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Bei einer Nachschau der Treibselsammler an der Gronau hatte ich Kontakt zum anliegenden Flächennutzer aufgenommen. Ja, er sei an Kooperation sehr interessiert, bis hin zum eigenen Einbau von Kies bei fachlicher Einweisung.

Heute haben wir uns über die Vorgehensweise vor Ort verständigt.

Nach kalter Nacht – dunkel war`s, der Mond schien helle …

Anfahrt – Sonne, immerhin. Sie wird den Ost – 5 nicht entschärfen.

Mit turbulenten Stellen zeigt die Gronau, was sie kann – und wie es geht.

Wir stimmen überein, wo und wie die Dynamik durch Seiteneinengung und z.T. Sohlaufhöhen gefördert werden kann.

Überbreite Stellen gibt es zuhauf, Erosionssand prägt die Sohle – uncharakteristisch für den Gewässertyp.

Beispiel für eigene Dynamik, mal …

… näher hinsehen. Ist das Gewässer schmal genug, der Anstrom hinreichend, sind Laichfische in der Lage, Eigenkies freizulegen und aufzuhäufen – ein Laichbett.

Wir erläutern Sinn und Zweck der Treibselsammler. Der Hochwasserabfluss ist sichergestellt.

Sortieren des Sohlsediments, Wiederaufbau verlorenen Ufers, im günstigsten Fall Freilegen von Eigenkies, wenn die Tiefenturbulenz ausreicht.

Detail Eisbildung im Ruhigen.

Verständnisbeispiel Pfahlwurzler Eiche – bei Vorhandensein eines Wasserhorizonts KEINE Pfahlwurzel, sondern flacher Wurzelteller. Unterspülen und Sturz droht.

Besonderer Aspekt auf dem Rückweg – Laichbett mit GroßbaumUnterstand für große Laichfische. Leider allzu selten in heutiger Gewässerlandschaft!

Die Gronau ist angesichts unserer flächenhaft verbreiteten Wüsteneien schon etwas Besonderes – wenngleich ein Patient, der auf stützende Aktivitäten ausgesprochen positiv reagieren wird.

Kies ist bestellt, das Wetter wird die weitere Entwicklung maßgeblich steuern – worüber zu berichten sein wird.

Nach meiner Weserlachsreise brauche ich am Sonntag, 1. Februar, Bewegung – teste per pedes die Situation, ob Marschradeln den Geesthang runter möglich ist.

Bei uns sind die Fußwege gut nutzbar – weiter Vorsicht beim Queren von Überfahrten und Nebenstraßen!

Ja, die Abfahrt Geesthang runter und zurück ist frei. – Jegliche Nebenstraßen nicht (Helgolandstr Süd).

Helgolandstr Nord – ich gehe sicherheitshalber ein Stück auf der freien Fahrbahn.

Das entlang der B 431 folgende Stück Radweg ist frei nutzbar.

Kurz vor dem Übergang zu Lülanden: ein Umzugswagen. Der erinnert mich: Ja, vor nun fast 10 Jahren sind wir aus dem Niedersächsichen mit großem Grundstück und Haus hier in Wedel, SH, in unsere frisch gekaufte Eigentumswohnung gezogen.

Den Umzugswagen umrunde ich links – da ist zwischen den Garagen freiere Gehstrecke als auf dem Parkplatz voraus – und komme gut nach Hause. (Aus unserer frühen Wedeler Zeit finde ich die Erinnerung an eine informative Wanderung.)

So plane ich für die neue Woche einen Radeltest, die Hauptstraße entlang Richtung Sauerbeck – hin und her.

Montag nun – schön ausgedacht! Am Hang der Ausfahrt aus Wedel wird die Radelfreiheit durch zunehmend Eis eingeschränkt. Das Rad den vom wind chilligen Ostwind angeblasenen Hang hochschiebend treffe ich eine Hundeführerin. Die muss meine Hoffnung auf freie, folgende Hochflächenstrecke zerstören – alles noch schlimmer zu. – Hilft nix, also zurück, die Marschfahrt testen.

Eisig pfeift der Ostwind über die Marsch, die Gräben sind dick zugefroren.

Ich blicke gen Elbdeich Fährmannssand – die freie Radelstrecke begrenzt sich auf die Zufahrt Obstparadies mit seinem Hofladen, Abbiegen zwecklos. – Ich drehe um.

Zurück geht es auf dem freien Depenwischweg.

Auch der Abzweig Saatlandsdamm lockt nicht.

So komme ich über den Steinweg gut den Geesthang hoch. – Statt 17 km Deichrunde bzw. Sauerbeck-Hin-und-Her 7 km sind das immerhin 6 km geworden.

Stichwort „Weserlachs“ rief – ich komme (fühle mich nicht nur fachlich, sondern als im Eder-Einzugsgebiet Geborener [einer der Hauptlaichflüsse des historischen Weserlachses] sowie lange in der Nordheide und im Wümme-EZG Aktiver verpflichtet)!

Gestern Morgen in der übersichtlich sich füllenden Samstagmorgen-S-Bahn gen HH-Altona. Noch duster draussen, daher die intensive Spiegelung.

Der junge Tag, schon im ICE (man mag das Kürzel – mit Bezug auf US-Geschehen – fast nicht nutzen) – grau, eisige Binnenalster mit HH Rathaus- und anderen Türmen.

Ausfahrt HH Hbf – Tideniedrigwasser in Oberhafen und Ericusfleet, angesichts ssssteifen Ostwinds und geringen Abflusses der Elbe bei minus 1 m (!).

Das „Süßwasserwatt mitten in der Stadt“ liegt (auch) hier frei.

Zügig geht es über die Süderelbbrücke (daher unschaaaaf) – Eisschollen auf der Elbe, Eispackungen am Ufer.

Der Tourismus zum Herkunftsort Wehr Geesthacht ist in – den seltenen – Eiswintern legendär.

Zügig geht`s …

… durchs weisse …

… Agrarland Niedersachsen (Hofstelle mit Altbäumen – Windschutz und Heizmaterial), …

… zum Veranstaltungsort, Hansestadt Bremen.

Meine Umsteigezeit reicht, den richtigen Anschlussabfahrtsort Bus zu finden.

Nicht weit bis zum Ziel.

Über die vereiste Weser (Erinnerungen an Maien-Zeiten werden wach) …

… komme ich, Minuten später, an der Hochschule Bremen an – keine Lehre, Leere am Samstag.

In einer Nebenstraße nahebei weht ein Banner im strammen Ostwind – zwar Seen-bezogen, aber thematisch lenkend.

Ja, und dann geht`s rein ins Fachliche – hier Spezialthema Genetik, gekoppelt mit regionalen Kooperationsangeboten und Diskussion.

Ca. 60 Teilnehmende aus Fachlichkeit Gewässerökologie und Fischerei, Anglervereinen sowie Landesverbänden und -verwaltungen bringen eine Menge Wissen in Zeitentwicklung und (nicht-)Zielerreichtem zusammen.

Das Forschungsprojekt kann aus dem Vollen schöpfen, Kooperation für den Start im unteren Weser-Einzugsgebiet ist sicher (Südgrenze derzeit etwa bei Diepholz). Es ist bereits absehbar, dass Realität und Wissen primär auf dem anderen Großsalmoniden, der Meerforelle, gründen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Vertreter von Lachs-Initiativen von Aller-Oker-, Leine, Lachsverein und Gesamtbetrachter anwesend waren.

Man darf gespannt sein, ob die sich im gesamten Einzugsgebiet stellende Thematik in Folgeprojekten, ggf. anderswo, weitergeführt wird – Diemel und Fulda / Eder sowie Werra und Nebenflüsse im oberen Einzugsgebiet boten in der Vergangenheit wichtige Reproduktionsstätten insbesondere für den Weserlachs.

Das Spezialthema „Eisen- / Ockerbelastung“ stellt sich flächendeckend im Norddeutschen Tiefland, teils auch südlicher. Das – seit den 1980ern praktizierte – Schwerpunktthema „Bruthäuser, Fischbesatz“ wird zunehmend über schrittweise Restaurierungserfolge als zu minimieren angesehen. – Gleichwohl haben 25 Jahre Wasserrahmenrichtlinie bisher nicht die fachlich und rechtlich geforderten Verbesserungen bei harten (Gewässerverbau, Wanderhindernisse, Gewässerunterhaltung) und Lebensraumwiederherstellung bis hin zu baumbestandenen Randstreifen / Auwald gebracht.

Auf der Rückfahrt durchs Niedersächsische – Erlenreihe ! („ohne Erlensaum keine dauerhafte Lebensraumverbesserung für sommerkühle Bäche!“) – wirkt der Hinweis des erfolgreichen, langjährigen Praktikers nach.

Danke dafür – auch der Bahn (wenngleich mit ein wenig Tricksen am Bremer Hauptbahnhof – Wechsel auf den Metronom gen HH angesichts stetig anwachsender ICE-Verspätung) für die Rettung meines geplanten Rückkehrtermins.

Bis zum nächsten Mal!

Unsere Gewässer sind vom Menschen seit Jahrhunderten ausgebaut worden, unter anderem zur Wasserkraftnutzung für Mühlenbetriebe. Verschärft und oft nahezu ausgedehnt bis in Quellbereiche wurden dann im 20. Jahrhundert in Hand- bis Maschinenarbeit ganze Einzugsgebiete für bessere Landnutzung kanalisiert und entwässert. Deren Unterhaltung dauert an. – Dadurch fortschreitende Erosion stört(e) Seitennutzungen, überentwässert durch Eintiefung.

Das Ergebnis – Schäden, Kosten und Langzeitverschlechterung von Lebensgemeinschaften sowie negative (Klein-)Klimaveränderungen – wird nicht länger hingenommen. Änderungen, mindestens Hilfsaktionen stehen an.

Oft genug steckt der Teufel nicht nur im Systemischen, sondern beginnt im Detail.

Bautechnische Überlegungen allein helfen nicht. Wo „Hart“ auf „Weich“ trifft, entscheidet das Gewässer selbst, ggf. gegen die Bautechnik. – Spezialproblem in Deutschland: Die meisten Fachbücher stell(t)en in Abbildungen zwischen Mäanderkurven die sohlstabilisierende Wirkung der Rauschen nicht dar. Erst langsam entwickelt sich flächenhaft das Bewusstsein für Rausche-Kolk-Abfolgen.

Darüber hinaus sind bei vielen Bautypen-Empfehlungen – früher oft genug Übersetzungen und Übertragungen aus dem Englischen – wichtige Begleitelemente nicht übernommen. „Riprap“ als Schutzelement im Übergang Hart auf Weich fehlt in den meisten Beschreibungen und Abbildungen – oder wird als ortsuntypische Versteinerung durchgeführt.

(„Riprap“ verstehe ich hier als Wirkung, nicht im Sinne des Erfinders als konservative Anwendung von Steinbruch oder ähnlichem. Gar grässliche Versteinerungen ganzer Gewässerstrecken sind vielerorts so entstanden. – Es gilt, einen standortgerechten Uferschutz mit Lebensraumwirkung zu finden, unter Einbeziehen des Wurzelwerks tief ins Wasser wurzelnder Bäume. In der Regel trifft das in unseren Breiten nur auf die Schwarzerle zu.)

Es bleibt viel zu tun – wir besuchen auf Nachfrage eine neue Gewässerstrecke (Fotos vom 22. Januar 2026).

Brückenblick bachab, mittlerer Abfluss – das Idyll trügt.

Harter Verbau trifft auf weiches Ufer, eine Kurve ist nah.

Hart trifft auf weich – erhebliche Erosion an beiden Ausbauenden ist die Folge.

Das wollen wir mit „dynamischem Uferschutz“, Zugabe von Kies im Schüttwinkel ändern.

In der Innenkurve, Aussenkurve (Prallhang) in Sicht.

Mit Verbesserungswillen, die Erosion im Prallhang zu verringern, wurde vor vielen Jahren eine Buhne als Strömungslenker gebaut.

Bei Abflüssen unter Mittelwasser lenkt sie – (in diesem Fall aufgrund ihrer Länge) leider über die Gewässermitte hinaus – Richtung Gleithang. Bereits ab mittlerem Abfluss wird die Buhne überflossen, wie im Foto zu sehen. So lenkt sie – falschrum gebaut – das Wasser verstärkt auf das Prallhangufer, verschärft die Erosionssituation.

Lang, wie die Kurve ist, folgt eine weitere, gleichartig gebaute Buhne – das Ufer ist nicht zu halten.

Wir verabreden mit allen zu Beteiligenden das Entfernen der Buhnen und deren Ersatz durch Lenkbuhnen aus Kies (Kiesdepot am Ufer und Unterwasserlenker gegen den Strom). Wie bekannt, wird so die Hauptströmung in Gewässermitte gehalten.

Die Gesamtstrecke ist hunderte Meter lang. Wir empfehlen noch einiges mehr, über das zu gegebener Zeit berichtet wird.

„Einziges Problem“ für uns ist die Befahrbarkeit des Geländes. Wir benötigen hier besondere Verhältnisse für das Realisieren. So warten wir aufmerksam …

Noch immer stehen wir unter dem Eindruck der jahrzehntelangen offiziellen Beschallung, Deutschland sei ein Wasserüberschussland. Zunehmend hören wir anderes, bis hin zu Handlungsanleitungen. Wasserrückhalt ist angesagt.

Der bebaute Raum, verstärkt in Städten, bemüht sich um Entsiegelung, Beispiellink Göttingen. Metropolen, Beispiellink Berlin, motivieren. Es gibt sogar Wettbewerbe, hier nur ein Beispiel.

Wie sieht aber die Realität Wasserrückhalt im ländlichen Raum aus?

Was mir so beim Radeln im Augenwinkel vorbeizieht, lässt mich stoppen – jüngst gelaufene Neu-Dränung.

Dicht an dicht leiten Dränrohre oberflächennahes Bodenwasser ab, teils parallel, …

… teils gebündelt.

Ist so etwas immer noch eine genehmigungsfreie / genehmigungsfähige Aktion? (Von Freisetzen aktivierter Bodeninhaltsstoffe wie Eisen, kurzwegiger Eintrag von Nährstoffen und Pestiziden in aufnehmende Gewässer einmal ganz zu schweigen.)

Solch Fläche ist wassermengenbezogen doch kaum anders zu sehen, als Flächenversiegelung im bebauten Raum.

Bezogen auf die Angabe, dass 50 % der Agrarflächen dräniert sind, kommt man in Richtung regionaler Wasserhaushalt, Versickerung / Abfluss, übernutztes Grundwasser (das „von oben“ nur noch begrenzt aufgestockt wird), Auswirkung auf lokales bis regionales Wetter und Klima ff. auf ganz merkwürdige Gedanken. – Geht hier alles mit rechten Dingen zu?

Besteht Hoffnung, wächst auch im Agrarischen ein kleines Pflänzlein? – Sehen kann ich davon (noch) nichts, eher Parallelen zum obigen, brandneuen Gegenteil.

Gestern ging`s nordwärts, gen Naturpark Aukrug. Nördlich Bad Bramstedt wurde es, wie erwartet, noch etwas winterlicher, rauer als bei meinem Start am Elbenordufer, Wedel.

Ankunft auf dem Wanderparkplatz Segelfluggelände Aukrug – informative Tafeln.

Am Hangfuß zur Bünzau-Aue tritt Quellwasser zutage.

Extensive Weidehaltung mit Heckrindern unterstützt naturnahe Entwicklung im Auenraum.  Entlang des Hangs gegenüber fliesst die Bünzau – die wollen wir (auch) sehen.

Die Homepage des Naturparks erläutert interessant das Drum und Dran, von den Örtlichkeiten über Natur-, Agrar-, Ess- und Kulturangebote bis zu den handelnden Personen (besten Dank für die informative Führung!).

Erle am Autalrand, Hang und Hügelkette gegenüber sind von Buchen und Eichen samt Begleitung bewaldet.

Wir sehen uns den Tönsbek an – frühere Versuche zur Profilgestaltung.

Wie allüberall möchte auch dieser Bach seine Kraft zurück. Die Einengung zeigt, welch geringe Breite die Niedrig- und Mittelwasserführung benötigt, um turbulente Kraft zu zeigen.

Unmittelbar im Anschluss hält diese Kraft Kies frei.

Wir – 4 Menschen, fast 4 Meinungen – sinnieren, ob das wohl ein verzweifeltes, kleines Bachforellenpärchen laichend verursacht hat. Vom Aussehen sieht es eher wie ein Bachneunaugenlaichbett aus – aber die „sind noch nicht dran!“. – – – So mag also angesichts der Schneeschmelze neulich rein die Hydraulik Ursache unseres „Hell“sehens sein.

Da stehen auch noch Reste anderer historischer Profilfindungsversuche.

Aufwand und Resultat – regelhaft erforderliches Nachfüttern der Halterungen mit Buschwerk oder Stämmen erforderlich – zeigen wie überall, dass die Realität anders endet, als angedacht.

Günstig für den Tönsbek sind die Zäunung und der uferstrukturierende Baumbestand.

Wo der noch nicht besteht, wird Sukzession, ggf. Pflanzung, helfen.

Die Bünzau, ein Blick genügt, wir wenden uns mit Grausen – die „übliche“, durch Ausbau und Folgeerosion entstandene überbreite, übertief ins Gelände eingeschnittene Situation.

Hier tut Hilfe not – möge die Zeit für das Handeln Offizieller günstig sein!

Wir wenden uns wieder dem Tönsbek zu – schön zu sehen: Notsituation und Beispiel „kleine Hilfe“ vorn.

Gelegentlich auch sichtbar das Entwicklungspotenzial durch kleine Hilfe: winterliche Berle („Aufrechter Merk“), vom lichten Auwald unterstützt.

Wir verabreden einen Kiesversuch mit einem spendierten Lkw (12-15 t Kies). Schulklassen können z.B. per Eimerkette von Schüttorten nahebei das Material punktuell platzieren. Alles Weitere wird sich aus Beobachtung und Fortführwillen ergeben.

Wie überall bleibt mehr zu tun.

Kurzer Stopp auf der Rückfahrt, fast vor Pkw-Wechsel: eine kleine Gruppe zwischenrastender Kraniche, von uns wegwandernd, kurz auffliegend.

Keine Gefahr! Schon wieder gelandet, sich rückversichernd.

Besinnlicher Rote-Ampel-Kurzstopp – Rellinger Horizont.

 

Kurzstopp – die gesamte Kiesmenge ist dort vor längerer Zeit wieder flächig umgewühlt.

Ein genauerer Blick auf den Anstrom zeigt, dass jüngst auch Spätlaicher hier aktiv waren – oder sind, die Laichkuhle ist (noch) klein.

Weiter geht`s.

In einer 2017 erstbekiesten Teilstrecke der Mühlenau ist zunächst keine guterhaltene und belaichte Rausche zu erkennen.

Einzelne, in den genutzten Raum erodierende Prallhänge können gelegentlich Kiesdepots zum Beschäftigen der Hydraulik erhalten.

Und es gibt sie doch – auch hier! Belaichte Rausche im Blick.

Auch an dieser zeigt sich neben allgemeinem Umwühlen vor geraumer Zeit – vorn – eine jüngst belaichte Kuhle.

Super Sache das! – Und so setzt es sich fort, Rausche für Rausche.

Umkehr am Ende der Wiesenstrecke – SchneeEisFlachsee auf dem Hochpunkt.

Beim Auto angekommen blicke ich auf den inzwischen wenig attraktiv scheinenden Startbereich zurück. Auch hier können linksseitig neue Kiesdepots Wunder bewirken.

Wieder ein Kurzstopp – im leichten Staubereich bachauf einer kleinen Brücke ruht eine Gruppe Stockenten.

Über die turbulente Strecke bachab erhielt ich begeisterte Schilderungen. – Die glaube ich, unbesehen.

Letzter Anlaufpunkt – wieder ein Eissee hochobenauf, diesmal in tiefer Fahrspur.

Meine Güte, so einen fischigen Krafteinsatz wie an vielen Rauschen dieses Jahr, Umwälzen gesamter Kiesflächen, sieht man nicht allzu oft.

An geeigneten Laichplätzen scheint also noch immer Mangel zu herrschen.

Aus dem oberen, frisch belaichten ufernahen Bereich zieht ein großer Fisch ruhig mit Welle ab.

Nicht jedes Jahr ist es zufälliger Beobachtung gegönnt, eins der beschäftigten Tiere halbwegs zu fotografieren – hier, dieselbe Stelle, im Januar 2021.

Jetzt stehen erstmal Besichtigungen und Besprechungen vor Ort mit 3 neuen Interessenten an. Mit Befahrbarkeit und Zeit-Budget von Mit-Aktiven wird auch die „Routine“ 2026 anlaufen.

Morgenblick heute – ja, der Winter hat uns wieder.

Darauf soll es im Lauf des Tages noch weiterschneien, wenngleich es wohl insgesamt weniger bleibt, als es ostsüdöstlich von hier im Niedersächsischen bereits aussieht.

Diesen fast ins Schwarz-Weiss abgleitenden Aspekt ersetze ich im Folgenden durch die Fortsetzung meiner Moorbekwanderung – jetzt nach Wiesenstrecke entlang des Waldrands.

Die Moorbek ist rechtwinklig abgebogen. – Hinter dem vorn aufgeworfenen Meerforellenlaichbett geht sie auf raue Talfahrt.

Hier wurden vor nicht allzu langer Zeit zwei Staue zu Rauer Rampe umgebaut. Durchgängigkeit für aquatische Wanderer ist somit erreicht.

Die zwanghafte Tieflage ergibt sich aus einer fern startenden Flächenentwässerung. Deren Einlaufrohr liegt – leider! – sehr tief.

Durch die heftige Störung des Bodenwasserhaushalts wird hier erheblich Eisen eingetragen, das durch die neuen Rauigkeiten bachab nun schnell ausgeflockt niedergeschlagen wird (das Rostrote links – rechts fliesst ebenfalls glasklares Wasser, dort über algenbewachsenen, im Foto fast schwarz erscheinenden Kies).

Eine grundlegende Verbesserung – generelles Öffnen der Rohrleitung, Anlegen eines naturnahen Verlaufs und ggf. einer Eisenockerausflock-Flachwasserzone – ist nicht in Sicht, sodass das Ökosystem bachab erstmal weiter mit dieser speziellen Belastung fertigwerden muss.

Das seinerzeit zum störungsfreien Ableiten von Hochwässern angelegte ultrabreite und -tiefgelegte Profil wird seit Jahren mit dem NABU Norderstedt schrittweise verbessert, im Sohlbereich Richtung Niedrigwasserquerschnitt eingeengt..

Dass steiniges Material hier nicht falsch gewählt wurde, zeigen Uferanschnitte der lehmig-steinigen Moräne.

Wie bekannt, wird der Anstrom der entstehenden Rauschen, hier erahnbar, …

… von Kieslaichern begeistert genutzt. Hier ein Beispiel (Fotos vom 23. Januar) für erneutes, spätes Laichen.

Man soll also „kleines“, schrittweises Vorgehen nicht unterschätzen! Die Summe – und ggf. jährliches Optimieren – macht`s.

Häufig genug erreichen „große“ Maßnahmen die ökologische Wirkung unseres zielgerichteten Handelns nicht.

Ankunft am von Norden zufliessenden Waldbach, Mündungsbereich.

Blick aufwärts – dessen Sohle haben wir zum Wasserhalt im Wald mit Kies hochgelegt.

Nur zeitweise fliesst der Bach. Umso wichtiger für Wald und Grundwasser ist das Halten von „Hochwässern“ – wie Regen plus Schneeschmelze kürzlich.

Bei diesen „Fluten“ sind immerhin etliche Kiesanteile aus dem Waldbereich auf die auch an der Mündung eingebrachten Kiese transportiert worden.

Mündungsblick bachauf – Rest-Eis zeigt, dass hier vor nicht allzu langer Zeit noch Wasser floss.

Genug gesehen – nach kleiner Wanderung durch den Buchenmischwald erreiche ich die Eichenallee, wo das Auto steht.

Wie, um Gottes Willen!, man einen kurzen landwirtschaftlichen Weg SO mit großen, tiefen Schlaglöchern ausstatten kann (das geht, teils über die gesamte Wegbreite), ist mir unerklärlich.

Noch ist Zeit bis Mittag. – Ich lege ein paar Stopps an der Mühlenau ein. Bericht folgt.

Pardon, meine Eindrücke vom eisigen wind chill-Radeln gestern auf „normaler 17 km-Deich- und Geestrunde“ lassen mich die Moorbek-Erlebnisschilderung unterbrechen.

Queren der Binnenelbe beim Anradeln Elbdeich Fährmannssand, gen Tideniedrigwasser (angesichts Ost 4 und geringem Abfluss der Elbe resultiert ein Tnw-Minus von 1,5 m [Paradox?: Erhöhen des Tidehubs durch „Verlust“ des Ebbewasserstands]) – Richtung Sturmflutsperrwerk alles mit Eis zu.

Turbulent unterfliesst der Ebbstrom im Brückenbereich das Eis.

Elbdeich Fährmannssand – Hunde Führende sind gut verpackt, nehmen ihr Umfeld kaum wahr. „Selbstverständlich“ laufen Hunde „als Teil der Natur“ frei. Schutz der Tierwelt in harter Zeit, auch das Anleingebot am Deich interessieren nicht.

Süßwasserwatt und Fahrwasser jenseits der Buhne – gut eisverpackt.

Blick zur Lühemündung – abgesehen vom Deichvorland alles in Weiss.

Mit Rückenwind entlang des Deichs, dann nordwärts quer Richtung Hetlingen und nun, seit geraumer Zeit im wind chill-Gegenwind und wieder quer dazu Idenburg passierend – die junge Alleepflanzung hat Fraß- und Fegeschutz erhalten.

Zufluss zum Bullenfluss, Tnw – nun ganz Eis.

Die Eisdecke auf dem Bullenfluss hat sich geschlossen.

Ein Stück weiter, anderer Arm des Bullenfluss – die obere Eiskante zeigt, dass aktuell auch das Tidehochwasser erheblich tiefer als normal liegt (sonst – wie bekannt – obere Kante Graben).

Warum ist die Gewässerbreite nicht vereist?

Das liegt am zufliessenden Geestbach Sauerbeck, „winterwarm“, da grundwassergespeist.

Das seit Tagen bis zu je 1,5 m erniedrigte Tidegeschehen führt dazu, dass aktuell bei Flut fast kein Einstau erfolgt, Feinsedimente ausgeräumt werden – der Bach schneidet sich windend ein.

Was kürzlich bei Schneeschmelze noch dick über den Stein schiessend zu beobachten war, hat sich zu geringem Basisabfluss runterentwickelt.

Nach dieser Eis-Eskapade hier ringsum folgt die Fortsetzung des Moorbek-Erlebnisses – entlang des Waldrands, in einem nächsten Beitrag.

Die von uns vor Jahren bekieste Wiesenstrecke weist inzwischen einen gedeihenden Baumsaum auf.

Das Auto ist am Waldrand (Ost) geparkt, damit ich nach den beiden Teilstrecken (Wiese und Waldrand (Süd)) fix weiterfahren kann.

Innenblick, bachab – Windungen, Baumsaum.

Die Rauigkeit am Rohr, gern von Kieslaichern genutzter Laichplatz.

Etwas weiter bachab, Rückblick aufwärts.

Ost 4 pfeift eiskalt, über dicken Raureif wandere ich bachab.

Die Sonne … kalt.

Reserve-Kiesdepot – jederzeit für kleine Ergänzungen gut.

Ein Stück bachab haben wir mit dem NABU Norderstedt Treibselsammler getestet. Die sind, um Wirkung zu zeigen, noch ein ganzes Stück zur Bachmitte verlängerbar.

Am Ende der Wiesenstrecke guckt die Wintersonne über die Baumwipfel.

Sie beleuchtet ein baumfreies, zunehmend stundenweise intensiv besonntes Teilstück.

Der Profiteur Wasserpest ist sofort zur Stelle – Winteransicht.

Die Wasserpest wächst ab Frühjahr in übersonnten Bereichen schnell den gesamten Bachquerschnitt zu, sammelt Sand, der Wasserspiegel steigt. Benachbarte Nutzungen rufen nach „dem Bagger“. Dieser ökologische wie ökonomische Teufelskreis muss heute der Vergangenheit angehören!

Am Ende der Wiesenstrecke – die Moorbek biegt rechtwinklig um – befindet sich Erwartetes.

Detail – hier laichten noch vor kurzem mehrfach Meerforellen.

Die sind mit sinkender Wasserführung bereits zu großem Teil wieder Richtung Nordsee unterwegs.

Die anschliessende Waldpartie folgt hier demnächst.