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Archive for the ‘Klima’ Category

Am Nachmittag des Ankunftstages starteten wir zu einem kleinen Anradeln, hier auf einem gewässerbegleitenden Deich / Damm.

Wer sucht, der findet. Verglichen mit Wedels Radfahrsituation sind wir von Leipzig „binnen wie buten“ ultra-begeistert.

Gewässernamen lasse ich weg, folgen aus Anlass gelegentlich anderswo. – Viel Stau-geregeltes findet sich in Leipzig und Umrum.

Hier wird ultimativ wenig von oben zudotiert.

Zwar befinden wir uns in einer eher (allzu) trockenen Zeit, durch die Stauregelung ist in Leipzig aber allerlei Varianz steuerbar.

Vieles ist (allzu) tief eingeschnitten, entwässert die Landschaft unnötig.

All das Wirken aus Beton und Stahl ist allerdings eine – bislang nicht wesentlich verbesserte – Erbschaft aus unschöner, brauner (und danach angeschlossener, roter) Vergangenheit.

Gelegentlich sind Turbulenzen sichtbar …

… die sich hier sogar, wenn auch tief, kanalartig, ein Stückchen streckig entwickeln dürfen.

Noch`n Gewässer – auch (allzu) tief eingeschnitten.

Eine Bahnstrecke quert die Gewässer, teilt den Auwald.

Im Auwald prägt optisch sowie geruchsmäßig Bärlauch die Szene. Der Frühblüher vergeht, entsprechend seiner Natur.

Wenn der Bärlauch blüht, macht der Leipziger Auwald einen ganz anderen Eindruck, hier im Mai 2019.

Ordentlich Samen wurden gebildet.

Samenstände, geblitzt.

Ein kleines Gewässer in Auwald-Höhe.

Es handelt sich um einen ersten, kleinen Versuch, dem Auwald wieder mehr Wasser zuzuführen.

Was für eine Vielfalt an Gewässern in Leipzig! Ein jedes hat seine spezielle Herausforderung an uns Menschen, verursacht vor allem durch uns selbst – draufgesattelt das verschärfende Geschehen des Klimawandels. Den haben wir zu „guten“ Teilen auch selbst verschuldet.

Es gibt also viel zu tun. – Packen wir`s an (?) !

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Richtung Elbdeich Hetlingen, auf der Elbe zieht ein großes, weisses Schiff vorbei.

Es ist stürmisch, heftige Böen – froh ist der Radler, der halbwegs in Windschatten und guter Wahl der Kreisrichtung seine Runde dreht. (Der zufällig durchs Foto sausende Vogel ist eine Rauchschwalbe.)

Auf dem Hetlinger Hauptdeich – das Wetter stürmisch-schön, dahinsausende Wolken.

Plötzlich entfällt die Wärme einstrahlender Sonne – warum zieht diese (es sind dann mehrere) schwarze Wolke nicht auch schnell ? !

Elbdeich Fährmannssand – am Horizont stellt sich das große, weisse Schiff als Traumschiff älterer Bauart dar. Es sieht tatsächlich wie ein Schiff aus!

Der Himmel fast klar, man fasst es kaum. Deichwanderer, angesichts der Wetterlage eher selten.

Weiter auf dem Saatlandsdamm – das Wetter in wildem Wechsel, wieder mal schwarz.

Gegen Abend auf der Geest, an Wedels Roland – wir wollen Besuch die Abendstimmung in der Marsch zeigen – ein kurzer Fußweg.

Die Fahnen über dem Theaterschiff Batavia stehen in steifer Brise, wie gehabt.

Uns stellt sich ein vorgezogener Sonnenuntergang dar – eine rasch heraufziehende, dichte Wolkenwand als Verursacher lässt uns schnell umkehren, heimwärts.

Wir erreichen unser Fahrradhäuschen mit Dachüberstand unmittelbar bei Schlagregenbeginn. Glück muss der Mensch haben.

Das ist nicht immer so. Die auf gut 1 m über mittlerem Tidehochwasser aufgelaufene Flut in der Nacht zum Sonnabend bescherte Lüheanliegern Überschwemmung. Wie die Medien mitteilen, wurde das nicht automatisch betriebene Sturmflutsperrwerk der Lühe nicht (rechtzeitig?) geschlossen. Auf unserer Elbseite waren die Sperrwerke immerhin 4 Stunden „dicht“.

Es läuft das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Klein Flottbek, Hamburg. Alle Anwesenden haben sich hoffentlich so wie unser Besuch wind- und wasserdicht eingekleidet. Sturm, Sonne, Wolken, gewitterartige Schauer mit Schlagregen – so sieht auch dieser Maitag aus.

Ich habe die glücklichere Variante gewählt – Radeln auf der Geest, hier windgeschützt durch frühlingsgrünen Knick.

Auch dieser Aspekt zeigt, dass mein Studium des aktuellen Wetterradars mir hilft, „on the sunny side“ wieder zu Hause anzukommen.

(Gestern Abend beim vor dem Abendessen vorgesehenen Spaziergang haben wir angesichts hereinbrechenden stürmischen Schlagregens allerdings die Tour erheblich verkürzt.  🙂  Es kann nicht immer alles klappen. Das Essen schmeckte danach um so besser, nicht nur, weil wir im „richtigen“ Restaurant landeten.)

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Und weiter geht es gen Norden, Richtung Lister Hafen.

Düne rauf.

Wir studieren die Landschaft – alte, graue Düne.

Auch mal waagerecht radeln – gelb blüht Stechginster, der Eroberer.

Die Natur ist gekennzeichnet durch Abfolgen, Sukzession. Hier beginnen Kiefern, für sie geeignete Flächen zu besiedeln.

Das Grün am Horizont ist wohl geprägt von der Kartoffelrose, der es dort zu gefallen scheint.

Hier haben Birken eine offenbar feuchtere Tieflage für sich entdeckt.

Und wieder geht`s hangaufwärts – kein Problem, Rückenwind.

Oha, nach mehreren Talfahrten jetzt die letzte Höhe?

Ja, wir sind „durch“, werden von etwas Großem, Weissem begrüsst.

Da wandern tatsächlich Sandmassen in der Gegend herum, dicht an einer Hauptverbindungsstrasse. Eine Wanderdüne!

Die haben in der Vergangenheit Menschen an Küsten, Flüssen sowie in exzessiv überweideten, zu Heide gewordenen Binnenlandschaften das Leben schwer, z.B. Nutzland überwandert und unbrauchbar, gemacht. Heute sehen wir das als Naturschauspiel (bis hier die Strasse „dran ist“) – imposant, letztlich aber nicht unbedingt lustig.

List voraus – gleich vorn bebaut bis auf eine Dünenkuppe.

Beeindruckende Bebauung – Friesenburgen / Touristen-Bettenburgen?

Am Lister Hafen, Ziel erreicht.

Jetzt müssen wir – neben umgucken – uns erstmal stärken. Ich schrieb von guter Hin-Tour mit stetigem Rückenwind. Zurück werden wir Kondition brauchen.

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Da pausieren wir also bei unserem Radeln Richtung Norden, List, um den Sylter Sagenwald zu erkunden.

Alte, große Nadelbäume charakterisieren wohl noch den Start eines Windschutzes gegen Übersanden von Äckern und Wiesen. Neben solchen Bäumen sieht der Riese klein aus.

Allerlei Geschichten sind auf Informationstafeln nachzulesen, von Riesen, Zwergen, Puken, den Hauskobolden und / oder -helfern.

Schon interessant, was da so alles zusammengetragen wurde.

Für Abwechslung ist gesorgt. Neben meist geländebezogenem Spiel- und Sportgerät kommt auch die Wahrnehmung nicht zu kurz – hier ein Klangwerk aus Holz, mit Phantasie testbar auf bekannte oder sich ergebende Melodien.

Abwechslungsreich die Naturentwicklung aus dem Ursprung, vom Nadel- zum Laubmischwald, Ausprägung moosiger Standorte.

Diversität im Zeichen des Wandels.

Lichte Laubwaldpartie.

Noch voll in Entwicklung früher auf heute, weiter Richtung Zukunft.

Gut beschirmt im grünen Naturtunnel.

Ja, und am seeseitigen Rand, da stehen sie – die „Windflüchter“.

Darüber und wie sie entstehen, berichte ich gelegentlich gesondert – nach der Art der Touristenführer „He lücht!“.

Wieder bei den Rädern angekommen, fallen uns die Zeugen der Nacht auf – verbliebene Pfützen, es hatte ausgiebig geregnet (wie schön!).

Da wir uns in guter Kondition fühlten, machten wir eine zusätzliche kurze Pause gleich nahebei – Ausblick, hoch von der Uwe-Düne, am südlichen Horizont Westerland in Sicht (Natur – Kultur … – Kultur ???).

Da muss man drauf gewesen sein!

Und weiter geht es Richtung Norden, Ziel List. Demnächst mehr dazu.

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„Gefühlt“ vermisste ich bislang Maikäfer, hatte ich doch aus den vergangenen Jahren den Eindruck, wieder (ein paar) mehr als vorher gesehen zu haben. Ein paar Beiträge hier im Blog bestätigen halbwegs das „gefühlt“.

Und dann sah ich gestern meinen ersten Maikäfer 2022.

Oooohhh ! ! !

Aber immerhin, wo so ein Verkehrsopfer quasi als Indikator anzutreffen ist, sind sicherlich auch ein paar mehr, hoffentlich heil davongekommen.

Dieser lag fast an der Stelle meiner ersten, beeindruckenden Begegnung hier im Schleswig-Holsteinischen, auf dem Sauerbecksweg, zwischen Wedel und Holm.

Und dann waren da im Lauf des Tages noch 2 im Blick – einer platt, aber der andere sehr munter. – Da sind wir mal gespannt, der Mai hat ja die Hälfte noch vor sich.

 

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Bahn-Trip gen Norden, Kurzbesuch auf „der Insel“ war angesagt.

Gut angekommen, stellte sich unter anderem 3 Frauen-Generationen bald die Fragen „Schwimmen oder nicht Schwimmen“?

Die Wellen waren schon verlockend! – allein, die Wassertemperatur …

Also eher „Häschen zählen“ – Karnickelparade vor windfrei warmer Unterkunft.

Wer auf seine Kondition vertraut, radelt auch schonmal bei sssteifer Brise von Wenningstedt nach List (kein Kunststück, Rückenwind!) – und zurück.

Schnell war die Zeit vergangen – Warten auf den Zug, Bahnhof Westerland. Eine Ordnungskraft, Silbermöwe, aufmerksam bei der Arbeit.

Zurück – im Abendsonnenschein – in Wedel. Der Teichrosen-versiffte Mühlenteich wartet auf Sanierung. (Früher war das kein Problem. Da entnahm man überschüssige Biomasse und Sediment und entsorgte es ordnungsgemäß – falls es nicht nutzbar war. Heute sind schreibtischsesselproblematisierte FFH-Fehlinterpretierer dabei, erforderliches Tagesgeschehen leider allzuoft unmöglich zu machen. Zurück bleibt der leidtragende Steuerzahler – und ein so gut wie umgekippter Teich.)

Schick vor Maigrün, Wedels Roland im Abendlicht.

Ja, und da sind sie – der Anbau startete bei unserer Abfahrt … (Wer nichts davon weiss, dem fallen sie garnicht auf.)

Jeder Eingang hat 2 Mauerseglernistkästen bekommen, direkt unterm Dachüberstand.

Und 2 (von 10) an der Nordseite, die Abendsonne guckt gerade herum.

Na, super – fehlen „nur noch“ die Segler.

Selbstverständlich wird über Sylt mit Westerland, Wenningstedt und List sowie über die Mauersegler(kästen) noch mehr zu berichten sein.

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Nach unserer hamburgisch (d) / niedersächsischen (p) Zeit bin ich nun im 7. Jahr Bach-aktiv in Schleswig-Holstein, Wedel und Umrum, meist westlich, teils bis nördlich HHs.

Wie aus Beiträgen hier im Blog bekannt, liegt der Schwerpunkt auf Bächen und kleinen Flüssen im Elbe-Einzugsgebiet. Das geht quellseitig ganz schön weit gen Südosten, auch über Prag wurde hier bereits berichtet, aktueller aus dem östlichen Harzvorland, demnächst stehen Leipzig und Dresden an.

Nun besuchte ich die spannende Moränenlandschaft zwischen Hamburg und Lübeck, Lübecker Stadtwald, etwas Besonderes. Das finde ich nicht nur im Grundsatz und im Konkreten hochinteressant, restaurierungsbedürftige Bäche und kleine Flüsse gibt es überall!, sondern auch, weil – wie in meiner Wandsbeker Zeit – die Eisrandlandschaft der jüngsten Eiszeit mal wieder mein Ziel sein durfte. – Das Norddeutsche Tiefland ist nicht überall flach, gar platt.

Jaaa, und diese Besuchszeit …

 

… – schönster Frühlingswald, Buche und, je nach kleinräumig wechselnder Situation, so allerlei drum und dran.

Raps „on top“ nicht zu vergessen.

Gekommen war ich aber primär wegen eines Bachs.

Ein Bach – ausgebaut, hart unterhalten – überbreit, übertief in die Landschaft eingeschnitten, ohne charakteristischen Baumsaum … – wie überall, eigentlich.

Wo hart auf weich trifft, arbeitet das Wasser – kammer was machen! Lebensraum initiieren.

Strukturlose Sohle, sandig-schlammig, wo Moränengestein freigewaschen liegen sollte / in anderer Lage und Position des Bachs früher auch lag.

Und da sind sie ja, die Moränensteine …

Und was für eine Bandbreite! – Na ja, jüngster Gletscherrand halt.

Wer im Sandig-Schlammigen ein gutes Werk tut, kann auch „eigene“ Moränensteine, hier: Kies, frei präparieren.

Nicht nur im Ländlich-Landwirtschaftlichen, auch im bebauten Raum kann man mindestens hilfweise wirksame Zwischenlösungen schaffen, z.B. hier für den Feuerwehreinstau mit Wehr.

Mehr dazu vielleicht später einmal, falls die Angelegenheit konkret werden sollte.

Und solch tief eingeschnittene, kanalartige Strecke in Schulnähe ruft doch geradezu nach Klassenaktivitäten.

Mal sehen …

Die Landschaft hat mich, nicht verwunderlich, wieder einmal begeistert – hier: 3 Erlen-Charaktere am Rand einer Moorfläche (gern mehr Wasser zurückhalten!), vor bewaldetem Moränenhügelhorizont.

Die Rückfahrt verlief, elektrisch mit dem feuerroten Spielmobil, hervorragend. Essen und Trinken (nach Exkursions-Obst Apfel und Möhre) fand dann in heimatlicher Nähe statt. – Mensch sieht, das zischt.

 

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Erstaunlich, mal kaum Wind, und das im April!

Bisher hatten wir aber auch schon genug, eine kleine Pause haben wir verdient.

Fährmannssand, gute Aussichten!

Auf dem Deich, Tidehochwasser, Thw, Windstille – die lange Buhne ist erahnbar.

Anderer Tag, anderer Ort, Hetlingen, Tideniedrigwasser, Tnw – Blick über Tideröhricht, freigefallene Buhne, Stader Geest am Horizont.

Hetlingen, Blick über die Deichachse seewärts – da kommt doch was.

Weitergeradelt nach Fährmannssand, Tnw, die Flut ist gestartet, das Wasser läuft auf. Von rechts guckt ein Binnenschiff ins Foto.

Kurze Zeit später – Massengutfrachter Erikoussa, 225 x 32 m, TG 8 m, einer von den kleineren.

Der da von Stade die Elbe hochfährt, ist MSC Jeongmin, ein Containerfrachter.

Nun vor der Lühemündung, 300 x 48, TG 13 m.

Der Frachter ist mal gut voll! Ob das für die Zustellung der Ostergeschenke zeitlich noch reicht?

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Der Sonnenaufgang des Folgetages liess sich nicht lumpen.

Hatten wir den – sichtbar – überhaupt erwarten dürfen?

Die zunehmende Wolkendecke kann dem Horizont noch nichts anhaben.

Jetzt ist es wohl soweit.

Gute Stimmung – immerhin soll es nach Ansage trocken bleiben.

Der Morgen schreitet voran – illuster in Grau, mit Nebelkrähe vor Kran.

Bunte Danziger Straße von oben – jede Himmelsrichtung hat ihre eingene Erscheinung an diesem Morgen.

Nach Süden, wetterwendisch – wir fahren ins Brandenburgische.

Dort pfeift ein eisiger Wind – Birke mit Misteln wird ordentlich geschüttelt.

Großflächig Agrar – Winderosion vorprogrammiert.

Schön sieht das aus – es gilt aber Mund, Nase und Augen vor Mutter Boden zu schützen, fliegt als Luft-Plankton erheblich umher.

Blick in die Landschaft, geschützt durch Büsche.

Und da sind sie ja, Findlinge.

Die „Märkische Eiszeitstraße“ berichtet umfangreich über die Herkunft der Steine und das Geschehen nach den Eiszeiten. Dazu gehört auch neben so Großem wie Findlingen die Existenz teils kiesreicher Sander. Wie hier sind alle Steinfraktionen intensiv baulich genutzt worden – in allen Bundesländern des Norddeutschen Tieflands und anderswo. Den Fliessgewässern ist natürliches Freispülen und Bewegen von Steinfraktionen durch Ausbau und harte Unterhaltung weitgehend ausgetrieben worden – wie überall ringsum. Kein Wunder, dass sich viele Mitmenschen „den Kiesbach“ kaum mehr vorstellen können.

Unser Ziel war ein Reiterhof. – Schwein muss der Mensch haben!

 

Voltigiergruppen übten, Sportkunst auf bewegtem Pferd – beeindruckend!

Kreuz und Windrad – wechselnde Bedeutung über die Zeiten.

Zurück ging`s unter anderem vorbei an – durch das Findlinge finden noch stärker ins Auge fallenden – Feldsteinkirchen. Allüberall Zeugen der steinigen Eiszeittransporte.

Wieder in Berlin begegnen wir Störtebeker – in einem ausgezeichneten Thai-Restaurant.

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Ein Bisschen Bäche-Gucken  ist immer gut, Spazieren gehen im Park / in Parks ebenso. Wir waren verabredet.

Erstmal hinkommen – quer durch das Kulturbrauereigelände.

… hin zum Elektrischen des Tages.

Die Panke am Kinderbauernhof Pinke-Panke ist unser Ziel.

Oha, tief ins Gelände eingeschnittener Kanal …

Geworben wird auch für anstehende Thematik.

[Das hochformatige Foto des Aufstellers zieht leider Text, der weiter unten eingebaut sein sollte hoch – ich bitte um Nachsicht.]

Das sieht aber auch furchtbar aus!

Was sich von aussen als Durchgängigkeit für Landwanderer darzustellen schien, wird unter der Brücke durch massive, hoch liegende Regenwassereinleitungen ad absurdum geführt.

Aaaaaber ! ! – Unterschätzen wir die Panke nicht!

Die Panke fliesst mit gutem Gefälle durch Berlin. Als ordentlicher Bach auf Moräne bietet der geologische Grund jede Menge Steinmaterial (das hier ahnbare ist aber wohl eher vom Menschen gemacht – dazu später mehr). Der Wasserstern als Beispiel zeigt mit seinen kleinen gelbgrünen Winterpolstern allerdings das große Verbesserungspotential für einen solchen, lebendiger zu gestaltenden Bach.

Die Stadt Berlin hat dafür planerisch eine Menge Geld ausgegeben, eine Masse Zeit ist seitdem verstrichen. – Leider hält die Stadt an zentralistischem Planen und Handeln fest, so dass Jahrzehnte, für die Gewässerlebensgemeinschaften ungenutzt, ins Land gingen – Bevölkerungsbeteiligung, wie z.B. Bachpatenschaften in Hamburg, war (ist und bleibt?) nicht gewollt, nicht gefragt.

Ob solche Chancen in Berlin noch erkannt werden … werden …?

[Nun soll das bitte keine Lobhudelei für Hamburg sein, ist doch der „Frohen und Hanselstadt“ PR-Preisempfang Lob genug. Gleich mit Ende des Jahres 2011, Hamburg = „Umwelthauptstadt Europas“ wurden die bezirklichen Umweltberatungsstellen abgeschafft. Dem Pfeffersack-Image der Stadt genügend, hielt man das Nichteintreiben von CumEx-ZehnerMillionenEuronen für weniger wichtig, wie die Öffentlichkeit inzwischen erfährt.]

Aber weiter an der Panke und hin zu kleinen Nebenbächen.

Derweil blüht es munter, hier Weiden – einzelne Hummeln, sogar Bienen waren trotz schneidenden, kalten Winds am Werk.

Wir sahen uns die Panke gemeinsam an – vorbei an beeindruckenden Baum-Individuen im Bürgerpark.

Wasser wirkt anziehend. Unsere Gewässerlebensräume haben einen besseren Umgang mit ihnen verdient.

Richtiger gesagt und in Zeiten des Klimawandels zunehmend verstanden: Wenn der Mensch sein Verhalten zu Gewässerlebensräumen nicht grundlegend verändert, sägt er einen weiteren Ast seiner eigenen Lebensgrundlagen.

Bausünde der Vergangenheit – frei erodiertes Vlies. Damaliger Planer und Ausführende sind längst über alle Berge.

Angst-Einbau Vlies plus massenhaft Bruchstein, „Wasserbausteine“.

Da kommt zum Stichwort Angst-Einbau noch das allgegenwärtige Längsstacken dazu.

Bei der Betrachtung …

… der Panke im Park, und anderswo, kommen Leserinnen und Lesern dieses Blogs, vertraut mit instream-Restaurieren, so mancherlei Ideen zur Verbesserung.

Das in den offiziellen Planungen vorgesehene Mäanderbaggern im Park, dadurch wegen neuer Tieflage in breiterer Fläche gesteigertes ENTwässern, Fällen alten Baumbestands und vieles mehr kommt einem eher nicht in den Sinn.

Wir dürfen gespannt sein, wann, wie und was überhaupt nach Ausgabe all des Geldes an Veränderung, hoffentlich Verbesserung, dem Bach zugute kommt.

Zwei kleine Nebenbäche standen noch auf dem Programm.

Der Zingergraben, streckenhaft verschandelt durch Plattierung ringsum, zeigt anhand der Vielzahl seiner kleinen Abstürze das Potential, das Moränenlandschaft bietet.

Da lohnt es sicher, an anderer Stelle gelegentlich genauer hinzugucken.

Der Kreuzgraben, hier kurz vor seiner Mündung in die Panke, zeigt ebenfalls geübte Bausünden mit zugehörigen, geradezu zwingenden Folgen.

Darauf gehe ich ebenfalls nicht weiter ein. Der erste Eindruck möge genügen.

Kreuzgraben, Blick bachauf – zwei alte Erlen geben einen Eindruck, in welcher Höhe sich bachbegleitende Bäume hier einst ansiedelten. Das könnte Maßstab für Handeln sein (bitte nicht noch diese „Zeuginnen der Vergangenheit“ absägen).

Die Mündung Kreuzgraben – Panke, Angst-gestackt.

Blick Panke-aufwärts, noch ein Thema (neben dem Angst-Stack fallen auch hier Angst-Vlies und Angst-Bruchsteine auf! Meine Güte!).

Landwanderer finden an dieser Brücke keinen Durchgang.

Zurück zum Auto, wieder vorbei an beeindruckenden Altbäumen diverser Art, Teils sommerlicher Wohnort seltener Fledermausarten.

UND DANN, bitte auf die – vergängliche – Turbulenz achten: Der Einkaufswagen, bei einem menschenreichen Saufgelage in die Panke gelangt, gibt das Beispiel für Lebensraumverbesserung, Belebung des Fliessbilds.

Spaß beiseite. Den Verursachern gelang es nicht, den Wagen zu entfernen. Inzwischen ist er sicherlich raus – die Panke fliesst ungestört, mit wieder Fliessgewässer-untypischem Spiegeln, durch Zeit und Raum.

Möge sich das ändern. Gespannt sehen wir unserem nächsten Gewässerbesuch in Berlin entgegen.

Und Abgang – es steht noch mehr auf dem Plan dieses Berlinbesuchs.

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