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Archive for Mai 2026

Ich radele gegen den Uhrzeigersinn meine Runde, Rückenwind entlang Elbdeich – Weiss vor dem Tor querab Vogelstation.

Vorher waren mir 3 mehrere 10er m² große Stellen der Deichverteidigungsstraße aufgefallen, die „unverschämt“ mit weissem Möwenschiss bekleckert waren (gut für alle, die sich zum Zeitpunkt des Geschehens nicht vor Ort befinden, überflogen werden).

Früh, ich bin noch weit entfernt, fliegt der Schwarm auf.

Wohin soll`s gehen?

Das wissen die Möwen wohl selbst nicht – oder …

… doch? Sie landen am Startort, während ich mich stetig nähere.

Gelandet – Suchen, Fressen startet. Ein Mix aus Lach- und Sturmmöwen beschäftigt sich hier.

Hartnäckig bleiben die Vögel vor Ort, heben aber doch wieder ab, kaum …

… meine Radler-Kopfhöhe übersteigend.

Meine Güte! – Ich passiere das Tor und blicke zurück.

Da sitzen sie wieder, am Ausgangsort. Mir scheint, kleinflächig findet da ein starker Insektenschlupf aus dem Boden statt. – Guten Appetit, Mahlzeit!

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In der Marsch prägen inzwischen vielerorts Doldenblüher die Wiesen.

An Tidegräben und -gewässern der Marsch …

… steht Beinwell in Blüte.

Ich radele – Sauerbeck bachauf – gen Geesthang Holm.

Da rumpelt es ganz nah links im Graben, ablaufend Wasser – ein Graureiher „stürzt“ heraus, fliegt dann weit aufwärts, wieder in den Graben, nun doch raus. Sicher ist sicher!

Er dreht doch lieber ab, quer über den Weg, landet hinter dem Reet rechts.

So ein Reiher weiss ja Bescheid, stellt sich bei startender Ebbe ans Ende einer interessant erscheinenden Strecke – und wartet, bis sie „leer“gelaufen ist.

Alles, was im flachen Wasser nicht bleiben möchte, lässt sich treiben …

Ich sehe im oberen, sandigen Bereich (vorstehendes Foto links unten und bachab – kein Fotografieren möglich) hin und her schiessende Stichlinge – wohl Reste der „Un“zahl Wanderstichlinge, von denen ich berichtete.

Und wenn Ebbe herrscht – bis Flutwechsel – ist da noch mehr zu finden, z.B. 2 kleine Wollhandkrabbenpanzer hier (weiss, linkes Drittel und ganz rechts, Bauchansicht) im Foto.

Die sich fürs Wachstum häutenden (dann) „Butterkrebse“ sind beliebte Speise für Fisch, Vogel – und mancherorts auch Mensch. Die Zahl der Röhren zeigt, wie viel Leben da wohl unsichtbar existiert. (Wer wartet … – oder Tricks zum Rausholen kennt …)

Nebendran blühen Taubnesseln.

Der Löwenzahn hat sich Richtung Pusteblume entwickelt, …

… die schon ordentlich ihre „Fallschirme“ fliegen lässt.

Demnächst folgt ein kleiner Möwenbeitrag von der Deichverteidigungsstraße.

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Am Sonntag radele ich Wind-bedingt die Elbdeichrunde im Uhrzeigersinn.

(Nicht nur) Hetlingen – inzwischen bevölkern bunte Herden die Marschwiesen.

Auf meiner Radlerhose landet eine Schlammfliege – früh, wie mir scheint.

Am Bullenfluss wundere ich mich über hohen, gen Elbe schiessenden Wasserstand – gemessen am Stand der bereits länger laufenden Ebbephase.

Auch der Sauerbeck schiesst unerwartet, deutlich höher als angenommen.

Na gut, angesagt war`s ja, uns hat`s verpasst: Punktuelle, heftige Gewitter. ?? !! ??

Unter dem extrem turbulenten Abfluss sehe ich hellen Kies – haben etwa Flussneunaugen diese Bedingungen zum Laichen genutzt?

Es könnte aber auch reine Hydraulik die Ursache des abgeräumten Rauschenrückens sein.

So schiessend habe ich den Bach selbst bei längeren Starkregen nicht erlebt.

Von der Marsch auf die Geest hochgeradelt – der Karpfenteich, oberhalb des Anglerpuffs – teilgeleert. Der Reiher möchte profitieren, …

… findet offenbar aber nicht viel, geht ins Tiefere.

Ist der Teich – es fliesst aber so gut wie nichts zu – vorsorglich wegen Gewitteransage abgesenkt, – soll er abgefischt werden, – hat er ein Dammproblem (Bisam, Nutria)?

Tags drauf, heute, Montag, fahre ich Wind-bedingt gegen den Uhrzeigersinn. Ich habe mir vorgenommen, je nach anzutreffender Situation am Haus neben dem Teich mal zu klingeln.

Oha, der Teich ist so gut wie leer. Unmittelbar rechts vom Mönch, tief, scheint mir ein Loch im Damm zu sein.

Ich habe Glück, mir wird aufgemacht. Freundliche Begrüßung – Nein, kein Abfischen, kein Ablassen, kein Dammschaden – ein Wurzelschaden am Mönch und folgende Dammteilausspülung sind Ursache für den Nicht-Wasserstand hier und den gestrigen heftigen Hydraulikschub im Bach.

Sobald Zeit ist, kommt der Bagger und der Teich wird wiederhergestellt.

So radele ich, einiges schlauer, weiter.

Von unten auf das Restwasser geblickt: Da sind einige Leviathane drin.

Rohr Sauerbeck: Nun fliesst da fast nix mehr – wo soll es herkommen?

Blick über die bekieste Strecke – allüberall umgelagerter Kies.

Daraus können wir nun, für eventuell vorgesehene Verlängerung der belebten Strecke, die „richtigen“ Abstände für Rausch-Kolk-Abfolgen ablesen – der Grund, warum wir experimentell und nicht „Bau-geplant“ vorgehen.

Heller Kies, in „verdächtiger“ Form! Könnte man in der Tat als Flussneunaugenlaichbett ansehen, wären da nicht die wie gefräst wirkenden Kanten.

Bachab liegt die Teilumlagerungsmenge.

Und weiter bachab hat`s aus den steilen Grabenkanten neu erodierten Kies hingelegt.

Ich radele weiter meine Elbdeichrunde.

Am Elbdeich Hetlingen – unerwartet zeigt sich blauer Himmel. – Jetzt aber Hütchen auf und ab nach Hause.

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Weiter scheint die Sonne, Wind aus Ost – Nonnengänse vor Geesthang auf abgegraster Marschwiese.

Nebendran quakt es vielstimmig im Graben – da, einer der grünen Verursacher.

Wo solch Quaker sind, ist der Reiher nicht fern – dieser fliegt, sich von mir gestört fühlend, nach einer Weile ab. (Atempause für die Frösche, Quaken kann wieder beginnen.)

Gänse und -blümchen auf abgegraster Fläche entlang Langer Damm.

Da müssen die Robustrinder zusehen, wo sie genug Nahrung finden. (bzw. es wird zugefüttert – ggf. noch bis ca. Mitte Mai)

Querab Vogelstation Wedeler Marsch ist nach dem Weidenräubern auf den Flachseen gut vor Feinden geschützt Ruhen – dichte Packung Nonnengänse.

Idenburg – prächtiges Blühen der Eichenallee.

Nebendran sind die Feuchtweiden ziemlich abgetrocknet. Die Jungpferde wissen mit dem Grabenrestwasser umzugehen.

Zwei der 3 Braunen stehen hintereinander, einer verdeckt. Insbesondere der Schimmel zeigt, was für ein Umgang mit dem Nass angesagt ist (alle 4 Beine sind inzwischen schwarz). Mit dem Huf scharrt er eifrig, so dass ein irgendwann für die Absicht geeignetes SchlammWasserGemisch entstanden ist.

Und dann …

Platsch, schmeisst sich ein Brauner ins Braune.

„Alles ok?“ könnte der Schimmel fragen.

Keine Aufregung – alle dürfen ins Schlammbad!

Badwechsel – der Braune hat seine Farbe stark verändert.

Ich schliesse aus diesem zielgerichteten Verhalten – und stetem Schweifwedeln -, dass nun mit ausreichend hohen Temperaturen störende Insekten unterwegs sind. Auf Touren mit längerem Stehenbleiben werde ich ab sofort  (Anti-)Mückenmittel dabei haben.

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Anradeln zum Elbdeich – Robustrinder auf Gänsefraßwiese mit Gänseblümchenweiss.

Elbdeich Fährmannssand – gibts was zu …

… Gucken?

Ja, auch für mich – Ostwind bringt Tideniedrigwasser tief, bläht Segel ordentlich.

Unbeeindruckt legt die Lühe-Schulau-Fähre am niedersächsischen Ufer ab, gen Wedel.

Im Deichvorland blühen mit „fettem“ Gelb die Sumpfdotterblumen.

Ich radele vom Deich – Gerummel über der Elbe, ein Rettungshubschrauber von Stade Richtung NordwestHamburg hat Tausende Nonnengänse vom Watt hochgebracht.

Die ziehen nun übern Deich.

Über mich weg – wie gut, dass das keine Möwen sind (die „verlieren“ in der Luft schonmal was – bei denen grellweiss und ziemlich flüssig, wird Schweinkram auf der Kleidung).

Dummer Weise zieht der Hubschrauber wie beschrieben – genau in der Flugbahn der Nonnengänse. So können sie nicht auf den großen Flächen um die Vogelstation landen, kreisen großflächig, kommen zurück – und ziehen, in Partien aufgelöst, ins Umfeld Giesensand / Hetlingen, im NordOsten nahebei.

Im Watt ernähren sich wie üblich eine Vielzahl Limicolen.

Die Brandgänse sind sehr aufmerksam, …

… beruhigen sich aber schnell und fressen weiter.

Neben meinem Fahrweg zeigt sich das gefährlichen Leben „hier draussen“. Das war wohl vordem das Federkleid einer Nonnengans.

Sehr viel weiter auf meiner Tour, nahe dem Geesthang Holm – da stiehlt sich doch etwas davon im Bullenfluss …

Etwas zurückgerollt – ja, ein Graureiher.

Dessen Anwesenheit (oder von Artgenossen) hätte ich auch wenig später an Fußspuren im Sauerbeck bei Tnw erkannt – wie nun.

Querab steht auf der Sauerbeckwiese ein Storch – ob nun von der Idenburg (da ist aber wohl noch immer keiner stationiert) oder aus Wedel, egal.

Der sucht, findet, …

… schnappt und schluckt – wieder und wieder.

Aufmerksam wird die Umgebung weiter beobachtet.

Und dann … – ich bin oben auf der Geest, radele die B 431 entlang, habe schon seit Tagen intensiv den Radweg beäugt, da …

… liegt, später als in den vergangenen Jahren, pünktlich zum Namensmonat, das 1. Verkehrsopfer Maikäfer.

Der wird zuhause ausgiebig bestaunt, wackelt doch noch etwas mit einem Bein – und wird anschliessend vor dem Balkon als Vogelfutter auf den Rasen entlassen.

Ob hier, wie im Hessischen Ried angekündigt, auch wieder ein „Maikäferjahr“ ansteht?

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