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Archive for April 2022

Ein Bisschen Bäche-Gucken  ist immer gut, Spazieren gehen im Park / in Parks ebenso. Wir waren verabredet.

Erstmal hinkommen – quer durch das Kulturbrauereigelände.

… hin zum Elektrischen des Tages.

Die Panke am Kinderbauernhof Pinke-Panke ist unser Ziel.

Oha, tief ins Gelände eingeschnittener Kanal …

Geworben wird auch für anstehende Thematik.

[Das hochformatige Foto des Aufstellers zieht leider Text, der weiter unten eingebaut sein sollte hoch – ich bitte um Nachsicht.]

Das sieht aber auch furchtbar aus!

Was sich von aussen als Durchgängigkeit für Landwanderer darzustellen schien, wird unter der Brücke durch massive, hoch liegende Regenwassereinleitungen ad absurdum geführt.

Aaaaaber ! ! – Unterschätzen wir die Panke nicht!

Die Panke fliesst mit gutem Gefälle durch Berlin. Als ordentlicher Bach auf Moräne bietet der geologische Grund jede Menge Steinmaterial (das hier ahnbare ist aber wohl eher vom Menschen gemacht – dazu später mehr). Der Wasserstern als Beispiel zeigt mit seinen kleinen gelbgrünen Winterpolstern allerdings das große Verbesserungspotential für einen solchen, lebendiger zu gestaltenden Bach.

Die Stadt Berlin hat dafür planerisch eine Menge Geld ausgegeben, eine Masse Zeit ist seitdem verstrichen. – Leider hält die Stadt an zentralistischem Planen und Handeln fest, so dass Jahrzehnte, für die Gewässerlebensgemeinschaften ungenutzt, ins Land gingen – Bevölkerungsbeteiligung, wie z.B. Bachpatenschaften in Hamburg, war (ist und bleibt?) nicht gewollt, nicht gefragt.

Ob solche Chancen in Berlin noch erkannt werden … werden …?

[Nun soll das bitte keine Lobhudelei für Hamburg sein, ist doch der „Frohen und Hanselstadt“ PR-Preisempfang Lob genug. Gleich mit Ende des Jahres 2011, Hamburg = „Umwelthauptstadt Europas“ wurden die bezirklichen Umweltberatungsstellen abgeschafft. Dem Pfeffersack-Image der Stadt genügend, hielt man das Nichteintreiben von CumEx-ZehnerMillionenEuronen für weniger wichtig, wie die Öffentlichkeit inzwischen erfährt.]

Aber weiter an der Panke und hin zu kleinen Nebenbächen.

Derweil blüht es munter, hier Weiden – einzelne Hummeln, sogar Bienen waren trotz schneidenden, kalten Winds am Werk.

Wir sahen uns die Panke gemeinsam an – vorbei an beeindruckenden Baum-Individuen im Bürgerpark.

Wasser wirkt anziehend. Unsere Gewässerlebensräume haben einen besseren Umgang mit ihnen verdient.

Richtiger gesagt und in Zeiten des Klimawandels zunehmend verstanden: Wenn der Mensch sein Verhalten zu Gewässerlebensräumen nicht grundlegend verändert, sägt er einen weiteren Ast seiner eigenen Lebensgrundlagen.

Bausünde der Vergangenheit – frei erodiertes Vlies. Damaliger Planer und Ausführende sind längst über alle Berge.

Angst-Einbau Vlies plus massenhaft Bruchstein, „Wasserbausteine“.

Da kommt zum Stichwort Angst-Einbau noch das allgegenwärtige Längsstacken dazu.

Bei der Betrachtung …

… der Panke im Park, und anderswo, kommen Leserinnen und Lesern dieses Blogs, vertraut mit instream-Restaurieren, so mancherlei Ideen zur Verbesserung.

Das in den offiziellen Planungen vorgesehene Mäanderbaggern im Park, dadurch wegen neuer Tieflage in breiterer Fläche gesteigertes ENTwässern, Fällen alten Baumbestands und vieles mehr kommt einem eher nicht in den Sinn.

Wir dürfen gespannt sein, wann, wie und was überhaupt nach Ausgabe all des Geldes an Veränderung, hoffentlich Verbesserung, dem Bach zugute kommt.

Zwei kleine Nebenbäche standen noch auf dem Programm.

Der Zingergraben, streckenhaft verschandelt durch Plattierung ringsum, zeigt anhand der Vielzahl seiner kleinen Abstürze das Potential, das Moränenlandschaft bietet.

Da lohnt es sicher, an anderer Stelle gelegentlich genauer hinzugucken.

Der Kreuzgraben, hier kurz vor seiner Mündung in die Panke, zeigt ebenfalls geübte Bausünden mit zugehörigen, geradezu zwingenden Folgen.

Darauf gehe ich ebenfalls nicht weiter ein. Der erste Eindruck möge genügen.

Kreuzgraben, Blick bachauf – zwei alte Erlen geben einen Eindruck, in welcher Höhe sich bachbegleitende Bäume hier einst ansiedelten. Das könnte Maßstab für Handeln sein (bitte nicht noch diese „Zeuginnen der Vergangenheit“ absägen).

Die Mündung Kreuzgraben – Panke, Angst-gestackt.

Blick Panke-aufwärts, noch ein Thema (neben dem Angst-Stack fallen auch hier Angst-Vlies und Angst-Bruchsteine auf! Meine Güte!).

Landwanderer finden an dieser Brücke keinen Durchgang.

Zurück zum Auto, wieder vorbei an beeindruckenden Altbäumen diverser Art, Teils sommerlicher Wohnort seltener Fledermausarten.

UND DANN, bitte auf die – vergängliche – Turbulenz achten: Der Einkaufswagen, bei einem menschenreichen Saufgelage in die Panke gelangt, gibt das Beispiel für Lebensraumverbesserung, Belebung des Fliessbilds.

Spaß beiseite. Den Verursachern gelang es nicht, den Wagen zu entfernen. Inzwischen ist er sicherlich raus – die Panke fliesst ungestört, mit wieder Fliessgewässer-untypischem Spiegeln, durch Zeit und Raum.

Möge sich das ändern. Gespannt sehen wir unserem nächsten Gewässerbesuch in Berlin entgegen.

Und Abgang – es steht noch mehr auf dem Plan dieses Berlinbesuchs.

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Berlin ist eine Reise wert!

Für uns ist das Hinkommen Routine – dachten wir. Der 31. März hatte es, jedenfalls in Hamburgs Westen und westlich davon, in sich.

Das Haus hatten wir im vorigen Beitrag verlassen. Warten auf das Taxi (keine Chance, mit Rollkoffer den S-Bahnhof zu erreichen) – schön, ein nachbarliches Carportdach bei schrägem Schneegriesel über sich zu haben.

Das Taxi kommt nicht. Die Zeit vergeht …

Doch, es kommt, eigentlich zu spät. Auf der B 431 staut es.

Der Norddeutsche, speziell als Autofahrer, „kann Wetter nicht“. Das sagt schon der Schnack über plötzlich hereinbrechenden Herbst, wenn es dunkelt, womöglich regnet – [andere können darüber nur lachen] hier bricht der Verkehr zusammen.

Später … – Raus aus dem Taxi, rein in den S-Bahnhof, zu spät … – ? ? ? Da steht eine S-Bahn – REIN !

Drin erfahren wir, dass nicht wir, sondern die S-Bahn zu spät ist. Die steht da seit einer Stunde. – Glück gehabt ! ? Da haben wir „unsere“ S-Bahn ja gar nicht verpasst!   🙂

Plötzlich – Signale, die S-Bahn fährt ab. Wir gleiten an weisser Schneelandschaft vorbei.

S-Bahn gen Hamburg, Vorbeifahrt an Reiterhöfen Sülldorf.

Wohl hier, beim Halt in Sülldorf, 2. Station Richtung Altona, erfahren wir Insassen, dass dieser Zug in Blankenese enden wird.

Zwischen Blankenese und Altona ist der S-Bahnverkehr eingestellt. Busse, auch speziell gekennzeichnete Taxen werden uns weiterbringen.

Aussteigen Blankenese. – Der Bus gegenüber weist in die Zukunft.

„Unserer“ (wir sind über die Zeit ganz schön viele!) ist das aber nicht. Auch nicht manch anderer Bus, der steht oder fährt, manche davon leer.

Eine Taxe fährt vor, wird von einer Zahl Menschen geentert, wo wir uns wundern, ob die wirklich alle darin verschwunden sind.

Eine weiter Taxe erscheint – etliche Zeit verrann, kein Bus in Sicht -, nicht speziell gekennzeichnet.

D A N N, man wird genügsam, findet das zu Weihnachten nicht gegönnte Wetter irgendwie interessant: Wir gönnen uns den ersten kommenden Bus. Auf geht`s nach Othmarschen, von wo uns eine S-Bahn (hoffentlich) nach Altona bringen wird.

Othmarschen erreicht, in der S-Bahn. – Entschleunigt. – Irgendwie ist das ja schön draussen!

Neues Abenteuer, Bahnhof Altona. Sonne bescheint schneebedeckte Bäume.

Als wir ankommen, fährt ein Zug nach Erfurt (da liegt Berlin, unser Ziel, an der Strecke) … ab.

? ? ? Mist!

Zuganzeige … – Das war der „Erfurter“ nach 9 Uhr. – Wir sind jenseits 10 Uhr, erstmal nichts für uns in Sicht.

Da … – dann doch immer wieder „Erfurter“ – nach Phasen, in denen nur die Hannoverstrecke (seltener auch die nach Bremen) angezeigt wird.

Zu den „Erfurtern“ erscheint dann jeweils, kurz vor oder kurz nach Abfahrtzeit die Erläuterung „fällt aus“. Danke dafür!

[Wer die Zeit noch erinnert: Da warb die Bahn „Alle reden vom Wetter …“ – man saß im warmen Zug – und der fuhr und kam pünktlich an. Nein, das war nicht die Gute Alte Zeit – Das war die Zeit ohne Minister wie Herrn B.-Scheuer-t (Selfies kanner!) und Vorgänger-CSU-Verkehrsminister. – Autominister mit Zerstörungsdrang gegenüber dem Bahnverkehr, Experiment gelungen! („Auto“ geht allerdings, wie wir feststellen mussten, auch nicht!) Es ist lange überfällig, solche Amtsträger für ihr Tun haftbar zu machen. Wieso müssen wir Steuerzahler die halbe Milliarde Entschädigung an beteiligte Firmen der Lkw-Maut tragen?]

High Noon – in Altona! Da wollten / sollten wir eigentlich am Ziel sein.

Sollen wir umkehren, NAH, in Schleswig-Holstein verharren?

D A ! naht, so ganz anders aussehend, Hilfe! Vom europäischen Nachbarn, die können das noch! Richtung Berlin!

Danke, liebe tschechische Staatsbahn! Gern kommen wir mal wieder über die Grenze, nach Decin, Prag …

Heute aber fahren wir erstmal bis Berlin mit.

Blick auf Gleisschotter – in Altona beginnt der Schnee zu tauen.

Während wir Hamburg durchquert haben, die Verwunderung einiger weniger abklingt, wie ein Zug gefüllt ist, wenn wohl 4 Zugfüllungen reinpassen … – Erstaunen: östlich Hamburg ist überhaupt keine Ahnung von Schnee spürbar.

Wir fahren!

Ein paar Halte geben Anregung für kommende Urlaube – warum nicht mal wieder an die Elbe bei Wittenberge?!

Sechs Stunden nach Start kommen wir in Berlin an. Dieser Bär zeigt Willkommenskultur – für Menschen in dieser, unserer Zeit, die – Putin-gemacht – wahrlich andere Probleme haben als wir.

Im Zollpackhof ist man erfreut, dass wir – Stunden später – doch noch unsere reservierten Plätze nutzen (Info eilte uns voraus). – Hmmmhh! Das zischt!

Haxe mit Schwarzbiersauce, Knödel und – statt Sauerkraut – einem schicken Salat.

Wir gönnen uns ja sonst nix.

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Familienbesuch rief, ein kleiner Gewässerkennenlern-Termin ebenfalls.

Hier folgen erste Überblicksfotos, Einzelthemen werden in eigenen Beiträgen vorgestellt.

In der Nachbarschaft hatte sich Ende März die Blüte Japanischer Kirschen gut entwickelt. Hummeln, wenn auch wenige, brummten herum.

Donnerstag Morgen, am Abreisetag wehte Schneegriesel schräg …

Schneegrieseln setzte sich während des Frühstücks fort, Blick Nord.

Blick Ost – die lange frei gebliebenen Wege weissten.

Blick NordWest – Schneegrieseln bei scharfem Ostwind zeigt an Pfeiler und Rasen Anstrom vom Luv und Turbulenz mit relativer Schneefreiheit im Lee.

Als wir das Haus verliessen …, nun ja, ein Bisschen Schnee (dachten wir – so war das ja auch zu sehen).

Taxi, S-Bahn, ICE, Straßenbahn – dazu folgt ein eigener Beitrag.

Wir kamen aber tatsächlich am Donnerstag (noch) in Berlin an. – Kleinklima im Kleinbiotop: Löwenzahn blüht.

Wie üblich sehr gut untergebracht, über den Dächern von Berlin.

Gelbgrün – die Ahornblüte startet.

An der Panke und kleinen Nebengewässern wurde gefachsimpelt – schön, dass der kurze Termin möglich war.

Und was für ein Sonnenaufgang!

Familiär wurde das ländliche brandenburgische Umfeld besucht – stürmisch, schneidender Wind, eiskalt – per wind chill gut unter Null Grad.

Und schon war der Sonntag gekommen – Abreise, Berlins Straßen frühsonntäglich leer.

Blau – Weiss – bis Schwarz. Ja, wir sind pünktlich mit der Bahn in Wedel gelandet, wo uns spannendes Wechselwetter empfing.

Nun warten wir auf den Regen, der heute ff. erscheint und, laut Wetterbericht, den regenarmen März vergessen machen wird.

 

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