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Archive for 16. Januar 2021

Seit 2017 hat sich an der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, einiges getan. Den vorstehend verlinkten Starttext ergänzten 2020 unter anderem hier im Blog die Berichte vom 2., 18. und 29. Oktober.

So kam es, dass Interessierte aus dem Alster-Einzugsgebiet jüngst ansehen wollten, wie Lebensraumverbesserungen im ländlich genutzten Umfeld z.B. an der Rönne möglich wären.

Wir haben günstige Bedingungen zum Gucken. Erhöhter Wasserstand nach „gut Regen“ ist auf Mittelwasser plus 25 cm gefallen, das Wasser hat sich nach Schmutzschub aufgeklärt.

Der „Fischmann“ guckt in den Bach, der „Ottermann“ krabbelt unter die Brücke.

Begeistert wird über die Krabbel-Tour berichtet, dass unter der Brücke Spuren vom Fischotter zu finden sind.

Unsere Methode „Kies-Depot“ – drin wie draussen (Reserve zum Nachfüttern) beeindruckt.

Wie erwartet, hat das kleine Hochwasser ordentlich Kies aus der Böschung abgeräumt und an für den Bach „richtig“ erscheinender Stelle unter Wasser platziert.

Vervielfältigte Struktur, Turbulenz.

Wichtiges Element dieser Strecke ist die nicht gemähte Ufervegetation. Sie ergänzt die Struktur- und Strömungsvielfalt, bietet Organismen Versteck.

Auf angelegten Rauschen sowie vom Bach hintransportiertem Kies sehen wir – hier – eine angelaichte Stelle.

Hier ein Meerforellenlaichbett – vom Laichplatz, der zur Kuhle wurde, ist der Kies (die Eier drin) zum helleren Haufen aufgetürmt.

Und noch ein Laichbett.

Das vorhandene Gefälle zeigt, dass noch mehr vorhandener Höhenunterschied für weitere Verbesserungen Chancen bietet – hinten: das elektrisierte, feuerrote Spielmobil.

Es ist immer wieder verblüffend, wie das Norddeutsche Tiefland mit seinen wechselnden Verhältnissen auf Moräne Einsichten möglich macht. (Leider gibt es – auch in Fachkreisen – immer noch Menschen, die „Tiefland“ mit dem Teillebensraum „Marsch“ [so gut wie keine Höhenunterschiede] verwechseln. Dieses Verhalten verhindert Lebensraumverbesserungen in Moränenbächen noch immer vielerorts. – Möge sich das ändern! – – Für mich überraschend war vor 20 Jahren, dass von Bayern bis Schweiz und Österreich Restaurierungswillige auch ihre Verhältnisse des „Flachlands“ mit „unserem Tiefland“ in Form und Wirkung vergleichbar sahen [und immer mehr Menschen seitdem sehen!] und das seinerzeit transportierte Wissen, s. vorstehenden Link, bis heute nutzen. Besten Dank!)

Und noch (nicht nur dieses) ein Laichbett.

Noch jede Menge Rampengefälle …

Strukturvielfalt im Wechsel Anströmung und Rampenstart.

„Ja!“ Es besteht Einigkeit, das hier Gesehene kann andernorts übernommen werden. – Demnächst mehr dazu.

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