In gut bewährter Praxis hat der NABU Norderstedt auch 2026 auf seinem Bachaktionstag, gestützt vom „Mutterverband“ NABU Hamburg, von der Edmund Siemers-Stiftung finanzierten Kies zur Lebensraumverbesserung, Strukturgabe, Wasserrückhalt im Niedrig- und Mittelwasserbett, ins Gewässer eingebracht. Die Veränderungen nach Beginn dieser mit Wasserverband und Kreisbehörde SE abgestimmten Einsätze seit Frühjahr 2019 gestalten sich sehr überzeugend, wie auch die Teilnahme an FLOW-Untersuchungen zeigt.

Die seinerzeit hoch-erosive Reiterfurt wurde in kontroversen Diskussionen (es drohte die Schliessung!) Richtung halbwegs verträglicher Reiternutzung entwickelt.
Dazu gehörte auch der Umgang im Umfeld – Einhalten von Reitspuren und -wegen, was, wie jährliches Erlebnis zeigt, immer wieder eingefordert werden muss. Auch dieses Jahr sind erneut allzu viele Pferdeäpfel auf durch Reiten ge- / zerstörten Waldwanderwegen anzutreffen.

Im Vergleich zum Startjahr (vgl. Link oben) ist der übertiefe, überbreit vom Menschen hergestellte erosive Sandkanal im Niedrig- und Mittelwasserbett inzwischen vielfach auf hydraulisch aktive Breite verändert.
Zahlreiche Rausche-Kolk-Abfolgen prägen nun hier das Bild.

Auffällig dieses Jahr sind dunkle Altkiese, die von offenbar in der Sache Unverständigen seitlich bewegt wurden, so dass eine tiefer entwässerne Rinne – im Schuss ! – entsteht.

Ich habe mir erlaubt, an einigen Stellen allzu krasse Eingriffe per Stiefel zu korrigieren – Rauigkeit wieder hergestellt.
Dieses abflussabhängig dynamische Geschehen ist als Grundlage der Bachlebensgemeinschaften unverzichtbar. Bachflohkrebse erschliessen die Blätter beim Zerkleinern und Verzehr für folgende Interessenten der Nahrungsnetze.

Bewegungsdynamik – es gilt, die erwünschte Eigenentwicklung des Bachs zu beobachten. Neue Erosion am gegenüberliegenden, genutzten Ufer soll verringert bleiben / ggf. werden.

Nicht unterschlagen werden soll der dieses Jahr weiter knochentrocken liegende kleine Waldbach, der am unteren Teil der Strecke einmündet.
Seit dem Trockenjahr 2018 – mögen es alle nach und nach verinnerlichen – hat sich unser Wasserhaushalt nicht wieder dauerhaft erholt. Vielleicht wird er das – abgesehen von Aufmerksamkeit erzeugenden punktuellen Überschwemmungsereignissen – auch gar nicht ??? – Jedenfalls müssen wir auf Wasserrückhalt in der Fläche, Entschärfen der Übernutzung oberflächennaher Grundwasserleiter ff. viel mehr Aufmerksamkeit richten.

Meine Rückwanderung gestaltet sich versöhnlich – (auch) die Waldentwicklung ist auf dem richtigen Weg.









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