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Archive for 15. November 2019

Nachdem ich bereits in der ersten Novemberwoche frühes Laichen in der Mühlenau erkennen konnte (vgl. Beitrag vom 6. November), starteten wir eine Woche später eine kleine Rund-Tour. Hier folgen Eindrücke von der Ohlau.

Das Wetter lässt sich gut an.

Beim Abholen meiner Begleitung in Hamburg: hier hat es ordentlich gereift.

Eisblumen wie Glasmalerei auf einer Autoscheibe – wohl dem, der einen geschützten Stellplatz hat.

Wir haben die obere Bekiesungsstrecke der Ohlau erreicht. Nachdem der alles Leben vernichtende Mulchmäher sich weiter vorgearbeitet hat, wird das Auto am Straßenrand geparkt.

Bachab der Brücke, gutes Gefälle kennzeichnet die Ohlau – immer wieder erstaunlich beim Betrachten der platten Landschaft.

Kurve 1, gut bekiest.

So geht das weiter in intensiv genutzter Agrarlandschaft – Grünland, gemäht bis an die Böschungskante zum Gewässer.

Blick zurück zur Brücke, erkennbar das Gefälle.

Kies in Kurve 2.

Dem Wasserverband werden nach der Tour Tipps gegeben, wie mit kleinen Veränderungen das Optimum für die Ökologie im Gewässer erreicht werden kann.

Kurve 3 Richtung Kurve 4.

Die Ohlau weist hier durchgängig eine Feinkiessohle auf, die von Wasserstern teilstrukturiert ist. Der neue Kies erweitert das Kornspektrum.

Kurve 4, ebenfalls mit guter Grundlage für weiteres Strukturieren.

Eine ältere Erle und eine Rohrüberfahrt kennzeichnen das Ende der Bekiesungsstrecke.

Blick vom Ende der Bekiesungsstrecke bachauf – Erlen-bestandener Randstreifen würde sich optimal auf das Gewässer hinsichtlich Schutz vor Nährstoffen und Pestiziden sowie hinsichlich naturgemäßer lichter Beschattung auswirken.

Blick bachab – die Folgestrecke wartet, kanalartig, auf Verbesserung.

Zurück – das Auto ist in Sicht, angesichts der Ohlau-Kurven aber noch „gut“ entfernt. Sehr gut erkennbar sind die durch Bekiesen in der Strecke entstandenen Kleinturbulenzen.

Leserinnen und Leser meines Blogs kennen die kleinen, sehr wirksamen Maßnahmen, die – hier im wahrsten Sinn „mit leichter Hand“ – den Lebensraum weiter verbessern helfen: Punktuelles Erosionsminimieren durch ein paar ans andere Ufer geworfene Schaufeln Kies, Einharken oder -schaufeln von kleinen, leicht gegen die Strömung gerichteten Kieslenkern sowie – bei stärkerer Strömung, stärkerem Gefälle Anlegen einer quer durchgängigen Kiesbank.

Das im Start dieses Beitrags erwähnte Anlaichen von Kies in der Mühlenau liess sich hier noch nicht bestätigen. So war das auch auf dem Kies an der Hohenstegener Brücke. – Offenbar sind wir eine Woche zu früh losgefahren?

Wir werden sehen. Erstmal geht`s weiter zur Osterau.

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