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Archive for November 2020

Von der Wedeler Au, Rissen (vgl. gestrigen Beitrag), gehen wir westwärts, queren den Waldweg Rüdigerau.

Wir befinden uns im Klövensteen, Hamburg. Erholungswald, wie das Schild vermittelt.

Wohl seit den 1980ern will die Politik mit diesen Schildern auf das Primat des Waldes als Erholungsort des Städters hinweisen. Der in anderen Bundesländern noch weitgehend „gepflegte“ Brauch des Wirtschaftswaldes, der Geld in die Kasse zu bringen hat, soll hintan stehen. – Na ja, manchmal stimmt das sogar. So krass wie z.B. in Sachsen, wo „die Forst“ für die Nationalparke zuständig ist und wundersame Eingriffe von vorgestern vornimmt, ist es in Hamburg jedenfalls nicht. Es ist ein mühsames Geschäft Richtung Zukunft (die längst hätte beginnen müssen), das Förster aus dem Umfeld Lübecks und anderswo her pflegen.

Links liegt der „Große Fischteich“, vor uns die Querung der „Rüdigerau“, vom „Kleinen Fischteich“ kommend.

In der Rüdigerau ist offenbar sehr lange kein Wasser mehr geflossen.

Seit Sommer, mehrmals hier im Blog beschrieben, hat sich die Situation nicht geändert – es fehlen ca. 1,5 m Wasser.

Die Stockenten interessiert das nicht so sehr.

Wir haben den „Großen Fischteich“ fast umrundet. Wo kein Zulauf, da kein Ablauf.

Wann hier wohl wieder Wasser abfliesst?

Glatte Buche, raue Kiefer, Nurdachhütte aus Waldfunden – unabhängig von der Wasserproblematik ist der Klövensteen in seinem Abwechslungsreichtum immer einen Besuch wert.

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Frische Luft ist immer gut. Angesichts geltender Vorgaben treffen wir uns, zwei plus zwei, zwei Bundesländer, auf der hamburgischen Seite der Wedeler Au, P im Forst Klövensteen.

Erstmals begegnen wir der Wedeler Au neben dem Kinder-Hospiz Sternenbrücke, Blick bachauf.

Das Bezirksamt Altona, Wasserwirtschaft, hat dem Bach hier ein dem Niedrig- und Mittelwasser angepasstes schmaleres Bett gegeben. Das gibt Kraft.

Anstrom und Beginn des neuen Kiesbetts. Die Turbulenz wird, zusammen mit verstärkter Sauerstoffzufuhr, für eine bessere Verarbeitung des Eisenockerproblems der Wedeler Au sorgen. Die Gewässerlebewesen werden sich in Arten- und Individuenzahl vermehrt einstellen.

Bachab der Brücke, quer – das Hochwasserbett bleibt unberührt.

Bachab.

Ein Stück bachauf im Buchenwald treffen wir auf unsere Stelle, an der wir im Frühjahr immer mal nach Tierchen / „Viechern“ gucken – die Graufärbung liegt am erwähnten Eiseneintrag.

Der eine und andere Beitrag dazu und zu den Wirbellosen ist hier im Blog zu finden.

Wir nähern uns der Zufahrt zum Hanna Reemtsma Haus, Brücke Kriemhildstraße.

Baustelle, mit Baumschutz.

Wie an der Sternenbrücke wird hier ein schmales Niedrig- / Mittelwasserbett profiliert.

Blick bachauf: Baubedingt wird hier Wasserhaltung betrieben. Das Foto zeigt den Wochenendzustand, Einstau mit kleinem Umlauf, kein Baubetrieb.

Weiter geht`s auf dem Wanderweg entlang der Wedeler Au, bachauf.

Bevor wir im Klövensteen verschwinden, kommen wir an einem stark ockerbelasteten Graben am Rand der Bachaue vorbei. Nebendran wurde gerade ein privater Gartenteich neu profiliert.

Demnächst geht unser Spaziergang im Forst Klövensteen weiter.

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Hinterm Elbe-Deich, in der Marsch bei Hetlingen fehlen noch immer 1,5 m Wasser im alten Heuhafen.

Der scheint vom Tidegeschehen der umliegenden Gräben vollständig abgeschnitten zu sein und nur von Regenwasserzuflüssen zu existieren. Was in Normalzeiten ziemlich gleichbleibenden Füllungsgrad beschert, versagt, so lange es nicht ordentlich regnet.

Der Pferdetümpel auf der Geest, Mittelweg in Wedel, profitierte immerhin vom gelegentlichen Regen, vor allem aber herbstlich bedingter geringer Verdunstung.

Er ist nun nicht mehr dauerhaft trocken, aber man gerade am Boden leicht eingestaut. Graugänse finden das schon interessant für einen kleinen Stopp.

Aufgrund der sturmbedingten Tidehochstände in der Elbe am 19./20. November wollte ich mal gucken, ob Wanderfisch in den Bächen Spuren hinterlassen hat. Schliesslich befinden wir uns mitten in der Laichzeit! – Aber, wie im vorigen Beitrag beschrieben: die Sturmflutsperrwerke Pinnau und Krückau waren ja zu – bis zu 5 Stunden während der Flutphase. Ob und wann die Wanderfische wohl kommen? All die Wochen und Monate zuvor – wie weiter andauernd – locken die Bäche nicht gerade. Sie bewegen sich weiter im Niedrigwasserabfluss. Selbst 2019 zeigte ab Oktober ein anderes Bild. Nach Niedrigwasserabfluss seit April brachte regelhafter Regen immerhin aufwärts schwankende Abflüsse bis Mittelwasser. Da hatte der Fisch dann „Wasser unter dem Kiel“. Alle Kiese wurden bis Jahresende belaicht – wir wunderten uns über so viel „Bewegung“.

Wie das wohl aktuell aussieht? Das Wetter jedenfalls – für Spaziergänge – ist schön!

Erster Stopp an der städtischen Pinnau, Am Hafen.

Hoch liegen die Freizeitboote auf der eingestauten Pinnau.

Andere Straßenseite, Pinnau unter der Bahnbrücke. Das Sperrwerk scheint offen zu sein, Treibsel an der Oberfläche setzt sich Richtung Elbe in Bewegung.

Fahrstreckenbedingt stehen nun gut anfahrbare Brücken / Querungen der städtischen Mühlenau auf dem Plan.

Die städtische Mühlenau – entsprechend des hohen Tidewassers ist die normalerweise rasch fliessende Schussstrecke unter der Brücke Mühlenstraße eingestaut.

Blick bachauf – da lediglich Niedrigwasserabfluss herrscht, erhöht sich der Wasserstand „von hinten“ nicht.

Den Wanderweg habe ich schon ca. 1/2 Meter überstaut gesehen, vgl. Beitrag vom 8. Januar 2018.

Querab Bahnhof Pinneberg, hier Standort Christiansenweg, wird eifrig an der Fertigstellung der Bauten im B-Plan Mühlenauquartier gearbeitet.

Direkt bachab der Holzbrücke sitzen die beiden bekannten Weihnachtsgänse und pflegen sich.

Langer Blick bachab.

Bachab An der Mühlenau staut sich das Wasser noch. „Normal“ ist hier ein Abriss der Pflasterstrecke der Brückenbauwerke zu sehen. Immerhin fliesst es.

Ob wohl die abwärts liegenden, überstauten Laichkiese bereits belaicht werden? Wir werden es später mal erkennen können.

Bachauf der S-Bahnbrücke rauscht die mit 25 t Kies belebte Mühlenau im strukturierten Niedrigwasserbett.

Draufsicht. – Nix zu sehen, keine Laichaktivität bislang.

Ankunft gegenüber Waldkindergarten, bachauf Rosengarten.

Bachauf ist aufgrund des Blattfalls beginnende Wirkung des Treibselsammlers, vorn rechts, zu erkennen.

Hochwässer werden auch den Treibsand umlagern in strömungsberuhigte Bereiche und eine tiefere Fliessrinne schaffen.

Bunter Blick bachab.

Etwas weiter nach bachab geblickt, bunt.

Vorn an der Kombination Treibselsammler mit (ungeplant) Kies davor ist Wirkung trotz Niedrigwasserabfluss zu sehen (real mehr als auf dem Foto): Turbulenzen in Bachmitte. So soll das sein.

Ankunft im grünen Umfeld Rehmenfeld. Es ist zu hoffen, dass Politik hier bei der B-Planentwicklung Neustes und insbesondere Grün- und Gewässerschutz in den Vordergrund stellen wird. Klimawandel mit den Extremen verschärfter Niedrig(st)wasserabfluss und stärkere Hochwassersituationen fordern klare Vorausschau im Handeln.

Blick bachauf Brücke querab Regioklinik.

Die beiden Treibselsammler sind noch da.

Obwohl der nördliche mittig kaputt erscheint (??), scheint seine Wirkung in Ordnung zu sein.

Der südliche steht gut – könnte durch weitere Stöcke verlängert werden.

Erkennbar ist an allen Standorten der Kiesdepots und Treibselsammler, dass die Ufererosion punktuell entschärft wurde. Der Neuaufbau verloren gegangenen Bodens kann bislang anlässlich ausgebliebener, die Sohle neu strukturierender Hochwasserabflüsse noch nicht erwartet werden. Es bleibt spannend.

Angekommen an der ländlichen Mühlenau – Blick bachauf am Pegel Rellingen.

Herbstaspekt auf Kiesrausche.

Der Kies, gut besiedelt mit Wirbellosen, liegt von Kieslaichern unberührt.

Ich schliesse den Bogen, fahre rüber zur ländlichen Pinnau.

Am Sandfang musste 2020 wieder allerhand Sand entnommen werden.

Eine fortwährende Aufgabe – dieser erhebliche Bodenverlust im oberen Einzugsgebiet muss durch Ansetzen an den Ursachen konsequent reduziert, minimiert werden. – Der hier gebaggerte Sand ist lediglich ein Anzeichen der realen Situation. Vorweg bzw. parallel geht „die Mutter“ verloren – der Mutterboden. Mit ihm bewegen sich Nährstoffe, Pestizide und vieles mehr Richtung Nordsee. Dort, genau wie hier im Bach, haben sie (eigentlich) nichts verloren!

Auch hier, die Rauschen von Laichern nicht bewegt.

Diese raue, steile Rampe wird uns auch weiterhin als „Beweger“ einzubringendes Kieses nützen.

Blick Richtung Pinneberg.

„Mäander“, hingeplant und hingebaut. Allzu „glatt“, die Sohle für Mittel- und Niedrigwasserabfluss überbreit, übertief, vorhandenes Gefälle nicht nutzend. – „It`s a long way …“.

Die Zeit läuft, die notwendigen lebensraumverbessernden Arbeiten zum Erreichen der in D (und von D in der EU) gesetzlich verankerten Ziele der Wasserrahmen- und der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie umzusetzen. Das geht nur Schritt für Schritt – auch heute, nach 20 Jahren rechtlicher Gültigkeit (fachlich galten die Ziele schon immer, wurden allerdings erst ab Ende der 1970er zunehmend in ihrer Dringlichkeit erkannt). Es bedarf der Konsequenz, des Stoppens teils (immer noch, immer wieder auftretender) unsäglicher Behinderungen und des langen Atems aller Beteiligten.

Besten Dank zum langsam, aber sicher kommenden Jahresende 2020 allen positiv Gesonnenen, allen Aktiven und allen Förderern!

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Und am Mittwoch den M ii … – el !

Im Beitrag vom 6. Oktober hatte ich beschrieben, dass  nach 5 Jahren Umzug Nds. —> SH ein Wechsel des Kfz-Nummerschilds durch Neukauf ansteht.

Gestern war es so weit. Coronabedingt ca. 4 Monate verspätet wurde uns nach den erforderlichen Schönheitsarbeiten am Winz-Import und Erledigen der Bürokratie der kleine Flitzer übergeben.

Da steht das Küken, flügge.

Es will raus.

Kurze Zeit später ist das feuerrote Spielmobil sicher in der Tiefgarage gelandet.

Da ist noch Freiraum im toten Winkel.

Donnerstag. – Vorsicht, die Spiegelung zeigt: Ab sofort ist das nun mit Aufkleber versehene Gefährt in freier Wildbahn unterwegs.

Damit mich jeder am Bach erkennt bzw. das Fahrzeug zuordnen kann.

Den Aufkleber gibt es kostenlos in Niedersachsen, beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).

Und – was soll ich sagen – das Teil fährt. Wie der Blitz! Wir kommen uns vor wie in der Zeit, als wir uns Richtung kleine Diesel verirrt hatten (lang ist`s her!): Da sah man im Auge des Hintermanns / der Hinterfrau groß ein D spiegeln – also Spurwechsel an der Ampel. – Und dann … sprintet der kleine Diesel los … – Der Elektro kann das noch besser.

Das Schärfste daran ist, dass mit frei einstellbarer „Rekuperation“ (= Motorbremse) und vorausschauendem, die Bremse vermeidenden Fahren die beim starken Beschleunigen „verlorenen“ Energie-km wiedergewonnen werden.

Wer einen roten M ii electric sieht, der hinten auf dem Nummernschild ein E hat, kann fast damit rechnen, dass jemand von uns am Steuer sitzt. Das Interesse an dem Fahrzeug, vor allem wohl die Verschnarchtheit der Konzernmutter (!!! Herr Weil, Sie sollten als Aufsichtrat nicht immer auf Subventionen drängen, sondern lieber im Konzern auf rasante Zukunftsfahrt!) war so groß, dass die Produktion nicht nachkommt. Schade für alle, die nach uns bestellten. Beim Trabbi wusste man immerhin, dass der in (?) 14 Monaten geliefert wird. Bei unseren intransparenten Firmen ruht still der See, es besteht offenbar keine – jedenfalls keine weitervermittelte – Information.

Derweil fahren wir munter drauflos – wie meist mit dem Rad und gelegentlich mit dem Elektromobil.

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Bent Lauge Madsen, der bekannte dänische Gewässerforscher und Mentor unzähliger Gewässerökologen sowie -techniker und -Ingenieure, Berater jeglicher Interessierter an Verbesserungen an und in Gewässern, spricht gern von der Stimme des lebendigen Bachs und verdeutlicht das.

Gestern war mal wieder so ein Tag, an dem ich in Begleitung eines Fischereipächters diese Eigenschaft lebendiger Gewässer in freier Natur gut erkennen konnte. Das Vermitteln des Erlebnisses geht hier im Blog auch ohne Ton, über das Sehen.

Stimmen am Himmel, ziehende Gänse.

Wir Menschen hantieren an unserer Umwelt seit jeher herum – meist, um sie vermeintlich nutzbarer zu machen.

So sieht daher bis heute die Masse der Fliessgewässer – (so)gar über Google Earth sichtbar – aus. Kanalartige, Erosionssand-gefüllte „heavily modified waterbodies, hmwb“ – hingerichtete Gewässer.

Diese Gewässer haben ihre Stimme verloren.

Der Ebach mündet in die obere Pinnau – dasselbe Bild, kein Ton, kein Leben.

Bei diesen beiden, so erbärmlich aussehenden unscheinbaren Gewässern auf Moräne im Norddeutschen Tiefland handelt es sich gewässerökologisch um die Forellenregion, Laich- und Aufwuchs-Habitat („die Kinderstube“, auch im Englischen so gebräuchlich).

Dänemark zeigt seit Langem, dass die Zerstörung reversibel ist. Dort kennzeichnen am Ende des ersten Lebenssommers 5-10 Jungforellen den Quadratmeter des wieder genesenen Forellenbachs.

Was ist nun mit der Stimme des Bachs? Symbolisch, aber auch an der wechselnden Wahrnehmung der uns umgebenden Realität verdeutlichte mir das Anfang der 2000er der Mühlenbaumeister Hans-Werner Melges an der Bifurkation Melle (Foto auf S. 32 in „Bessere Bäche„).

Die Stimme eines Bachs kann man zurückgewinnen, indem z.B. der standorttypische Gewässergrund und die turbulente Strömung wieder hergestellt wird. Das ist zur oberen Pinnau hier im Blog in den Berichten vom 29. März und 6. April 2020 beschrieben.

Und so haben wir das gestern gesehen – und gehört.

Turbulenz an einer Grobsteinschwelle – Plätscher, plätscher – murmel, murmel.

Fast Salino-Muster im Anstrom und oberen Bereich einer neu geschaffenen Rausche – es rauscht.

Zopf-Muster im Abstrom einer Rausche – das Bild ist hörbar.

Das wollen wir gern erweitern. Nach den ca. 550 m wiederbelebter Pinnau in 2020 wollen wir 2021 weitere Hunderter Meter angehen. – Herzlichen Dank an dieser Stelle allen unermüdlichen Unterstützern der zahlreichen Aktionen 2020!

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Das ist nun schon 7 Wochen her – 4 Silberreiher über dem Lanner, Holmer Marsch.

Oben fliegt etwas Dickes. Leider war weder auf diesem noch auf einem der Folgefotos zu erkennen, ob es sich um einen Seeadler oder „bloß“ um einen Kolkraben handelte.

In der Zeit war die Marsch vor allem von Graureihern bevölkert. Offenbar angelehnt an letzte landwirtschaftliche Aktivitäten auf den Marschwiesen erwarteten sie Amphibien und Mäuse.

Ein Graureiher landet, obe die Silberreiher und „der Dicke“.

Von der Holmer / Hetlinger Straße über den Lanner nach NordNordWest geguckt, kann dort regelhaft Weiss = oft bis zu 5 Silberreiher am Wasser entdeckt werden. Gelegentlich mehrt sich die Zahl – durch Schwäne.

Der Graureiher ist gelandet.

Inzwischen, Richtung Mitte November, sind die Flächen dort leerer von Großvögeln.

Jüngere Radeltouren brachten häufig bei Rückkehr, Trompeten am Himmel, Blick nach oben, Kraniche in Sicht.

So ein Spektakel gucken sich offenbar auch Krähenschwärme an.

Wir liegen hier auf der Westroute ziehender Kraniche.

Von unserer früheren, niedersächsischen Heimat kennen wir die von zahlreichem, oft sehr niedrigen Überflug Tostedts und vom nahen Rastgebiet, dem Tister Bauernmoor – sehr eindrucksvoll!

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Wetter und Stimmung führten zu erneutem morgendlichen Besuch der Holmer Sandberge – diesmal anders herum. Da ich im Bericht vom 2. November das „Drum und Dran“ beschrieben habe, folgen hier weitgehend unkommentierte Fotos.

Wir starten wieder vom Parkplatz im Osten, gehen diesmal nicht südlich, sondern östlich am Naturschutzgebeit vorbei und biegen dann nach Westen ab.

Die nacheiszeitlichen Dünen sind durch entsprechend angepasste Bäume charakterisiert: Kiefer …

… und Birke.

Die Waldpartien geben einen guten Eindruck über das (Größen-)Verhältnis Mensch – Baum. Ist das – neben dem (vermeintlichen) Dunkel – der Grund, warum „Baum“ und „Wald“ bei einigen so ungeliebt bis gehasst sind? Umgekehrt gilt das wohl für den größeren Teil der Bevölkerung.

Die Regeln sind klar.

Da das Schriftliche mit Hinweis auf geltendes Recht offensichtlich nicht von allen verstanden wird, ist es inhaltlich in eindrucksvollem Blau-Weiss-Rot jüngst ergänzt worden.

Dieses Schild ist aus gegebenem Übersee-Anlass den Leserinnen und Lesern bereits bekannt. 🙂

Einige Teilflächen der Holmer Sandberge sind von Baumbestand befreit worden, damit die Dünenlandschaft erkennbar wird. Wir stehen am Morgensonne-beleuchteten Waldrand.

Eindruck von der östlichen Freifläche.

Das Freihalten ist eine ständige Aufgabe, da die Natur über wetter- und standortabhängige zeitliche Abfolge gezielt Richtung Wald arbeitet. – Erste Ansätze Moos und Birkenanflug neben Heide sind hier erkennbar.

Mitten auf dem Weg sitzt ein großes Heupferd und wärmt sich – noch ganz steif und kaum beweglich.

Das setzen wir nebendran auf besonntes Moos – ob`s hilft? Sein Jahr dürfte ohnehin bald vorbei sein.

Am das derzeitige Wasserschicksal anzeigenden, um ca. 1,5 m zu wenig gefüllten Feuerlöschteich steht vorndran ein grimmiges Holzungeheuer.

Von Südost füllt sich der Zugangsweg, wir weichen auf bekannte Umgehung aus.

Auf dem Holmer Grenzweg gehen wir zum Parkplatz zurück – vorbei an Eichen …

… und Birken, PappelGelb.

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Climate Change, Improvements in Corona Topics, Public Health – so much was waiting for you, much too long.

And, please, keep uneducated dogs on a leach.

Yes, you can! – We are so glad! Thank you!

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Ein Anruf zu spontanem Sonntagsspaziergang gem. kommenden Corona-Vorschriften (2 Familien, max. 10 Personen [Letzteres zu 50 % ausgefüllt]) führte uns in die Holmer Sandberge.

Die haben wir zu Wochenenden und bei Sonnenwetter meist gemieden – Ausgeh- und Hundeauslauf-Hot Spot (ja, auch dort gilt die Anleinpflicht SHs und speziell die Vorgaben für Wald und Schutzgebiete). [Es geht die Vermutung um, dass sich hier so viele Hunde ballen, da die Anleinpflicht in Hamburgs Wäldern kontrolliert wird, ggf. Verstöße geahndet werden. Hier, in Zuständigkeit der Gemeinde Holm sei das nicht der Fall. – Hallo, Herr Bürgermeister!]

Aber, wer früh genug kommt, kommt halbwegs ungestört davon. Schön ist es hier allemal.

Treffpunkt Parkplatz Eggernkamp. Tiefe, volle Pfützen fordern Konzentration beim Zugang.

Ja, es hat einmal etwas geregnet. Das reichte diesmal sogar zur Reaktion der Bäche, die immerhin über 2 Tage den flachen „Wasserberg“ zwischen Niedrigwasser- und (man gerade) Mittelwasserabfluss an den online-Pegeln erkennen ließen. Die Vegetation mit oberflächennahen Wurzeln allerdings hat sich gefreut!

Wir gehen nicht direkt in die Sandbergefläche, sondern das erste Stück über den Holmer Grenzweg daran vorbei.

Fröhlicher Sonntagmorgengruß an und von Reitern und Pferden (im Foto noch im Singular). Gelegentlich quert der Reitweg den Wanderweg in den Holmer Sandbergen. An solchen Stellen ist Aufmerksamkeit angebracht – wie bei Auto- und Radfahrern gibt es auch bei Reitern einen gewissen Prozentsatz, der möglichst immer, auch an Gefahrenstellen, sich bzw. die PS „am Gas“ bewegt.

Dies ist kein Moos, aber gleichwohl ein gutes Zeichen.

Ich habe gelernt, dass zunehmend Haustiere (jedenfalls „privat“) mit weniger, möglichst keinen Antibiotika versorgt werden – halt wirklich nur bei Notwendigkeit. Das kann man hier an weitgehend zersetzten Pferdeäpfeln (auch bei Kühen, entsprechend auf Weiden) erkennen. Bis vor Kurzem lebten wir alle in dem Bewusstsein, dass tierische Ausscheidungen lange bis ewig in der Fläche herumliegen. Ja, so weit kann es mit flächiger Vergiftung gehen. – Gut, dass sich das ändert!

Wir sind in den randlichen Kiefernwald abgebogen.

Das Foto relativiert anschaulich menschliches Maß (die beiden Großen sind 1,90 m bzw. darüber) im Vergleich zu älter gewordenen Bäumen. Der grüne Unterwuchs ist großenteils nicht „unsere“ Traubenkirsche Prunus padus, sondern Prunus serotina, Neophyt. Die buschartigen Stämmchen zeigen die verzweifelten Versuche, dieser Art Herr zu werden. – Andernorts hat man sich besonnen, ob deren Durchhaltekraft nicht genutzt werden sollte, Nutzwald zu entwickeln.

Zur Linken lichtet es sich – dort wurde recht kleinflächig alte Dünenlandschaft durch Entfernen der Kiefern freigelegt.

Es ist Pilzzeit. Einige späte Sammler sind gelegentlich zu sehen – selbstverständlich nicht Sammler von Fliegenpilzen.

Ein Prachtexemplar – später werden wir von Vandalen zerstörte Fliegen- und andere Pilze am Wegrand finden.

Wieder eine lichtere Fläche, die von jungem Birkenaufwuchs gelb gefärbt ist.

Wir sind am künstlich angelegten Feuerlöschteich angekommen. – Wo ist das Wasser?!

Wir erkennen hier, was uns Förster und Wald-Experten immer wieder spätestens seit Anfang 2020 sagen: Der obere Bodenbereich ist bis in 2-3 m Tiefe vollkommen trocken. (Daher auch das für uns heutige Menschen unbekannte Buchensterben in bestimmten Lagen, vgl. Beiträge über Schneewittchendorf und Drumrum.) Diese Situation spiegelt sich im Feuerlöschteich der Holmer Sandberge.

Das sieht im nördlichen Teil, dem Hauptbecken, nicht anders aus.

Wir haben die Flaniermeile gequert und sind in den westlichen freigelegten Dünenbereich gelangt – Heidekraut am besonnten Rand.

So weit die Fläche regelhaft frei gehalten wird, dominiert Sand das Bild, weiter Blick.

An den Kiefern im Foto ist aber bereits das Dilemma solcher Landschaften erkennbar. Aus bzw. in nacheiszeitlicher Tundren- / Steppenzeit durch Winderosion entstandene oder durch menschliche Übernutzung armer Böden hervorgerufene Erosionslandschaften überwachsen in einer zeitlichen Abfolge Richtung Wald.

Die Sandberge sind zwar als Dünen entstanden, ihnen fehlt aber heute die freie Wandermöglichkeit, kleinflächig und Hochwald-umgeben wie sie liegen.

Zum Dilemma gehört, dass die regelhafte „Pflege“ nicht in frühen Stadien „mit leichter Hand“ erfolgt. So werden heutzutage oft genug Maschinen zum Beräumen der aufgewachsenen Vegetation, zum Wiederfreilegen des Sandes verwendet. Das aber hat zur Folge, dass Höhen- und Breitendiversität der ehemaligen Dünen nach und nach eingeebnet, nivelliert werden. – Man darf fragen, wo und wann die Sinnhaftigkeit endet.

Neben Heide etabliert sich anderes Grün, starten Birken.

Hier ist eine Birkenwaldinsel stehen gelassen worden.

Sukzession ist voll in Gang.

Kleinklima spielt eine große Rolle – Moose und borstige Gräser starten.

Hier will offensichtlich nur Moos wachsen – und das prächtig!

Und hier, vorn, hat der „pflegende“ Mensch maschinell gewirkt – uns scheint: planierend …

Ich kann es nicht verhehlen, es schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Leserinnen und Leser dieses Blogs haben aus meinen Bachbeiträgen zutreffend schliessen können, dass mir Anstöße zur Selbsthilfe in zerstörten Naturlandschaften – nicht zuletzt auch aus finanziellen / ökonomischen Gründen – naheliegen. Die Natur, nach Abstellen von Defiziten, weiss besser als wir Menschen, wohin sie Standorte entwickeln möchte. Und das tut sie dann, wenn nicht Gravierendes entgegensteht, schnell und effektiv.

Auf der anderen Seite haben Kulturlandschaften ihre Wertigkeiten und ihren Charme. Der Flächenverlust der bis ins 19. Jahrhundert riesigen Heidelandschaften und damit auch der Verlust ihrer spezifischen Tier- und Pflanzenwelt wird zurecht beklagt. Wir müssen uns allerdings bei Planungen mehr als bisher vor Augen führen, wie viel Fläche wir mit hohem (leistbarem?) Aufwand erhalten oder entwickeln wollen und können. Holmer Sandberge und Lüneburger Heide können als zwei charakteristische Beispiele dienen.

Herbstaspekt pflanzlicher Sukzession in östlicher, großer Freifläche.

Zweifellos ein schönes Bild, ein vielfältiges Naturerlebnis. Wir dürfen auf die Entwicklung in kommenden Jahren gespannt sein.

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Nach dem 25 t Kies-Beitrag und dem über Stadt-Aspekte folgt hier der Gesamtrahmen des herbstlichen Radelns (vom Dienstag, 27. Oktober, bei Tidehochwasser und Wasser einstauendem Starkwind).

Mit gut Rückenwind (oje, die Rückfahrt!) geht es von Wedel nach Pinneberg. Spargel färbt die Landschaft bunt.

Angekommen. Durch den Hainbuchen-gesäumten Heideweg geht es Richtung Mühlenau weiter.

Blick von der Brücke Mühlenstraße bachab – viel Wasser, keine Strömung.

Da stellt sich die Frage nach dem „bachab“ – was ist hier los?

Hier, wo die Mühlenau normalerweise in steilem Schuss kurz vor ihrer Mündung in die Pinnau runterrauscht, steht das Wasser – hoch!?

Der online-Pegel bestätigt später am heimischen PC die Vermutung:  In der Elbe 1 m höhere Tide als normal, zwar wenig Abfluss in der Elbe, aber Starkwind gegenan. Das wirkt sich – das Sturmflutsperrwerk Pinnau war dann auch geschlossen – bis in die Nebengewässer aus. So ist auch hier an der ansonsten Richtung See fliessenden Mühlenau das Tidegeschehen angekommen. Der Abfluss des Bachs ist zur Zeit der Aufnahme so schwach, dass an dieser Stelle sogar langsame Aufwärtsströmung erkennbar ist.

Bachauf der Mühlenbrücke – Einstau im Bereich des früheren Mühlenteichs, langsame Aufwärtsströmung und Windstau von Herbstblättern.

Hier werden die „von oben“ ankommenden Blätter gehalten, während neue hinzukommen.

Herbstsonne hat was …

… ganz Besonderes!

Der Baumsaum der Mühlenau wird angestrahlt.

Ich komme gegenüber des B-Plans Mühlenauquartier („ILO Park“) an.

Der vorige Beitrag gibt etwa von hier aus einen Eindruck zu „Natur und Stadt, Alt und Neu“.

Baumsaum, auch mit Totbäumen.

Blick bachab Christiansenweg.

Blick bachab An der Mühlenau.

Das im Beitrag vom 25. Oktober zur Lenkbuhne umgestaltete Kiesdepot ist inzwischen laubbedeckt. – Laub fällt, strömt, verharrt zeitweise.

Blick von der Bahnunterführung bachauf, vgl. Beitrag vom 27. Oktober.

Wiese bachauf der Fahltbrücke. Der Uferrand wartet auf den Baumsaum.

Blick bachab Rosengartenbrücke – zwei „belaubte“ Strömungslenker aus Kies, herbstliche Spiegelungen.

Blick bachauf – Kieslenker, Rosengarten-Herbstfärbung.

Buchenbogen über Wanderweg.

Eine Brücke weiter, Blick bachauf: Der Treibselsammler aus Hölzchen und Stöckchen beginnt zu wirken. Mal abwarten, ob Hochwässer die erwartete Uferbildung fördern.

Genug gesehen. Wenden und zurückradeln.

Wieder auf der Brücke Christiansenweg, sind das Weihnachtsgänse in Freilandhaltung?

Allzu „Tierliebende“ füttern, was das Zeug hält – nicht witzig. Hier scheint, besonderes Extrem, sowas wie Bratreis auf dem Grund zu liegen. Ölige Kreise bilden sich, aufploppend an der Wasseroberfläche, abwärts driftend.

Mit Änderung der Bevölkerung, Zuwachs, Weg- / Zuzug und anderen Hintergründen ist es allüberall erforderlich, chronische Probleme durch regelmäßig wiederkehrende Information zu minimieren.

Die Rückfahrt findet in wechselndem Licht statt – wie erwartet mit gut Gegenwind.

Wenn das nicht ein Beitrag zur täglichen Gesundheitsförderung ist …

Am Ortsrand von Wedel begrüßen mich Herbstbäume, bunt.

Inzwischen, eine knappe Woche später, haben wechselnde Temperaturen, Starkwind und ein Bisschen Regen die Bäume jahreszeitenbedingt gezaust.

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