
Früh bin ich an der städtischen Mühlenau, Pinneberg, verabredet. Die kalte Nacht hat den hohen Wassergehalt der Luft niedergeschlagen – hier auf dem Brückengeländer Mühlenstraße.
Schon bei der Ausfahrt aus der Tiefgarage (Starttemperatur 8 Grad) wunderte ich mich. Punktuell sahen Bodendecker im öffentlichen Raum nach Nachtfrost aus (??). Munter den Kreisel südlich Pinnebergs rundend, pingte mich das Auto an – nein, geht jetzt nicht zu gucken, was da los ist! Rausgezirkelt sehe ich, dass es sich um die Frost- / Glättewarnung unter 4 Grad Celsius handelt. Schon zuvor sah ich beeindruckende Feuchtwiesen links und rechts der Straße, über denen – bei ca. 20 cm drüber beginnend – dicke Nebelschichtpakete von 2-5 m im hellen Morgenlicht leuchteten.

Blick bachab – die Ebbe läuft. Am oberen Rand ist das Leitwerk des noch eingestauten Pinnau-Tidebereichs kaum erkennbar.

Blick bachauf – unter Ahornlaub versteckt liegen seit 2017 sukzessive eingebrachte, ggf. ergänzte Kieslenker.
Die haben je nach Intensität der Anströmung in etlichen Jahren als Laichplatz, unter anderem für Forellen und Flussneunaugen, gedient.
Wir sind verabredet, einen Sattel Kies (25 t) für noch neu anzulegende Weg- und Baumschutzpunkte festzulegen. Reste können ggf. auf bestehenden Lenkern ergänzend wirken.

Wieder bachab, die Tide läuft schnell – die lenkende Spundwand fällt frei. Ein Entengeschwader naht.
Wie so oft hat kurzzeitige Beobachtung offenbar zu diesem (teuren) Bauwerk, nachträglich als Uferschutz gedacht, geführt. Dummer Weise ist die Strömungswirkung bei Überfliessen nicht bedacht. So geht also der Strömungsdruck dann – senkrecht vom Harten weg – direkt auf die obere Uferkante … – Zudem ist rechts ein offener Bereich, der ganzzeitig im Prallhangandruck die Wirkung verstärkt. (Vielleicht sollte ich mal nach Jahrzehnten „Hydrobiologie für Ingenieure“ neu „StrömungsHydraulik für Ingenieure“ lehren ? – Ich weiss, ich werde als ultrafrech und übergriffig empfunden.)

Immer wieder erstaunlich, orange Paddelfüsse der Enten zeigen: Die nicht appetitlich aussehende Mühlenau ist klar!

Jetzt kommt auch das Geschwader an. Die auf der Sohle wachsenden, nun zunehmend erreichbaren Wasserpflanzen sind als Frühstück willkommen.








































































































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