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Archive for 21. Juni 2022

Städtebesuche sind ja was Feines. Und Dresden, mit seiner Lage an der Elbe und dem in vielen Strecken bequemen und interessanten Elberadweg, bietet neben „Stadt“ allerlei Abwechslung nebendran.

Nach vielen Besuchen Dresdens bemerkten wir, wie ebenfalls ultraspät in Wernigerode, Ostharz, dass da großes Grün vorhanden ist, das (nicht nur) einen Besuch lohnt: Der Große Garten.

In Leipzig passiert einem sowas nicht so leicht, da bereits kurze Radstrecken in den Leipziger Auwald führen. Die Themen Büsche, Bäume, Wald, Biodiversität, Nachhaltigkeit, Klima sowie Anpassung an den Klimawandel treten in Leipzig geradezu zwangsläufig an Besucher heran.

Nun also Dresden. Bei unserem vorigen Besuch hatten wir beim Durchradeln des Großen Garten unser Defizit bemerkt (oha, das war 2017, die Zeit läuft). Weiteres Kennenlernen war vorprogrammiert.

Bewegtes Geschehen am Himmel.

Unten, Blick auf Grün – der westliche Promenadenring.

GroßGrün, klein neben Hochhäusern, Richtung Bahnhof.

Grün, flächig, obenauf – Dachbegrünung hier seit Jahren bewährt. Das Thema ist in seiner Umsetzung allzu vernachlässigt, steht jetzt um so mehr an.

Wir radeln zum Großen Garten, entlang Zoo, kommen zum Carolasee im Südosten.

Ruhendes Geflügel – der Graureiher versucht, als Salzsäule unentdeckt zu bleiben.

Nebendran, auf Sturzgeäst, putzt sich ein Grünfüßiges Teichhuhn.

Der Reiher fühlt sich ertappt, muss doch mal gucken.

… und geht wieder in den Salzsäulezustand über. Komische Sache, das – von anderswo nicht bekannt, hier offenbar bewährt.

Beeindruckende Altbäume prägen solch alte Parks. Die Artenvielfalt ist überwältigend.

Große Wiesen warten auf Mahd. Im Hintergrund darf ein Altbaum, tot, weiter altern – wie bekannt (oder leider eben immer noch nicht): im alten Totholz wimmelt es von ansonsten durch Sauberkeitswahn bedrohten Lebewesen.

Durchblick auf Wiese – zwischen AltEiche und AltBuche hindurch.

AltEiche in der Totale.

Beim Durchradeln durch die wechselvollen Eindrücke erfährt man im wahrsten Sinn des Wortes Kleinklima – und seinen Wandel, abhängig vom Bewuchs und seiner bunten Staffelung.

Am Rand zum Straßenraum – trocken! – Wo langzeitig zu wenig Regen fällt, kommt die Idee des Speicherns in Randbereiche …

Wo nix is` ….

Um so mehr gilt es, Boden und Landschaft zu kühlen, vor Überheizen und verstärktem Austrocknen zu schützen.

Und noch eine AltEiche, daneben ein stehengelassener Stamm – immerhin.

Vielfalt, Vielfältigkeit.

Möge sie stärker wertgeschätzt werden. Ein mehrhundertjähriger Baum, auch als Totholz, hat noch Jahrzehnte, wenn nicht -hunderte zu bieten. (Beachte: Auch das Wort „Verkehrssicherungspflicht“ [es kreischt die Säge, folgt der Shredder / Mulcher] hat nur in Grenzen seine Berechtigung.)

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