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Archive for 21. Januar 2021

Im Bericht vom 18. Januar schrieb ich von Interessierten an Lebensraumverbesserungen in und an der Rönne, Alster-Einzugsgebiet, die sich beispielhaftes Handeln an der Mühlenau, Pinnau-EZG, ansahen.

Auf beide Bäche habe ich daraufhin – bei strömendem Regen – im Raum Wakendorf II / Nahe etwas mehr als einen Blick geworfen. Immerhin hat es für ein paar Fotos gereicht.

Die Alster, Blick bachab, querte ich bei An- und Abfahrt zum Treff.

Eindrucksvoll ist der Begriff Oberalsterniederung aus der Realität ersichtlich. Schnell erreicht die Wasseroberfläche bei Regenfällen die Uferkante, die Au erfüllt, zunehmend überschwemmt, als Wasserrückhalteraum ihre von der Natur zugedachte Aufgabe. Wasserrückhalt ist bekannter Maßen ein wesentliches Stichwort der Handlungsgebiete Klimaschutz und Nachhaltigkeit, um nur 2 aus dem „moderneren“ Wortschatz zu nennen.

Die Rönne, bachauf Naher / Wakendorfer Straße.

… und bachab.

Brutalstmöglich fällt das leider noch so weiträumig zutreffende Schicksal von Bachoberläufen = Forellenbächen, das Fehlen des für sommerkühle Bäche typischen Halbschattens ins Auge. Daraus folgt zwangsläufig das mehrfache Mähen von Ufern und Gewässersohle durch den Wasserverband wegen der durch Lichtüberschuss „herangezüchteten“ bachuntypischen Pflanzenbiomassen.

Mindestens bachauf des per FFH- / Naturschutzgesetzgebung festgelegten Wiesenbrüterschutzes muss der Baum, der Baumsaum, der Auwald je nach Örtlichkeit möglich werden. Auch hier greift nicht zuletzt – neben den Forderungen standorttypischer Ökologie – der Begriff Klimaschutz. Durch Menschen-gemachte direkte Sonneneinstrahlung und dadurch hervorgerufene Überwärmung von Wasser und Boden sind die Urbewohner sommerkühler Bachstrecken allüberall dicht ans Ausgelöschtwerden (vgl. z.B. S. 17 / 18 der umfangreichen verlinkten Arbeit) gebracht.

Wasserverbandsvorsitzender und Kreis Segeberg, Wasserbehörde, sind sehr aufgeschlossen. Dann geht es in den nächsten Monaten weiter – bei günstigeren Abfluss- und Geländeverhältnissen.

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