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Archive for the ‘Klima’ Category

Aufgrund der Wetterlage schiebe ich diesen Kurzbeitrag zwischen die Berichterstattung meiner Hin-und-weg-Reise zum Bodelachs.

Gestern Abend, draussen gucken, wo das schlagende Geräusch, mal Klack, mal Klong, herkommt.

Gestern, Donnerstag Abend: Zwischenhoch zwischen Sturmtief Ylenia und Orkantief Zeynep – der Himmel klar, beeindruckender Mond.

Hoffen wir mal, dass das angesichts des angesagten Orkantiefs kein „bad moon rising“ ist!

Die Ursachen des Klack und Klong konnte ich nicht orten – es klackte und klongte überall mal, ringsum.

Demnächst geht`s weiter – mit dem Bodelachs.

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Über das Januarwetter in Schleswig-Holstein berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD), dass es wieder wärmer als früher war – fünftwärmster Januar – und die Niederschläge ein Viertel unter normal lagen. Die Sonne, man glaubt es kaum, schien laut DWD statt im Mittel 39 dieses Jahr 45 Stunden (wohl daher meine sonnigen Radelberichte?).

Auch zum Februar gibt es am 10. etwas zu berichten, nämlich dass die gesamte Februar-Regenmenge bereits gefallen ist, bei meist stürmischem Wind.

Inzwischen sinken die Pegel der Gewässer wieder (teils ein Bisschen, teils mehr), ringsum sieht es aber im Vergleich zu den Vorjahren ungewohnt aus.

Sturmwetter, rasche Wolkenwechsel – der Radler nutzt seine Chance.

Abzweigung Sauerbeckweg von der B 431: Nasse Wiese.

Auf dem Holmer Berg – Zeugen jüngerer Vergangenheit.

Spiegelnd …

Nasse Schafwiese hinter dem alten Deich, Holm.

Hoch eingestaut, Marschgraben Lanner – frisch unterhalten, Schlamm und sicherlich etliches an „Biomasse“ liegt am Wiesenrand.

Nasse Wiese, Hetlinger Hinterdeich.

(Nicht nur) diese Gänse mögen das.

Vor dem alten Deich, Hetlingen – Sturm auf nasser Wiese.

Blick Giesensand.

Elbe-Hauptdeich – Sturm, Treibsel, bereits zusammengeschoben.

Sturmwetter im Gegenlicht – wer da unten, am dunklen Ende …

Raue Elbe – die Ebbe steht gegen den Nordwestwind.

Zum Dunklen im vorletzten Foto – hier auf der anderen Elbseite scheint die Sonne. Einzelne Deichwanderer geniessen es.

Die andere Seite, nochmal – hier Sonnenspiegelung, dort Regen in Niedersachsen.

Querab NABU-Vogelstation – hinterm Deich Sturm auf Marschwiesenmäander und Hinterdeichgraben.

Reflektionswellen stellen sich auf – etwas weiter rechts endet der Hinterdeichgraben.

Äsende Gruppe Nonnengänse – die Vogelgrippe hat dieses Jahr heftig gewütet. Seeadler, Marder und andere hatten viel aufzuräumen (einsammelnde Menschen auch).

Deichvorland Fährmanssand – Sturmwetter, Treibsel und neuer -Flutsaum.

Raue Elbe – Blick zur Lühemündung.

Trocken komme ich zu Hause an. (Nur zum Trost: Das ist nicht immer so. Wetter-Radar, eigene Einschätzung und die Realität stimmen nicht immer überein, schlagen doch immer wieder einmal nass zu.)

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Wir befinden uns im Norddeutschen Tiefland.

Da kommen auch nach Jahrzehnten von Information über Fliessgewässerlebensräume und beeindruckenden Lebenszeichen nach selbst kleinstem Restaurieren von Bächen und kleinen Flüssen Fragen auf – grundlegende, immer wieder (teils als eher anklagende Aussagen, das könne nun ja gar nicht sein!).

Manches beantwortet noch halbwegs vorhandene Natur selbst, oft genug nur an kleinen Punkten und zu besonderen Zeiten erkennbar – beim Ansehen, z.B. über das Wirken von Hydraulik und Hydrodynamik. Ein Beispiel dafür und ein wenig Fachinformation zu Zeigerorganismen folgt hier.

Kleiner Waldbach im Norddeutschen Tiefland, Kreis SE, mäandrierend.

Aufgrund erforderlichen Entwässerns aufwärts gelegener Flächen schneidet er unnatürlich tief ins Gelände ein. Regelhaftes Entfernen von Strömungshindernissen wie Totholz und Laub haben die Sohle einförmig werden lassen, halten sie so.

Wie so ein Bach auf Moräne seine Sohlstruktur ausprägte, haben Altmüller und Dettmer 1996 eindrücklich dokumentiert. Auch bis heute vorhandene Probleme aufgrund menschlichen Umgangs werden von den Autoren aufgezeigt, Möglichkeiten zur Verbesserung werden dargestellt. Der Link weist zum Download der Arbeit.

Der auf Moräne entstehende, beschriebene Kiesgrund, der heutzutage durch den Menschen nahezu überall entfernt wurde, ist bei Restaurierungen / Renaturierungen dem Gewässer also zurückzugeben.

Mäander entwickeln sich einerseits je nach Umfeld variabel, im Grundsatz aber, was Breite, Länge, Ausprägung der Sohle betrifft, gleichartig. – Vorn erkennt man die durch frühere, harte Unterhaltung entstandene Überbreite, die die Sohlstruktur weiter verschlechterte.

„Der spricht immer von der Forelle! Die Forelle lebt im Gebirge – als aus dem Mittelgebirge Stammender will der einen „Heimat-Zoo“ hier aufmachen!“

Die Antwort hierauf geben Überlegungen zur breit bekannten „Längszonierung von Fliessgewässern“ – von der kleinsten Quelle bis zur Mündung großer Flüsse ins Meer bieten unterschiedliche Umfeldbedingungen unterschiedlichen Lebensgemeinschaften ihre jeweilige Existenzgrundlage. „Oben“ geht es mit einer fischfreien Zone los – es folgt die Forellenregion.

Wesentlicher Faktor – und das wird erstaunlicher Weise allgemein übersehen bzw. vergessen – ist die Wassertemperatur. Wichtig für die Forellenregion ist nicht eine Geländehöhe, sondern Sommerkühle. Die ist nah zu Quellen, wo das Wasser bei relativ gleichbleibender Temperatur ganzjährig aus dem Boden tritt, gegeben – also auch überall im norddeutschen Tiefland. Wo Grundwasser auch im weiteren Verlauf ins Gewässer eintritt, verlängert sich die sommerkühle Situation entsprechend.

Der Fischartenatlas online zeigt bei Eingabe von „Forelle“ die in Deutschland vorkommenden 3 Formen, von der Bachforelle zu den Wanderformen See- und Meerforelle. Für Laien überraschend, aber mit obiger Temperaturinformation verknüpft: Die flächenbezogen (dargestellt bezogen auf topografische Karten) häufigste Fischart in Deutschland ist … – die (Bach-)Forelle.

Wie kann das sein?

Denken wir an die allüberall vorhandenen (vielleicht verrohrt, unsichtbar?) kleinen Quellbäche, die letztlich die großen Flüsse speisen. Hat nicht jede menschliche Siedlung ihren Bach, oft genug mehrere Bäche? Wo sie ihre Sommerkühle durch natürlicherweise vorhandenen Halbschatten durch Baumbestand bewahren durften, weisen sie die Forellenregion auf [es sei denn, andere Störfaktoren verhinderten dies]. So mündet mancher Bach und kleiner Fluss – von oben bis unten Forellenregion – z.B. in die Brassen- oder gar Brackwasserregion der Elbe . Das können im Einzelfall – auch im Norddeutschen Tiefland Bäche bzw. kleine Flüsse von mehreren 10er km Länge sein.

Zurück zum oben gezeigten Waldbach: Ein kleiner, mündungsnaher Zulauf  verdeutlicht die von Altmüller & Dettmer (1996) beschriebene Entwicklung real.

Kiesgrund, aus Moräne vom fliessenden Wasser freipräpariert.

Wald und Bach sowie der bereits trocken gefallene Nebenbach können angesichts des mündungsnah tief eingeschnittenen Profils durch Anheben der Sohle mit Kiesrauschen gestützt werden.

Das würde die mit belassenem Totholz in der mittleren Waldpartie bereits in Gang gesetzte Wiederentwicklung eines naturnäheren Bodenwasserhaushalts unterstützen.

Das Ziel ist klar. Auch 2022 wird bachab Begonnenes fortgesetzt.

Die im Herbst 2021 eingebrachten Rauschen sind „wie üblich“ sofort, in diesem Fall von Bachforellen, belaicht worden.

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Tags zuvor war es schon stürmisch genug. Spätnachmittageindruck im Wedeler Autal: ein Regentag wechselt auf Sonne in der Nacht (ach nee …, klaren Himmel), jedenfalls einen sonnigen Folgetag.

Für Sonnabend und Sonntag ist mit Orkanböen zu rechnen – also davor schnell noch eine Elbe-Runde drehen.

Holmer Berg, Blick gen Hetlingen – die Baumschnitt-Saison zeigt allüberall ihre Folgen.

Die Morgensonne wirft jenseits des alten Deichs Schatten (wenn man darüber nachdenkt – so ein kleiner Deich bis in die zweite Hälfte der 1970er …).

Runter vom Holmer Berg – der im vorigen Beitrag überfroren gezeigte Lanner wird vom Nordwest aufgemischt.

Vorjahresröhricht in steifer Brise.

Auch die überstaute Wiese vor Hetlingens altem Deich – windgeraut.

In quer zum Wind liegenden Seitengräben gefällt es einem Höckerschwanpaar.

Hunderte Sturmmöwen bevölkern, in sicherer Entfernung?, eine Nasswiese vor Giesensand.

Aufgeflogen – für Sturmmöwen wohl doch keine sichere Entfernung?

Es wird laut, die Sturmmöwen bekommen Gesellschaft. Abertausende Nonnengänse kommen, hinterm Horizont aufgeflogen, hinzu.

Wie Heuschrecken …

Der Riesenschwarm Nonnengänse kommt näher, nach und nach landen die Vögel dort, von wo die Sturmmöwen aufbrachen.

Auf dem Hetlinger Elbdeich, leicht erhöhtes Elbe-Thw steht am Deichfuß.

Aufgrund fehlenden nennenswerten Eisgangs bisher steht im Vorland noch ein reicher Treibsel-Pool.

Kleine Partien, kürzlich im Blog bereits gezeigt, weisen noch vollständige Stängel auf.

Fährmannssand, leichtes Thw mit Gänsepaar.

Der Wind raut die Elbe auf, Wellen überschlagen sich. Zu Hause am PC bestätigt sich die Vermutung: der Ebbstrom hat eingesetzt, Gischt aufgrund des „Kampfs“ zwischen gegeneinanderstehender Tide und Windrichtung.

Das Sperrwerk Wedeler Au hat die Fluttore geschlossen.

Hinterm Deich – die Binnenelbe liegt ruhig, als wäre nix los.

Elbdeich am Sandstrand Wedel, Blick zum Schulauer Hafen.

Die Westmole des Schulauer Hafens weist aufgrund des leicht erhöhten Flutgeschehens fast „Land unter“ aus – im Hintergrund der Anleger „Willkommhöft“.

Die durch die Westmole geschützte Ostmole bietet Neugierigen einen Schau-Platz.

Nicht auf den Fotos zu sehen: selbstverständlich versuchen sich in solcher Situation regelhaft auch Interessierte an der Westmole. Dort peitschte der Wind aber unregelmäßig bis zu 1,5 m hohe Wasserwände hoch. – Schnell waren die Interessierten verschwunden . . .    🙂

Ich dann auch.

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Nein, es ist nicht der hier im Blog über die Jahre oft beschriebene „orange Blitz“, der im Vorbeifahren ins Auge sticht. Etwa 2 Wochen nach Glyphosat-Einsatz färbt sich alles behandelte Grün schlagartig orange, um dann Richtung ockerbraun zu verwelken. Sowas – möge es durch Handeln der Politik endlich ein historisches Ende nehmen! – tritt wohl in etwa 2 Monaten wieder auf.

Wer dazu mehr lesen möchte, findet eine aktuelle Zusammenstellung im „Pestizidatlas 2022“, z.B. hier.

Diesmal liegt es an jahreszeitlich veränderter Radtour, die Orange in Sicht bringt, vor fast genau 3 Jahren hier beschrieben.

Orange in Sicht.

Baumschulgelände mit Lärchen.

Gegenwärtig wird viel über „neue Arten“ im Forst gesprochen, werden Experimente aller Orten gestartet. – Wenn „neue Arten“ in den jüngeren Jahrzehnten auftauchten und sich spontan massenhaft vermehrten, führte das zu den Begriffen „Neozooen, Neophyten“, die es im Zweifelsfall zu bekämpfen gilt.

Wieso also Exoten für künftige „Klimawälder“ erfinden, wenn doch jede Menge Baumarten die Zeitenwechsel hier erprobt haben (der Link gibt ein zufälliges Ergebnis aus Innsbruck – ok, nicht gerade das Ndt. Tiefland. Es dürfte hier aber eine entsprechende Artenliste gelten)?

Ganz generell ist festzustellen, dass die Meinungsführerschaft in Deutschland im Fall großer Baumansammlungen / -vorkommen nach wie vor Richtung Forst, d.h. Nutzholz, besteht [der Link verweist auf ein Buch eines Autors, dem die heutigen Meinungsführer mit Sicherheit nicht zustimmen]. Biodiversität, Sukzession, Wald als solchen überhaupt akzeptieren, Wald Wald sein lassen, gar Wald-Wildnis, scheint – zumindest den meisten Entscheidern – fremd.

Die Herausforderungen des Klimawandels und der Artenverluste machen ein Umdenken, vor allem aber anderes Handeln erforderlich. Möge das gelingen.

Hier, im waldärmsten Bundesland Schleswig-Holstein ist Anfang Mai Landtagswahl. Ob sie uns zu den genannten Themen voran bringt?

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Die Pegel der umliegenden Bäche weisen erstmals seit Jahren wieder so etwas wie Hochwasser aus, erreichen, überschreiten teils geringfügig die mittlere Hochwassermarke, „MHW“. Inzwischen sinken die Pegel zügig.

Wohl den Städten, die bachauf Überschwemmungswiesen, -flächen erhalten haben und so Schäden weitgehend entgangen sind – nachbarliche Beispiele Pinneberg, Pinnau, und Elmshorn, Krückau.

Da ist – in den „Hauptwerten“ der Pegel – aber immer noch das „HW“ ein ganzes Stück drüber über jetzigem Geschehen. – Und dann ist halt immer bei Menschenwerk wie Statistiken zu sagen, wie weit sich der jeweilige Rahmen des Modells erstreckt, die Aussage gilt. So etwas wie „Ahrtal“ findet über „normale“ Statistiken hinaus, wenn auch seltener, aber real doch statt. – Und, lernen wir was draus? Fast scheint es, als wollten wir der Natur „weiterhin zeigen“, dass der Mensch das realisiert, was er will – leider ist das sehr häufig nicht das, was örtlich – auch für den Menschen – verträglich ist. Das nächste, auch Extrem-, Hochwasser kommt bestimmt.

Zwischendrin macht uns allerdings, wie in den vergangenen Jahren gelernt (?), das Niedrigwasser zu schaffen. Noch haben wir ganz offenbar nicht zur Kenntnis genommen, dass das auf längere Sicht vermutlich das größere Übel sein wird.

Bleiben wir bei Kleinerem, Jetztzeit-Örtlichem am Rand von Wedel, SH.

Wechselnde Wolkenbilder, wechselnde Regenmengen – zwischendrin Gelegenheit, trocken bleibend zu radeln.

Aus vergleichbaren Situationen bekannte Wasserlachen begegnen uns wieder (diese kennen wir durchaus auch doppelt so groß) – wohl all denen, die wissen, ob und wo sich da Schlaglöcher in unsichtbarer Fläche verbergen.

„On top“ – der Tümpel auf der Pferdewiese, in den trockenen Jahren langzeitig trocken, ist bordvoll, die Oberfläche vom Wind aufgeraut. Seitwärts versucht der Maulwurf, seinen Lebensraum im Trockenen zu halten und zu belüften.

Der Haupttümpel hat zur Zeit sogar, seltener Anblick, einen Nachbarn bekommen.

Im Wedeler Autal zeigen Jahreszeit und Wetter, wie die Weiden mit Vieh bestückt sind – tiefer Schlamm auf breiter Fläche.

Hier sind – aus noch nasserer Fläche, zusätzliche Tiere untergekommen. Die Folge: Überbesatz nun auch hier.

Bach, bordvoll, und Auweiden – andernorts.

Was früher gang und gäbe war, Wasserrückhalt in der Fläche, was heute unter dem Stichwort „Anpassung an den Klimawandel“ neu zu vermitteln versucht wird, ist noch lange nicht „angekommen“.

Die Jahrzehnte „freier“ Naturnutzung, Gewässereintiefungen, -begradigungen, Entzug oberflächennahen (und tieferen) Grundwassers zu Beregnungs- und anderen Nutzungszwecken, solch alte Verhaltensweisen sind allzu verwurzelt, als – der Geschwindigkeit des Klimawandels entsprechend – auf vertretbares Maß rückentwickelt zu werden.

Das Zerfahren von Banketten im agrarischen Raum durch „Grüne Berufe“ (die befuhren früher in Winterzeiten ausser bei Frost Boden gar nicht – und das mit viel kleinerem Gerät als heute) gehört im Umfeld Wedels inzwischen zum Alltag. Dass da gelegentlich Gerät im Graben, Boden massenhaft auf Fahrflächen liegt, wen wundert`s?

Hoffen wir auf Lernfähigkeit (?) !

Auch die dunkelsten Wolken ziehen einmal ab. Das sollte den Wechsel des täglichen Geschehens aber nicht vergessen lassen.

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Der „Neujahrsspaziergang“ mit Hamburger Anhang fand am 2. Januar statt. Entsprechend der Summe an Niederschlag in den Vorwochen besuchten wir den abwechslungsreichen Forst Klövensteen (fast könnte man Wald dazu sagen). Wir wollten anderswo nicht im Schlamm versinken.

Unsere Jüngste hatte mit Zentimetermaß ausgestattete Stiefel an …

Was gibt es da spannenderes, als jede Pfütze zu vermessen – sei es in Längs- oder Querprofil.

Die Wedeler Au, fast „Oberkante Unterlippe“.

Die Vermessung der Wedeler Au-Tiefe wurde an zugänglicher Stelle bei cm 14 beendet. 🙂 (Lieber vermeiden, eine unverhoffte Kante zu erwischen – und die Stiefel bei den herrschenden Temperaturen volllaufen zu lassen.)

Und dann weiter zum Großen Fischteich – oh Wunder, er ist Dank der Niederschläge nun doch voll eingestaut, läuft gar ab (nach vorn aus dem Foto)!

Die Flachwasserzone ist überstaut. In Randbereichen tauendes Eis lässt bei Windstille Dies über der Wasserfläche entstehen.

Im östlichen Seeteil diest eine noch größere Rest-Eisfläche.

Moose, hier auf Buchenwurzel, sind ganz offensichtlich begeistert.

Bemooste Sturzbäume neben dem Flachwassergebiet.

Sturzeichenstruktur, innen – aus anderen Beiträgen bekannt – erhält sich offenbar lange, Eiche halt.

Und dann landete der Kormoran – anscheinend auf Stockerpel-Territorium. Jedenfalls mussten 2 erstmal nachsehen.

Andere, auf diesseitigem Ruheplatz, liessen sich nicht beeindrucken.

Der sich – angesichts fehlender Sonne, fehlenden Windes – trocken schüttelnde Kormoran störte sich an den Erpeln gar nicht. Sie hielten dann Abstand.

Ja, voll ist der Große Fischteich, Anfang 2022.

Derweil berichten Förster, dass das Wasserdefizit im Bodenraum unter Wald noch immer nicht vollständig ausgeglichen ist. – Warten wir also noch ein Bisschen.

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Im Beitrag vom 16. Oktober berichtete ich von zwei Strecken der Osterau, die nach Kies riefen. Inzwischen wurden die vorhandenen Kiese am Osterauwanderweg, Wildpark Eekholt, ufernah aufgestockt. Abfluss und Gewässerorganismen können darauf einwirken. Das Ergebnis wird im Frühjahr 2022 zeigen, ob noch mit Menschenhand weiter profiliert werden soll.

Auch an der Osterau Bad Bramstedt hat sich inzwischen etwas getan. Für drei größere Laichbetten wurde, gerade rechtzeitig zur Forellenlaichzeit, ufernah Kies abgeladen, dann mit Bagger in Osterauufer und -sohle eingebracht.

Streckenweise sieht die Osterauaue Bad Bramstedt fast wie „unberührte“ Natur aus – jedenfalls, was oberflächlich titulierender Mensch dafür hält.

Standorttypischer Auwald erhält die erforderlichen Lebensbedingungen standorttypischer „kalt-stenothermer“ = an Sommerkühle angepasster Organismen, stützt unter anderem die Quelltemperatur und mindert die Sommermaximaltemperatur.

Was aussen allerdings durchaus als „Hui!!“ charakterisiert werden kann, ist durch Überbreite und bewegten Sand in der Sohle, strukturlos!, innen eine Wüste („Pfui!“).

Wie hier aus Praxisbeispielen hinreichend bekannt ist, kann solch armer Situation leicht abgeholfen werden – noch dazu, wenn ein befahrbarer Weg nebendran liegt.

Gut geschüttet, gut Bagger-profiliert – Uferschutz und standorttypische Sohlstruktur des Bachs auf Moräne (der Großteil des Kies liegt, nur kenntlich an der Turbulenz, unsichtbar auf dem Grund).

Wie üblich bei erosiver Aussenkurve wurde der Unterwasserkies leicht schräg bachauf gegen die Strömung gelegt („Lenkbuhne„). So hält sich die im Abfliessen geschaffene Turbulenz eher Richtung Mitte, entlastet das Ufer (erkennbar an der Baum-Spiegelung).

Wo denn die Überbreite allzu krass wird, ist der Kies flächig zu sehen. Lebendig stellt sich die vorher hier schlapp und öde fliessende Osterau nun dar.

Das dritte Laichbett wurde zur Entlastung, Diversifizierung einer extrem schiessenden Stelle eingebracht. Entsprechend der besonderen Situation ist die eingesetzt Menge nicht halbwegs erahnbar.

Das alles läuft wie üblich als Experiment, das alle Beteiligten interessiert verfolgen werden.

Leichte Ergänzungen sind bereits verabredet. – Wir sind gespannt auf die Reaktion der Forellen und, nachfolgend, der Neunaugen. Dass es hier demnächst von Wirbellosen auf den neuen Oberflächen sowie im Porenlückenraum nur so wimmeln wird, ist über die Jahre ins Allgemeinwissen übergegangen.   🙂

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Ja, es geht voran. Erstes Testen zeigte, E-Mobil-Fahren kann ich wieder.

So guckte ich auf die Radroutenkarte des Regionalpark Wedeler Au, wo das eigentlich war, als ich, beschrieben am 21. September, „Tanzende Bäume“ im Klövensteen fand. [Radeln ist wohl erst wieder ab Dezember ratsam, „rechtes Schlüsselbein“.]

Das war der Rand zum Hogenmoor. – Also hin, geeigneten Parkplatz finden.

Ich steuerte Waldenau-Datum, Pinneberg, an. Die Adresse „Moorweg“ las sich schon ganz zielführend.

Da die L 103 den Ort vom Moor trennt, bietet sich hier eine Fußgängerbrücke. „Brückenschäden“, na ja, was ich vor 2 Jahrzehnten durch Kontakte in entsprechende Kreise wusste und nicht berichten durfte, ist inzwischen öffentlich. Mehr als 3.000 Brücken wurden durch jahrzehntelanges Verschlunzen in nicht mehr akzeptable Schäden „entwickelt“. Die zunehmende Zahl an Baustellen, Sperrungen, Umleitungen zeigt bei Prioritätsfällen, wie weit wir damit inzwischen sind … Hoffentlich stürzt da nicht zwischendrin was ein, womöglich mit Schaden an Menschen! – Diese Fußgängerbrücke hat bei sachgemäßer Nutzung sicherlich noch ein Bisschen Zeit.

Die L 103, eins dieser typischen Beispiele Stadt und Umland, zweimal täglich dichtes Rasen (oder / und Stehen!) in der rush hour. Ansonsten „nur Rasen“ (stehen auch durchaus Tempobegrenzungsschilder rum).

Im Abgang, ein Angelteich.

Hier lernt man Natur: Erlen besiedeln ihren bevorzugten Raum, das Feuchte.

Angelteich, menschlich: Sitzecke mit lärmender L 103 im Nacken.

Ich biege ab vom Moorweg, bevorzuge bunten Mischwald ringsum.

Scharfes Tiefhalten von Entwässerungsgräben zeigt im Anschnitt entwässerten, geschrumpften Moorboden.

Nicht weit davon ist erkennbar, dass das Moor „weggearbeitet“ ist. Lehmige Moräne ist darunter angeschnitten, ein faustgroßer Stein hat sich herausgelöst.

Ein T – ich entscheide mich „links rum“, es wird eine Runde (mit Zacken) gegen den Uhrzeigersinn.

Mittendrin, ein Waldspielplatz. – Na ja, eigentlich einer, wie er auch mitten in einem städtischen Baugebiet stehen könnte.

Die Waldpartien wechseln stark. Hier eine aufgelichtete Nadelwaldpartie, deren Boden bereits von Laub bedeckt wird.

Hier Nadelwald in früherem Umwandlungsstadium – nach Auflichten übernehmen Kräuter und Büsche, später vermehrt Laubbäume den Boden.

Waldweg-Inflation – wie soll ich mich entscheiden?!

Da ich mit dem Stichwort Hogenmoor gestartet war, entschied ich mich für den hellen Weg geradeaus, entlang der Waldkante. „Hogenmoor“, gefunden.

„Benjeshecke“ – Na ja, entlang unterschiedlich alter Partien ist nicht ein Busch, nicht ein Baum durchgewachsen.

Die dichte Packung Holzreste dient wohl eher als Sperrwall gegen das allzu freizügige, störende Betreten dieser Waldpartie.

Illustre Nadelbaumwurzelstöcke am Wegesrand.

Bunter Laubmischwald, Schwerpunkt Buche.

Und nochmals finde ich mein Stichwort, mit Wappen.

Den professionell hergestellten Holztransportweg meide ich, quere ihn.

… tauche wieder in Mischwald ein.

Richtung Moorwiesen.

Entlang Buchenwald, Birkenallee mit Reitweg, Moorwiesen gehe ich nach Norden.

Da, ein zotteliges Un- / Urtier? Wollhaarnashorn, Bison, „nur“ ein Kaltblut?

Das bedeckte Tier begleitet mich, sieht doch sehr nach Pferd aus.

Solch Lockenschweif und -mähne habe ich lange nicht gesehen!

Auf den Rest – Rückweg durch bunten Mischwald gen Moorweg, Auto.

Dichte Naturverjüngung Nadelwald, dahinter Laubwaldentstehen.

Wieder `n T – wieder links rum.

Gefunden, die bekannte Startbrücke.

Da isses ja, das E-Mobil!

Pünktlich komme ich zu Hause an – die Testfahrt (inkl. Wandern) hat mir gefallen.

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Nochmals, diesmal nachmittags, auf der Geest-Marschbank gesessen.

Die sinkende Sonne und „gut Wind“ boten eine veränderte Situation, als ich sie am 4. November, später Vormittag, beschrieb.

Die „Eingeborenen“, ein Einhorn-Rehbock und zwei Ricken, liessen sich nicht (wesentlich) stören.

(Bock verdeckt) In aller Ruhe ästen sie auf einer Marschwiese nahebei.

Hoch oben kam es herangeschnattert, flog zügig über mich hinweg.

Führungswechsel war angesagt, musste offenbar kommuniziert werden.

Mit der Sonne gegenan sah das entstehende, nicht sehr synchrone Fliegen ziemlich unruhig aus.

Das gab sich mit zunehmend klappendem Führungswechsel.

Bei solch zunehmendem Geschehen, zahlreiche, große Schwärme ziehen hoch über uns hinweg, offenbar nicht rastend in der Wedeler Marsch, scheint der Winter (jedenfalls im Osten) näher zu rücken.

Auch ich ziehe mich in wärmere Gefilde zurück. Hell leuchtet das angestrahlte Geesthang-„Grün“.

Unser Grün, aus dem Wohnzimmer gesehen, sieht aus wie gewünscht. Der Gärtner hat den Hinweis, Laub unter den Büschen liegen zu lassen und nicht durch „Ausblasen und Abschleppen“ Boden und Büsche zu schwächen, aufgenommen und realisiert.

Das ist nicht nur Boden- und Grünschutz, das ist Ökologie „at it`s best“! Die ungeschätzten „Destruenten“ können ihren Beruf ausüben, reichlich Biomasse bilden – und bieten damit unter anderem Vogelfutter en masse.

Der waagerechte Sonnenstand lässt auch unsere Grenz-Hainbuchenhecke (mit gewünschten baumartigen Teilbereichen) strahlen.

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