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Archive for 10. Oktober 2026

In gut bewährter Praxis hat der NABU Norderstedt auch 2026 auf seinem Bachaktionstag, gestützt vom „Mutterverband“ NABU Hamburg, von der Edmund Siemers-Stiftung finanzierten Kies zur Lebensraumverbesserung, Strukturgabe, Wasserrückhalt im Niedrig- und Mittelwasserbett, ins Gewässer eingebracht. Die Veränderungen nach Beginn dieser mit Wasserverband und Kreisbehörde SE abgestimmten Einsätze seit Frühjahr 2019 gestalten sich sehr überzeugend, wie auch die Teilnahme an FLOW-Untersuchungen zeigt.

Langer Blick beim Start auf baumbestandene Moorbek jenseits Mähwiese wandere ich …

… durch vielfach genutzten Mischwald, …

… der nach und nach zum standortgemäßen Buchenwald entwickelt wird, …

… ein ganzes Stück bachab, an die Moorbek.

Die seinerzeit hoch-erosive Reiterfurt wurde in kontroversen Diskussionen (es drohte die Schliessung!) Richtung halbwegs verträglicher Reiternutzung entwickelt.

Dazu gehörte auch der Umgang im Umfeld – Einhalten von Reitspuren und -wegen, was, wie jährliches Erlebnis zeigt, immer wieder eingefordert werden muss. Auch dieses Jahr sind erneut allzu viele Pferdeäpfel auf durch Reiten ge- / zerstörten Waldwanderwegen anzutreffen.

Die Leistung des Bachaktionstags 2026 kann sich sehen lassen!

Im Vergleich zum Startjahr (vgl. Link oben) ist der übertiefe, überbreit vom Menschen hergestellte erosive Sandkanal im Niedrig- und Mittelwasserbett inzwischen vielfach auf hydraulisch aktive Breite verändert.

Zahlreiche Rausche-Kolk-Abfolgen prägen nun hier das Bild.

Auffällig dieses Jahr sind dunkle Altkiese, die von offenbar in der Sache Unverständigen seitlich bewegt wurden, so dass eine tiefer entwässerne Rinne – im Schuss ! – entsteht.

Ich habe mir erlaubt, an einigen Stellen allzu krasse Eingriffe per Stiefel zu korrigieren – Rauigkeit wieder hergestellt.

Insbesondere im Herbst ist auch für Laien erkennbar, wie Rauigkeit z.B. Blätter zurückhält.

Dieses abflussabhängig dynamische Geschehen ist als Grundlage der Bachlebensgemeinschaften unverzichtbar. Bachflohkrebse erschliessen die Blätter beim Zerkleinern und Verzehr für folgende Interessenten der Nahrungsnetze.

Die neue Turbulenz – weil`s so schön ist, nochmal im Gegenlicht.

Bewegungsdynamik – es gilt, die erwünschte Eigenentwicklung des Bachs zu beobachten. Neue Erosion am gegenüberliegenden, genutzten Ufer soll verringert bleiben / ggf. werden.

So stellt sich der frühere Kanal nun „auf Strecke“ dar.

Nicht unterschlagen werden soll der dieses Jahr weiter knochentrocken liegende kleine Waldbach, der am unteren Teil der Strecke einmündet.

Seit dem Trockenjahr 2018 – mögen es alle nach und nach verinnerlichen – hat sich unser Wasserhaushalt nicht wieder dauerhaft erholt. Vielleicht wird er das – abgesehen von Aufmerksamkeit erzeugenden punktuellen Überschwemmungsereignissen – auch gar nicht ??? – Jedenfalls müssen wir auf Wasserrückhalt in der Fläche, Entschärfen der Übernutzung oberflächennaher Grundwasserleiter ff. viel mehr Aufmerksamkeit richten.

Meine Rückwanderung gestaltet sich versöhnlich – (auch) die Waldentwicklung ist auf dem richtigen Weg.

 

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