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Heute stand ganztags Arbeit an. Bäche und kleine Flüsse sowie ihre Regionsnamensgeber, die Salmoniden, wollten in der menschengemachten, oft genug grauslichen Realität rundum auf aktuellem Stand diskutiert werden. Hilfe tut Not!

Nach den ausstehenden Leipzig- / FLOW-Berichten wird auch hierzu Näheres im Blog erscheinen.

Abendliches Leipzig – über Brühl, Richard-Wagner-Platz wandere ich westwärts.

Hier quert der Elstermühlgraben die B 87 nach Norden, vereint sich dort nahe dem Naturkundemuseum mit anderen Stadtgräben.

Aaaaber – der Elstermühlgraben hier führt gar kein Wasser, ist ein leeres Betongerinne!

Das wollte ich sehen – auf dem Weg Richtung Stadthafen, wo dieser sowie der teils noch zu öffnende Mühlgraben noch Baustelle ist. Im Oktober 2023 war dort noch Wasser drin.

Weiter also …

Rot leuchtet es unter der Querung Naundörfchen.

Mehrere gesperrte Seitenstraßen muss ich ein Stück südwärts queren.

Der Bereich Poniatowskiplan ist weiter in Arbeit, der Deckel „ist noch drauf“.

Von der Elsterbrücke geht es weiter, Richtung Stadthafen.

Der liegt im Dunkeln – anscheinend liegt vor mir eine Querungsmöglichkeit, mit blau leuchtendem Geländer. Zum Kunstwerk links kann ich nichts berichten – zu dunkel, im Netz sehe ich auch keine Erläuterung.

Durch ein dunkles Leipzig entsteht der Weg beim Gehen. Radler und Jogger queren mich Richtung Parkanlagen. Da will ich nun nicht rein – Straßenwanderung auf der Suche …

Geschafft, mal wieder ein Gewässer mit Wasser! Spiegelung im Pleißemühlgraben – auf dem Weg zum Marktplatz.

Allerhand Spiegelungen liegen an meiner Wegstrecke.

Na also – Weihnachtsmarktleuchten beim Thomaskirchhof.

So komme ich fast pünktlich.

Tja, das zischt.

Wenn schon Paulaner … – meine Haxe spezial esse ich mit leckerem Salat anstelle des Sauerkrauts.

Gemütlich schlendere ich vorbei am Weihnachtsmarkt, dahinter der Turm des Alten Rathaus`.

Altes Rathaus, Markt, S-Bahnzugang.

Weihnachtlicher Markt, oben – im Detail erahnbar.

Zur Sicherheit buche ich meinen Platz für den nächsten Abend, Sonnabend. – In Oelsner`s Hof (der schreibt sich so – kann nix dafür!) steht in der ersten Etage ein Pferd auf`m Flur.

Orientierung – die Wanderung zum Arbeitstreffpunkt (am Sonnabend!) macht mir keine Sorgen, den ersten Wanderfixpunkt kann ich nicht verfehlen.

Auch der Teufel über dem Hotelbett kann mir nichts anhaben. – Dies ist ja nur ein Bild, er ist in Auerbachs Keller beschäftigt.

Gute Nacht!

ICE-Reise steht an, Leipzig rief.

Das hat schonmal geklappt – Freitag Mittag, ungestört per S-Bahn Wedel zum Bahnhof Hamburg-Altona.

Da fährt auch schon pünktlich der ICE ein – und raus.

Blick von der Oberhafenbrücke Richtung HafenCity – hinter dem Hamburger Hauptbahnhof nutzt der Zug eine Nebenstrecke nach Berlin. – Die Hauptstrecke wird wieder fit gemacht!

Zugehöriger Halt in Uelzen, Restschnee – anderswo herrscht gerade noch Schnee-Chaos.

Zwischendrin – jede Menge Gänseschwärme.

Queren der Elbe, Altarme, Strudelllöcher – weiter gen Berlin.

Kaum gen Süd aus Berlin raus – Stopp ! !
So sehen wir mal (ein kleines Stück) Teltow, statt dran vorbei zu rasen.

Die Ansage … Streckensperrung vor uns, ein liegengebliebener Zug …

(Ein paar) Nerven liegen blank. Ein Holländer (sage ich richtiger: Niederländer?) schreit, so käme er heute ja nie mehr nach Wien! – Er hat eine Flussschifffahrt auf der Donau gen Delta gebucht.

Neue Durchsage: Der liegengebliebene Zug werde abgeschleppt (25 Minuten Zeitverlust bis Lutherstadt Wittenberg … Wenn`s weiter nichts ist!) – wir gestartet und hinterher, langsam.

Neue Durchsage: Der Schleppzug hat ein Nebengleis erreicht! Wir geben Vollgas. – Mit 15 Minuten Verspätung erreichen wir Wittenberg. Na also!

Überraschung gen Leipzig, der Himmel hellt sich auf. Die Stimmung sowieso.

Na, ist das was?

Nochmal, mit Windrädern.

Mit der Sonne – weiträumige Auenlandschaft (leider ohne Auwald! 🙂 ) – bin nicht sicher, ob das die Mulde ist.

Mit dem Licht – Agrar und Energie.

Und angekommen – vor dem Hauptbahnhof Leipzig. Leider hat uns die Viertelstunde Verspätung um den Sonnenuntergang über der Stadt gebracht.

Man kann nicht alles haben.

Schnell finde ich in vorweihnachtlicher Straße das Hotel.

Ich bin verabredet, ein Tisch ist reserviert – schnell Koffer abwerfen und die Restzeit zu einem kleinen abendlichen Spaziergang nutzen.

Der folgt demnächst.

Leipzig – es muss nicht immer „Messe“ sein.

Teilnehmende des Projekts FLOW  treffen sich im Kubus des UFZ Leipzig, um sich über Zukunft sowie Ergebnisse von FLOW und des  ARD-Mitmachprojekts „Unsere Flüsse“ sowie des EU-Projekts MERLIN auszutauschen.

Über das Citizen Science Projekt FLOW wurde hier im Blog berichtet. „Unsere Flüsse“ bestätigte in einem überwältigendend gesteigerten Umfang (3.800 Bach-Checks durch engagierte Laien) die FLOW-Ergebnisse. – „3 von 4 Fliessgewässern geht es schlecht.“

Nach dieser Vielzahl Untersuchungen von Bächen und kleinen Flüssen durch Interessierte quer über Deutschlands Einzugsgebiete soll nun geklärt werden, ob sich eine Phase anschliessen kann, aktiv Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen. Am Gembdenbach in Jena hat es dazu bereits 2023 und 2024 vielversprechende Ansätze und Ergebnisse gegeben.

Das Beispiel Gembdenbach – mehr dazu beim „Saaletreff“.

Es bleibt mehr zu tun, die Aktionen werden fortgesetzt.

Mehr über Zukünftiges folgt später.

Entlang der nördlichen Stadtgrenze Wedel trägt mich der Drahtesel gen Ost. Es soll nach Überqueren der Landesgrenze SH – HH eine kleine Runde im Forst Klövensteen werden. Die Route entspricht in weiten Teilen auch etwa der Einzugsgebietsgrenze zwischen den Geestbächen Pinnau und Wedeler Au, ein „Höhenritt“ also.

Blick vom Butterbargsmoorweg auf einen der Hochflächenmoortümpel. Es fehlen mindestens 50 cm (vielleicht auch 1 m) bis zum oberen Füllstand.

So sieht es auch in den meisten Randgräben aus. Großflächige, interessante Baumspiegelungen auf schwarzem Moorwasser sind abhängig von der weiteren Entwicklung.

Bislang wird das klare Wasser erst von vergehenden Eichenblättern gebräunt.

Landesgrenze voraus, nördlicher HH-Zipfel mit Forst Klövensteen in Sicht.

Leider wird hier auf Einzugsgebietsgrenze, SH, bereits im Quellgebiet der Bäche Mais angebaut. Nachhaltiger Umgang mit Boden und Wasser sieht anders aus.

Dreidimensionalität im Klövensteen – konsequente Umwandlung von Nadelforstflächen in Mischwald zeigt ihre Folgen.

Das ist nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören. Der Vogelzug findet hier offenbar einen Verweilfleck, Vielfalt von Bäumen und Unterwuchs resultiert in vielfältigem Nahrungsangebot. Der ganze Wald klingt vom Vogelgezwitscher!

Den Hauptweg lasse ich links liegen, bin auf kleine Nebenstrecke abgebogen. Die Alt-Eiche vorn weist den Weg – dort links rum.

Wechselnde Eindrücke kennzeichnen die Strecke, hier mit Eichenbestand mit starkem Buchenjungwuchs.

Nach einiger Zeit erreiche ich den vorgesehenen Wendepunkt.

Neben dem Vogelgezwitscher war auch regelhaft Holzarbeit, Baumfällen und -bearbeiten zu hören. Hier also der zugehörige Warn- und Schutzhinweis.

Da ich keine längere Schleife anhängen will, radele ich auf dem Hinweg zurück.

Im Gegenlicht, drei Arten als Altbäume, v.l.n.r., Buche, Erle, Eiche.

Ringsum stehen – neben beerentragenden Büschen – Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche, Esche.

Schlängelnd geht`s voran.

Vorbei an einer Totholz reichen Eiche führt die Strecke nun südwärts.

Eine frei stehende Erle klingt besonders – offenbar ist sie von einem Schwarm Erlenzeisige besucht.

Zum Schluss geniesse ich in Wedel die bekannte Hainbuchenallee, bevor mich die städtische Blechwüste wiederhat.

Gestern wurde im Fernsehen der Ginkgo als gelber Farbgeber im Herbst „besungen“.

Bei uns geht`s eine Nummer heimischer: Geschützt vor Westwinden durch Nachbarhäuser, vom Ostwind bereits fast kahl, leuchten die Westäste eines unserer Feldahorne noch recht füllig. (P.S., Nachgesehen: Das Rötliche hinten ist keine Restbeblätterung von Kirsche oder wachsen gelassenen Felsenbirnen [beide Gruppen sind quantitativ entblättert], sondern gehört zu einem der unterschiedlichen asiatischen Ahorne auf unserem Gelände.)

Die runterfallende Pracht rette ich harkend für „kleine Biologie“ letztlich vorbereitend Richtung Vogelfutter (Assel, Wurm und Co.). Mit Glück klappte das bisher jeweils vor dem Erscheinen Voll(ab)gas-dröhnender Bläser der Stadt und von Hausmeisterfirmen.

Temperatur- und Windentwicklung, letzter Einflussnehmer demnächst stärker angesagter Regen bringen den erfrischenden Anblick bald auf Winterzustand.

Dann kann man die Pfaffenhut- und Ahorn-Nasen knuspernden Vögel besser beobachten.   🙂

Knick-ähnlich, noch bunt – Hainbuchenallee.

Im Wedeler Autal sind die Erlen, hier an / in einem Hangwasserstau, weitgehend entblättert.

Ringsum alles in Grau!

Irgendwie komisch, ein starkes Tief über uns – mit einer heftigen Inversionswetterlage, gelegentlich Abgas-, Rauchgasgestank. Hochnebel, Wolken charakterisieren seit Tagen unser Wetter.

Es fehlt Wasser. Die Wanderorganismen wollen auf ihre Laichbetten in den Bachoberläufen.

Eine Krückaustrecke, die ich vor 3 Jahren beschrieben habe, rief zu kleiner Wanderung.

Gestern nun … – – – (K)eine Überraschung ? !

Gefällte Jungweide – Gruß vom Biber!

Der richtet wohl seine Burg winterfertig her – und knuspert an den im Wasser liegenden Kronenspitzen.

Wenn ich das Foto zoome …

Ahnbar? … Einbildung? Da sitzt eine dicke, dunkle Silhouette hinterm gefällten Stämmchen ? ? ?

Es ist sehr still ringsum. – Sooo unwahrscheinlich ist es wohl nicht, dass der Holzfäller noch vor Ort ist.

Mal auf anderer Tour – Fuß-Radbrücke Lanner Kuhlenfleet (Haseldorf, Hetlingen, Heist, Holm).

Nachdem die alte Querung, Betonplatten-artig, trotz Beschilderung fortgesetzt mit überschwerem Gerät überfahren wurde, wurde die einzige Konsequenz gewählt.

Gewählte Schmalheit und Hinweis an Reiterei bedingen einander bewusst.

Ein einsamer Weissdorn, übervoll, am Lanner Kuhlenfleet – noch sind den Vögeln die Früchte nicht reif genug.

Marschgewässer Lanner Kuhlenfleet – ultra-steril, wie aus einer anderen Zeit, kein Ackerrandstreifen.

Es scheint, Fachlichkeit und Recht unserer Wassergesetze beziehen sich nicht auf Marschgewässer.

Anders ist die fortwährend harte Gewässerunterhaltung, Vernichten so gut wie jeden Lebens von einem Ufer bis ans andere sowie kein Schutz vor Emissionen aus intensiver Umfeldnutzung kaum zu erklären.

Dabei vermitteln diese Gewässer als wichtige Wanderrouten nicht nur für Standortorganismen, sondern auch für Langstreckenwanderer zwischen Nordsee, Tide-Elbe und Geest – auf wechselnden Passagen zu Nahrungs- und / oder Laichgewässern.

Interessant an der Holmau: Sie ist der südliche Abfluss aus dem Tävsmoor Richtung Elbe, während nach Norden die Appener Au über die Pinnau abfliesst.

Auf der Rückfahrt, nördlich, Brücke / Pegel B 431 Holmau, Blick bachab – dasselbe Bild, einsame Erle.

Blick senkreckt von der B 431-Brücke Holmau – massenhafter Eisenaustritt, Zeichen des gestörten Bodenwasserhaushalts.

Die offenen Störfaktoren für Gewässerlebewelten im deutschen Gewässerschutzhandeln liegen auf der Hand, sind seit Jahrzehnten fachwissenschaftlich, rechtlich und praxisbezogen behandelt. –  (M)Eine Übersetzung von Notwendigkeiten und erfolgreichem Handeln aus Dänemark begeht 2025 das 25jährige Jubiläum – und gilt weiter.

Soll man(n) sich da freuen, oder ist das eher peinlich?

In Berichten vom 12. und 13. August diesen Jahres ist die Fortsetzung von Uferschutz, Wegeerhalt sowie Strukturverbesserung im Lebensraum Krückau, Krückaupark Elmshorn, beschrieben.

Angesicht günstiger Tide = Niedrigwasser, Ebbe bot es sich an, die Situation zu beurteilen, ggf. zu verändern.

Wir gehen entlang der bisher bekiesten Strecken bachauf.

Angang – entlang der schlussbeschickten, kanalartig geraden Stackstrecke ist von den Kiesgaben so gut wie nichts (mehr) zu sehen.

Ein klarer Hinweis auf die Sinnhaftigkeit Experiment-artigen Vorgehens. Wir werden hier, wie üblich bei Bedarf nachhelfen.

Spiegelung am Ende der Erlenkurve, Übergang zur überbreiten, geraden Stackstrecke. Bachab geht es 2025 ff. mit Verbesserungen weiter.

Blick bachauf – die Erlenkurve ist entlastet, der Weg geschützt. Zu ergänzender Unterwasserkies für die Sohle vor den Kiesen im Schüttwinkel wird Flora und Fauna neuen Lebensraum bieten.

Blick vom Arbeitsstart Okt. / Nov. 2023 bachab durch die Erlenkurve.

Baumschul-Rot, Cornus – im ansonsten weitgehend naturnahem Krückaupark mit feuchter Auen- / Auwald-Vegetation.

Das obere Ende des vorigen Bekiesens – Depot als Wege- und Baumschutz.

Mit Harke und Schaufel legen wir aus geringem Kiesüberschuss den Ansatz eines Unterwasserlenkers. Die mehrstämmige, schrägstehende Weide ist erstmal geschützt.

Es bleibt reichlich Platz für Ergänzungskies an dieser extremen Mensch-und-Hund-Erosionsstelle.

Bachauf vom vorigen Bekiesen warten weitere prioritäre Punkte und Strecken auf Verbesserung. – Möge das nächstes Jahr gelingen.

Punktuell besonders zu schützen – hoffentlich nach Winter 2024 / 25 noch erhalten – ist z.B. auch dieser Einzelbaum.

Entlang der besuchten Strecke sehen wir uns das Gelände bachab bis zur Pieningmühle an. Hier waren bei der Erstbegehung mit Prioritätensetzung – wie bislang abgearbeitet – weitere Handlungsorte festgestellt worden.

Gut zu merken, da markiert – Nr. 481 !

Wie beim bachauf-Baum bereits erläutert, wartet auch dieser alte Spitzahorn auf Unterstützung, Erhalt.

Wo wir einmal hier sind, gucken wir auch um die Mühle herum.

Blick ins Unterwasser – holla, eine Angel ! ?
Besteht etwa hier, mit Beginn „der freien Strecke“ („flußabwärts der ehemaligen Wassermühle Piening am Mühlendamm in Elmshorn“) KEIN Schongebiet am Wehrhindernis ? ! ?

Das Stichwort „Durchgängigkeit“ wird von Menschen unterschiedlich betrachtet – Hauptsache, die betroffenen Organismen wissen das in ihren Lebenszyklus einzubauen.

Viele Stellen halten die Krückau an der Pieningmühle für durchgängig. Fachleute und Angler wundern sich allerdings, dass z.B. Meerneunaugen seit einigen Jahren nicht mehr auf potentiellen, früher genutzten Laichplätzen bachauf festzustellen sind.

Das Tideniedrigwasser bringt es an den Tag: Blick von Unterstrom unter die Mühle – Ein Wehrabriss verhindert jegliches Wandern.

Für das Tidegewässer bedeutet dies ein wesentliches Hindernis. Die Durchgängigkeit / Durchwanderbarkeit standorttypischer Organismen ist nicht gewährleistet – bestenfalls währen kurzer Zeit während der Flut-Phase.

Blick in die Krückau unmittelbar oberhalb des Mühlengebäudes – bekannter Anblick! – Die Erneuerung von Wehren – praktische Hydraulikausrichtung – hat, wie hier zu sehen, fast überall zwei (seinerzeit neu geschaffene) Hindernisse zur Folge. Der Strömungsabriss auf der Sohle = Kante („der Ochs vom Tor“ !) sowie die folgende Schräge verhindern Organismenwanderungen.

So alt die Wasserrahmenrichtlinie auch ist – es bleibt viel zu tun. Es scheint, vorab bleibt auch viel erstmal richtig zu beurteilen.

Möge es nützen!