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Archive for 14. August 2020

Im letzten Foto des Beitrags vom 5. Juli 2020 sind die seinerzeit an der Pinnau benutzten Fahrzeuge zu sehen. Ohne ihn näher zu benennen, steht da links im Bild der Telelader Merlo. Der hatte uns mit seinem weit ausfahrbaren Arm gute Dienste geleistet. Zu seiner Beladung am Einbauort wurden Radlader und Transportfahrzeug genutzt, da der Kies nicht in unmittelbarer Gewässernähe abgeladen werden konnte.

Das war nun anders an der ländlichen Mühlenau. Drei Haufen Kies lagen unmittelbar am Bach. Der Telelader Merlo konnte allein eingesetzt werden.

3 Kieshaufen warten darauf, in der Mühlenau punktuell platziert zu werden.

Es herrscht „Bullenhitze“, der Bach ist für Mittel- und Niedrigwasser überbreit und angesichts fehlender, schattenspendender Bäume überwärmt.

Angesichts der langanhaltenden Trockenheit und nicht über den Winter aufgefüllter Grundwasservorräte fliesst nur minimal Wasser. (Fast sind wir froh, dass die oberen Kilometer nicht bereits (hier erstmals!) ausgetrocknet sind.)

Es ist die Sommerzeit der Libellen – hier eine Rote Heidelibelle.

Ständig aktiv, bereit zum Abflug.

Und da ist der Telelader Merlo.

Angesichts günstiger Lage der Kieshaufen macht er heute alles selbst.

Ein Hauptziel ist angesichts der Nähe von Aussenkurven des Bachs zu genutzten Nachbargrundstücken, die dortige Erosion durch Zugabe von „Spielmaterial für den Bach“ in Grenzen zu halten.

Die erste Schaufel …

Punktgenau soll das andere Ufer mit Kies beschickt werden.

Und weiter und weiter, der Arm fährt länger und länger aus.

Und zurück – leer.

Da liegt der Kies im Schüttwinkel, genau wo er hinsollte.

Auch diesseitig soll übermäßige Erosion gemindert werden, um Bodenmassen vom Bach fernzuhalten, die ansonsten Lebensraumstrukturen überdecken würden und anderswo teuer gebaggert werden müssten.

Ein Männchen von Calopteryx splendens über (noch) strukturlosem Bachgrund.

Per Hand (Schaufel und / oder Harke/Rechen) wird stellenweise vorprofiliert Richtung Rausche, potentiellem Laichplatz.

Mit motiviertem Klein-Team geht es munter voran, schnell sind die 3 Kieshaufen von der Wiese verschwunden.

Letzter Kies wird aufgenommen und in die Mühlenau gelegt.

Die Lagerplätze werden gereinigt, damit später nicht Mähwerke durch verbliebene Kiesel beschädigt werden.

Das sieht gut aus.

Abfahrbereit (da wartet noch ein vierter Kieshaufen anderswo).

Eine Schwarzerle guckt über den Uferrand, symbolisch.

Wo wir die Gewässerstruktur verbessert haben, sehen wir zu, dass – von allein oder notfalls gepflanzt – die standortgemäßen Erlen wachsen. So entstehen die organischen Gewässerstrukturen aus Unterwasserwurzeln sowie „Zugabe“ von Totholz im Lauf der Zeit.

Der Letzte macht das Tor zu.

 

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