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Neulich, gegen Ende der Nebel-Tour, hörte ich (nein, das Gekläff der Nonnengänse steht im Nebelbeitrag am 7. März) wiederholtes, metallisches Scheppern.

Mein Blick war noch gefangen vom gut gefüllten Silofutterlager Fährmannssand und – entgeistert – von der entbaumten weisser-Esel-Pony-Fläche. Die ganze Westseite der die Hof-Silhouette prägenden Pappeln, Lieblingssitz unter anderem von schnatternden und singenden Staren, ist abgesägt, die Fläche inzwischen „sauber“.

Also, es schepperte – wo?! Da kam mir ein herumspringendes, schwarzweisses Etwas links in den Augenwinkel. Es folgte gespanntes Stillliegen, das Scheppern hatte aufgehört.

Ah ja, das herumspringende, jetzt in maximaler Aufmerksamkeit liegende Etwas ist der Border Collie des Hofs.

Das Scheppern hatte wohl die Ziege durch Bearbeiten des Zaungitters erzeugt. Hier stehen Schaf und Ziege bereit, dem Hund ihre Schädel zeigend.

Na, willst Du nochwas? – Dem Schaf wird langweilig.

Ich nehme nochmal Anlauf …

Unbeeindruckt? – Na, dann beenden wir das Ganze.

Mit einem leichten Grinsen im Mundwinkel radelte ich nach Hause.

Ist schon gemein, wenn man als Border Collie einen Beruf hat und verantwortungsvoll das Hofgelände unter Wind hält – und dann ist keiner zum Hüten ringsum!

Morgendliches Eis zeigt, der Winter meldet sich immer mal wieder. Schnell ist das Eis aber getaut.

In Wedel wird nicht nur getaut, sondern auch gebaut – hier im alten Kern, Hinter der Kirche, Schütten des Betonfundaments.

An der Elbe, Tidehochwasser, Blick über Sandstrand und Schulauer Hafen.

Tidehochwasser, Elbe vor dem Schulauer Hafen, Blick Lühemündung – hoch reitet der kleine Containerfrachter, seewärts, an niedersächsischer Marsch vorbei.

Schulauer Hafen zur Elbe – Spiegelungen bei Schiffswellen.

Blick Hafen Hamburg – rot leuchtet Containerfrachter Cap San Raphael (333 x 48 m, TG 10,8 m), etwas rechts, weiter am Horizont fährt Thalassa (368 x 51, TG 14,1 m).

Kleine Möwe … – nein, fliegt nicht, blickt aber nach Helgoland …

Dahin, woher eine Schneefront uns über Nacht gerade noch mit ihrer Kante (Schwerpunkt links der Elbe, in Niedersachsen), erwischen soll.

Heute, Dienstag:

Das hat geklappt mit der Wettervorhersage!

Also: Etwas Aussenruhe, wir werkeln drinnen.

Das nächste Radeln kommt bestimmt!

Gestern war als erstmal „letzter“, so richtig sonniger Tag angesagt. Also, nichts wie auf, Vitamin A einsammeln – die Route will „richtig rum“ gewählt sein.

Entlang der Geestkante Richtung Nord bis auf den Holmer Berg – ein junges Kalb hat schon seine, riesig erscheinenden Ohrmarken angeklippst bekommen.

An solchen Anblick kann ich mich nach wie vor schwer gewöhnen. Wann bekommen wir sowas?

Weiter geht`s, die Geestkante runter, durch die Marsch zum Elbdeich Hetlingen.

Blick Nordwest – die Überleitungsmasten leuchten vor blauem Corona-Himmel.

Blick Südwest – Schiffe in der Schifffahrtsrinne, Elbwasser auf dem Süßwasserwatt spiegelt silbern in der Vormittagssonne.

An der Röhrichtkante bewegen sich etliche Menschen. Dürfen die das / müssen wir Menschen eigentlich überall hin?

Die Bagger-Wühlerei in der Elbe bewirkt neben beschleunigtem Verschlicken der Seiten- und Nebengewässer seit Jahren immer stärkere Sandaufhöhungen an der Kante der Wasserstraße, das frühere Schlickwatt wird hier höher und sandiger. So begrüßt so mancher den „neuen Wanderweg“. – Vorsicht! Im Tidegang bringt man bei flussauf gerichteter Wanderung so manchen Priel zwischen sich und den Ausgangspunkt. – Und dann kommt die Flut. Ich hoffe als Steuerzahler, dass inzwischen bereits per Hubschrauber dann Gerettete die vollen Kosten tragen „dürfen“.

Ein weisser Bussard will sich beim Weiterradeln nicht auf der Mäusefängersitzstange fotografieren lassen.

Er findet sicherlich ruhigeren Sitzplatz auf den Altbäumen Richtung Alter Heuhafen / Klärwerk Hetlingen.

Und dann passiert`s, wer hat sich mehr erschrocken?!

Ein Seeadler kommt flach über den Deich, dreht fix wieder um …

Dann ist er doch wieder da, …

… fliegt weiter …

… über Giesensand-Vegetation Richtung NABU-Vogelstation.

Noch ein Seeadler kommt in Sicht (links oben im Foto der erste).

Den Nonnengänsen querab Vogelstation ist das gar nicht recht! Sie gehen panisch hoch.

„Jäpp, jäpp, jäpp!!!“ kläfft es wie von kleinen Hunden ringsum vom Himmel. Diese Nonnengänse queren Richtung Elbe.

Die beiden Seeadler veranstalten dann eine Flugschau.

Kammer nich` weggucken!

Schlussendlich treffen sich 4 Seeadler im Blau.

Die Adler trennen sich nach einer Weile, 2 ziehen Richtung Geest, einer trainiert ein wenig Nonnengänse scheuchen – sieht aus, als sei er satt und machte sich einen Jux, flapp, flapp, aus schlaff hinter einem flüchtigen, panisch bleibenden Schwarm herfliegen. Der vierte … weg.

Jetzt sammelt sich ein Gutteil der Nonnengänse, kreisförmig zurückkehrend, auf der Wasserfläche bei der Vogelstation.

Schwarmverhalten – eine dichte, schwarz-weisse Packung entsteht.

Blick über den Elbdeich Fährmannssand – auch über dem Priel neben der langen Buhne findet eine Flugschau statt – sehr elegant! Weiss nicht, ob da eine Riesenmöwe ??? und ein Kolkrabe ??? miteinander zugange sind.

Nochmal zum Klumpen geknüllte Nonnengänse – diese haben sich an den alten Deich der Binnenelbe „gerettet“.

Aber, wenn man so ein Neuroti ist, …

„Jäpp, jäpp, jäpp!!!“, geht die ganze Korona wieder hoch, andere mitreissend.

Silberreiher und Möwen kehren schnell zurück, fühlen sich veräppelt. Die Graugänse sind erst gar nicht gestartet.

Weiter Richtung Geest – querab vom Obstparadies sonnt sich ein Graureiher, Möwen (und Rabenkrähen) sind mit von der Partie.

Gerade, nahe einem Nilganspaar, hatte ich mit einer Bekannten über Kanadagänse gesprochen (gesehen am Feuerlöschteich der Holmer Sandberge) – da sitzen 4 neben 4 Graugänsen querab vom Theaterschiff Batavia.

Das war eine Sonnentour mit Überraschung. Da habe ich ordentlich für die angesagten grauen Tage getankt. (Obwohl so ein Radler ja kein schlechtes Wetter kennt …)

Der März ist gekommen …

… Friseure machen auf!

Roland, nachmittags auf dem Marktplatz.

Ich stehe vor dem Friseur-Salon. Aufgrund meines Verzichts auf einen Termin vor dem LockDown zugunsten Bedürftigerer habe ich bevorzugt sofort nach Öffnen einen am 1. März bekommen.   🙂  Danke dafür!

Allerdings sind meine Haare, wie aus dem Umfeld definiert, zum „Beethoven-Look“ gewachsen, an die 15 cm länger als das Schnittziel. Ich nenne das „Corona-Look“, da (das Foto bleibt geheim) mit leichter Lockenentwicklung ein Ringsum-Kranz meinen Anblick prägt(e).

Fertig! – Die Sonne sinkt.
Künstlerin und Gestalteter sind zufrieden.

Nun sind wir weiter, Nachtfrost am 5. März. Die Vögel waren in den hellen Vortagen wie verrückt. Angesichts fehlender Niederschläge jüngst sind Amsel, Kohl- und Blaumeise, Rotkehlchen, Spatz und … ja, nicht verguckt, Mönchsgrasmücke (mindestens ein Männchen ist jetzt steter Gast) Gäste an unserer Vogeltränke, auch gern als Bad genutzt.

So gehe ich denn raus, klopfe das Eis kaputt, lege es seitwärts ab.

Immer wieder interessant, stets andere Strukturen.

Nochmal quer drüber – feinziseliert am Rand.

Und kaum bin ich wieder drin …

… schon ist eine Kohlmeise als erster Gast da.

Trinkt, guckt, trinkt, guckt – was bewegt sich da innen?!

Egal, die Begeisterung über das offene Wasser lässt die Meise weiter ruhig ihren Durst löschen.

Ab morgen soll es ja wieder ein Bisschen „von oben“ geben.

An einer überbreiten Strecke der Krückau hatten wir etliche Kies-Depots angelegt (Wasserverband Krückau mit Förderung des Landes Schleswig-Holstein, Bericht vom 21. Oktober 2020), um die Entwicklung und nötige Änderungen über die Zeit zu studieren. Die Krückau würde uns schon zeigen …

Am 14. Dezember berichtete ich über die Gestaltung erster unter Wasser vor den Depots angelegter Flächen. Am Vorweihnachtstag kam dann Niederschlag, der erstmals die Mittelwassermarke wieder erreichte, danach (ein Bisschen) Schnee, Regen, nochmal Schnee, Schneeschmelze. – Es sollten also inzwischen Veränderungen durch die Krückau erkennbar sein, die weiteres, notwendiges Handeln Richtung lebendiger Bach erkennen lassen.

Februar 2021, die Sonne schien warm, ein Nachmittag lockte (vor 4 Tagen).

Das untere Ende der bekiesten Strecke, vom Moränenhang auf die Aue geblickt.

Das wegen Fehlens uferschützender Erlen am Südufer vorherrschende extrem überbreite Profil mit resultierender Sandwüstenei – statt munter fliessenden Bachs auf Kiesgrund.

Wer oberflächlich die Landschaft betrachtet, sieht ringsum Idylle. Wer – wie im vorigen Foto – genauer hinsieht, fasst es nicht. Dies ist eine Situation, wie ich sie heute SO nur selten vorfinde. Sie erinnert mich an niedersächsische Bäche, zu denen ich Ende der 1980er eine Broschüre „Unsere Heidebäche brauchen Hilfe“ auflegte, damaliger Schwerpunkt Abwasser (und mehr).

Zehn Jahre später erschien, unterstützt von der Edmund-Siemers-Stiftung, Hamburg, ein gleichnamiger Text, aufdatiert nach vielfachen Erfolgen der Abwasserreinigungsanstrengungen, die damals zielgerichtet und zügig erreicht wurden, nun mit dem Schwerpunkt dringend notwendige Verbesserung der Gewässerlebensraumstrukturen.

Unschwer auf diesen Fotos aus 2021 zu sehen: Wir haben noch viel wieder gutzumachen.

Leserinnen und Leser wissen aus aktuellen Beiträgen zu anderen, bekiesten schleswig-holsteinischen Bächen, dass unsere Kiese von Forellen, Stand- wie Wanderform, fast vollzählig durchgelaicht waren.

Ich habe Watstiefel an, wate durch die Krückau – hier, im bewegten Sand, störe ich niemanden. Keiner da!

Wie früher geschildert, haben wir gegen Ende der Strecke eine Rausche mit resultierendem Kolk so angelegt, dass die Ufer stabil bleiben.

„Durchgelaicht“ – So etwas beeindruckendes ist auf dieser Rausche nicht zu erkennen. – Teufel auch!

Bei näherem Hinsehen ist uferseits, rechts oben, ein kleines Laichbett erkennbar – wohl von einem Bachforellenpaar.

Ich gehe am Ufer bachauf, schiebe mit dem Stiefel kleine, unter Wasser angelegte Winkel zur Strömungsveränderung auf die Kiesfläche.

Im Detail ist das Provozieren neuer Turbulenz mit gerichteter Strömung gut erkennbar.

So geht das an einigen Stellen weiter. Noch wollen wir nicht auf ganzer bekiester Länge größere Veränderungen vornehmen, sondern weiter lernen.

An etlichen Stellen ist erkennbar, dass die Kieszugabe einen Niedrig- / Mittelwasserstromstrich neu entstehen liess, Sande werden weggetragen und sedimentieren seitwärts in den Zwischenräumen mit verbliebener Überbreite. Neue Flachwasser- und Uferbereiche bilden sich.

Die Schutzdepots für Altufer mit Erlenbestand bewähren sich.

Wie erwähnt, bleiben viele Kies-Depots weiter unberührt, hier wegen gegenüber zu fördernder Jung-Erlen.

Ich drehe um, gehe am selben Ufer zurück bis zur Watstelle beim Start.

Letzter Blick nach Queren der Krückau bachab – noch unberührte und veränderte Kiesschüttungen bieten eine interessante Ufervariation im Gegenlicht.

Ich nehme an, aus Text und Fotos ist klar geworden, dass eine Restaurierung von Lebensräumen nicht mit Planen, Machen, Weggehen zu erreichen ist. Es wird weitergehen.

Und irgendwann werden auch die Wanderfische aus der Nordsee diese Kiese durchlaichen. – Erschreckend, übereinstimmend mit anderen Kennern der Krückau, bleibt festzuhalten, dass offenbar die Niedrigwasserführung des Bachs 2020 – Klima „is watching us“ – so extrem war, dass die in Barmstedt stehende, ansonsten gut passierbare Fischtreppe in der wesentlichen Wanderphase zu den Laichbetten schlicht zu wenig Wasser selbst für gute Springer wie Meerforellen aufwies.

Um so trauriger, dass ein einziger Grundeigentümer mit schmaler Parzelle bis heute die Anlage einer naturnahen Umgehung des Wehrs am Rantzauer See verhindert. Hilfsweise, so ist zu hören, ist ein technischer Pass, die übliche Prothese, wenn sonst nix geht, geplant. Wann kommt er (oder wird noch ein Wunder Richtung Naturnähe wahr? – „Never give up“, sagte der Frosch, als er schon im Storchschnabel steckte.)?

Tiere an der Rönne.

Nach meinem ersten Kurzbesuch an der Rönne, vgl. Beitrag vom 21. Januar 2021, wollten mir meine lokalen Interessenten eine Strecke vorstellen, die für einen Restaurierungsstart geeignet sein könnte.

Da war auch ringsum allerlei zu sehen und zu hören.

Da war zunächst eine Gruppe Zwerg- und Höckerschwäne auf Nahrungsgrund.

Die interessierten sich nicht sonderlich für uns, zogen nur einige Meter weiter.

Auch Graureiher beobachteten uns zwar aufmerksam, fanden aber die Entfernung für sie sicher genug.

Einzig eine Gruppe Kraniche, die unmittelbar am Bach auf Grünland stand, flog auf. Die Tiere gesellten sich zu einer weiteren, entfernter an einem Knick rastenden Gruppe.

Spuren der Mähkorb-Gewässerunterhaltung – viele Schneckenarten und die im vorigen Artikel beschriebene Muschel Anodonta lagen gelegentlich, verstorben, am Uferrand.

Für maschinelle Gewässerunterhaltung waren diese Funde allerdings Zeichen sehr umsichtigen Vorgehens, so selten wie sie antrafen. Die Aus- und Fortbildung Schleswig-Holsteins Richtung schonender Unterhaltung zeigt auch hier Wirkung.

Aber dann …

Ein Bein! – Ein Bein mit Fuß … – Wir rätselten zunächst Richtung Reiher …

Aber ein Reiher hat doch keine Unterkiefer – mit Zähnen!

War nun inzwischen klar. Jetzt also auch das Geschlecht, ein Rehbock starb hier.

Der hatte ein sehr spezielles Gehörn, einteilig.

Wie auch immer zu Tode gekommen, angeschossen und nicht aufgefunden? Mir erzählte ein Jagdberechtigter, als ich ihn abends in Niedersachsen ins Gelände aktivierte (Ich hatte, mit Beifahrer, Tempo runternehmend bis Schritt, einen Rehbock, der am Straßenrand stand und just vor dem Auto lossprang, (fast nicht) berührt. Er überkugelte sich, rappelte sich auf, verschwand im Straßengraben in der Dunkelheit.), dass solche Tiere oft nicht gefunden werden. So war das auch damals, trotz Hund und starker Suchlampe. Scheinbar nicht oder kaum verletzte erleiden meist einen Leberriss und sterben oft genug an Verblutung im Schlaf. – Das mag auch das Ende unseres Funds gewesen sein.

Nach 1 1/2 Stunden Studium des Bachs und seines Umfelds kehren wir zu den Autos zurück.

Falls es zu Lebensraumverbesserungen an der Rönne kommen wird, werden Beiträge dazu folgen.

Muscheln im Bach.

Zum Thema „Muscheln im Bach“ könnte einem die Bachmuschel einfallen. Wenn man sich mit ihrer Biologie und Lebensraumanforderung beschäftigt, kommt dann schnell das Ergebnis, dass solche Art in unseren heutigen Bach-Wüsteneien nur geringe Entwicklungsmöglichkeiten hat. Bewegter Sand aus übermäßiger Erosion, aussen wie innen, ist bereits ausreichend, ein Vorkommen auszulöschen bzw. die Wiederbesiedlung von Strecken zu verhindern.

Ein (noch) völlig unbeschatteter Bach im oberen Alster-Einzugsgebiet. Vielerlei Verbesserungen sind möglich.

Immerhin zeigt die Detailansicht mancherorts, dass er auf Moräne läuft, wo möglich je nach Strömung, Turbulenz und standorttypischen Pflanzen kiesige Strukturen frei hält.

Das gilt es zu fördern.

Im Übrigen weiss auch der Maulwurf um den Moränenkies, buddelt er ihn doch ständig als hier charakteristischen Teil seines Grabguts ans Tageslicht.

Die in Jahrzehnten immer wiederkehrende Frage nach Muscheln, speziell der Bachmuschel, habe ich für „meine“ Bäche und kleinen Flüsse in Hamburg und Niedersachsen, inzwischen auch Schleswig-Holstein, immer wieder mit „nie gesehen“ beantworten müssen.

Und dann gibt es hier im Norden ja noch das ganz spezielle Stichwort „Flussperlmuschel“. Wer deren Vorkommen im Mittelgebirge verortet, kann es mindestens auf die Lüneburger Heide ausdehnen. Auch über die im Link dargestellte Verbreitung hinausgehende Vorkommen waren früher keine Seltenheit, wie Namen wie Perlbach anderswo belegen.

Sieh da, in der Rönne, Alster-Einzugsgebiet, fallen bei Bachwanderung 2 unterschiedliche Muscheltypen auf, eine davon gleich in mehreren Jahrgängen.

Innenansicht der kleinen – kein(e) Schloss(zahn oder -leiste).

Die mittlere – wie zuvor.

Und auch die große – „ohne“.

Sagen wir mal „Anodonta“ zu den dreien. Dazu wird auf Deutsch meist „Teichmuschel“ gesagt. Angesichts des Ursprungs der Rönne im Itzstedter See und mit diversen Regenrückhaltebecken nebendran ist ihr Vorkommen hier im Bach nicht verwunderlich. Zu Filtrierendes („Plankton“) wird gerade auch aus diesen Stillgewässern in die Rönne eingetragen.

Ja, die sieht anders aus, wohl Unio(?).

Umgedreht, was macht das Schloss …

Oha, kein Schloss, keine -leiste, keine -zähne! Allerdings weggebrochen …

Obwohl die Schale unvollständig ist, nennen wir sie mal „Unio“, da aussen und innen deutlich Unterschiede zu Anodonta vorhanden sind.

Beide Gattungen sind hier im Blog schon beschrieben.

Das für die Rönne angedachte Restaurieren wird durch die Sohlverbesserungen auch für die Muscheln einen attraktiveren Lebensraum bieten.

Nein, ausnahmsweise meine ich mal nicht „die Eiszeit(en)“, die uns Geest und Marsch geschaffen haben – und die potentiell schicken, produktiven Moränenbäche.

Vor Kurzem noch prägte „Wetter“ unser Umfeld, Winterwetter, wie wir es uns doch eigentlich wünschen (?).

Erstaunlich, wenn man heute auf die Elbe-Webcams in Wedel und Altona guckt. Das massive Treibeis, in der Tide Elbe-auf- und -abwärts transportiert, ist so gut wie völlig verschwunden. Vor drei Tagen, am Montag, sah das noch ganz anders aus.

Der Schulauer Hafen war völlig eisbedeckt, davor schob die Elbe dicke Packungen seewärts bzw. flussauf.

Der Sandstrand mit seinem vorgelagerten Süßwasserwatt war flächenhaft dick mit Eisschollen bestückt.

Richtung Tideniedrigwasser, vorn mahlt der Elbstrom.

Im Übergang liegendes / bewegtes Eis ist eine scharfe Kante erkennbar – weithin gerade, wie mit einem Messer gezogen. Welche Kräfte …

Und Hamburg-wärts, an der Landesgrenze, allen Leserinnen und Lesern bekannt: 2 Hopper-Bagger, von vielen mehr, die in der Hamburger Elbe und / oder in Hafenbecken und Kanälen das in seiner Menge spätestens seit der vorigen / letzten? Elbvertiefung nicht mehr steuerbare Baggergut aufgenommen haben – und wieder verklappen.

Und so geht das – mit anderem, größerem „Gerät“ von hier, neu aufgenommen (!), Richtung Elbmündung weiter – ggf. bis vor Helgoland.

Eine gesamtwirtschaftliche Rechnung hat es für den Hamburger Hafen nie gegeben. Ein goldenes (?) Kalb will schließlich in Ruhe gelassen werden.

Man muss sich wundern über den Baggeraktivismus, zur Zeit mitten in der Laichwanderung und -zeit des Stint. Der war vor einigen Jahrzehnten, nach Verlust der fachlich hier beschriebenen Kaulbarsch-Flunder-Region des Flusses Elbe, zur Hauptfischart geworden. Wen wundert angesichts solcher Praktiken, dass auch der Stint verschwindt?! Nicht nur Gourmets dieser regionalen, saisonalen Delikatesse trauern ihm nach. Das gesamte Ökosystem bis in den Bereich des Nationalparks Wattenmeer „vermisst“ diesen Fisch in seinem bisher geradezu unvorstellbar großem Vorkommen.

Ergänzung Freitag, 19. Februar 2021: Dass wir offenbar in Sachen Baggeraktivismus auf gutem Weg in einer extremen Sackgasse sind (steht hinten eine Betonwand?), gibt es inzwischen auch amtlich. – Immer munter voran! Bloß nicht das System überdenken, schon gar nicht die Eigenheiten des Tidestroms Elbe einbeziehen. – Wundert sich noch jemand?

Umkehr – Sandstrand und sein vorgelagerter, tiefer liegender Bereich, voller Eisschollen.

Heute, Donnerstag, 3 Tage nach den Fotos, ist auf Webcams und real fast kein Eis mehr sichtbar.

Wir dürfen davon ausgehen, dass die gegenwärtig durchlaufende Abflusswelle von mehr als 1.000 m³ / s, Tendenz fallend, für weiter seewärtigen Transport des Eises geführt hat. Hinzu kommt, dass die Kaltzeit dieses Monats vergleichsweise kurz war. Hamburgs Messstationen zeigten ein spätes Erreichen des Gefrierpunkts und inzwischen einen Anstieg auf 1 Grad plus, Tendenz steigend.

Wedel – Das große Tauen.

Nach dem neuen Schnee waren nur wenige Radwege durchgängig befahrbar. So nutzten wir die Straße Richtung Schulauer Hafen.

Am Schulauer Hafen – gar nicht da?

Das bei Plustemperaturen heftig einsetzende Tauen bewegt sich offenbar vorwiegend in Richtung „oben“, bildet Dies bis Nebel.

So entsteht, Baumkulisse und Findlinge, eine Landschaft in Schwarz-Weiss.

Der Deich wurde am Vortag noch eifrig berodelt – bis zum Gehtnichtmehr.

Ah, der Schulauer Hafen ist da – eisbedeckt bei Tideniedrigwasser -, die Elbe bleibt unsichtbar.

Das bei Ebbe ablaufende Wasser hat die Eiskante wieder vom Hafenkopf wegbewegt.

Möwenfotos entstehen – einer füttert, eine fotografiert.

Eifrig umkreisen die Möwen Fütterer und Fotografin.

Eisdecke und Packeis sind, tauend, schon wieder schmutzig. Nur einzelne Schollen belegen den Neuschnee der Nacht.

Die Rückfahrt gelingt bei schwachem Autoverkehr per Straße und Geh-/Radwegen.

Querab unserer Wohnung ist ein Iglu aus großen Schneekugeln entstanden, wird verfeinert.

Bei uns war nächtens offenbar ein Engel zu Besuch.

Das war der Schnee von gestern. Heute Morgen ist – bis auf Iglu-Reste – die weisse Pracht verschwunden. 5 Grad aufwärts, 8 sollen`s werden. Anpassung ist angesagt.

Nach den Sonnentouren der vorigen Beiträge hatten wir noch Elbe und Schulauer Hafen gestern bei Tideniedrigwasser angesehen. Tiefststand um etliche dm unter Normal-Tnw. Hafeneis liegt auf Schlick und sieht fast so aus. An scharf geschnittener Kante läuft das bewegte Elbe-Eisgeschehen Richtung See.

Vielleicht stelle ich dazu – quasi als schmutziger Rückblick – noch Fotos in den Blog. Die Webcams Willkommhöft und Altona bieten einen bewegten Eindruck.

Hier nun aber das Geschehen gestern, Montag Nachmittag auf heute, Dienstag Morgen. Eine Schnee-, dann Regenfront war angesagt, das übliche Störgeschehen in Privat- und Öffentlichem Verkehr trat ein.

Wohl denen, die bereits zu Hause waren.

Montag Nachmittag, Schneefall setzt ein.

… und setzt sich fort …

… und in den Abend fort …

Idyllisch sieht`s aus nach Schneestopp!

Blick zum Hauseingang.

Schnell ein Bisschen gefegt, die Mahonie entlastet.

Nun waren wir gespannt. Immerhin lag die Lufttemperatur knapp über Null.

Ah ja, der gestern noch so massig wirkende Neuschnee ist … teils geschmolzen, teils verdunstet. Die Schneeflächen sind in der Höhe zusammengeschrumpft, Bäume und Buschwerk sind schneefrei.

Vom nachweihnachtlichen Nachbardach ist im Dunkel kein Schnee auszumachen (er liegt noch, dünn).

Der Wegedienst war aktiv. Geräumt und besandet und – wäre nun nicht nötig gewesen – gesalzen.

Die Temperatur soll hier 6 Grad erreichen. Als ahnten sie das im Voraus, sind die Vögel wie aus dem Häuschen – bzw., stetig wechselnd, drin und draussen. Spatzen, Kohl- und Blaumeisen sowie im Baum- und Buschwerk Buchfinken und Rotkehlchen begutachten die Wohnangebote. Ein vielfacher Gesang erfüllt die Morgenluft.

Na denn. Vorgesehene Bach-Verabredung ist um eine Woche geschoben. Da sollen es ! 16 ! Grad werden. Wenn der Wetterbericht das so beibehält und das Wetter sich entsprechend verhält.