Feeds:
Beiträge
Kommentare

Städtebesuche sind ja was Feines. Und Dresden, mit seiner Lage an der Elbe und dem in vielen Strecken bequemen und interessanten Elberadweg, bietet neben „Stadt“ allerlei Abwechslung nebendran.

Nach vielen Besuchen Dresdens bemerkten wir, wie ebenfalls ultraspät in Wernigerode, Ostharz, dass da großes Grün vorhanden ist, das (nicht nur) einen Besuch lohnt: Der Große Garten.

In Leipzig passiert einem sowas nicht so leicht, da bereits kurze Radstrecken in den Leipziger Auwald führen. Die Themen Büsche, Bäume, Wald, Biodiversität, Nachhaltigkeit, Klima sowie Anpassung an den Klimawandel treten in Leipzig geradezu zwangsläufig an Besucher heran.

Nun also Dresden. Bei unserem vorigen Besuch hatten wir beim Durchradeln des Großen Garten unser Defizit bemerkt (oha, das war 2017, die Zeit läuft). Weiteres Kennenlernen war vorprogrammiert.

Bewegtes Geschehen am Himmel.

Unten, Blick auf Grün – der westliche Promenadenring.

GroßGrün, klein neben Hochhäusern, Richtung Bahnhof.

Grün, flächig, obenauf – Dachbegrünung hier seit Jahren bewährt. Das Thema ist in seiner Umsetzung allzu vernachlässigt, steht jetzt um so mehr an.

Wir radeln zum Großen Garten, entlang Zoo, kommen zum Carolasee im Südosten.

Ruhendes Geflügel – der Graureiher versucht, als Salzsäule unentdeckt zu bleiben.

Nebendran, auf Sturzgeäst, putzt sich ein Grünfüßiges Teichhuhn.

Der Reiher fühlt sich ertappt, muss doch mal gucken.

… und geht wieder in den Salzsäulezustand über. Komische Sache, das – von anderswo nicht bekannt, hier offenbar bewährt.

Beeindruckende Altbäume prägen solch alte Parks. Die Artenvielfalt ist überwältigend.

Große Wiesen warten auf Mahd. Im Hintergrund darf ein Altbaum, tot, weiter altern – wie bekannt (oder leider eben immer noch nicht): im alten Totholz wimmelt es von ansonsten durch Sauberkeitswahn bedrohten Lebewesen.

Durchblick auf Wiese – zwischen AltEiche und AltBuche hindurch.

AltEiche in der Totale.

Beim Durchradeln durch die wechselvollen Eindrücke erfährt man im wahrsten Sinn des Wortes Kleinklima – und seinen Wandel, abhängig vom Bewuchs und seiner bunten Staffelung.

Am Rand zum Straßenraum – trocken! – Wo langzeitig zu wenig Regen fällt, kommt die Idee des Speicherns in Randbereiche …

Wo nix is` ….

Um so mehr gilt es, Boden und Landschaft zu kühlen, vor Überheizen und verstärktem Austrocknen zu schützen.

Und noch eine AltEiche, daneben ein stehengelassener Stamm – immerhin.

Vielfalt, Vielfältigkeit.

Möge sie stärker wertgeschätzt werden. Ein mehrhundertjähriger Baum, auch als Totholz, hat noch Jahrzehnte, wenn nicht -hunderte zu bieten. (Beachte: Auch das Wort „Verkehrssicherungspflicht“ [es kreischt die Säge, folgt der Shredder / Mulcher] hat nur in Grenzen seine Berechtigung.)

Nachmittags ging`s wieder auf den Elberadweg, flussab.

Einstieg in den Elberadweg flussab der Augustusbrücke bei bestem Wetter.

Landschaft entsteht – aus dem Bahndamm quillt eine Quelle.

Da bildet sich Kalktuff, eine Landschaft in klein.

Illuster – kein Quelltopf, eher ein Quellkopf, erinnernd an historische Bilder – mit Allengeperücke.

Detail, Kalktuff, belebt.

Detail, Kalktuff, belebt.

Detail, Kalktuff, belebt.

Detail, Kalktuff, belebt.
Moos wächst drauflos – wird das Bild in Zukunft mitgestalten.

Neben Wanzen wie diesen sausten da diverse Mücken auf dem schleimigen Untergrund, rutschten bzw. krabbelten Käfer herum. Angesichts wasserbenetzter Oberflächen und -spannungsverzerrungen waren scharfe Aufnahmen unmöglich.

Sowas begegnet einem nicht alle Tage!

Wogende Weite, Graslandschaft kurz vor der Heumahd.

Wir kehren um – rote und grüne Schifffahrtszeichen – Bundeswasserstraße Elbe.

Erste Wiesenflächen sind gemäht, günstiges Wetter zum Heumachen.

Zurück in Dresdens Altstadt.

Die Räder werden angeschlossen – nebendran beeindruckende Boliden, hier Yamaha, rechts nicht im Foto ein Rudel BMW.

Abendhimmel angestrahlt, Segler segeln.

Richtung Sonnenuntergang …

… mit Mauerseglern.

 

Vor dem Start in den Vormittag gab es kurz zu den Rädern Fragen.

Also rein zu GreenBike, Congress Center-Eingang, Töpfergasse (man muss nicht durch den Hilton-Haupteingang). 🙂

Radfragen schnell geklärt – durch die Brühlsche Gasse steuern wir den Elberadweg an.

Flussab, seewärts zieht es uns, zum …

… Congress Center, dessen Veranstaltung Ursache unseres Dresden-Aufenthalts ist – steile Treppe.

Hoch, da oben! Die steile Treppe erklimmt man am Besten nicht senkrecht, sondern geht locker diagonal – je nach Einstellung.

Solch Felsbauwerk in Morgenfrische wird gern von Insekten, z.B. dieser Wildbiene und etlichen Artgenossen ringsum, zum Aufwärmen genutzt.

Schnell sind die nötigen Formalitäten erledigt.

Aus luftiger Höhe blicke ich auf die leere Elbe, rote Tonne – Bundeswasserstraße.

Flussauf geht`s.

Da kommt die Prießnitzmündung ins Bild – sieht trocken aus. Kinder erforschen das Umfeld.

Huch! Die vorbeirauschende Krähe hat den Graureiher fast um die Balance gebracht.

Schnell fängt er sich wieder und wendet sich seiner Jagd zu.

Trockene Prießnitzmündung? Das war Optik – eine dicke Packung Wasserbausteine versperrte die Sicht. Das Wasser verläuft sich zwischen den Steinen Richtung Elbe.

Und weiter geht`s – unter der Waldschlösschenbrücke durch …

… vorbei an wogenden Elbeauenwiesen Richtung Blaues Wunder.

Unterm Blauen Wunder durch, Geflügel am Anleger Blasewitz.

Schwäne, Graugänse, Tauben – Profiteure der attraktiven Lage. Es fällt immer etwas ab – falls nicht gar aktiv gefüttert wird.

Attraktionen – Blaues Wunder, Schillergarten. Hier ist immer irgendwas los.

Jedenfalls hoffen das alle – nach den Coronajahren.

Wir nutzen den Markttag, um unseren Obstbestand aufzufrischen.

Am berühmten Eis kommen wir nicht vorbei! Neidische Blicke Vorbeigehender – sie trauen sich nicht zu fragen, wo wir das bekommen haben. 🙂

Kinder werden ärgerlich. Nach einer Weile hat aber doch der eine oder die andere auch ein Eis in der Hand – zufrieden!

Bei Schwanens gilt es klarzumachen, wer der Platzhirsch ist.

Zurück, Elbe-abwärts – Paddeltraining auf Schlauchbooten.

Kurz vor dem Terrassenufer.

Räder abstellen.

Zum – internationalen – Mittagessen gibt es Regionales, ausnahmsweise mal aus der Flasche.

Senkrecht gen Süd geht es durch die Altstadt – Mittagspause.

 

Es geht gut los. – Zufrieden, nicht bereits beim S-Bahn-Angehen beregnet worden zu sein.

Vier trockene Dresdentage mit wechselndem Sonnenschein erwarten uns.

Regen während der S-Bahnfahrt nach Altona.

Richtung Berlin. Hamburgs Binnenalster, Regen-verklärt.

Gleich hinter dem Hamburger Hauptbahnhof sind die Wolken durch, blauer Himmel ringsum.

Irgendwas ist im Zug los – oder jemand will nicht, wie er soll. Polizei und Bundeswehrangehörige werden per Lautsprecher angefragt.

Ausserplanmäßiger Halt in Ludwigslust. Da wurde wohl wer mit der Grünen Minna aus dem Zug abgeholt. – Wat mutt, dat mutt!

Der Doofsack, Verursacher des Zwischenstopps, hat uns leider den Anschlusszug in Berlin verpassen lassen. – Nehmen wir halt, geübt, den nächsten. Mit der tschechischen Staatsbahn sind wir noch immer ans Ziel gelangt.

Gut in Dresden angekommen, die Igel-Fontänen in der Prager Straße begrüßen uns.

Hoch über Dresden, Himmlische Alpen – ganz andere Wolken als beim Start.

Rin in die Altstadt – auf der Suche nach Leihrädern.

„Leihräder? – Ja, die bekommen Sie im Hilton.“ – Oha, im Hilton?! Tatsächlich, der Türsteher geleitet uns ums Eck und hilft weiter (man kann auch den Eingang nebendran, „Congress Center“ wählen).

Den glücklichen Ausgang der Prozedur, raus aus der Tiefgarage Richtung Fürstenzug habe ich bereits im vorigen Beitrag angedeutet. Eine erste, orientierende Radelei schloss sich an.

Besten Dank für die guten Räder, wir sind immer locker hin und her gekommen! Und hier der Link zu GreenBike, dem Fahrradverleih mit der besonderen Adresse.

Abendsonne auf dem Terrassenufer.

Geringer Abfluss der Elbe, weitflächig freiliegende Elbgerölle.

Nach Sonnenuntergang.

Wir freuen uns auf die Tage in Dresden.

Vier Tage Dresden und Umrum, Vortrag auf dem 45. Dresdner Wasserbaukolloquium, WBK 2022 liegen hinter uns. Dazu folgen einige Eindrücke demnächst – hier zuerst ein Bisschen Goldenes Dresden.

Einfahrt per Bahn, von Berlin her. Was für ein Service: Die historische Totale – Terrassenufer im Aussenbogen der Elbe.

Einige mitreisende – sie sind wieder da! – Touristen aus Asien fragen, ob man noch in Berlin sei – oder ob sich dieser fantastische Blick schon ausserhalb Deutschlands befinde. Gern geben wir Auskunft (und das in Zeiten des Internets, Smartphones …).

Breit stellen sich die Elbewiesen dar, die Wasserführung ist mit weniger als 120 m³ / s gering. Frei und gut sichtbar liegen weite Bereiche der Elbegerölle, erinnern an frühere Zeiten mit reichlich Elblachs (Veröffentlichung aus 2003).

Angekommen, hoch oben. – Golden glänzt so manche Spitze. Wir überblicken alles vom 10. Stock des Geschwisterhotels.

Ausnahmsweise mal nicht schwarz und grau – Bunt auch der Parkplatz.

Bis hin zu Silber und Gold, alles da.

Mit Kran – gearbeitet wird immer.

Wir versorgen uns mit Leihrädern, fast ein Abenteuer (später mehr dazu).

Aus Katakomben an gut merkbare Stelle ans Licht – voraus: Der Fürstenzug.

Terrassenufer, nochmal dichter dran – unten wenig Wasser, oben viel Glänzendes.

Auf Cocktail-Verkehr ist zu achten!

Engel, golden – hoch drüber wird wieder mehr geflogen.

Auch beim Essen, Gold im Blick – August, dieser Spezi.

Heiss geht`s her, oben über dem Gold.

Aber eigentlich geht es doch immer ums Wasser ! Es lockt magisch . . .

Spät erkennen wir bei historischem Brühl-Durchblick, dass der Goldene August, pardon: Reiter jenseits der Brücke bereits von Weitem erkennbar ist.

Irgendwann ist dann das schönste Kolloquium vorbei, der letzte Vortrag gehalten . . . – Nicht nur das Organisationsteam (herzlichen Dank!) ist fertig.

… Auch die Engel! – Dieser stützt sich gar an eine Laterne.

Rotgolden geht`s (nicht nur) in die letzte Nacht – mit Düsern (ganz oben) und (Mauer-)Seglern.

Mehr folgt demnächst.

Zur letzten Radtour ging es wieder entlang der Parthe – diesmal irisierte das Wasser vor Mündung in die Weisse Elster waschmaschinengrau – mindestens chronische Eisenanwesenheit. Turbulenz würde abhelfen.

Eine neu gestaltete Radwegquerung mit der Bahn – herausfordernd ! VORSICHT, Kopf !

Interessante Partie der Weissen Elster, Flutender Hahnenfuß und Auwald.

Mich erinnert diese Partie an die Eder, Gewässer meiner westlich gelegenen Geburtsgegend. Die Eder war mal der Hauptlachslaichfluss der Weser. Die Leipzig benachbarte Saale galt gleichermaßen, z.B. mit Harz-Zufluss Bode, als solch Leistungsträger – für die Elbe. – Die gewässerökologischen Herausforderungen liegen hoch. Wohin wollen wir? Fachlichkeit und Recht sprechen eine klare Sprache. – Egal ? Hier wie dort sind immerhin inzwischen nicht nur Bisam und Nutria, sondern ist auch der Biber wieder anwesend.

Den Deich hoch – nein, das ist mal nicht der Elbdeich Wedel oder Hetlingen.

Wir waren gen Westen an der Weissen Elster entlang bis zum Auenseepark geradelt. Nun soll es zurückgehen. Wir klettern dazu auf den Deich der Neuen Luppe.

Auf komfortablem Radweg gelangen wir schnell Richtung Innenstadt.

Klärwerk Rosental in Sicht – tief fliesst die Neue Luppe, hoch und trocken liegt der Auwald.

Immer schön vorsichtig, mahnt das Eichhörnchen.

Hier ist die Bahnquerung aber nicht so unfallträchtig wie auf der Hinstrecke, gegenüber.

Bachab rauscht es – mal näher hingucken.

Immerhin hat die Neue Luppe hier dicht hintereinander 3 Rauschen aus Grobstein erhalten (soll ich Raue Rampen sagen?).

Das macht ordentlich Lärm, die Neue Luppe auf dem Weg zu neuem Leben.

Wenn die extreme Tieflage des kanalartigen Gewässers genutzt würde und entsprechend gewässercharakteristischer Verhaltensweisen entsprechende Mengen Rauschen zurückgegeben würden, könnte …

Ja, da könnte auf der Fliesslänge sogar einiges an Höhe Richtung Auwald gewonnen, die Entwässerung der Landschaft deutlich verringert werden. – Allerdings liegt der Auwald weiter, wie er liegt – hoch oben. Dem ist nur durch Zuleiten aus Richtung hoch eingestauter Wasserstände anderswo zu helfen.

Auf zur Kongresshalle, der letzte Vortragstag, der letzte Vortragsblock der WCC Leipzig 2022, „World Canals Conference“, ruft.

Wie schonmal erwähnt, direkt neben dem Zoo.

Interessantes Gebäude.

Ich habe die Ehre des Rausschmeisservortrags in Session 4. – Wie sich das bei Bach-Vorträgen gehört, im Bach-Saal.

(Oder hat der Saalname eher etwas damit zu tun, dass Leipzig „Bach-Stadt“ – und Halle „Händel-Stadt“ ist ?)

Der Saal spricht mich an, alles, wie auch alles andere an dieser Konferenz ist hervorragend vorbereitet. Dank an das Organisations- und Vorbereitungs-Team!

Ich nehme noch ein paar frühere Vorträge mit.

Schnell liefen die letzten Sessions …

Der Hauptbahnhof rief, bald nach der Vortragspause – schnell erreicht per Straßenbahn.

Aufgrund Wave Gotik und parallelem Stadtfest war es uns nicht gelungen, eine weitere Nacht in Leipzig zu buchen.

Angesichts des fortgeschrittenen Nachmittags und beabsichtigten Ankommens in Wedel im Hellen mussten wir also los. Die Abschlusszeremonie und -reden der Konferenz gingen uns dabei leider durch die Lappen.

Im tiefstehenden Abendlicht zieht unser Zug in die langgestreckte Bahnhofskurve Hamburg-Altona ein.

Ziel erreicht, Sonnenuntergang in Wedel – hoch oben rechts zieht ein Mauersegler (es waren dann bis zu 10) seine Bahn.

Während unserer Abwesenheit bzw. am Tag unserer Abfahrt waren die 10 bereits kursorisch hier im Blog erwähnten Mauerseglerkästen an unserem Gebäude angebracht worden. Bislang sieht es nicht mehr nach einer Annahme noch in dieser Brutzeit aus – warten wir halt auf nächstes Jahr.

Der Leipzig-Vortrag ist inzwischen auf meiner Homepage aufzurufen – entweder über http://www.salmonidenfreund.de –> Downloads (dort ganz oben), oder per Link

Damit uns nicht zu langweilig wird, steht die nächste Veranstaltung bald an.

Elbdeich, spätvormittags querab NABU Vogelstation.

Wo sind eigentlich die Schmetterlinge?

Im Frühjahr flatterten man gerade ein paar Weisslinge, Zitronenfalter, ein einzelner Aurorafalter, mal ein Kleiner Fuchs, auch ein Pfauenauge …

Momentan scheint hier völlige Flaute.

Über der Elbe bei Fährmannssand, wildes Wolkenspiel, ansonsten strahlende Sonne.

Der Liguster beginnt zu blühen. Insbesondere darauf hatten wir vor 3 Jahren ringsum das Erlebnis einer Massenwanderung. Und nun?

Da flattert etwas quer vor mir, an mir vorbei, setzt sich an die Deichkrone.

Mein erster Distelfalter 2022 !

Bei näherer Betrachtung sieht der aus, als hätte ihm Regen die Farbe gebleicht, die Flügel wirken randlich zerfasert.

Ist die 2022er Wanderung in schweres Wetter geraten? Kommen noch weitere Distelfalter „hier oben“ an, bilden die Lokalgeneration? – Da bleibt nur Abwarten.

… und das nicht nur wegen der verlängerten Saurier-Sonderausstellung, s. voriger Bericht.

Der Leipziger Zoo ist in Fachkreisen berühmt und beim Publikum beliebt. Seit Jahrzehnten wurden die Gehege thematisch und räumlich optimiert. Sie binden sich in gewachsene Landschaft mit alt gewordenen Bäumen, auch Totholz, ein. Und das Bauen geht weiter …

Huch, es sieht so aus, als gucke uns dieser stachelige Seeigel an.

Quallen, zauberhaft, 1.

Quallen, zauberhaft, 2.

Quallen, zauberhaft, 3.

Baustellenrohre im Parthe-Wasser – Abertausende Zuckmücken tanzen.

Der dunkle Rohrkontrast lässt die hohe Produktion, damit auch die große Bedeutung von Wasserinsekten erfahren – wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse (und, selbstverständlich, Fische).

Wasser in der Landschaft, Zutritt von Grundwasser, Ausfällung von Eisenocker bei Sauerstoffzutritt.

Gewässerlandschaft Quellbach.

Gewässerlandschaft Wasserfall.

Ein alter Karpfen, vor Stören.

Silberkarpfen, schemenhaft.

Rotfedern, Stillgewässer-typischer Vertreter der Weissfische, Karpfenartige.

Bei soviel Fisch sind frei lebende Interessenten nicht fern. Vor uns hat der Reiher aber doch Respekt, baumt in guter Entfernung auf.

Der sagenhafte Jason mit seinen zum Pflügen eingefangenen Stieren glänzt mit Goldhelm.

Unten rechts blitzt der Goldhelm – gegen den Argentinosaurus ist der heldenhafte Jason ein kleiner Wicht.

Meditativ – müssen wir Menschen unsere Vettern (auch) einsperren?

FlamingoRosa vor Grün.

Hohe Baumkronen gestalten die Zoolandschaft wesentlich mit.

Der Zoobesuch ist ein Genuss!

Gepard in abwechslungsreichem Laufgehege – geschickt sind Beutetiere nahebei, in der 3. Dimension immer wieder sichtbar (und für den Jäger geruchlich wahrzunehmen), untergebracht.

Giraffe, Zebras, Antilopen.

Dieses Schild scheint an der falschen Scheibenseite angebracht: Die Löwen nehmen keine Rücksicht auf den Inhalt.

Beliebtes Foto-Objekt: Erdmännchen.

Mindestens eins passt immer auf.

Watussi-Rinder.

Indische Elefanten.

Der Leipziger Zoo, mitten in der Stadt – Indischer Elefant, am Rand.

Und noch`n Urtier: Pfeilschwanzkrebse – wie Saurier und Störe lange vor uns Überheblichen hier auf dieser Erde.

Ich schrieb etwas von Genuss. – Na ja, man bringt besser mehrere Tage mit …
Hier: tropisch warm und feucht, nix für uns bereits lange Herumwandernden.

Dabei hat das Gondwanaland viel zu bieten, neben Tier- und Pflanzenwelt z.B. auch Bootsfahrten.

Darauf müssten wir uns wohl vorab einstellen, vielleicht ein ander Mal. Wir sehen zu, an die frische Luft zurückzukehren.

Da ruhen die Pampashasen.

Ja, ein ander Mal, Feuerland ist gerade frisch in Entstehung.

Auf Wiedersehen !

Nicht nur die Parthe war bei früheren Leipzig-Reisen zu kurz gekommen. Auch den Zoo wollten wir immer …

Nun aber!

Frühstück – das Wetter zeigt sich freundlich, für unseren Zoobesuch.

Bereits früh hinter dem Zoo-Eingang stellt sich ein Triceratops in den Weg.

Da sich im Rumwandern immer wieder Saurier zeigen, ist dies ein eigener Beitrag dazu. Nach Verlängerung um ein Jahr sind 20 Saurier in Lebensgröße wohl noch (mindestens?) bis 31. Oktober 2022 zu bewundern.

Beim Bilderzeigen sagt unsere Hamburger Enkelin „Opa, das ist doch kein T. rex! Dies ist ein Gigantosaurus! Den erkennt man an den 3 Fingern vorn – T. rex hat nur 2!“

Wieder was gelernt, nachgeschlagen, stimmt!

Das Foto zeigt die Anziehungskraft, die von den (bewegten, tönenden) Ausstellungsstücken ausgeht.

Derselbe Gigantosaurus, von der anderen Seite.

Der Argentinosaurus.

Angesichts der Saurier kann man trefflich über die Geschichte des Lebens nachdenken – hier: auch -lesen.

Das ist wahrlich eine laaaange Geschichte …

Es sind auch lebendige, frei fliegende Nachfahren der Saurier zu sehen. Oben links vermute ich einen Mauersegler und einen weiteren kleinen Singvogel. Rechts hat sich gerade ein Graureiher aufgebaumt.

Es gibt auch tote Nachfahren. Diesem wurde eine Scheibe zum Verhängnis.

Das ist wohl ein Brachiosaurus.

Flieger – der Quetzalcoatlus und Pterodactylus.

Letzterer kann etwas putzig mit den Flügeln wackeln.

Dies ist kein Schrott-, sondern ein Dinosaurierspielplatz, gut nachgefragt, wie das Stimmengewirr Unsichtbarer belegt.

Aus dem Jura grüßt auch der Atlantische Stör, hat die Saurierzeit überlebt.

Beim Anblick dieses T. rex dachten wir, dass das Sauriererlebnis nun zu Ende sei (wir kannten die vorn genannte Zahl „20“ noch nicht).

Es begegneten uns also weitere Saurier, hier wohl ein junger T. rex.

Der Spinosaurus hat eine ganz besondere Form.

Ja, und dann gab es die nach neueren Erkenntnissen und Ideen zur Farbgebung entwickelten Gestalten, z.B. Troodon.

Auch Ornithomimus.

Dass sich Saurier um ihre Jungen kümmerten, wussten wir noch nicht. Maiasaura, die Gute-Mutter-Echse.

Der Utahraptor ist auch ein beeindruckendes Urviech.

Und schliesslich: Der gesattelte Reitsaurier.

(Gab es damals doch schon Menschen?)

Das Anthropozän, unsere Jetztzeit – der Mensch als Weltenzerstörer.

Kommen wir zur Vernunft?

Die Parthe hatten wir angesichts der vielen Gewässer in und um Leipzig bei früheren Besuchen immer „oben“ liegengelassen – im Norden. Dabei hatte ein Gewässerfreund aus dem oberen, ländlicheren Parthe-Lauf geschwärmt, dass in seiner Jugendzeit der Bachgrund kiesig und die dortige Parthe von Bachforellen besiedelt war.

Nun also, gestärkt durch einen lokalen Gewässerschützer, radele ich die Parthe an – startend in der Pfaffendorfer Straße.

Bezeichnende Worte an der Parthe-Brücke.

Die beziehen sich aber wohl eher auf den nebendran liegenden Zoo, können auch mindestens teilweise auf unsere Konferenz WCC2022 Leipzig bezogen werden.

Blick von der Brücke, bachauf – das also ist die im Volksmund so trefflich bezeichnete „Beton-Parthe“, tief fliesst sie zwischen Niedrig- und Mittelwasser im Trapezprofil.

Wir sind durch das Rosental am Zoo vorbeigeradelt, stehen auf der ersten Brücke bachab.

Oha, es hat länger nicht geregnet, aktuelle Mischwasserüberläufe schliessen wir also erstmal aus. Hat ein Fehlanschluss diese auf dem Gewässergrund hängenden, flatternden Hinterlassenschaften verursacht? Die Wasserbehörde ist durch Anruf nun informiert.

P.S.: Die Wasserbehörde informierte inzwischen, das Problem sei bekannt und man arbeite daran. Die Einleitungen erfolgen über die nördliche Rietzschke, welche gleich oberhalb der Brücke mündet.

Nächste Brücke, Blick bachab – noch Reste …, überbreites, tiefliegendes Bett, strukturarm. Das sieht sehr nach Verbesserungsfreiräumen aus.

Wir passieren zwei Stillgewässer, deren Wasserspiegel 1,5 m tiefer liegt als normal.

Ich werde informiert, dass in der Aue Brunnen des Zoos oberflächennah Grundwasser entnähmen. Früher sein ein Teil zum Erhalt der Stillgewässer dort zugeleitet worden. Warum nun heute nicht mehr ? !

Mündung der Parthe in die Weisse Elster. Der Hund macht keinen begeisterten Eindruck.

Das zur Zeit klare Bachwasser der Parthe geht im algenreichen, fett graugrünen Wasser der Weissen Elster auf / unter.

Beim Zurückradeln, wir wollen aufwärts des Hauptbahnhofs weitergucken, fotografiere ich noch die bachtypischen Wasserpflanzen der Parthe.

Wir gucken, auch hier Wasserpflanzen, nochmal nach den Auffälligkeiten. Ja, gut, dass das gemeldet ist.

Am Zoo vorbei, entlang der Rosentalwiese, geht es Parthe-aufwärts.

Regeneinlaufrinne in die Beton-Parthe.

Sogar mit so etwas wie einem gebauten Mäander kann dieser Kanal aufwarten …

Es wird grüner, zumindest am Ufer. Übersonnung führt zu bachfremder Überwärmung.

Vermutlich durch Baumaßnahmen gestörter Bodenwasserhaushalt äussert sich durch Zeichen mindestens zeitweise intensiven, punktuellen Eiseneintrags. – Dass man gegen schädliche Eisenauswirkungen etwas tun kann, ist hier im Blog hinreichend beschrieben.

Gleich nebendran, ein positives Beispiel, das zeigt: Auch Leipzig arbeitet am neuen Ziel, dem Prinzip „Schwammstadt“, Regenwasserrückhalt statt Ableitung wo immer es geht.

Diverse Niederschlagwassereinleitungsstellen passieren wir.

Oder sind es Mischwasserabschläge, Zuflüsse durch Regenwasser so vermehrter Abwassermenge, dass sie im Sielabfluss zur Kläranlage nicht bewältigt werden kann?

Entlang Kleingarten-gesäumter Strecke sind diverse Alternativen menschlicher Uferbaukunst zu bestaunen.

Ein übersonnter Bereich bietet Wasserpfeffer-Gelb.

Ringsum wird es grüner, dreidimensional, fast abenteuerlich. Es geht durch und über Sturzbäume.

Fast öffnet sich ein kleiner Auwald. Allerdings liegt die Parthe dafür zu tief, spiegelt überbreit, strukturlos vor sich hin.

Dieser Bach ruft nach Verbesserung, lautlos wie er da vor sich hinleidet.

Genug gesehen – für den nächsten Leipzigbesuch nehme ich mir eine Tour weiter Parthe-aufwärts, Abtnaundorfer Park ff. vor.

Wir radeln gen Innenstadt zurück.

Abschied von der Beton-Parthe (und einem ihrer „Mäander“).

Im Zentrum, Luftschlösser, gebaut.

Wo so etwas möglich ist, soll für die Parthe Hilfe unmöglich sein? Ich sehe keinen Grund dafür, es gelten die alten Praxiskenntnisse. Vielleicht finde(n s)ich ja Kooperationswillige.