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Archive for the ‘Klima’ Category

So, nun wird es aber Zeit – des öfteren in Vor-Beiträgen angesagt – der Osterau-Kies, aktuell.

Nicht nur Schiffe, auch Fische brauchen selbstverständlich sowas wie eine Handbreit Wasser unterm Kiel, die Fische „über Deck“ zusätzlich ebenfalls.

Inzwischen wundert man sich entlang der Rheinschiene, dass die Schifffahrt heftige Einschränkungen hinnehmen muss. Wieso eigentlich wundern – angesichts der Alpengletscher-charakterisierten Sommerabflüsse des Rheins? DA oben (egal, für welches Flusseinzugsgebiet) ist doch fast nichts mehr. Die Elbe als gletscherloser Fluss führt uns doch Sommerverhalten seit je vor (auch wenn da die Schifffahrts-Lobbyisten ebenfalls Realitäten nicht wahrnehmen mögen).

Die Edertalsperre hat das Stützen der Weser- (und Mittellandkanal-) -Schifffahrt einstellen müssen – die zu erhaltende Mindestreserve im See ist erreicht.

Allüberall versiegen quellnahe Bereiche – nicht nur Zeichen fehlenden Regens, sondern auch aufgrund unserer immer wieder abgestrittenen Übernutzung des oberflächennahen Grundwasserleiters (wann kommt es endlich zu einzuhaltenden Regeln in Menge und Zeitpunkt / -dauer bei der Landbewässerung und weiteren Nutzungen?). Wer kennt inzwischen nicht aus Film, Funk und Fernsehen den Flensburger Lautrupsbach, einen 2,6 km langen potentiell optimalen Meerforellenlaichbach, der unmittelbar in die Förde mündet, ausgetrocknet – der Link deutet an, dass auch dieser kleine Stadtbach weitere Hilfen braucht – chemischer Zustand deutlich vom Erfordernis, von Zielen entfernt. Und von solchen Kurzbächen (analog der Bachoberläufe anderswo) gibt es Abertausende …

(Generell: Die Natur macht was draus, auch und gerade aus diesen kleinen Bächen. Laichfische sausen geradezu im Spätjahr rein, laichen und hauen sofort wieder ab. Die Jungfische haben gute Entwicklungschancen, verlassen ihr Aufwuchsgewässer frühzeitig Richtung Meer.)

Wie stellt sich die Osterau – wie alle anderen Bäche ringsum seit Langem im Bereich Niedrigabfluss – nun im Hochsommer 2022 dar?

Östlich Bad Bramstedt, Wanderweg auf hoher Kante neben der Bachaue. Schön, wenn wie hier lichter Mischwald das Umfeld sommerkühl hält.

Blick von einer Brücke bachauf – die Kieszugaben führen, wie beabsichtigt, zu guter Turbulenz, vorhandene Erlenwurzeln werden wasserseitig freigehalten, dienen als Aufwuchs- und Verstecklebensräume.

Blick bachab, die vielfach gleich nach Anbringen Ende 2021 belaichte Kiesbank.

Seitenblick – die Kiesbank, beim vorvorigen Besuch gerade noch überströmt.

Uuups, jüngster Besuch, frei liegende Kiesbank – das ist ebenfalls ein Aspekt im statistischen Lauf der Natur, verschärft durch unser (Fehl)Verhalten.

Zugehöriger Blick von der Brücke.

Da bleibt die Hoffnung aus vorheriger Statistik, dass bis zur Laichzeit der Forellen wieder Wasser über den Kies läuft … (allerdings ist Statistik ja immer das, was man aus der Vergangenheit liest – ob die Schlüsse auf die Zukunft zutreffen – oder auch nicht – zeigt dann erst die Zukunft).

Ich belasse es mal bei diesen Fotos. Für die nächste Zeit ist vorgesehen, bachab, wo vorhandener ufernaher Baumbestand bereits geschützt wurde, die Strecken weiter zu verbessern, auszuweiten und, wo nötig und / oder vielversprechend für Entwicklungen, durch Unterwasserströmungslenker, evt. auch gezielt Laichbettenanlage, zu ergänzen.

Angesichts des gut besuchten, hier (viel zu) dicht unmittelbar an der Osterau verlaufenden, hocherosiven Wanderwegs wartet der Bach geradezu auf weitere Hilfe.

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Na, ganz so wie im Titel wird es wohl nicht. Aber wenn die momentan für nächste Woche avisierten kleinen Regen so kämen, werden sie wohl auf heissem Boden verdampfen.

Ein paar Eindrücke zum derzeitigen Geschehen in der Marsch und auf der Geest sind hier zusammengestellt.

Am Hang, Holm, die lange überstaute Wiese verliert deutlich an Wasser. Fast kein Vogel interessiert sich, beim Überstau nach oben geflüchtete Bodenbewohner sind wohl alle verzehrt, Neues hat sich noch nicht entwickelt.

Dieselbe Fläche ein paar Tage später, wasser- und vogelfrei.

Nebendran, auf einer nur teilgemähten Wiese scheint es unter dem zusammengesunkenen Bewuchs interessant – Mäuse – und mehr? Immerhin sind zwei Weissstörche beschäftigt.

Auch der Graureiher auf der übernächsten Wiese verspricht sich offenbar Beute.

Die bunten Esel auf abgefressener Weide warten auf mehr. Links wird ordentlich Lärm gemacht – Iiiii-Aaaah ! ! !

Das Stroh auf dem abgeernteten Weizenacker Holm – Hetlingen wurde inzwischen gepresst, teils abgefahren.

Jüngst wurde auch der Rest abgefahren.

Spätsommerlich blühen hinterm Elbdeich Großes Weidenröschen, am Graben Blutweiderich – dahinter auf der Schafweide Flächen von samentragenden Disteln.

Die Rinderherde Giesensand sucht wassernahe Stelle auf, nachdem die Sonne ihnen im Tageslauf den Schatten wegnahm.

Hier das bekannte Verhalten der Fährmannssandrinderherde – sie folgt dem ablaufenden Wasser über das Süßwasserwatt bis zur Fahrrinne (Rückkehr mit auflaufender Flut).

Da hat es die kleine Angusgruppe im Wedeler Autal einfacher – sie folgen den ringsum gebotenen, wechselnd besonnten Schattenflächen.

Rechts vorn im Bild sieht es allerdings so aus, als hätte der Bulle nach Wasser gegraben, ein ordentliches Loch ist entstanden. – Wer weiss, vielleicht reicht auch ein Staubbad gegen Parasiten?

Am Wassererlebnisbereich der Wedeler Au fliesst es noch ein wenig – ein Großteil der sonst überflossenen Fläche besteht allerdings nun aus aufgeheiztem, trockenem Kies.

Die von rechts nach links, von vorn bis hinten stark wechselnde Wasserfärbung liegt teils an Optik, Schichtdicke. Da bachauf wenig für Struktur getan wurde, wird erst hier mit der Kies-geförderten Turbulenz (unsichtbares) gelöstes Eisen in feinsten Partikeln ausgeflockt. So entsteht der milchige Eindruck. – Die flachen kiesigen Strecken schaffen das am Besten, nicht nur Optik, sondern bereits etwas aufwärts fortgeschrittene Eisenflockung lässt das Wasser hier klar erscheinen.

Irgendwie … wird es herbstlicher. Die gegenwärtig nicht mehr stark zurückgehenden Nachttemperaturen können nicht darüber hinwegtäuschen – hier zum Abschluss 3 Beispiele von einem Sülldorf-Ausflug (kleines familiäres Dankeschön-Essen zwischendrin).

Erstes von drei Fotos aus Hamburgs Westen, aus Waldigem raus in die Sülldorfer Feldmark, früher Nachmittag.

Auf dem Rückweg am frühen Abend, wieder nach rechts fotografiert, also andere Wegseite als das Foto zuvor: Lange Schatten auf dem abgeernteten Acker.

Nicht zu übersehen, das Jahr ist fortgeschritten.

 

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Himmel-Kunst, August 2022, 1.

Hier im Blog habe ich kürzlich über ein GreenScreen-Jugendfilmcamp berichtet, dem ich in Sachen Gewässerökologie und Klima Rede und Antwort stand. Ich bin begeistert, was die jugendlichen Engagierten daraus gemacht haben – in der Kürze liegt die Würze, „Die Osterau“ – bitte nicht vergessen, den Ton einzuschalten.

Alle dort im Jugendfilmcamp entstandenen Filme sind – heute 4 von wohl 5 insgesamt – hier zu finden, unten auf der Seite.

Ich wünsche viel Spaß beim Ansehen.

Himmel-Kunst, August 2022, 2.

 

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Vor wenigen Tage wurde ich gefragt, ob ich Jugendlichen etwas über die Osterau erzählen würde. Im Wildpark Eekholt findet gerade ein Jugendnaturfilmcamp statt, bei dem verschiedene Gruppen Filmbeiträge für das Naturfilmfestival Green Screen anfertigen (der Link verweist bereits auf die Veranstaltung 2023, enthält aber Hinweise, was die Jugendlichen dabei lernen). Begleitend steht Fachpersonal, wie z.B. der bekannte Naturfilmer Udo Zimmermann anleitend und unterstützend zur Verfügung.

Da ich gerade im Training bin, hatte ich doch vor Kurzem das Betreuercamp der Unterelbeschulen in Vorbereitung auf das diesjährige Wassercamp im September besucht, sagte ich zu – heute war ich dort.

Das hat sich gelohnt …

… konnte ich doch feststellen, dass im Vergleich zu Beginn des Juli inzwischen ordentlich Kiesdepots für das Betreuercamp geschüttet wurden.

Die warten nun auf den September, Schülerinnen und Schüler mit Harken und Schaufeln, die aus den Depots Lenkbuhnen formen werden.

Blick bachauf – da ist etwas, hölzern.

Detail – bei dem andauernden Niedrigabfluss sind die Teile eines Treibselsammlers, die unter Mittelwasser angelegt sind, gut erkennbar. Eine Menge Erosionssand wurde festgelegt. Der Treibselsammler hat – links ausserhalb des Fotos nicht zu sehen – am Ufer ein neues, reich mit blühenden Pflanzen bestandenes Feuchtgebiet und auf der Wasserseite gute Tiefenvarianz geschaffen.

Stativkamera – All das, Bach, Bedeutung der Eiszeiten, standorttypische Organismen, Situation und Verbesserungserfordernisse insbesondere im Klimawandel, wurde in Bild und Ton festgehalten.

Konzentrierte Arbeit kennzeichnete unser Treffen – meine Hochachtung! Innerhalb einer guten Stunde hatten wir ein breites Spektrum von Themen behandelt, Naturprobleme durch Menschenhand und Verbesserungsmöglichkeiten kennengelernt und diskutiert.

Es geht auf den Rest, Kamera und Regie überlegen, was noch zu bedenken ist.

Handkamera und Ton warten auf das Ergebnis.

Ein Interview schloss unser Treffen ab.

Jetzt gilt es, aus dem Filmmaterial sowie weiteren Informationen den Wettbewerbsbeitrag zu erstellen.

Mir hat das Ganze sehr gut gefallen. Ich wünsche viel Erfolg beim Green Screen Naturfilmfestival!

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Stuten und Fohlen auf Sommerweide.

Nebendran – Vor Tagen hatte den Boden nässender Regen einen leichten Einstau im trockengefallenen Pferdetümpel hinterlassen.

Der ist inzwischen wieder knochentrocken.

Wir warten – über 30 Grad Tagestemperaturen morgen und übermorgen voraus – auf angesagten Regen für Mittwoch / Donnerstag. Mal sehen, wieviel der bringt.

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Wie bekannt, starren wir gebannt auf Wetterentwicklungen, wollen wir doch mit der Fähre über die Elbe, im Niedersächsischen Radeln, Essen und zurück. – Allein, die Fähre war wochenlang in Reparatur!

Hoffnung: Seit heute ist die LSF betriebsbereit, quert die Elbe Wedel – Lühe wieder.

Ohne Fähre, bei gutem Wetter, nahmen wir uns also vorigen Mittwoch den Botanischen Garten in Hamburg, Nienstedten, vor.

Gut angekommen, Botanischer Garten von aussen, Pflanzenwelt international.

Dasselbe – und mehr – von innen. Groß, wie der Vergleich Mensch – Grün belegt.

Landschaft – je nach Fasson besteht die Entscheidung, in der Sonne zu braten – oder im Halb- oder Schattigeren zu schlendern. Leider sind die Rasenflächen kürzest geschoren. Mehr blühende, samentragende Wiesen und andere Formen wären wünschenswert und beispielgebend.

Wetter- und Klimawandel inklusive, im rechten Drittel des vorstehenden Fotos steht ein verdorrter Baum.

Schonmal was Gutes zu den Stillgewässern [Ja, die Flottbek fliesst auch weiter verrohrt unter dem Botanischen Garten durch!]: Der frühere Massenbesatz mit Karpfen ist abgestellt, das Entenfüttern unerwünscht, offenbar weitgehend befolgt – das Wasser der Teiche ist angenehm klar, leicht Algen-angegrünt.

Fürs 2. Frühstück findet sich ein halbschattiges Plätzchen.

Im Anblick der Mammutbäume sind unsere Gedanken bei den kalifornischen Feuerwehrleuten – mögen sie die dortigen Riesen retten können.

Bei den Mammutbäumen lesen wir von [div. regionalen] Feuchtwäldern … – Ja, zum Teufel, warum hat man die zugehörigen Bäume dann nicht ins wassernahe Tief des Parks gestellt ? ! ? – Klimawandel, ick hör` Dir trapsen …

Schütter aussehende Laubbäume – stark verschnitten.

Auch in den verschiedenen „Feuchtwald“-Bereichen sind die Bäume nicht unten „zu“ gelassen worden, damit ein Feuchtwaldklima überhaupt entstehen und sich halten kann. Entsprechend leidend sehen sie dann heute aus.

Es ist ein Kreuz …

Schlecht und gut: Auch hier hat der Neozooe „Kanadagans“ das öffentliche Grün erobert – die Gänse fressen, naturgemäß, Gras, lassen sich nicht beeindrucken – gutes Zeichen, dass das Fütterverbot eingehalten wird.

Enten, hier Stockentenmutter mit Jungvolk, belegen ebenfalls das Befolgen des Fütterverbots. Normalverhalten, wie schön.

In kleine Seitenbereichen – die meisten Besucher merken garnichts davon – sind auch Karpfen zu bewundern.

Groß …

Der Beeindruckendste guckt gelegentlich unter der Brücke hervor – bin nicht sicher, ob das sein Maul ist, das da hervorlugt.

Von internationaler Botanik zu internationalem Essen – Stillleben.

Rotbier – das lassen wir uns nicht entgehen.

Lecker Frühlingsrolle vorweg, Ratsherrn-Rotbier nebendran.

Mein Essen sei verraten: Ente nach Kanton Art – wir wissen, warum wir hier sind.

Und zu guter Letzt: „Fisch will schwimmen“ – das belegt auch dieser Goldfisch.

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Nach dem Besuch des Schulauer Hafens, s. gestriger Beitrag, radelte ich Richtung Hamburger Yachthafen – erstmal gucken, ob der Zugang zur Elbe-seitigen Mole wieder frei ist.

Ja, das Betreten-verboten-Schild steht nicht mehr, die Sturz- und Bruchbäume sind entfernt.

Ich bin ganz vorn, an der Tide-Elbe. Es ist sogar eine Bank frei. Auf der Elbe baggert Saugbagger Utrecht den Schlickfang Wedel.

Langsam baggert sich die Utrecht, Baujahr 1996, 155 x 88 m, Tiefgang 10,8 m, über dem Schlickfang voran.

Wenn ihre Ladekapazität von 17.614 t erreicht ist, fährt sich Richtung Elbmündung, verklappt das Material dort, derzeit bei St. Margarethen.

Der hier im Blog schon öfter geschilderte Aktivismus setzt sich dort fort. Ein Gutteil des Schlicks wird von der durch jüngere Ausbauaktivitäten verschärften Flutwelle wieder Richtung Hamburg transportiert … Das Kreislaufbaggern startet erneut … – „Draussen“ wird das Sedimentmaterial von anderen Großbaggern aufgenommen und vor Cuxhaven oder weiter seewärts verklappt.

Was sagt man dazu?

Hinter der Utrecht 2 Sorten Flieger – der hoch in der Luft könnte ein Airbus-Zulieferer sein. Die unten konzentrieren sich auf die Baggerei-Schlamm- / Abwasserfahne.

Jede Menge Möwen, Gesundheitspolizei, in der Luft und auf dem Wasser – wo Gewässerlebensraum angeschnitten wird, gibt es Opfer.

Hinter mir, nördlich, liegt der Hamburger Yachthafen, im Vordergrund eine hier charakteristische Pflanze, die Engelwurz.

Ein Segler verlässt den Yachthafen, startet seinen Törn.

Gegenan bei frischem Wind.

Von Hamburg naht der im vorigen Beitragsschluss am Horizont erahnte Großcontainerfrachter.

Es ist die NYK Venus, Baujahr 2007, 338 x 46 m, Tiefgang 12,1 m.

Nicht voll …

… und schon, seewärts, vorbei (erscheint hier, der schrägen Optik wegen, voller).

Genug für heute von Großschiffen und dem Großpatienten Tide-Elbe gesehen – ich trete die Rückfahrt an.

Zurück hinterm Elbdeich …

… abgebogen gen Badebucht, Frei- und Hallenbad Wedel, in teils idyllische Nebenstrecke.

Kleiner Ausblick auf die Binnenelbe – Graugänse neben Reetbeständen, die von Tausenden Staren in Herbst und Frühjahr als Schlafplätze genutzt werden.

Wedels Geesthang – ein Beispiel für gegensätzliche Wirkmuster von Natur und Mensch im Klimawandel.

Wir planenden und guckenden Menschen wollen immer Weitblick, meinen den zu haben. Konkret wird dann, wie hier, kühlendes Großgrün aufgebrochen – Immobilienspekulation, oder wie nennt man das?

Geht das so weiter? Der nächste B-Plan ist beantragt.

Blick nach rechts, oberer Teil der Tide-Wedeler Au. Rest-Auwald zeigt, wie Klimaschutz geht.

Werden wir uns an realen Vorbildern, die unsere kleine Erde bietet, orientieren?

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Auf dem BetreuerCamp der Unterelbeschulen hatte ich unter anderem ein Bisschen über die Esche erzählt, den Baum, nicht den Fisch – der schreibt sich Äsche.

Im Vergleich zu früheren Ansichten hat sich die Esche, haben sich Eschenbestände erheblich verändert.

Eschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Gesundheitszustands in der Wedeler Marsch, Saatlandsdamm – innerhalb weniger Jahre erheblich verändert. – Das schmerzt.

Da ist wohl das „Falsche weisse Stengelbecherchen“ am Werk. Was sich so niedlich liest, heisst auf Lateinisch „Hymenoscyphus pseudoalbidus“, ein Pilz. Wie bei anderen Baumarten, z.B. der Erle, die von Leitbahnen-verstopfender und andere Mühsal verursachender Pein befallen ist, warten wir, wie`s weitergeht. Die frühere Panik, alle unansehnlich wirkenden Individuen sofort zu eliminieren (Aus den Augen, aus dem Sinn …), ist der Hoffnung gewichen, unempfindlichere Linien zu finden, die sich über die Zeit durchsetzen.

Der Klimawandel beschert uns mit den scheinbar kleinen Temperatursteigerungen eben nicht nur Gletscherschwund und Meeresspiegelanstieg, sondern auch über den Globus – hier bei uns – nordwärts vorankommende Arten [und sich zurückziehende]. „Neue“ Krankheiten treten auf. Die Esche ist eine der sichtbar Betroffenen.

Uns bislang nicht interessierende Bakterien, Pilze, Parasiten – es sei denn, sie begegneten uns als Touristen bereits anderswo – lernen wir plötzlich näher kennen. Ob wir wollen oder nicht.

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So beim Bach-Restaurieren hebt man gelegentlich sogar den Kopf – weg von Kies, Schaufel, Harke. Neulich also – Geräusche am Himmel …

Tatsächlich, da fliegen sie wieder …

… und wieder.

Heute, Tage später, ist ein erster großer Schwall Passagiere in die Sommerferien gestartet. Man sagt, nach Überstehen aller Prozeduren haben alle ihren Flieger bekommen. Das ist doch was!

In der Nacht hat es gut geregnet – hurra! Schnell mal bei den SH-Pegeln nachsehen, wie reagieren die Bäche? Nix da – offenbar Wartungspause. – [P.S.: Pegel zeigt wieder an. Abend- und Morgenregen erhöhte zweigipflig den Niedrigwasserabfluss, bis ca. Hälfte Mittelwasser. Man wird ja bescheiden.]

Was machen wir nun?

Am Elbdeich, Fährmannssand – träumen wir vom Fliegen?

Mal wieder hoch, gucken …

Das Süßwasserwatt, zwischen Ebbe und Flut.

Wir träumen vom Rüberfahren mit der Fähre, Radeln und zwischendrin gut essen in Niedersachsen.

Ja, und? !

Die Lühe-Schulau-Fähre (LSF) ist defekt, wird repariert. Die Liinsand hat einen so blöden Fahrplan, dass wir sie nur in Kombination mit der LSF nutzen wollen.

Bleibt der Landweg. Nächste Woche geht`s über die Landesgrenze nach Hamburg, Botanischer Garten, Klein Flottbek (Dort gibt es immer etwas zu entdecken, saisonale Besonderheiten, vieles mehr. Vielleicht mal auf den Gartenplan im Link klicken, hier direkt.).

Gut zu essen gibt`s auf der Strecke auch, egal, ob HH oder SH.

Warten wir also die Wetterentwicklung ab – und wenn dann irgendwann in naher Zukunft (?) die LSF wieder die Elbe quert …

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Wie im vorigen Beitrag berichtet, hatten uns Laichaktivitäten von Forellen motiviert, einen sommertrockenen Bachoberlauf durch Sohlanhebung und Angebot „Kies im Depot“ zu verbessern.

Nahe bei befindet sich ein weiteres absturzartiges Betonbauwerk, das in ähnlicher Weise in seiner ökologisch negativen Wirkung zumindest entschärft werden kann.

Anfahrt – gefunden …

Eine erste Schaufel ist vom Radlader aufgenommen …

… und begibt sich auf den Weg.

Bachauf auf intensiv genutztem Grünland.

Regenreste im Pfeifenbring-Absturz (Kaskade oder gar Rausche will ich das nicht nennen.).

Blick bachauf, flach eingestaute Regenreste.

Schaufel für Schaufel wird der Radlader eingewiesen.

Den Teiler, höchster Punkt des Betonbauwerks, lassen wir frei.

Zur Illustration der extremen Tieflage des kanalartig ausgebauten Bachs: Da arbeitet doch wer. (Ganz klein ist der nicht, aber fast nicht zu sehen.)

Vorhandene Dränausläufe sind vorab freigelegt, durch Stangen gekennzeichnet. Sie liegen hoch über der Sohle, bieten uns Handlungsspielraum.

Wir nutzen den steilen Höhenabfall über die Länge des Betonbauwerks als Kiesdepot.

Wie beschrieben: auch Nutzen der Höhendifferenz Sohle – Drän.

So hat der Bach für höhere Wasserführung viel „Spielkies“. Der wird selbstverständlich beobachtet, ob ggf. nachgearbeitet werden muss, um unerwünschte Entwicklungen zu mindern.

Bachab geht`s, dort wollen wir abwärts der Kurve noch ein Laichbett anlegen.

Hier kann der Radlader auf kurzem Weg vom Lagerort direkt anfahren … (Meine Güte, was für eine Einschnitttiefe ! ! !)

… und den Kies zielgenau schütten.

Schnell ist der Restkies verarbeitet, das Laichbett fertig.

Abschiedsblick bachauf von der Rohrüberfahrt – mittig liegt das gut ausgestattete Laichbett, fast nicht wahrnehmbar.

So soll es sein.

Wir werden nach der nächsten Mahd in beiden Strecken weitere Strukturverbesserung vornehmen.

– – –

Kaum war der Kies „drin“, brachte ein Gewitter einen nächtlichen Regenschub.

Immer wieder faszinierend, die Leistung eines Bachs zu studieren. – So hatten wir uns das gedacht. Wir sind begeistert.

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