Seit 1. Oktober gilt wieder „Säge frei“. Garten- und Ökologie-ferne Hausmeister- statt Gärtnerfirmen lärmen bereits seit längerem. Buchenhecken sind wieder durchsichtig als Ersatzzaun erkennbar. (Eine gartennahe Fachkollegin sagte mir einmal angesicht der Masse neuer (Hain-)Buchenhecken um InvestorenKlotzBebauungen, das sei alles reiner Zaunersatz. Eine wahre (auch Buchen-)Hecke bestehe aus mindestens 2 Reihen. Erst damit sei dauerhaft ökologisch wirksames Grün im Bauaussenbereich erreicht.)
Auch ich trainiere seit Anfang Oktober meine jährliche Übung, seit langem akzeptierte Stöckchenentnahme für Treibselsammler ingang zu setzen. Besonders geeignet sind Haselstecken. Die haben sich – unabhängig von unserem der Baugenehmigung (1992) beiliegenden Grünplan – angesichts jahrelanen Eichhörnchenfütterns mit Nüssen wild ausgebreitet, bis hin zur Belästigung der eigentlich vorgesehenen bunten Mischbepflanzung. – Momentan scheint die Ursache bereinigt, etwas NussRuhe eingetreten.

Mein Training starte ich an 2 selbstentwickelten Weiden, die als Kopfweiden ab Frühjahr ordentlich Pollen und Nektar für Insekten spenden sollen.
Nach Jahren der Beobachtung haben sie dieses Jahr erstmals reich Kätzchen hervorgebracht. So schneide ich jeweils den Hauptstamm heraus, definiere so die Höhe des künftigen Kopfs. Alle Seitenäste lasse ich, damit auch 2027 wieder reichlich Kätzchenangebot herrscht, stehen. Die werden dann nach und nach im Einzelschnitt runtergenommen, so dass immer das Blühangebot bestehen bleibt.

Der Hauptstamm des zweiten Baums – erstaunlich wie so eine Weide loslegt, wenn sie erstmal ingang ist!
Das Astwerk wird geschnippselt zur Wurzeltellerbedeckung. An solch Ort hält sich gern der Igel in Ruhephasen auf. Das Stangenholz dient an anderer Stelle der Totholzentwicklung mit verbundener sukzessiver Besiedlung, in Wahrheit also weiterhin Lebendholz.

So sieht das Ensemble nun, fertig, aus [Das sieht nicht nach Kopfbäumen aus? – Soll es auch nicht, wie beschrieben.].
[Wer sich bei eventuellem Vergrößern des Fotos über die „ausbrechende“, kleine Nummer wundert: Ich nutze frisch eine der vorigen Digicams. Nach Schiessen der letzten gezeigten Bilder des vorigen Beitrags habe ich – sie war schon erstaunlich lange Jahre in Betrieb! – das jüngste, alte Exemplar im Bach „versenkt“. „Wasserschaden!“ – die ist hin! – Murphy sagt: „Kommt vor!“]
Die Höhe unserer Kulisse wird von vorgeschriebenen Bäumen bestimmt. Das sind hier, links versteckt, Vogelbeere und [Zier-, wie furchtbar!]Apfel, die auf abgestimmte Wunschhöhe regelhaft auf Tragebögen („runter“)gesägt werden. Verdeckt werden die Bäume von hoch gewachsenem Hartriegel – so gewünscht, um die WinzZierÄpfel zahlenmäßig klein und die Blüten- und Fruchtproduktion des Hartriegels möglichst hoch zu halten. – Insekten und Vögel danken es!
Hoch schiesst nun auch Deutzie, deren Blühtriebe früher (niemand wusste, wer, wie, was da eigentlich wächst!) beim jährlichen Winterschnitt abgeschnitten wurden. Nie blühte dieser herrliche Busch! Das ist nun anders – wir müssen halt die jungen Blühtriebe bis zur Blüte als Horizont „ertragen“. Angesichts der unglaublichen Blütenpracht senken sich die Äste dann, „belästigen“ Kritiker nicht länger.

Es folgt Hartriegel, Cornus mas, ausgesprochen interessant. Den hat man wohl früher für „harte“ = haltbare Riegel genutzt (???). Rindenstruktur 3er unterschiedlich alter Jahresstufen aus einem Ast.

Spaßeshalber habe ich im Verwandtenkreis sowas wie Gerätschaften / NaturKunst angeboten. – Zack, waren sie weg.

Mit den – etwas sperrigen, an gehärteten Astabgangsresten pieksig- bis verletzenden – Stecken komme ich nun wohl auf 50 HuSt-Stäbe.
Erfahrungsgemäß ergeben sich noch einige „Reste“, die bis Ende der Schnittzeit (Schluss: 1. März) zustande kommen.
Zusammen mit im Aktivenumfeld gewonnenen Stecken wird das wieder für einige Treibselsammler ausreichen.





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