Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Klima’ Category

Auch zu dieser Tour wurde ich von einem Bach-Enthusiasten an- und abgefahren – besten Dank! (Bin ich nächste Woche wieder selbst am Steuer?)

Wir querten, von unserem Parkplatz kommend, die Krückau und stiegen gen Osten in den Krückauwanderweg ein.

Wittenberger Straße, Elmshorn – wir wählen den Wanderweg Richtung Osten, bachauf.

Der sieht auf online- und auch „echten“ Karten entsprechend der hier geradlinig ausgebauten Krückau recht langweilig aus. Wenn man online nicht über Karten-, sondern über die real-Funktion geht, ist allerdings die Besonderheit zu erkennen: Die Krückau wird von einem, wenn auch schmalen, dreidimensional bewachsenen Randstreifen gesäumt. – Sowas ist an deutschen Fliessgewässern leider immer noch die extreme Ausnahme!

Nach Westen verläuft der Wanderweg entlang sich der dort windenden Krückau, im Krückaupark, Elmshorn. Über den gibt es hier im Blog bereits ein paar Berichte.

Nach einer Weile stellt sich das Grün als öde Weidenstrecke dar. Hierzu kann man sich sicherlich lenkende Pflege denken.

Solch bachnaher Weidenbewuchs auf einem schmalen Randstreifen erschwert bis belästigt heftig, dass der Wasser- / Gewässerpflegeverband seiner Verpflichtung auf einen ungehinderten Abfluss des Gewässers nachkommen kann. Dazu später mehr.

Immerhin gibt es – eine ?, kleine Gruppe von – Schwarzerlen, die hier in Dominanz neben anderen Gehölzen sowohl wassertechnisch als auch ökologisch den Randstreifen verbessern könnten.

„Bunter“, artenreicher und in abwechslungsreicher dreidimensionaler und altersmäßiger Staffelung wird es von der Stelle an, wo ein Weg vom Holsatia e.V. den Krückauwanderweg trifft.

Von hier an bis zum Deutschen Eck, der Mündung der Offenau in die Krückau, hat kürzlich eine fach- und zuständigkeitsübergreifende Begehung stattgefunden, über deren Inhalte und Ergebnisse nach Umsetzung Anfang 2022 zu berichten sein wird.

Einmündung eines Grenzbachs, Elmshorn / Kölln-Reisiek, voraus.

Och nööö!!! – Offensichtlich hart unterhalten. Es bleibt viel zu lernen … [Wieso?! Früher hiess es allüberall in quellnahen Bereichen „Dat issen Grooben!“.]

Weiter geht es, nun auf Kölln-Reisieker Gebiet.

Erinnerung: Hier in Kölln-Reisiek, organisiert vom Heimatverband für den Kreis Pinneberg e.V., endete im Februar 2020 mein Vortragen in Sachen Restaurieren von Bächen und kleinen Flüssen – ja, wieso, in dieser, unserer Zeit?! – Ich hoffe, alle Leserinnen und Leser sind inzwischen vollständig geimpft, gesund und munter! – Ein vorsichtiger, erfolgreich verlaufenern Startversuch des Vortragens gelang dann erst im August 2021 vor fachkundigem, breit orientiertem Publikum im LLUR SH.

Den altersgestaffelten, artenreichen Grünbestand (teils bis zur Wasserlinie zer-)stören Plätze extremer Hunde- (und Menschen-) Erosion.

Wie hier aus Blogbeiträgen bekannt, besonders deutlich von den städtischen Strecken von Pinnau und Mühlenau, Pinneberg, kann dagegen einiges Verbessernde getan werden.

Wir kommen am Deutschen Eck an.

Brücken führen unmittelbar bachauf des Zusammenflusses über Offenau und Krückau.

Krückau-Pegel, dahinter standortfremder Nadelholzbestand. – Wo man auch hinguckt, sind Verbesserungen vorstellbar …

Blick bachab – der Zusammenfluss, links die Krückau, rechts die Offenau – beide überbreit, kanalartig, öde.

Rechtsufrig, beispielhaft für andere Störstellen ist eine Ufer und Weg gefährdende Erosionsstelle erkennbar.

Auf zwischendrin erwähnter Begehung wurde zwischen den Beteiligten verabredet, erforderliche Baumpflege = Entfernen, teils Zurücksetzen von Ufer- und Gewässer-gefährdendem Weiden(partien) zu koppeln mit Anpflanzen von Erlen und Flatterulmen. Zwischendrin werden die Arbeiten genutzt, um dem Bach und seinen Bewohnern Moränenkies punktuell anzubieten.

Das wird ein GroßExperiment, gilt es doch, den beeindruckenden, artenreichen Baumsaum, der sich insbesondere auf Kölln-Reisieker Gebiet befindet, zu erhalten.

Neben den beiden zu pflanzenden Baumarten Erle und Flatterulme werden sich auf freieren Flächen dann von allein andere Arten einfinden. Das vor Ort vorhandene Spektrum ist groß: Eiche, Traubenkirsche, Ulme, Kirsche, Feldahorn, Pfaffenhut, Holunder, Weißdorn – eine sicher nicht vollständige Liste zur Vorstellung des hiesigen Bestands.

Auf dem Rückweg, letztes, breiteres Grün vor der Wittenberger Straße, Elmshorn – beeindruckende alte Weiden.

Rinde in vielen Falten, markant, „vielfältig“ – lichter parkartig entwickelter Auwald.

Wir kommen an der Wittenberger Straße an, nicht mehr weit bis zum Auto.

Das vorstehende Foto werde ich als Start eines kleinen, weiteren Beitrags erneut nutzen.

Im Abgang erinnert mein Blick bachauf daran, dass ich dem Gewässerpflegeverband Krückau einen Sturzbaum melde (ist geschehen).

Read Full Post »

Mein Radius ist – erstmal kein Autofahren, schon gar kein Radeln – wie beschrieben jetzt ein anderer, deutlich kleinerer. Muss ja nicht schlimm sein …

So geht es in kleiner Runde z.B. den Geesthang runter, Blick in die Marsch.

Wedel, Geestrand zur Marsch.

Nach den westlichen hier der östliche Aspekt.

Schöne Aussicht – noch schöner, dass da eine „Sonnenbank“ steht.

Der Herr, der da sitzt, versteht offenbar meine Frage nach „einem Plätzchen“ nicht so recht. Nein, ich möchte kein Gebäck, nur dass er ein Stück rutscht. Corona-Distanz lässt sich mit gutem Willen doch wahren.

„Dann gehe ich eben. Muss ja nicht sein, in Coronazeiten!“ – Bevor er mit seinem Fahrrad von dannen zieht, sehe ich Hochprozentiges in seiner Tasche verschwinden. – Ok, jeder nach seiner Fasson … Mein vorurteilsbelastetes Hirn denkt „Interessant – offenbar ein Ungeimpfter.“.

Es ist recht ruhig am frühen Nachmittag, Rehe wechseln über die Fläche (nicht fotografiert), eine Katze lässt sich, wie ich, die Sonne auf die Nase scheinen.

Gelegentlich wird die Katze von Passanten abgelenkt.

In der Fläche sitzt eine Gruppe Graugänse, ein Entenpaar verschwindet an einem Grabenrand.

In der Sonne, über den Wiesen, über dem Weg Flirrendes gesellt sich zu mir – eine (Heide-?)Libelle.

Menschliche Gesellschaft ergibt sich – ist ja Abstand genug möglich … Das Themenspektrum – auch bei „gebremstem Schaum“ – bewegt sich zwischen Gott und der Welt, selbstverständlich auch Klima mittendrin. Wir wollen und werden, soweit nicht ohnehin stets und ständig, etwas tun.

Einen Sonnenbrand will ich mir aber nicht holen, gehe ein Stück weiter, vorbei an Erntewagen …

… bis ich mich wieder dem herbstbunten Geesthang zuwende und nach Hause strebe.

Tags drauf soll`s mal was anderes sein. Bei Anfahrt per E-Mobil ändern wir – die Sonne kommt nachmittags plötzlich wieder raus – die Richtung. Landesgrenze SH – HH, Elbwanderweg, je nach Vorliebe hoch oben am Hang oder unten längs – oder gemixt, ist unser Ziel. – Der Parkplatz ist gefüllt mit einer unglaublichen Vielzahl an Fahrzeugen, Gerät, Versorgungszelten und mehr, etliche Menschen wuseln zwischen hier oben und dem Elbufer unten herum, auf der Elbe liegt ein Boot – offenbar wird, vermutlich ein Krimi(?), frisch gedreht. – Wir steuern das westliche Ende des Elbhöhenwegs an.

[Der Link beschreibt den östlichen, Hamburger Teil. Nicht weit von unserem Start hat vor Jahren ein Bergfall (sowas kennen wir vom Vejlefjord, DK, da lässt Mensch am Besten Natur geschehen – und seine Finger davon!) einen Teil des Weges „abgeräumt“. Der ist seitdem sicherheitshalber gesperrt. Man kann ja unten längs! – In seinem Wahn will „Mensch“ durchgängig von der Höhe weit gucken. Immerhin wuchs die Erkenntnis, dass ein Moränenhang „lebt“, sich bewegt. So soll offenbar, Wahn über Wahn, ein millionen-teurer, aufgeständerter Höhenweg neu entstehen. – Wir haben`s ja! Haben wir`s? Haben wir noch alle …? – Mögen die Corona-Kredite und ihre Folgelasten in den kommenden Jahren heilsam beim Runterkorrigieren von Wahn helfen!]

Nachmittägliche Novembersonne über der Elbe. Das hat doch was!

Auch wenn das Foto zeigt, dass mein mit-der-linken-Hand-Auslösen verbesserungsfähig ist. – Wird schon wieder, in den nächsten Tagen wird die Rechte (es geht hier auch weiterhin um nichts als um die Lagebeschreibung einer Hand) reaktiviert.

 

Read Full Post »

Nun folgen aus gegebenem Anlass doch noch ein paar herbstliche Eindrücke in Farben.

Die bis vor Kurzem noch vorherrschenden Mais-Horizonte sind – für Monate – barem Ackerboden gewichen. Der Boden ist Wind und Wasser ungeschützt ausgesetzt.

Birkenwald-Partien zeigen sich herbstlich gelichtet.

Noch leuchten Spitzahorne rötlich-orange, viele auch gelb.

Am Ufer der Elbe zeigt sich eine Vielfalt des Grün an Deichschutz“rasen“, Reet, Binsen und Auwaldbaumarten, teils jahreszeitlich bedingt wechselnd Richtung Grau- und Brauntöne.

Über Geest und Marsch fetzt himmlisches Geschehen – hier ist noch Blau gut vertreten.

Auch dieses spannende Geschehen kann den Radler – mal abgesehen von der Bedeutung der Tour-Auswahl hinsichtlich stürmischer Winde – nicht schrecken.

Gelegentlich taucht neben bekanntem Federvieh, das zur Zeit zahlreich unser Umfeld quert oder / und Rasttage einlegt, ein Fremdling auf.

Da rätselte ich um die Mandarinente herum …

Fachlich unterstützt weiss ich nun: Es handelt sich um eine Brautente. Wie die Mandarinente ist / war sie hierzulande eine in Volieren gern gehaltene „Zier-Art“. Nun ist sie also inzwischen offenbar entkommen – oder wurde womöglich ausgesetzt. „Neozooe“ nennt man das wohl. Und nun? (Eine Nummer größer und einige Jahrzehnte weiter kennen wir die Entwicklung ja bereits von Kanada- und Nilgänsen …)

Zurück zu den Bäumen. Das Gelb der Linden wurde von Sturmwind und Regen bereits heftig zerzaust.

Vom frühen Rot der Kirschen, auch vom Rot wilden Weins ist an windexponierten Stellen nicht mehr viel geblieben.

Toleriertes KletterGrün an Eichen, …

. . . Efeu, entwickelt massenhaft interessante Winternahrung – für Vögel und anderes Getier ringsum.

Was ist das nun alles – Wetter? Bei Erinnern der jüngeren Jahre, vielleicht bis 15, ja 20 Jahre zurück, scheint da auch einiges „Klima(wandel) zu sein“.

Es entstand zunehmend der Eindruck, dass wir nicht mehr in die „Indian Summer“-Staaten über den Atlantik reisen müssen. Indian Summer haben wir nun selbst – auch ohne die vielen künstlich wirkenden Rots, die durch Baumschulen „eingepflegt“ werden.

Was aber hat das mit der Queen zu tun?!

Nun, vor einigen Tagen war zu  lesen, die Queen sei „irritiert“ in Sachen Klima(wandel). – Komisch, dachte ich beim Lesen der Überschriften, kommt eine ältere Dame da bei irgendwas nicht mit? Wie so oft, liest sich der Inhalt dann ganz anders. Die Queen erinnert sich. Und sie ist sauer! Sauer auf die Politik, die „immer nur redet, aber nichts tut.“

Die Queen ist also auf der Höhe der Zeit! Herzlichen Dank für die Einmischung, möge sie helfen!

Auch ich wunderte mich in meiner beruflichen Restlaufzeit über den aus – oft genug politisch besetzten – Fachkreisen in den ersten 1,5 Jahrzehnten des neuen Jahrtausends kommenden Spruch „Und Sie wissen das schon alles?!“ (eigentlich nicht), als es galt, Handeln in Gang zu setzen. Mehr wunderte es mich, dass die Sprücheklopfer es nicht wussten . . .

Warum?

Weil seit spätestens 1992 jeglich halbwegs Interessierte, auch Laien-Öffentlichkeit Bescheid wissen konnte(n). Von der Fachwelt einmal ganz zu schweigen. (Dieser Auszug stammt aus einer Zeitreihe, die die Entwicklung des Wildpark Eekholt darstellt. Dank dafür!)

So hoffen wir denn für die Bundesrepublik Deutschland, Europa, ja die gesamte Erdkugel, dass Handeln richtig und zielgerichtet endlich greift.

Read Full Post »

Von der Osterau im Wildpark Eekholt ist hier im Blog regelmäßig anlässlich der Wassercamps der „Unterelbeschulen“ berichtet worden. Da Corona die vorigen Camps ausfallen liess bzw. nur in kleinem Rahmen ermöglichte, fanden dort keine neuen Restaurierungen statt – bleiben im Sinn für 2022.

Gleichwohl ist der Besuch im Wildpark Eekholt immer eine Reise wert.

Es bleibt nicht aus, dass der eine oder die andere am höhenverstellbaren Hirschgeweih familiär porträtiert wird. (Die Handschuhe zeigen: Die Jahreszeit schreitet fort.)

Selbstverständlich galt unser Blick nicht nur den Tieren und der herrlichen bewanderbaren Umgebung im Wildpark. Der Blick ging auch nach unten, auf und unter die Gewässerkante.

Klar erkennbar ist, dass am Osterauwanderweg, der in den vergangenen Jahren allerhand Kies und Treibselsammler erhalten hat, noch überbreite, von Treibsand beherrschte Strecken bestehen.

Die sind fürs nächste Wassercamp vorgemerkt.

Vor Zutritt geschützte Kiesstandorte befinden sich in gutem Zustand.

Anders sieht das an ungeschützten Kiesen aus.

Generell ist erkennbar, dass neuer Kies sowohl zur Böschungs- als auch zur Sohlgestaltung ergänzt werden kann.

Da wir nicht bis nächsten Herbst warten wollen, ist mit der Leitung des Wildparks verabredet, dass das örtliche, fachkundige Personal von der Edmund Siemers-Stiftung finanzierten Kies zum Ergänzen aller bisherigen Schüttorte zur Verfügung gestellt bekommt und auf bewährte Weise schüttet. Anschliessend wird die Situation gemeinsam angesehen, ggf. etwas angepasst.

So können die unmittelbar bevorstehende Laichzeit der Forellen sowie die der Bach- und Flussneunaugen im nächsten Frühjahr profitieren.  – –

Von der Osterau kam ein weiterer Ruf, aus westlicher Strecke, Raum Bad Bramstedt.

Hier bietet die Osterau, überbreit, ohne Turbulenz, spiegelnd wie ein Stillgewässer, der Phantasie des Restaurierers standorttypischer Fliessgewässer jeglichen Spielraum.

Immerhin begleitet hier ein standortgemäßer Baumsaum das Flüsschen.

Nebendran auf Moräne erfreute uns herbstlicher Wald mit Buchen, Hainbuchen und je nach Standortcharakteristik vielen anderen Bäumen und Büschen.

Schnell einigten wir uns auf Startpunkte für neue Erfahrungen. – Beispielhafte, gut anfahrbare Schüttstelle für Kies.

Auch kompliziertere Standorte wurden ausgewählt.

Zurück ging es durch den herbstlichen Wald, zu den Autos.

Alle erforderlichen Abstimmung sind gelaufen, die Kiese bestellt. Demnächst geht`s vor Ort los. Ich werde berichten.

Read Full Post »

Deutscher Horizont 2021 – verstellt!
Mais, sterbende nicht standortangepasste Bäume.

Immer noch! – Deutscher Bodenhorizont, ungeschützt.

Vielen Dank, Frau Klöckner! Vielen Dank für GAR NICHTS!

Was bleibt? – Hoch wollen wir hinaus, hier mit Starenschwarm.

Horizont in Wetter und Klimawandel – standfest im Sturmgebruus.

Was bleibt, ist Hoffnung.

Mögen die verhandelnden Politik-Aktiven heute, in den nächsten Tagen und Wochen, glückliche Wendung herbeiführen! (Dabei dürften der nordische und der südliche Selbstdarsteller, grün wie schwarz, gern mal zurückstehen, vielleicht einfach mal Film, Funk und Fernsehen meiden, die Klappe halten.)

Read Full Post »

Beim vorvorigen Besuch in Berlin, abgeholt per Car-Sharing, trafen wir uns am Südausgang des Hauptbahnhofs. Angesichts Straßenbahnnutzung im Normalfall, raus nach Norden, ist uns dies eher ungeläufig. Zwar war ich in der Vergangenheit gelegentlich nach Süden raus, aber, meist eilend wegen Einhalten von Terminen gen Südost, nicht von irgendetwas dauerhaft beeindruckt, was mich hätte forschen lassen.

Nun also anders, nach Süden raus, gen Südwest ein Stück an der ultraverbauten Spree entlang [was hätten all die Bauaktivitäten nach 1989 alles ändern können …] Richtung Parkplatz des fahrbaren Untersatzes.

Treffen am kahlen Washingtonplatz, unzeitgemäßer Würfelkotz 3XN Cube Berlin. Es ruft nach Veränderung im Klimawandel – „Schwammstadt“ ist angesichts Größen- und Architektenwahn weiterhin nicht erkennbar.

Ob die morgigen Wahlen Veränderung bringen, darf aufgrund der Vorhersagen noch so vieler möglicher Koalitionen bezweifelt werden. Jegliche Farbenkombination hatte in den vergangenen Jahr(zehnt)en jegliche Möglichkeit – vertan. – Und das, wo Fachwissen, z.B. das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung doch nah ist – auch Berlins Universitäten sind nicht die dümmsten. Aber weder Berliner Bürgermeister noch die „Klima-„Kanzlerin liessen sich je zu begründeten, ja, beschworenen Handlungen hinreissen.

Zurück zum jüngsten Berlinbesuch.

Auf besonderen Wunsch eines älteren Herrn, eher zum Verdruss der drei weiblichen Generationen, machten wir vor nachmittäglichen Aktivitäten Mittagspause in einem Restaurant, das mir im Vorbeigehen beim vorvorigen Mal aufgefallen war.

Schweinerei! Aber das musste einfach sein. – Schwarzbier, Haxe mit Kloß, in Schwarzbiersoße – fachgereicht vom Biologen zerlegt, die Masse „lecker Fleisch“ von köstlicher Schwarte bedeckt.

Statt dem obligatorischen Sauerkraut sollte es lieber Krautsalat sein – köstlich! – Der Krautsalat sollte nun nicht zur Klima-Kompensation des amputierten Schweinebeins herhalten. Dafür esse ich demnächst, wie seit Langem üblich, wieder weniger Fleisch, gern eine vegetarische Gemüsepfanne mit Sauce Hollandaise …

Wenn schon bayerisch in Berlin, dann auch richtig. Karl Valentin darf nicht fehlen.

Und wo es sowas Leckeres gibt? Na hier.

Die Gemüsepfanne interessiert auch? Bittesehr!

Die gibt es, wieder in SH-Gefilden, zum Beispiel hier.

Womit ich gedanklich wieder am Ende des Ochsenweges, an der Tide-Elbe westlich HH, gelandet wäre. Es geht doch nichts über einen ordentlichen Kuhhandel. (Das Kunstwerk heisst „Der Handschlag“ – darüber denken wir angesichts der Corona-Erkenntnisse in Zukunft wohl mehr nach.)

Read Full Post »

So ein Wald ist ja immer etwas besonderes, wenn meist zwischen Geest und Marsch geradelt wird. Streckenweise entsteht dort, in Nähe zur Elbe – leider allzu berechtigt – der Eindruck, als ob Bäume etwas Schädliches seien, das beseitigt werden muss. Dabei wäre doch Auwald, auch Tide-Auwald ganz etwas natürliches.

Also immer mal wieder in den (anderen, vorhandenen) Wald …

Der Weg entsteht beim Radeln – oh Wunder, es gibt immer noch unbekannte Strecken, neue Eindrücke bieten sich. Der Umgang mit Wald ist wechselhaft in der Zeit und in der Fläche. Nur langsam verbreitet sich die Bereitschaft (verbreitet sie sich?), dass Waldzeit bis zum Vergehen darstell- und wahrnehmbar sein sollte. Nachzulesen ist das z.B. in Lübeck / Berlin, in Leipzig (2 willkürlich gewählte, gleichwohl sehr informative Links) und vielerorts anderswo.

Wirklich alte Bäume sind ultraselten, bei über Jahrzehnte denkenden Förstergenerationen sind allerdings alte immerhin anzutreffen. So ging es mir kürzlich, (für mich) „neue“, alte Bäume im Forst Klövensteen.

Eine dicke Altbuche unmittelbar am frisch ausgebauten Holzabfuhrweg (- ausgezeichnete Radelverhältnisse).

Beeindruckende Gesamtansicht desselben Baums.

Ich nähere mich einer Alteiche, dahinter eine Altbuche.

Die tanzen! Offenbar schon sehr lange, ausdauernd!

Wie schön, wenn – auch für Bäume – nicht immer „Abstand“ gilt.

Wir sind – möge es anhalten – auf einem guten Weg.

Read Full Post »

Hinterm Elbdeich höre ich schräg über mir Gekläffe „Jäpp, jäpp, jäpp!“, wiederholt, fortwährend.

Langsam kommt die Erinnerung, das Kläffen kenne ich – sooo lange ist das gar nicht her.

Und siehe da, querab von der NABU-Vogelstation sitzen sie, seitwärts von ein paar Graugänsen.

Schwarz-weiss auf Marschwiesengrün – ca. 50 Nonnengänse.

Etwas versetzt sitzen weitere zwei Gruppen, ebenfalls um die 50 Tiere.

Und, ein Bisschen unruhig, als wüssten sie nicht, ob sie landen, vielleicht sich dazugesellen sollen, einige wenige weitere Kleinschwärme am Himmel.

Zunächst nahm ich an, diese Gäste seien verfrüht. Ein Blick hier in den Blog zeigt allerdings, dass sie z.B. am 25. September 2019 seit ein paar Tagen angekommen waren – kein Grund zum Wundern also. Es sei denn, es bezöge sich auf das Wunder des Vogelzugs.

Read Full Post »

Seit 2017 wird die Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum insbesondere durch Kieszugaben in ihrer Sohl- und Uferstruktur verbessert. Stichprobenartige Untersuchungen der Wirbellosen wie auch eine solche Untersuchung im Auftrag der schleswig-holsteinischen Fachverwaltung haben die positiven Wirkungen wie Uferschutz, Erhöhen der Strömungsvielfalt und Tiefendynamik sowie des besseren Lebensraums belegt.

Durch einen Auftrag der Edmund Siemers-Stiftung an ein Fachbüro wurde Ende August / Anfang September auch die Fischfauna per Elektrofischerei untersucht. Die an den bisherigen Arbeiten beteiligten Verbände, Behördendienststellen und andere werden nach Abschluss der Auswertungen den zugehörigen Bericht erhalten.

Hier wird ein erster Überblick der gefundenen Fischarten gegeben.

Fischerin und Fischer machen sich bereit, zertifiziert mit Elektrofischereischein und ausgestattet mit den erforderlichen Genehmigungen.

Kaum gestartet – Überraschung! – ist die E-Fischerin begeistert. Platt!

Plattfisch Flunder, als Jungtier in den Aufwuchsraum Mühlenau aus der Tide-Elbe eingewandert.

Die wird nicht die einzige im Fang dieses Tages bleiben.

Die Weissfischfamilie, Karpfenartige, beginne ich hier im Blog mit dem Rapfen, ebenfalls Jungfische, deren erwachsene Vertreter zumeist in der Elbe leben.

Ein Jung-Zander überrascht uns.

Ein Kaulbarsch, mit der Flunder Vertreter der Kaulbarsch-Flunder-Region – nicht hier in der Mühlenau, aber nahe der Brackwasserzone des Elbe-Stroms.

Die beiden zu diesem Zeitpunkt bereits kurzzeitig gefangenen und wieder freigelassenen Arten Rotauge („Weissfisch, Karpfenartige“ wie der Rapfen) und Flussbarsch habe ich wegen ihrer Allgegenwart nicht fotografiert, ebenso die 3- und 9-stachligen Stichlinge.

Unerwartet haben wir für die Barschartigen bereits alle heimischen Arten aufschreiben können.

Und noch ein Aufsteiger aus der Elbe – von weit her, aus der Sargassosee – geht ins Netz: Jung-Aale.

Dieser Fund ist angesichts des dramatischen Rückgangs des Aals über die vergangenen Jahrzehnte sehr erfreulich. Allerdings ist bekannt, dass die derzeit an europäischen Küsten ankommende Menge solcher Aaljungtiere im einstelligen Prozentbereich früher üblicher Zahlen liegt.

Stillleben mit E-Fischgeräten – wir haben die erste Strecke verlassen, starten an der zweiten.

E-Fischen in Neophyten-gesäumtem Umfeld.

Das Verschwinden und Wiederauftauchen von Teilen der Wathosen (das Schrumpfen und Wachsen der Aktiven im Bach) zeigt die durch das Restaurieren entstandene Tiefenvielfalt in Breite und Längserstreckung der Mühlenau.

In dieser Strecke kommt der Hecht als Fischart dazu.

Gelegentlich wird gefachsimpelt.

Die nächste Strecke – nicht leicht, die Vielzahl der Weissfischarten auseinanderzuhalten – bringt den strömungsliebenden, also bachtypischen Hasel zum Vorschein.

Und noch eine „neue“ Art – die Quappe / „Aalquappe“ (oben, man muss schon sehr genau hinschauen) neben 3 Flundern.

Weiter geht es – in den vorigen Strecken waren noch Schleie, Güster und Brassen, alle aus der Karpfenfamilie, in die Fangtabelle aufgenommen worden.

Nun tauchen Forellen auf – rote Punkte mit weissem Kreis: Bachforelle.

Bereits nicht mehr im silbernen Aufsteigerkleid, also bereits einige Zeit in der Mühlenau: Meerforelle, die zum Laichen in Bäche aufsteigt, dort als Jungfisch 1-2 Jahre heranwächst und als Erwachsene im Meer lebt (bis zur nächsten Laichzeit).

Wir wundern uns nicht, dass wir auch Querder fangen, die Jugendform der Neunaugen, hier des Flussneunauges.

Schliesslich haben Flussneunaugen zahlreich auf den neuen Kiesen der Mühlenau gelaicht (vgl. entsprechende Beiträge hier im Blog).

Ein erwachsener Gründling – stellvertretend für etliche mehr, auch Jungtiere.

Jungfisch Forelle.

Forelle, ein Jahr älter, im zweiten Sommer.

Fischen, hindurch durch standorttypischen, die Forellenregion kühl haltenden Baumbestand.

Suchbild – im tief durch menschliche Aktivitäten eingeschnittenen Bach, umgeben von Staudenmeer, sieht der Mensch klein aus – „im Keller“.

Und noch eine Forelle.

Zwischendurch gibt es in den Fangergebnissen „einen Hänger“. Ein Nebenbach bringt offenbar, chronisch oder akut, abzustellende Belastungen in die Mühlenau. Da gibt es angesichts der grenzüberschreitenden Situation Arbeit für Fachleute und Behörden Hamburgs und Schleswig-Holsteins.

Auch wir „hängen“ – Abriss des Kathodenkabels. Gut ausgerüstet, ein Bisschen Warten, das Abrisskabel wird ins Auto gebracht, das Ersatzkabel montiert.

Danach klappte es wieder, auch der Bach spielte mit. Die Forellenregion, quellgespeister, sommerkühler Bach, zeigte sich von ihrer besten Seite.

Wie in diesem letzten Foto zu sehen, war ich da so aufgeregt (oder waren die Fische so zappelig, war es vielleicht unter den Bäumen ohne Blitz zu dunkel ?), dass nur noch unscharfe Fotos bzw. Fische entstanden.

Vom Gesamtergebnis waren wir beeindruckt. Dass – bis auf wenige Arten – nur Jungfische auftauchten, mag unter anderem eine Folge der vergangenen Trockenjahre sein, Zeugen des rapide stattfindenden Klimawandels, aber auch der Übernutzung unserer oberen Grundwasserhorizonte. Für 2022 nehmen wir uns vor, solche Ergebnisuntersuchungen entlang restaurierter Strecken anderswo fortzusetzen.

Read Full Post »

Nachdem wir den Regenteil des Tages mit Kurzbesuch in Tönning und Husum überbrückt hatten (voriger Beitrag hier im Blog), lockte uns Sonne an blauem Himmel Richtung Wildes Moor. Per Rad wäre das angesichts der begrenzten Urlaubstage in Friedrichstadt nicht mehr möglich gewesen.

Die Anfahrt von Husum aus ging im letzten Teil durch spannendes Gelände. Kurz vor dem Ziel konnte ein einsamer Wanderer noch die Bestätigung geben, dass wir auf gutem Wege seien.

Das also soll der Startpunkt sein?

Der übliche Mais bestimmt den Horizont. Immerhin, weisse Wölkchen, blauer Himmel, Sonnenschein – Wind und frische Sommersituation 2021 – was wollen wir mehr?

Wir gehen drauflos. Nach Mais Sonnenblumenstreifen, ein extrem tief liegendes Entwässerungs-Etwas – dahinter Weidengebüsch.

Wie heisst es „It`s a long way“. Immerhin tauchen inzwischen mehr Feuchtigkeitszeiger auf (obwohl es anscheinend „bergauf“ geht).

Dost mit Admiral. Der vergangene Regen, der Wind und die die Sommer2021Kühle halten andere Insekten offenbar noch vom Fliegen ab.

Etwas Besonderes zweigt vom Weg ab. Wir entscheiden, uns auf den Holzweg zu begeben.

Vorbei an Handtorfstich-Beispiel geht der weite Blick, übers (abgebaute) Moor Richtung Schwabstedter Höhen.

Ja, das ist ein Erlebnis! Dieser Weg lohnt sich.

Moor und Heide, Moorlilien, anschauliche Erläuterungen.

Und! Es wächst! Lebendiges Torfmoos!

Auf dem Holz wird es heiss – die Eidechse wärmt(e) sich. Unsere Begegnung meidet sie, flitzt durch Karnickeldraht und Holzritzen ins Unsichtbare.

Hunderte Hektar Moorlandschaft …

Das turmartige Gebäude, vielerlei Informationsmöglichkeiten mehr heben wir uns für einen späteren Besuch auf.

Rückweg, die Schwabstedter Höhen scheinen zu wachsen.

Was ist das für ein Kerl da hinten am Horizont?!

Wir wundern uns, bei hellem Sonnenschein … Es fällt uns ein „O schaurig ist`s übers Moor zu gehen„.

Beim Näherkommen schmunzeln wir – „der Kerl“ war die Silhoutte diverser Schilder und Hinweise übereinander …

Wie gut, dass es nicht dunkel und neblig ist!

Auf der Fahrt nach Friedrichstadt passieren wir den Lehmsieker Wald. Auch den haben wir im geistigen Notizbuch für ein ander Mal gespeichert.

Zurück in Friedrichstadt können wir das feuerrote Spielmobil günstig für die Rückfahrt am Tag darauf parken – Blick aus dem Hotelfenster.

Friedrichstadt? – da kommen wir gelegentlich wieder drauf zurück.

Ein kleines Bisschen „von diesmal“ folgt allerdings noch im nächsten Beitrag.

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »