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Archive for the ‘Klima’ Category

Es riefen die Kooperationspartner des Projekts „Lebendige Alster.“ Sie hatten wieder in interessantes Programm zusammengestellt. Zahlreich erschienen die Interessierten – „volles Haus“.

Hamburg, Stadthausbrücke – aus der Tiefe ans Licht, …

… gleich neben der Katholischen Kirche, Blick auf den Michel.

Wenn ich schon zu einer Alsterveranstaltung gehe, will ich den Fluss in seiner lokalen Stadt-Form auch sehen – hier: das Bleichenfleet, Blick Richtung Elbe mit Sperr- und Pumpwerk.

Blick Richtung Ellerntorsbrücke, gen Norden.

Die Vorträge werden zeitnah auf der Homepage des Projekts veröffentlicht werden.

Geht los! Begrüßung.

Eins von zwei gerade in Hamburg laufenden Naturschutzgroßprojekten wird vorgestellt – primär Wünschen und Wollen, da noch in der Startphase.

Auf Erkenntnisse lokal, regional und international wird in der Diskussion hingewiesen, dass bei Auenorientierung – komischerweise? – der aquatische Lebensraum allzuoft vergessen wird oder zumindest ins Hintertreffen gerät. Dabei liegt darin gerade eine Ursache, dass die Auenideen in der Praxis nicht optimal geraten. – Es gibt (und gilt!), wie überall, viel zu lernen!

Hinreichend Zeit ist für Pausen, d.h. umfangreichen Raum für Fachsimpeleien vorgesehen – hier auf der Dachterrasse.

Rundum interessant – Blick Richtung Hafen mit Containerkränen, Windrädern, der Köhlbrandbrücke.

Auch drinnen geht`s weiter.

Neben all den spannenden und gut vorgetragenen Inhalten zeige ich hier ein Beispiel des online-Vortrags von Dr.-Ing. Katharina Bensing, TU Darmstadt, Wasserbau & Hydraulik.

Zu beachtende, unterschiedliche Fischgesellschaften entsprechend lokaler Flussbesonderheiten sind angesichts unseres Energiewechsels (Beispiel HH) ein wichtiger Aspekt beim Thema „Flusswärmepumpen“ von Corinna Ertl, BUKEA Hamburg.

Die Mittagspause nutzen für einen Gang zur Grünen Schute.

Start an der Ellerntorschleuse, …

… durch schattige Arkaden, …

… unter der Michaelisbrücke hindurch, …

… gelangen wir schnell zur Grünen Schute – Elphi im Hintergrund.

Daaaa, ein Teichhuhn, …

… frisst vom Wasserpflanzen- und Staudengrün – darf das das ?!?

So, dass alles vor Verzehr geschützt ist, können die Käfige gar nicht gestaltet sein – es sei dem Teichhuhn also gegönnt.

Zurück gehen wir auf parallelem Weg, „innen“.

Zwei Vorträge zum ultragefährdeten Wunder(samen)fisch Aal sowie meiner, danach Angeln und Naturschutz und zur Aussenalster runden das Programm ab.

Wie oben mit Link erwähnt, finden sich die Vorträge demnächst auf der Projektseite.

Mein obligatorischer Versuch von der S-Bahn aus, den Bauzustand des Altonaer Elbtunneldeckels zu dokumentieren, gelingt auf der Heimfahrt.

Verborgen ist der Stau von Nord in der noch freien Teilspur (rechts vom Deckel).

Frischluft am Bahnhof Hochkamp – Linde voller Samenstände – tut gut (erstmal raus aus der Innenstadt). Schnell bin ich zurück in Wedel.

Nun gibt`s Arbeit, der Vortrag will in öffentlich vertretbare Form gebracht werden – es gilt, die Copyright-Vorschriften zu achten (und die Vielzahl meiner übereinander gezogenen Fotos pdf-fähig zu optimieren).

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Von der Mühlenaubrücke, Mühlenstraße, gehen wir an der Bahnlinie (linker Hand) längs. – B-Plan Mühlenauquartier erreicht – bahnseitig als „belebte Lärmschutzwand“ ausgestaltet.

Vor der Bebauung biegen wir Richtung Mühlenau ab, gehen bachauf des Bachs, bestaunen seine kleine, aber feine, neue Aue.

Im Vergleich zum vorher beton- / asphaltierten, als Gewerbe / Industrie flächig bebauten Firmengelände lässt sich dies sehen.

Tiefergelegtes Gelände ermöglicht zum einen Aufnahme von Niederschlagswasser, lässt zum anderen bei hohen Abflüssen Wasser aus der Mühlenau ein- und wieder ausströmen. „Eine atmende Aue!“ wie ein Teilnehmer beeindruckt sagt.

Wir verlassen das Gelände, vorbei am bahnnah verdichteten Wohnen (da ist aufgrund von Feuerwehrzufahrten, Fluchtwegen angesichts hoher Menschenzahl ff. doch allerhand innen versiegelt!) Richtung Parkhochhaus.

Mit dem hat es so seine Bewandnis: „Niemand“ will es nutzen, fürs Parken bezahlen – ein heftiges Zuschussgeschäft für die finanzschwache Kommune. Gleichzeitig leistet sich Pinneberg ums Bahngelände kostenlose Parkplätze, von denen Anlieger in Winterzeiten mit Schnee festgestellt haben, dass bis zu einem Drittel über Langzeit fürs Dauerabstellen von Kfz. genutzt ist. – Mal was für den Rechnungshof …

Noch in Arbeit ist der „ILO-Park„, Bauabschnitt 2.

Über den Bahnhofsvorplatz – die kleinen Bäume geben sich Mühe, eingepflastert zu wachsen -, gehe ich …

… zum privat grün geparkten feuerroten E-Spielmobil. Danke nochmals für diese Möglichkeit!

Ein kleiner Abstecher nach Rellingen ermöglicht mir, „meine“ geschätzten „Broccoli-Röschen“ mit Rösti zu essen – „Veggie-Day“. – Das Bier schmeckt nach der Wanderung auch ausgezeichnet.

Die Rückfahrt nach Wedel, wässrig! – Was haben wir für ein Glück gehabt! Gewittriger Regen prasselt auf das Auto bei stark böigem Wind ein.

Ich hoffe, die Nachmittagsveranstaltungen des Langen Tag der Stadtnatur haben (hatten) ebenfalls Glück wie wir – höchstens einen kleinen Nieselschauer.

Und morgen gehts zu „Lebendige Alster“ in Hamburg!

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Die Loki Schmidt-Stiftung lud zum Langen Tag der Stadtnatur, Hamburg und Umgebung.

Mein Beitrag (auf Hinweis, das hätte ich doch schonmal gemacht … – na gut): Eine Exkursion, Start Bahnhof Pinneberg, bachab entlang der städtischen Mühlenau. – Das fängt verzwickt an, ich finde mich in einer nicht bekannten Baustelle, sause „andersrum“ und komme – mit Stiefel-Anziehen – hart auf (knapp nach) der Startzeit an.

Auf dem Weg unter den Bahngleisen durch – immerhin ist das Wetter (noch) hold.

Die ihr Ansehen stets ändernde (Dauer-?)Baustelle Bahnumfeld Pinneberg ist auch nicht ohne!

Nicht nur wir begehen „den Tag“. „Meine“ Gruppe finde ich – die Teilnehmenden erkennen mich im Anmarsch am hochgehaltenen Tierchen-Fangsieb am Besenstiel.

Wir starten an der Fahltbrücke (Erläutern der Tourismus-Altona-Pinneberg-Zeit nach Bau der Bahn Altona-Kiel), wo gleich bachab eine vor 7 Jahren eingebrachte Kiesrausche bislang jedes Jahr Forellen- und Flussneunaugenlaichbetten aufweist.

Das bachauf liegende, überbreite Gewässerprofil entspricht so gar nicht einem lebendigen Bach. So bringt erstes Beproben eine Wasserassel – Bewohnerin der Strömungsruhe.

Weiteres Bemühen zeigt auf Kies immerhin einige wenige Larven-Exemplare einer Pionier-Eintagsfliege.

Überraschungsbesuch! Ich werde von einer – nein, nicht Gewässer- – Skorpionsfliege als Landeplatz genutzt.

Hier ist eine vor Jahren an der Seeve in aller Ruhe portraitierbar gewesen. – Aus dem Wikipedia-Link (s. FotoText) lerne ich, diese Gruppe hat ihren Schwerpunkt in China.

Einige der Teilnehmenden stammen aus China, haben Gäste mitgebracht, und so hatten wir das Thema „Chinesische Wollhandkrabbe“ im Rahmen vorhandener, zu erwartender Tierwelt bereits erörtert worden.

Nach Erläutern der Rausche haben wir Bahnquerung und den ersten Schauer hinter uns gebracht.

Eiseneinleitung durch Entwässern des – ehemaligen – Feuchtgebiets Quellental zwecks Bebauung, Niedrigwasserabfluss erkennbar am Abriss an den Brückenfundamenten.

Querab vom B-Plan Mühlenauquartier, das wir auf dem Rückweg durchqueren werden – eine Ente präsentiert ihre Küken.

Das ist putzig (untergeschlüpft rechts im Grün)!

Was sieht der Fachmann, beobachten die Teilnehmenden?

Man muss schon genau hinsehen!

Nun ist Juni nicht DER Monat des Wirbellosensuchens – die Insekten sind großenteils im Luftraum zur Hochzeit, Eier und evt. Larven des Jahrgangs 2026 so klein, dass sie der Haushaltssieb-Entnahme (die Maschenweite bestimmt das Ergebnis) entflutschen.

Großer Bachflohkrebs, rechts unten eine Mücken-Puppe. Wir gehen mal davon aus, dass es keine Stechmücke, sondern eine groß geratene Zuckmücke ist.

Und ein paar kleinere Bachflohkrebse.

Wir müssen annehmen, dass ein Großteil der Wirbellosen angesichts des bereits längeren Niedrigwasserabflusses von Enten und heranwachsenden Wollhandkrabben aufgefressen wurden – von Fischen ebenfalls.

Zeichen der Zeit – das ist kein funktionsfähiger Strömungslenker!

Turbulenz durch Kies – Wasserstern als eine charakteristische UnterwasserBachpflanze.

Am anderen Ufer Auffälliges …

… stellt sich an stacheliger Grundstücksgrenze als fest installierte Wasserentnahme heraus – vermutlich ohne Genehmigung. Ohne wasserrechtliche Erlaubnis ist lediglich Schöpfen = mit Eimer o.ä., ohne Motor, erlaubt.

Gleich neben der Brücke Mühlenstraße – leider allzu oft anzutreffen in dieser, unserer Zeit.

Der letzte Bachblick geht bachab der Brücke. Hier mündet nach heftigem Schuss die Mühlenau ins Tidegebiet, mündet bald in die Pinnau.

Der Eindruck auf dem Foto ist dementsprechend eine Momentaufnahme. Flut-, erhöhte Flutwasserstände sowie erhöhte Mühlenauabflüsse können die örtliche Situation in den Rückstau bringen – bis hin zu (ruhigem) Überfluten des hinter uns liegenden Wanderwegs.

Unsere offizielle Exkursion endet hier. Einige suchen ein Restaurant nahebei auf. Die anderen gehen mit mir Richtung S-Bahn zurück. Wir durchqueren dabei den B-Plan Mühlenauquartier – im nächsten Beitrag.

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Da liegt er nun, verwendungsbereit, der Sattel Kies (25 t).

Vorgestern Abend erreichte mich ein Anruf, ob „1 Sattel Kies kurzfristig möglich“ sei. Angesichts angesagten Starkregens wurde aufgrund lokal festgestellter StarkErosion an einem kleinen Bach weiterer, heftiger Schaden erwartet.

Mit Glück klappte das Zusammenspiel aller Erforderlichen, herzlichen Dank dafür!

Da sage mal einer, in Deutschland funktioniere nichts (mehr) – und dann diese Spontaneität!

Unendliche Weiten … – da, ganz hinten ist der Bach.

Klitzeklein – der Schein trügt.

Anzeiger Dränrohr – das endete mal ziemlich mit dem ursprünglichen Ufer.

Hinzu kommt im Hamburger Umfeld – ich hatte das in meiner niedersächsischen Zeit hinreichend angemerkt – der Zubau in Umlandgemeinden. Erforderliche Regenrückhaltung zur Minderung der Abflussspitzen aus den Bebauungsplänen und ihrer Umsetzung fand kaum statt, ggf. erfüllen die Regenrückhaltebecken ihre gedachte Funktion schlicht nicht (nicht umsonst sprechen wir vom notwendigen Umdenken und Umstellen auf „Schwammstädte“). So folgt bei stoßartigen Abflüssen ExtremErosion – aus Niedersachsen hatte ich gar vom „Abrasieren von Gleithängen“ berichtet. (Daraus entstand seinerzeit das Experimentieren mit „Hölzchen & Stöckchen“ [man beachte das Entstehungsjahr des Links], die heute als Treibsel- / Geschwemmselsammler in der Fachliteratur zu finden sind.)

Haselstecken, Rechen (und Schaufel) haben wir mitgebracht.

Und da, in der Ferne, erscheinen die Leister am Kies – Radlader, Trecker und Ladewagen.

Radlader mit voller Schaufel fährt an.

… platziert den Kies möglichst weit rüber im Bachprofil.

Orientierungsgespräch am Ladewagen.

Sukzessives Teilentnehmen bis etwa zur Hälfte des Ladewagens, …

… dann Ladewagenplatzieren …

… und Schütten.

Mit dem Radlader wird diese Schüttung passend ins Ufer geschoben …

… und aus dem Ganzen wird dann die Rausche – mit Uferschutz auch an der gegenüber liegenden Seite – händisch geformt.

Rausche 1, fertig – zwischen lichtem Schatten und Übersonnung, -wärmung des kleinen Bachs.

Letzteres, Übersonnung, Überwärmung zeigt uns – hier das Männchen – Calopteryx splendens, „die Wärmere“ Calopteryx-Art, an.

Wo diese in hohem Prozentsatz, womöglich als einzige C.-Art vorkommt, stimmt etwas mit dem Wärmehaushalt des von Natur aus „sommerkühlen Bachs“ (vgl. Erläuterungen anderswo, ggf. mit Suche hier im Blog) nicht. Es fehlt meist der standorttypische Baumsaum – von Auwald garnicht zu reden.

Hier sind wir einigermaßen zufrieden: Calopteryx virgo, die Sommerkühle Liebende, kommt in hohem Prozentsatz vor.

Zügig sind oberhalb und unterhalb der ExtremErosionskurve Rausche 1 …

… und Rausche 2 erstellt.

Dazwischen haben wir punktuell zahlreiche Strömunglenker aus Kies platziert – hinten im Licht einer davon.

Ich verabschiede mich, habe mein Zeitlimit „gut“ überzogen. – Wir alle, nicht nur Trulli Tropf und sein schmutziger Abwasserkollege, sind begeistert.

Der heftigen Sonneneinstrahlung entsprechend wähle ich als leichtes Essen BroccoliRöschen mit Kartoffelrösti, Sauce Hollandaise, mit Käse überbacken. Dazu ein kühles Flensburger Dunkel.

So lässt sich`s leben! (Muss ja nicht immer im Vorfeld so hektisch zugehen.)

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Im vorigen Beitrag habe ich bereits einige beispielhafte Gewässeraspekte am Lachsbach, Rathmannsdorf nahe Bad Schandau, beschrieben.

Aber erstmal muss ich ankommen – der ICE wird am Bf. HH Altona frühzeitig bereitgestellt.

Vorbei geht`s an der Alsterfontäne, …

… im Hamburger Hauptbahnhof werden Gedanken wach zu Jahrzehnten am Nordwestrand der Lüneburger Heide, …

… bei Stendal queren wir die Elbe – im Hintergrund die Kulisse von Tangermünde.

Gebrochener Verkehr angesichts winterlich verzögerter Baumaßnahmen – pünktlich geht`s in Berlin in „neuem“ Zug, vorbei am BER, weiter gen …

… Dresden – Elbe und Uferkulissen.

Ein Pustemännchen begrüßt Reisende …

… herzlich.

„Sightseeing by Tram“ – auf dem Weg zum Hotel.

Zu Fuß rollere ich den Koffer, entlang der Elbwiesen (geringer Abfluss, wenig Wasser in der Elbe), …

… – Blick zurück -, die gut besucht sind.

Weisse Flotte vor dem Europaufer.

Sehr gut untergebracht – Blick aus dem 7. Stock des Maritim, Stadtseite.

Per Bus sind die über 30 Mitradelnden aus dem Waldeckisxchen angekommen. Nun gilt es, die E-Räder in der Tiefgarage zu sichern.

Erstes Kennenlernen beim – hervorragenden, in breitem Angebot verfügbarem – Abendessen.

Nach all dem Sitzen zieht es viele noch in die Stadt.

Abendlich …

… wandern wir …

… entlang der Elbe …

… zum Hotel zurück.

Der Schlaf ist tief. Der Radelstarttag wird unsere Kräfte brauchen.

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Wir sind zu zweit, ein Umwelt- / Umfeld-Engagierter interessiert sich für den aktuellen Stand. Wir sehen die Mühlenau in Frühjahrstrockenheit (gelegentlich fallende Feuchte reicht man gerade zum Keimen von Saaten), sich stets weiter Richtung Niedrigwasserabfluss entwickelnd.

Diese Strecke, so auch in Entstehung und Absicht heute unbekannte Holzeinbauten, ist vom früheren Mühlenstandort / Mühlenteich geprägt.

Zwischen zwei punktuell bekiesten Strecken – Überbreite, aquatische Einöde im Grünen. Irgendwas wuselt am Horizont.

Bachauf, wir befinden uns in einer ehemals kahlen, nun mit JungErlen – leider wohlmeinend aufgeastet – bestandenen Fläche. Sieh an, das Gewusel stellt sich als Entengruppe, Stockente mit Küken, heraus.

Die wuseln eifrig, hin …

… und her, auf und ab. Wir befinden uns gerade im Insektenschlupf, den die Kleinen abzuschöpfen versuchen.

Das Morgenlicht ist so „hart“, dass die Küken manchmal fast nicht zu erkennen sind.

Bei all dem Gewusel entgeht uns fast – gegenüber im „schwarzen“ Schatten – an der einzigen, angesichts dieses Niedriabflusses verbliebenen nennenswerten Turbulenzstelle eine Flussneunaugenlaichkuhle (unmittelbar rechts oberhalb der Turbulenz, im Foto nicht erkennbar).

Das Geschehen setzt sich fort, an Land, …

… und im Wasser. Die Kleinen strecken sich eifrig, hopsen in die Höhe, die Entfliegenden noch zu schnappen.

Weiter bachauf – erstaunlich, wie bei all der Fressaktivität noch mit strampelnden Beinchen Bachstrecke bewältigt wird. – Kleine Pause?

KEINE Pause – eine Horde halbstarker Erpel taucht auf, …

… bedrängt Mutter und Kinder.

Wir auf einem Kieslenker wiederum irritieren die Erpel, was die Ente …

… an uns die Küken vorbeiführend nutzt. – Die Erpel bleiben zurück, wenden sich bachab.

Wir setzen unsere Tour unter der Bahn hindurch Richtung Rosengarten fort.

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Anradeln zum Elbdeich – Robustrinder auf Gänsefraßwiese mit Gänseblümchenweiss.

Elbdeich Fährmannssand – gibts was zu …

… Gucken?

Ja, auch für mich – Ostwind bringt Tideniedrigwasser tief, bläht Segel ordentlich.

Unbeeindruckt legt die Lühe-Schulau-Fähre am niedersächsischen Ufer ab, gen Wedel.

Im Deichvorland blühen mit „fettem“ Gelb die Sumpfdotterblumen.

Ich radele vom Deich – Gerummel über der Elbe, ein Rettungshubschrauber von Stade Richtung NordwestHamburg hat Tausende Nonnengänse vom Watt hochgebracht.

Die ziehen nun übern Deich.

Über mich weg – wie gut, dass das keine Möwen sind (die „verlieren“ in der Luft schonmal was – bei denen grellweiss und ziemlich flüssig, wird Schweinkram auf der Kleidung).

Dummer Weise zieht der Hubschrauber wie beschrieben – genau in der Flugbahn der Nonnengänse. So können sie nicht auf den großen Flächen um die Vogelstation landen, kreisen großflächig, kommen zurück – und ziehen, in Partien aufgelöst, ins Umfeld Giesensand / Hetlingen, im NordOsten nahebei.

Im Watt ernähren sich wie üblich eine Vielzahl Limicolen.

Die Brandgänse sind sehr aufmerksam, …

… beruhigen sich aber schnell und fressen weiter.

Neben meinem Fahrweg zeigt sich das gefährlichen Leben „hier draussen“. Das war wohl vordem das Federkleid einer Nonnengans.

Sehr viel weiter auf meiner Tour, nahe dem Geesthang Holm – da stiehlt sich doch etwas davon im Bullenfluss …

Etwas zurückgerollt – ja, ein Graureiher.

Dessen Anwesenheit (oder von Artgenossen) hätte ich auch wenig später an Fußspuren im Sauerbeck bei Tnw erkannt – wie nun.

Querab steht auf der Sauerbeckwiese ein Storch – ob nun von der Idenburg (da ist aber wohl noch immer keiner stationiert) oder aus Wedel, egal.

Der sucht, findet, …

… schnappt und schluckt – wieder und wieder.

Aufmerksam wird die Umgebung weiter beobachtet.

Und dann … – ich bin oben auf der Geest, radele die B 431 entlang, habe schon seit Tagen intensiv den Radweg beäugt, da …

… liegt, später als in den vergangenen Jahren, pünktlich zum Namensmonat, das 1. Verkehrsopfer Maikäfer.

Der wird zuhause ausgiebig bestaunt, wackelt doch noch etwas mit einem Bein – und wird anschliessend vor dem Balkon als Vogelfutter auf den Rasen entlassen.

Ob hier, wie im Hessischen Ried angekündigt, auch wieder ein „Maikäferjahr“ ansteht?

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Wir haben Besuch aus MV – der Landesanglerverband hat Vertreter von Wasserverbänden und -behörden mitgebracht, möchte unser „Einfach mal machen!“-Experimentieren selbst bei möglichst vielen Gewässern und Gelegenheiten ausprobieren. Lebensraumverbesserung ist allüberall erforderlich. – Im vorigen Beitrag berichtete ich bereits vom Start unserer Exkursion an einem Nebenbach im oberen Pinnau-Einzugsgebiet.

Wir befinden uns an der oberen Pinnau – übertief ins Gelände eingeschnitten, überbreit für ein strukturiertes Niedrigwasserprofil, sonnenbebrannt „Dank“ fehlenden Baumbewuchses.

Hier haben wir im vorigen Jahr begonnen, die Extremerosion mit unglaublichem Sandtransport bachab durch dynamischen, punktuellen Uferschutz mit Kies zu bremsen. Ergänzend verhindern Rauschen die Tiefenerosion, bieten zudem Lebens- und Laichraum für ortstypische Organismen. – Zu den Eisen-gefärbten Startschüttungen sind kurz vor dem Besuch jüngst frische dazugekommen.

Und schon sind wir weiter – Ähnliches in klein, an einem Nebenbach der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet.

Wie ein Stillgewässer sieht dieser eigentlich munter plätschern wollende kleine Bach überbreit, übertieft, wegen Fehlens von Uferbäumen sonnenbebratzt in seiner unglücklichen Lage aus.

An der Oberfläche treibt Bräunlich-Schlammiges vorbei – ein Umweltdelikt ! ? ! ?

Nein, das ist kein Blähschlamm aus einer Kläranlage, dessen sich jemand entledigt hat. Das sind Kieselalgen (könnten – anders gefärbt – auch Grün- und / oder Blaualgen sein), die aufgrund des exzessiven Lichtüberschusses am Gewässergrund gewachsen sind.

Wir erinnern uns – da war was mit den Minimumfaktoren. Phosphor ist in aller Gedächtnis. Den haben wir insbesondere bei kommunalen Kläranlagen trefflich aus unseren allzu belasteten Gewässern entfernt. Da ist noch der Ammonium- (vorübergehend Nitrit-, letztlich Nitrat-) -Stickstoff. Auch den haben wir in kommunalen und industriellen Klärwerken halbwegs im Griff. Wer bislang so gut wie nicht handelte … die Landwirtschaft! Deren Phosphor- und Stickstoffausträge belasten nach wie vor unsere Gesamtlandschaft, insbesondere das Wasser unzuträglich.

Was fehlt in der bisherigen Betrachtung: Das Licht. Das ist im Naturzustand, auch im schonend bewirtschafteten Bach in der „Kultur“landschaft, auch im Flüsschen im Minimum – Dank randlichem, dreidimensional großem Uferbewuchs. Wo der fehlt, geradezu systematisch niedergemacht wird, wirkt die Sonne – verheerend.

Langer Text zu kleinen Algen! Die Sonne im Überschuss sorgt – nicht nur zur Zeit – angesichts hinreichender sonstiger Nährstoffe zu einer übermäßigen, einseitigen Biomasseproduktion.

Und warum treibt da nun dieser „Gammel“ (wo viel Leben ist ist auch viel Tod!) den Bach hinunter?

Kleiner Einschub: Vogeltränke (!! ?? !!)

Im Kleinen kann ich das an unserer Vogeltränke vorführen.

Auch da wächst in ruhigen Ecken flächig ein Kieselalgenfilm heran, produziert mächtig Sauerstoff.

Der kann aus dem von den Einzellern gebildeten schleimigen Biomasseteppich nicht ungehindert entweichen, sammelt sich …

… – Und so kommt es, dass irgendwann der Teppich in Fetzen geht, auftreibt. „Alles geht den Bach hinunter“, sagt man.

Diese Organomasse kann auch zur Verstopfung, zum Ersticken des zwischenkiesigen Lückenraums führen.

Wir sehen es – mit Entgeisterung!

Kleine Ergänzung, der Vollständigkeit halber: Nicht nur durch die bei nächtlicher Sauerstoffzehrung der allzu großen Biomasse kann es zu Organismensterben kommen. Die Entnahme von Kohlendioxid durch die Übermasse Algen führt tagsüber zur Alkalisierung des Wassers. Dadurch verschieben sich Ammoniumgehalte im Wasser zu Ammoniak (Zellgift). So sind auch tagsüber Fischsterben möglich, wo man sich fragt, woher „dieser Sauerstoffmangel“ (???) kommen soll. Solch tote Tiere sind nicht erstickt, sondern vergiftet.

Wir sind aber nicht zum Jammern gekommen, sondern begeistern uns an den noch recht neuen Rauschen – hier mit 5 (1/2) Laichkuhlen von Flussneunaugen.

Nochmal, verdeutlicht.

Ich weise auch noch auf unseren Merkposten in der langen kanalartigen Folgestrecke hin („letzte Rausche“) – wir werden dazwischen und dahinter weitermachen.

Viel gelernt an kleinem Bach – wir gehen zu den Autos …

… und fahren zur Tide-Pinnau – Blick bachauf.

Dies geschieht auf besonderen Wunsch – von der Größenordnung her ähnelt die Gewässebreite hier der Nebel, MV, an der auch Restaurieren starten soll.

Ja, auch hier machen Lenkbuhnen, Treibselsammler Sinn – empfohlen: in schrittweisem Vorgehen, Herantasten an die Notwendigkeiten des jeweiligen Standorts.

Zu gutem Schluss – das Arbeitsessen – (Hüftsteak, sehr lecker!) – – herzlichen Dank dafür! …

… und für Mitgebrachtes, Regionales!

Das hat Spaß gemacht! – Wir sehen uns wieder, spätestens auf dem Naturschutzseminar des Landesanglerverbands Mecklenburg-Vorpommern am 07.11.2026 in Güstrow.      🙂

P.S.: An allen Stationen sahen wir belaichten Kies. – Nicht stets ist es vergönnt, auch laichende Neunaugen auf den Laichbetten zu sehen. Regelhafter fliegt bei Ankunft ein Reiher ab – behäbig?, auf jeden Fall unwirsch. Mit Glück sind auch größere Laicherzahlen anzutreffen – Fotolink aus dem Blogbeitrag vom 23. April 2023, dort auch mehr solche Fotos.

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Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern hatte wegen einer Exkursion an restaurierte Bachstrecken nachgefragt – gestern fand sie statt.

Bestes Wetter – Dienstfahrzeug vor blühender Eiche.

Neben den Angelei-Engagierten waren auch Wasserbehörden und ein Wasserverband (Icon am Fahrzeug) vertreten.

Das sind hervorragende Voraussetzungen für „mögliches Nachahmen“ oder anders machen – alle zu Beteiligenden lernen zusammen.

Wir verdeutlichen unser Prinzip, durch Einbringen standorttypischen Materials Strömungsturbulenz anzuregen.

So wird im günstigen Fall in nachfolgender Strecke eigener, fester Grund vom Sand befreit, freigespült.

Im oberen Bereich der im vorletzten Foto gezeigten Kiesfläche sind übrigens 2 kreisflächig-sandige Stellen erkennbar – Anzeichen für Laichversuche der Flussneunaugen.

Wir können auch Laichbetten von Meerforellen auf Naturkies zeigen – hydraulisches Geschehen und Großfisch sorgen so „nebenbei“ für die charakteristische Rausche-Kolk-Abfolge des lebendigen Bachs.

Ein Blick auf unseren Treibselsammlerversuch – aus Sandwüste ist vielfältigeres Etwas entwickelbar – beeindruckt unsere Gäste (und uns, jedesmal wieder).

Wir wechseln den Standort, auf zur oberen Pinnau selbst – im nächsten Beitrag.

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Der Anlass Reifenwechsel – Winter- auf Sommer- bringt mich wieder zu meiner per-pedes-Runde in Wedels Osten.

Die Hecken wechseln ebenfalls – meist Hainbuchen-, teils auch schon Buchenstart.

Gelb wechselt hier von oben nach unten.

Nochmal, diesmal mit 2 (3) Autofarben.

Stadtplanerisches meiner Runde – Wechsel von Hausarten, -höhen und -gesamtformen. (Ich mag das Klotzbauen [links, Oberkante] allüberall nicht – hilft nix.)

EigeninitiativWechsel (oft gekoppelt mit Generations- und / oder Eigentums-) – Renovieren, Isolieren, und her mit der Wärmepumpe!

Flächen“pflege“wechsel – vom Einheitsrasen zu „freiem“ Kräuter- = Blütenwachstum.

Ortswechsel (nun Industriestraße) – vom Wohn- zum Gewerbegebiet. Elektrofirma – wem geht ein Licht auf?

Schon wieder`n Richtungswechsel – schicke AltEichen im Kronskamp, unserer „Automeile“. Die starten später ins Grün.

Horizontwechsel – vom Blühen des Spitzahorns …

… zum Wechsel der Gesamtansicht von Gelb auf Grün, Blätterschieben voll in Gang.

Womit wir wieder bei den Fotos 2 und 3 dieses Beitrags wären.

Fahrerwechsel – die Sommerreifen sind drauf, ich bin dran.

Wechsel von oben nach unten – bevor ich in der Tiefgarage verschwinde, fotografiere ich noch unsere prächtige Japanische Kirsche am Südende unseres Gebäudes.

Wenn mal wieder neue Reifen anstehen, kaufen wir uns angesichts der Winterentwicklung Alljahresreifen. Dann entfallen (leider) die Rundgänge in dieser nicht langweiligen Umgebung.

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