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Archive for the ‘Klima’ Category

Anradeln zum Elbdeich – Robustrinder auf Gänsefraßwiese mit Gänseblümchenweiss.

Elbdeich Fährmannssand – gibts was zu …

… Gucken?

Ja, auch für mich – Ostwind bringt Tideniedrigwasser tief, bläht Segel ordentlich.

Unbeeindruckt legt die Lühe-Schulau-Fähre am niedersächsischen Ufer ab, gen Wedel.

Im Deichvorland blühen mit „fettem“ Gelb die Sumpfdotterblumen.

Ich radele vom Deich – Gerummel über der Elbe, ein Rettungshubschrauber von Stade Richtung NordwestHamburg hat Tausende Nonnengänse vom Watt hochgebracht.

Die ziehen nun übern Deich.

Über mich weg – wie gut, dass das keine Möwen sind (die „verlieren“ in der Luft schonmal was – bei denen grellweiss und ziemlich flüssig, wird Schweinkram auf der Kleidung).

Dummer Weise zieht der Hubschrauber wie beschrieben – genau in der Flugbahn der Nonnengänse. So können sie nicht auf den großen Flächen um die Vogelstation landen, kreisen großflächig, kommen zurück – und ziehen, in Partien aufgelöst, ins Umfeld Giesensand / Hetlingen, im NordOsten nahebei.

Im Watt ernähren sich wie üblich eine Vielzahl Limicolen.

Die Brandgänse sind sehr aufmerksam, …

… beruhigen sich aber schnell und fressen weiter.

Neben meinem Fahrweg zeigt sich das gefährlichen Leben „hier draussen“. Das war wohl vordem das Federkleid einer Nonnengans.

Sehr viel weiter auf meiner Tour, nahe dem Geesthang Holm – da stiehlt sich doch etwas davon im Bullenfluss …

Etwas zurückgerollt – ja, ein Graureiher.

Dessen Anwesenheit (oder von Artgenossen) hätte ich auch wenig später an Fußspuren im Sauerbeck bei Tnw erkannt – wie nun.

Querab steht auf der Sauerbeckwiese ein Storch – ob nun von der Idenburg (da ist aber wohl noch immer keiner stationiert) oder aus Wedel, egal.

Der sucht, findet, …

… schnappt und schluckt – wieder und wieder.

Aufmerksam wird die Umgebung weiter beobachtet.

Und dann … – ich bin oben auf der Geest, radele die B 431 entlang, habe schon seit Tagen intensiv den Radweg beäugt, da …

… liegt, später als in den vergangenen Jahren, pünktlich zum Namensmonat, das 1. Verkehrsopfer Maikäfer.

Der wird zuhause ausgiebig bestaunt, wackelt doch noch etwas mit einem Bein – und wird anschliessend vor dem Balkon als Vogelfutter auf den Rasen entlassen.

Ob hier, wie im Hessischen Ried angekündigt, auch wieder ein „Maikäferjahr“ ansteht?

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Wir haben Besuch aus MV – der Landesanglerverband hat Vertreter von Wasserverbänden und -behörden mitgebracht, möchte unser „Einfach mal machen!“-Experimentieren selbst bei möglichst vielen Gewässern und Gelegenheiten ausprobieren. Lebensraumverbesserung ist allüberall erforderlich. – Im vorigen Beitrag berichtete ich bereits vom Start unserer Exkursion an einem Nebenbach im oberen Pinnau-Einzugsgebiet.

Wir befinden uns an der oberen Pinnau – übertief ins Gelände eingeschnitten, überbreit für ein strukturiertes Niedrigwasserprofil, sonnenbebrannt „Dank“ fehlenden Baumbewuchses.

Hier haben wir im vorigen Jahr begonnen, die Extremerosion mit unglaublichem Sandtransport bachab durch dynamischen, punktuellen Uferschutz mit Kies zu bremsen. Ergänzend verhindern Rauschen die Tiefenerosion, bieten zudem Lebens- und Laichraum für ortstypische Organismen. – Zu den Eisen-gefärbten Startschüttungen sind kurz vor dem Besuch jüngst frische dazugekommen.

Und schon sind wir weiter – Ähnliches in klein, an einem Nebenbach der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet.

Wie ein Stillgewässer sieht dieser eigentlich munter plätschern wollende kleine Bach überbreit, übertieft, wegen Fehlens von Uferbäumen sonnenbebratzt in seiner unglücklichen Lage aus.

An der Oberfläche treibt Bräunlich-Schlammiges vorbei – ein Umweltdelikt ! ? ! ?

Nein, das ist kein Blähschlamm aus einer Kläranlage, dessen sich jemand entledigt hat. Das sind Kieselalgen (könnten – anders gefärbt – auch Grün- und / oder Blaualgen sein), die aufgrund des exzessiven Lichtüberschusses am Gewässergrund gewachsen sind.

Wir erinnern uns – da war was mit den Minimumfaktoren. Phosphor ist in aller Gedächtnis. Den haben wir insbesondere bei kommunalen Kläranlagen trefflich aus unseren allzu belasteten Gewässern entfernt. Da ist noch der Ammonium- (vorübergehend Nitrit-, letztlich Nitrat-) -Stickstoff. Auch den haben wir in kommunalen und industriellen Klärwerken halbwegs im Griff. Wer bislang so gut wie nicht handelte … die Landwirtschaft! Deren Phosphor- und Stickstoffausträge belasten nach wie vor unsere Gesamtlandschaft, insbesondere das Wasser unzuträglich.

Was fehlt in der bisherigen Betrachtung: Das Licht. Das ist im Naturzustand, auch im schonend bewirtschafteten Bach in der „Kultur“landschaft, auch im Flüsschen im Minimum – Dank randlichem, dreidimensional großem Uferbewuchs. Wo der fehlt, geradezu systematisch niedergemacht wird, wirkt die Sonne – verheerend.

Langer Text zu kleinen Algen! Die Sonne im Überschuss sorgt – nicht nur zur Zeit – angesichts hinreichender sonstiger Nährstoffe zu einer übermäßigen, einseitigen Biomasseproduktion.

Und warum treibt da nun dieser „Gammel“ (wo viel Leben ist ist auch viel Tod!) den Bach hinunter?

Kleiner Einschub: Vogeltränke (!! ?? !!)

Im Kleinen kann ich das an unserer Vogeltränke vorführen.

Auch da wächst in ruhigen Ecken flächig ein Kieselalgenfilm heran, produziert mächtig Sauerstoff.

Der kann aus dem von den Einzellern gebildeten schleimigen Biomasseteppich nicht ungehindert entweichen, sammelt sich …

… – Und so kommt es, dass irgendwann der Teppich in Fetzen geht, auftreibt. „Alles geht den Bach hinunter“, sagt man.

Diese Organomasse kann auch zur Verstopfung, zum Ersticken des zwischenkiesigen Lückenraums führen.

Wir sehen es – mit Entgeisterung!

Kleine Ergänzung, der Vollständigkeit halber: Nicht nur durch die bei nächtlicher Sauerstoffzehrung der allzu großen Biomasse kann es zu Organismensterben kommen. Die Entnahme von Kohlendioxid durch die Übermasse Algen führt tagsüber zur Alkalisierung des Wassers. Dadurch verschieben sich Ammoniumgehalte im Wasser zu Ammoniak (Zellgift). So sind auch tagsüber Fischsterben möglich, wo man sich fragt, woher „dieser Sauerstoffmangel“ (???) kommen soll. Solch tote Tiere sind nicht erstickt, sondern vergiftet.

Wir sind aber nicht zum Jammern gekommen, sondern begeistern uns an den noch recht neuen Rauschen – hier mit 5 (1/2) Laichkuhlen von Flussneunaugen.

Nochmal, verdeutlicht.

Ich weise auch noch auf unseren Merkposten in der langen kanalartigen Folgestrecke hin („letzte Rausche“) – wir werden dazwischen und dahinter weitermachen.

Viel gelernt an kleinem Bach – wir gehen zu den Autos …

… und fahren zur Tide-Pinnau – Blick bachauf.

Dies geschieht auf besonderen Wunsch – von der Größenordnung her ähnelt die Gewässebreite hier der Nebel, MV, an der auch Restaurieren starten soll.

Ja, auch hier machen Lenkbuhnen, Treibselsammler Sinn – empfohlen: in schrittweisem Vorgehen, Herantasten an die Notwendigkeiten des jeweiligen Standorts.

Zu gutem Schluss – das Arbeitsessen – (Hüftsteak, sehr lecker!) – – herzlichen Dank dafür! …

… und für Mitgebrachtes, Regionales!

Das hat Spaß gemacht! – Wir sehen uns wieder, spätestens auf dem Naturschutzseminar des Landesanglerverbands Mecklenburg-Vorpommern am 07.11.2026 in Güstrow.      🙂

P.S.: An allen Stationen sahen wir belaichten Kies. – Nicht stets ist es vergönnt, auch laichende Neunaugen auf den Laichbetten zu sehen. Regelhafter fliegt bei Ankunft ein Reiher ab – behäbig?, auf jeden Fall unwirsch. Mit Glück sind auch größere Laicherzahlen anzutreffen – Fotolink aus dem Blogbeitrag vom 23. April 2023, dort auch mehr solche Fotos.

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Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern hatte wegen einer Exkursion an restaurierte Bachstrecken nachgefragt – gestern fand sie statt.

Bestes Wetter – Dienstfahrzeug vor blühender Eiche.

Neben den Angelei-Engagierten waren auch Wasserbehörden und ein Wasserverband (Icon am Fahrzeug) vertreten.

Das sind hervorragende Voraussetzungen für „mögliches Nachahmen“ oder anders machen – alle zu Beteiligenden lernen zusammen.

Wir verdeutlichen unser Prinzip, durch Einbringen standorttypischen Materials Strömungsturbulenz anzuregen.

So wird im günstigen Fall in nachfolgender Strecke eigener, fester Grund vom Sand befreit, freigespült.

Im oberen Bereich der im vorletzten Foto gezeigten Kiesfläche sind übrigens 2 kreisflächig-sandige Stellen erkennbar – Anzeichen für Laichversuche der Flussneunaugen.

Wir können auch Laichbetten von Meerforellen auf Naturkies zeigen – hydraulisches Geschehen und Großfisch sorgen so „nebenbei“ für die charakteristische Rausche-Kolk-Abfolge des lebendigen Bachs.

Ein Blick auf unseren Treibselsammlerversuch – aus Sandwüste ist vielfältigeres Etwas entwickelbar – beeindruckt unsere Gäste (und uns, jedesmal wieder).

Wir wechseln den Standort, auf zur oberen Pinnau selbst – im nächsten Beitrag.

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Der Anlass Reifenwechsel – Winter- auf Sommer- bringt mich wieder zu meiner per-pedes-Runde in Wedels Osten.

Die Hecken wechseln ebenfalls – meist Hainbuchen-, teils auch schon Buchenstart.

Gelb wechselt hier von oben nach unten.

Nochmal, diesmal mit 2 (3) Autofarben.

Stadtplanerisches meiner Runde – Wechsel von Hausarten, -höhen und -gesamtformen. (Ich mag das Klotzbauen [links, Oberkante] allüberall nicht – hilft nix.)

EigeninitiativWechsel (oft gekoppelt mit Generations- und / oder Eigentums-) – Renovieren, Isolieren, und her mit der Wärmepumpe!

Flächen“pflege“wechsel – vom Einheitsrasen zu „freiem“ Kräuter- = Blütenwachstum.

Ortswechsel (nun Industriestraße) – vom Wohn- zum Gewerbegebiet. Elektrofirma – wem geht ein Licht auf?

Schon wieder`n Richtungswechsel – schicke AltEichen im Kronskamp, unserer „Automeile“. Die starten später ins Grün.

Horizontwechsel – vom Blühen des Spitzahorns …

… zum Wechsel der Gesamtansicht von Gelb auf Grün, Blätterschieben voll in Gang.

Womit wir wieder bei den Fotos 2 und 3 dieses Beitrags wären.

Fahrerwechsel – die Sommerreifen sind drauf, ich bin dran.

Wechsel von oben nach unten – bevor ich in der Tiefgarage verschwinde, fotografiere ich noch unsere prächtige Japanische Kirsche am Südende unseres Gebäudes.

Wenn mal wieder neue Reifen anstehen, kaufen wir uns angesichts der Winterentwicklung Alljahresreifen. Dann entfallen (leider) die Rundgänge in dieser nicht langweiligen Umgebung.

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Nach Absolvieren der Mühlenaustrecke, Mühlenstraße bachauf bis Rosengarten, bleibt genug Zeit für einen orientierenden Abstecher zum Neunaugenlaichplatz Hindenburgdamm.

Durch den Frühlings-Fahlt geht`s, vorbei an …

… Buschwindröschen.

Blick auf die Kiessohle der Pinnau am Pegel Hindenburgdamm.

Zwar bleibt zur Zeit das Tideniedrigwasser ca. 20 cm über dem Mittel, klares Wasser lässt aber erkennen, dass noch keine Laichaktivität von Flussneunaugen eingesetzt hat.

Rüber auf die andere Seite – wie sieht`s da aus?

Da liegt ein Fahrrad im Bach – neue Struktur, anthropogener Fischunterstand (?).

Und nebendran – ein weiss gepunkteter roter Ball.

Wohnt hier wer?

Da liegen zwei Einkaufswagen – ebenfalls zwar Struktur, aber eher zweifelhafte, verzichtbare Lebensraumvielfalt.

Die Zuständigen sind informiert.

Mein Ziel ist klar – ich radele durch Rellingens Baumschulland, …

… vorbei an wichtigen Utensilien im Klimawandel, Schutz vor Hochwasser, Rückhalt, Ableiten – Wasserspeicher und Leitungsrohre.

Inzwischen hat die mittäglich vorausgesagte helle Wolkenschicht den Himmel bezogen.

Hier kommt auch die Erinnerung – allen Leserinnen und Lesern meines Blogs wünsche ich schöne Ostertage.

Virtuelles Verständnis – statt, wie morgens auf der Hinfahrt woanders gemessen 25, radele ich mit „gut Gegenwind“ gerade man mit 12 km / Stunde. – Ist bald …

… geschafft. Meine Wahl fällt diesmal auf die Rellinger Central Pfanne – wie sich schnell herausstellt, eine gute Wahl.

Start Rückweg – Rellinger Hof und Kirche dahinter (alle Ampeln rot? wo sind die Mitmenschen ringsum?).

Gründonnerstag, früher Nachmittag – es rast der Mensch wie verrückt auf der A 23.

Hier noch keine Staus – anderswo, wie ich zu Hause im Radio höre, aber hinreichend. „TüTa“ begegnet mir auf dem weiteren Weg auch 5 mal – meine Güte!

Kleinklima hinter der S-Bahnbrücke Thesdorf – erste Spitzahorne blühen, gelbgrün.

Sternmagnolien (und Magnolien) haben bei uns ringsum dieses Jahr Glück – volle Blütenpracht, keine Schäden durch Nachtfrost.

Vorbei am strukturlosen Krabatenmoorbach …

… komme ich im hausnahen Rosa an.

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Reisen bildet, sagt man. So  überschritten wir, Bach-Interessierte, 2mal Kreisgrenzen.

Entrohrter Bach (Tönsbek), nun beispielgebend strukturiert und baumbestanden – selten genug zu sehen!

Leider muss er bald, noch ein ganzes Stück, Richtung Einmündung in das Hauptgewässer wieder im Rohr verschwinden – so`n Scheiss!

Zwischen bau- und finanzierungstechnischen Zwängen hängt dann Deutschlands „Freiwilligkeit“. [Dazu erspare ich mir Kommentare, weiss aus Jahrzehnten in Niedersachsen, dass irgendjemand immer die letzte Laterne am Zug sein möchte.]

Das Hauptgewässer besticht durch seine schicke Talaue.

Hier geht es tierisch zu, Wildsau-geprägt.

Haupt- (oder Mit-)Akteur sind Robustrinder, die extensiv gehalten eine halboffene Weidelandschaft gestalten.

Bäume fallen mal so-, mal sorum.

Mit ersten Rauschen wurde auch die Gewässerstruktur verbessert.

Wenn – als weitere Gewässerverbesserung und bei als erforderlich erkannter Anpassung an den Klimawandel – höhere Abflüsse verstärkt, früher als gegenwärtig in die Talaue übertreten sollen, könnte das z.B. durch Einengen des Mittelwasserprofils schrittweise gelingen.

Im Wegfahren entdecken wir die Herde.

Meist passen (die) Kühe auf, der Bulle frisst.

Kälber (links) sind ebenfalls interessiert, wer da guckt.

Die Kunst ist, die Herde auf eine flächenverträgliche Bestandsgröße zu begrenzen.

Wieder was gelernt!

Gestern ruft`s hier an: „Das Rad ist angekommen!“ – Ja, das Geheimnis, das neue Rad der Enkelin, HH.

Ich hole es ab und radele es abends über die Landesgrenze.

Es empfangen mich der begeisterte Sohn und ein ebensolcher Hund.

Aber wo …

… bleiben die Damen?!

Die Abendsonne …

… verschwindet bei leicht orangem Himmel.

Die erwarteten 2 Frauengenerationen erscheinen, vom Sport – allgemeine Begeisterung über die Überraschung!

So komme ich denn im Finstern per Auto nach Wedel zurück – besten Dank!

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Gestern war`s – Polarlufteinstrom zu uns, Sturm auf See wirkt hier mit West 5. Das Radar zeigt Flockenwolken von licht bis Regen-schwer. – – – Termin umlegen?

„Flocken-Lücken“ im Radar machen „Mut zur Lücke“. Also, zu dickem, regenfestem Zeug noch die Regenhose überziehen und los … Radeln.

Das geht ja gut los. Blauer Himmel, Wind von schräg, oft genug schräg von hinten. Am Horizont stehen weisse Gebilde, mit Grauerem drunter.

Halbe Strecke bis Pinneberg – die dicken Fronten rasen zunächst südlicher, kümmern mich nicht. Der fernere Horizont rechts ist aber sehr ausgedehnt, auch für mich bestimmt.

Einfahrt Pinneberg – das nun Schwarze holt mich ein.

Schlagartig Graupel, AUA! – Hut auf, Kapuze drauf, Büschen hinterm Baum warten.

Binnen Sekunden ist der erreichte Fuß-/Radweg weiss.

Wie begonnen, so beendet – ich kann weiter.

Am Vorabend hatten wir noch vom Wetterfrosch gelernt, was den Unterschied zwischen Graupel und Hagel ausmacht. Ersterer schmilzt schnellstens, wenn man ein Korn in die Finger nimmt. So ist das auch, ich wundere mich, mit der weissen Lage auf dem Weg, trotz Temperatur nur gering über null Grad. Schon ist sie weg.

Unter der Bahn, vor dem Stadtwald Fahlt – Blick bachauf auf Rausche auf dem Nacken und scharfe Schussstrecke.

Eine feine Stelle! Hier haben wir vor Jahren per Telekranbagger einen Sattel Kies (25 t) versenkt.

Die Folgen solcher Gaben mit gutem Anstrom sind aus vielfältigen Schilderungen hier im Blog bekannt.

Pünktlich erreiche ich den Treffpunkt, P beim Bad, Rosengartenstrecke Mühlenau mit Kiesgaben gleich nebendran.

Unsere Verabredung war aufgehängt am Stichwort „Runder Tisch Biodiversität Pinneberg“. Wir stehen unmittelbar an einem menschlichen Negativbeispiel, Vernichten von Auenräumen bis an die Gewässerkante.

Heutige drängende Schwerpunkthandlungsthemen – von Tagesaktualität mal wieder verdrängt – wie Anpassen an den Klimawandel, Nachhaltigkeit im Handeln = vorsorgende Nichtzerstörung wesentlicher (Über-)Lebensräume, Erhalt bzw. Verbessern der Vielfalt in Lebensgemeinschaften („BioDiversität“) sind durch menschlich-geistige Verdrängung nicht aus der Welt.

Ein breit angelegtes Gespräch über Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten startet, „gewürzt“ mit Ansichten wie hier: Erzeugte Turbulenz bringt nicht nur Sauerstoff und mehr Leben in den Bach, sondern ist auch optisch wahrnehmbar.

Im Ruhebereich spiegelt sich der Baumstamm, uferschützend entwickelte Turbulenz „bricht den Spiegel“.

Mit Unterwasserlenker versehene Kiesgaben bauen „verlorenes Ufer“ wieder auf.

Ein Blick auf solch freie Böden lohnt oft! Neben Spuren von Stadthunden finden sich Zeichen von Wildtieren, Mäusen, Enten und Reihern, mit Glück sind auch die charakteristischen Fischotterspuren erkennbar – ja, hier, auch mitten in der Stadt.

Ertappt! Ein Schwarzangler mitten auf einem Kiesdepot!

Kleiner Scherz, muss sein …

Mein Gesprächspartner, der Journalist, hat an langer Teleskopstange eine Unterwasserkamera.

Mit der sieht er nicht nur, das scheinbar trübe Wasser ist klar (!), sondern auch an ruhiger Stelle mit Schlammlage belegten und an turbulenter Stelle mit Algen bewachsenen Kies.

Mit gutem Timing und bei Glück günstiger Abflusssituation wird er hier auch ab etwa Mitte April ff. laichende Flussneunaugen beobachten, ggf. Fotografieren bzw. Filmen können – ja, auch die, hier mitten in der Stadt.

Genug geschnackt, ich radele zurück.

Nach Unterqueren der Bahn werfe ich noch einen Blick auf die „Ockerquelle“ – Folge der Schandtat, das „Quellental“ (!) mit Bebauung zuzupflastern und alles Quellige, Rohr-gefasst mit allen Boden-Wasserhaushalt-Störungen, abzuleiten.

Im Luftraum zeigt sich der Frühling mit Hainbuchenkätzchen und weissen Prunus-Blüten.

Ich komme im IntensivBaumschulBereich Wedel an.

Nun weiss ich, warum ich trotz des Winds pünktlich am Treff war. Auf der Rückfahrt konnte ich im Gegensatz zu den Gängen 5-6 (7 „ging nicht“, windtechnisch) nur die Gänge 4-5, oft genug 3, auch mal 2 radelnd nutzen.

Durchs Wedeler Autal radele ich gen S-Bahnhof, Bahnhofstraße – Frühlingsbote Trauerweide.

„Hoch oben“ in die Bahnhofstraße hat mich das Saison-Essen Stint gelockt. Ein Genuss! – wohl das letzte Mal im Frühjahr 2026.

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Es gibt keinen Restaurierungsbeitrag 2025 zur Bredenbek hier im Blog, „nur“ 2 Berichte zu einer Exkursion dort. Seit August 2021 versuchen wir, mindestens einmal jährlich einen weiteren Puzzlestein zu setzen zum Vermindern erhöhter Erosion, verbunden mit erheblichem Sandeintrag in die Oberalster, Erhalt von Großbäumen sowie Lebensraumverbesserung für die Organismengemeinschaften im Bach selbst. Dass das alles nicht zuletzt mit dringend erforderlicher Anpassung an den Klimawandel zu tun hat, ist veröffentlicht. – 2025 hinderten uns „1.000 Gründe“, aktiv zu werden.

Nun also !

Das Abendrot am Donnerstag versprach …

… siehe da, der Freitag – wird ein sonniger Tag!

Mein Start, vorbei an Zukunft – Baubeginn am B-Plan Hogschlag, …

… der in Bau und geändertem Verkehr für Anwohner und Durchfahrende noch manche Überraschung verspricht.

Gegen den rush hour-Verkehr habe ich zügig die Kreisgrenze PI erreicht – SE empfängt mich.

Die zuvor überstauten Wiesen der Oberalsterniederung sind frei.

Blick bachauf, die Alster fliesst zwischen Mittel- …

… und Niedrigwasserabfluss – hier struktur- und baumlos.

Auf`m Berg, dem Düvelsbarg, nicht mehr weit, …

… da liegt auch schon der bestellte Sattel Kies (25 t), der Fachmann am Telelader startet.

Der Kies ist von der Edmund Siemers-Stiftung finanziert, die Arbeit leistet der Gewässerpflegeverband Alster-Rönne, die fachliche Anleitung übernehme ich.

Testanfahrt an den Canyon-artig eingeschnittenen, kanalähnlichen Bach.

Anfahrt und Schütten klappen gut.

Ergänzende Manpower – wir sind komplett.

Zum diesseitigen „Kies im Schüttwinkel“ …

… folgt die Ergänzung am rechten Ufer.

Wir lassen unsere Gabe – zum weiteren Bearbeiten durch gelegentliche Hochwässer – so liegen.

„Jacke hat Ruh`“- hängt auf meinem Haselstecken.

Punkt für Punkt werden Rauschen, …

… vor allem aber Kiesdepots zur Erosionsentschärfung und zum Baumschutz, hier: 2 Eschen, angelegt.

Für uns ist dies „Spielkies für den Bach“. Die Zeit wird zeigen, wie das System funktioniert und so manchen Lerneffekt hervorrufen.

Zum Schluss nehmen wir das Werk ab, wo nötig werden leichte Uferanpassungen des Kies per Rechen und Schaufel vorgenommen.

Überraschung mitten im Gelände, im Weggehen – Gelb. Das sieht ja wie Huflattich aus! Hier? [Wer weiss anderes?]

Dass wir nicht blindlings drauflosgearbeitet haben, versteht sich von selbst. Besonderheiten vor Ort, spezielle Rahmenbedingungen erläutere ich demnächst.

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Auf Nachfragewunsch aus Hamburg, die Enkelin möchte etwas mit den Großeltern unternehmen, studiere ich die Museumslandschaft im Kreis Pinneberg. Nachdem wir das Stadtmuseum Wedel immer Mal „nebenher“ besuchen, soll es nun woanders hingehen.

Ein zeitlich passendes Angebot findet sich beim Industriemuseum Elmshorn. , dienstags 14-17 Uhr.

Mittagessen vorweg – ich wähle diese Zusammenstellung eines Extras und zweier Beilagen.

Im Glas House Elmshorn frage ich mir das Extra 250 g Spare Ribs sowie die Beilagen Ofenkartoffel mit Sour Cream und Broccoli mit Sauce Hollandaise zusammen. Da umgehe ich die Riesenportion Fleisch – und sage: Ausgezeichnet, gut gewählt. – Die Damen finden ebenfalls geeignet Köstliches, ohne lange Fisimatenten.

Als wir das Lokal verlassen, ahnen wir das für den Abend angekündigte Tief.

Parkplatz am Bahnhof Elmshorn gefunden – über uns streiten Saatkrähen beim Errichten ihrer Kolonie.

Gleich schräg gegenüber befindet sich das Industriemuseum.

Und schon geht`s los! Wir lassen uns in der Arbeitswelt erfassen – und stempeln beim Gehen auch wieder aus.

Die Lederindustrie war einst ein bedeutender Industriezweig, der …

… in Mangelzeiten durchaus auszuweichen wusste – Produkte aus Fischleder.

Was in Film, Funk und Fernsehen als arktische Besonderheit vor Jahren „neu entdeckt“ wurde, war hier zwanghafte Beschäftigung angesichts wirtschaftlicher Veränderungen. Wir lesen, „Seelachs und Hai“ waren die hauptsächlich verarbeiteten Häute.

Fast mag man das aushängende, berührbare Exponat nicht anfassen. – Fischleder ist eine unglaublich glatte, angenehme Erfindung!

Wir klettern ins 1. Obergeschoss.

Für eine Stadt mit Segler im Stadtwappen ist selbstverständlich mal der Schiffszimmermann ein wichtiger Beruf gewesen.

Modellschiff.

Die Lebensmittelindustrie war ein weiteres, wichtiges Standbein des Wohlstands ringsum.

Unverzichtbare Gerätschaften waren Waagen – ja, diese Ausführung erkennen wir Alten wieder, wiegen die Enkelin (auch auf einer moderneren Waage, die gleich Größe und Gewicht insgesamt bewertet).

Für „Mobil ohne Motor“ steht Fahrradentwicklung beispielhaft, …

… mit dieser Spezialentwicklung: Eisenfedern statt fehlender Gummibereifung (!).

Im 2. Obergeschoss steht der Kolonialwarenladen beispielhaft in den Sammlungen für Wohnen, Leben und Versorgung.

Der Blick nach draussen zeigt Stadtvögel – 2 verwilderte Stadttauben sowie die bekannten, eifrig nestbauen- und verteidigenden Saatkrähen.

Das 3. Obergeschoss bietet mit Schule, Kindheit zur Nazizeit sowie Alltag in Trümmern ein weiteres Spektrum – mit eigenem Testen …

… z.B. altdeutsch Schreiben (verewigen des Namens an der Pinwand) sowie Zeichnen. – Wo die Bank zu eng, weil das Kind zu hochgeschossen, wird halt gekniet statt gesessen.

Als Zugabe füge ich noch die Werbung für den Sicherheitsgurt hinzu.

Das ist selbstverständlich nur ein winziger Ausschnitt des sehr attraktiven Angebots. Zu erwähnen ist weiterhin die gerade laufende Sonderausstellung zu Elmshorner Geschäften sowie die speziellen Aussagen zu Schifffahrt und Stadtentwicklung.

Abfahrt. – Kleiner Stopp am Hafen, Tideniedrigwasser – ja, die Krückau ist halt nur das, was da bei Tideniedrigwasser fliesst!

Wie groß auch immer das Ganze bei eingestautem Tidehochwasser kurzfristig aussieht.

Schon liegt die Klostersande wieder hoch auf Schlick.

Voriges Jahr war es gelungen, 50.000 € für das einmalige Freispülen des Schiffs als Spenden einzunehmen. Man darf gespannt sein, ob dieser Schweinkram für den Lebensraum Krückau weiter gelingt.

Erinnerung an die Museumsausstellung – die Altvorderen wussten schon, womit sie zu tun hatten.

Und mit florierender Industrie – und noch nicht durch fortwährende Elbvertiefungen zunehmend verschlickten Nebenflüssen und -häfen – konnte die Angelegenheit auch bewältigt werden.

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Das ist ja immer so eine Sache mit dem Grün – welche wie der bayerische „Kini“ scheinen ja übermäßig allergisch zu sein.

Im Normalleben richtet man sich nach der Schnittzeit – und „pflegt“.

(Wer hat eigentlich „gepflegt“, als der Mensch diese Aufgabe noch nicht für sich entdeckt hat?)

Man kann Grün auch einfach wachsen lassen – lassen wir mal reale Fälle von Verkehrssicherungspflicht aussen vor. – Dann bekommt so mancher Baum eine Wertigkeit, die sich dem tagesüblichen Denken entzieht. Vielleicht mal innehalten?

Einmal ganz abgesehen davon, welch zunehmende Fülle von Pflanzen und Tieren ein älter werdender Baum beherbergt.

Aber eigentlich bin ich auf Radelrunde …

AltEichenAllee Idenburg – da hinten …

… liegt nicht nur Astschnitt, es entstand ein Loch im Kronendach.

Mal genauer hinsehen. Die Fällung erfolgte aus gutem Grund, …

Der Stamm ist von oben bis ganz unten mit einem Hohlraum durchzogen.

Auf die Schnelle überschlagen, dürfte die Allee wohl gut 100 Jahre alt sein – werde gelegentlich im Gestüt mal nachfragen.

Nahebei stand noch so ein Kandidat.

Ein Stück weiter, die Baumkulisse ist von Eichen in gemischten Bestand übergegangen, liegt eine Esche, noch recht jung, aber – wie ich gelegentlich zeige – seit langem todkrank.

In so manchem Wald habe ich Eschenbestände unterschiedlichen Alters gesehen, die fast quantitativ gestürzt, da inzwischen wurzellos waren.

So radele ich mit meiner Erklärung des Geschehens weiter, wie kürzlich gezeigt, am randvollen Pferdetümpel vorbei, bereits zurück in Wedel. – Da aaa …

… waagerecht … – liegt was!

Ein nennenswerter Anteil straßenbegleitender Eichen wurde gefällt – alle kerngesund!

Hier hatte ich vor Jahren bei der Stadtverwaltung nachgefragt, wie die Eigentumsverhältnisse liegen, da AltEichen mit dem Pflug bis an den Stamm bedrängt wurden, der halbe Wurzelteller jeweils zerstört war. (Man konnte, wollte, durfte … mir damals nicht antworten.)

Quer zur Straße steht der Rest einer jüngeren Baumreihe – nebendran, professionell ein Bagger mit Haltegriff, auf der anderen Seite der Profi mit der Motorsäge. (Alles Buschwerk, vorn Hasel, ist dem „pflegenden“ Zugriff nach der 08/15- Methode „Kugelform = Hausmeisters Liebling“ zum Opfer gefallen. Wächst nach …)

Halten, …

… Führen, …

… sauber ablegen.

Wenn ich mal einen professionellen Anbieter suchen muss, weiss ich, wo ich mich erkundige.

Noch steht die Restreihe, die auf Länge gesehen fast mal wie ein Knick aussah, aber zur Hälfte bereits anderen Interessen gewichen ist.

Zu Hause angekommen, informiere ich den städtischen Baumschützer per Mail mit 2 Beispielfotos. Sieh an, der legt das Geschehen sofort lahm bis zum Prüfergebnis. Es sieht so aus, als gehörte mindestens ein Teil der straßenbegleitenden Bäume der Stadt Wedel.

Bei den senkrecht dazu stehenden, jüngeren Bäumen kann das auch so sein, denn hier verlief ein alter Weg.

Wir werden sehen. – Leider wird – so der Sachverhalt sich entsprechend darstellt – bei Baumfrevel nicht der reale Sachverhalt in Strafe umgewandelt. Oben stehender Link gibt eine Ahnung, in welche Richtung solch Summe geht / gehen müsste.

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