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Archive for 19. November 2019

Im Beitrag vom 5. November ist über Kies um Brücken in der städtischen Pinnau, Pinneberg, berichtet worden. Als Strecke für Restmittel aus dem Förderprojekt der Metropolregion Hamburg wurde anschliessend ein Bereich Borstel-Hohenraden / Tangstedt ausgesucht, der sich wegen störender Erosion und nötiger Verbesserungen der Sohlstruktur für einen ersten Versuch zum Kennenlernen des Pinnau-Verhaltens anbot.

Zunächst wurde vor einer Woche ein Lkw testweise geschüttet. Das gelang aufgrund guter Wetterbedingungen, so dass tags darauf auch die weiter finanzierbaren 6 Lkw Kies platziert werden konnten.

Der Test-Lkw, etwas zu weit bachauf geschüttet, per Schaufel und Rechen leicht Richtung Erosionsstelle am Start der Rauen Rampe anzupassen.

Ja, da schien die Sonne noch!  🙂  Die Anpassung des Kies ist bereits erfolgt – herzlichen Dank, liebe Schaufler und Recher!

Und so sieht das nun (eine Woche später) von der anderen Uferseite aus – neben dem Stopp der Umläufigkeit wurde im Anstrom der Rauen Rampe eine Unterwasserkiesfläche modelliert.

Tags drauf will ich die Lkw 4 bis 7 einweisen – sieht so aus, als wäre ich genau pünktlich eingetroffen.

Lkw 4 und 5 fahren an (2 und 3 waren mit Baubegleitung bereits 2 Stunden früher hier).

Ein Bisschen rangieren, damit Handarbeit minimiert wird.

Genau mittig über dem Anstrom dieser Rauen Rampe schüttet Lkw 4 – Maßarbeit!

Lkw 5 hatte derweil bachab punktgenau übers Heck geschüttet – fertig, die beiden Lkw fahren ab.

(Eine Woche später) Auch der Lkw 4-Kies ist inzwischen in Handarbeit genutzt worden, einen Platz für Kieslaicher im Anstrom der Rauen Rampe zu modellieren.

Wie üblich haben die Fahrer als kleines Dankeschön eine Lektüre über Sinn und Zweck ihrer Arbeit hier erhalten.

Die Raue Rampe am weitesten bachab – hierfür war für diesmal kein Kies vorbesprochen. Da sich aber eine Umläufigkeit im rechten Anstrom andeutet, wollen wir zusehen, diesen Punkt zu entlasten.

Die beginnende, bereits deutliche Umläufigkeit im Detail.

Kleine Wetter-/Windstudie während des Wartens auf die beiden letzten Lkw: Genau gegen die Fliessrichtung ssteht ein ssssteifer Wind! Frisches, noch nicht eingeweichtes Herbstlaub wird gegen die Strömung gehalten bzw. bachauf geblasen.

Wind- gegen Abflussturbulenz, Detail.

Im Sandfangaushub – die Muschel und eine Riesen-Wollhandkrabbe, nur noch durch ein paar riesiglange Beine präsent, haben Otter und / oder Seeadler (ggf. anderen Vögeln) sicherlich gut geschmeckt.

Lkw 6 teilen wir auf, Nachschütten bei Position Lkw 2 und 3.

Die Hälfte von Lkw 7 nutzen wir zum Mindern eines wüsten Drehstroms.

So bleibt tatsächlich die zweite Hälfte zum Schliessen der Umläufigkeit an der untersten Rauen Rampe.

Nach Handbearbeitung ist die verschüttete kleine Erle wieder freigelegt, Überschusskies als Laich-Potential in den Anstrom der Rauen Rampe gelegt.

Fertig. – Wie üblich wird die Strecke in ihrem Verhalten zwischen Niedrig- und Hochwasser beobachtet, ggf. nachgearbeitet, wo nötig und möglich, Kies nachgeschüttet.

Der Schreibtisch-mäßig gebaut wie gemalte „Mäander“ bachab wartet in seiner Eintönigkeit und Ufergefährdung auf unsere Taten in 2020.

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