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Für den ersten Vormittag in Leipzig hatten wir uns eine Rad-Tour zum Cospudener See vorgenommen. Bei bisherigen Besuchen war das „Neuseenland“ von uns ausgespart worden. Bei diesem Besuch sollte mindestens ein erster Blick auf eins der neuen, großen Stillgewässer geworfen werden. Knapp 10 km sind ja keine Entfernung.

Morgens beim Frühstück, Blick zum Himmel – eine Front zieht auf.

Entgegen Wetterbericht – wir hatten die kleinen Koffer nicht mit Regenzeug befrachtet -, wird nun kurzfristig eine Regenfront nicht nur gemeldet. Sie zieht schon schön auf.

Egal, wir sind ja nicht aus Zucker. – Elsterflutbett gequert, Blick aufs Palmgartenwehr.

Gut beschirmt, hier von alter Lindenallee, radeln wir am Elsterflutbett entlang, gen Süden, flussauf.

Gegenüber liegt das langgestreckte ElsteHOCHflutbett, großer Regenrückhalt, Schutz bei Hochwässern.

Wir sind am Teilungswehr Großzschocher angekommen. Hier fliesst Teilwasser der Weissen Elster ins Flutbett.

Ein Schlitzpass (vertical slot) ermöglicht Fischpassage. Oben rechts im Bild das Elsterhochflutbett.

Inzwischen regnet es – nach Nieseln zuvor. Der lichte Kronensaum hier schützt nicht (mehr).

AltEichenstamm am Waldrand.

Wir queren das Elsterhochflutbett … – ganz schön duster für späteren Vormittag!

… und gelangen an das Nordufer des Cospudener Sees, Blick über 3 km Seefläche.

Was zu beweisen war.

Die dünnen Sommerhosenbeine sind längst „durch“, die Jacken vollgesogen. Die Digicam wird wasserdicht(er) verstaut. Wir radeln nach Leipzig zurück.

Immer die Wetterkante in Sicht, dauert es doch länger als gedacht, dass die Sonne auftaucht.

DAS ist doch schön! Hose und Jacke, Radler sonnenbeschienen trocknen – am Richard-Wagner-Platz, Leipzig. 🙂

Wir fühlen uns pudelwohl. Den Fischen wünschen wir immer eine Handbreit Wasser unter und über sowie neben den Flossen.

Am Nachmittag des Ankunftstages starteten wir zu einem kleinen Anradeln, hier auf einem gewässerbegleitenden Deich / Damm.

Wer sucht, der findet. Verglichen mit Wedels Radfahrsituation sind wir von Leipzig „binnen wie buten“ ultra-begeistert.

Gewässernamen lasse ich weg, folgen aus Anlass gelegentlich anderswo. – Viel Stau-geregeltes findet sich in Leipzig und Umrum.

Hier wird ultimativ wenig von oben zudotiert.

Zwar befinden wir uns in einer eher (allzu) trockenen Zeit, durch die Stauregelung ist in Leipzig aber allerlei Varianz steuerbar.

Vieles ist (allzu) tief eingeschnitten, entwässert die Landschaft unnötig.

All das Wirken aus Beton und Stahl ist allerdings eine – bislang nicht wesentlich verbesserte – Erbschaft aus unschöner, brauner (und danach angeschlossener, roter) Vergangenheit.

Gelegentlich sind Turbulenzen sichtbar …

… die sich hier sogar, wenn auch tief, kanalartig, ein Stückchen streckig entwickeln dürfen.

Noch`n Gewässer – auch (allzu) tief eingeschnitten.

Eine Bahnstrecke quert die Gewässer, teilt den Auwald.

Im Auwald prägt optisch sowie geruchsmäßig Bärlauch die Szene. Der Frühblüher vergeht, entsprechend seiner Natur.

Wenn der Bärlauch blüht, macht der Leipziger Auwald einen ganz anderen Eindruck, hier im Mai 2019.

Ordentlich Samen wurden gebildet.

Samenstände, geblitzt.

Ein kleines Gewässer in Auwald-Höhe.

Es handelt sich um einen ersten, kleinen Versuch, dem Auwald wieder mehr Wasser zuzuführen.

Was für eine Vielfalt an Gewässern in Leipzig! Ein jedes hat seine spezielle Herausforderung an uns Menschen, verursacht vor allem durch uns selbst – draufgesattelt das verschärfende Geschehen des Klimawandels. Den haben wir zu „guten“ Teilen auch selbst verschuldet.

Es gibt also viel zu tun. – Packen wir`s an (?) !

Zu einem Vortrag über Gewässerrestaurieren in der Metropolregion Hamburg auf der WCC 2022 Leipzig war ich eingeladen. Da bleibt es nicht aus, dass die Stadt Leipzig, Gebautes und Grün angesehen und erlebt werden.

Nachdem ich im vorigen Beitrag bereits den Eindruck „Leipzig in Schwarz“ vorgestellt habe, trage ich nun Anreise und Ankunft nach.

Los ging`s morgens in Wedel, bei bestem Wetter.

Vorbei am – immer wieder Kopfschütteln über Nichtentscheidenkönnen bei Teich-Unterhaltung – durch Teichrosen ultimativ zugewucherten Mühlenteich erreichen wir die S-Bahn.

Was für ein langer Zug! Wir müssen ganz nach vorn. So brauchen wir in Leipzig nicht so weit beim Aussteigen.

Kurz vor Elbquerung Lutherstadt Wittenberg – Niedrigwasserabfluss . . .

Wir sind gut in Leipzig angekommen – das Messezeichen dreht sich auf dem Wintergartenhochhaus.

Auch unsere Leihfahrräder sind vom Hotelfenster aus zu sehen.

Ein herzlicher Dank geht an Grupetto, dass das so gut geklappt hat!

Nach der Bahnfahrt die Beine vertreten – Marktplatz mit Altem Rathaus und Alter Börse. Die Räder werden hier geschoben, dann wird geradelt.

Überall in der Stadt finden sich Gewässer – wo (noch) nicht, sind Baustellen beschildert.

In einem Vieljahresprogramm bringt Leipzig seine ehemals reiche Gewässerlandschaft wieder ans Licht.

Dass das in Ausmass und Ausformung bei der Enge einer historisch gewachsenen Stadt Naturpuristen nicht allzu sehr begeistert, liegt in der Natur der Sache. Verbessern kann man – wie überall – aber auch hier.

„Mückenschlösschen“ – die Gewässer flossen und fliessen wohl oft langsam – Mücken freut das.

Im Mückenschlösschen steht Diverses auf dem Programm.

Die Weisse Elster, eines der Hauptgewässer, war 2020 / 21 als „Flusslandschaft des Jahres“ auserkoren.

Auch der Elstermühlgraben soll aufgewertet werden.

Nach gelungener Radtour, auch durch Teile des Auwalds, schliessen wir die Räder hinter dem Hotel an.

Zum Abendessen wählen wir Regionales, zunächst die Getränke. Schmackhaftes Essen folgt (hier im Beitrag nicht).

Beim Verdauungsspaziergang meiden wir um diese Zeit angesichts „guten Besuchs“ – wie auch schon vor Corona – die Enge des Barfußgässchens.

Wieder im Hotel, „MM“ erleuchtet – Gute Nacht!

Eine Veranstaltung rief nach Leipzig. Da haben wir uns ein paar Tage drumrum gegönnt. Ein Erlebnis ist in der Überschrift dokumentiert.

Irgendwie dominierte Schwarz . . .

Aufwachen in Leipzig, Blick aus dem Hotelfenster vor dem Frühstück. Das Messezeichen, schwarz im frühmorgenlichen Gegenlicht.

Schwarz im Zoo – wohl ein Kolkrabe, keine Rabenkrähe.

Im Zoo gab es selbstverständlich auch andersfarbene Tiere – dazu mehr in einem eigenen Beitrag.

Irendwie war die Stadt zunehmend Schwarz-geprägt.

Smile, das historische Haus grinst. – Selbst beim Aufbau des Stadtfests – Schwarz. – Hoffentlich sind die Würstchen dieses Stands dann nicht so . . .

Schwarz im Stehen, im Gehen, beim Schaulaufen – DAS war wirklich sehenswert. Eine Generation bzw. ein Teil davon mit eigener „Fashion“. Was geht da ab ? !

Wir lassen uns informieren. Wie alle anderen Menschen auch fühlen sich „diese Schwarzen“ Corona-befreit, können seit Jahren wieder einmal z.B. ihre Musik erleben. Was für eine Auswahl! Ja, und das erwähnte Schaulaufen! Ich empfehle Interessierten, mal im Netz z.B. unter „Leipzig Gotik (oder Gothic)“ in der Bilder-Rubrik nachzusehen.

Zur Abreise gab es noch ein musikalisches Erlebnis im Hauptbahnhof. Beeindruckend! Auch dorthin war eine Heerschar Menschen in Schwarz quasi wie eine Wallfahrt gepilgert, gab dem Bahnhof ein besonderes Gepräge.

Insgesamt zeigte sich Leipzig und Umrum aber von seiner bunten Seite.

Vom Bunten wir demnächst berichtet.

Dem Wetterbericht entsprechend hatten wir unsere kleinen Koffer nicht mit Regenzeug befrachtet. Das führte ausnahmsweise bei einer längeren, morgendlichen Rad-Tour zu Anregnen durch Niesel, dann gutem Durchfeuchten. – Das machte der Nachmittag gleich wieder wett.

Ach ja, „Eine Veranstaltung rief . . .“ – Gotik war`s offenbar nicht. Sondern Wasser – auch darüber folgt ein eigener Bericht.

Richtung Elbdeich Hetlingen, auf der Elbe zieht ein großes, weisses Schiff vorbei.

Es ist stürmisch, heftige Böen – froh ist der Radler, der halbwegs in Windschatten und guter Wahl der Kreisrichtung seine Runde dreht. (Der zufällig durchs Foto sausende Vogel ist eine Rauchschwalbe.)

Auf dem Hetlinger Hauptdeich – das Wetter stürmisch-schön, dahinsausende Wolken.

Plötzlich entfällt die Wärme einstrahlender Sonne – warum zieht diese (es sind dann mehrere) schwarze Wolke nicht auch schnell ? !

Elbdeich Fährmannssand – am Horizont stellt sich das große, weisse Schiff als Traumschiff älterer Bauart dar. Es sieht tatsächlich wie ein Schiff aus!

Der Himmel fast klar, man fasst es kaum. Deichwanderer, angesichts der Wetterlage eher selten.

Weiter auf dem Saatlandsdamm – das Wetter in wildem Wechsel, wieder mal schwarz.

Gegen Abend auf der Geest, an Wedels Roland – wir wollen Besuch die Abendstimmung in der Marsch zeigen – ein kurzer Fußweg.

Die Fahnen über dem Theaterschiff Batavia stehen in steifer Brise, wie gehabt.

Uns stellt sich ein vorgezogener Sonnenuntergang dar – eine rasch heraufziehende, dichte Wolkenwand als Verursacher lässt uns schnell umkehren, heimwärts.

Wir erreichen unser Fahrradhäuschen mit Dachüberstand unmittelbar bei Schlagregenbeginn. Glück muss der Mensch haben.

Das ist nicht immer so. Die auf gut 1 m über mittlerem Tidehochwasser aufgelaufene Flut in der Nacht zum Sonnabend bescherte Lüheanliegern Überschwemmung. Wie die Medien mitteilen, wurde das nicht automatisch betriebene Sturmflutsperrwerk der Lühe nicht (rechtzeitig?) geschlossen. Auf unserer Elbseite waren die Sperrwerke immerhin 4 Stunden „dicht“.

Es läuft das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek, Hamburg. Alle Anwesenden haben sich hoffentlich so wie unser Besuch wind- und wasserdicht eingekleidet. Sturm, Sonne, Wolken, gewitterartige Schauer mit Schlagregen – so sieht auch dieser Maitag aus.

Ich habe die glücklichere Variante gewählt – Radeln auf der Geest, hier windgeschützt durch frühlingsgrünen Knick.

Auch dieser Aspekt zeigt, dass mein Studium des aktuellen Wetterradars mir hilft, „on the sunny side“ wieder zu Hause anzukommen.

(Gestern Abend beim vor dem Abendessen vorgesehenen Spaziergang haben wir angesichts hereinbrechenden stürmischen Schlagregens allerdings die Tour erheblich verkürzt.  🙂  Es kann nicht immer alles klappen. Das Essen schmeckte danach um so besser, nicht nur, weil wir im „richtigen“ Restaurant landeten.)

Beim Radeln fällt gelegentlich etwas auf dem Weg auf, das mich absteigen lässt – so auch kürzlich am Alten Hetlinger Heuhafen. – „Was ist das, was Sie gerade fotografiert haben?“ fragt ein vorbeigehender Spaziergänger.

Ein Ölkäfer-Weibchen.

Und nochmal, von der anderen Seite.

Der Spaziergänger ist weg …

… da rennt etwas metallisch Blitzendes auf mich zu.

Den störe ich nun doch, er dreht eilig ab …

… und macht sich aus dem Staub. Nix wie weg hier!

Zweibein mit Spiegelung im bei Ebbe leerlaufenden Marschgraben.

Licht und Schatten sind so krass, dass das Tier fast wie ein Silberreiher erscheint. Es ist aber ein „simpler“ Graureiher.

Seit Wochen denke ich hier in dieser Ecke so vor mich hin „Ich habe eigentlich lange keinen einzigen Seeadler gesehen!“.

Da fängt etwas über Giesensand meine Aufmerksamkeit – ein Seeadler kreist über den Windschutz- und Brennmaterial-Altbäumen.

Und da, auf der anderen Seite, rechts von mir, zieht ein Seeadler nahebei, niedrig über dem Elbdeich erscheinend, seine Erkundungs-Tour über dem Süßwasserwatt.

Schräg geht er ab Richtung Elbinseln.

Hoch über mir schraubt sich ein Seeadler immer höher – bin nicht sicher, ob es der zuerst Gesehene ist.

Hier ist die typische, brettartige Seeadler-Silhouette halbwegs erahnbar.

Vorbeiradelnde können nicht verstehen, was ich da so für Löcher in den Himmel starre.

Weiter geht`s, nochmal bei Fährmannssand auf den Deich klettern.

Binnendeichs: Stare wissen, warum sie die Nähe von bunten Herden aufsuchen. Das Insektenangebot ist dort reichhaltiger.

Auf dem Deich Fährmannssand, Blick zur Elbinsel Hanskalbsand – Da, hoch über der Elbe, sehe ich zwei Seeadler.

Nach einer Weile Spielerei zeht jeder seiner Wege.

Wenn ich plötzlich eine solche Zahl Seeadler sehe, sind wohl die Jungen der ersten Brut inzwischen flügge und trainieren in der dritten Dimension.

Zu Hause erwartet mich ein 6-Beiner – ein Goldauge.

Und dann ist da noch ganz etwas anderes, am Boden – ungeflügelt und mit sehr viel mehr Beinen. Offenbar kein Vogel, kein Insekt.

Rollassel neben Flechten auf Baumrinde.

Das reicht nun erstmal mit solch Viehzeug (das soll keine Missachtung deren Rolle in den Kreislaufprozessen unserer Erde bedeuten!).

Der Mai geht auf sein Ende zu. Soweit Wiesen nicht als (wenig- bis) einartige Silomähflächen intensiv genutzt werden, teils bereits erstmalig abgeerntet, haben sie sich in der Marsch zu prächtigen Farbspielen entwickelt.

Die im Frühjahr hoch gehaltenen Wasserstände sind abgesenkt Wiesenfuchsschwanz hinten flächenhaft.

Im Frühjahr überschwemmte Flächen sind trocken gefallen, auch die von Vögeln gern zur Futtersuche genutzten Gräben trocknen aus.

Im vorstehenden Foto ruht eine Brandgans. Kiebitz, Star und Austernfischer waren auch als regelmäßige Gäste hier zu sehen.

Solche Flächen sind inzwischen mit bunten Rinderherden beweidet.

Die im Feuchten Nahrung suchenden Vögel sind verschwunden, anderswo unterwegs.

Aus einigen Gebieten Norddeutschlands wird bereits berichtet, dass der nur gering – wenn überhaupt – gefallene Regen die Bodenoberflächen so trocken werden liess, dass der Weisstorch Probleme hat, die für die Jungenfütterung anfangs erforderlichen Regenwürmer in genügender Menge zu erwischen.

Marschwiese Hetlingen, unbeweidet – grün, gelb (Hahnenfuss wächst durch), weiss (hier: Pusteblumen, Löwenzahn), rot (Ampfer).

Eine Marschwiese Fährmannssand wurde als Erweiterung für den Gasthaus-Parkplatz zur Vorbereitung des Himmelfahrt-Wochenendes teilweise gemäht.

Blick vom Elbdeich, nordwärts: Marschwiesen Fährmannssand – grün, gelb, weiss (hier: Doldenblüter), rot.

Blick gen Ost – KoKW Wedel in Sicht – Mai-Farben!

So ganz lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis die Heumahd ansteht.

Da war nicht nur Sonne. Der Schlusstag startet stürmisch.

Ungewohnte Zeichen auf der Fensterscheibe.

Aber wie das mit Seewetter oft so ist – beim Besuch der Berlinerinnen zur Tagesbesprechung scheint die Sonne. Die Sylt-Karnickel freut`s.

Himmelblau! Jagende Wolken!

Wir wollen zum Minigolf, gleich neben dem Aquarium Westerland. Möwen geniessen das Wetter, führen akrobatische Aerodynamik-Übungen durch.

Dabei müssen aber auch diese Profis aufpassen – Crash-Gefahr!

Hinter Dünen und Häusern sind wir gut nach und durch Westerland geradelt.

Windschutz gibt es auch am Minigolfplatz. Über die einzelnen Stationen fegt der Wind.

Wir konzentrieren uns auf das Spiel.

Und auf unseren …

… Schreibblock.

Mit Blick auf die Uhr – der Zug wartet nicht auf uns – kommen wir gut zurecht. Das Spielergebnis, mit kleinen Zugeständnissen, stellt sich für alle akzeptabel dar.

Am Bahnhof Westerland – eine Silbermöwe begrüßt uns, verabschiedet sich.

Weitere Ordnungkräfte bringen den Zug in Schuss.

Wir reisen Landes-intern, von Sylts Nordseeküste an die Nordküste der Tideelbe.

Auf dem Festland, hier wird weiter Energie gesammelt.

Raps in voller Blüte – wie wohl dieses Jahr angesichts Temperatur und Wind Obst- und Rapsernte ausfallen?

Das Umfeld der Eider-Treene-Sorge-Niederung – auch mal wieder eine Reise wert.

Hoch über dem Nord-Ostsee-Kanal.

Es ist ja nicht so, als schiene hier, langsam nähern wir uns Hamburg, die Sonne nicht.

Ja, und wie erwartet, die Arbeiten starteten mit der Hinfahrt unserer Syltreise, hängen nun 10 Mauerseglernistkästen an unserer Bleibe (wir ganz unten, die ganz oben, an jedem der 4 Eingänge 2, 2 weitere hoch an der nördlichen Hauswand).

Kurze Pause in Wenningstedt – das Wappen: Vordersteven Wikingerboot vor Wellen.

Wir haben noch Kondition, radeln spätnachmittags Richtung Kampen. – Ich teste, wie weit es querab Richtung Kliff mit Rädern funktioniert – stehe vorn mit dem Rücken zur See, in der Ferne meine Begleiterinnen.

Mein Endpunkt konnte auch per E-Rad plus Kinderanhänger nur durch Schieben erreicht werden.

Wir parken deutlich landwärts der offiziellen Radständer – der Weg bis dahin ist inzwischen von solchem Mullersand geprägt, dass sie kaum erreichbar sind.

Wir wandern bis zur Kliffkante – die Nordsee im Gegenlicht, tief unten.

Tief unten … – da wollen wir hin.

Anschnitt – das Rote Kliff, eine lehmige Moräne, Eisen-haltig.

Nordseewellen.

Viel bewegter Sand vorm Roten Kliff.

Unten angekommen.

Erstmal orientieren.

Lange hat diese Farbgebung, Eisen-rötliche Moräne, weisser Sand, Seefahrern bei der Orientierung geholfen.

Vor unseren Füssen bunte Steinauswaschung mit hohem Anteil durchscheinender Kiesel (nach Trocknen undurchsichtig weisslichgrau).

Spiegelung und Schatten.

Spuren hinterlassen – vergänglich.

Angestrahlte Totale – über etliche Kilometer geht das / steht das so.

Funde bestaunen – Rest einer Schwimmkrabbe (spitze Scheren, die Schwimmbeine im Foto kaum erkennbar).

Überraschung lokal – auslaufende Querwelle.

Eiszeiten, Wind und Wetter – Erosionssand, Sandschichten – Lehmmoräne Rotes Kliff.

Genug gewandert, genug gesehen – wir gehen zurück.

Es nagt die Zeit …, vorn hält Strandhafer etlichen Sand.

Zurück durch den Mullsand – oben im linken Bildviertel steht der Mond.

Bald sind die Räder erreicht.

Geschafft, Blick von festem Weg auf Spielplatz – mit Windflüchter in Grün.

Lautes Röhren über uns – och nöööö, Sylt, muss das sein? Geht das auch leiser?

Erholen in Wenningstedt, vor Sonnenuntergang – Artefakt durch Fensterscheibe, ich hätte das Fenster öffnen sollen.

Die Sonne sinkt – frühzeitig, hinter einen Wolkenhorizont.

Später im Fernsehen wird der illustre Sylter Sonnenuntergang gerühmt. (Hatten die auch den Wolkenhorizont???) Auf jeden Fall erweckten die Vögel bei uns den Eindruck, dass sie das Geschehen ganz aufgeregt feierten.

Tags drauf feierten wir ab und fuhren per Bahn zurück. Dazu folgen in eigenem Beitrag noch ein paar letzte Fotos.

Wir verlassen List. Vorbei an vor Westwinden geschützten Häuserreihen geht es zurück gen Süden.

Vorbei an der Wanderdüne, hell, von der Sonne beschienen.

Das Auf und Ab beginnt. E-Räder ziehen an uns vorbei – der Gegenwind. Aber dafür haben wir halt die kleinen Gänge. Das klappt schon.

Wieder einmal Sukzession – links ein Wäldchenversuch, rechts ein scheinbar toter Versuch, von Salzluft in Stürmen oder den Trockenjahren verursacht.

Und da sehen wir, dass es bei stehengelassenem Altschutz wieder durchgrünt.

Ein Beispiel im Kleinen. – Wenn sich doch deutsche Forstwirtschaft endlich diese Erkenntnisse – nicht zuletzt aus den Nationalparken Bayerischer Wald und Kellerwald-Edersee – zu eigen machte. Der Altbestand sorgt für günstiges Binnenklima. Das Abräumen, immer noch Kahlschläge, man glaubt es kaum, bringt übersonnte, gebackene Böden, in denen die aufwändigen Neupflanzungen massenhaft vertrocknen.

Noch `ne Sukzession und lokale Besonderheit – Felsenbirne, jede Menge, als Neophyt, hier in der Wuchsform „Windflüchter“. (Will die den Sanddorn ersetzen?)

Gewöhnungsbedürftig – statt bunter Knick lineare Tannenbaumanpflanzung. Na gut, möge man die als Urform, Start der Dünenwälder ansehen, seinerzeit zu erstem Stoppen des bewegten Sandes.

Wir sind zurück, Dorfteich Wenningstedt. Erstaunlich gut haben wir den Wind gemeistert.

Eine Gänsefamilie zieht an der Insel vorbei …

…, um sich in steilem Anstieg an geeigneter Stelle einen Ruheplatz zu suchen.

Für uns ist der Tag noch nicht vorbei. Nach kurzer Rast in der Unterkunft radeln wir zu für uns Neuem, dem Roten Kliff, Kampen.