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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Zur letzten Radtour ging es wieder entlang der Parthe – diesmal irisierte das Wasser vor Mündung in die Weisse Elster waschmaschinengrau – mindestens chronische Eisenanwesenheit. Turbulenz würde abhelfen.

Eine neu gestaltete Radwegquerung mit der Bahn – herausfordernd ! VORSICHT, Kopf !

Interessante Partie der Weissen Elster, Flutender Hahnenfuß und Auwald.

Mich erinnert diese Partie an die Eder, Gewässer meiner westlich gelegenen Geburtsgegend. Die Eder war mal der Hauptlachslaichfluss der Weser. Die Leipzig benachbarte Saale galt gleichermaßen, z.B. mit Harz-Zufluss Bode, als solch Leistungsträger – für die Elbe. – Die gewässerökologischen Herausforderungen liegen hoch. Wohin wollen wir? Fachlichkeit und Recht sprechen eine klare Sprache. – Egal ? Hier wie dort sind immerhin inzwischen nicht nur Bisam und Nutria, sondern ist auch der Biber wieder anwesend.

Den Deich hoch – nein, das ist mal nicht der Elbdeich Wedel oder Hetlingen.

Wir waren gen Westen an der Weissen Elster entlang bis zum Auenseepark geradelt. Nun soll es zurückgehen. Wir klettern dazu auf den Deich der Neuen Luppe.

Auf komfortablem Radweg gelangen wir schnell Richtung Innenstadt.

Klärwerk Rosental in Sicht – tief fliesst die Neue Luppe, hoch und trocken liegt der Auwald.

Immer schön vorsichtig, mahnt das Eichhörnchen.

Hier ist die Bahnquerung aber nicht so unfallträchtig wie auf der Hinstrecke, gegenüber.

Bachab rauscht es – mal näher hingucken.

Immerhin hat die Neue Luppe hier dicht hintereinander 3 Rauschen aus Grobstein erhalten (soll ich Raue Rampen sagen?).

Das macht ordentlich Lärm, die Neue Luppe auf dem Weg zu neuem Leben.

Wenn die extreme Tieflage des kanalartigen Gewässers genutzt würde und entsprechend gewässercharakteristischer Verhaltensweisen entsprechende Mengen Rauschen zurückgegeben würden, könnte …

Ja, da könnte auf der Fliesslänge sogar einiges an Höhe Richtung Auwald gewonnen, die Entwässerung der Landschaft deutlich verringert werden. – Allerdings liegt der Auwald weiter, wie er liegt – hoch oben. Dem ist nur durch Zuleiten aus Richtung hoch eingestauter Wasserstände anderswo zu helfen.

Auf zur Kongresshalle, der letzte Vortragstag, der letzte Vortragsblock der WCC Leipzig 2022, „World Canals Conference“, ruft.

Wie schonmal erwähnt, direkt neben dem Zoo.

Interessantes Gebäude.

Ich habe die Ehre des Rausschmeisservortrags in Session 4. – Wie sich das bei Bach-Vorträgen gehört, im Bach-Saal.

(Oder hat der Saalname eher etwas damit zu tun, dass Leipzig „Bach-Stadt“ – und Halle „Händel-Stadt“ ist ?)

Der Saal spricht mich an, alles, wie auch alles andere an dieser Konferenz ist hervorragend vorbereitet. Dank an das Organisations- und Vorbereitungs-Team!

Ich nehme noch ein paar frühere Vorträge mit.

Schnell liefen die letzten Sessions …

Der Hauptbahnhof rief, bald nach der Vortragspause – schnell erreicht per Straßenbahn.

Aufgrund Wave Gotik und parallelem Stadtfest war es uns nicht gelungen, eine weitere Nacht in Leipzig zu buchen.

Angesichts des fortgeschrittenen Nachmittags und beabsichtigten Ankommens in Wedel im Hellen mussten wir also los. Die Abschlusszeremonie und -reden der Konferenz gingen uns dabei leider durch die Lappen.

Im tiefstehenden Abendlicht zieht unser Zug in die langgestreckte Bahnhofskurve Hamburg-Altona ein.

Ziel erreicht, Sonnenuntergang in Wedel – hoch oben rechts zieht ein Mauersegler (es waren dann bis zu 10) seine Bahn.

Während unserer Abwesenheit bzw. am Tag unserer Abfahrt waren die 10 bereits kursorisch hier im Blog erwähnten Mauerseglerkästen an unserem Gebäude angebracht worden. Bislang sieht es nicht mehr nach einer Annahme noch in dieser Brutzeit aus – warten wir halt auf nächstes Jahr.

Der Leipzig-Vortrag ist inzwischen auf meiner Homepage aufzurufen – entweder über http://www.salmonidenfreund.de –> Downloads (dort ganz oben), oder per Link

Damit uns nicht zu langweilig wird, steht die nächste Veranstaltung bald an.

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… und das nicht nur wegen der verlängerten Saurier-Sonderausstellung, s. voriger Bericht.

Der Leipziger Zoo ist in Fachkreisen berühmt und beim Publikum beliebt. Seit Jahrzehnten wurden die Gehege thematisch und räumlich optimiert. Sie binden sich in gewachsene Landschaft mit alt gewordenen Bäumen, auch Totholz, ein. Und das Bauen geht weiter …

Huch, es sieht so aus, als gucke uns dieser stachelige Seeigel an.

Quallen, zauberhaft, 1.

Quallen, zauberhaft, 2.

Quallen, zauberhaft, 3.

Baustellenrohre im Parthe-Wasser – Abertausende Zuckmücken tanzen.

Der dunkle Rohrkontrast lässt die hohe Produktion, damit auch die große Bedeutung von Wasserinsekten erfahren – wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel und Fledermäuse (und, selbstverständlich, Fische).

Wasser in der Landschaft, Zutritt von Grundwasser, Ausfällung von Eisenocker bei Sauerstoffzutritt.

Gewässerlandschaft Quellbach.

Gewässerlandschaft Wasserfall.

Ein alter Karpfen, vor Stören.

Silberkarpfen, schemenhaft.

Rotfedern, Stillgewässer-typischer Vertreter der Weissfische, Karpfenartige.

Bei soviel Fisch sind frei lebende Interessenten nicht fern. Vor uns hat der Reiher aber doch Respekt, baumt in guter Entfernung auf.

Der sagenhafte Jason mit seinen zum Pflügen eingefangenen Stieren glänzt mit Goldhelm.

Unten rechts blitzt der Goldhelm – gegen den Argentinosaurus ist der heldenhafte Jason ein kleiner Wicht.

Meditativ – müssen wir Menschen unsere Vettern (auch) einsperren?

FlamingoRosa vor Grün.

Hohe Baumkronen gestalten die Zoolandschaft wesentlich mit.

Der Zoobesuch ist ein Genuss!

Gepard in abwechslungsreichem Laufgehege – geschickt sind Beutetiere nahebei, in der 3. Dimension immer wieder sichtbar (und für den Jäger geruchlich wahrzunehmen), untergebracht.

Giraffe, Zebras, Antilopen.

Dieses Schild scheint an der falschen Scheibenseite angebracht: Die Löwen nehmen keine Rücksicht auf den Inhalt.

Beliebtes Foto-Objekt: Erdmännchen.

Mindestens eins passt immer auf.

Watussi-Rinder.

Indische Elefanten.

Der Leipziger Zoo, mitten in der Stadt – Indischer Elefant, am Rand.

Und noch`n Urtier: Pfeilschwanzkrebse – wie Saurier und Störe lange vor uns Überheblichen hier auf dieser Erde.

Ich schrieb etwas von Genuss. – Na ja, man bringt besser mehrere Tage mit …
Hier: tropisch warm und feucht, nix für uns bereits lange Herumwandernden.

Dabei hat das Gondwanaland viel zu bieten, neben Tier- und Pflanzenwelt z.B. auch Bootsfahrten.

Darauf müssten wir uns wohl vorab einstellen, vielleicht ein ander Mal. Wir sehen zu, an die frische Luft zurückzukehren.

Da ruhen die Pampashasen.

Ja, ein ander Mal, Feuerland ist gerade frisch in Entstehung.

Auf Wiedersehen !

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Die Parthe hatten wir angesichts der vielen Gewässer in und um Leipzig bei früheren Besuchen immer „oben“ liegengelassen – im Norden. Dabei hatte ein Gewässerfreund aus dem oberen, ländlicheren Parthe-Lauf geschwärmt, dass in seiner Jugendzeit der Bachgrund kiesig und die dortige Parthe von Bachforellen besiedelt war.

Nun also, gestärkt durch einen lokalen Gewässerschützer, radele ich die Parthe an – startend in der Pfaffendorfer Straße.

Bezeichnende Worte an der Parthe-Brücke.

Die beziehen sich aber wohl eher auf den nebendran liegenden Zoo, können auch mindestens teilweise auf unsere Konferenz WCC2022 Leipzig bezogen werden.

Blick von der Brücke, bachauf – das also ist die im Volksmund so trefflich bezeichnete „Beton-Parthe“, tief fliesst sie zwischen Niedrig- und Mittelwasser im Trapezprofil.

Wir sind durch das Rosental am Zoo vorbeigeradelt, stehen auf der ersten Brücke bachab.

Oha, es hat länger nicht geregnet, aktuelle Mischwasserüberläufe schliessen wir also erstmal aus. Hat ein Fehlanschluss diese auf dem Gewässergrund hängenden, flatternden Hinterlassenschaften verursacht? Die Wasserbehörde ist durch Anruf nun informiert.

P.S.: Die Wasserbehörde informierte inzwischen, das Problem sei bekannt und man arbeite daran. Die Einleitungen erfolgen über die nördliche Rietzschke, welche gleich oberhalb der Brücke mündet.

Nächste Brücke, Blick bachab – noch Reste …, überbreites, tiefliegendes Bett, strukturarm. Das sieht sehr nach Verbesserungsfreiräumen aus.

Wir passieren zwei Stillgewässer, deren Wasserspiegel 1,5 m tiefer liegt als normal.

Ich werde informiert, dass in der Aue Brunnen des Zoos oberflächennah Grundwasser entnähmen. Früher sein ein Teil zum Erhalt der Stillgewässer dort zugeleitet worden. Warum nun heute nicht mehr ? !

Mündung der Parthe in die Weisse Elster. Der Hund macht keinen begeisterten Eindruck.

Das zur Zeit klare Bachwasser der Parthe geht im algenreichen, fett graugrünen Wasser der Weissen Elster auf / unter.

Beim Zurückradeln, wir wollen aufwärts des Hauptbahnhofs weitergucken, fotografiere ich noch die bachtypischen Wasserpflanzen der Parthe.

Wir gucken, auch hier Wasserpflanzen, nochmal nach den Auffälligkeiten. Ja, gut, dass das gemeldet ist.

Am Zoo vorbei, entlang der Rosentalwiese, geht es Parthe-aufwärts.

Regeneinlaufrinne in die Beton-Parthe.

Sogar mit so etwas wie einem gebauten Mäander kann dieser Kanal aufwarten …

Es wird grüner, zumindest am Ufer. Übersonnung führt zu bachfremder Überwärmung.

Vermutlich durch Baumaßnahmen gestörter Bodenwasserhaushalt äussert sich durch Zeichen mindestens zeitweise intensiven, punktuellen Eiseneintrags. – Dass man gegen schädliche Eisenauswirkungen etwas tun kann, ist hier im Blog hinreichend beschrieben.

Gleich nebendran, ein positives Beispiel, das zeigt: Auch Leipzig arbeitet am neuen Ziel, dem Prinzip „Schwammstadt“, Regenwasserrückhalt statt Ableitung wo immer es geht.

Diverse Niederschlagwassereinleitungsstellen passieren wir.

Oder sind es Mischwasserabschläge, Zuflüsse durch Regenwasser so vermehrter Abwassermenge, dass sie im Sielabfluss zur Kläranlage nicht bewältigt werden kann?

Entlang Kleingarten-gesäumter Strecke sind diverse Alternativen menschlicher Uferbaukunst zu bestaunen.

Ein übersonnter Bereich bietet Wasserpfeffer-Gelb.

Ringsum wird es grüner, dreidimensional, fast abenteuerlich. Es geht durch und über Sturzbäume.

Fast öffnet sich ein kleiner Auwald. Allerdings liegt die Parthe dafür zu tief, spiegelt überbreit, strukturlos vor sich hin.

Dieser Bach ruft nach Verbesserung, lautlos wie er da vor sich hinleidet.

Genug gesehen – für den nächsten Leipzigbesuch nehme ich mir eine Tour weiter Parthe-aufwärts, Abtnaundorfer Park ff. vor.

Wir radeln gen Innenstadt zurück.

Abschied von der Beton-Parthe (und einem ihrer „Mäander“).

Im Zentrum, Luftschlösser, gebaut.

Wo so etwas möglich ist, soll für die Parthe Hilfe unmöglich sein? Ich sehe keinen Grund dafür, es gelten die alten Praxiskenntnisse. Vielleicht finde(n s)ich ja Kooperationswillige.

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Für den ersten Vormittag in Leipzig hatten wir uns eine Rad-Tour zum Cospudener See vorgenommen. Bei bisherigen Besuchen war das „Neuseenland“ von uns ausgespart worden. Bei diesem Besuch sollte mindestens ein erster Blick auf eins der neuen, großen Stillgewässer geworfen werden. Knapp 10 km sind ja keine Entfernung.

Morgens beim Frühstück, Blick zum Himmel – eine Front zieht auf.

Entgegen Wetterbericht – wir hatten die kleinen Koffer nicht mit Regenzeug befrachtet -, wird nun kurzfristig eine Regenfront nicht nur gemeldet. Sie zieht schon schön auf.

Egal, wir sind ja nicht aus Zucker. – Elsterflutbett gequert, Blick aufs Palmgartenwehr.

Gut beschirmt, hier von alter Lindenallee, radeln wir am Elsterflutbett entlang, gen Süden, flussauf.

Gegenüber liegt das langgestreckte ElsteHOCHflutbett, großer Regenrückhalt, Schutz bei Hochwässern.

Wir sind am Teilungswehr Großzschocher angekommen. Hier fliesst Teilwasser der Weissen Elster ins Flutbett.

Ein Schlitzpass (vertical slot) ermöglicht Fischpassage. Oben rechts im Bild das Elsterhochflutbett.

Inzwischen regnet es – nach Nieseln zuvor. Der lichte Kronensaum hier schützt nicht (mehr).

AltEichenstamm am Waldrand.

Wir queren das Elsterhochflutbett … – ganz schön duster für späteren Vormittag!

… und gelangen an das Nordufer des Cospudener Sees, Blick über 3 km Seefläche.

Was zu beweisen war.

Die dünnen Sommerhosenbeine sind längst „durch“, die Jacken vollgesogen. Die Digicam wird wasserdicht(er) verstaut. Wir radeln nach Leipzig zurück.

Immer die Wetterkante in Sicht, dauert es doch länger als gedacht, dass die Sonne auftaucht.

DAS ist doch schön! Hose und Jacke, Radler sonnenbeschienen trocknen – am Richard-Wagner-Platz, Leipzig. 🙂

Wir fühlen uns pudelwohl. Den Fischen wünschen wir immer eine Handbreit Wasser unter und über sowie neben den Flossen.

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Am Nachmittag des Ankunftstages starteten wir zu einem kleinen Anradeln, hier auf einem gewässerbegleitenden Deich / Damm.

Wer sucht, der findet. Verglichen mit Wedels Radfahrsituation sind wir von Leipzig „binnen wie buten“ ultra-begeistert.

Gewässernamen lasse ich weg, folgen aus Anlass gelegentlich anderswo. – Viel Stau-geregeltes findet sich in Leipzig und Umrum.

Hier wird ultimativ wenig von oben zudotiert.

Zwar befinden wir uns in einer eher (allzu) trockenen Zeit, durch die Stauregelung ist in Leipzig aber allerlei Varianz steuerbar.

Vieles ist (allzu) tief eingeschnitten, entwässert die Landschaft unnötig.

All das Wirken aus Beton und Stahl ist allerdings eine – bislang nicht wesentlich verbesserte – Erbschaft aus unschöner, brauner (und danach angeschlossener, roter) Vergangenheit.

Gelegentlich sind Turbulenzen sichtbar …

… die sich hier sogar, wenn auch tief, kanalartig, ein Stückchen streckig entwickeln dürfen.

Noch`n Gewässer – auch (allzu) tief eingeschnitten.

Eine Bahnstrecke quert die Gewässer, teilt den Auwald.

Im Auwald prägt optisch sowie geruchsmäßig Bärlauch die Szene. Der Frühblüher vergeht, entsprechend seiner Natur.

Wenn der Bärlauch blüht, macht der Leipziger Auwald einen ganz anderen Eindruck, hier im Mai 2019.

Ordentlich Samen wurden gebildet.

Samenstände, geblitzt.

Ein kleines Gewässer in Auwald-Höhe.

Es handelt sich um einen ersten, kleinen Versuch, dem Auwald wieder mehr Wasser zuzuführen.

Was für eine Vielfalt an Gewässern in Leipzig! Ein jedes hat seine spezielle Herausforderung an uns Menschen, verursacht vor allem durch uns selbst – draufgesattelt das verschärfende Geschehen des Klimawandels. Den haben wir zu „guten“ Teilen auch selbst verschuldet.

Es gibt also viel zu tun. – Packen wir`s an (?) !

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Zu einem Vortrag über Gewässerrestaurieren in der Metropolregion Hamburg auf der WCC 2022 Leipzig war ich eingeladen. Da bleibt es nicht aus, dass die Stadt Leipzig, Gebautes und Grün angesehen und erlebt werden.

Nachdem ich im vorigen Beitrag bereits den Eindruck „Leipzig in Schwarz“ vorgestellt habe, trage ich nun Anreise und Ankunft nach.

Los ging`s morgens in Wedel, bei bestem Wetter.

Vorbei am – immer wieder Kopfschütteln über Nichtentscheidenkönnen bei Teich-Unterhaltung – durch Teichrosen ultimativ zugewucherten Mühlenteich erreichen wir die S-Bahn.

Was für ein langer Zug! Wir müssen ganz nach vorn. So brauchen wir in Leipzig nicht so weit beim Aussteigen.

Kurz vor Elbquerung Lutherstadt Wittenberg – Niedrigwasserabfluss . . .

Wir sind gut in Leipzig angekommen – das Messezeichen dreht sich auf dem Wintergartenhochhaus.

Auch unsere Leihfahrräder sind vom Hotelfenster aus zu sehen.

Ein herzlicher Dank geht an Grupetto, dass das so gut geklappt hat!

Nach der Bahnfahrt die Beine vertreten – Marktplatz mit Altem Rathaus und Alter Börse. Die Räder werden hier geschoben, dann wird geradelt.

Überall in der Stadt finden sich Gewässer – wo (noch) nicht, sind Baustellen beschildert.

In einem Vieljahresprogramm bringt Leipzig seine ehemals reiche Gewässerlandschaft wieder ans Licht.

Dass das in Ausmass und Ausformung bei der Enge einer historisch gewachsenen Stadt Naturpuristen nicht allzu sehr begeistert, liegt in der Natur der Sache. Verbessern kann man – wie überall – aber auch hier.

„Mückenschlösschen“ – die Gewässer flossen und fliessen wohl oft langsam – Mücken freut das.

Im Mückenschlösschen steht Diverses auf dem Programm.

Die Weisse Elster, eines der Hauptgewässer, war 2020 / 21 als „Flusslandschaft des Jahres“ auserkoren.

Auch der Elstermühlgraben soll aufgewertet werden.

Nach gelungener Radtour, auch durch Teile des Auwalds, schliessen wir die Räder hinter dem Hotel an.

Zum Abendessen wählen wir Regionales, zunächst die Getränke. Schmackhaftes Essen folgt (hier im Beitrag nicht).

Beim Verdauungsspaziergang meiden wir um diese Zeit angesichts „guten Besuchs“ – wie auch schon vor Corona – die Enge des Barfußgässchens.

Wieder im Hotel, „MM“ erleuchtet – Gute Nacht!

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Eine Veranstaltung rief nach Leipzig. Da haben wir uns ein paar Tage drumrum gegönnt. Ein Erlebnis ist in der Überschrift dokumentiert.

Irgendwie dominierte Schwarz . . .

Aufwachen in Leipzig, Blick aus dem Hotelfenster vor dem Frühstück. Das Messezeichen, schwarz im frühmorgenlichen Gegenlicht.

Schwarz im Zoo – wohl ein Kolkrabe, keine Rabenkrähe.

Im Zoo gab es selbstverständlich auch andersfarbene Tiere – dazu mehr in einem eigenen Beitrag.

Irendwie war die Stadt zunehmend Schwarz-geprägt.

Smile, das historische Haus grinst. – Selbst beim Aufbau des Stadtfests – Schwarz. – Hoffentlich sind die Würstchen dieses Stands dann nicht so . . .

Schwarz im Stehen, im Gehen, beim Schaulaufen – DAS war wirklich sehenswert. Eine Generation bzw. ein Teil davon mit eigener „Fashion“. Was geht da ab ? !

Wir lassen uns informieren. Wie alle anderen Menschen auch fühlen sich „diese Schwarzen“ Corona-befreit, können seit Jahren wieder einmal z.B. ihre Musik erleben. Was für eine Auswahl! Ja, und das erwähnte Schaulaufen! Ich empfehle Interessierten, mal im Netz z.B. unter „Leipzig Gotik (oder Gothic)“ in der Bilder-Rubrik nachzusehen.

Zur Abreise gab es noch ein musikalisches Erlebnis im Hauptbahnhof. Beeindruckend! Auch dorthin war eine Heerschar Menschen in Schwarz quasi wie eine Wallfahrt gepilgert, gab dem Bahnhof ein besonderes Gepräge.

Insgesamt zeigte sich Leipzig und Umrum aber von seiner bunten Seite.

Vom Bunten wir demnächst berichtet.

Dem Wetterbericht entsprechend hatten wir unsere kleinen Koffer nicht mit Regenzeug befrachtet. Das führte ausnahmsweise bei einer längeren, morgendlichen Rad-Tour zu Anregnen durch Niesel, dann gutem Durchfeuchten. – Das machte der Nachmittag gleich wieder wett.

Ach ja, „Eine Veranstaltung rief . . .“ – Gotik war`s offenbar nicht. Sondern Wasser – auch darüber folgt ein eigener Bericht.

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Richtung Elbdeich Hetlingen, auf der Elbe zieht ein großes, weisses Schiff vorbei.

Es ist stürmisch, heftige Böen – froh ist der Radler, der halbwegs in Windschatten und guter Wahl der Kreisrichtung seine Runde dreht. (Der zufällig durchs Foto sausende Vogel ist eine Rauchschwalbe.)

Auf dem Hetlinger Hauptdeich – das Wetter stürmisch-schön, dahinsausende Wolken.

Plötzlich entfällt die Wärme einstrahlender Sonne – warum zieht diese (es sind dann mehrere) schwarze Wolke nicht auch schnell ? !

Elbdeich Fährmannssand – am Horizont stellt sich das große, weisse Schiff als Traumschiff älterer Bauart dar. Es sieht tatsächlich wie ein Schiff aus!

Der Himmel fast klar, man fasst es kaum. Deichwanderer, angesichts der Wetterlage eher selten.

Weiter auf dem Saatlandsdamm – das Wetter in wildem Wechsel, wieder mal schwarz.

Gegen Abend auf der Geest, an Wedels Roland – wir wollen Besuch die Abendstimmung in der Marsch zeigen – ein kurzer Fußweg.

Die Fahnen über dem Theaterschiff Batavia stehen in steifer Brise, wie gehabt.

Uns stellt sich ein vorgezogener Sonnenuntergang dar – eine rasch heraufziehende, dichte Wolkenwand als Verursacher lässt uns schnell umkehren, heimwärts.

Wir erreichen unser Fahrradhäuschen mit Dachüberstand unmittelbar bei Schlagregenbeginn. Glück muss der Mensch haben.

Das ist nicht immer so. Die auf gut 1 m über mittlerem Tidehochwasser aufgelaufene Flut in der Nacht zum Sonnabend bescherte Lüheanliegern Überschwemmung. Wie die Medien mitteilen, wurde das nicht automatisch betriebene Sturmflutsperrwerk der Lühe nicht (rechtzeitig?) geschlossen. Auf unserer Elbseite waren die Sperrwerke immerhin 4 Stunden „dicht“.

Es läuft das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek, Hamburg. Alle Anwesenden haben sich hoffentlich so wie unser Besuch wind- und wasserdicht eingekleidet. Sturm, Sonne, Wolken, gewitterartige Schauer mit Schlagregen – so sieht auch dieser Maitag aus.

Ich habe die glücklichere Variante gewählt – Radeln auf der Geest, hier windgeschützt durch frühlingsgrünen Knick.

Auch dieser Aspekt zeigt, dass mein Studium des aktuellen Wetterradars mir hilft, „on the sunny side“ wieder zu Hause anzukommen.

(Gestern Abend beim vor dem Abendessen vorgesehenen Spaziergang haben wir angesichts hereinbrechenden stürmischen Schlagregens allerdings die Tour erheblich verkürzt.  🙂  Es kann nicht immer alles klappen. Das Essen schmeckte danach um so besser, nicht nur, weil wir im „richtigen“ Restaurant landeten.)

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Beim Radeln fällt gelegentlich etwas auf dem Weg auf, das mich absteigen lässt – so auch kürzlich am Alten Hetlinger Heuhafen. – „Was ist das, was Sie gerade fotografiert haben?“ fragt ein vorbeigehender Spaziergänger.

Ein Ölkäfer-Weibchen.

Und nochmal, von der anderen Seite.

Der Spaziergänger ist weg …

… da rennt etwas metallisch Blitzendes auf mich zu.

Den störe ich nun doch, er dreht eilig ab …

… und macht sich aus dem Staub. Nix wie weg hier!

Zweibein mit Spiegelung im bei Ebbe leerlaufenden Marschgraben.

Licht und Schatten sind so krass, dass das Tier fast wie ein Silberreiher erscheint. Es ist aber ein „simpler“ Graureiher.

Seit Wochen denke ich hier in dieser Ecke so vor mich hin „Ich habe eigentlich lange keinen einzigen Seeadler gesehen!“.

Da fängt etwas über Giesensand meine Aufmerksamkeit – ein Seeadler kreist über den Windschutz- und Brennmaterial-Altbäumen.

Und da, auf der anderen Seite, rechts von mir, zieht ein Seeadler nahebei, niedrig über dem Elbdeich erscheinend, seine Erkundungs-Tour über dem Süßwasserwatt.

Schräg geht er ab Richtung Elbinseln.

Hoch über mir schraubt sich ein Seeadler immer höher – bin nicht sicher, ob es der zuerst Gesehene ist.

Hier ist die typische, brettartige Seeadler-Silhouette halbwegs erahnbar.

Vorbeiradelnde können nicht verstehen, was ich da so für Löcher in den Himmel starre.

Weiter geht`s, nochmal bei Fährmannssand auf den Deich klettern.

Binnendeichs: Stare wissen, warum sie die Nähe von bunten Herden aufsuchen. Das Insektenangebot ist dort reichhaltiger.

Auf dem Deich Fährmannssand, Blick zur Elbinsel Hanskalbsand – Da, hoch über der Elbe, sehe ich zwei Seeadler.

Nach einer Weile Spielerei zeht jeder seiner Wege.

Wenn ich plötzlich eine solche Zahl Seeadler sehe, sind wohl die Jungen der ersten Brut inzwischen flügge und trainieren in der dritten Dimension.

Zu Hause erwartet mich ein 6-Beiner – ein Goldauge.

Und dann ist da noch ganz etwas anderes, am Boden – ungeflügelt und mit sehr viel mehr Beinen. Offenbar kein Vogel, kein Insekt.

Rollassel neben Flechten auf Baumrinde.

Das reicht nun erstmal mit solch Viehzeug (das soll keine Missachtung deren Rolle in den Kreislaufprozessen unserer Erde bedeuten!).

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Der Mai geht auf sein Ende zu. Soweit Wiesen nicht als (wenig- bis) einartige Silomähflächen intensiv genutzt werden, teils bereits erstmalig abgeerntet, haben sie sich in der Marsch zu prächtigen Farbspielen entwickelt.

Die im Frühjahr hoch gehaltenen Wasserstände sind abgesenkt Wiesenfuchsschwanz hinten flächenhaft.

Im Frühjahr überschwemmte Flächen sind trocken gefallen, auch die von Vögeln gern zur Futtersuche genutzten Gräben trocknen aus.

Im vorstehenden Foto ruht eine Brandgans. Kiebitz, Star und Austernfischer waren auch als regelmäßige Gäste hier zu sehen.

Solche Flächen sind inzwischen mit bunten Rinderherden beweidet.

Die im Feuchten Nahrung suchenden Vögel sind verschwunden, anderswo unterwegs.

Aus einigen Gebieten Norddeutschlands wird bereits berichtet, dass der nur gering – wenn überhaupt – gefallene Regen die Bodenoberflächen so trocken werden liess, dass der Weisstorch Probleme hat, die für die Jungenfütterung anfangs erforderlichen Regenwürmer in genügender Menge zu erwischen.

Marschwiese Hetlingen, unbeweidet – grün, gelb (Hahnenfuss wächst durch), weiss (hier: Pusteblumen, Löwenzahn), rot (Ampfer).

Eine Marschwiese Fährmannssand wurde als Erweiterung für den Gasthaus-Parkplatz zur Vorbereitung des Himmelfahrt-Wochenendes teilweise gemäht.

Blick vom Elbdeich, nordwärts: Marschwiesen Fährmannssand – grün, gelb, weiss (hier: Doldenblüter), rot.

Blick gen Ost – KoKW Wedel in Sicht – Mai-Farben!

So ganz lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis die Heumahd ansteht.

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