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Archive for April 2022

Und an der ländlichen Mühlenau …

… rauschen die Rauschen, es ist eine Pracht. Struktur im Bach, wo vorher durch Ausbau und Unterhaltung „nichts“ mehr war.

Und siehe da …

Mangels Polfilters an der Digicam bringt das Zoomen nicht allzu viel, aber: Gewusel ist sichtbar.

An die 10 Laicher sind aktiv.

Ähnlich wird es wohl, vielleicht noch zunehmend in den nächsten Tagen, an vielen anderen Kiesen aussehen – auch in vielen anderen Bächen, die restauriert wurden.

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2019 wurde – bis auf eine Brücke – Kies an den Pinneberger Pinnaubrücken symbolisch als Otterrastplatz jeweils an allen 4 Ecken per Telebagger eingebracht. Am Hindenburgdamm wurden die bachauf-Seitenschüttungen wegen des benachbarten Pegels flach eingearbeitet. Hier zeigten sich im Anstrom – etwas unerwartet, da im Tidegebiet und bei tiefer als üblichen Tideniedrigwasserständen freifallend – Flussneunaugen-Laichaktivitäten 2021. Noch überraschender: an einer anderen Brücke arbeiteten die Tiere sich solche Gelegenheit selbst aus den geschütteten Kieskegeln heraus.

Mal gucken, was der Hindenburgdamm 2022 zu bieten hat – Blick über die Brücke bei Tideniedrigwasser und mittlerem Abfluss, der Kies sollte sichtbar sein.

Ja, und noch mehr … – schön auch das sich mit fallendem Wasserspiegel ausprägende vom Ufer wegzeigende Strömungsbild der Lenkbuhne.

Da sind die charakteristischen, etwa tellergroßen Kuhlen im Kies, an einer Stelle zu einer m²-großen frei gearbeiteten Fläche zusammengeführt.

Die Digicam ohne Polfilter sieht nicht so viel wie das Auge, gleichwohl: Da unten herrscht eifriges Gewusel.

Was die Kamera bei Ran-Zoomen fast weniger als die Übersicht produziert – der Augenblick sagt, dass da so 15-20 hochaktive Laicher wirken.

Von der Seeve her kenne ich diesen Anblick deutlich unterschiedlich großer Tiere nicht, hier wohl kleinere Männchen mit großen Weibchen.

Das ist kein alltägliches Erlebnis – kaum können sich die Betrachter losreissen …

Wir wollen aber noch weiter, ins Ländliche, an die Mühlenau, von wo ich bereits ein laichendes Pärchen im Beitrag vom 16. April vorstellte.

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Hetlinger Marsch, zwischen den Deichen – und weiter scheint die Sonne, Kühle der Nacht am Boden und am Himmel, Trockenheit.

Im Beitrag vom 13. April hatte ich noch geraten, das Schachblumenbarometer zu verfolgen, da die Schachblumenwiesen in Hetlingen, Elbmarsch SH, keine Aktivität dieser besonderen Art erkennen liessen.

Das hat sich nun geändert.

Eine Schachblumenwiese – ganz anderer Eindruck als vor 10 Tagen.

Nun sind sie da, die Blüten, nicht zu übersehen.

Damit am kommenden Sonntag, beim Schachblumenfest „light“, nichts schiefgeht, hat der Flächenpächter zusätzlich zu früheren Lenkungen informative Erläuterungen geschrieben.

Ist schon schick, 2 verschiedenfarbige als Beispiel.

Und nochmal 3 „normal“.

Die ganze Wiese ist gut bestückt, hier ein winziger Ausschnitt im Detail.

Es lohnt also die Anfahrt – am besten per Rad …      🙂

Um Beachten der Hinweise wird gebeten – wir wollen die Schachblumen schliesslich auch in kommenden Jahren geniessen.

Und wer noch Lust hat, radelt weiter zur NABU Vogelstation (oder kommt bereits von dort).

Dort findet das Kiebitzfest statt, mit sehr viel mehr als Kiebitzen.

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Wedel, hinter blühender Kirsche grünt eine Traubenkirsche, bereitet die weisse Blütenpracht vor.

Hamburg, Natur und Technik – blühender Ahorn, Kran.

Der Berliner Besuch fährt ab.

Bei uns herrscht bei sonnigem Wetter kühl unterlegter Ostwind – das Eichhörnchen hält sich im Windschatten auf. Offenbar ist es im Schatten angenehmer als im Zugigen.

Ruhen ist angesagt.

Aber nicht für uns – hin zur Elbe, vorbei an Kopfweiden in der Marsch.

Da flattern schwarze Gesellen.

Genaueres Hinsehen zeigt mehr Grau, Dohlen – dahinter zwei Sturmmöwen.

Fährmannssand – da kommt „Mein Schiff 6“ um die Ecke – eigentlich „geht es“, fährt seewärts.

Da kommt noch mehr – insgesamt 295 m, bei 42 Breite und 8 m Tiefgang.

Also, mein Schiff ist diese Sorte Schiff nicht. Zwar sieht es noch ein Bisschen danach aus, aber die Anklänge an die Riesenkeksboxen, Menschen in Intensivhaltung, sind doch erheblich. Aus den Schloten kommt auch nichts Vielversprechendes …

Seewärts (nach rechts), die kleine Möwe und das kleine Schiff im Hintergrund fliegen bzw. fahren nicht nach Helgoland.

Querab vom Hetlinger Heuhafen steht ein aufmerksamer Graureiher im leergelaufenen Marschgraben, Tnw.

Den vielen Brassengrablöchern im Schlick nach zu urteilen, hält sich hier bei höheren Tidestand eine ganze Menge Fisch auf – der Reiher weiss Bescheid.

Vor Hetlingen blüht weiter Scharbockskraut in dichtem Teppich.

Anderer Ort, anderer Deich – in Wedel, Elbdeich nahe dem Hafen, ist das Scharbockskraut-Gelb dem des Löwenzahns gewichen.

 

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Während wir Menschen unseren familiären österlichen Aktivitäten nachgehen, ist die Vogelwelt frühlingshaft beschäftigt. So eifrig wie einige Fluglinien bedient werden, wird da offenbar die erste Brut gefüttert. Eine wesentliche Lücke im Gesangsspektrum ist inzwischen von Möchsgrasmücken gefüllt worden – super, waren sehnlichst erwartet worden. Ganz begeistert klettern und springen sie im neuen Grün insbesondere des Pfaffenhütchens umher. Das hat sicher seinen Grund.

Die Vogeltränke ist ebenfalls gern besucht. Auch als Minibad wird sie genutzt – und wie.

Amseln, hier der Hahn, schmeissen mit dem kostbaren Nass nur so um sich.

Sie können sich drauf verlassen, dass zügig nachgefüllt wird.

Das Weibchen steht auch schon auf dem Sprung.

Interessant zu erleben ist, dass es offenbar allgemein bevorzugte Badezeiten gibt, früher Nachmittag und Spätnachmittag bieten Abwechslung für Beobachter. Da können Spatzen, Kohl- und Blaumeisen sowie Rotkehlchen (um nur die häufigsten Arten zu nennen) gar nicht abwarten, bis die Amseln fertig sind. Aufdringlich stürzen sie sich zum Bad, so dass die Bade-Amseln zusehen, das Nass zu verlassen.

In länger trockenen Zeiten findet auch das eine oder andere Eichhörnchen den Weg zur Tränke.

Offener Boden, ob organisch, Sand, Staub, ist ebenfalls gern aufgesuchtes Badequartier.

Da wird das Gefieder ordentlich geputzt und gerichtet.

… bis Zufriedenheit das Bild bestimmt.

Wenn so richtig staub-, gar Organik-gebadet wurde, wird anschliessend schonmal das Wasserbad genutzt.

Das wird dann als Gebüschberegnung verwendet und neu aufgefüllt. Nachschütten würde dem Ereignis nicht gerecht.

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Ostersonnabend, die Sonne lacht – ich gehe an den Bach.

Lebendig restauriert, es fehlen „nur noch“ bachbegleitende Bäume. Die hiesigen Lebensgemeinschaften erfordern Sommerkühle.

Gold am Bach – was für eine Begrüßung!

Offenbar gut überwintert – ein Admiral wärmt sich auf.

Vorsichtig orientiert sich ein Reh.

Eins der vielen Meerforellenlaichbetten – sieht gut aus. Mindestens ein paar Forellenlarven sollten hier ins Leben gefunden haben.

Da, im Anstrom der Rausche ist doch eine neue, kreisrunde Kuhle … Das ist doch … ?? !!

Nix weiter zu sehen.

Da sonnt sich wer!

Wo ein Kormoran ist, sind meist auch …

Der Kormoran ist in den Bach gesprungen, weicht mir aus.

Dann schwimmt er auf mich zu – zu dicht?

Taucht, schwimmt aufwärts durch den Kolk.

Na …

Scheisst mir eins ! ! !

Und durchschwimmt die nächste Rausche bachauf.

Ich sehe mir die nächste Rausche bachab an.

Da, im Anstrom, ganz deutlich: eine kreisrunde Kuhle!

Und in der Kuhle sehe ich etwas. Bewegung! – Mal auf`s Foto klicken. Ich sehe etwas. Auch Nichtfachmenschen sollten zumindest etwas erahnen können.

Es fehlt ein Pol-Filter! Ich wechsele die Position.

Ein Flussneunaugenpaar – rackert sich ab, die entstandene Kuhle wird bachab von einem Kieskranz gerahmt.

Pardon, es schliesst sich jetzt unkommentiert eine ganze Bildfolge an.

Sie rackern …

… und rackern …

… unermüdlich …

… und weiter …

Wenn zu viel „action“ aufkommt und ein Tier an den Kiesrand gerät, spült es die Strömung schonmal fort – nix wie bachauf, schnell wieder an die Arbeit!

Was für ein vorösterliches Erlebnis!

Sicherlich hat der Kormoran allerhand Laicher verputzt. Angesichts der weiter bachauf gesehenen angelaichten Kuhlen scheint aber der Aufstieg noch in Gang zu sein. Glückliche Besucher werden die berühmten „Neunaugenzöpfe“ mit um die 10 Tiere in einer Kuhle bewundern können.

Auf dem Rückweg treffe ich den Kormoran wieder.

Der rechte Flügel sieht merkwürdig aus.

Er schwimmt bachab an mir vorbei – der rechte Flügel hat wohl Bekanntschaft mit einem Beutegreifer – oder einem Menschen? – gemacht.

Zur Sicherheit wird er örtliche Jagdpächter informiert.

Rückfahrt – Kleiner Stopp querab der Rellinger Kirche, geflaggter Ostergruß.

So wünsche auch ich allen Frohe Ostertage (in dieser, unserer Zeit)!

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Erstaunlich, mal kaum Wind, und das im April!

Bisher hatten wir aber auch schon genug, eine kleine Pause haben wir verdient.

Fährmannssand, gute Aussichten!

Auf dem Deich, Tidehochwasser, Thw, Windstille – die lange Buhne ist erahnbar.

Anderer Tag, anderer Ort, Hetlingen, Tideniedrigwasser, Tnw – Blick über Tideröhricht, freigefallene Buhne, Stader Geest am Horizont.

Hetlingen, Blick über die Deichachse seewärts – da kommt doch was.

Weitergeradelt nach Fährmannssand, Tnw, die Flut ist gestartet, das Wasser läuft auf. Von rechts guckt ein Binnenschiff ins Foto.

Kurze Zeit später – Massengutfrachter Erikoussa, 225 x 32 m, TG 8 m, einer von den kleineren.

Der da von Stade die Elbe hochfährt, ist MSC Jeongmin, ein Containerfrachter.

Nun vor der Lühemündung, 300 x 48, TG 13 m.

Der Frachter ist mal gut voll! Ob das für die Zustellung der Ostergeschenke zeitlich noch reicht?

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Ein charakteristisches Frühlingsmerkmal – längere Tagesdauer, mehr Licht, vielleicht Sonne, zunehmend höher stehend – zeigt sich in Gräben, Stillgewässern.

Beispielgraben Holm – Hetlingen, reichlich Licht, reichlich Nährstoffe, noch keine Konkurrenz von höheren Pflanzen – Algen nutzen ihre Chance.

Schnell ist alles überwachsen, dreidimensionaler, artenarmer Schmier. Von Amphibien, -Eiern, -Larven, die von dieser Biomasse profitieren, ist in den letzten Jahren fast nichts zu sehen.

Mit der Zeit, bei geringem Wind, treiben die Algenwatten auf und bedecken die Wasseroberfläche. Blaualgen kommen hinzu.

Das mit den Amphibien, gelegentlich Paare auf Laichwanderung anderswo gesehen, kommt uns komisch vor. Zum einen leiden die Kröten unter massiv auftretenden Krankheiten. Zum anderen sahen wir an früher gut besuchten Laichplätzen in jüngeren Jahren ein Stockentenverhalten, das nach Totalfraß der Larven aussah. Anfangs meinten wir uns zu irren, inzwischen scheint sich die damalige Vermutung wohl zu bestätigen. – Wir werden weiter ein Auge drauf haben.

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Schnell sind die wenigen Tage verflogen, die Abreise steht bevor.

Wir empfanden Berlin als wieder Touristen-gefüllter nach zwei Jahren Corona, optisch auffällig vor allem durch geführte Stadtwanderungen und Radtouren junger Menschen. Fast fürchten wir Fülle und Zustände, die sich durch hemmungslose Tourismus-Werbung zuvor in unseren Großstädten darstellten. Manchmal ist weniger mehr – auch wenn einige den Hals nie voll genug bekommen können.

Der Abreise-Sonntagmorgen zeigte sich allerdings menschenleer – zunächst.

Das fängt ja gut an.

Andere sind, luftig, noch früher unterwegs als wir.

Warten auf die Tram? – Nein, auf den Ersatz-Busverkehr. – Baustellen, allüberall.

Da kammer nich` meckern! Pünktlicher Bus, zügige Fahrt. Hier vorbei an der Mauergedenkstätte.

Und schon am Hauptbahnhof angekommen.

Uuuuups, ist ja doch voll ! ? !

Gedanken an die Anreise flackern auf … – Zum Glück handelt es sich bei dem Knäuel Menschen im Wesentlichen um Wartende auf einen Flixtrain. (Der kommt dann auch noch.)

Unser ICE kommt pünktlich – alles prima.

Das Wetter zeigt sich abwechslungsreich – April halt.

Es ist auch Sonne dabei …

Und schon fahren wir nach Altona ein. – Oha – welches der Wetter, rechts Sonne, links Wolkenbruch, erwartet uns denn weiterhin?

Hmmmhhh …

Zum Glück ist der Weg zur S-Bahn ja überdacht …

In Wedel angekommen, rechts der Mühlenteich. Vor dem nächsten Schauer verschwinden wir im Restaurant.

Nach gutem Essen und Trinken haben wir Glück, legen den kleinen Fußweg (kein Schnee, kein Taxi erforderlich) zurück – froh, dass die Rückfahrt für die Erlebnisse der Hinfahrt entschädigte.

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Der Sonnenaufgang des Folgetages liess sich nicht lumpen.

Hatten wir den – sichtbar – überhaupt erwarten dürfen?

Die zunehmende Wolkendecke kann dem Horizont noch nichts anhaben.

Jetzt ist es wohl soweit.

Gute Stimmung – immerhin soll es nach Ansage trocken bleiben.

Der Morgen schreitet voran – illuster in Grau, mit Nebelkrähe vor Kran.

Bunte Danziger Straße von oben – jede Himmelsrichtung hat ihre eingene Erscheinung an diesem Morgen.

Nach Süden, wetterwendisch – wir fahren ins Brandenburgische.

Dort pfeift ein eisiger Wind – Birke mit Misteln wird ordentlich geschüttelt.

Großflächig Agrar – Winderosion vorprogrammiert.

Schön sieht das aus – es gilt aber Mund, Nase und Augen vor Mutter Boden zu schützen, fliegt als Luft-Plankton erheblich umher.

Blick in die Landschaft, geschützt durch Büsche.

Und da sind sie ja, Findlinge.

Die „Märkische Eiszeitstraße“ berichtet umfangreich über die Herkunft der Steine und das Geschehen nach den Eiszeiten. Dazu gehört auch neben so Großem wie Findlingen die Existenz teils kiesreicher Sander. Wie hier sind alle Steinfraktionen intensiv baulich genutzt worden – in allen Bundesländern des Norddeutschen Tieflands und anderswo. Den Fliessgewässern ist natürliches Freispülen und Bewegen von Steinfraktionen durch Ausbau und harte Unterhaltung weitgehend ausgetrieben worden – wie überall ringsum. Kein Wunder, dass sich viele Mitmenschen „den Kiesbach“ kaum mehr vorstellen können.

Unser Ziel war ein Reiterhof. – Schwein muss der Mensch haben!

 

Voltigiergruppen übten, Sportkunst auf bewegtem Pferd – beeindruckend!

Kreuz und Windrad – wechselnde Bedeutung über die Zeiten.

Zurück ging`s unter anderem vorbei an – durch das Findlinge finden noch stärker ins Auge fallenden – Feldsteinkirchen. Allüberall Zeugen der steinigen Eiszeittransporte.

Wieder in Berlin begegnen wir Störtebeker – in einem ausgezeichneten Thai-Restaurant.

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