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Archive for April 2022

Anfahrt über Hetlingen, die überschwemmten Marschwiesen fallen frei, der Wasserstand in abgestauten Gräben sinkt.

Nebenbei gesehen: Wie allüberall ist „sauberes“ Rasenmähen wichtiger als das Wohl des Großgrüns, Rinde kaputt.

Die Algenwatten in den Marschgräben wechseln, trocknend, zu papierartiger Konsistenz – Löwenzahn nebendran.

Die frei fallenden, überschwemmten Marschwiesen werden von im Schlamm schnoddernden Vögeln, hier: Brandganspaar, besucht.

Auf dem Elbdeich Hetlingen, Schafe, Reet-Treibselhaufen, auf den noch freien Tideröhrichtflächen blüht es gelb.

Sumpfdotterblumenpracht im feuchten Deichvorland.

Der Tideauwald grünt.

Tideniedrigwasser – gegenüber Niedersachsens Marsch, das Alte Land, Windräder auf der Stader Geest.

Vorbei geht`s an der NABU Vogelstation – die Nonnengänse sind noch hier.

Vom Deichvorland her gesellen sich mehr dazu.

Fährmannssand – rauf auf`n Deich.

Mal was Kleines, ein Binnenschiff zieht auf der Elbe, Tnw, seewärts – davor im Grün: Gelb.

Auch hier, Blick links auf den kleinen Tideauwald neben dem Hamburger Yachthafen, rechts hinten Elbinsel Hanskalbsand: vorn Sumpfdotterblumen.

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Während nach längerer Sonnenphase ohne Niederschlag die Abflüsse der Bäche Richtung Niedrigwasser tendieren und die Marschwiesen abtrocknen, halten die Moore das Wasser stärker.

Stillgewässer im Butterbargsmoor – hier werden Brutvögel vom Wasser geschützt ihre Jungen aufziehen können.

Och, das sind ja Kanadagänse, noch dazu zeigen die fast Dressurverhalten. Da kann der eine oder andere Hecht beim Jungvolk gern seiner Aufsichtspflicht nachkommen.

In der Wedeler Marsch werden Regenwürmer, Insekten und Amphibien dezimiert – der Storchennachwuchs will wachsen.

Keine Panik, Storch! – ? Was für eine Panik ?

Begegnung querab Hetlinger Heuhafen – der Graureiher meint, sich ungesehen verdrücken zu können.

Im Tiefgeschoss, am Marschgraben, guckt er …

… und guckt …

… und guckt … – Hallo, ich bin auf der Straße, werde mich hier weiterbewegen.

Schliesslich fliegt er auf, …

… um sich auf der anderen Grabenseite niederzulassen.

Dabei blieb es allerdings nicht, da vom Deich her ein Ungetüm von Trecker mit Muldenkipper voller Treibsel bis hin zu dicken Baumstämmen röhrend und rumpelnd nahte. Das war dem Reiher dann doch zuviel (mir fast auch, nahezu kein Straßenraum blieb für den schwächeren Verkehrsteilnehmer). Der Reiher flog protestierend Richtung Marschwiesen ab.

Aufs Ende voriger Woche zurückblickend, Kiebitzfest noch voraus – an der NABU Vogelstation laufen die Vorbereitungen, die Marschwiesen noch voller Nonnengänse.

Wann die wohl ihre Brutgebiete aufsuchen werden?

Nein, kein Kiebitz – Austernfischer sind hier auch (fast) immer zu bewundern.

Da hat doch wieder wer die Nonnengänse aufgeschreckt!

Wie bekannt: Die kriegen sich meist schnell wieder ein, landen nahebei.

Nach Ostern wurden erste Schafgruppen mit Lämmern auf den Deich gelassen. Angesichts später Ostern sind die meisten Lämmer schon recht groß.

Am Deich, weiss belebt – was wie ein Familien-Idyll aussieht …

… ist bei Sonnenschein oft gekoppelt mit der Suche nach – ansonsten hier nicht vorhandenem – Schatten.

Schatten spenden z.B. Bäume, hier eine Eiche – sehe ich da Urban Art, einen Fisch?

Ogottogott! – Andere sehen da vielleicht anderes, Gewässerschutzbildung lässt mich nicht los.

Lichter Schatten im Wald – Frühlingswald im Wandel, jedes Jahr wieder ein Genuss.

Das findet auch der Kleiber.

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Oder müsste die Überschrift heissen „Blumen und Bäume“?

Vor dem Elbdeich nutzt die Sumpfdotterblume im Feuchten die Zeit vor Austrieb des Reets – fettes Gelb und Grün in noch etwas farbloser Landschaft.

Die Frühblüher wechseln sich ab, die Bäume scheinen auch dieses Jahr früher mit Blüten und Blättern zu starten.

Zwischen den Deichen und binnenlands nimmt das Gänseblümchen Flächen, die es bekommen kann.

Entlang Knicks ersetzt das Weiss der Sternmiere das des Buschwindröschens.

Nebendran findet sich ein Büschel etwas zu spät gekommenen Scharbockskrauts – anderswo längst verblüht.

In Wald und Forst blühen Veilchen an geeigneten Standorten, Buschwindröschenblätter nebendran.

Der Blick nach oben zeigt, von manchen als Blattaustrieb angesehen, den massenhaften Blütenstand von Bäumen. Da Volumen- schwerer als Flächen-, schwerer als Längenberechnung zu sein scheint, wird die Bedeutung der Bäume als Blütenanbieter von vielen Menschen extrem unterschätzt (das gilt – 3. Dimension – ebenso für reiche Blüher wie die Brombeere). Es soll Fälle geben, wo Bäume (Brombeere als „Gestrüpp“ sowieso!) beseitigt werden, um der Mode „Blühstreifen“ zu frönen. [Nichts gegen Blühstreifen, wenn sie denn richtig organisiert sind – bis hin zum Erhalt von Überwinterungsstadien der allzu malträtierten Insekten. Leider präsentiert die tägliche Praxis anderes.]

Nun aber zu den Bäumen.

Die Spitzahornblüte ist schon weit gediehen.

Blätter nicht mit Blüten zu verwechseln, hier vorher da – früher begeisternder, duftender Maibote, heute wie so vieles weit in den April vorgeschoben: die Traubenkirsche, Prunus padus.

Über Eichen wird noch zu sprechen sein. Diese sieht bereits grün aus – lassen wir offen, ob es Blätter oder Blüten sind.

Klimawandel ! ? – Was ist das denn ? !

Mehr zum Frühling demnächst – dann mit Eindrücken von Vögeln und anderen Tieren.

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Fährmannssand, Kopfweiden und Pappeln schlagen aus.

Nebendran blüht eine beeindruckende Kirsche.

Blick auf die Elbe von der Deichkrone aus – bunte Segel auf dem Wasser.

Das Wochenende nach Ostern hat hier wohl zur ersten Regatta geladen – die vordersten Segler sind vor der Lühemündung angekommen.

Wenn ich in die Internetseiten der Vereine reingucke, warten die meisten mit ihren Regatten noch bis Mitte Mai.

Die zweite Hälfte.

Und am Schluss folgen Begleitboote.

Blick über den Elbdeich Hetlingen – ich hatte mich getäuscht in der Annahme, man werde an der Lühemündung wenden – hier verschwindet der letzte Segler Richtung Stade.

Mal sehen, wie die Saison verläuft – in den vorigen Coronajahren waren etliche Boote an Land geblieben.

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Und an der ländlichen Mühlenau …

… rauschen die Rauschen, es ist eine Pracht. Struktur im Bach, wo vorher durch Ausbau und Unterhaltung „nichts“ mehr war.

Und siehe da …

Mangels Polfilters an der Digicam bringt das Zoomen nicht allzu viel, aber: Gewusel ist sichtbar.

An die 10 Laicher sind aktiv.

Ähnlich wird es wohl, vielleicht noch zunehmend in den nächsten Tagen, an vielen anderen Kiesen aussehen – auch in vielen anderen Bächen, die restauriert wurden.

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2019 wurde – bis auf eine Brücke – Kies an den Pinneberger Pinnaubrücken symbolisch als Otterrastplatz jeweils an allen 4 Ecken per Telebagger eingebracht. Am Hindenburgdamm wurden die bachauf-Seitenschüttungen wegen des benachbarten Pegels flach eingearbeitet. Hier zeigten sich im Anstrom – etwas unerwartet, da im Tidegebiet und bei tiefer als üblichen Tideniedrigwasserständen freifallend – Flussneunaugen-Laichaktivitäten 2021. Noch überraschender: an einer anderen Brücke arbeiteten die Tiere sich solche Gelegenheit selbst aus den geschütteten Kieskegeln heraus.

Mal gucken, was der Hindenburgdamm 2022 zu bieten hat – Blick über die Brücke bei Tideniedrigwasser und mittlerem Abfluss, der Kies sollte sichtbar sein.

Ja, und noch mehr … – schön auch das sich mit fallendem Wasserspiegel ausprägende vom Ufer wegzeigende Strömungsbild der Lenkbuhne.

Da sind die charakteristischen, etwa tellergroßen Kuhlen im Kies, an einer Stelle zu einer m²-großen frei gearbeiteten Fläche zusammengeführt.

Die Digicam ohne Polfilter sieht nicht so viel wie das Auge, gleichwohl: Da unten herrscht eifriges Gewusel.

Was die Kamera bei Ran-Zoomen fast weniger als die Übersicht produziert – der Augenblick sagt, dass da so 15-20 hochaktive Laicher wirken.

Von der Seeve her kenne ich diesen Anblick deutlich unterschiedlich großer Tiere nicht, hier wohl kleinere Männchen mit großen Weibchen.

Das ist kein alltägliches Erlebnis – kaum können sich die Betrachter losreissen …

Wir wollen aber noch weiter, ins Ländliche, an die Mühlenau, von wo ich bereits ein laichendes Pärchen im Beitrag vom 16. April vorstellte.

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Hetlinger Marsch, zwischen den Deichen – und weiter scheint die Sonne, Kühle der Nacht am Boden und am Himmel, Trockenheit.

Im Beitrag vom 13. April hatte ich noch geraten, das Schachblumenbarometer zu verfolgen, da die Schachblumenwiesen in Hetlingen, Elbmarsch SH, keine Aktivität dieser besonderen Art erkennen liessen.

Das hat sich nun geändert.

Eine Schachblumenwiese – ganz anderer Eindruck als vor 10 Tagen.

Nun sind sie da, die Blüten, nicht zu übersehen.

Damit am kommenden Sonntag, beim Schachblumenfest „light“, nichts schiefgeht, hat der Flächenpächter zusätzlich zu früheren Lenkungen informative Erläuterungen geschrieben.

Ist schon schick, 2 verschiedenfarbige als Beispiel.

Und nochmal 3 „normal“.

Die ganze Wiese ist gut bestückt, hier ein winziger Ausschnitt im Detail.

Es lohnt also die Anfahrt – am besten per Rad …      🙂

Um Beachten der Hinweise wird gebeten – wir wollen die Schachblumen schliesslich auch in kommenden Jahren geniessen.

Und wer noch Lust hat, radelt weiter zur NABU Vogelstation (oder kommt bereits von dort).

Dort findet das Kiebitzfest statt, mit sehr viel mehr als Kiebitzen.

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Aaaah, Alpenvorland und dahinter – die Alpen!

Und da, Bergziegen!

PLOPP – Och nö! Wieder im Norddeutschen Tiefland aufgewacht – das sind Kamerunschafe, gern hier und da als Landschaftspfleger genutzt – wenn wo aber auch alles abgefressen werden soll.

Norddeutsches Tiefland, also – machen wir das Beste draus. Ob bei Sturm …

… oder bei Windstille, hier: Tidehochwasser (hinten: nein, wieder nicht die Alpen, die Harburger Berge versperren die Aussicht drauf) …

… oder wie hier, Sandstrand Wedel, Windstille, Tideniedrigwasser.

Blick auf die Südwestecke der Schulauer Hafenmole – Ostwind, wenig Oberwasser und die vorige Elbvertiefung mit weiterer Verbreiterung zeigen Wirkung.

In solch Situation liegt das Tideniedrigwasser gern mal 1 m unter Normal, wo bleibt da die „Handbreit Wasser unterm Kiel“? Steil fällt die Wassertiefe vor dem Watt zum seeschifftiefen Fahrwasser ab. Fast würde es nicht wundern, wenn die äussere Hafengrenze plötzlich weg wäre.

Aber das sind nur so Gedanken … – Konzentrieren wir uns auf Wesentliches, hier: singuläre Strömungsspuren im Sand.

Bald soll hier Urlaubsfreude aufkommen. Das Hotel ist weiter im Bau.

 

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Wedel, hinter blühender Kirsche grünt eine Traubenkirsche, bereitet die weisse Blütenpracht vor.

Hamburg, Natur und Technik – blühender Ahorn, Kran.

Der Berliner Besuch fährt ab.

Bei uns herrscht bei sonnigem Wetter kühl unterlegter Ostwind – das Eichhörnchen hält sich im Windschatten auf. Offenbar ist es im Schatten angenehmer als im Zugigen.

Ruhen ist angesagt.

Aber nicht für uns – hin zur Elbe, vorbei an Kopfweiden in der Marsch.

Da flattern schwarze Gesellen.

Genaueres Hinsehen zeigt mehr Grau, Dohlen – dahinter zwei Sturmmöwen.

Fährmannssand – da kommt „Mein Schiff 6“ um die Ecke – eigentlich „geht es“, fährt seewärts.

Da kommt noch mehr – insgesamt 295 m, bei 42 Breite und 8 m Tiefgang.

Also, mein Schiff ist diese Sorte Schiff nicht. Zwar sieht es noch ein Bisschen danach aus, aber die Anklänge an die Riesenkeksboxen, Menschen in Intensivhaltung, sind doch erheblich. Aus den Schloten kommt auch nichts Vielversprechendes …

Seewärts (nach rechts), die kleine Möwe und das kleine Schiff im Hintergrund fliegen bzw. fahren nicht nach Helgoland.

Querab vom Hetlinger Heuhafen steht ein aufmerksamer Graureiher im leergelaufenen Marschgraben, Tnw.

Den vielen Brassengrablöchern im Schlick nach zu urteilen, hält sich hier bei höheren Tidestand eine ganze Menge Fisch auf – der Reiher weiss Bescheid.

Vor Hetlingen blüht weiter Scharbockskraut in dichtem Teppich.

Anderer Ort, anderer Deich – in Wedel, Elbdeich nahe dem Hafen, ist das Scharbockskraut-Gelb dem des Löwenzahns gewichen.

 

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Während wir Menschen unseren familiären österlichen Aktivitäten nachgehen, ist die Vogelwelt frühlingshaft beschäftigt. So eifrig wie einige Fluglinien bedient werden, wird da offenbar die erste Brut gefüttert. Eine wesentliche Lücke im Gesangsspektrum ist inzwischen von Möchsgrasmücken gefüllt worden – super, waren sehnlichst erwartet worden. Ganz begeistert klettern und springen sie im neuen Grün insbesondere des Pfaffenhütchens umher. Das hat sicher seinen Grund.

Die Vogeltränke ist ebenfalls gern besucht. Auch als Minibad wird sie genutzt – und wie.

Amseln, hier der Hahn, schmeissen mit dem kostbaren Nass nur so um sich.

Sie können sich drauf verlassen, dass zügig nachgefüllt wird.

Das Weibchen steht auch schon auf dem Sprung.

Interessant zu erleben ist, dass es offenbar allgemein bevorzugte Badezeiten gibt, früher Nachmittag und Spätnachmittag bieten Abwechslung für Beobachter. Da können Spatzen, Kohl- und Blaumeisen sowie Rotkehlchen (um nur die häufigsten Arten zu nennen) gar nicht abwarten, bis die Amseln fertig sind. Aufdringlich stürzen sie sich zum Bad, so dass die Bade-Amseln zusehen, das Nass zu verlassen.

In länger trockenen Zeiten findet auch das eine oder andere Eichhörnchen den Weg zur Tränke.

Offener Boden, ob organisch, Sand, Staub, ist ebenfalls gern aufgesuchtes Badequartier.

Da wird das Gefieder ordentlich geputzt und gerichtet.

… bis Zufriedenheit das Bild bestimmt.

Wenn so richtig staub-, gar Organik-gebadet wurde, wird anschliessend schonmal das Wasserbad genutzt.

Das wird dann als Gebüschberegnung verwendet und neu aufgefüllt. Nachschütten würde dem Ereignis nicht gerecht.

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