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Archive for Juli 2022

Wie bekannt, starren wir gebannt auf Wetterentwicklungen, wollen wir doch mit der Fähre über die Elbe, im Niedersächsischen Radeln, Essen und zurück. – Allein, die Fähre war wochenlang in Reparatur!

Hoffnung: Seit heute ist die LSF betriebsbereit, quert die Elbe Wedel – Lühe wieder.

Ohne Fähre, bei gutem Wetter, nahmen wir uns also vorigen Mittwoch den Botanischen Garten in Hamburg, Nienstedten, vor.

Gut angekommen, Botanischer Garten von aussen, Pflanzenwelt international.

Dasselbe – und mehr – von innen. Groß, wie der Vergleich Mensch – Grün belegt.

Landschaft – je nach Fasson besteht die Entscheidung, in der Sonne zu braten – oder im Halb- oder Schattigeren zu schlendern. Leider sind die Rasenflächen kürzest geschoren. Mehr blühende, samentragende Wiesen und andere Formen wären wünschenswert und beispielgebend.

Wetter- und Klimawandel inklusive, im rechten Drittel des vorstehenden Fotos steht ein verdorrter Baum.

Schonmal was Gutes zu den Stillgewässern [Ja, die Flottbek fliesst auch weiter verrohrt unter dem Botanischen Garten durch!]: Der frühere Massenbesatz mit Karpfen ist abgestellt, das Entenfüttern unerwünscht, offenbar weitgehend befolgt – das Wasser der Teiche ist angenehm klar, leicht Algen-angegrünt.

Fürs 2. Frühstück findet sich ein halbschattiges Plätzchen.

Im Anblick der Mammutbäume sind unsere Gedanken bei den kalifornischen Feuerwehrleuten – mögen sie die dortigen Riesen retten können.

Bei den Mammutbäumen lesen wir von [div. regionalen] Feuchtwäldern … – Ja, zum Teufel, warum hat man die zugehörigen Bäume dann nicht ins wassernahe Tief des Parks gestellt ? ! ? – Klimawandel, ick hör` Dir trapsen …

Schütter aussehende Laubbäume – stark verschnitten.

Auch in den verschiedenen „Feuchtwald“-Bereichen sind die Bäume nicht unten „zu“ gelassen worden, damit ein Feuchtwaldklima überhaupt entstehen und sich halten kann. Entsprechend leidend sehen sie dann heute aus.

Es ist ein Kreuz …

Schlecht und gut: Auch hier hat der Neozooe „Kanadagans“ das öffentliche Grün erobert – die Gänse fressen, naturgemäß, Gras, lassen sich nicht beeindrucken – gutes Zeichen, dass das Fütterverbot eingehalten wird.

Enten, hier Stockentenmutter mit Jungvolk, belegen ebenfalls das Befolgen des Fütterverbots. Normalverhalten, wie schön.

In kleine Seitenbereichen – die meisten Besucher merken garnichts davon – sind auch Karpfen zu bewundern.

Groß …

Der Beeindruckendste guckt gelegentlich unter der Brücke hervor – bin nicht sicher, ob das sein Maul ist, das da hervorlugt.

Von internationaler Botanik zu internationalem Essen – Stillleben.

Rotbier – das lassen wir uns nicht entgehen.

Lecker Frühlingsrolle vorweg, Ratsherrn-Rotbier nebendran.

Mein Essen sei verraten: Ente nach Kanton Art – wir wissen, warum wir hier sind.

Und zu guter Letzt: „Fisch will schwimmen“ – das belegt auch dieser Goldfisch.

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Vor einigen Tagen vor Fährmannssand – Marine. – Gut, dass es sie gibt.

Fährmannssand, zwischen Ebbe und Flut – nicht zu verhehlen: Die Wahnwitzbaggereien mit ihren vermehrten Sedimentbewegungen lassen aus Süßwasserwatt zunehmend Land werden.

Blick Richtung Lühemündung – ein großer Saugbagger, Elbe – aufwärts.

Das ist die James Cook, eins von einer ganzen Armade Groß-Saug-und-Verklapp-Baggerschiffen auf der Tide-Elbe.

Derzeit baggert sie im Grenzbereich Hamburg – Schleswig-Holstein und verklappt vor St. Margarethen. Ob das den Schlick nach draussen  – oder zum Baggerort zurückbringt? Es fliessen seit Monaten aufgrund der anhaltenden Trockenheit im oberen Elbeeinzugsgebiet weniger als 300 m³ / s Elbeeinzugsgebiet Wasser über das Wehr Geesthacht. Das ist nicht viel! Diese Menge dürfte für ein „Ausspülen“ verklappter Sedimente Richtung Nordsee VIEL zu gering sein.

Rückblick auf vorige Beiträge: Der Groß-Saug-und-Verklapp-Bagger Utrecht verklappt, wenn ich marinetraffic.com nicht ganz falsch gelesen habe, zumindest heute noch weiter drinnen – bei Drochtersen. Fast scheint es, man will die Wattflächen und Nebenelbe völlig verschlicken. So würde über einen Großteil der Tidephasen die Summe des bewegten Wassers völlig auf den Schifffahrtkanal konzentriert. Kann man sich solch hydraulischen und ökologischen Wahnsinn ernsthaft (als Ziel) vorstellen?

Blick Fährmannssand heute, Elbe zwischen Ebbe und Flut. – Makaber ?

Galgenvögel über dem Todeskandidaten? – Anderer Aspekt Vogel: zu den regelhaft über Monate zu sehenden Rabenkrähen gesellen sich zur Zeit zunehmend Saatkrähen.

 

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Nach dem Besuch des Schulauer Hafens, s. gestriger Beitrag, radelte ich Richtung Hamburger Yachthafen – erstmal gucken, ob der Zugang zur Elbe-seitigen Mole wieder frei ist.

Ja, das Betreten-verboten-Schild steht nicht mehr, die Sturz- und Bruchbäume sind entfernt.

Ich bin ganz vorn, an der Tide-Elbe. Es ist sogar eine Bank frei. Auf der Elbe baggert Saugbagger Utrecht den Schlickfang Wedel.

Langsam baggert sich die Utrecht, Baujahr 1996, 155 x 88 m, Tiefgang 10,8 m, über dem Schlickfang voran.

Wenn ihre Ladekapazität von 17.614 t erreicht ist, fährt sich Richtung Elbmündung, verklappt das Material dort, derzeit bei St. Margarethen.

Der hier im Blog schon öfter geschilderte Aktivismus setzt sich dort fort. Ein Gutteil des Schlicks wird von der durch jüngere Ausbauaktivitäten verschärften Flutwelle wieder Richtung Hamburg transportiert … Das Kreislaufbaggern startet erneut … – „Draussen“ wird das Sedimentmaterial von anderen Großbaggern aufgenommen und vor Cuxhaven oder weiter seewärts verklappt.

Was sagt man dazu?

Hinter der Utrecht 2 Sorten Flieger – der hoch in der Luft könnte ein Airbus-Zulieferer sein. Die unten konzentrieren sich auf die Baggerei-Schlamm- / Abwasserfahne.

Jede Menge Möwen, Gesundheitspolizei, in der Luft und auf dem Wasser – wo Gewässerlebensraum angeschnitten wird, gibt es Opfer.

Hinter mir, nördlich, liegt der Hamburger Yachthafen, im Vordergrund eine hier charakteristische Pflanze, die Engelwurz.

Ein Segler verlässt den Yachthafen, startet seinen Törn.

Gegenan bei frischem Wind.

Von Hamburg naht der im vorigen Beitragsschluss am Horizont erahnte Großcontainerfrachter.

Es ist die NYK Venus, Baujahr 2007, 338 x 46 m, Tiefgang 12,1 m.

Nicht voll …

… und schon, seewärts, vorbei (erscheint hier, der schrägen Optik wegen, voller).

Genug für heute von Großschiffen und dem Großpatienten Tide-Elbe gesehen – ich trete die Rückfahrt an.

Zurück hinterm Elbdeich …

… abgebogen gen Badebucht, Frei- und Hallenbad Wedel, in teils idyllische Nebenstrecke.

Kleiner Ausblick auf die Binnenelbe – Graugänse neben Reetbeständen, die von Tausenden Staren in Herbst und Frühjahr als Schlafplätze genutzt werden.

Wedels Geesthang – ein Beispiel für gegensätzliche Wirkmuster von Natur und Mensch im Klimawandel.

Wir planenden und guckenden Menschen wollen immer Weitblick, meinen den zu haben. Konkret wird dann, wie hier, kühlendes Großgrün aufgebrochen – Immobilienspekulation, oder wie nennt man das?

Geht das so weiter? Der nächste B-Plan ist beantragt.

Blick nach rechts, oberer Teil der Tide-Wedeler Au. Rest-Auwald zeigt, wie Klimaschutz geht.

Werden wir uns an realen Vorbildern, die unsere kleine Erde bietet, orientieren?

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Irgendwie hat es sich ergeben, dass wir ultralange nicht mehr am Schulauer Hafen waren.

Also, einfach mal hin und gucken.

Anfahrt, Ziel fast erreicht – das fängt ja gut an. Der Blick auf die Elbe ist von etwas vorbeiziehendem Rotem versperrt, auf dem sowas wie HAMBURG steht.

Schulauer Hafen, auf der Ostmole angekommen, Blick Südwest – das Rote ist schon vorbei, seewärts, HAMBURG SÜD steht drauf.

Das ist der Containerfrachter Cap San Nicolas, Baujahr 2013, 338 x 46 m, Tiefgang 11,7 m.

Blick auf die Hafeneinfahrt, da tut sich was, Turbulenz.

Wer das nicht kennt und darauf aufmerksam wird …

… kann es durchaus mit der Angst bekommen. In einer riesigen Walze, die sich einwärts, später auswärts bewegt, drehen sich gewaltige Einzelturbulenzen, auf- und abschwellend.

Wenn dann im Geschehen „Schwell und Sunk“ (so ein Riesenschiff drückt Unmassen Wasser vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran) das Auslaufen des Wassers aus dem Hafen ansteht, …

… bildet sich in der Hafenausfahrt eine sehr stark zunehmende scharfe Strömung zur Elbe aus.

Badeverbote entlang der Elbe basieren vor allem auf diesem, oft genug völlig unterschätzten Geschehen.

Was ist sonst so los?

Blick nach Norden – hier geht seit längerer Zeit und noch über längere Zeit baulich allerhand ab. Hotelneubau, neue Hochwassermauer, neue Gestaltung des Ostufers.

Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein.

Der Containerfrachter verabschiedet sich Richtung Horizont, trifft dort einen großen Saugbagger über dem Schlickfang (dessen Herstellung eine weitere große Flachwasserfläche beseitigte) sowie einige Segler.

Ganz nebenbei erwähnt, Film, Funk und Fernsehen berichten über das wohl größte Fischsterben im Tide-bewegten Wasser über ca. 50 km mit allzu wenig Sauerstoff. Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen, dass dieser (gewohnte ?) Skandal seit der Jahrtausendelbvertiefung besteht – und niemand etwas dagegen tut. – Ausser vielleicht wieder wortreich um die Ursache herumzureden.

So viel Wasser – und so wenig Sauerstoff, kaum zu glauben, doch diese Kulturschande ist Realität, wider Fachlichkeit und Recht.

Mal genauer hinsehen – da kommt wieder ein großer Containerfrachter, zieht gerade am Horizont vor Blankeneses Elbhang seewärts.

Den warte ich hier nicht ab. Vielleicht treffe ich ihn, falls der Zugang zur Elbmole vor dem Hamburger Yachthafen, Wedel, wieder frei ist (wegen Stürmen mit Baumbruch über Monate bislang gesperrt).

Darüber dann mehr im nächsten Beitrag.

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Bei ständigem Küstenwind wogt so allerhand im Deichvorland.

Langes Deichgras, Reet, Binsen – dazwischen Andersfarbiges. Blick aussendeichs vom Hetlinger Elbdeich, Juni 2022.

Über die Wochen zeigte sich vieles auf die Entfernung lila bis violett. – Heute mal genauer fixiert – verguckt, eher braun blüht Grasiges.

Aber da ist auch Farbigeres, querab NABU Vogelstation – Disteln mit Schmetterlingen.

Im Detail: Ein paarmal Kleiner Fuchs und zwei Pfauenaugen.

Mehr dieser Farbrichtung: Blutweiderich am Marschgraben.

Das Große Weidenröschen – oha, der Sommer schreitet voran.

Na, und dann sehe ich es im Vorland doch etwas dichter, Elbdeich Fährmannssand.

Aussendeichs sind es wohl doch meist Disteln, die für den saisonalen Farbton stehen.

 

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Was für ein Sommer!

Ich zeige hier im Blog ja oft blauen Himmel, weisse Wolken – nicht montiert.

Die Hitzewellen aus Südwest haben uns bisher verschont (verschont? nicht erreicht …).

Zu wenig Regen!

Wedel, Stadt mit frischem Wind – stets windig. Heute Nordwest 5 … (Da fahren wir andere Routen als gewöhnlich.)

Ein kleines Erlebnis vom Mittwoch zeigt, dass Radeltouren überlegt sein wollen.

Das Wetterradar zeigte Lücken in Regenfronten (die letztlich in der Summe über den Tag wieder nur den Oberboden befeuchteten, wenig von befestigten Flächen abfliessen liessen) – also: Mut zur Lücke, Runde gegen den Uhrzeigersinn Geest – Marsch, hinter dem Elbdeich zurück.

Auf geht`s, ich unter viel Blau – Blick zur Elbe, da will ich hin.

NA, das Wetterradar hatte diese Zelle aber weiter südwärts laufen lassen.

Egal! Bis ich da bin, wird sie längst weggezogen sein.

Elbe-wärts nach Hetlingen abgebogen. Da ist ja viel mehr, als das Wetterradar anzeigte ? ! ?

Hetlingen – dieser himmlische Nässezug rast direkt über Hetlingen / über mir.

Es kam, wie es offenbar kommen musste.

Hetlingen, zwischen den Deichen – erstmal unterstellen. – Wer guckt von da oben ?

Muße – Doldenblüher und mehr vor wildem Himmel.

Muße – Jungschwalben erwarten auf Stromleitung die nächste Futterlieferung.

Weiter gehoppelt, wieder untergestellt, Südostende der eingestauten Haseldorfer Binnenelbe – mal nieselt es, geht dann in Minischütt über.

Trauerweide – östlich, über der tideoffenen Haseldorfer / Hetlinger Binnenelbe.

Selten gesehen, bei Regen gern freistehend – Rinderherde, bei Sturm und Schauern, versammelt im Windschatten.

Die Front ist weiter gezogen. Ich stehe auf dem Hetlinger Elbdeich – Blick Südost, über Wedel …

Blick seewärts – ein Bisschen Blau, immerhin!

Blick gen Süd – über Niedersachsen regnet`s, schüttet`s wohl.

Ich radele hinter der Front, eine Schar Graugänse quert.

Jetzt also auch in Wedel – Regen.

Schwalben tauchen über der Deichkrone auf.

Das Bild wechselt schnell, die Schwalben jagen.

Das Wetter, für das der Spruch gemacht ist: Die Schwalben fliegen tief.

Dicht über der Grasnarbe erwischen sie die begehrten Insekten.

Auf Höhe NABU Vogelstation treffe ich ein Radlerpaar, dass andersrum tourt – voll durchs Wetter, gegenan, durchgefahren. Sie ziehen die Regenklamotten aus. Letztlich ist es drunter auf Dauer fast unangenehmer, als ohne zu fahren (na ja …).

Ich wünsche guten Genuss für die bevorstehende trockene Zeit, sie mag nur kurz werden – bei „falscher“ Fahrtrichtung.

Fährmannssand, Blick zurück – hinter dem Blau: die nächste Front, heransausend.

Oha! Ich mit meinen guten Ratschlägen, will sie mal selbst befolgen. – Nix wie weg!

Zu Hause, im Fahrradhäuschen – Blick gen Himmel. Ja, das war schneller als gedacht.

Glück muss der Mensch haben.

 

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Auf dem BetreuerCamp der Unterelbeschulen hatte ich unter anderem ein Bisschen über die Esche erzählt, den Baum, nicht den Fisch – der schreibt sich Äsche.

Im Vergleich zu früheren Ansichten hat sich die Esche, haben sich Eschenbestände erheblich verändert.

Eschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Gesundheitszustands in der Wedeler Marsch, Saatlandsdamm – innerhalb weniger Jahre erheblich verändert. – Das schmerzt.

Da ist wohl das „Falsche weisse Stengelbecherchen“ am Werk. Was sich so niedlich liest, heisst auf Lateinisch „Hymenoscyphus pseudoalbidus“, ein Pilz. Wie bei anderen Baumarten, z.B. der Erle, die von Leitbahnen-verstopfender und andere Mühsal verursachender Pein befallen ist, warten wir, wie`s weitergeht. Die frühere Panik, alle unansehnlich wirkenden Individuen sofort zu eliminieren (Aus den Augen, aus dem Sinn …), ist der Hoffnung gewichen, unempfindlichere Linien zu finden, die sich über die Zeit durchsetzen.

Der Klimawandel beschert uns mit den scheinbar kleinen Temperatursteigerungen eben nicht nur Gletscherschwund und Meeresspiegelanstieg, sondern auch über den Globus – hier bei uns – nordwärts vorankommende Arten [und sich zurückziehende]. „Neue“ Krankheiten treten auf. Die Esche ist eine der sichtbar Betroffenen.

Uns bislang nicht interessierende Bakterien, Pilze, Parasiten – es sei denn, sie begegneten uns als Touristen bereits anderswo – lernen wir plötzlich näher kennen. Ob wir wollen oder nicht.

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Über die Herkunft unsere Baumscheibe, Schwarz-Erle, auf dem Balkon habe ich vor gut einem Jahr berichtet, Beitrag vom 15. Juni 2021 – und dass da ganz neue Besiedlung stattfand.

Wie sieht das denn jetzt aus?!

Oha, es rieselt …

Irgendwer ist da schwer aktiv.

Sägespäne, fast wie eine künstlerische Plastik.

Das sind wohl wieder die recht kleinen Holzbienen vom Vorjahr. So richtig haben wir sie dieses Jahr noch nicht zu Gesicht bekommen.

Jüngst stürmt es in Wedel, Stadt mit frischem Wind – das „Kunstwerk“ ist verblasen, abgerutscht.

Wir fragen uns, wie`s im Innern aussieht, wie lange die äussere Form als Hülle so erhalten bleibt …

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So beim Bach-Restaurieren hebt man gelegentlich sogar den Kopf – weg von Kies, Schaufel, Harke. Neulich also – Geräusche am Himmel …

Tatsächlich, da fliegen sie wieder …

… und wieder.

Heute, Tage später, ist ein erster großer Schwall Passagiere in die Sommerferien gestartet. Man sagt, nach Überstehen aller Prozeduren haben alle ihren Flieger bekommen. Das ist doch was!

In der Nacht hat es gut geregnet – hurra! Schnell mal bei den SH-Pegeln nachsehen, wie reagieren die Bäche? Nix da – offenbar Wartungspause. – [P.S.: Pegel zeigt wieder an. Abend- und Morgenregen erhöhte zweigipflig den Niedrigwasserabfluss, bis ca. Hälfte Mittelwasser. Man wird ja bescheiden.]

Was machen wir nun?

Am Elbdeich, Fährmannssand – träumen wir vom Fliegen?

Mal wieder hoch, gucken …

Das Süßwasserwatt, zwischen Ebbe und Flut.

Wir träumen vom Rüberfahren mit der Fähre, Radeln und zwischendrin gut essen in Niedersachsen.

Ja, und? !

Die Lühe-Schulau-Fähre (LSF) ist defekt, wird repariert. Die Liinsand hat einen so blöden Fahrplan, dass wir sie nur in Kombination mit der LSF nutzen wollen.

Bleibt der Landweg. Nächste Woche geht`s über die Landesgrenze nach Hamburg, Botanischer Garten, Klein Flottbek (Dort gibt es immer etwas zu entdecken, saisonale Besonderheiten, vieles mehr. Vielleicht mal auf den Gartenplan im Link klicken, hier direkt.).

Gut zu essen gibt`s auf der Strecke auch, egal, ob HH oder SH.

Warten wir also die Wetterentwicklung ab – und wenn dann irgendwann in naher Zukunft (?) die LSF wieder die Elbe quert …

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Wie im vorigen Beitrag berichtet, hatten uns Laichaktivitäten von Forellen motiviert, einen sommertrockenen Bachoberlauf durch Sohlanhebung und Angebot „Kies im Depot“ zu verbessern.

Nahe bei befindet sich ein weiteres absturzartiges Betonbauwerk, das in ähnlicher Weise in seiner ökologisch negativen Wirkung zumindest entschärft werden kann.

Anfahrt – gefunden …

Eine erste Schaufel ist vom Radlader aufgenommen …

… und begibt sich auf den Weg.

Bachauf auf intensiv genutztem Grünland.

Regenreste im Pfeifenbring-Absturz (Kaskade oder gar Rausche will ich das nicht nennen.).

Blick bachauf, flach eingestaute Regenreste.

Schaufel für Schaufel wird der Radlader eingewiesen.

Den Teiler, höchster Punkt des Betonbauwerks, lassen wir frei.

Zur Illustration der extremen Tieflage des kanalartig ausgebauten Bachs: Da arbeitet doch wer. (Ganz klein ist der nicht, aber fast nicht zu sehen.)

Vorhandene Dränausläufe sind vorab freigelegt, durch Stangen gekennzeichnet. Sie liegen hoch über der Sohle, bieten uns Handlungsspielraum.

Wir nutzen den steilen Höhenabfall über die Länge des Betonbauwerks als Kiesdepot.

Wie beschrieben: auch Nutzen der Höhendifferenz Sohle – Drän.

So hat der Bach für höhere Wasserführung viel „Spielkies“. Der wird selbstverständlich beobachtet, ob ggf. nachgearbeitet werden muss, um unerwünschte Entwicklungen zu mindern.

Bachab geht`s, dort wollen wir abwärts der Kurve noch ein Laichbett anlegen.

Hier kann der Radlader auf kurzem Weg vom Lagerort direkt anfahren … (Meine Güte, was für eine Einschnitttiefe ! ! !)

… und den Kies zielgenau schütten.

Schnell ist der Restkies verarbeitet, das Laichbett fertig.

Abschiedsblick bachauf von der Rohrüberfahrt – mittig liegt das gut ausgestattete Laichbett, fast nicht wahrnehmbar.

So soll es sein.

Wir werden nach der nächsten Mahd in beiden Strecken weitere Strukturverbesserung vornehmen.

– – –

Kaum war der Kies „drin“, brachte ein Gewitter einen nächtlichen Regenschub.

Immer wieder faszinierend, die Leistung eines Bachs zu studieren. – So hatten wir uns das gedacht. Wir sind begeistert.

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