Eigentlich sollte dieser 2. Sattel Kies die punktuellen Erstgaben ergänzen. Unmittelbar nach dem 1. Grasschnitt bot sich aktuell als Arbeitszeitpunkt an. Andere Verpflichtungen zwangen dazu, möglichst innerhalb 2er Stunden fertig zu werden. So wurde nicht die erste Strecke, mit teils langen Zufahrten, sondern ein Stück bachauf mit ohnehin gleicher Problematik und Priorität vorgezogen. Diese Strecke enthält einige damals noch mit sich entwickelnder Meerforellenbrut bewohnte Laichbetten, die seinerzeit nicht gestört werden sollte. Inzwischen haben die Jungfische ihre Standplätze im Freiwasser bezogen.
Kleiner Zwischenblick auf Anzeiger Pferdetümpel, Wedel, zur Wassersituation:

Uuups, Wasser fehlt! – Ich war einige Wochen nicht hier. In denen hat es zwar geregnet, aber man gerade so, dass agrarische Saat bzw. hier Wiesengras loswachsen konnte. Für Wasser in Gewässern bleibt da nichts.

… teils unter dem Dach alter, hoher Eschen und Eichen (randlich am Bach zahlreich auch die standorttypische Erle) setzen wir punktuell Baum- und Uferschutz an.

Das ist eine interessante Jahreszeit mit vielen Organismen in Hochzeitsstimmung, hier: Weibchen der Sommerkühle-Libelle Calopteryx virgo.

Die Männchen vollführen wilde Tanzflüge – oben rechts (dünner Kreis) eine Andeutung der zugehörigen Flügelfarbe Dunkelblau schillernd erahnbar.

Etliche weitere Libellenarten, teils mit hellblauem, hier rotem Körper (evt. Frühe Adonislibelle) halten sich in Wassernähe auf.

Es ist die Zeit der Großen Maifliege (Ephemera danica oder E. vulgata) – nach Hochzeitsflug legen die Weibchen (eins im Foto erahnbar) auf der Wasseroberfläche ihre Eier ab.

Auch nebendran auf dem Maisacker ist etwas los. Zunehmende Zahl von forschenden, dann Richtung Boden zustossenden Möwen zeigen dort Insektenschlupf an.

Unsere Arbeit geht zügig voran – begleitet auch von neugierigen Weiderindern auf der Fläche bachauf.
Der Bach wird „überschüssigen“ Kies an geeignete Stelle [daher der Begriff „Geschiebe“] weitertransportieren.

Ein großes Depot haben wir einseitig angelegt. Hier soll treibender Sand durch eine später händisch zu formende Rausche beruhigt, in seiner Schadwirkung gemindert werden.
Super! – Gut in der Zeit geschafft!
Ich nutze die Gelegenheit, die Strecke bachab fix anzusehen.

Altes, sich wegen Kiesmangels langsam auflösendes Meerforellenlaichbett (auch von Flussneunaugen besucht). Unterstützung wird folgen.

Der Treibselsammlerversuch bei Niedrigwasserabfluss (die Oberkante Stecken befindet sich auf Mittelwasserhöhe) – seine sortierende, Boden festlegende Wirkung bestätigt sich.
Genauso bestätigt sich unser Ansatz, nicht bautechnisch, sondern experimentell vorzugehen. Eventuell ergänzen wir einige Stecken, um auch im Mittel- bis Niedrigwasserfall Dynamik zu erhalten – oder lernen für anderen Ort („derer gibt es genug“).
Na denn, Dank an alle Beteiligten! Der Bauer wird über den nächsten, geeigneten Termin informieren.








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