Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 2. Oktober 2020

Im Frühjahr 2017 startete erstes Bekiesen, z.B. an der ländlichen, später auch städtischen Mühlenau, gefördert durch die Edmund Siemers-Stiftung, Hamburg und unterstützt durch den Wasserverband Mühlenau und die Stadt Pinneberg. Nicht zuletzt ausgelöst hierdurch konnte in den Jahren 2018 und 2019 unter anderem von geförderten Projekten durch die Metropolregion Hamburg, dabei auch Pinnau und Mühlenau, hier im Blog berichtet werden. 2020 setzte sich – bei Beachten der jeweiligen Corona-Bedingungen – die Strukturverbesserung etlicher Bäche fort.

Inzwischen sind neben der Kreisverwaltung, Team Wasser und Team Naturschutz, auch das LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume), Dezernat Fließgewässerökologie, sowie der LKN (Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz), Abteilung Wasserwirtschaft …, beteiligt.

So bot sich die Möglichkeit, auch bestehende Förderprogramme des Landes zur Lebensraumverbesserung unserer Bäche und kleinen Flüsse zu nutzen. Die jeweiligen Anträge der Wasserverbände sind bewilligt (herzlichen Dank allen Beteiligten von der Vorplanung über die Begutachtung bis zur Genehmigung!) – es geht an die Umsetzung.

Zwei Strecken an der Mühlenau standen gestern an, um die Anlieferung von 150 bzw. 100 t Kies punktuell zu lenken. Als gut geeignet erweisen sich dafür immer Elektrozaunpfähle, die mit einem Zipfel Flatterband erkennbar gemacht werden – pro Strecke waren 20 Stück vorbereitet. Die Örtlichkeit der einen Strecke ermöglicht, so das Wetter mitspielt, direkt mit 3-Achser Lkw anzufahren und je 2 Punkte zu beschicken. Von dort aus kann weiteres Aufteilen etwa auf 3 Stellen in Punktnähe durch Bagger erfolgen (zur Präzision solcher Baggerarbeit vgl. den vorigen Beitrag). An der anderen Strecke wird die Gesamtanlieferung auf festen Untergrund erfolgen. Von dort aus werden vom Bagger gefüllte Mulden die einzelnen Punkte anfahren, teilschütten. Auch hier wird die feinere Verteilung mit Bagger erfolgen. Ein Beispiel hierfür ist im Blog-Beitrag vom 7. Juli 2020 zu finden (Moorbek, Norderstedt).

Die Entwicklung eines standorttypischen Gehölzsaums ist immer auch Ziel solcher Verbesserungen.

So sollten die Punkte jeweils sicht- und ansteuerbar sein.

Vor jüngerer Zeit eingebrachte Kiesstruktur zeigt überall die nun günstigere Situation – insbesondere in der andauernden Zeit extremer Niedrigwasserführung.

Freie Strecken werden nach Möglichkeit eine längere Rausche erhalten.

Einer der 20 Stecken an Strecke 1. – Wir bleiben nicht unbemerkt.

Ja, wir erregen regelrecht Aufmerksamkeit!

Frei bleiben punktuell vorhandene Startbesiedlungen standorttypischer Pflanzen wie Kammförmiges Laichkraut, Brunnenkresse, Wasserstern.

Abstand gehalten wird ebenfalls zu Drän- und Rohrzuläufen, hier durch Metallpfahl gekennzeichnet.

Eine alte, punktuelle Sohlpflasterung zeigt ebenfalls eine Zuleitung an – hier wird entsprechend Abstand gewahrt.

Strecke 1 ist bestückt, Rückkehr zum Ausgangspunkt.

Ab November wird der rote Punkt in solcherlei Fotos ein anderes Rot aufweisen, der Motor elektrisiert sein.

Mehrere Flatterbandpfähle in Strecke 2 – zügig gehen wir das Ufer ab.

Fertig, auf dem Weg zurück zu den Autos.

Zum Abschluss noch ein Foto aus Strecke 1 mit älterer Kiesrausche, die bereits mehrere Winter von Forellen und im Frühjahr von Flussneunaugen belaicht war.

So in etwa stellen wir uns die Entwicklung vor. Möge das Wetter unserem Unterfangen bei Kiesanlieferung und -einbringen hold sein!

Read Full Post »