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Archive for 18. Oktober 2020

Im Beitrag vom 2. Oktober habe ich berichtet, dass Förderungsanträge an das Land Schleswig-Holstein zur Lebensraumverbesserung von Bächen und kleinen Flüssen erfolgreich waren. Nach Jahren erfreulicher Kooperation in stiftungsgeförderten Aktivitäten, die auch 2021 fortgesetzt werden, haben sich die Wasserverbandsvorsteher von Mühlenau und Krückau den Formalitäten gestellt (Vorläufer und Vorbild war der Verbandsvorsteher des Gewässerpflegeverbands Ohlau, Kreis Segeberg).

So waren die Zeit des Vorlaufs und die vergangenen Oktoberwochen (noch) arbeitsam(er als gewöhnlich schon). Es galt, an zwei mehr als 500 m langen Strecken der ländlichen Mühlenau (Pinnau-Einzugsgebiet) 100 bzw. 150 t Kies fachmännisch einzubringen. An der Ekholter Au (Krückau-Einzugsgebiet) und an der Krückau handelte es sich bei vergleichbaren Streckenlängen um 150 bzw. 150 und 180 t Kies.

Erwähnt werden muss der Gewässer- und Landschaftsverband des Kreises Pinneberg, der die Abwicklung des Geschehens ausgezeichnet bewerkstelligt. An dieser Stelle: Mein Dank, der Dank der Bäche und ihrer Bewohner gilt allen Beteiligten dieser Projekte!

Im Folgenden wird über eine der beiden Mühlenau-Strecken informiert. Die zweite sowie die Ekholter Au und die Krückau erhalten jeweils eigene Berichte.

Pünktlich komme ich am verabredeten Treffpunkt an – keiner da?

Wie getarnt steht der Bagger hinter dem Busch, dahinter bachab eine Kette von Kiesbergen.

Für Unbeteiligte, die so etwas noch nie erlebt haben, sieht es „schlimmer“ aus, als es ist.

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus.

Angesichts der nah an Nachbargrundstücke herangearbeiteten Aussenkurven ist hier Sicherung prioritär.

Gleichzeitig sehen wir diese Erosionspunkte als geeigneten Ort des Weitertransports von Kies an. Die Bach-Dynamik wird uns zeigen, wo das Material hingehört.

Interne Umlagerung. Bereits vom Lkw direkt in den Bach geschütteter Kies kann vom Bagger sauber entnommen und umgelagert werden.

So sind Rauschen sehr leicht mit unverschmutztem Kies anzulegen.

Der jeweilige Lager- / Arbeitsplatz wird sauber hinterlassen.

Sonne und Wolken – während die Arbeit gut voran geht, rasen Wetter über uns hin.

Eine in jeder Hinsicht spannende Situation.

Ich habe kurze, normale Stiefel an – wird die Hose nass, oder nicht?!

Es bleibt spannend.

Und dann erwischt es uns voll – der Blick hinten zum Horizont aber steht für Hoffnung.

Noch 2 Kieshaufen … – die Hose, angesichts Regen in 45 Gradwinkel, klitschnass.

Rückweg, Restarbeit, Sonne – die Hose trocknet.

Wir passieren unsere Taten – in dem ehemaligen Sandkanal sind die Grundlagen für den auf Moräne standorttypischen Kiesbach gelegt.

„Den Rest“ muss und wird der Bach – zusammen mit seinen Bewohnern („Bioturbation“, in dem Fall primär von großen Kieslaichern) – selbst bewerkstelligen.

Schnell sind Restkiesmengen einiger so verlassener Schüttstellen untergebracht, …

Alle Schüttplätze sind gesäubert hinterlassen.

Wir warten auf Regen.

Mein Einweisen des Baggerfahrers erfolgte nachmittags. Der nächste Beitrag gilt Mühlenau-Projektstrecke 2, an dem vormittags der Wasserverbandsvorsitzende und ein engagierter Angler des Fischereipachtvereins die Arbeiten dirigiert hatten. – Bei meinem Besuch tags drauf gab es dort Besonderes zu sehen.

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