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Archive for the ‘Klima’ Category

Bislang hat sich die Sonne in jüngster Zeit ja irgendwie gezeigt, auch wenn der Tag insgesamt grau sein sollte. Regenfronten zogen sich über unserer Region beim Erreichen auseinander oder schnell durch, fanden sich in Abflüssen kleiner Gewässer nicht wieder.

Für die nächste Zeit, bis in den Dezember hinein, soll es nun durchgängig grau bleiben.

Zeit, sich daran zu gewöhnen.

Blick vom Sperrwerk Wedeler Au auf die Elbe – viel Süßwasserwatt zu sehen, Ebbe.

Blick Nordwest – die Binnenelbe läuft zur Zeit frei leer, nicht am Sperrwerk eingestaut – im Hintergrund die Pappelreihe Fährmannssand.

Da ist die Straße Langer Damm und vor der Geest der Steinweg derzeit Baustelle.

Blick vom Elbdeich Fährmannssand, über den Parkplatz, Willow Henge – da ist doch was …

Ja, weiter als gedacht – die Straßenbaustelle mit Totalsperrung schreitet voran. Der Unterbau ist gewalzt.

Bei so viel Grau gönne ich mir ein Jahreszeit-Essen – Grünkohl mit allem Drum und Dran, herbes Pils.

Und das in einem Steak-Haus! Eigentlich wollte ich anderswo landen, 2 Alternativen nahebei bieten allerdings Corona-bedingt kein Mittagessen mehr an, öffnen nur abends.

Das Jahreszeit-Essen war prima! Und siehe da, die Sonne lacht!

Der Wedeler Roland, leuchtend in der Novembersonne.

(Das war 3 Tage vor dem vorigen Beitrag – die „vorletzte Sonne“ im November, sozusagen.)

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Seit Tagen begeistern wir uns, dass der regionale Wetterbericht für Schleswig-Holstein so gar nicht stimmt. Statt dauerhaft Grau bis Dunkelgrau und nieselnd bis regnend …

Andererseits ist es auch nicht schön, dass so gar kein richtiger Regen fällt. Wir brauchen ihn hier dringend.

Nun soll es ja doch soweit sein. Ab heute Mittag grau bis in den Dezember hinein und auch regnen soll tatsächlich (mal).

Also, früher als üblich, auf`s Rad, die Morgensonne erschien.

Das ist der Beweis, in waagerecht …

… und hochkant – Eichenallee, Siedmoorweg, Wedel.

Als ich zu Hause ankam, war der Himmel zu – und blieb es.

Wir sind gespannt.

[Kleine Info: Den vorigen Beitrag zur grauslichen Situation der Tide-Elbe und deren unsachgemäßer Behandlung habe ich zweimal vorndran aktualisiert.]

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Eigentlich wollte ich – von der Geest linksrum runter in die Marsch, hinterm Elbdeich längs – die Vogel-Tour radeln. Beim Anfahren im Dies stellte ich fest, dass zur Marsch hin so dicke weisse Suppe lag, dass ich, rechts rum, eine reine Geest-Route wählte – annehmend, dass sich die Morgensonne hier schneller ihren Weg bahnen würde.

Die gab sich auch ordentlich Mühe …

Herbstlich auf der Geest – Raureifwiese mit Herdenrind, die Sonne kämpft.

Einsamer Golfer auf Raureif auf der anderen Wegseite.

Ponies auf Raureif, Hochnebel, die Sonne kämpft.

Spezial-Aspekt unseres Kreises – Baumschule mit Raureif, im Hochnebel – drüber wird`s heller.

Rückfahrt, kurz vor Wedel – sieh da, die Chausseebäume werfen Schatten.

Nachmittags kämpfte ich mit dem inneren Schweinehund.

Der andere in mir hat gesiegt – bin losgeradelt. – Der Pferdetümpel, immer trockener werdend, zeigt mehr Wirkung von starkem Ostwind als von der Feuchtigkeit, die frühmorgens hier in Schleswig-Holstein teils als Schnee, als Eisregennadeln oder Regenfeuchte runterkam.

Dasselbe, bei tiefstehender Sonne das Gegenlicht provozierend, zeigt die Pfütze noch krasser.

Über mir zieht eine Schar Gänse landeinwärts – die Eschenäste definieren die Schärfeebene für die Digicam.

So lange die Sonne nicht verschwunden ist, produziert sie herrliche Ansichten – es folgen ein paar Eindrücke meines Wegs entlang eines Waldrands.

Zurück blickend.

Erstaunlich viele Blätter können hier noch leuchten, während die West-gewandten Bäume bereits kahl sind.

Auf den Rest – Erlen- und Eichenpartie, spätnachmittags.

„Man sollte öfter Fahrrad fahren.“   🙂

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Freitag, 18. November, um Sonnenuntergang – eine kalte Nacht kündigt sich an.

Tags drauf, Sonnabend – Raureif auf den Nachbardächern.

Für uns ist die Sonne noch nicht aufgegangen.

Jetzt aber – 9:30 Uhr ist es geworden, bis die Sonne überm Nachbardach erscheint.

Da kommt bis Mittag „von extern“ nicht viel Energie in die Bude. – Querlüften, Luftfeuchtigkeit raus / runter, sparsam heizen …

Zum Radeln, die richtige Strecke ausgesucht, ist es herrlich – herbstliche Allee.

Raureif taut selektiv im Wedeler Autal.

Der Friehofsteich ist zugefroren, frisch gefallene Eichen- und andere Blätter liegen obendrauf.

Blattwerk auf Eis, Detail.

Auf dem Rückweg – die Hirsche mit Schlitten haben schon bunt Gepacktes dabei.

Die Vogeltränke ist durchgefroren.

Selektiver Blattfall – der Feldahorn mit seinem leuchtenden Gelb ist später dran als andere, teils vollständige kahle Bäume. Wacholder- und andere Drosseln haben schwarmweise Beeren geerntet, wobei Anteile am Boden landeten.

Trotz Nachmittagssonne bleibt die Vogeltränke vollständig durchgefroren.

Die Nacht auf Sonntag war überraschend mild, wohl durchgängig über Frosttemperatur.

Dem entsprechend hat sich etwas getan – Eis zu Wasser, Vogeltränke mit Rest-Eis-„Klodeckel“.

Im Wedeler Autal haben sich die jungen „Highlands“ neben Brombeer-Windschutz offenbar die wärmste Stelle der Wiese zu einem Treff ausgesucht.

Das schmelzende Eis der Vogeltränke zeigt Strukturen.

Fantasie 1.

Fantasie 2.

Es soll wieder wärmer werden – bis Mittwoch ff. knapp an die 10 Grad Celsius. Möge das so kommen – gut für`s sparsame Heizen.

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Vorige Woche Sonnabend war das, unser Jubiläum mit Reise zur Elbphilharmonie mit Blick ringsum, schräg von oben auf Hamburg. Nun ist erstmal gut, wir suchen und finden lecker Essen und Trinken, dann geht`s auf den Rückweg.

(Inzwischen ist wettertechnisch in der Woche bis heute allerhand gelaufen.

  • Immerhin führten die – meist geringer bis gar nicht angefallenen – Niederschläge in manchen Bächen zum Anstieg der Abflüsse bis Mittelwasser, um genau so schnell wieder Richtung Niedrigwasser zu sinken.
  • Der heftige Ostwind führte, gekoppelt mit geringen Elbe-Abflussmengen, in der Tide-Elbe zu Flutwasserständen, die bis fast 2 m unter Tidehochwasser landeten. Die zugehörigen Ebbetiefstände erreichten bis zu 2,50 m niedriger als mittleres Tideniedrigwasser. Als Folge saß in der Baggerei-gesteuerten Schlick- und Schlamm-Elbe so manches Schiff auf Grund.
  • Dementsprechend fiel im Tidebereich der zufliessenden Bäche wie Pinnau und Krückau fiel die Tide zeitweilig aus, wie die Pegelstände schrieben.
  • Ein Freund rief an, ich säße doch „unten“, ich möge den gezogenen Stöppsel wieder reinstecken.)

Zurück zum Jubi-Geschehen …

Blick von der Niederbaumbrücke gen Elbe – noch 50 cm Absinken bis zum normalen Tideniedrigwasser.

Was sehen wir da – farbliche Anzeichen für das Tidegeschehen; eine Treppe, deren unteres Ende wasserseitig „in der Luft“ endet; Holz unter Backstein, „gut belüftet“ – und das geht noch etliche Dezimeter weiter runter, dauert bis zum Verschwinden während der Flutphase …

Quer betrachtet, etwas herangeholt – diese „Hölzer“ tragen Hamburg.

Das tun sie schon lange – gut, wenn sie dauerhaft unter Wasser sind. Mit Sauerstoffzutritt „kompostieren“ sie.

Dummer Weise ist im Vergleich zum Tidegeschehen vor den heftigen, immer heftiger werdenden „Elbvertiefungen“ ein wesentlicher Wandel eingetreten. Mit jeder Elbvertiefung, mit jedem Meter mehr gebaggert, sank gleichzeitig das Tideniedrigwasser. Ob die ebenfalls feststellbare, relativ geringe Erhöhung der Flutpegel auch mit der Baggerung oder (nur? / unter anderem?) mit dem Meeresspiegelanstieg einhergeht, sei dahin gestellt. – Meines Wissens hat nie jemand eine volkswirtschaftliche Berechnung des Gesamtgeschehens durchgeführt, gar vorgelegt. Was das für die Statik all des Gebauten bedeutet?

Noch ein paar Beschreibungen ins Bild eingefügt:

Ich glaube, das erklärt sich von selbst – sonst gern nachfragen.

Wir haben inzwischen guten Appetit, gehen gen Nordwest.

Dazu nutzen wir die Elbe-abgewandte Seite des Hochwasserschutzes Landungsbrücken – der Menschenauftrieb auf der „Guck-Seite“ ist uns zu dicht geworden.

Gut arbeitet die Stadtreinigung am Ziel „Saubere Stadt“.

Wir passieren ein anderes Zeugnis „Saubere Stadt“. Mit der Schwemmkanalisation befreite man früher, gegen Ende des 19. Jahrhunderts, allzu unhygienische Städte erfolgreich von Schmutz jeglicher Art („Mischkanalisation“ – hier: Denkmal „Sielwesen“), William Lindley war der international renommierte Fachmann dafür.

Nach der Cholera (die Tide-Elbe brachte die Abwässer an die Ansaugstelle für Trinkwasser – Hamburg hatte [wieder mal?] an falscher Stelle gespart …) bis heute setzen sich erforderliche Verbesserungen, Anpassungen des Abwasserableit- und -reinigungssystems an Notwendigkeiten und neue Erkenntnisse bis heute und in Zukunft fort.

Angesichts unseres täglichen Wasserverbrauchs (in den Entnahmegebieten führen die Quellflüsse entsprechend weniger Wasser) stellt die Einleitung der gereinigten Abwässer heute im westdeutschen Raum den stetigen, gemessen am Mittelwasserabfluss hier größten Nebenfluss der Elbe dar.

Schnell ist das Portugiesenviertel erreicht.

Blick nach Süden, U-Bahn, Hochwasserschutzanlage – wir sind nicht weit von der Elbe entfernt.

Der Michel ist nah. – Ein buntes Viertel, mit einer Vielzahl Restaurants – hier finden alle Interessierten etwas.

Wir auch, sehr empfehlenswert – genau wie die Vielzahl anderer Anbieter ringsum.

Gestärkt und zufrieden verlassen wir das Gasthaus, Richtung S-Bahn Landungsbrücken.

Und wieder – Menschenmengen drängen weiter gen Hafen, Elphi (neben denen, die ins Portugiesenviertel abzweigten). Wir bleiben auf dieser Straßenseite.

Menschenleer …
Kein Kommentar zu den Rollern.

Noch ein Bisschen Gegenlicht – mit Hafenzubehör.

Abschied – für heute – von Hamburg.

… 2 Möwen.

So endet unser Ausflug – im nächsten und letzten Jubi-Beitrag.

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So ein 50-Jahre-Jubiläum will gut begangen sein. Wir haben uns eine Hamburg-Tour mit Altem und Neuem zum – im wahrsten Sinn des Wortes – Begehen vorgestellt, lockerer Rahmen, kein Stress.

Wir sind mit S-Bahn und Schienenersatzverkehr (vgl. voriger Beitrag) angekommen, zwischen Bahnhof HH-Dammtor und Eingang Alter Botanischer Garten (in English).

Wir bewegen uns da in uralten Verteidigungsanlagen, den Wallanlagen, für deren Herstellung die Stadt Hamburg über Jahre ein Viertel ihrer Einnahmen aufwendete. „Planten un Blomen“ ist ebenfalls Teil dieser heute beeindruckenden Parkanlage.

Herbstliche Temperatur, strahlend blauer Himmel – beim Betreten des Alten Botanischen Gartens begrüßt uns ein Farbspektakel.

Herbstfarben mit Krähe.

Blick zum Fernsehturm – kaum glaublich, dass der seit Jahrzehnten verfallend rumstand. Nun spricht man von Instandsetzung bis hin zum sich drehenden, luftigen Café. Man los, Hamburg!

Das CCH, Congress Center Hamburg – vor 50 Jahren im Bau, dieses Jahr nach 5jähriger Totalsanierung / Restaurieren wieder in Betrieb.

Herbstspiegelung in den Wallgräben – kleine Reste der früher wichtigen Schutzanlage, heute wesentliche tiefliegende Bereicherung des abwechslungsreichen Geländes.

Herbstspiegelung, Detail.

„Groß sind die Bäume geworden in den vergangenen 50 Jahren!“ meinen wir. Seinerzeit waren sie allerdings auch schon, gemessen an Menschenhöhen, groß.

Wallanlagen, Buchenpartie – die teils natürlichen, teils menschengemachten Höhen sind wesentliche Ursache des abwechslungsreichen Gelände- / Parkeindrucks.

Ein Wassermann – oder welch anderer König …

Herbst-Gelb, baumgerahmt.

Und wieder Spiegelung – links oben, hoch zu Ross ein Kaiser. – Nein, den wollen wir nicht „wiederha`m“.

Wir nähern uns dem vorgesehenen Ausgang.

„Der Michel“, St. Michaelis, weist uns den Weg.

Langes, illustres Astwerk.

Die Eisbahn, in Betrieb – man glaubt es kaum, im Herbst 2022 bei Temperaturen über 10 Grad.

Und raus sind wir.

Es folgen noch zwei kleine Beiträge zu diesem Spaziergang zwischen den alten Verteidigungswällen – ein paar Vögel und ein paar Gebäude als Thema.

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So fing alles an. Oktober / November 1972, Alter Botanischer Garten Hamburg. – Symbolfoto 2022, 2 Generationen später im Neuen Botanischen Garten.

Das 50jährige wollte begangen sein – alte und neue Stätten sollten erwandert werden.

Hier zum Start einer kleinen Erlebnisreihe die Anfahrt, Ziel S-Bahnhof Dammtor, Eingang Alter Botanischer Garten.

Sonnabend Morgen, Super-Wetter. Start am S-Bahnhof Rissen – unser neu erprobter Startort.

Wieder einmal eins dieser Wochenenden mit dem Begriff „Schienenersatzverkehr“ (SEV). Wir sind vorbereitet, raus in Klein Flottbek (Neuer Botanischer Garten nebendran – da wollen wir ja diesmal nicht hin).

Na das klappt ja – unser SEV-Bus steht abfahrbereit.

Baustellen über Baustellen – die BAB A 7 nördlich des Elbtunnels bekommt einen weiteren Deckel.

Die bisher bereits etwas weiter nördlich fertiggestellten Deckel haben sich – aus unserer entfernteren Sicht – bewährt. Lärmvermeiden für die Stadt und „Landgewinn“ auf dem Deckel verbessern die vorherige Situation erheblich.

„SEV“, super heute – nach einer halben Stunde Stadtfahrt im Bus (immerhin) sitzen wir wieder in der S-Bahn, Altona – Dammtor.

Unsere Hamburger Junioren konnten unseren Jubel bei ihrem abendlichen ÖPNV-Test nicht wiederholen. Für die gleiche SEV-Strecke brauchten sie die 3-fache Zeit im Bus, 1 1/2 Stunden!

Dammtor also, Eingang Alter Botanischer Garten – der Jubi-Spaß beginnt.

Was uns im Alten Botanischen Garten so auffiel und begegnete, folgt demnächst.

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Der Beitrag vom 6. November stellte Handlungsnotwendigkeiten dar, wie sie allüberall in unseren Bachoberläufen, Bächen und kleinen Flüssen bestehen.

Noch immer warten wir – fast Mitte November 2022 ! – auf Wasser. Wanderfische haben ihre Laichbereiche noch nicht aufgesucht, obwohl wir uns zeitlich in der Laichzeit befinden.

So ergab sich die Möglichkeit, weitere Laichbetten in bedürftiger Strecke anzulegen und das Umfeld strukturell aufzuwerten.

Anfahrt im Ländlichen.

Ankunft – Bagger, Trecker und Dumper warten auf den (bereits letzten) Sattelzug Kies.

Ich wandere zum Ort der Tat.

Die Zufahrt, weich, ist durch Platten geschützt.

Am bachauf liegenden Ende der Arbeitsstrecke steht der zweite Bagger, wartend.

Ich passiere eine bereits eingebaute Kiesrausche.

Auch am oberen Ende ist in erstem Durchgang bereits eine Rausche angelegt – groß. Es fehlen noch die Seitendepots, damit der Bach für die Zukunft Material zum Spielen bei höheren Abflüssen hat.

Wir nutzen hier den starken Höhenunterschied, den eine Raue Rampe aus Grobstein unmittelbar bachauf bietet.

Trecker mit gefüllter Mulde ist angekommen, es kann weitergehen.

Beidseitig der Rausche werden die Kiesdepots angelegt.

Die unmittelbare Kiesentnahme aus der Mulde vor Ort hat sich, so nicht unmittelbar aus der Mulde geschüttet wird, als optimal herausgestellt.

Bachab werden Kieslenker eingebracht, oft im Umfeld einer alten Erle, davor ggf. auch dahinter, so dass ihr Standort und flottierendes Wurzelwerk langzeitig erhalten bleiben.

Gut gelegt!

In überlichteten Strecken wird Wasserpest entnommen. Sie wird bei Entwickeln der Bachturbulenz und Baumbestand auch an jetzt übersonnten Bereichen künftig geringer auftreten. Bachtypische Pflanzen werden sie ersetzen.

Die fertige große Rausche.

Auch der Fotografierer wird fotografiert …

Blick bachauf, bis zur Rauen Rampe.

Blick von der rauen Rampe bachab auf die Rausche, Gegenlicht.

Der Inhalt der letzten Mulde wird platziert, stillgestanden!

Auch hier Erlenschutz und Strömungslenken.

Wo gewünscht, wie hier, kann sich der Bach am gegenüberliegenden Ufer versuchen.

Pause, dann Abräumen, Feierabend.

Auf dem Weg zum Auto komme ich am „Baumarbeiten-Hund“ vorbei.

Der (gehört nicht zu uns) hat sicher auch bald Feierabend.

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Blick aus dem Wohnzimmerfenster – Eis mit Sahne hat geschmeckt, (Hain-)Buchenhecke, links grün, rechts bunt sonnenbeschienen, lockt nach draussen.

Die noch viele Früchte tragende Vogelbeere ist blattlos. Daneben – Ausnahmeerscheinung – trägt eine Feldahorngruppe noch allerhand leuchtende Blätter.

Herbsthimmel bei stürmischem Südwestwind – die bereits tief stehende Sonne wird von jagenden Wolken verdeckt.

Der Pferdetümpel – mäßige Temperaturen mit geringerer Verdunstung helfen auch nichts. Ohne Regen wird das Teil sogar herbstlich trockenfallen.

Und oben jagt es weiter … – Oh, oh …

Ein letztes Zwinkern? Erstmal zieht der Himmel zu.

Gefühlt setzt sich die Jahressituation fort: Wunsch nach nicht-unbedingt-nassgeregnet-werden läuft parallel zum Bedürfnis „Wir brauchen Wasser – und zwar sofort, und das reichlich!“.

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Einer Einladung, das Umfeld der Bilsbek um Prisdorf kennenzulernen und ein Bisschen zu fachsimpeln, folgte ich gern. Das Norddeutsche Tiefland hält überall Überraschungen bereit.

Das Wetter liess sich besser als erwartet an – gut Wind, jagende Wolken, vor allem aber Sonne und (noch) keine Schauer.

Die Bilsbek, Straßenbrücke Prisdorf, Blick bachauf – ausgebauter und hart unterhaltener Kanal im Tide-Einfluss.

Es gibt keinerlei Struktur, nur bewegten Sand in kastenförmig unterhaltenem Korsett.

So fliesst bei Tideniedrigwasser und geringem Abfluss „von oben“ gleichförmig, nur zentimeterhoch das Wasser vor sich hin.

Die andere Seite: Angesichts nicht vorhandenen Sturmflutpumpwerks Pinnau im Elbe-Hauptdeich ist bei geschlossenem Sturmflutsperrwerk und höheren Gewässerabflüssen das Volllaufen der Auenräume regelhaft (was ja Auen mindestens einmal im Jahr eigentlich kennzeichnet(e)). – Der Klimawandel, begleitet von Meeresspiegelanstieg und höheren Spitzenniederschlägen (neben Überwärmung und Trockenheit bis Dürre), hat hoffentlich die Planung eines Sturmflutpumpwerks auch für das Sperrwerk Pinnau bereits anlaufen lassen. (?)

Wir gucken uns aufwärts gelegene Landschaft an.

Spannendes Kennenlernen, Auenlandschaft mit eingesprengten Moränen- (Mischwald) und Dünen-(ggf. Nadelbäume) -Einsprengseln.

Überraschend queren wir ein V-Tal in Moräne, historisch wie andernorts zu Fischteichen eingestaut.

Das – zur Zeit ziemlich trockene – Tal Richtung Bilsbek-Aue lässt das ursprüngliche Natur-Idyll erahnen. (Jetzt ist es – seit langem – ein menschengemachtes, anderes.)

Mischwald mit Altbäumen auf Moräne.

Rund um eine Brücke weiter bachauf orientieren wir uns in Sachen Landschaft und Bach.

Fehlende Baumbeschattung führt zu massivem Sumpfpflanzenwachstum am und im Bach, macht (oft allzu harte) Gewässerunterhaltung erforderlich.

Die Krux für den Mähkorbfahrer: Vor lauter Sumpfpflanzen kann der Bachlauf nur erahnt werden.

Uferverletzungen sind die Folge. Durchgängiges Mähen im gesamten Querschnitt hinterlässt eine biologische Wüste.

Ein anderer Aspekt – dass es auch anders gehen könnte, zeigt sich gleich bachauf der Überfahrt.

Belassene Sohlstruktur ermöglicht der Bilsbek, turbulent ihren schmalen Niedrigwasserquerschnitt zu entwickeln.

Rest-Charakteristika, Zeigerpflanzen des Bachs: Wasserstern.

Rest-Charakteristika, Zeigerpflanzen des Bachs: Aufrechter Merk (Berle), Brunnenkresse, Wasserstern und mehr.

Weiter Blick über Auenlandschaft – die Bilsbek macht / hat Hoffnung auf mehr. Mit etwas Üben können die früheren, über die Jahrhunderte wechselnden Abflussrinnen noch erahnt werden.

Wer sucht, findet alte Karten, die die unterschiedlichen, wechselnden Fliesswege aufzeigen.

Ah, jetzt kommt „das Wetter“ – nix wie weg!

Im Windschatten eines Moränenwalls mit Mischwald ist das Auto schnell und halbtrocken erreicht.

Was kann für Lebensraumverbesserung der Bilsbek, im Bach und Umfeld getan werden?

Eine Gesamtüberplanung mit Hintergrund der alten Schleifen wäre eine große Möglichkeit.

Dass schon Kleines – so Vorstehendes nicht angedacht würde – hilft, zeigen Übungen in Kooperation mit dem Wasserverband Pinnau – Bilsbek – Gronau an anderer Stelle.

Einiges bachauf der oben dargestellten Landschaft wurde auf Moräne bereits das Mindern übermäßiger Erosion mit Sandeintrag sowie Strukturgeben getestet.

Aus dem Tidebereich liegen ebenfalls Erfahrungen vor, z.B. vom Ohrtbrooksgraben, wo in zusätzlicher Absprache und tatkräftiger Hilfe mit den Grundeigentümern Mäandrieren angestoßen werden durfte. Schulklassen der Unterelbeschulen halfen hier maßgeblich bei der Entwicklung.

Auch im Tidebereich der Pinnau, Stadtgebiet Pinneberg, wurde experimentiert. Hier überraschte, dass selbst lediglich kegelförmig angelegte Kiesschüttungen („Ottersitzplatz an Brücken“) von Flussneunaugen als Laichplatz angenommen und speziell gestaltet wurden.

(Unterqueren der Bahn in Prisdorf) Was bleibt?
Den Bilsbek-Gemeinden Prisdorf, Kummerfeld, Ellerhoop ff. sowie weiteren beteiligten Zuständigen ist zu wünschen, dass die Schätze des Umfelds in ihrem Verbesserungsbedarf wahrgenommen und wertgeschätzt werden.

Ob „große Lösung“ oder Puzzle-artiges Vorgehen mit instream-Restaurieren, der Einsatz lohnt.

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