
Meine Tour führt mich am Tide-Sauerbeck längs – Ebbe bereits fortgeschritten. Irgendwas ist da, hinten, im tiefen Grabenartigen.

Das ist schon spannend bei Ebbe – alles von Oberstrom muss hier vorbei. – Kürzlich berichtete ich von einem spät doch noch flüchtenden Reiher. Für diesen scheint der Platz zu interessant, vielleicht erkennt er mich auch als den Nicht-Gefährlichen.

Am ehemaligen Rohrabsturz fliesst kaum Wasser – das kann nicht nur der Niederschlagsmangel sein (?).

Bachab der Bachquerung „Am Hang“ – Beine … Es ist also mit Wollhandkrabben als wachsende Nahrungsquelle zu rechnen.

Direkt darüber, im Foto (ich habe es geteilt) und im Medium – ja, es schwärmen allerhand Mücken über dem Wasser, weiss nicht, ob Zuck- oder Stech-.
Wohl eher Zuckmücken, ich werde nicht bedrängt.

Auf dem Sand sind sie nur erkennbar „live“, an ihren fixen Laufereien (ausser der vorderen auch zwei unscharfe auf der rechten Seite).

Das ist der junge Jahrgang, der Hunderttausend-, vermutlich Millionen-fach aus dem Brackwasser flussauf – bei fehlenden ernsten Hindernissen, ggf. wird auch über Land gewandert – alles Nasse besiedelt, ggf. bis in Quellbereiche.
Der Angler kennt von Magenuntersuchungen gelegentlich doch mal geangelter Barsche und Forellen, dass Wollhandkrabben eine beliebte Nahrung darstellen. Voll gepackt sind die Fische – und gingen gleichwohl an den Köder.
Die Masse der aufwandernden Tiere verwundert mich nicht, habe ich doch vor Jahren erstmals dieses saisonale Geschehen kennengelernt – da wollte ich auf einer Exkursion verdeutlichen, dass auf bewegtem Sand nichts lebt, im Gegensatz zu Strukturen wie Kies / Stein, Wurzel, Holz. – Die gesamte Sohlfläche der Mühlenau war von Kleinfingernagel-kleinen Winzlingsmassen besetzt – eine Armada eroberte sich ihren Aufwuchs-, aber auch massenhaft Gefressen-werden-Raum.

Jetzt wäre auch das allzu wenige Bachwasser bachab klar. – Der Karpfenteich, der kürzlich fast einen Totalverlust des Einstaus erlitt, hat einen Notverschluss erhalten. So können die verbliebenen Riesenkarpfen akzeptabel bis zur endgültigen Reparatur verbleiben.
Jetzt gönne ich mir erstmal ein paar Tage Pause – Neues wird folgen.




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