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Archive for the ‘Klima’ Category

So klein sie auch sein mögen, nach den Regen des Januar 2023 kann man sie (eigentlich) nicht übersehen – die kleinsten Adern, Ent- wie Bewässerung unserer Landschaft, die nach und nach zum Fluss Richtung Nord- oder Ostsee werden.

Wo diese kleinen Fliessgewässer Glück haben in unserer intensiv baulich und ackerbaulich genutzten Landschaft, fliessen sie oft in einem alten Wald. Auch hier sind sie nicht ungeschoren davongekommen, bieten aber in Reststrecken noch das, was als Entwicklungsziel für Verbesserungen gilt – standorttypische Struktur, entsprechende Besiedlung nach Arten und Individuen, ob es nun Pflanzen, Wirbellose oder Fische sind. Dass da dann zugehörige Vögel und Säugetiere profitieren, versteht sich von selbst.

Wir betreten die Waldpartie.

Stehendes und gefallenes Holz, teils in Abbau begriffen (mit einer Vielzahl Arten und Individuen, die hierauf spezialisiert sind), kennzeichnet heute (kleine) Flächen, die sich frei entwickeln dürfen. Wo das nicht erlaubt ist, wird hier bald „aufgeräumt“ werden.

Wie das mäandriert …

… immer wieder anders …

… und strudelt. Keine Frage, ein lebendiger Bach ist auch akustisch wahrnehmbar, hat in jeder Situation seine Stimme.

Hier, auf lehmiger Moräne Schleswig-Holsteins, dominiert Buchenwald. – Was nicht heisst, siehe linkes Ufer, dass Eiche und Erle nicht vorkommen würden.

Das potentielle Artenspektrum der Bäume und Sträucher ist breit, vergleiche z.B.  „20 Jahre Auwaldbildungsprojekt LMG-Zukunftswald„, S. 37 (zur Vogelwelt vgl. S. 54).

Auch diese Strecken werden meist (leider zu „hart“) unterhalten. Standorttypische Totholz- und Laubansammlungen, temporäre Aufenthalte mit hoher Bedeutung für Arten und Individuen beschränken sich leider auf minimale Punkte.

Aus der lehmigen Moräne hat der Bach seinen charakteristischen Grund herauspräpariert, Rauigkeit auf Kies- und Geröllbasis.

Wohl dem Fliessgewässer, dessen größere Steine bis Findlinge nicht an Land deponiert wurden – im Extremfall „weg“, für Privatzwecke zum Verschönern des bebauten Raums geklaut.

Bei genauerem Hinsehen …

… stellt sich Rauigkeit, mindestens zum Teil, in dieser Jahreszeit als Werk von Fischen dar – ein Meerforellenlaichbett.

Immer wieder beeindruckend: Da finden Wanderer zwischen den Welten zu ihrer Laichzeit ins Geburtsgewässer zurück. Kleine Einschränkung: Dies wechselt zwischen den Arten und über die Jahre in seiner Zielschärfe. Jüngste dänische Arbeiten über Meerforellen berichten bei Erstlaichern z.B. über eine „Streifer“rate, also nicht das unmittelbare Geburtsgewässer aufsuchende Fische, von bis zu 1/3. Je älter sie werden, also mit weiterer Rückkehr in Folgejahren, soll sich dies aber „nachschärfen“. – Na ja, mal sehen, was künftige Untersuchungen für Zahlen präsentieren.

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Im Naturzustand ist der Bodenwasserhaushalt so ausgeglichen, dass Umsetzungen gelösten Eisens in der gewässernahen Bodenzone ablaufen, die Masse des Eisens im Boden verbleibt.

Angesichts unserer intensiven Bodennutzung bis in empfindliche Bereiche (wir haben nach wie vor kein Bodenschutzgesetz, das Boden in seiner Komplexität schützt!) führt großräumige, tiefe Entwässerung mit ihrem schnellen Ableiten jeglichen Wassers in speziellen Situationen zu direkten Einleitungen belasteten Wassers und zu hohen Frachten von Eisen. Bei hoher Turbulenz und rauer Struktur von Gewässersohle und -ufer fällt das Eisen recht schnell aus, bachab liegende Strecken sind entlastet. Eisen im Bach bei fehlender Turbulenz kennzeichnet diesen durch Waschmaschinenwasser-grau-milchigen Eindruck. In Ruhebereichen bilden sich an der Gewässeroberfläche Öl-artig wirkende Kahmhäute. Durch Berühren ist zu unterscheiden, um was es sich handelt. Bricht der „ölige“ Film, handelt es sich nicht um Öl-, sondern um Eisenbelastung des Gewässers.

Bei frischer Umsetzung von gelöstem zu ausgefälltem Eisen, Ocker, kann so ein Bach ganz schön unnatürlich farbig anzusehen sein. Start orange, in weiterer Oxidation dunkelnd Richtung dunkelbraun. Begleitet eine Menge Mangan das Eisen, kann die Endfärbung der Oberflächen von Sohle und Ufer Richtung schwarz gehen.

Hier „frische“ Eindrücke:

Bek, raue Rampe (Ersatz eines früher hier stehenden Kulturwehrs) – zu Ocker ausgefälltes Eisen bedeckt dick alle Oberflächen.

Nicht weit bachauf mündet ein kleiner, zum Entwässerungsgraben degradierter Bach in den / die Bek (wir liegen hier auf einer Sprachgrenze). In der übermäßigen Entwässerung der dortigen Flächen liegt die Ursache für die Freisetzung des Eisens.

Wenn wir schon kein Bodenschutzrecht haben, das komplexe Belange aufnimmt, könnte mindestens das Wasserrecht diese Tatbestände inkl. Abhilfe durch den Verursacher regeln … – Unser nördlicher Nachbar Dänemark hat dem Gewässernetz großflächig Entlastung verschafft. Vom Nachbarn lernen … ??? !!!

Immerhin belüftet die raue Rampe ordentlich. So wird im Vergleich zur oberhalb liegenden Strecke viel Eisen hier ff. umgewandelt – 3 optische Details aus dem ersten Foto.

Der Anstrom – das Wasser ist glasklar.

Mittelbereich im oberen Teil der rauen Rampe – gute Turbulenzen. 🙂

Der Abstrom dieses oberen Teils der rauen Rampe.

Der Zustrom ist strukturlos, die Wasseroberfläche spiegelt. Bei dieser mittleren Abflusssituation fällt die hohe Eisenbelastung kaum auf – um so schlimmer für bachab liegende Strecken.

Bachab geht die raue Rampe noch ein ganzes Stück weiter, bei gutem Gefälle – geprägt durch Grobsteine und Findlinge.

Diese Situation haben wir genutzt, unmittelbar oberhalb der Rausche Kiesdepots zum Abtransport durch den Bach anzulegen. Wie auf den vorstehenden Fotos unschwer zu erkennen ist, befinden sich dort keine Depots (mehr) – optimales Ergebnis, der Bach hat das zugegebene Material an geeignete Stelle(n) transportiert. – Wenn für erforderlich gehalten, kann solch Punkt hervorragend für weitere Bachverbesserung genutzt werden.

Bei jeglichen Aktionen ist es allerdings unverzichtbar, vorab die Lage vorhandener Einleitungen zu berücksichtigen. Hier tritt unmittelbar oberhalb der Mittelwasserhöhe eine Regenwassereinleitung ein – unscheinbar, leicht zu übersehen.

Und die Tierwelt, in diesem Bericht die Forellen?

Die finden die Turbulenz der rauen Rampe, genau so wie die der Regenwassereinleitung offenbar prima. Hier ist das – verockerte – Laichbett unmittelbar bachab der Regenwassereinleitung zu erkennen.

Auch unmittelbar im Anstrom der rauen Rampe wird zwischen den Großsteinen gelaicht.

Auch weiter bachab laichten die Forellen, mehrfach – rechts im langen, verockerten Bereich, sowie …

… im Anstrom dieser Rausche nahe dem rechten Ufer. – Das muss aktuell geschehen sein, wie der (noch) saubere Kies zeigt.

Aufgrund der nicht auf die leichte Schulter zu nehmenden, menschgemachten Situation sind – neben der Symptomverbesserung durch raue Strukturen – Ursachen-bezogene Maßnahmen wichtig. – Das ist ein dickes Brett im Subventions-überfrachteten Umfeld!

Als Zwischenlösung sind unterstützende Beispiele nahebei, in Dänemark zu finden. Einige davon sind in der Arbeit von Hilke Prange zu finden, angesichts der international bestehenden Situation parallel auf Deutsch und Englisch. – Wer gleich ans Kaufen denkt, ist schneller auf diesem Weg.

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Mittelwasserabfluss nach den Weihnachtsregen ff. – es gibt nach (abgeflossener) plus 75 cm erhöhter Wasserführung wieder etwas zu sehen. Der vorige Beitrag beschrieb die aktuelle Situation von Treibselsammlern („Hölzchen und Stöckchen“). Hier folgt der Besuch einiger bekiester Strecken.

Lange hatte es gedauert angesichts fortwährender Niedrigwasserführung unserer Bäche und kleinen Flüsse, bis die Forellen mit steigenden Abflüssen – erst in der zweiten Hälfte üblichen Laichgeschehens –  auf den Laichkiesen erschienen.

Während der Anfahrt hatte ich ein Gespann mit Güllefass vor mir. – „Im Märzen der Bauer …“ gilt angesichts massenhafter Abfallproduktion intensiver Tierhaltung schon lange nicht mehr.

Mögen alle Vorschriften eingehalten werden und Leckagen durch sachgemäßen Betrieb inkl. Vorsorge unterbleiben.

Am ersten Stopp angekommen – entsprechend der Tieflage unserer ausgebauten Gewässer hat der kleine Waldbach, hier kurz vor Mündung in die Mühlenau, höher liegendes Gelände bereits entwässert, fliesst nur noch spärlich.

Die Entschärfung übermäßiger Störung des Bodenwasserhaushalts ist als Notwendigkeit, Ursachen und Folgen des Klimawandels zu minimieren, in der Praxis von Flächennutzern in Stadt und Land noch nicht hinreichend angekommen. Übertiefe und -breite Abflussquerschnitte im Mittel- und Niedrigwasserbereich = die Realität (Link als nahezu überall geltendes Beispiel) muss ebenfalls in Planungsstuben noch verinnerlicht werden.

Die hellen Ovale auf dem Kies der Mühlenau zeigen: Hier haben Forellen gelaicht.

Anstrom der Rausche – hier fand das Laichgeschäft statt. Kuhlen, Rinnen zeigen, wie Kraft von Fischen und Strömung wirken, die Eier liegen in den kleinen „Hügeln“ unmittelbar bachab.

Relativ neue Kiesbank, die vom Hochwasser bewegt, aber wohl noch nicht von Fischen belaicht wurde.

Die dunkelbraune Farbe des klaren Wassers zeigt, dass bachauf offenbar ein Moor darauf wartet, dass seine Entwässerungsgräben gedichtet werden.

Nächste Station – hier nutzten wir erstmals vor 7 Jahren punktuell vorhandene Gefälledifferenz (Wehrabbau zu rauer Rampe), um sie mit Kiesbänken über längere Strecke aufzuteilen.

Der starke Schuss zeigt, da geht noch mehr.

Das untere Ende der ca. 600 m langen Strecke – Kieszugabe in einst steinreichen Moränenbächen erfolgt am Besten mehrfach, zu entscheiden je nach örtlicher Entwicklung.

Ich gehe die Strecke aufwärts, angesichts erst einmaligen Bekiesens der meisten potentiellen Rausche-Standorte hier kann nahezu überall nachgeschüttet werden.

Kolk und Rausche – auch im „Kanal“, in absehbar nicht zu mäandrierenden Strecken, ein gutes Angebot für Bachlebewesen. Das Forellenlaichbett belegt es.

Erstaunlich, so gut wie jede Rausche ist (auch in dieser, ulkigen Laichsaison) belaicht.

Auch hier – nächstes Mal gern mit mehr Kies.

Neue Erfahrung (in Jahrzehnten anderswo so noch nicht erlebt), mehrjährig belaichte Kiesplätze erscheinen nahezu völlig abgeräumt.

Szenenbild – irgendwer kappt da die für die Lebensraumgesundheit so notwendigen Erlen.

Andere Szene, (noch) günstige Situation.

Gut Kies, gut belaicht.

Auch hier.

Suchbild – Alt-Erlenspiegelung, Jungerlen stehen etwas oberhalb der Mittelwasserlinie in der Uferböschung.

Und noch ein nahezu vollständig abgeräumter Rauschestandort – günstige Gelegenheit, nutzbar für bacheigenen Kiestransport.

Angesichts insgesamt positiven Eindrucks wollen wir nicht übersehen, gar vergessen, dass „das Leichentuch“ des Forellenbachs, bewegter Sand durch übermäßige Sanderosion in übertiefer Streckenführung als eine Hauptstörung weiter minimiert werden muss.

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Seit Weihnachten können wir über Regenmangel nicht meckern – sehr schön.   🙂

Die Böden sind quitschnass, die nach wie vor extreme Ausrichtung auf Entwässern unsere Landschaft lässt recht schnell Abfluss“wellen“ auflaufen und wieder abklingen.

Aber immerhin, wir liegen dauerhaft über mittlerem Abfluss, weit entfernt von den monatelangen Niedrigwasserführungen der meisten Monate in 2022 (und den Vorjahren).

Wald und Forst müssen noch ein Bisschen warten, allzu extrem ging die Trockenheit bis in Metertiefe. – Hoffen wir das Beste, auch die heftig genutzten Grundwasserleiter bekommen in dieser „Winter“zeit noch den nötigen Teil ab.

Solch eine Situation will genutzt werden. So startete ich zur städtischen Mühlenau, Pinneberg, um die jüngsten Treibselsammler („HuSt“, Hölzchen und Stöckchen) und Jahre bewährte Lenkbuhnen aus Kies in anderer Perspektive anzusehen – Abfluss am Pegel Rellingen: Mittelwasser plus 75 cm.

Das Umfeld dreier Brücken sehe ich mir an.

Übungs-HuSt an mittlerer Brücke, schöne Ufer-entlastende Turbulenz.

Wer weiss, wie`s geht, sieht die enge und ins Ufer einbindende Reihe von Stöckchen rechts, etwa mittig im Bild – vom Wasser ins Land (oder umgekehrt).

Blick bachab, linkes Ufer: Die Standsicherheit dieser und anderer Brücken wurde durch neue Stützpfeiler gesichert.

So nah am Ufer stehend stellen sie eher einen Störfaktor dar – bieten allerdings aufgrund der breiten, freien Mitte die Chance, dass Abflussverstopfungen so leicht nicht stattfinden werden.

Das Gute: Alles nicht so Tolle kann man meist verbessern. So ist vorstellbar, die Turbulenz im Umfeld zu nutzen, Kiese ringsum einzubringen. Kieslaicher jeglicher Art, Wirbellose ff. können so bessere Überlebensbedingungen finden.

Hier nun die obere Brücke meiner heutigen Tour – Standort der Großaktion HuSt, noch nicht lange her.

Gut ein Vierteljahr, sehe ich – wie die Zeit vergeht!

Was zeigt das Foto? – Nichts !   ??? Doch: Ungestörter Abfluss, die Standorte etlicher Treibselsammler ahnbar durch Oberflächenturbulenz.

Vorn das Detail einer linksufrig stehenden Reihe – munter fliesst die Mühlenau – drüberweg (und, unsichtbar: hindurch).

An dieser Stelle haben wir zwei Treibselsammler beidufrig auf gleicher Höhe angebracht – eine Ausnahme.

Die anderen haben wir wechselnd eingebaut.

Blick bachauf – auch die „oben“ stehenden Treibselsammler bieten ein gutes Bild.

Jetzt dürfen wir gespannt sein, wie Mittel- und Niedrigwasser die Dynamisierung der Gewässersohle präsentieren werden.

Und weiter geht`s Richtung Hallenbad / Rosengarten (zur „unteren Brücke“ des heutigen Tages).

Blick bachauf vom Parkplatz am Bad zur Rosengartenbrücke: Frei fliesst die Mühlenau, Lenkbuhnen sind an Oberflächenturbulenzen erahnbar.

Erstaunlich, wie die auf der Sohle vor randlichem Kiesdepot liegenden „Riegel“ (leicht schräg gegen die Strömung) für Wissende ihren Standort verraten.

Hier sind sogar „Vortices“ ausgebildet, turbulente Strömung, die Luft(-sauerstoff) tief ins Gewässer einbringt. – Und sowas in einem „Tieflandbach“.

Blick bachauf von der Rosengartenbrücke – eine Lenkbuhne „Denkmal – Denk mal!“ (hier können gelegentlich meditierende Naturfreunde angetroffen werden) entwickelt die typische, uferentlastende Turbulenz.

Hier im Detail.

Blick bachab – vorn rechts und ganz hinten links befinden sich weitere Lenkbuhnen. Wir können zufrieden sein!

Es liegt in der Natur der Sache – und an der hohen Frequenz von Mensch und Hund -, dass die gerade unsichtbaren Kiesdepots im Ufer nach und nach „verschwinden“. – Kein Problem. So nötig und / oder möglich, kann jederzeit nachgeschüttet werden. Verbessernde Wirkung für den Lebensraum ergibt sich parallel.

Alle reden vom Wetter? – Blick zum Himmel. Rasende Wolken unter Weiss und Blau!

Es soll (erstmal) so bleiben, sagt der Wetterbericht.

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Die Jahreszeit, in der Forellen „was Besseres zu tun“ haben.

Zum Glück hat der Regen seit Weihnachten 2022 dazu geführt, dass der Lebenszyklus der Forellen rund bleibt. Lange sah es so aus, als ob potentielle Laichkiese nicht belegt / bewegt würden.

Das sieht nun anders aus. Ein paar Eindrücke von seit 2017 nach und nach realisierten Strukturverbesserungen folgen hier.

Strukturverbesserungen für Sohle und Ufer helfen. Die Baumkulisse ist essentiell für naturnahe, lebendige Bäche.

Rausche, belaicht – aufgrund höherer Wasserführung und Spiegelung nicht leicht zu erkennen.

Noch strukturloser Kanal – Ansätze für Verbesserungen sind schier unendlich.

Auch und gerade die langen Strecken kleiner bis kleinster Nebenbäche spielen von Natur aus eine bedeutende Rolle. Stark von Fisch und Strömung bewegter Kies zeigt intensive Aktivitäten.

Beidseits belaichte Kiesfläche.

Auch hier hat sich etwas getan.

Belaicht …

Der dunkle Kies ist algenbewachsen. Der helle wurde von Fischen bewegt, die unbewachsene Unterseite (vielleicht auch „gewaschene“ Oberseite) zeigt hell das Laichbett.

Frischer Kies – mancherorts ist nicht klar erkennbar, ob Fisch aktiv war.

Hier schon.

Hier wohl auch …

… und hier.

Hier sowieso.

Wenn das Drum und Dran stimmt und die Gewässersohle ihre standorttypische Naturnähe zurückerhalten hat, kann Vieles besser werden.

Die Dreidimensionalität von Kies, flutenden Erlenwurzeln und Totholz stellt sicher, dass auch die Kleintierwelt arten- und individuenreich vertreten ist.

Die Forellen sind jetzt wohl „ziemlich durch“. Wir warten auf Bach-, Fluss- und Meerneunauge in den nächsten Monaten, Frühjahr Richtung Sommer.

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Kleiner Lagebericht aus der Mitte der ersten Januarwoche 2023 – seit Weihnachten regnet es immer (mal), Aussenaufenthalte sind möglich, (auch größere) Radtouren bei Berücksichtigen von Wolkenfronten / -lücken ebenfalls.

Die Pegel der Bäche ringsum weisen heute Abflüsse durchweg so bei 50 cm oberhalb Mittelwasser auf, was angesichts der fast durchgängig seit April 2022 anhaltenden Niedrigwasserführung (bis Austrocknen ganzer Strecken) inzwischen als bemerkenswert gilt. In Wahrheit, statistisch, ist das nichts Besonderes – „mittleres Hochwasser“ liegt bei den meisten Pegeln bei etwa 1 m höher, mögliches Hochwasser nochmal (fast beliebig) darüber.

Kleine Rundtour zeigt, spätnachmittags, 4. Januar 2023:

Der – hier immer mal gezeigte – Pferdetümpel steigt weiter an, ist schon ganz ansehnlich.

Auch eine Mulde am anderen Ende der Wiese hat sich, auf lehmiger Moräne, wieder mit Wasser gefüllt.

Aus einem schnell zuziehenden Wolkenloch guckt der zunehmende Mond auf das Geschehen.

Ich spute mich, meine Runde zu vollenden. Kurz vor Rückkehr startet der neue Schauer. – Prima!    🙂

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Nachdem nun „Weihnachtsregen ff.“ für höhere Abflüsse sorgt, zeigen Strömungsfotos, dass nicht nur bei Niedrig- und Mittelwasser, sondern auch „im Plus“ bessere Verhältnisse in bekiesten Strecken herrschen. Die gezeigten Beispiele stammen aus dem schleswig-holsteinischen Einzugsgebiet der Tide-Elbe.

Beispiel Mühlenbach, Pinnau-Einzugsgebiet.

Es gilt, vorhandenes Gefälle in der Strecke zu nutzen – Aufteilen in mehrere Rausche-Kolk-Abfolgen.

Kiesrausche, Turbulenz, Strecke mit freier Entwicklung schliesst sich an.

Kiesrausche, Turbulenz, Erlenbestand.

Blick auf Anstrom einer Rausche – man könnte meinen …

… dass hier ein Punkt, vielleicht zwei, (von Bachforellen?) belaicht wurden.

Und weiter geht`s.

Kiesrausche, Turbulenz.

Kiesrausche, Turbulenz.

Kiesrausche, Turbulenz.

Am Ende der nun bewegteren Strecke wurde das beidseits seitlich gelegte Kies-Depot gut vom höheren Abfluss transportiert. Laicher werden erwartet.

Wie nahezu überall in den über 80 % unserer bisher nicht verbesserten Fliessstrecken wartet die abwärts gelegene Strecke auch hier …

Beispiel Moorbek, Pinnau-Einzugsgebiet.

Die bereits von standorttypischen Bäumen teilbewachsene Strecke zeigt gute Fortschritte.

Induzierte Turbulenz fördert die Zunahme von Wasserstern und anderen Bach-typischen Pflanzen – hier noch unbeschattet, Wasserpest dominiert, sommerliches Gesamtzuwachsen mit Abflussproblemen wird folgen.

Blick bachauf auf die teilbeschattete Strecke – mehr als die Hälfte der Strecke (= bachab) ist noch voller Sonne ausgesetzt. Überwärmung und Massenwachstum der Wasserpest bleibt durch zu fördernden Uferbewuchs abzustellen.

Blick auf das Streckenende mit 2 Rauschen.

Auch hier kann an einer Stelle ein Laichstart vermutet werden.

Beispiel Bredenbek, Alster-Einzugsgebiet.

Turbulenz induziert, Rausche-Kolk-Abfolge.

Turbulenz-Gesamtansicht des Fotodetails aus dem vorigen Beitrag.

Durch Rauschenabfolge aufgeteiltes Gefälle reduziert die bisher übermäßigen Erosionen mit Sandtransporten. Sortierte und stabiler liegende Feinsedimente eignen sich dann mindestens teilweise ebenfalls als besiedelbarer Raum.

Das unüberlegte Gesamtabholzen der links im Foto sichtbaren Strecke wird aufgrund von Übersonnung dazu führen, dass Wasser- und Sumpfpflanzen den Abflussquerschnitt – völlig unnötig und die Gewässerunterhaltung störend, erschwerend – sommerlich zuwachsen werden.

Guter Sandrückhalt zwischen Rausche-Kolk-Abfolgen.

Blick bachab auf nun geschützte Standorte von Altbäumen.

Blick bachauf – die alte Kopfweide bleibt so noch Jahre bis Jahrzehnte erhalten.

Kleiner Bach nahebei, Nebenbach zur Rönne.

Sehen, Lesen lernen – mit gutem Gefälle tritt dieser „Straßenrandgraben“ von gefällereicher Moräne in die Obere Alsterniederung ein. Als Kies- / Steinbach !

Aus dem Dänischen kenne ich viele Beispiele, in denen solche – für den Laien unscheinbaren, scheinbar unbedeutenden – kleinen Fliessgewässer mit Schulklassenaktionen wieder zu den produktiven Lebensräumen der Vergangenheit verbessert wurden.

Sinnvoll ist das allemal. – Wo aufgrund des psychosozialen Umfelds möglich, sollte solche Chance ergriffen werden.

 

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Dank an unsere Berlinerinnen!

Wo wir gerade noch weihnachtlich urlaubten, feierten unsere Berlinerinnen mit Freundeskreis den Übergang ins neue Jahr. Unser Dank gilt den netten Wohnungseigentümern, dass beides möglich wurde!

Allen Freundinnen und Freunden lebendigerer Bäche und kleiner Flüsse wünsche ich, dass das Jahr gelingt. Wie bekannt, helfen „gute Turbulenzen“ in vielerlei Hinsicht – und sie sind herstell- und beeinflussbar. Machen wir also weiter in bewährter Manier, für alle, die noch nicht gestartet sind: Verbesserungen sind (fast) überall möglich.

Gute Turbulenz! Ganz neu! Bei Mittelwasser plus 25 cm fotografiert: Bredenbek, oberes Alster-Einzugsgebiet.

Tief ziehen „Vortices“ Luft in die Wassersäule – belüften. (Wäre da ein Sauerstoffüberschuss, träte physikalisch ein Austrag Richtung Sättigung ein). Der Bach hat „seine Stimme zurückbekommen“ – und nicht nur die(s und das).

Weil`s so schön ist, folgen im nächsten Beitrag Beispiele „guter Turbulenz“ in Fotos von 3 Bächen des Norddeutschen Tieflands, Schleswig-Holstein – sage man keiner, es gäbe im Tiefland kein Gefälle.

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Es scheint in den jüngeren Jahren – jedenfalls in weiten Bereichen des Norddeutschen Tieflands – fast so, als wollte das Wetter Heiligabend ff. das enorme Regendefizit des Jahres / der Jahre 2018 ff. noch ein wenig beschönigen. Es regnet (endlich) mal etwas munterer drauflos.

Je nach Präferenz werden Spaziergänge in Lücken oder mitten in Schauer hinein gelegt.

Nett ist es, wenn die Regenereignisse mit Schwerpunkt auf Nacht- bis Morgenstunden stattfinden …

Weihnachtstag 1 in Berlin – Morgenerwachen, verzittert.

Na, wenn das nichts ist …

Am Fernsehturm ist das Licht ausgeschaltet.

Da zeigt sich unter dem schicken Morgenhimmel … – eine Nebelwand.

Der Nebel senkt sich in die Danziger Straße, dehnt sich auch nach oben aus.

Der Fernsehturm ist inzwischen verschwunden.

Draussen ist es kalt. Der Hochnebel kondensiert an den Fensterscheiben, 5. Stock.

Da zeigt sich nicht ein Vollmond. – Über Stunden hat die Sonne schwer zu kämpfen.

Die Sonne, erahnbar, der Fernsehturm nicht.

Erst Nachmittags ist die Aussicht wieder klar.

Aussicht klar, Licht an – so geht es in den 2. Weihnachtstag.

Abschiedsspaziergang, Knaackstraße, Morgensonne am 2. Weihnachtstag.

Viele Parkflächen sind leer. „Die Schwaben“ sind offenbar über Weihnachten in Geburtsgefilde (oder anderswohin) ausgeflogen.

Knaackstraße, wir biegen ab.

Die Feuchtigkeit hebt Farben hervor – Stadtbaum Platane, 1.

Stadtbaum Platane, 2.

Stadtbaum Platane, 3 – links: Wetterseite.

Stadtbaum Platane 4 – links: Wetterseite.

Wieder oben, Wetter von Westen, Blick Zielrichtung NordWest – die Koffer sind gepackt, Zeit abzureisen.

Auf dem Weg zur Verabschiedung, Abschied vom Innenhof.

Der vor Jahren aus unseren früheren, niedersächsischen Geschichte importierte Faulbaum – gute Bienenweide, Winterfutter für Vögel – entwickelt sich im Berliner Innenhof hervorragend.

Mit der Tram geht es gen Berlin Hbf. Stopp Bernauer Straße – Gedenkstätte Berliner Mauer. Abschied auch vom Fernsehturm.

„Gedenkstätte Berliner Mauer“ ! ! ! – erwachen wir angesichts der aktuellen Weltlage, richtig ? !

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Hoch über den Dächern von Berlin – wie schrieb unser Vermieter so nett: Dies ist für die Wohnung eine Premiere. Unmittelbar zu Heiligabend war sie bisher noch nicht vermietet. Nun denn, die Familienverteilung 2022 hat sich dieses Jahr so ergeben.

Heiligabend – auch dieser Tag startet ohne Fernsehturm.

Blick nach Norden – auf dem Sendemast gegenüber kann Nebelkrähenspiel verfolgt werden.

Da sitzen gerade – eine verdeckt – 4 Nebelkrähen drauf. Schemenhaft fliegt eine 5. an. Vorstellbar, dass daraus neckisches Spiel entsteht. Letztendlich ist die Antenne anschliessend „vogelfrei“.

Ausschnitt Danziger Straße – ein Relikt von Christo, 2 Dixies unten dran.

Früh reisst der Himmel auf. Der Fernsehturm ist wieder da!

Warme, grüne Weihnacht !

Die Wolkenfront zieht ab. Von Westen setzt sich blauer Himmel durch.

Wir geniessen den Tag.

Irisierende Wölkchen vor Sonnenuntergang.

Tiefstehende Abendsonne auf bunten Häusern, Danziger Straße.

Dieser Sonnenstand wird in einem späteren Foto noch einmal auftauchen.

Wir wechseln das Gebäude, anderes Stockwerk nebendran.

Bratäpfel für alle, lecker, selbstgemacht – ein weiterer Höhepunkt des Tages.

Was ist nun mit dem Tag, wo steckt der Weihnachtsmann?! – Wir gehen eine Runde, ob wir vielleicht Hinweise finden können.

Beide Fotos zeigen Silhouetten der Kulturbrauerei – so ganz sicher sind wir nicht, ob eine(r) von uns eventuelle einen Hinweis erahnen konnte …

Wie auch immer – als wir in die Wohnung zurückkehren, findet die Bescherung statt. Da war wer!

Das vorige Foto zeigt selbstgemachte Kerzenkunst. Die Bestandteile werden restlos verwertet. Ich hebe meine Kerze als Zutat für das Frühstück am 1. Weihnachtstag auf.

Zum Schluss der Beweis – der Weihnachtsmann sonnt sich auf der Dachterrasse im späten Abendschein.

Ja, Puristen haben dazu eine eigene Meinung, kritisieren, dass da am Foto gepfuscht wurde … – Nein, da fehlt kein Schatten! Die Berufskleidung des Weihnachtsmanns ist für Ungläubige unsichtbar, wirft keinerlei Schatten.

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