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Archive for 7. Oktober 2020

Nachdem ich die Ederseerandstraße entlang des Nord- und Ostufers des Sees befahren habe, geht es weiter Richtung Schneewittchendorf Bergfreiheit. Das wollte ich mir doch mal ansehen, nachdem ich früher nur einmal durchgefahren bin.

Bei Kleinern – in riesigen Stapeln liegen die Zeugnisse unseres Waldzustandes. Zum Erhalt bis zur Verwendung wird intensiv bewässert.

Der Halt am Straßenrand bringt zweifelhafte zweite Nutzung – Zeugnis heutiger Agrar“kultur“, ruff mit `m Gift! Gelborange leuchtet der Acker rechts von mir – Glyphosat lässt grüßen!

Beim Queren der Höhenrücken, Durchfahren der Täler erschrecke ich doch – je nach Ausrichtung wirken Buchenwaldberge braun. Das sieht aber nicht nach Herbst, sondern nach Trockenzustand (Sterben?) aus. Oha !

Es wird so viel über „Wetterscheiden“ gerätselt – ja oder nein?!? Beim Wechsel vom Eder- ins Schwalmeinzugsgebiet jedenfalls erscheint mir das wie ein solcher Wechsel – von hell, blau auf dunkler, grau.

Im Gegenlicht sieht das noch wilder aus.

Ziel erreicht. Ich stehe vor der Edelsteinschleiferei, Bergfreiheit. – Das ist wohl Rosenquarz.

Da liegt vor dem Haus noch ein großer, weisskristalliner Brocken – wird gerade an- oder weggeliefert.

Wer sich für Steine interessiert … – hier könnte man stundenlang gucken. Da ist noch viel mehr. (Der Anstand zu Corona-Zeiten gebietet aber, nachfolgenden Kunden auch eine Chance zu geben.) Auch die Schleiferei ist zu besichtigen.

Ich bin so früh, kann mir Zeit lassen. Für die Nachfahren finde ich geeignet Erscheinendes – kann jetzt sagen: ja, Begeisterung, gute Wahl.   🙂

Mitten im Dorf sind sie anzusehen – Schneewittchen und die 7 Zwerge.

Gleich nebendran zeigt ein bunter Brocken, wie vielfältig die hiesige Steinhistorie ist.

Historisches wurde wieder hergestellt – hier der Dorfteich. Ohne Wasser, Einstau und dann über Kraftanlagen ablaufen lassen, wäre historischer Bergbau kaum vorstellbar.

Die Erläuterungstafel dazu.

Der wieder freigelegte Bach, bei Niedrig(st)wasser.

Historisches Fachwerk, Bergfreiheit.

Irgendwo müssen die Zwerge mit den Zipfelmützen ja auch ihr Bergwerk haben. Etwas darüber befindet sich der Eingang zu einem Besucherbergwerk.

Bergbauzeit und daraus entwickelte Märchen werden beschrieben.

Nicht weit entfernt findet sich noch etwas Besonderes. Ich gehe den Waldweg bergan.

Tief unten am Talrand fliesst die Urff.

Und da liegt sich auch schon vor mir, die „Bergfreiheiter Welle“ – Stein gewordene Erdgeschichte.

Besonders im rechten, bunteren Teil finden sich jüngere Grabespuren.

Und ein Werkplatz davor. Hier suchen Fachleute und interessierte Laien offenbar Fossilien und anderes Interessantes.

Im Schutt und im Hang lassen sich unterschiedliche Dinge finden, erläutert auf Tafeln: Beispiel Mangan und Diabas.

Beispiel Eisenkiesel.

Ich blicke zurück auf das Schneewittchendorf, starte Richtung Gellershausen, Frankenau ins Tal der Eder.

Kahle Hänge und kranker Wald – das muss hier früher ein karges Leben (auch ohne unsere industriellen Auswüchse) gewesen sein.

Entlang des schönen Wesebachtals geht die Fahrt. Die Buchenhöhen …

Durch abwechslungsreiche Landschaft – wie bei der Hinfahrt von Osten her – fahre ich west-nordwestlich über Frankenau nach Schmittlotheim, weiter, rechts rum, Richtung Asel-Süd.

Mal sehen, was der frei gefallene Ederfluss bietet.

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