sein.

Dann dürfen wir uns wieder – und andernorts! – zu guter Tat einfinden.

Genug gesehen und geschnackt – besten Dank auch und Tschüß, bis zum nächstem Mal.

Es gibt keinen Restaurierungsbeitrag 2025 zur Bredenbek hier im Blog, „nur“ 2 Berichte zu einer Exkursion dort. Seit August 2021 versuchen wir, mindestens einmal jährlich einen weiteren Puzzlestein zu setzen zum Vermindern erhöhter Erosion, verbunden mit erheblichem Sandeintrag in die Oberalster, Erhalt von Großbäumen sowie Lebensraumverbesserung für die Organismengemeinschaften im Bach selbst. Dass das alles nicht zuletzt mit dringend erforderlicher Anpassung an den Klimawandel zu tun hat, ist veröffentlicht. – 2025 hinderten uns „1.000 Gründe“, aktiv zu werden.

Nun also !

Das Abendrot am Donnerstag versprach …

… siehe da, der Freitag – wird ein sonniger Tag!

Mein Start, vorbei an Zukunft – Baubeginn am B-Plan Hogschlag, …

… der in Bau und geändertem Verkehr für Anwohner und Durchfahrende noch manche Überraschung verspricht.

Gegen den rush hour-Verkehr habe ich zügig die Kreisgrenze PI erreicht – SE empfängt mich.

Die zuvor überstauten Wiesen der Oberalsterniederung sind frei.

Blick bachauf, die Alster fliesst zwischen Mittel- …

… und Niedrigwasserabfluss – hier struktur- und baumlos.

Auf`m Berg, dem Düvelsbarg, nicht mehr weit, …

… da liegt auch schon der bestellte Sattel Kies (25 t), der Fachmann am Telelader startet.

Der Kies ist von der Edmund Siemers-Stiftung finanziert, die Arbeit leistet der Gewässerpflegeverband Alster-Rönne, die fachliche Anleitung übernehme ich.

Testanfahrt an den Canyon-artig eingeschnittenen, kanalähnlichen Bach.

Anfahrt und Schütten klappen gut.

Ergänzende Manpower – wir sind komplett.

Zum diesseitigen „Kies im Schüttwinkel“ …

… folgt die Ergänzung am rechten Ufer.

Wir lassen unsere Gabe – zum weiteren Bearbeiten durch gelegentliche Hochwässer – so liegen.

„Jacke hat Ruh`“- hängt auf meinem Haselstecken.

Punkt für Punkt werden Rauschen, …

… vor allem aber Kiesdepots zur Erosionsentschärfung und zum Baumschutz, hier: 2 Eschen, angelegt.

Für uns ist dies „Spielkies für den Bach“. Die Zeit wird zeigen, wie das System funktioniert und so manchen Lerneffekt hervorrufen.

Zum Schluss nehmen wir das Werk ab, wo nötig werden leichte Uferanpassungen des Kies per Rechen und Schaufel vorgenommen.

Überraschung mitten im Gelände, im Weggehen – Gelb. Das sieht ja wie Huflattich aus! Hier? [Wer weiss anderes?]

Dass wir nicht blindlings drauflosgearbeitet haben, versteht sich von selbst. Besonderheiten vor Ort, spezielle Rahmenbedingungen erläutere ich demnächst.

Sowas wie beim „echten Stonehenge“ haben wir selbstverständlich nicht zu bieten. Aber unser „urbanes Stonehenge“ zeigt nun verlängerte Sonnentage – im Haus.

Weit ist die Sonne bereits nach Norden vorgedrungen – startet inzwischen am tiefstmöglichen Punkt zwischen östlichen Nachbargebäuden.

Bisher mussten wir immer warten, bis sie über dem NordSüd-ausgerichteten Nachbarblock auftaucht.

Auch wir sind wieder bei Sonnentagen angekommen, kalt startend. – Neu: unsere Sukzessionsweide trägt erstmals Kätzchen – und die werden ordentlich besucht von Bienen, Hummeln und Fliegen.

Volle, in der Sonne leuchtende Pollentaschen zeigen den Sammelerfolg.

Auch nachmittags gibt es eine Tageslichtverlängerung – Beispiel Wohnzimmer.

Hier, gen Westen, findet unser Sonnenuntergang nun nördlich des Nachbarhauses statt – dem tiefstmöglichen Punkt.

Dann gucke ich mal, wie`s heute mit dem Radeln steht.