Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Klima’ Category

Climate Change, Improvements in Corona Topics, Public Health – so much was waiting for you, much too long.

And, please, keep uneducated dogs on a leach.

Yes, you can! – We are so glad! Thank you!

Read Full Post »

Ein Anruf zu spontanem Sonntagsspaziergang gem. kommenden Corona-Vorschriften (2 Familien, max. 10 Personen [Letzteres zu 50 % ausgefüllt]) führte uns in die Holmer Sandberge.

Die haben wir zu Wochenenden und bei Sonnenwetter meist gemieden – Ausgeh- und Hundeauslauf-Hot Spot (ja, auch dort gilt die Anleinpflicht SHs und speziell die Vorgaben für Wald und Schutzgebiete). [Es geht die Vermutung um, dass sich hier so viele Hunde ballen, da die Anleinpflicht in Hamburgs Wäldern kontrolliert wird, ggf. Verstöße geahndet werden. Hier, in Zuständigkeit der Gemeinde Holm sei das nicht der Fall. – Hallo, Herr Bürgermeister!]

Aber, wer früh genug kommt, kommt halbwegs ungestört davon. Schön ist es hier allemal.

Treffpunkt Parkplatz Eggernkamp. Tiefe, volle Pfützen fordern Konzentration beim Zugang.

Ja, es hat einmal etwas geregnet. Das reichte diesmal sogar zur Reaktion der Bäche, die immerhin über 2 Tage den flachen „Wasserberg“ zwischen Niedrigwasser- und (man gerade) Mittelwasserabfluss an den online-Pegeln erkennen ließen. Die Vegetation mit oberflächennahen Wurzeln allerdings hat sich gefreut!

Wir gehen nicht direkt in die Sandbergefläche, sondern das erste Stück über den Holmer Grenzweg daran vorbei.

Fröhlicher Sonntagmorgengruß an und von Reitern und Pferden (im Foto noch im Singular). Gelegentlich quert der Reitweg den Wanderweg in den Holmer Sandbergen. An solchen Stellen ist Aufmerksamkeit angebracht – wie bei Auto- und Radfahrern gibt es auch bei Reitern einen gewissen Prozentsatz, der möglichst immer, auch an Gefahrenstellen, sich bzw. die PS „am Gas“ bewegt.

Dies ist kein Moos, aber gleichwohl ein gutes Zeichen.

Ich habe gelernt, dass zunehmend Haustiere (jedenfalls „privat“) mit weniger, möglichst keinen Antibiotika versorgt werden – halt wirklich nur bei Notwendigkeit. Das kann man hier an weitgehend zersetzten Pferdeäpfeln (auch bei Kühen, entsprechend auf Weiden) erkennen. Bis vor Kurzem lebten wir alle in dem Bewusstsein, dass tierische Ausscheidungen lange bis ewig in der Fläche herumliegen. Ja, so weit kann es mit flächiger Vergiftung gehen. – Gut, dass sich das ändert!

Wir sind in den randlichen Kiefernwald abgebogen.

Das Foto relativiert anschaulich menschliches Maß (die beiden Großen sind 1,90 m bzw. darüber) im Vergleich zu älter gewordenen Bäumen. Der grüne Unterwuchs ist großenteils nicht „unsere“ Traubenkirsche Prunus padus, sondern Prunus serotina, Neophyt. Die buschartigen Stämmchen zeigen die verzweifelten Versuche, dieser Art Herr zu werden. – Andernorts hat man sich besonnen, ob deren Durchhaltekraft nicht genutzt werden sollte, Nutzwald zu entwickeln.

Zur Linken lichtet es sich – dort wurde recht kleinflächig alte Dünenlandschaft durch Entfernen der Kiefern freigelegt.

Es ist Pilzzeit. Einige späte Sammler sind gelegentlich zu sehen – selbstverständlich nicht Sammler von Fliegenpilzen.

Ein Prachtexemplar – später werden wir von Vandalen zerstörte Fliegen- und andere Pilze am Wegrand finden.

Wieder eine lichtere Fläche, die von jungem Birkenaufwuchs gelb gefärbt ist.

Wir sind am künstlich angelegten Feuerlöschteich angekommen. – Wo ist das Wasser?!

Wir erkennen hier, was uns Förster und Wald-Experten immer wieder spätestens seit Anfang 2020 sagen: Der obere Bodenbereich ist bis in 2-3 m Tiefe vollkommen trocken. (Daher auch das für uns heutige Menschen unbekannte Buchensterben in bestimmten Lagen, vgl. Beiträge über Schneewittchendorf und Drumrum.) Diese Situation spiegelt sich im Feuerlöschteich der Holmer Sandberge.

Das sieht im nördlichen Teil, dem Hauptbecken, nicht anders aus.

Wir haben die Flaniermeile gequert und sind in den westlichen freigelegten Dünenbereich gelangt – Heidekraut am besonnten Rand.

So weit die Fläche regelhaft frei gehalten wird, dominiert Sand das Bild, weiter Blick.

An den Kiefern im Foto ist aber bereits das Dilemma solcher Landschaften erkennbar. Aus bzw. in nacheiszeitlicher Tundren- / Steppenzeit durch Winderosion entstandene oder durch menschliche Übernutzung armer Böden hervorgerufene Erosionslandschaften überwachsen in einer zeitlichen Abfolge Richtung Wald.

Die Sandberge sind zwar als Dünen entstanden, ihnen fehlt aber heute die freie Wandermöglichkeit, kleinflächig und Hochwald-umgeben wie sie liegen.

Zum Dilemma gehört, dass die regelhafte „Pflege“ nicht in frühen Stadien „mit leichter Hand“ erfolgt. So werden heutzutage oft genug Maschinen zum Beräumen der aufgewachsenen Vegetation, zum Wiederfreilegen des Sandes verwendet. Das aber hat zur Folge, dass Höhen- und Breitendiversität der ehemaligen Dünen nach und nach eingeebnet, nivelliert werden. – Man darf fragen, wo und wann die Sinnhaftigkeit endet.

Neben Heide etabliert sich anderes Grün, starten Birken.

Hier ist eine Birkenwaldinsel stehen gelassen worden.

Sukzession ist voll in Gang.

Kleinklima spielt eine große Rolle – Moose und borstige Gräser starten.

Hier will offensichtlich nur Moos wachsen – und das prächtig!

Und hier, vorn, hat der „pflegende“ Mensch maschinell gewirkt – uns scheint: planierend …

Ich kann es nicht verhehlen, es schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Leserinnen und Leser dieses Blogs haben aus meinen Bachbeiträgen zutreffend schliessen können, dass mir Anstöße zur Selbsthilfe in zerstörten Naturlandschaften – nicht zuletzt auch aus finanziellen / ökonomischen Gründen – naheliegen. Die Natur, nach Abstellen von Defiziten, weiss besser als wir Menschen, wohin sie Standorte entwickeln möchte. Und das tut sie dann, wenn nicht Gravierendes entgegensteht, schnell und effektiv.

Auf der anderen Seite haben Kulturlandschaften ihre Wertigkeiten und ihren Charme. Der Flächenverlust der bis ins 19. Jahrhundert riesigen Heidelandschaften und damit auch der Verlust ihrer spezifischen Tier- und Pflanzenwelt wird zurecht beklagt. Wir müssen uns allerdings bei Planungen mehr als bisher vor Augen führen, wie viel Fläche wir mit hohem (leistbarem?) Aufwand erhalten oder entwickeln wollen und können. Holmer Sandberge und Lüneburger Heide können als zwei charakteristische Beispiele dienen.

Herbstaspekt pflanzlicher Sukzession in östlicher, großer Freifläche.

Zweifellos ein schönes Bild, ein vielfältiges Naturerlebnis. Wir dürfen auf die Entwicklung in kommenden Jahren gespannt sein.

Read Full Post »

Bäche und Flüsse im Herbst 2020 – die zeigen kein Wetter, das muss Klima sein.

Der Sauerbeck, kleiner Kiesbach zwischen Wedel und Holm – ohne Wasser im Oktober 2020!

An den ansonsten durchweg Niedrigwasser führenden Bächen und Flüssen ist erkennbar, dass Restaurieren der Lebensräume wichtiger ist denn je, dass gerade die Niedrig- bis Mittelwasserprofile besonderer Beachtung bedürfen.

Wir steuern zwei Ziele an der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, an.

Der Kies in der ländlichen Mühlenau vor notgesicherter scharfer Linkskurve soll unter Wasser vorgelagert, zur Lenkbuhne werden.

Das ist, Blick bachauf, schnell per Schaufel und Harke erledigt – wenn man weiss, wie`s geht.

Draufsicht in Fliessrichtung, bachab – die Gebäude auf den benachbarten Gelände sind durch Strömungslenkung gesichert.

An der städtischen Mühlenau ist an attraktiver Stelle neuer Kies angekommen. Auch hier gehen wir ran.

Da ist er ja!

Vorher, im Schüttwinkel.

Einsatz von Rechen / Harke und Schaufel, schräg gegen die Strömung schaufeln.

Fertig.

Auch bei diesem Niedrigwasserabfluss ist die erzeugte Turbulenz beim Abfliessen über die Lenkbuhne erkennbar.

Wir hoffen weiter, dass der Herbst mindestens Mittelwasserabfluss bringt. Womöglich ist dann hier, mitten in Pinneberg, das Laichgeschäft von Wanderfischen erlebbar.

Read Full Post »

Auf einer Radrundtour Wedel – Hamburg, Klövensteen, Naturschutzgebiet Schnaakenmoor – Wedel entdeckte ich, frisch freigelegt, „Art by Nature“ – diverse Ansichten eines Bodenprofils. Nicht zuletzt wegen dieser euphorischen Antwort auf das Vermailen einzelner Fotos „… da strahlt das Bodenkundlerherz. Soll noch jemand sagen, Böden seien nicht ästhetisch!“ stelle ich die Aufnahmen gern ins Netz.

Herbst-Aspekt beim Radeln West-Ost parallel zur S-Bahn.

Nach Norden biege ich ab in den Klövensteenweg und dann links rum, nördlich des Schnaakenmoors weiter.

Pfeifengras prägt zur Zeit das allzu trockene Schnaakenmoor. Eine über die Jahre zunehmende Zahl toter Kiefern und Birken zeigt aber, dass Vernässungsmaßnahmen (Abflussstopp) die beabsichtigte Moorentwicklung bereits fördern.

Ob wir hier freies Wasser wohl noch in 2020 wiedersehen werden?

Huch, ein Zaun und ein Graben – muss das sein?!

Ja, es muss! Leider geht es nicht anders.

Irgendwo seitwärts, oben trompetet es anhaltend und laut. – Nix zu sehen.

Dafür gibt es unten Neues zu sehen, aus alter Zeit.

Bodenprofile können so beeindruckend sein.

Bp 2 – ohne Worte.

Bp 3 – ohne Worte.

Bp 4 – ohne Worte.

Hier wird weiter gearbeitet, wie ein Schild erläutert.

Wir dürfen gespannt sein. – Zwar würde ich die hiesige Entrohrung und das Hinterlassen eines Grabens nicht als „Renaturierung“ bezeichnen! Dem Wort gerecht würde eher das Hinterlassen einer geschlossenen Bodendecke.

Aber dann würden Hunde und Menschen sicherlich nicht aus der zu schützenden Fläche ferngehalten – und die Bodenprofile sähen wir auch nicht (mehr).

Zu Boden hat Hamburg einiges zu sagen und zu bieten.

Das himmlische Trompeten wird lauter, kommt näher.

Da sind sie – immerhin drei Kraniche.

Weiter geht meine Fahrt, zurück nach Wedel.

Read Full Post »

Die Ekholter Au, Krückau-Einzugsgebiet, wird stellenweise von standorttypischem Grün begleitet.

Dieser Eindruck gilt leider nicht für weite Strecken des Bachverlaufs. Die Ekholter Au beginnt im Bereich des ehemaligen Liether Moors, seit Langem genutzt, dann intensiv entwässert zum Steigern der Agrarproduktion – mit den resultierenden Eisenfreisetzungen durch Stören des Bodenwasserhaushalts und, daraus resultierend, der Bodenchemie. Zu dieser bundesweit grassierenden Thematik haben Wasserwirtschaft und Bodenschutz bis heute kein Konzept – bzw. werden von Lobby-getriebener Politik daran gehindert, Wissen in Handeln umzusetzen.

Der Bachlauf wurde extrem ausgebaut und unterhalten, vor Jahren vorgenommene Durchgängigkeitsverbesserungen durch Beseitigen von Wehren und Abstürzen reichen zur Wiederbelebung nicht aus.

Im bebauten Raum findet sich auf diese Negativsituation aufsattelnd Vieles von dem, was man sich so vorstellen kann. Von dicken Rasenschnittablagerungen im Ufer- und Böschungsbereich über ungenehmigte Wasserentnahmen, Beseitigen naturnaher Gehölze, statt dessen Anlegen und „Pflegen“ parkartiger Kunstbepflanzung, Bebauung bis auf die Böschungskante (mein Spruch in Vorträgen „Zeig mir dein Bachufer und ich sage, welchen Beruf du hast bzw. deine Verwandtschaft und Nachbarschaft“) – und Weiteres mehr.

Daher hier also ein erster, größerer Versuch Richtung positive Veränderung. Wie im Beitrag vom 2. Oktober für die Mühlenau geschildert, wurden auch hier per Flatterbandzipfel Schüttorte gekennzeichnet.

Die anzufahrenden Punkte sind gut erkennbar.

Das Profil der Ekholter Au ist extrem tief und überbreit – Hochwasserbreite erstreckt sich bis in die Sohle. Ein völlig untypisches Kastenprofil ist das Resultat.

Im während der langen, andauernden Niedrigwasserphase eingewachsenen Gras kann erkannt werden, welche Niedrigwasserbreite der Bach tatsächlich benötigt. Diese Extremsituationen berücksichtigt Gewässer-Restaurieren in Deutschland an den meisten Orten bis heute nicht.

Positiv im überbreiten, übertiefen Profil stellt sich stellenweise der Baumsaum dar.

Hier zeigen Nicht-Erlen (Erlen senden ihre Wurzeln unter Wasserhorizonte) die tief liegende Mittelwasserlinie an. Auch die extreme Ockerbelastung der Ekholter Au ist erkennbar.

Bei kleineren Tests bachab wurde auf die Eisenocker-Situation bereits eingegangen. Bachname in „Suche“ eingeben, so können diese Beiträge aufgerufen werden.

Hoffnungsvoll stimmt trotz alledem, dass standorttypische Unterwasservegetation, hier Wasserstern, in Spuren erhalten geblieben ist.

Bei strukturellen Verbesserungen ist also auch biologische Aufwärtsentwicklung zu erwarten. Auch für die ausgewählte, mehrere hundert Meter lange Strecke der Ekholter Au hat das Land Schleswig-Holstein die beantragten 150 t Kies bewilligt – besten Dank allen Beteiligten!

Vor nun einer Woche war der Aktionstag gekommen – Morgennebel in der Anfahrt weicht der Sonne.

Ich treffe, ca. 1 Std. nach Arbeitsbeginn, auf geschäftiges Treiben. Intensiv genutzte Mähwiese mit gut befahrbarem Untergrund bis an den Bach erleichtert den Einsatz.

Wo solches Gerät mit kundigen Fahrern eingesetzt werden kann, geht die Arbeit schnell von der Hand.

Punktuell werden die markierten Stellen angefahren.

Neben zwei Muldenkippern ist auch ein „normaler“ Ladewagen im Einsatz.

Punkt eingewiesen, rückwärts anfahren …

… und kippen. Ein Schüttwinkel ergibt sich als Wasser-Land-Übergang im übertiefen, überbreiten Bachprofil.

Der Einweisende (pro Ladung sind zwei Punkte zu beschicken) muss sich sputen, beim Wechsel der Fahrzeuge mitzuhalten.

Kurven-Aspekt – DAS sieht aber nach VIEL aus!

Wohl dem, der genug Intuition und Erfahrung hat, Perspektive von Realität zu unterscheiden und sich Baustellensituation Richtung Entwicklung vorstellen zu können. – Allzu viele zeitfressende Diskussionen erwachsen aus mangelnder Erfahrung (was könnte in diesen „verlorenen“ Zeiten alles realisiert werden !?! – Bitte nicht missverstehen: dies richtet sich nicht gegen – auch intensive bis harte – Fachdiskussion).

Diesseitige Totholzgroßstrukturen werden vor übermäßigem Strömungsangriff geschützt, so weitere Jahrzehnte erhalten.

Auch zwischen diesseitigem Busch- und Baumbestand werden Anfahrpunkte genutzt.

Potentielle, früher vorhandene Fischunterstände werden nun wieder angeströmt.

Wir gehen davon aus, auch die unerträgliche Eisen- / Waschwasserähnliche Situation positiv beeinflussen zu können.

Dazu werden gelegentlich Turbulenz-erzeugende Sohlstrukturen aus den Schüttwinkel-Depots geharkt bzw. geschaufelt. Turbulenz und daraus resultierener erhöhter Sauerstoffeintrag kann helfen, das Eisen schneller in eine weniger schädliche Form überzuführen.

Der Vormittag schreitet voran, die Jacke hängt schon länger …

Nach 3 Stunden ist der Kies untergebracht. Gleichzeitig mit mir nach Abgehen der Gesamtstrecke starten Holzwerber auf den Heimweg (es galt einen auf der Wiese liegenden Sturzbaum zu nutzen).

Letzte Flatterbandstöckchen werden eingepackt.

Blick über die größere Teilstrecke. Das hat ja prima geklappt!

Die Krückau ruft – mit 2 Einsatzstellen. Dazu demnächst mehr.

Read Full Post »

Tags drauf, schliesslich hatte ich meine 2-Tagesangelkarte erst einen Tag (eher virtuell) benutzt, ging es wieder an den Edersee. Diesmal an das Südufer, das Auto beim Baumwipfelpfad geparkt und dann Richtung Ost gestiefelt.

Der Morgen sah aus wie tags zuvor. Regen in der Nacht, sehr gut.

Horizonte, Achtung Mais! Warum sollte es um Korbach herum anders aussehen als überall, wo unsere Subventionsregeln gelten?

„Landschaft“ sagt Agrarministerin Klöckner ist dies, nur möglich mit unseren Bauern. Dann will ich mal in „Gegend“ fahren (so ihre Benennung zu anderem). Den Umgang mit unseren Steuergeldern halte ich für eine Kulturschande. Politiker, lamentiert nicht über fehlende Nachhaltigkeit, über Klimawandel und (schwindende) Biodiversität – passt endlich die Definition der Agrarsubventionen an: ohne Wege- und Gewässerrandstreifen, ohne Abschaffen der Überdüngungen, ohne Minimieren des Gifteinsatzes KEINEN CENT in einen Betrieb!

Wir brauchen auch ein Lobby-Register, um „unsere Pappenheimer“ in den Regierungszentren kennen zu lernen.

Das Auto ist geparkt, nach kurzem Angang, Hangweg runter, gucke ich ans Nordufer – Atlantis Berich.

Angesichts des noch jungen Tages tummeln sich noch keine Touristen dort drüben.

Plan führt mich der Weg Richtung Osten, zu den angesichts nur noch 11 % Füllungsgrad der Edertalsperre frei umwanderbaren Hopfenbergen.

Am Ufer rastet und trocknet gefiederte Fischerzunft.

Schloss Waldeck in Sicht, die Weisse Flotte startet bald.

Herbstbunt startet. Rot-Weiss ist neu – der Autowahn bzw. der Wahn einiger Autobesitzer ist offenbar nur so zu stoppen.

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist primär Buchenwald. Wohl als Teil der Entwicklung sind an der Seeseite des Weges Nadelhölzer gefällt worden.

Teils wurde hier am Wegrand offenbar auch aus Sicherheitsgründen gefällt.

Spontan haben sich im neuen Licht Distel und Tollkirsche angesiedelt.

Auch hier also – Nilgänse.

Und auch immer noch hier – Blaualgenblüte, herbstlich aufgeschwommen und per Wind ans Ufer gedriftet.

Man könnte meinen, ein Maler habe einen Farbtopf verschüttet.

Steile Kante! Voraus die frei liegenden Hopfenberge.

Gelegentlich zieht ein Graureiher über den Restsee.

Angekommen an den Hopfenbergen – schräg gestellte Erdgeschichte.

Unten ist die „Edersee“ gestartet – zwangsläufig zu einer nur kleinen Rundtour, zur Sperrmauer und zurück.

Da will ich runter – und dann rundrum.

Unten angekommen. Dieser Schaum, so sagten mir Angler später, sei über Nacht im Sperrmauer-zugewandten Restseeteil entstanden.

Jenseits von Anglerbooten ist die „Edersee“ schon vor der Sperrmauer angekommen.

Westlicher Steilhang vor der Sperrmauer – mir fällt auf, dass das Wetter 2020, sicherlich zeitlich zusammen mit den Ablassphasen, Pflanzensukzession hier weitgehend verhinderte.

Es gibt auch andere Jahre, in denen herbstlich bunte Pflanzenabfolge den Steilhang prägt.

Ja, ich habe auch die Angel bedient und einen Fisch …

… gefunden. – Na ja, fast so etwas wie einen Fisch.

Schloss Waldeck, hoch oben – mit der kahlen Hopfenbergeverbindung davor liegt es fast wie auf einer Waldinsel in der Steinwüste.

An der Südostkante der Hopfenberge scheint ein Krake dem Wasser zu entsteigen.

Reptilien, Drachen voraus. Dies ist die berüchtigte „Stukenkante“. An den alten Baumstubben wurde manch teures Angler-Utensil über die Zeit abgerissen. (An solchen Verstecken stehen natürlich bei Überstau auch große Fische!)

3 Kanadagänse und Nilgänse verlassen das Ufer. Letztere haben jetzt (noch / schon wieder) Jungtiere im Gefolge!

Der Zahn der Zeit nagt an den Baumstubben und am Ufer.

Ich wandere zurück – auf dem östlichen Hopfenberg sind allerhand Mineralien zu entdecken, bunte Steinvielfalt.

Ich fühle mich an Bergfreiheit und die Edelsteinschleiferei erinnert (vgl. vorletzter Beitrag hiervor).

Das Schotterfeld ist ergiebig. Zum Glück ist das Leervolumen meiner Taschen begrenzt.

Dieses Jahr ist auch die Hopfenbergehochebene nur spärlich bewachsen. Über lange Zeit fehlte halt jeglicher Regen. – Die „Edersee“ ist schon wieder vor der Sperrmauer angekommen.

Der Rückweg führt weiter über schräg gestellte Ebene.

An der Südseite des westlichen Hopfenbergs findet sich eher feines, gepresstes Steinmaterial.

Kraxel, kraxel – fast geschafft, nun noch über den Schleppbahndurchbruch.

Alt-Berich, ich bin schon nahe dem Startpunkt, ist inzwischen „besiedelt“.

Unten vor dem Steilhang, nahe dem Baumkronenpfad, haben sich zwei Angler einen Platz gesucht.

Auf den Hopfenbergen, mit Boot am Ufer und in einem Zelt sitzend, hatte mir ein Angler eine gute (weitere, zu den vielen existierenden) Erklärung geliefert, warum wir so gar nix fingen. „Das liegt am fallenden Luftdruck! Der ist nun schon unter 1.000!“ Die wenigen, ständig den Angelplatz wechselnden Bootsangler hatten mich schon grübeln lassen. – Ok, ich kann ja diese Ausrede mal zu Hause testen …

Am Wegrand stehen noch einige Nadelhölzer – Rest-Impression des vorherigen Gesamtzustands.

Das also war`s 2020 im Waldeckischen. Das nächste Jahr wird kommen.

Read Full Post »

[Wer mich vermisst hat … – mein PC „hatte“ eine Woche kein Internet, kann passieren. Eine Menge hat sich inzwischen getan. Es ist über etliche Bach-Restaurierungen im Schleswig-Holsteinischen zu berichten, es herrscht Bilderstau. Zunächst vervollständige ich aber die Erlebnisse in Korbach, Waldecker Land, und Umfeld.]

Nahe Korbach befinden sich die drei Talsperren der Eder, der Diemel und der Twiste, allesamt Tourismus-Schwerpunkte, weshalb „Eingeborene“ spezielle Jahres-, Wochen- und Tageszeiten für ihre Besuche wählen. Aufgrund der Größe, der Lage und Erreichbarkeit per Rad bin ich eindeutig Eder-geprägt.

Wenn es irgend geht, ist für mich im Herbst eine Tour an den Edersee und in dessen oberen, freigefallenen Teil an die Eder ein Muss.

2020 hat es wieder geklappt, im Anschluss an den Besuch im Schneewittchendorf Bergfreiheit, s. voriger Beitrag.

Buchenwald im Herbst – ich befinde mich im Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Jungwuchs. – Wer versteht, was zu sehen ist, bemerkt, dass sich die Natur am Besten selbst hilft.

Runter zur Eder.

Blick auf den leeren Edersee querab Hohe Fahrt, gen Asel-Süd.

Atlantis im oberen Edersee, die Aseler Brücke.

Im und um den äusserst wenig Wasser führenden Fluss sind Enten, Gänse, Grau- und Silberreiher auszumachen.

Silberreiher bei Ortswechsel.

Noch ein Graureiher fliegt an.

Ein Grau-, zwei Silberreiher.

So extrem niedrig habe ich die Eder in Jahrzehnten nicht gesehen. Bei mittleren Abflüssen fliessen beide Arme stark, die Fläche vorn ist ingesamt wasserbedeckt.

Nur ein winzig kleiner turbulenter Teil der Fläche zeigt, wie wenig Wasser hier im Fluss „übrig ist“.

Eder ohne Wasser – ich gehe flussauf.

Da blüht noch ein Blutweiderich – auf den Rest.

Reichlich Nährstoffe, reichlich Licht – die Schotterbank hat allerhand driftende Grünalgenwatten gesammelt.

Basteleien, Restturbulenzen.

Herbstfarben am Fluss.

Farbspiel Uferkante – Fluss.

Farbenspiel Aufläche.

Aufläche und Berge – diese An- und Aussichten sind es nicht zuletzt, die mich hierher führen.

Und da, auf der anderen Seite – das sieht ja fast aus wie ein Pendant zur „Bergfreiheiter Welle“.

Die Bergfreiheiter Welle ist im vorigen Beitrag beschrieben.

Noch einmal, etwas größer.

Selbstverständlich hatte ich angesichts Zweitagesangelscheins eine Angel dabei …

Zum Abschied grüßt ein Silberreiher.

Wenn man den Vogel so sieht und annimmt, er flöge von rechts nach links, könnte man ihn fast für einen (Sing-?)Schwan halten.

Der Abend klingt aus in der Altstadt Korbachs, bekannt für reichhaltiges Fachwerk.

Es folgt demnächst eine Wanderung im Edersee, rund um die Hopfenberge, tief unter Schloss Waldeck.

Read Full Post »

Nachdem ich die Ederseerandstraße entlang des Nord- und Ostufers des Sees befahren habe, geht es weiter Richtung Schneewittchendorf Bergfreiheit. Das wollte ich mir doch mal ansehen, nachdem ich früher nur einmal durchgefahren bin.

Bei Kleinern – in riesigen Stapeln liegen die Zeugnisse unseres Waldzustandes. Zum Erhalt bis zur Verwendung wird intensiv bewässert.

Der Halt am Straßenrand bringt zweifelhafte zweite Nutzung – Zeugnis heutiger Agrar“kultur“, ruff mit `m Gift! Gelborange leuchtet der Acker rechts von mir – Glyphosat lässt grüßen!

Beim Queren der Höhenrücken, Durchfahren der Täler erschrecke ich doch – je nach Ausrichtung wirken Buchenwaldberge braun. Das sieht aber nicht nach Herbst, sondern nach Trockenzustand (Sterben?) aus. Oha !

Es wird so viel über „Wetterscheiden“ gerätselt – ja oder nein?!? Beim Wechsel vom Eder- ins Schwalmeinzugsgebiet jedenfalls erscheint mir das wie ein solcher Wechsel – von hell, blau auf dunkler, grau.

Im Gegenlicht sieht das noch wilder aus.

Ziel erreicht. Ich stehe vor der Edelsteinschleiferei, Bergfreiheit. – Das ist wohl Rosenquarz.

Da liegt vor dem Haus noch ein großer, weisskristalliner Brocken – wird gerade an- oder weggeliefert.

Wer sich für Steine interessiert … – hier könnte man stundenlang gucken. Da ist noch viel mehr. (Der Anstand zu Corona-Zeiten gebietet aber, nachfolgenden Kunden auch eine Chance zu geben.) Auch die Schleiferei ist zu besichtigen.

Ich bin so früh, kann mir Zeit lassen. Für die Nachfahren finde ich geeignet Erscheinendes – kann jetzt sagen: ja, Begeisterung, gute Wahl.   🙂

Mitten im Dorf sind sie anzusehen – Schneewittchen und die 7 Zwerge.

Gleich nebendran zeigt ein bunter Brocken, wie vielfältig die hiesige Steinhistorie ist.

Historisches wurde wieder hergestellt – hier der Dorfteich. Ohne Wasser, Einstau und dann über Kraftanlagen ablaufen lassen, wäre historischer Bergbau kaum vorstellbar.

Die Erläuterungstafel dazu.

Der wieder freigelegte Bach, bei Niedrig(st)wasser.

Historisches Fachwerk, Bergfreiheit.

Irgendwo müssen die Zwerge mit den Zipfelmützen ja auch ihr Bergwerk haben. Etwas darüber befindet sich der Eingang zu einem Besucherbergwerk.

Bergbauzeit und daraus entwickelte Märchen werden beschrieben.

Nicht weit entfernt findet sich noch etwas Besonderes. Ich gehe den Waldweg bergan.

Tief unten am Talrand fliesst die Urff.

Und da liegt sich auch schon vor mir, die „Bergfreiheiter Welle“ – Stein gewordene Erdgeschichte.

Besonders im rechten, bunteren Teil finden sich jüngere Grabespuren.

Und ein Werkplatz davor. Hier suchen Fachleute und interessierte Laien offenbar Fossilien und anderes Interessantes.

Im Schutt und im Hang lassen sich unterschiedliche Dinge finden, erläutert auf Tafeln: Beispiel Mangan und Diabas.

Beispiel Eisenkiesel.

Ich blicke zurück auf das Schneewittchendorf, starte Richtung Gellershausen, Frankenau ins Tal der Eder.

Kahle Hänge und kranker Wald – das muss hier früher ein karges Leben (auch ohne unsere industriellen Auswüchse) gewesen sein.

Entlang des schönen Wesebachtals geht die Fahrt. Die Buchenhöhen …

Durch abwechslungsreiche Landschaft – wie bei der Hinfahrt von Osten her – fahre ich west-nordwestlich über Frankenau nach Schmittlotheim, weiter, rechts rum, Richtung Asel-Süd.

Mal sehen, was der frei gefallene Ederfluss bietet.

Read Full Post »

Am Morgen nach dem Anreisetag – es hat nachts geregnet.

Das macht ja nichts, ist angesichts Wassermangels gut!

Für den Tag ist trockenes Wetter angesagt.

Aber was soll der zweischichtige, dunkle Horizont – von dort „kommt“ das Wetter?

Na, erstmal zur Familie, Frühstücken in der historischen Neustadt. – St. Kilian, Tylenturm, Baustelle Rathaus (das Türmchen erhalten nebendran) vom Hang her erkennbar.

In der historischen Neustadt, rechts rum – vorbei am Nachtwächter mit seinen beiden Hunden – in die Prof. Bier-Straße.

Als ich am frühen Nachmittag des Vortags, vorbei an Hannover, Bielefeld, Paderborn von der BAB Dortmund – Kassel bei Diemeltal ins Waldecker Mittelgebirge abbog, war ich – wie immer – begeistert. Das wird sich auf der heutigen Tour sicherlich fortsetzen.

Frühstück vorbei, kleiner Mittags-Snack eingepackt. Das WL-Auto steht bereit.

Dem will ich heute und morgen letztmalig das Waldecker Land zeigen (wie anderswo erwähnt, werden wir, vom „WL = Wilder Landwirt“ [ermöglicht heutzutage durch die Mitnahmemöglichkeit des Kfz-Kennzeichens bei Umzug [[Februar 2016]]] Anfang November mit Erhalt eines feuerroten E-Mobils zu „PI = Provinz-Idioten“, so die Mundart im Hamburger Umfeld).

Über Sachsenhausen geht die Fahrt nach Nieder-Werbe (ogottogott, beim Bindestrichnachschlagen werden mir vom Netz bei Youtube Motorrad-, Auto- und Segelflugzeugunfall ungefragt angezeigt … – Leute, nehmt euch mal zusammen!), ich fahre das Werbetal entlang Richtung Edersee-Sperrmauer.

Edersee, leer – Mänder des Nebenbachs Werbe.

Früh wurde das Wasser des Edersees 2020 wieder einmal abgelassen. Die hohe Vegetation der Werbe-Aue zeugt davon.

Ob die im Nadel- / Mischwald drüben erkennbaren nackten Bäume Fichtenleichen oder abgenadelte Lärchen sind, kann ich so nicht entscheiden.

Blick über die Werbe-Aue gen Süden, Richtung Eder.

Ein einsamer Besucher fragt mich, ob hier nicht üblicherweise Wasser sei. „Nicht zu dieser Zeit. Wenn Sie aber nach einem vielleicht mal wieder schneereichen Winter Anfang Mai kommen, können Sie an der Talsperre eventuell das Schauspiel „Überlaufen“ erleben“. – Oben sehe ich am Autokennzeichen, der Hochdeutsch sprechende Besucher kommt aus Altötting, BY, dem (für kirchliche Laien vielleicht) von Ringsgwandl bekannten Wallfahrtsort.

Die geringe Vegetationsdecke weiter Richtung Eder zeigt, dass dieser Bereich noch nicht so lange trocken liegt.

Der Nadelforst im Buchdrucker-Stress, Waldumbau und Klimawandel ist überall …

Das mit den fortwährenden Fichtenjammereien in Film, Funk und Fernsehen geht mir allerdings wirklich auf den Geist! Seit JahrZEHNTen wissen wir durch Buchdrucker-(Borkenkäfer-) und Sturmschäden, dass Forsten mit Fichte schnellstens Richtung naturnäheren Wald umgebaut gehören! Irgendwie ist uns konsequentes Handeln abhanden gekommen. Lasst das Jammern, wandelt den Wald um (und zwar am Besten so, wie die Natur was draus macht, lernt von anderen)!

Atlantis“ naht. – Da ich das gerade freiliegende Modell der Edertalsperre im 2018-Bericht mit Umfeld beschrieben habe und an Bordsteinkanten zur Parkmöglichkeit meine Reifen nicht ruinieren möchte, fahre ich bis zum wieder aufgetauchten Berich. „Berich“ gibt`s auch neu, anderswo.

Berich, einer der zahlreichen (um diese Uhrzeit noch nicht) Edersee-Atlantis-Anziehungspunkte.

Zur Erinnerung.

Totes und lebendes Grün oberhalb von Berich.

Etliche Kurven weiter, das Auto geparkt – Schloss Waldeck grüßt vom Berg.

Drunten, übers Tal – der Edersee hat man gerade noch 10 % seines Fassungsvermögens -, blicke ich über die Weisse Flotte und die ex-Durchfahrt der Schleppbahn zur Sperrmauer.

Da über die ex-Durchfahrt, zwischen Hammerberg und den freigefallenen Hopfenbergen will ich morgen wandern (auch meiner Angel den Edersee mal wieder zeigen).

Die „Edersee“ startet zur Rundfahrt.

Aufgrund des geringen Füllungsgrads des Sees fällt die Runde zwangsläufig kürzer als bei Vollstau aus.

Ein letzter Stopp vor Passieren der Sperrmauer, Blick auf die freigefallenen Hopfenberge – ok, entlang von Parkmöglichkeiten dürfte gern mal eine Sichtschneise frei gehalten werden.

Über mir knattert`s – ein Hubschraubergeschwader, wohl eine Flugunterricht-Kohorte?

Und siehe da, es gibt einen Gesamtblick auf die Hopfenberge. Die werde ich morgen zu Fuß umrunden.

Das WL-Auto wartet derweil, dass es weitergeht.

Letzter Blick – ohne Sichtschneise – auf die „Edersee“.

Die Fahrt führt mich aus den Ederbergen hinaus zum Schneewittchendorf Bergfreiheit („hinter den sieben Bergen“) [Link zum Bergrecht], in das Einzugsgebiet der Schwalm. Letztlich gehört aber auch die Schwalm zum Edereinzugsgebiet, mündet in sie vor deren Erreichen der Fulda.

Mehr dazu demnächst.

Read Full Post »

Im Frühjahr 2017 startete erstes Bekiesen, z.B. an der ländlichen, später auch städtischen Mühlenau, gefördert durch die Edmund Siemers-Stiftung, Hamburg und unterstützt durch den Wasserverband Mühlenau und die Stadt Pinneberg. Nicht zuletzt ausgelöst hierdurch konnte in den Jahren 2018 und 2019 unter anderem von geförderten Projekten durch die Metropolregion Hamburg, dabei auch Pinnau und Mühlenau, hier im Blog berichtet werden. 2020 setzte sich – bei Beachten der jeweiligen Corona-Bedingungen – die Strukturverbesserung etlicher Bäche fort.

Inzwischen sind neben der Kreisverwaltung, Team Wasser und Team Naturschutz, auch das LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume), Dezernat Fließgewässerökologie, sowie der LKN (Landesbetrieb Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz), Abteilung Wasserwirtschaft …, beteiligt.

So bot sich die Möglichkeit, auch bestehende Förderprogramme des Landes zur Lebensraumverbesserung unserer Bäche und kleinen Flüsse zu nutzen. Die jeweiligen Anträge der Wasserverbände sind bewilligt (herzlichen Dank allen Beteiligten von der Vorplanung über die Begutachtung bis zur Genehmigung!) – es geht an die Umsetzung.

Zwei Strecken an der Mühlenau standen gestern an, um die Anlieferung von 150 bzw. 100 t Kies punktuell zu lenken. Als gut geeignet erweisen sich dafür immer Elektrozaunpfähle, die mit einem Zipfel Flatterband erkennbar gemacht werden – pro Strecke waren 20 Stück vorbereitet. Die Örtlichkeit der einen Strecke ermöglicht, so das Wetter mitspielt, direkt mit 3-Achser Lkw anzufahren und je 2 Punkte zu beschicken. Von dort aus kann weiteres Aufteilen etwa auf 3 Stellen in Punktnähe durch Bagger erfolgen (zur Präzision solcher Baggerarbeit vgl. den vorigen Beitrag). An der anderen Strecke wird die Gesamtanlieferung auf festen Untergrund erfolgen. Von dort aus werden vom Bagger gefüllte Mulden die einzelnen Punkte anfahren, teilschütten. Auch hier wird die feinere Verteilung mit Bagger erfolgen. Ein Beispiel hierfür ist im Blog-Beitrag vom 7. Juli 2020 zu finden (Moorbek, Norderstedt).

Die Entwicklung eines standorttypischen Gehölzsaums ist immer auch Ziel solcher Verbesserungen.

So sollten die Punkte jeweils sicht- und ansteuerbar sein.

Vor jüngerer Zeit eingebrachte Kiesstruktur zeigt überall die nun günstigere Situation – insbesondere in der andauernden Zeit extremer Niedrigwasserführung.

Freie Strecken werden nach Möglichkeit eine längere Rausche erhalten.

Einer der 20 Stecken an Strecke 1. – Wir bleiben nicht unbemerkt.

Ja, wir erregen regelrecht Aufmerksamkeit!

Frei bleiben punktuell vorhandene Startbesiedlungen standorttypischer Pflanzen wie Kammförmiges Laichkraut, Brunnenkresse, Wasserstern.

Abstand gehalten wird ebenfalls zu Drän- und Rohrzuläufen, hier durch Metallpfahl gekennzeichnet.

Eine alte, punktuelle Sohlpflasterung zeigt ebenfalls eine Zuleitung an – hier wird entsprechend Abstand gewahrt.

Strecke 1 ist bestückt, Rückkehr zum Ausgangspunkt.

Ab November wird der rote Punkt in solcherlei Fotos ein anderes Rot aufweisen, der Motor elektrisiert sein.

Mehrere Flatterbandpfähle in Strecke 2 – zügig gehen wir das Ufer ab.

Fertig, auf dem Weg zurück zu den Autos.

Zum Abschluss noch ein Foto aus Strecke 1 mit älterer Kiesrausche, die bereits mehrere Winter von Forellen und im Frühjahr von Flussneunaugen belaicht war.

So in etwa stellen wir uns die Entwicklung vor. Möge das Wetter unserem Unterfangen bei Kiesanlieferung und -einbringen hold sein!

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »