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Archive for the ‘Klima’ Category

Versierte sagen selbstverständlich nicht „Eier“, sondern Laich, wenn es um Fische geht.

Lange hatten wir angesichts der anhaltenden Trockenheit mit Niedrigwasserabfluss seit April 2020 gezittert – keine Anzeichen von Laichfischen! Und das selbst nach Eintreten der Winterschonzeit (Schleswig-Holstein: ab 1. Oktober, speziell für Kieslaicher, Salmoniden).

Wo blieben die Fische?! – Damit kein Irrtum aufkommt: Die Salmonidenschonzeit gilt regulär weiter bis 28. Februar.

Und damit auch klar ist, dass Verstöße gegen gesetzliche Regelungen kein Kavaliersdelikt sind, gilt für Fischwilderei im Strafgesetzbuch eine Strafe bis zu 2 Jahre Haft, Einzug der Fischereigeräte vorweg, selbstverständlich. – Schon in der Vergangenheit falsche „Milde“ von Staatsanwaltschaft und Gerichten ist vorbei, mindestens seit intensiv durch öffentliche Hand und privates Engagement Gewässerlebensräume zunehmend verbessert werden.

Zurück zum realen Jahresendgeschehen 2020.

Wie die Natur es eigentlich immer macht, sie macht, was sie will … und was sie muss.

Die Fische tauchten auf, der vorweihnachtliche Regen spätestens brachte sie nach und nach auf die Kiesbetten. Dort waren sie ordentlich aktiv und die Kiesbetten sehen z.B. so aus:

Laichkuhle und großes Laichbett – „Bioturbation“ nennt man so etwas, wenn Tierisches abgeht z.B. auf Gewässergrund.

Oder so …

Kleineres Laichbett.

Wer Glück hat und nicht stört, kann das Geschehen sogar aufnehmen.

Bitte nicht stören – Akteure sind schwer beschäftigt!

Den zugehörigen Film und weitere erhielt ich mit Nutzungserlaubnis vom engagierten Bachschützer, hier nun glücklicher Kameramann, WW aus T, SH. – Leider erlaubt dieses System kein Einstellen von Filmen. Aber ich habe eine Hilfslösung gefunden (ist doch prima, dass ich meine Homepage „salmonidenfreund.de“ dafür nutzen kann). Bitte den Ton anstellen, es wird laut.

Wie im vorigen Beitrag angedeutet, war noch das Vorbereiten für Treibselsammler in 2021 im Sinn. Es passte nochmal, gut bestückt trafen sich Engagierte an einem Knick. Unser Dank gebührt dem NABU Pinneberg, der als Grundstückseigentümer diese Aktion ermöglichte.

Und das sah dann so aus.

Am Knick, vor Arbeitsbeginn.

Der Wert eines Knicks ist nicht zuletzt an der uralten, vielfältigen Basis erkennbar.

Sägen geeigneter Stecken und Rausziehen.

Passend schneiden und von Seitenästen säubern.

Der Hänger ist voll.

Alles gesichert. – Wir haben fertig für dieses Jahr (ausser „Bäche-gucken“, selbstverständlich).

Hiermit danke ich für Interesse und Engagement und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern meines Blogs sowie allen Beteiligten an den Aktionen 2020 einen Guten Rutsch in ein hoffentlich gesundes und glückliches Neues Jahr – 2021!

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Der Edersee tat sich lange schwer in diesem Herbst, seinen Tiefstand bei ca. 12 % des Füllgrades angesichts der regenarmen Wochen und Monate zu überwinden. „Atlantis“ blieb begehbar.

Der Regen jüngst hat die immerhin erreichten 18 % Füllung nun aber auf 26 % steigen lassen. Mich erreicht ein Foto aus meiner Geburtsgegend.

Blick auf die Hopfenberge, links die Weisse Flotte.

Diesen Blick zeigte ich in meinem Bericht vom 6. Oktober 2020, bei Tiefstand.

Dasselbe Foto, Detail: Nun ist die Schleppbahn-Durchfahrt ca. 2,5 m überstaut, die Hopfenberge sind vom Hammerberg her nicht trockenen Fußes erreichbar.

Die Wanderung rund um die Hopfenberge habe ich am 15. Oktober berichtet.

Gespannt warte ich auf 2021 – ein herbstlicher Besuch am dann wieder leereren Edersee (es sei denn, das Jahr wird nass, füllt gar die bestehenden Defizite seit 2018 für Wald, Grundwasser, Quellen auf?!) ist hoffentlich wieder möglich.

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Am 21. Oktober berichtete ich vom Restaurieren an der Krückau, wie wir auf ca. 600 m Länge Kiesdepots anlegten, die wir zunächst den Kräften der Natur überlassen wollten. Da es nun nicht regnete und absehbar kein Hochwasser in Sicht ist, das den Kies bewegen könnte, wurde eine kleine Arbeitseinheit eingelegt: Umgestalten einiger Depots zu Lenkbuhnen (Kies als schräg gegen die Strömung gerichtete Unterwasserfläche hinschaufeln bzw. -harken) bzw. Laichbetten.

Schnell ging die Arbeit (Bericht folgt), vor allem das Gucken, ob das Wasser so mit dem Kies umgeht, wie vorgesehen, von der Hand. Auf dem Rückweg zufriedene Gesichter. – Da „Da ist doch eine Muschel!“. Flugs wurde die Schale an Land geholt.

Wird es eine Fluss- oder eine Teichmuschel sein?! Wann hat die wohl hier, im Erosionssand-geprägten überbreiten Profil gelebt?!?

Neee, ne?!

Doch! Eine Sandklaffmusschelschale, der Fachmann sagt Mya arenaria dazu.

Die kennt doch jedes Kind!

Aaaaber doch von woanders her? – Sagen wir mal: Wattenmeer?!

„Da! Da ist noch eine Auster!“ – WAAAAS ? – Wieder rein, Schale rausgeholt.

Och nööö! `ne Sandklaffmuschel und `ne Auster! In der Krückau!

Auf der Auster sitzt porös wirkender, stabiler Kalk. Da haben wohl Moostierchen, Bryozoen, gebastelt.

Was ist das denn nun? Also wir vier sind bestimmt nicht die Heiligen 3 Könige, und mitgebracht haben wir ausser unseren Rechen und Schaufeln auch nichts.

Zu Hause bei näherem Betrachten zeigt sich, dass die Meeresmuschel(schale) der Sandklaffmuschel aus eher alkalischen Heimatgebiet bei Aufenthalt im Süßwasser angegriffen wird. Der Kalk ist aufgerauht, beginnt sich aufzulösen.

Da fällt einem das Wort von der „Versauerung unserer Ozeane“ ein. – Wir müssen unsere CO2-Produktion dringend, und zwar heftig, verringern. Recht haben sie, die Aktiven von „Fridays for Future“.

Wenn ich mal wieder vor Ort bin, werde ich die „Waldwiesel“ vom Kindergarten Hemdingen / Waldkindergarten Heede fragen, ob sie Anschauungsmaterial, vielleicht Muschelschalen, vermissen.

 

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Die Überschrift ergab sich erst am End- / Wendepunkt unserer Adventswanderung – da wussten wir noch nichts davon. Der Weg, hier: die Überschrift, entsteht halt oft genug beim Gehen.

Wir gehen zum Treffpunkt (max. 5 Erwachsene aus 2 Familien), vorbei an Baumfällungen – sicherheitshalber.

So nach und nach (gaaanz langsam) macht sich auch in Wedel ein (kleines) Bewusstsein breit, möglichst mindestens die Stämme „abgängiger“ Bäume stehen zu lassen. So können sie – von Vegetation bis zu Vögeln und Säugern – noch jahrzehntelang vielfältigen Lebensraum bieten.

Schade drum! – Den Moosen und Flechten nach war das wohl eine Esche. Nicht „unsere“, die Samenstände sahen attraktiv rot aus in zu der Zeit grüner Landschaft.

Wir haben uns in die Büsche geschlagen, gehen dann den Marinedamm entlang, vorbei an Kopfweiden.

Der Vater (aus jüngerer Generation) zeigt: Füüüsch !? Gespannt warten alle auf das nächste Lebenszeichen.

Am Elbe-Hauptdeich – die Baustelle zur Ertüchtigung des Sperrwerks Wedeler Au gegen Meeresspiegelanstieg in diesen, unseren Klimawandelzeiten ist geräumt.

Nur die blauen Baubüro-Container stehen noch. – Was steht da links und rechts davor, mit Zaun drum?

Ah, die alten Verschlusstore, tief eingegraben – ein neuer, maritimer Info-Punkt. Viehfernhaltepforte läd zum Besuch ein.

Hier informiert der LKN, Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein.

Da wird eifrig geforscht. Die Neu-Leserin liest wie ein Weltmeister vor.

Da ist auch ein alter Bekannter aus Tönning zu sehen – Pottwaaaal !

Währenddessen tobt ringsum das Leben. Ein Schwarm Nonnengänse wurde aufgeschreckt.

… zieht, wie so oft, kurze Zeit später wieder zurück.

Und lässt sich auf einer Binnendeichwiese nördlich der Binnenelbe nieder – davor ein trocknender Kormoran.

Auf der Deichverteidigungsstraße lässt sich gerade (wieder mal) ein Navi-Fehlgeleiteter auf den „rechten Weg“ = zurück! leiten.

Auch wir treten den Rückweg an – die Hamburger zum P bei den Sportplätzen, wir Wedeler zum Ladepunkt am Schulauer Hafen (1,5 Stunden, nicht nur zum Spazierengehen genutzt). 🙂

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Den Nikolaus kann man in Wedel sehen – oder ist das ein verfrühter Weihnachtsmann?

Und dazu ein paar Eindrücke von der Elbe, 5. Dezember 2020.

Erstes „Tanken“ des feuerroten Spielmobils in freier Wildbahn, am Strandbaddamm – nun nach 5 Jahren Wedel mit regionalem Kfz.-Kennzeichen.

Mal sehen, wie viele Kilo Watt hier, nahe dem Süßwasserwatt, während einer Stunde Spaziergang freigegeben werden.

Auf dem Deich – die Hotelbaustelle engt den Blick auf den Schulauer Hafen ungewohnt ein.

Auf der Ostmole des Schulauer Hafens – mit Möwe(n).

Willkommhöft – Hopperbagger HAM 316 baggert entlang der Fahrwassernordkante.

Wie bei marinetraffic.com später zu sehen ist, baggert der hier am Elbhang und verklappt seine Fracht derzeit bei Brokdorf.

Blick über Wedels alten Schweden (der wurde „Fährmannsstein“ benannt) Richtung Kohlekraftwerk, schnellere Stilllegung wünschenswert. Das Kondenswasser mit Rauchfahne zeigt steifen Südostwind an.

Der alte Schwede mit HAM 316.

Weiter geht`s, ostwärts. Ein Wegweiser hilft.

Nicht nur irdische Ziele …

HAM 316 dreht.

Und kommt Hamburg-wärts zurück. Der Laderaum will wohlgefüllt sein.

Enten ruhen im Windschatten (Staudruck) des Elbhangs.

Für Majestic, 189 x 30 m, 10 m Tiefgang, bräuchte es Großbagger wie HAM nicht.

Offenbar ist der Laderaum nun gefüllt. HAM 316 dreht, seewärts.

Das Saugrohr ist hochgehievt – volle Fahrt voraus.

… man gerade bis Brokdorf.

Eine Heerschar Bagger ist auf ganzer Strecke aktiv. Wie üblich muss sich das Geschehen nicht zwangsläufig erschliessen. Baggern im Hamburger Hafen – Verklappen an der Landesgrenze HH-SH oder: bei Helgoland. Wie kommen die Schadstoffe in die Nordsee, wenn sie nicht von der Elbe selbst transportiert werden. Baggern diesseits der Landesgrenze, Verklappen – je nach Wasserführung der Elbe – in Mündungsnähe. Baggern in Mündungsnähe (diverse Stellen), Verklappen vor Neuwerk oder dichter an Cuxhaven. Wer sich das Ganze näher bringen will, hat auf marinetraffic.com ganz schön zu tun – und dann der jahreszeitliche Wechsel … – Keine Bange, falls daraus ein persönlicher Schluss folgt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der zutrifft.

Zurück Richtung Willkommhöft – der „Fährmannsstein“ erinnert mich von dieser Seite ein wenig an eine Schnäpel-Konferenz in Tönder (Ecco, Schuh vor der Fabrik).

Da zeigt sich über Willkommhöft sogar die Morgensonne im Dezember-Grau.

Mit Spiegelung!

Deich nördlich Schulauer Hafen in Sicht – das Hotel nimmt Formen an.

Blick zurück über den Hafen (ob da wohl mal „Leben“ einzieht?).

Wir entstöppseln den kleinen Stromer. 8 kWh während einer Stunde Elbe-Wandern sind geladen. Wir fahren ab.

Dann man noch „Viel Spaß am Nikolaustag“!

 

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Dass es mit konsequenter Luftreinhaltung in Deutschland nicht allzu gut bestellt ist, ist hinlänglich bekannt. Verkehr, Landwirtschaft, die Massen an kleinen und mittleren Feuerungsanlagen – mehr (an Verbesserung, kürzere Anpassung an längst gängige Regel der Technik) ginge immer.

„Kokeln“ gibt es offiziell nicht – auch nicht in Schleswig-Holstein, wo z.B. Verbrennen in Gärten immer noch erlaubt ist, obwohl es bessere Möglichkeiten für Grün“abfall“ gibt. Und wenn es stört, könnte es ja gemeldet – vielleicht sogar geahndet (?) – werden.

So bleibt denn Jahr für Jahr dasselbe Bild – spätestens, wenn Herbst und Winter nahen (Fotos vom 28. November 2020).

Mehr Grau ins Novembergrau, „Kolonie Heldenhain“ – ihr seid mir vielleicht Helden!

Der ziehende Ostwind trägt die Rauchschwaden flach und weit in die Nachbarschaft. Wer (noch) einen Geruchssinn hat, erkennt nicht nur per Auge: nasses Laub, frischgrünen Astschnitt – und, immer wieder und heutzutage unverständlicher Weise immer noch ganz und gar Verbotenes, sowas wie „Omas Sofa“, Kunststoffe und vieles mehr.

Anderswo in Wedel, gleich neben dichter Wohnbebauung. Oha!

Aha, „Kolonie Corsland“ – rechter Hand Wohnbebauung, linker Hand Wald.

Wald?!

Ah ja, Wald!

Und wenn sie nicht gestorben sind, kokeln sie spätestens nächstes Jahr wieder.

Im benachbarten Hamburg aber hat man sich vor geraumer Zeit ein Herz gefasst (sich mindestens in diesem Bereich für saubere Luft entschieden, inkl. Beratung).

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Von der Wedeler Au, Rissen (vgl. gestrigen Beitrag), gehen wir westwärts, queren den Waldweg Rüdigerau.

Wir befinden uns im Klövensteen, Hamburg. Erholungswald, wie das Schild vermittelt.

Wohl seit den 1980ern will die Politik mit diesen Schildern auf das Primat des Waldes als Erholungsort des Städters hinweisen. Der in anderen Bundesländern noch weitgehend „gepflegte“ Brauch des Wirtschaftswaldes, der Geld in die Kasse zu bringen hat, soll hintan stehen. – Na ja, manchmal stimmt das sogar. So krass wie z.B. in Sachsen, wo „die Forst“ für die Nationalparke zuständig ist und wundersame Eingriffe von vorgestern vornimmt, ist es in Hamburg jedenfalls nicht. Es ist ein mühsames Geschäft Richtung Zukunft (die längst hätte beginnen müssen), das Förster aus dem Umfeld Lübecks und anderswo her pflegen.

Links liegt der „Große Fischteich“, vor uns die Querung der „Rüdigerau“, vom „Kleinen Fischteich“ kommend.

In der Rüdigerau ist offenbar sehr lange kein Wasser mehr geflossen.

Seit Sommer, mehrmals hier im Blog beschrieben, hat sich die Situation nicht geändert – es fehlen ca. 1,5 m Wasser.

Die Stockenten interessiert das nicht so sehr.

Wir haben den „Großen Fischteich“ fast umrundet. Wo kein Zulauf, da kein Ablauf.

Wann hier wohl wieder Wasser abfliesst?

Glatte Buche, raue Kiefer, Nurdachhütte aus Waldfunden – unabhängig von der Wasserproblematik ist der Klövensteen in seinem Abwechslungsreichtum immer einen Besuch wert.

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Und am Mittwoch den M ii … – el !

Im Beitrag vom 6. Oktober hatte ich beschrieben, dass  nach 5 Jahren Umzug Nds. —> SH ein Wechsel des Kfz-Nummerschilds durch Neukauf ansteht.

Gestern war es so weit. Coronabedingt ca. 4 Monate verspätet wurde uns nach den erforderlichen Schönheitsarbeiten am Winz-Import und Erledigen der Bürokratie der kleine Flitzer übergeben.

Da steht das Küken, flügge.

Es will raus.

Kurze Zeit später ist das feuerrote Spielmobil sicher in der Tiefgarage gelandet.

Da ist noch Freiraum im toten Winkel.

Donnerstag. – Vorsicht, die Spiegelung zeigt: Ab sofort ist das nun mit Aufkleber versehene Gefährt in freier Wildbahn unterwegs.

Damit mich jeder am Bach erkennt bzw. das Fahrzeug zuordnen kann.

Den Aufkleber gibt es kostenlos in Niedersachsen, beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).

Und – was soll ich sagen – das Teil fährt. Wie der Blitz! Wir kommen uns vor wie in der Zeit, als wir uns Richtung kleine Diesel verirrt hatten (lang ist`s her!): Da sah man im Auge des Hintermanns / der Hinterfrau groß ein D spiegeln – also Spurwechsel an der Ampel. – Und dann … sprintet der kleine Diesel los … – Der Elektro kann das noch besser.

Das Schärfste daran ist, dass mit frei einstellbarer „Rekuperation“ (= Motorbremse) und vorausschauendem, die Bremse vermeidenden Fahren die beim starken Beschleunigen „verlorenen“ Energie-km wiedergewonnen werden.

Wer einen roten M ii electric sieht, der hinten auf dem Nummernschild ein E hat, kann fast damit rechnen, dass jemand von uns am Steuer sitzt. Das Interesse an dem Fahrzeug, vor allem wohl die Verschnarchtheit der Konzernmutter (!!! Herr Weil, Sie sollten als Aufsichtrat nicht immer auf Subventionen drängen, sondern lieber im Konzern auf rasante Zukunftsfahrt!) war so groß, dass die Produktion nicht nachkommt. Schade für alle, die nach uns bestellten. Beim Trabbi wusste man immerhin, dass der in (?) 14 Monaten geliefert wird. Bei unseren intransparenten Firmen ruht still der See, es besteht offenbar keine – jedenfalls keine weitervermittelte – Information.

Derweil fahren wir munter drauflos – wie meist mit dem Rad und gelegentlich mit dem Elektromobil.

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Bent Lauge Madsen, der bekannte dänische Gewässerforscher und Mentor unzähliger Gewässerökologen sowie -techniker und -Ingenieure, Berater jeglicher Interessierter an Verbesserungen an und in Gewässern, spricht gern von der Stimme des lebendigen Bachs und verdeutlicht das.

Gestern war mal wieder so ein Tag, an dem ich in Begleitung eines Fischereipächters diese Eigenschaft lebendiger Gewässer in freier Natur gut erkennen konnte. Das Vermitteln des Erlebnisses geht hier im Blog auch ohne Ton, über das Sehen.

Stimmen am Himmel, ziehende Gänse.

Wir Menschen hantieren an unserer Umwelt seit jeher herum – meist, um sie vermeintlich nutzbarer zu machen.

So sieht daher bis heute die Masse der Fliessgewässer – (so)gar über Google Earth sichtbar – aus. Kanalartige, Erosionssand-gefüllte „heavily modified waterbodies, hmwb“ – hingerichtete Gewässer.

Diese Gewässer haben ihre Stimme verloren.

Der Ebach mündet in die obere Pinnau – dasselbe Bild, kein Ton, kein Leben.

Bei diesen beiden, so erbärmlich aussehenden unscheinbaren Gewässern auf Moräne im Norddeutschen Tiefland handelt es sich gewässerökologisch um die Forellenregion, Laich- und Aufwuchs-Habitat („die Kinderstube“, auch im Englischen so gebräuchlich).

Dänemark zeigt seit Langem, dass die Zerstörung reversibel ist. Dort kennzeichnen am Ende des ersten Lebenssommers 5-10 Jungforellen den Quadratmeter des wieder genesenen Forellenbachs.

Was ist nun mit der Stimme des Bachs? Symbolisch, aber auch an der wechselnden Wahrnehmung der uns umgebenden Realität verdeutlichte mir das Anfang der 2000er der Mühlenbaumeister Hans-Werner Melges an der Bifurkation Melle (Foto auf S. 32 in „Bessere Bäche„).

Die Stimme eines Bachs kann man zurückgewinnen, indem z.B. der standorttypische Gewässergrund und die turbulente Strömung wieder hergestellt wird. Das ist zur oberen Pinnau hier im Blog in den Berichten vom 29. März und 6. April 2020 beschrieben.

Und so haben wir das gestern gesehen – und gehört.

Turbulenz an einer Grobsteinschwelle – Plätscher, plätscher – murmel, murmel.

Fast Salino-Muster im Anstrom und oberen Bereich einer neu geschaffenen Rausche – es rauscht.

Zopf-Muster im Abstrom einer Rausche – das Bild ist hörbar.

Das wollen wir gern erweitern. Nach den ca. 550 m wiederbelebter Pinnau in 2020 wollen wir 2021 weitere Hunderter Meter angehen. – Herzlichen Dank an dieser Stelle allen unermüdlichen Unterstützern der zahlreichen Aktionen 2020!

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Wetter und Stimmung führten zu erneutem morgendlichen Besuch der Holmer Sandberge – diesmal anders herum. Da ich im Bericht vom 2. November das „Drum und Dran“ beschrieben habe, folgen hier weitgehend unkommentierte Fotos.

Wir starten wieder vom Parkplatz im Osten, gehen diesmal nicht südlich, sondern östlich am Naturschutzgebeit vorbei und biegen dann nach Westen ab.

Die nacheiszeitlichen Dünen sind durch entsprechend angepasste Bäume charakterisiert: Kiefer …

… und Birke.

Die Waldpartien geben einen guten Eindruck über das (Größen-)Verhältnis Mensch – Baum. Ist das – neben dem (vermeintlichen) Dunkel – der Grund, warum „Baum“ und „Wald“ bei einigen so ungeliebt bis gehasst sind? Umgekehrt gilt das wohl für den größeren Teil der Bevölkerung.

Die Regeln sind klar.

Da das Schriftliche mit Hinweis auf geltendes Recht offensichtlich nicht von allen verstanden wird, ist es inhaltlich in eindrucksvollem Blau-Weiss-Rot jüngst ergänzt worden.

Dieses Schild ist aus gegebenem Übersee-Anlass den Leserinnen und Lesern bereits bekannt. 🙂

Einige Teilflächen der Holmer Sandberge sind von Baumbestand befreit worden, damit die Dünenlandschaft erkennbar wird. Wir stehen am Morgensonne-beleuchteten Waldrand.

Eindruck von der östlichen Freifläche.

Das Freihalten ist eine ständige Aufgabe, da die Natur über wetter- und standortabhängige zeitliche Abfolge gezielt Richtung Wald arbeitet. – Erste Ansätze Moos und Birkenanflug neben Heide sind hier erkennbar.

Mitten auf dem Weg sitzt ein großes Heupferd und wärmt sich – noch ganz steif und kaum beweglich.

Das setzen wir nebendran auf besonntes Moos – ob`s hilft? Sein Jahr dürfte ohnehin bald vorbei sein.

Am das derzeitige Wasserschicksal anzeigenden, um ca. 1,5 m zu wenig gefüllten Feuerlöschteich steht vorndran ein grimmiges Holzungeheuer.

Von Südost füllt sich der Zugangsweg, wir weichen auf bekannte Umgehung aus.

Auf dem Holmer Grenzweg gehen wir zum Parkplatz zurück – vorbei an Eichen …

… und Birken, PappelGelb.

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