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Archive for the ‘Klima’ Category

Nein, es ist nicht der hier im Blog über die Jahre oft beschriebene „orange Blitz“, der im Vorbeifahren ins Auge sticht. Etwa 2 Wochen nach Glyphosat-Einsatz färbt sich alles behandelte Grün schlagartig orange, um dann Richtung ockerbraun zu verwelken. Sowas – möge es durch Handeln der Politik endlich ein historisches Ende nehmen! – tritt wohl in etwa 2 Monaten wieder auf.

Wer dazu mehr lesen möchte, findet eine aktuelle Zusammenstellung im „Pestizidatlas 2022“, z.B. hier.

Diesmal liegt es an jahreszeitlich veränderter Radtour, die Orange in Sicht bringt, vor fast genau 3 Jahren hier beschrieben.

Orange in Sicht.

Baumschulgelände mit Lärchen.

Gegenwärtig wird viel über „neue Arten“ im Forst gesprochen, werden Experimente aller Orten gestartet. – Wenn „neue Arten“ in den jüngeren Jahrzehnten auftauchten und sich spontan massenhaft vermehrten, führte das zu den Begriffen „Neozooen, Neophyten“, die es im Zweifelsfall zu bekämpfen gilt.

Wieso also Exoten für künftige „Klimawälder“ erfinden, wenn doch jede Menge Baumarten die Zeitenwechsel hier erprobt haben (der Link gibt ein zufälliges Ergebnis aus Innsbruck – ok, nicht gerade das Ndt. Tiefland. Es dürfte hier aber eine entsprechende Artenliste gelten)?

Ganz generell ist festzustellen, dass die Meinungsführerschaft in Deutschland im Fall großer Baumansammlungen / -vorkommen nach wie vor Richtung Forst, d.h. Nutzholz, besteht [der Link verweist auf ein Buch eines Autors, dem die heutigen Meinungsführer mit Sicherheit nicht zustimmen]. Biodiversität, Sukzession, Wald als solchen überhaupt akzeptieren, Wald Wald sein lassen, gar Wald-Wildnis, scheint – zumindest den meisten Entscheidern – fremd.

Die Herausforderungen des Klimawandels und der Artenverluste machen ein Umdenken, vor allem aber anderes Handeln erforderlich. Möge das gelingen.

Hier, im waldärmsten Bundesland Schleswig-Holstein ist Anfang Mai Landtagswahl. Ob sie uns zu den genannten Themen voran bringt?

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Die Pegel der umliegenden Bäche weisen erstmals seit Jahren wieder so etwas wie Hochwasser aus, erreichen, überschreiten teils geringfügig die mittlere Hochwassermarke, „MHW“. Inzwischen sinken die Pegel zügig.

Wohl den Städten, die bachauf Überschwemmungswiesen, -flächen erhalten haben und so Schäden weitgehend entgangen sind – nachbarliche Beispiele Pinneberg, Pinnau, und Elmshorn, Krückau.

Da ist – in den „Hauptwerten“ der Pegel – aber immer noch das „HW“ ein ganzes Stück drüber über jetzigem Geschehen. – Und dann ist halt immer bei Menschenwerk wie Statistiken zu sagen, wie weit sich der jeweilige Rahmen des Modells erstreckt, die Aussage gilt. So etwas wie „Ahrtal“ findet über „normale“ Statistiken hinaus, wenn auch seltener, aber real doch statt. – Und, lernen wir was draus? Fast scheint es, als wollten wir der Natur „weiterhin zeigen“, dass der Mensch das realisiert, was er will – leider ist das sehr häufig nicht das, was örtlich – auch für den Menschen – verträglich ist. Das nächste, auch Extrem-, Hochwasser kommt bestimmt.

Zwischendrin macht uns allerdings, wie in den vergangenen Jahren gelernt (?), das Niedrigwasser zu schaffen. Noch haben wir ganz offenbar nicht zur Kenntnis genommen, dass das auf längere Sicht vermutlich das größere Übel sein wird.

Bleiben wir bei Kleinerem, Jetztzeit-Örtlichem am Rand von Wedel, SH.

Wechselnde Wolkenbilder, wechselnde Regenmengen – zwischendrin Gelegenheit, trocken bleibend zu radeln.

Aus vergleichbaren Situationen bekannte Wasserlachen begegnen uns wieder (diese kennen wir durchaus auch doppelt so groß) – wohl all denen, die wissen, ob und wo sich da Schlaglöcher in unsichtbarer Fläche verbergen.

„On top“ – der Tümpel auf der Pferdewiese, in den trockenen Jahren langzeitig trocken, ist bordvoll, die Oberfläche vom Wind aufgeraut. Seitwärts versucht der Maulwurf, seinen Lebensraum im Trockenen zu halten und zu belüften.

Der Haupttümpel hat zur Zeit sogar, seltener Anblick, einen Nachbarn bekommen.

Im Wedeler Autal zeigen Jahreszeit und Wetter, wie die Weiden mit Vieh bestückt sind – tiefer Schlamm auf breiter Fläche.

Hier sind – aus noch nasserer Fläche, zusätzliche Tiere untergekommen. Die Folge: Überbesatz nun auch hier.

Bach, bordvoll, und Auweiden – andernorts.

Was früher gang und gäbe war, Wasserrückhalt in der Fläche, was heute unter dem Stichwort „Anpassung an den Klimawandel“ neu zu vermitteln versucht wird, ist noch lange nicht „angekommen“.

Die Jahrzehnte „freier“ Naturnutzung, Gewässereintiefungen, -begradigungen, Entzug oberflächennahen (und tieferen) Grundwassers zu Beregnungs- und anderen Nutzungszwecken, solch alte Verhaltensweisen sind allzu verwurzelt, als – der Geschwindigkeit des Klimawandels entsprechend – auf vertretbares Maß rückentwickelt zu werden.

Das Zerfahren von Banketten im agrarischen Raum durch „Grüne Berufe“ (die befuhren früher in Winterzeiten ausser bei Frost Boden gar nicht – und das mit viel kleinerem Gerät als heute) gehört im Umfeld Wedels inzwischen zum Alltag. Dass da gelegentlich Gerät im Graben, Boden massenhaft auf Fahrflächen liegt, wen wundert`s?

Hoffen wir auf Lernfähigkeit (?) !

Auch die dunkelsten Wolken ziehen einmal ab. Das sollte den Wechsel des täglichen Geschehens aber nicht vergessen lassen.

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Der „Neujahrsspaziergang“ mit Hamburger Anhang fand am 2. Januar statt. Entsprechend der Summe an Niederschlag in den Vorwochen besuchten wir den abwechslungsreichen Forst Klövensteen (fast könnte man Wald dazu sagen). Wir wollten anderswo nicht im Schlamm versinken.

Unsere Jüngste hatte mit Zentimetermaß ausgestattete Stiefel an …

Was gibt es da spannenderes, als jede Pfütze zu vermessen – sei es in Längs- oder Querprofil.

Die Wedeler Au, fast „Oberkante Unterlippe“.

Die Vermessung der Wedeler Au-Tiefe wurde an zugänglicher Stelle bei cm 14 beendet. 🙂 (Lieber vermeiden, eine unverhoffte Kante zu erwischen – und die Stiefel bei den herrschenden Temperaturen volllaufen zu lassen.)

Und dann weiter zum Großen Fischteich – oh Wunder, er ist Dank der Niederschläge nun doch voll eingestaut, läuft gar ab (nach vorn aus dem Foto)!

Die Flachwasserzone ist überstaut. In Randbereichen tauendes Eis lässt bei Windstille Dies über der Wasserfläche entstehen.

Im östlichen Seeteil diest eine noch größere Rest-Eisfläche.

Moose, hier auf Buchenwurzel, sind ganz offensichtlich begeistert.

Bemooste Sturzbäume neben dem Flachwassergebiet.

Sturzeichenstruktur, innen – aus anderen Beiträgen bekannt – erhält sich offenbar lange, Eiche halt.

Und dann landete der Kormoran – anscheinend auf Stockerpel-Territorium. Jedenfalls mussten 2 erstmal nachsehen.

Andere, auf diesseitigem Ruheplatz, liessen sich nicht beeindrucken.

Der sich – angesichts fehlender Sonne, fehlenden Windes – trocken schüttelnde Kormoran störte sich an den Erpeln gar nicht. Sie hielten dann Abstand.

Ja, voll ist der Große Fischteich, Anfang 2022.

Derweil berichten Förster, dass das Wasserdefizit im Bodenraum unter Wald noch immer nicht vollständig ausgeglichen ist. – Warten wir also noch ein Bisschen.

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Im Beitrag vom 16. Oktober berichtete ich von zwei Strecken der Osterau, die nach Kies riefen. Inzwischen wurden die vorhandenen Kiese am Osterauwanderweg, Wildpark Eekholt, ufernah aufgestockt. Abfluss und Gewässerorganismen können darauf einwirken. Das Ergebnis wird im Frühjahr 2022 zeigen, ob noch mit Menschenhand weiter profiliert werden soll.

Auch an der Osterau Bad Bramstedt hat sich inzwischen etwas getan. Für drei größere Laichbetten wurde, gerade rechtzeitig zur Forellenlaichzeit, ufernah Kies abgeladen, dann mit Bagger in Osterauufer und -sohle eingebracht.

Streckenweise sieht die Osterauaue Bad Bramstedt fast wie „unberührte“ Natur aus – jedenfalls, was oberflächlich titulierender Mensch dafür hält.

Standorttypischer Auwald erhält die erforderlichen Lebensbedingungen standorttypischer „kalt-stenothermer“ = an Sommerkühle angepasster Organismen, stützt unter anderem die Quelltemperatur und mindert die Sommermaximaltemperatur.

Was aussen allerdings durchaus als „Hui!!“ charakterisiert werden kann, ist durch Überbreite und bewegten Sand in der Sohle, strukturlos!, innen eine Wüste („Pfui!“).

Wie hier aus Praxisbeispielen hinreichend bekannt ist, kann solch armer Situation leicht abgeholfen werden – noch dazu, wenn ein befahrbarer Weg nebendran liegt.

Gut geschüttet, gut Bagger-profiliert – Uferschutz und standorttypische Sohlstruktur des Bachs auf Moräne (der Großteil des Kies liegt, nur kenntlich an der Turbulenz, unsichtbar auf dem Grund).

Wie üblich bei erosiver Aussenkurve wurde der Unterwasserkies leicht schräg bachauf gegen die Strömung gelegt („Lenkbuhne„). So hält sich die im Abfliessen geschaffene Turbulenz eher Richtung Mitte, entlastet das Ufer (erkennbar an der Baum-Spiegelung).

Wo denn die Überbreite allzu krass wird, ist der Kies flächig zu sehen. Lebendig stellt sich die vorher hier schlapp und öde fliessende Osterau nun dar.

Das dritte Laichbett wurde zur Entlastung, Diversifizierung einer extrem schiessenden Stelle eingebracht. Entsprechend der besonderen Situation ist die eingesetzt Menge nicht halbwegs erahnbar.

Das alles läuft wie üblich als Experiment, das alle Beteiligten interessiert verfolgen werden.

Leichte Ergänzungen sind bereits verabredet. – Wir sind gespannt auf die Reaktion der Forellen und, nachfolgend, der Neunaugen. Dass es hier demnächst von Wirbellosen auf den neuen Oberflächen sowie im Porenlückenraum nur so wimmeln wird, ist über die Jahre ins Allgemeinwissen übergegangen.   🙂

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Gestern: Morgens ins Moor, zwischen Butter- und Krabatenmoor.

Am Vortag, dem wohl dunkelsten Tag dieses Jahres, scherzten Moderatoren im Radio, man habe sich um 15.15 Uhr angesehen und geeinigt, dass es nun Zeit sei, das Licht einzuschalten.

Ganz so dunkel war es bei meinem Spaziergang nicht. Rufe von Kranichen und das Schnacken von Kolkraben begleiten mich. Gelegentlich quert, unsichtbar hoch oben, ein Schwarm Gänse.

Birke, schwarz-weiss vor Grau – der Weg ist von einer Birkenallee gesäumt. Jeder Baum weist eine individuelle Form auf, hier recht kompakt.

Fast künstlerisch, fein, vom schwach ziehenden Wind leicht bewegt.

Ein sehr dicht beastetes Exemplar, der Wind ruht gerade.

Ältere Birken, auf entwässertem Moor.

Da sind wir beim Thema Klima. Geradezu unendlich an Zahl und Fläche liegen, teils nicht mehr genutzte, entwässerte Moorflächen ringsum. An etlichen Flächen wurde bereits vor Jahren das mühsame Geschäft des Wiedervernässens begonnen – mühsam vor allem wegen der Eigentumsverhältnisse und der schwierigen Situation, dass doch „gerade“ die Vorfahren aus gutem Grund Land urbar gemacht hätten. Merke: Die letzte, noch so kleine, genutzte Wiese „ganz hinten“ bestimmt, ob die Entwässerungsgräben geschlossen werden können, das Moor flächig reaktiviert werden kann.

Entwässerte Moorfläche, Birkenbruch mit Pfeifengras.

Da der Wasserstand jahreszeiten- und jahresbedingt wechselt, morscht und bricht es in solchen Flächen eifrig.

Auf dem Weg zurück – auch hier zeigen einzelne Birken den Versuch, mehr Wasser in der Landschaft zu halten.

Das angesagte, schmal querende Regenband traf während der Rückfahrt ein.

Nachmittags im Städtischen, es wird heller.

Welch nicht so oft bestaunbares Grün – Efeu-Lichtblätter und reifende Früchte, massenhaft.

Da kann, hausnah, im späteren Winter bestaunt werden, welche Vögel sich hierauf spezialisiert haben.

Und, tatsächlich, kurz vor Sonnenuntergang klart der Himmel auf. Weisse Wolken werden von der hinter der Bebauung bereits verschwundenen Sonne angestrahlt.

Auch für heute ist solch Muntermacher hier, an der Elbküste im Süden Schleswig-Holsteins, für den Spätnachmittag angesagt.

Schön wäre das schon!

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Ja, es geht voran. Erstes Testen zeigte, E-Mobil-Fahren kann ich wieder.

So guckte ich auf die Radroutenkarte des Regionalpark Wedeler Au, wo das eigentlich war, als ich, beschrieben am 21. September, „Tanzende Bäume“ im Klövensteen fand. [Radeln ist wohl erst wieder ab Dezember ratsam, „rechtes Schlüsselbein“.]

Das war der Rand zum Hogenmoor. – Also hin, geeigneten Parkplatz finden.

Ich steuerte Waldenau-Datum, Pinneberg, an. Die Adresse „Moorweg“ las sich schon ganz zielführend.

Da die L 103 den Ort vom Moor trennt, bietet sich hier eine Fußgängerbrücke. „Brückenschäden“, na ja, was ich vor 2 Jahrzehnten durch Kontakte in entsprechende Kreise wusste und nicht berichten durfte, ist inzwischen öffentlich. Mehr als 3.000 Brücken wurden durch jahrzehntelanges Verschlunzen in nicht mehr akzeptable Schäden „entwickelt“. Die zunehmende Zahl an Baustellen, Sperrungen, Umleitungen zeigt bei Prioritätsfällen, wie weit wir damit inzwischen sind … Hoffentlich stürzt da nicht zwischendrin was ein, womöglich mit Schaden an Menschen! – Diese Fußgängerbrücke hat bei sachgemäßer Nutzung sicherlich noch ein Bisschen Zeit.

Die L 103, eins dieser typischen Beispiele Stadt und Umland, zweimal täglich dichtes Rasen (oder / und Stehen!) in der rush hour. Ansonsten „nur Rasen“ (stehen auch durchaus Tempobegrenzungsschilder rum).

Im Abgang, ein Angelteich.

Hier lernt man Natur: Erlen besiedeln ihren bevorzugten Raum, das Feuchte.

Angelteich, menschlich: Sitzecke mit lärmender L 103 im Nacken.

Ich biege ab vom Moorweg, bevorzuge bunten Mischwald ringsum.

Scharfes Tiefhalten von Entwässerungsgräben zeigt im Anschnitt entwässerten, geschrumpften Moorboden.

Nicht weit davon ist erkennbar, dass das Moor „weggearbeitet“ ist. Lehmige Moräne ist darunter angeschnitten, ein faustgroßer Stein hat sich herausgelöst.

Ein T – ich entscheide mich „links rum“, es wird eine Runde (mit Zacken) gegen den Uhrzeigersinn.

Mittendrin, ein Waldspielplatz. – Na ja, eigentlich einer, wie er auch mitten in einem städtischen Baugebiet stehen könnte.

Die Waldpartien wechseln stark. Hier eine aufgelichtete Nadelwaldpartie, deren Boden bereits von Laub bedeckt wird.

Hier Nadelwald in früherem Umwandlungsstadium – nach Auflichten übernehmen Kräuter und Büsche, später vermehrt Laubbäume den Boden.

Waldweg-Inflation – wie soll ich mich entscheiden?!

Da ich mit dem Stichwort Hogenmoor gestartet war, entschied ich mich für den hellen Weg geradeaus, entlang der Waldkante. „Hogenmoor“, gefunden.

„Benjeshecke“ – Na ja, entlang unterschiedlich alter Partien ist nicht ein Busch, nicht ein Baum durchgewachsen.

Die dichte Packung Holzreste dient wohl eher als Sperrwall gegen das allzu freizügige, störende Betreten dieser Waldpartie.

Illustre Nadelbaumwurzelstöcke am Wegesrand.

Bunter Laubmischwald, Schwerpunkt Buche.

Und nochmals finde ich mein Stichwort, mit Wappen.

Den professionell hergestellten Holztransportweg meide ich, quere ihn.

… tauche wieder in Mischwald ein.

Richtung Moorwiesen.

Entlang Buchenwald, Birkenallee mit Reitweg, Moorwiesen gehe ich nach Norden.

Da, ein zotteliges Un- / Urtier? Wollhaarnashorn, Bison, „nur“ ein Kaltblut?

Das bedeckte Tier begleitet mich, sieht doch sehr nach Pferd aus.

Solch Lockenschweif und -mähne habe ich lange nicht gesehen!

Auf den Rest – Rückweg durch bunten Mischwald gen Moorweg, Auto.

Dichte Naturverjüngung Nadelwald, dahinter Laubwaldentstehen.

Wieder `n T – wieder links rum.

Gefunden, die bekannte Startbrücke.

Da isses ja, das E-Mobil!

Pünktlich komme ich zu Hause an – die Testfahrt (inkl. Wandern) hat mir gefallen.

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Nochmals, diesmal nachmittags, auf der Geest-Marschbank gesessen.

Die sinkende Sonne und „gut Wind“ boten eine veränderte Situation, als ich sie am 4. November, später Vormittag, beschrieb.

Die „Eingeborenen“, ein Einhorn-Rehbock und zwei Ricken, liessen sich nicht (wesentlich) stören.

(Bock verdeckt) In aller Ruhe ästen sie auf einer Marschwiese nahebei.

Hoch oben kam es herangeschnattert, flog zügig über mich hinweg.

Führungswechsel war angesagt, musste offenbar kommuniziert werden.

Mit der Sonne gegenan sah das entstehende, nicht sehr synchrone Fliegen ziemlich unruhig aus.

Das gab sich mit zunehmend klappendem Führungswechsel.

Bei solch zunehmendem Geschehen, zahlreiche, große Schwärme ziehen hoch über uns hinweg, offenbar nicht rastend in der Wedeler Marsch, scheint der Winter (jedenfalls im Osten) näher zu rücken.

Auch ich ziehe mich in wärmere Gefilde zurück. Hell leuchtet das angestrahlte Geesthang-„Grün“.

Unser Grün, aus dem Wohnzimmer gesehen, sieht aus wie gewünscht. Der Gärtner hat den Hinweis, Laub unter den Büschen liegen zu lassen und nicht durch „Ausblasen und Abschleppen“ Boden und Büsche zu schwächen, aufgenommen und realisiert.

Das ist nicht nur Boden- und Grünschutz, das ist Ökologie „at it`s best“! Die ungeschätzten „Destruenten“ können ihren Beruf ausüben, reichlich Biomasse bilden – und bieten damit unter anderem Vogelfutter en masse.

Der waagerechte Sonnenstand lässt auch unsere Grenz-Hainbuchenhecke (mit gewünschten baumartigen Teilbereichen) strahlen.

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Auch zu dieser Tour wurde ich von einem Bach-Enthusiasten an- und abgefahren – besten Dank! (Bin ich nächste Woche wieder selbst am Steuer?)

Wir querten, von unserem Parkplatz kommend, die Krückau und stiegen gen Osten in den Krückauwanderweg ein.

Wittenberger Straße, Elmshorn – wir wählen den Wanderweg Richtung Osten, bachauf.

Der sieht auf online- und auch „echten“ Karten entsprechend der hier geradlinig ausgebauten Krückau recht langweilig aus. Wenn man online nicht über Karten-, sondern über die real-Funktion geht, ist allerdings die Besonderheit zu erkennen: Die Krückau wird von einem, wenn auch schmalen, dreidimensional bewachsenen Randstreifen gesäumt. – Sowas ist an deutschen Fliessgewässern leider immer noch die extreme Ausnahme!

Nach Westen verläuft der Wanderweg entlang sich der dort windenden Krückau, im Krückaupark, Elmshorn. Über den gibt es hier im Blog bereits ein paar Berichte.

Nach einer Weile stellt sich das Grün als öde Weidenstrecke dar. Hierzu kann man sich sicherlich lenkende Pflege denken.

Solch bachnaher Weidenbewuchs auf einem schmalen Randstreifen erschwert bis belästigt heftig, dass der Wasser- / Gewässerpflegeverband seiner Verpflichtung auf einen ungehinderten Abfluss des Gewässers nachkommen kann. Dazu später mehr.

Immerhin gibt es – eine ?, kleine Gruppe von – Schwarzerlen, die hier in Dominanz neben anderen Gehölzen sowohl wassertechnisch als auch ökologisch den Randstreifen verbessern könnten.

„Bunter“, artenreicher und in abwechslungsreicher dreidimensionaler und altersmäßiger Staffelung wird es von der Stelle an, wo ein Weg vom Holsatia e.V. den Krückauwanderweg trifft.

Von hier an bis zum Deutschen Eck, der Mündung der Offenau in die Krückau, hat kürzlich eine fach- und zuständigkeitsübergreifende Begehung stattgefunden, über deren Inhalte und Ergebnisse nach Umsetzung Anfang 2022 zu berichten sein wird.

Einmündung eines Grenzbachs, Elmshorn / Kölln-Reisiek, voraus.

Och nööö!!! – Offensichtlich hart unterhalten. Es bleibt viel zu lernen … [Wieso?! Früher hiess es allüberall in quellnahen Bereichen „Dat issen Grooben!“.]

Weiter geht es, nun auf Kölln-Reisieker Gebiet.

Erinnerung: Hier in Kölln-Reisiek, organisiert vom Heimatverband für den Kreis Pinneberg e.V., endete im Februar 2020 mein Vortragen in Sachen Restaurieren von Bächen und kleinen Flüssen – ja, wieso, in dieser, unserer Zeit?! – Ich hoffe, alle Leserinnen und Leser sind inzwischen vollständig geimpft, gesund und munter! – Ein vorsichtiger, erfolgreich verlaufenern Startversuch des Vortragens gelang dann erst im August 2021 vor fachkundigem, breit orientiertem Publikum im LLUR SH.

Den altersgestaffelten, artenreichen Grünbestand (teils bis zur Wasserlinie zer-)stören Plätze extremer Hunde- (und Menschen-) Erosion.

Wie hier aus Blogbeiträgen bekannt, besonders deutlich von den städtischen Strecken von Pinnau und Mühlenau, Pinneberg, kann dagegen einiges Verbessernde getan werden.

Wir kommen am Deutschen Eck an.

Brücken führen unmittelbar bachauf des Zusammenflusses über Offenau und Krückau.

Krückau-Pegel, dahinter standortfremder Nadelholzbestand. – Wo man auch hinguckt, sind Verbesserungen vorstellbar …

Blick bachab – der Zusammenfluss, links die Krückau, rechts die Offenau – beide überbreit, kanalartig, öde.

Rechtsufrig, beispielhaft für andere Störstellen ist eine Ufer und Weg gefährdende Erosionsstelle erkennbar.

Auf zwischendrin erwähnter Begehung wurde zwischen den Beteiligten verabredet, erforderliche Baumpflege = Entfernen, teils Zurücksetzen von Ufer- und Gewässer-gefährdendem Weiden(partien) zu koppeln mit Anpflanzen von Erlen und Flatterulmen. Zwischendrin werden die Arbeiten genutzt, um dem Bach und seinen Bewohnern Moränenkies punktuell anzubieten.

Das wird ein GroßExperiment, gilt es doch, den beeindruckenden, artenreichen Baumsaum, der sich insbesondere auf Kölln-Reisieker Gebiet befindet, zu erhalten.

Neben den beiden zu pflanzenden Baumarten Erle und Flatterulme werden sich auf freieren Flächen dann von allein andere Arten einfinden. Das vor Ort vorhandene Spektrum ist groß: Eiche, Traubenkirsche, Ulme, Kirsche, Feldahorn, Pfaffenhut, Holunder, Weißdorn – eine sicher nicht vollständige Liste zur Vorstellung des hiesigen Bestands.

Auf dem Rückweg, letztes, breiteres Grün vor der Wittenberger Straße, Elmshorn – beeindruckende alte Weiden.

Rinde in vielen Falten, markant, „vielfältig“ – lichter parkartig entwickelter Auwald.

Wir kommen an der Wittenberger Straße an, nicht mehr weit bis zum Auto.

Das vorstehende Foto werde ich als Start eines kleinen, weiteren Beitrags erneut nutzen.

Im Abgang erinnert mein Blick bachauf daran, dass ich dem Gewässerpflegeverband Krückau einen Sturzbaum melde (ist geschehen).

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Mein Radius ist – erstmal kein Autofahren, schon gar kein Radeln – wie beschrieben jetzt ein anderer, deutlich kleinerer. Muss ja nicht schlimm sein …

So geht es in kleiner Runde z.B. den Geesthang runter, Blick in die Marsch.

Wedel, Geestrand zur Marsch.

Nach den westlichen hier der östliche Aspekt.

Schöne Aussicht – noch schöner, dass da eine „Sonnenbank“ steht.

Der Herr, der da sitzt, versteht offenbar meine Frage nach „einem Plätzchen“ nicht so recht. Nein, ich möchte kein Gebäck, nur dass er ein Stück rutscht. Corona-Distanz lässt sich mit gutem Willen doch wahren.

„Dann gehe ich eben. Muss ja nicht sein, in Coronazeiten!“ – Bevor er mit seinem Fahrrad von dannen zieht, sehe ich Hochprozentiges in seiner Tasche verschwinden. – Ok, jeder nach seiner Fasson … Mein vorurteilsbelastetes Hirn denkt „Interessant – offenbar ein Ungeimpfter.“.

Es ist recht ruhig am frühen Nachmittag, Rehe wechseln über die Fläche (nicht fotografiert), eine Katze lässt sich, wie ich, die Sonne auf die Nase scheinen.

Gelegentlich wird die Katze von Passanten abgelenkt.

In der Fläche sitzt eine Gruppe Graugänse, ein Entenpaar verschwindet an einem Grabenrand.

In der Sonne, über den Wiesen, über dem Weg Flirrendes gesellt sich zu mir – eine (Heide-?)Libelle.

Menschliche Gesellschaft ergibt sich – ist ja Abstand genug möglich … Das Themenspektrum – auch bei „gebremstem Schaum“ – bewegt sich zwischen Gott und der Welt, selbstverständlich auch Klima mittendrin. Wir wollen und werden, soweit nicht ohnehin stets und ständig, etwas tun.

Einen Sonnenbrand will ich mir aber nicht holen, gehe ein Stück weiter, vorbei an Erntewagen …

… bis ich mich wieder dem herbstbunten Geesthang zuwende und nach Hause strebe.

Tags drauf soll`s mal was anderes sein. Bei Anfahrt per E-Mobil ändern wir – die Sonne kommt nachmittags plötzlich wieder raus – die Richtung. Landesgrenze SH – HH, Elbwanderweg, je nach Vorliebe hoch oben am Hang oder unten längs – oder gemixt, ist unser Ziel. – Der Parkplatz ist gefüllt mit einer unglaublichen Vielzahl an Fahrzeugen, Gerät, Versorgungszelten und mehr, etliche Menschen wuseln zwischen hier oben und dem Elbufer unten herum, auf der Elbe liegt ein Boot – offenbar wird, vermutlich ein Krimi(?), frisch gedreht. – Wir steuern das westliche Ende des Elbhöhenwegs an.

[Der Link beschreibt den östlichen, Hamburger Teil. Nicht weit von unserem Start hat vor Jahren ein Bergfall (sowas kennen wir vom Vejlefjord, DK, da lässt Mensch am Besten Natur geschehen – und seine Finger davon!) einen Teil des Weges „abgeräumt“. Der ist seitdem sicherheitshalber gesperrt. Man kann ja unten längs! – In seinem Wahn will „Mensch“ durchgängig von der Höhe weit gucken. Immerhin wuchs die Erkenntnis, dass ein Moränenhang „lebt“, sich bewegt. So soll offenbar, Wahn über Wahn, ein millionen-teurer, aufgeständerter Höhenweg neu entstehen. – Wir haben`s ja! Haben wir`s? Haben wir noch alle …? – Mögen die Corona-Kredite und ihre Folgelasten in den kommenden Jahren heilsam beim Runterkorrigieren von Wahn helfen!]

Nachmittägliche Novembersonne über der Elbe. Das hat doch was!

Auch wenn das Foto zeigt, dass mein mit-der-linken-Hand-Auslösen verbesserungsfähig ist. – Wird schon wieder, in den nächsten Tagen wird die Rechte (es geht hier auch weiterhin um nichts als um die Lagebeschreibung einer Hand) reaktiviert.

 

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Nun folgen aus gegebenem Anlass doch noch ein paar herbstliche Eindrücke in Farben.

Die bis vor Kurzem noch vorherrschenden Mais-Horizonte sind – für Monate – barem Ackerboden gewichen. Der Boden ist Wind und Wasser ungeschützt ausgesetzt.

Birkenwald-Partien zeigen sich herbstlich gelichtet.

Noch leuchten Spitzahorne rötlich-orange, viele auch gelb.

Am Ufer der Elbe zeigt sich eine Vielfalt des Grün an Deichschutz“rasen“, Reet, Binsen und Auwaldbaumarten, teils jahreszeitlich bedingt wechselnd Richtung Grau- und Brauntöne.

Über Geest und Marsch fetzt himmlisches Geschehen – hier ist noch Blau gut vertreten.

Auch dieses spannende Geschehen kann den Radler – mal abgesehen von der Bedeutung der Tour-Auswahl hinsichtlich stürmischer Winde – nicht schrecken.

Gelegentlich taucht neben bekanntem Federvieh, das zur Zeit zahlreich unser Umfeld quert oder / und Rasttage einlegt, ein Fremdling auf.

Da rätselte ich um die Mandarinente herum …

Fachlich unterstützt weiss ich nun: Es handelt sich um eine Brautente. Wie die Mandarinente ist / war sie hierzulande eine in Volieren gern gehaltene „Zier-Art“. Nun ist sie also inzwischen offenbar entkommen – oder wurde womöglich ausgesetzt. „Neozooe“ nennt man das wohl. Und nun? (Eine Nummer größer und einige Jahrzehnte weiter kennen wir die Entwicklung ja bereits von Kanada- und Nilgänsen …)

Zurück zu den Bäumen. Das Gelb der Linden wurde von Sturmwind und Regen bereits heftig zerzaust.

Vom frühen Rot der Kirschen, auch vom Rot wilden Weins ist an windexponierten Stellen nicht mehr viel geblieben.

Toleriertes KletterGrün an Eichen, …

. . . Efeu, entwickelt massenhaft interessante Winternahrung – für Vögel und anderes Getier ringsum.

Was ist das nun alles – Wetter? Bei Erinnern der jüngeren Jahre, vielleicht bis 15, ja 20 Jahre zurück, scheint da auch einiges „Klima(wandel) zu sein“.

Es entstand zunehmend der Eindruck, dass wir nicht mehr in die „Indian Summer“-Staaten über den Atlantik reisen müssen. Indian Summer haben wir nun selbst – auch ohne die vielen künstlich wirkenden Rots, die durch Baumschulen „eingepflegt“ werden.

Was aber hat das mit der Queen zu tun?!

Nun, vor einigen Tagen war zu  lesen, die Queen sei „irritiert“ in Sachen Klima(wandel). – Komisch, dachte ich beim Lesen der Überschriften, kommt eine ältere Dame da bei irgendwas nicht mit? Wie so oft, liest sich der Inhalt dann ganz anders. Die Queen erinnert sich. Und sie ist sauer! Sauer auf die Politik, die „immer nur redet, aber nichts tut.“

Die Queen ist also auf der Höhe der Zeit! Herzlichen Dank für die Einmischung, möge sie helfen!

Auch ich wunderte mich in meiner beruflichen Restlaufzeit über den aus – oft genug politisch besetzten – Fachkreisen in den ersten 1,5 Jahrzehnten des neuen Jahrtausends kommenden Spruch „Und Sie wissen das schon alles?!“ (eigentlich nicht), als es galt, Handeln in Gang zu setzen. Mehr wunderte es mich, dass die Sprücheklopfer es nicht wussten . . .

Warum?

Weil seit spätestens 1992 jeglich halbwegs Interessierte, auch Laien-Öffentlichkeit Bescheid wissen konnte(n). Von der Fachwelt einmal ganz zu schweigen. (Dieser Auszug stammt aus einer Zeitreihe, die die Entwicklung des Wildpark Eekholt darstellt. Dank dafür!)

So hoffen wir denn für die Bundesrepublik Deutschland, Europa, ja die gesamte Erdkugel, dass Handeln richtig und zielgerichtet endlich greift.

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