Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 9. November 2019

Der Eiserne Vorhang hat uns allzu lange begleitet. Es war eine bewegte Zeit Ende der 1980er, Anfang der 1990er, die nicht nur Deutschland betraf.

Eher zufällig ergab sich unser diesjähriger Elbe-Urlaub so, dass wir in Dömitz und Rüterberg anschaulich an die zum Glück vergangene Zeit erinnert wurden.

An die Zeiten der Mauer denken wir bei jedem Berlinbesuch zurück.

Mit der Tram 10, auf unserer Hauptroute, fahren wir von West nach Ost, von Ost nach West.

Die Gestaltung der Erinnerung finden wir sehr gelungen – einmal abgesehen davon, dass Mauer und Grenzzaun zwischen Ost und West vielerorts allzu schnell und allzu restlos beseitigt wurden. Aber darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein.

In der Kulturbrauerei läuft eine Ausstellung.

Diesmal war die Zeit zu knapp – aber bis zum 19. April 2020 sollte uns ein Besuch der Ausstellung möglich sein.

Aber auch hier an der Tide-Elbe im Umfeld Wedels, am Südufer, ergeben sich – plötzlich im Vorbeiradeln – Gelegenheiten, an zum Glück Vergangenes zu denken.

Da steht ein historischer Trabi, natürlicher Entwicklung überlassen zwischen Lühe und Stade.

Der hat noch ein echtes Nummernschild – von mir verändert.

Wenn wir so an den Trabi mit seinem Lärm und Gestank zurückdenken – wie könnte heute eine zukunftsweisende Rennpappe aussehen?

Wir finden, bei Minimieren der Ansprüche auf gutes Fahren von A nach B, ist das hier am Besten gelungen. Das viel zitierte „Brötchenholen im SUV“ ist nun wirklich eine Angelegenheit, die keinerlei Unterstützung verdient.

Wir haben solch kleines Teil vorbestellt. Das erinnert uns nicht nur an einen anderen kleinen Flitzer, sondern auch an den Trabi: Man muss schon etwas Geduld haben, bis er ausgeliefert wird.

Am Beispiel der Elbe übrigens verdeutliche ich meinen internationalen Studentinnen und Studenten (Beispiel 2017) seit Jahrzehnten den „Iron Curtain“ und seine Bedeutung für internationalen Gewässerschutz – gestern und heute. Insbesondere die Gäste aus Amerika, Afrika und Asien sind überrascht, was „Hydrobiology“ so zu bieten hat. Manch Teilnehmer wirkt beim Beispiel Elbe „angefasst“, ist doch die realpolitische Situation anderswo oft weit entfernt von unserem Glück. Als Ingenieur- und Technik-Studentinnen und -Studenten mit konstruktiv-kritischer Neigung ist allen klar und nah, dass nicht nur Fachlichkeit und „Recht“, sondern auch „Einigkeit“ und „Freiheit“ uns nicht von allein zufallen, sondern erarbeitet und verteidigt werden wollen.

Read Full Post »