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Archive for the ‘Klima’ Category

Linear extrem angefressene Ufer angesichts fehlenden Wurzelschutzes liessen uns an eine seit Langem angedachte Strecke ziehen. Dort findet sich auch noch eine bisher unbekieste, lange, steile Raue Rampe (s. vorher / nachher im vorigen Beitrag) und das Erfordernis Laichbetten in der Wüstenei anzulegen.

Ich treffe etwas später ein.

Die anderen Beteiligten sind seit wohl einer halben Stunde bereits aktiv.

Gerade wird unmittelbar mit dem Kipper ins Ufer geschüttet.

Da kommt auch schon der nächste Transport, während ich noch anwandere.

Wo Bäume fehlen, an dieser Strecke oft diesseits, steht ein steiles Ufer am übertiefen Bach.

Dies trägt bei höheren Abflüssen fortwährend zu überhöhter Erosion bei, deren Feinprodukte die Strecke bachab belasten.

Da lässt sich gegensteuern.

Direktes Schütten.

Oha, alles drin …

Wenn Wiesenoberfläche etwas abbekommen hat, wird das gen Wasser- / über die Uferkante geschoben.

Aus dem geschütteten Überschuss entnimmt der Bagger Material …

… und platziert es am Ufer gegenüber.

Das ist je nach Menge und lokaler Situation mal mehr oder mal weniger. – Hier konnte wegen großer Überbreite kein Uferschluss erreicht werden. Da wird später unten per Hand nachgearbeitet.

Grundsätzlich werden erste Schaufeln direkt vom Bagger entnommen und …

… teils einzeln, teils mehrfach punktuell diesseits abgelegt.

Am gegenüberliegenden Ufer ist eine ältere per Muskelarbeit hergestellte Lenkbuhne erkennbar. Sie zeigt deutlich die Niedrigwassersituation: Verfärbung des Kieses im, nun frei liegenden, Niedrig- bis Mittelwasserbereich.

Selbstverständlich müssen wir beachten, ob Einleitungen vorhanden sind. Diese, hier bachauf einer Überfahrt, sind freizuhalten.

Dafür legen wir bachab, nicht zuletzt aus Erosionsschutzgründen an den Wangen, eine Rausche an.

Wir sind weiter bachauf gezogen, schütten alle noch vorhandenen Kiesmengen im oberen und mittleren Bereich der steilen, langen Rauen Rampe sowie unmittelbar bachab als ausgleichenden Abschluss.

Dies war „die letzte Lieferung“ – 75 t Kies haben wir eingebracht.

Der erste Treckerfahrer ist bereits „durch“, nun ist die Arbeit hier auch für den zweiten abgeschlossen.

Der Bagger bearbeitet die Schuttungen wie zuvor anderswo beschrieben – hier, unter alten Buchen, wie unter einem Kuppeldach.

Aufnehmen …

… und drüben platzieren.

Wir legen auch die Mitte mit Kies zu, stauen angesichts der Steilheit der Rauen Rampe keine Nutzflächenbereiche ein.

Auch bachab der Rauen Rampe ist der Uferschutz hergestellt. Der Bagger fährt ab.

Blick aus der Kühle des Kuppeldachs in sengende Freifläche.

Feierabend, am späten Freitag Vormittag. – Was für ein schicker Unruhestand!

Ich gehe die Strecke noch ab, finde alles gelungen.

Einzelne Schmetterlinge finden Blüten – hier ein Ochsenauge auf Distel.

Ganz am Ende der Strecke höre ich ein Platschen, gucke genauer hin – wenn das man nicht eine gern und oft genutzte Otterrutsche ist …

Ordnung muss sein. – Alle Tore werden geschlossen.

Das feuerrote E-Mobil erwartet mich im Schatten – nicht überheizt.

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Und noch einmal ging es los, 3 Sättel Kies à 25 t sollten lebensraumförderlich in die Mühlenau, PI, eingebracht werden.

Steile Raue Rampe, oberes Drittel – noch unbehandelt.

Wir geben im Überschuss Kies der von Kieslaichern meistgenutzten Kornfraktion 16-32 mm darüber, am Ende des oberen Drittels und bachab „als Auffang“ hinzu.

So sieht das nach Bekiesen aus – diesseits per Mulde geschüttet, mit dem Bagger teils gegenüber, teils mittig platziert.

Selbst dieser geringe Abfluss zeigt seine Spieleigenschaften, räumt den mittig gelegten Kies sukzessive ab – zeigt uns über die Zeit, wo der Bach den Kies gern hätte. Höhere Abflüsse werden auch die seitlichen Depots verschwinden lassen.

Ein kleiner Eindruck über Größe und Zeit – nach getaner Arbeit fährt ein Trecker mit seiner Kippmulde ab, Feierabend. (Der zweite Trecker mit Mulde ist bereits abgefahren. Der Bagger platziert letzten, geschütteten Teilkies um.)

Wie klein doch unser Großgerät angesichts der beeindruckenden Baumkulisse ist. Welches Geschehen diese mehr als 100 Jahre alten Buchen und Eichen wohl schon erlebt haben ? ! Alte Erlen, Eschen und Weiden sowie jüngerer Wuchs charakterisieren ebenfalls diesen Baumsaum an der Mühlenau, mit Büschen und Stauden eine beeindruckende Artenvielfalt.

Mehr über den gesamten Arbeitseinsatz gibt es in den nächsten Tagen zu sehen.

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Dass Teilstrecken von Gewässern trocken fallen, ist nicht ungewöhnlich, liegt teils an lokalen Besonderheiten (sog. „Bachschwinde“) oder ist ein statistisches Geschehen, das überrascht.

Der Mensch trägt durch Überstrapazieren der oberflächennahen Grundwasserleiter für Beregnungswasser-, Trinkwasser- und sonstige Wassernutzung weiter dazu bei, die Situation zu verschärfen. Verständlicherweise verschliesst sich die Lobby Restriktionen – Gutachten zuhauf füllen die Behördenregale.

Wenn jüngst ein Bundesland von / für Verwaltung und Politik an die Allgemeinheit veröffentlicht, dass „1.000 von 5.000 km Fliessgewässer renaturiert“ seien und sich die Erfüllung der EG-Wasserrahmenrichtlinie verzögere … (!22 Jahre nach Inkrafttreten!) …

Dann ist das nicht nur ein Armutszeugnis, sondern auch zahlenmäßig falsch, hindefiniert. Das Wasserecht, nicht zuletzt auf Drängen Deutschlands, enthält die Forderung, ALLE Gewässer in einen guten Zustand zu bringen. ALLE, das heisst, auch das Streckennetz der Bäche und kleinen Flüsse. Bezogen auf o.g. Zahlen handelt es sich aber um das 10fache, also 50.000 km.

Ein Hintergrund: Gewässerausbau und harte -unterhaltung haben über Jahrzehnte aus Bächen und Flüssen Wüsteneien entstehen lassen, die wieder in ortstypische Lebensräume verwandelt werden müssen.

Der Klimawandel seinerseits bewirkt neben verschärftem Temperaturstress für insbesondere an Sommerkühle angepasste Lebensgemeinschaften, z.B. in quellgespeisten Gewässern, weitere Erschwernis bis hin zur Gefahr des Auslöschens.

Für all diese Störfaktoren gilt es, die Ursachen abzustellen bzw. zu entschärfen. Das gegenwärtig gern genutzte Adjektiv „technologieoffen“ dient allerdings, wie tagtäglich festzustellen, lediglich zur Verschleierung eigenen Nichtstuns (s. oben, „Lobby“, „Gutachten“).

Fachlich und rechtlich gebotenes Handeln zur Verbesserung unserer Gewässer, z.B. Strukturverbesserung, hilft nicht zuletzt auch beim Spezialfall „trocken fallende Gewässer“. Die Auswirkungen im Hinblick auf betroffene Strecke und Zeitdauer können beeinflusst, durch Sohlanhebung frühere Mäander reaktiviert werden – Beispiel hier im Blog.

Und so waren wir wieder einmal verabredet, einer lokalen Strecke Charakteristiken ihrer früheren Struktur („… dem Moränenbach seine geklaute Steinfraktion …“) zurückzugeben.

Queren der Oberalsterniederung – der Quell-nahe Bach baumlos, übersonnt, überheizt, von Sumpfpflanzen durchwuchert.

In benachbarten Höhen angekommen, Quellbereich und Oberlauf etlicher Nebenbäche – das Auto schattig geparkt.

Ich bin nicht allein. Auch der bestellte Kies ist noch vorhanden.

Den räumen wir mit hervorragend geeignetem Gerät, Telelader, und wissendem Fahrer ab.

Fast fühlt sich der Aktive vorn rechts verfolgt …

Bereits angelegte, erste Rauschen, trocken – die Kolke weitgehend noch gefüllt, falls Baum-beschattet, kühl gehalten.

Irgendwer hat Einbauten aus Großstein und Holz vorgenommen – unglücklicherweise ohne Uferschutz und teils „falschrum“, Hochwässer in Ufer genutzter Flächen lenkend.

Wir ergänzen – unser Vorhaben ändernd, erweiternd – die potentiellen Schadstellen um Schutzmaßnahmen.

Das geht so eine ganze Strecke …

Das kriegen wir schon hin.

Gute Depots bieten kommenden Hochwässern allerhand „Spielkies“. Der Bach wird sich sein Bett selbst basteln.

Nebendran legt Dost los – Suchbild.

Da sitzt, Flügel zusammen haltend, vermutlich ein Pfauenauge.

So genau erinnere ich diesen nicht – neben Pfauenauge waren auch Kleiner Fuchs und Admiral in Einzelexemplaren dabei, den Dost zu testen.

Nebendran sitzen und flattern Ochsenauge und – im Foto schwer auszumachen – (mindestens 3) Weisslinge.

Wir kommen in die beschattete Strecke – kaputtunterhaltenes Kastenprofil. Wurzelverstecke werden kontrolliert, bevor Kies geschüttet wird.

Diesseits liegt der Kies im Schüttwinkel, der Telelader beschickt die andere Uferseite.

Hust, Hust! – Bitte beachten: Beim Schütten Wegdrehen, möglichst nur ausatmen … 🙂

Das ist schonmal eine gute Grundlage für Rausche-Kolk-Abfolgen.

Dicht vor meiner Hand, an seitwärts gehaltenen Erlenästen, sitzt ein Erlenblattkäfer. Seine Larven beissen anderswo munter in leckere Blätter rein.

Nochmal: Aus Kastenprofil mach …

Trapezprofil. – Das entspricht nahezu überall, an allen unseren Bach- und Flusstrecken dem planfestgestellten und / oder wasserrechtlich einst genehmigten Zustand.

So entsteht die Grundlage der Rausche-Kolk-Abfolge, …

… in die wir immer mal eine erhöhte Sohle mittig anordnen.

Den Rest wird der Bach gestalten – wo nötig, werden wir nachbessern.

Der Telelader, roter Punkt im rechten Drittel, holt Kiesreste vom Schüttplatz.

Blick bachab Richtung baumfreie Strecke.

Dort, unbeschattet, wachsen Sumpfpflanzen den Abflussquerschnitt zu.

Blick bachauf (wer sieht`s?) – auf den Rest gibt es noch etwas zu beachten …

Zwei – tief liegende – Dräns, der Anlieger wies eindringlich darauf hin.

Spätestens heutzutage – Klimawandel, Wasserrückhalt im Sinn – sind die im ansonsten guten Wasserrecht enthaltenen Widersinnigkeiten wie freies Dränrecht u.v.m. endlich zu streichen.

Bis dahin beachten und schützen wir also auch Dränausläufe.

Fertig! Kies geschüttet, abgesessen – der Künstler am dynamischen Gerät begutachtet das heutige Werk.

Wir gehen zurück. Auf dem bachbegleitenden Acker wird demnächst eine bunte Blumenwiese allerhand bieten.

Und, in leichter Abwandlung eines bekannten Filmsatzes „We`ll be back!“- hier und anderswo.

P.S., 20. Juli: Gerade mailt mir ein lokal Aktiver, dass ein Regenguss immerhin so viel brachte, dass vom Forst Endern aus das plötzlich wasserführende Bachbett alle Kolke füllte, über die Rauschen geringer Abfluss anhielt. Ein kleiner Film zeigt das beeindruckend. Wir hoffen gleichwohl weiter auch für die Bredenbek auf mehr Regen (Pardon!, liebe Sommerurlauber!).

Alle Kolke füllen sich.

Der Schauer wirkt sich bis über die bekieste Strecke hinaus aus.

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Für uns im Norden ist die Hitze erstmal durch. Jeden Tag, gern in der Nacht, fällt ein wenig Regen – mit der Betonung auf „ein wenig“. Hier im Umfeld Wedel, „Stadt mit frischem Wind“, Schleswig-Holstein (SH), gibt ein Tümpel auf einer Pferdewiese uns Vorbeiradelnden Auskunft, wie sich die jeweilige Regensituation auswirkt (mal abgesehen davon, dass das Grün inzwischen angesichts regelhafter Feuchte schiesst).

Vor 2 Wochen sah das noch so aus.

Und nun: Donnerwetter, das ist neu, mehr als erwartet. Nicht nur die Sohle des Pferdetümpels ist benetzt, es zeigt sich eine größere Wasserfläche.

Ganz anders die Fliessgewässer …

Der Regen wirkt sich nicht bis in sie als Abfluss aus. Bäche und kleine Flüsse, bis hin zur Elbe, verharren auf Niedrigwasser.

Gestern hatte ich nahe der Alsterquelle zu tun, deren kurz bevorstehendes Versiegen die Presse mitgeteilt hat – Blick über einen Teil der Oberalsterniederung.

In einem regelhaft sommertrockenen Nebenbach hatten wir mit Kies begonnen, Rausche-Kolk-Abfolgen herzustellen. – Der Bach, nicht unüblich, liegt nun über lange Strecke trocken.

Wer sucht, der findet – noch nicht von Interessenten wie Reiher, Otter, Rabe eingesammelt. Dies ist eine wohlgenährte Forelle, die Anfang diesen Jahres aus dem Ei geschlüpft ist.

Die neuen Kiesbänke waren – wie wir das von anderswo kennen – gleich von Laichfischen aufgesucht worden.

Ist also die ganze Mühe umsonst?

Na, so ganz neu sind trocken fallende Gewässer ja nicht. Vor 20 Jahren erlebten wir das in der Wandse, einem gefällereichen Nebenbach von Hamburgs Alster (Projekt „Forelle 2010“, auch „in English„).

Unsere damalige Einschätzung gilt heute noch.

Also: Nicht bange machen lassen!

Wir müssen – und können (Link-Beispiel zu unserem anscheinenden Versagen in großer Bandbreite) – etwas tun.

Demnächst mehr aus „unserem“ schleswig-holsteinischen Bach, beispielhafte Verbesserungsmöglichkeiten in kritischer Situation.

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Das sollte also der  – bisher – heisseste Tag des Jahres werden.

Früh am Morgen. Indirekt bildet sich da etwas auf unserer Nordwestgardine ab.

Ah, etliches nach Sonnenaufgang guckt sie zwischen Nachbarhäusern durchs Grün.

Früh schwinge ich mich auf`s Rad, meide bei o.g. Ansage den sonnigen Hinterdeich und die Marsch, wähle eine Geest-Tour.

Entlang Butter- und Butterbargsmoor, im Halbschatten dem Forst Klövensteen entgegen.

Sonne satt! – Auf einer Hochfläche des Geländes steht Mais, Zeichen unserer Zeit, zwischen Wald, Knicks und Weiden.

Gerade wurde auf dem benachbarten Hof der seit Jahren geltende Eigentümerwechsel durch den – Wahnwitz! – mutwillig verzögerten Besitzerwechsel vollzogen. Es besteht Hoffnung, dass die Bodennutzung künftig anders gestaltet wird.

Ecke Sandmoor- / Babenwischenweg, Zufahrt zum Maisacker. Abfälle im Gelände, nicht das einzige Beispiel. – Wer fährt nun an solchen Ort seinen Kram und schmeisst ihn da hin?

Gen Süden – der Waldumbau geht flott voran. Große Mengen gefällten und passend gesägten Nadelholzes diverser Art liegen zum Abholen bereit.

Rückweg, gen Westen – Landesgrenze Hamburg / Schleswig-Holstein.

Im Licht-Schattenspiel kaum zu erkennen: Kurioserweise steht hier „im Grünen“ ein Ortsschild Wedel. So ein Ortsschild hat ja eine Bedeutung. – Noch kurioserer Weise (kann man das steigern?) steht daneben ein Tempo 50-Schild. Doppelt gemoppelt – die motorisierten Straßennutzer meinen, die Dopplung hebt sich auf, und rasen wie die Bekloppten auf dieser Ost-West-Achse.

Damit nun jeder erkennt, dass hier die Stadt Wedel liegt, steht dann noch ein Ortseingangsschild querab erster Bebauung nebendran.

Kleiner Hinweis: Trotz all dem Gemoser nebenbei, ich radele entspannt stets im Halbschatten. So lässt sich der heisseste Tag des Jahres ertragen bis geniessen.

Letzte Etappe Halbschatten mittendrin.

Zurück – Blick aus dem Schatten des Fahrradhäuschens: Die unsere Mauerseglerkästen nutzenden Spatzen backen ihre Parasiten in praller Sonne aus. Sandbaden ist, unten, auch möglich.

Da sind sie, die Namengeber für die Nistkästen: Mauersegler, leider unscharf, sausen inzwischen bis knapp über Firsthöhe um unser Gebäude.

Dieses Jahr haben sie sich in unserer Ecke Wedels bisher fast garnicht, und wenn, nicht zahlreich sehen lassen. – Ob sie wohl in der nächsten Brutsaison die fast noch neuen Kästen nutzen werden?

Mit abgeschatteter Wohnung, einer unserer Beiträge zur Anpassung an den Klimawandel, hat sich der heisseste Tag gut ertragen lassen.

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Unsere dritte und letzte Stelle. Die Gerste ist geerntet, das Gelände gut befahrbar – freie Fahrt zum Bach.

Alle bereit …

Hinter steiler Kante verbirgt sich das überbreite, übertiefe Profil der Mühlenau.

Immerhin wird der Bachlauf hier von begleitender Baumkulisse beschattet – enorme Hilfe angesichts ansonsten vorherrschenden Fehlens der natürlichen / naturnahen Situation und der Verschärfung durch den Klimawandel.

Die Sohle ist strukturlos, bewegter Sand charakterisiert die Wüstenei.

Angesichts dieser extremen Verhältnisse schütten wir per Dumper direkt am diesseitigen Ufer in den Bach.

Langsam anschütten, ist das Gerät richtig positioniert?

Und ab geht`s.

Da liegt eine ganze Menge Kies, fast verschwindend angesichts der nicht vorhandenen Struktur zwischen Niedrig- über Mittel- zum Hochwasserprofil. Diese Übertiefe und Überbreite ist schon etwas „Besonderes“.

Der Bagger versucht, per Wurf das andere Ufer zu erreichen.

Das klappt man so gerade, reicht aber, Uferschutz auch am anderen Ufer anzulegen und eine Sohlgleite, Rausche, zu formen.

Handlungsbedarf am letzten Punkt für heute – das sieht ja noch verheerender aus, als an der ersten Stelle.

Übertiefe und Überbreite sind immer rela-tief, hier besonders.

Alles Material wird wieder direkt geschüttet.

Letztes Material, letzte Schüttung.

Abfahrt – beide Dumper haben ihren Auftrag gut erledigt.

Alles drin! ? – Das ist mengenmäßig nicht zu schätzen, verschwindet angesichts lokaler Besonderheit. Es dürfte sich um ca. 14 t Kies handeln.

Der Bagger in Aktion, „schmeissend“ – Kunst am Bach, „springender Kies“.

Hilft nix – zu breit! Es entsteht so etwas wie eine langgezogene Insel.

Da hilft  erstmal nur eins.

Ich zeige dem Kies, was eine Harke ist.

Hilfsweise schiebe ich am oberen und unteren „Insel“ende reichlich Kies ins Ufer, so dass keine Umströmung stattfindet. Die Fläche zum Kiesdepot ergänze ich mit Material von dort. Auch hier liegt nun eine Rausche.

Im Gehen gucke ich noch das vorige Werk ein Stück bachab an, rauscht prima.

Ja, das liegt alles gut, kann so bleiben. Gelegentliche Kontrolle wird ggf. erforderliche Anpassungen zeigen.

Das war`s für diesmal – besten Dank an alle Beteiligten! – Angesichts des Handlungsbedarfs ringsum sind weitere 3 Sättel Kies bereits bestellt.

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Die Strecke im vorigen Beitrag, Spielkies für Niedrigwasserprofil sowie für Raue Rampen in Mühlenau und Nebenbach Bek, haben wir verlassen, das Weitere des Tages besprochen.

Wir starten vom Hof – hier einer der beiden Trecker mit vollbeladenem Dumper.

Angekommen – ich bin Erster! – Schicker Platz im Grünen.

Keine Ruhe vergönnt! – Wenig später …

… alle da!

Ortsansässige bleiben liegen, kümmern sich nicht um die Neuankömmlinge auf der Wiese. – Das Gatter haben wir selbstverständlich hinter uns zugemacht.

Wir stehen unter Luftüberwachung.

Gekonntes Platzieren des Kies – hier steht ein Pegel. Der Bachquerschnitt ist durch Ufererosion überbreit geworden, gefährdet den Zaun der Nutzfläche und verändert die Pegeldaten.

Nebenprodukt der Kieszugabe ist der Schutz von Uferbäumen. Eine dritte Baggerschaufel wird noch bachauf gelegt.

Platzwechsel, neue Aufgabe etwas bachauf.

Diese alte Raue Rampe hatten wir vor ca. 5 Jahren mit Kiesflanken (zum Spielen für den Bach) und 3 Rauschen versehen.

Die Flanken der Rausche wollen wir beidseitig mit neuem Kies beschicken.

Eine Teilmenge des Dumpers wurde vom Bagger diesseits und jenseits an den Flanken platziert. Den Rest schüttet der Dumper diesseits, von wo …

… der Bagger weiter beide Uferseiten beschickt.

Die beiden gezeigten Punkte „haben wir mal so mitgenommen“. Der Hauptgrund:

Älteres Foto, vom anderen Ufer bachauf aufgenommen – die nun anstehende Rausche hat sich durch Meerforellenaktivitäten beim Laichen plus Hochwasserentwicklung stark verändert. Sie verlor – rechts zu sehen – die Schutzwange des linken Ufers, trifft nun direkt auf ungeschützten Boden.

Damit ist das angrenzende Nutzland unmittelbar gefährdet. Die Gewässerunterhaltung muss „reparieren“.

Da passt was rein – erstmal einen ganzen Dumper schütten …

Batschschsch …

Ein weiterer Dumper wird geschüttet, der Bagger hat das Material aus Bachmitte Richtung diesseitiges Ufer entnommen, Uferschutz stehen lassen und die diesseitige Kieswange der Rausche wieder hergestellt.

Das Positionieren erfolgte so, dass die Kolk-Rausche-Abfolge wieder mittig liegt, die Ufer geschützt sind. [Die Trübung trügt, ist schnell vorbei. Wir verarbeiten immer gewaschenen Kies.]

Die Besiedler des Kieses sowie die Laichfische können kommen …

Da wir schonmal hier sind, legen wir noch bachauf zwei neue Rauschen an.

Geübtes Vorgehen: Halbe Schaufel diesseits platzieren, zweite Hälfte „rüber schmeissen“.

Zwei diesseits, 2 drüben …

Mit je 3en ist`s hier genug, 2 weitere Schaufeln werden in der Fläche dazwischen verteilt.

In gleicher Weise wird eine weitere Rausche bachauf angelegt.

Der neue Lebensraum wird auch von Libellen geschätzt, hier ein Männchen der Prachtlibelle Calopteryx splendens.

Genug für hier.

Abfahrt.

Eine dritte, letzte Stelle wartet.

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Spuren des Nachtregens – ich bin verabredet. 25 t Kies warte(te)n.

Lokale Akteure sind bereits am Werk – mit Radlader werden Dumper befüllt und zum Bach gefahren.

Ich habe das feuerrote E-Spielmobil abgestellt, gehe zu Fuß. – Spuren auf der gemähten Wiese – it`s a long way …

Angekommen. – Im Beitrag vom 6. Juli noch als Brückenerosion dargestellt, jetzt entschärft.

Schicke Turbulenz! – Ich muss weit(er) bachab.

Der Lebensraum des Moränenbachs wird neu im Niedrig- und Mittelwasserprofil hergestellt, Wasser wird gehalten, bewegter weitergeleitet.

Gefährdete Steilhänge werden punktuell gestützt.

Die Raue Rampe ist auch schon mit etwas Spielkies ausgestattet.

Und da ist er ja – ganz am Ende der Wiese. Ein wahrer Meister, ja, Künstler am Gerät, wie der vorige Beitrag bereits belegt.

Hier mündet die Bek in die Mühlenau. – Diese Rampe hat auch bereits ihren Spielkies, bekommt noch beidseitig Depots als Arbeitsmaterial für Hochwasser-Turbulenzen.

Da ist wieder einer der Dumper angekommen.

Das ist sauberes Arbeiten – Aufnehmen von fester Hofplatte, Rausnehmen aus dem Dumper per Bagger.

Ablegen von Kies am diesseitigen Ufer.

Rüberwerfen ans andere Ufer.

Die Kunstform dazu, „frei stehende Kieswand“ findet sich bereits im vorigen Beitrag.

So kann das dann aussehen – hier, am unteren Ende der Rauen Rampe in der Mühlenau.

Restmengen werden direkt geschüttet, …

… mit dem Bagger oben glatt geschoben und – gegebenenfalls – am anderen Ufer verteilt.

Auch diese Raue Rampe hat nun genügend Spielkies für kommende Hochwässer abbekommen.

Fertig hier, für heute – Abfahrt.

Kleine Versammlung, Gespräch über die beiden weiteren, für heute vorgesehenen Restaurierungszielstrecken.

Es muss ja weiter gehen …

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Erwähnt im Beitrag vom 8. Juli hatte ich, dass für drei Gewässereinzugsgebiete allerhand Kies bereit ist.

Heute nun wollten 125 t in Richtung Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, bewegt werden.

Dazu hier vorab Farben, Kunst am Wasser …

Großgerät auf frisch abgeerntetem Gerstefeld wirft seine Farben voraus.

Ich verblüffe viele mit Erzählungen vom „Kies in den Bach schmeissen“. Hier mal ganz etwas anderes – eine frei stehende Kieswand.

Und hier: Springende Kiesel. – Bitte genau hinsehen, die Kiesel sind scharf.

Wer nun dafür verantwortlich ist, die Kiesel oder ich – ich weiss es auch nicht.

Montag folgt hoffentlich der 25 t-Haufen aus dem vorn zitierten Beitrag, Alster-Einzugsgebiet.

Die ebenfalls genannten 18 t liegen im Wildpark Eekholt bereit, Osterau, Bramau- / Stör-Einzugsgebiet. Ein Teil wurde jüngst in einem kleinen Juli-Wassercamp vorprofiliert, mehr wird ein Wassercamp im September leisten.

Über all das wird demnächst im Einzelnen berichtet.

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Nachtgewitter? – War da was? – Ich seh` nix.

Ok, da bumste und pladderte was … – Draussen ist es nass.

Aber kein Pegel weist einen Fitzel Bewegung, weg vom Niedrigwasserabfluss, auf.

Immerhin, die Vegetation freut sich ein Bisschen.

(Ob da noch was kommt? – Nicht mehr! – Die angekündigte morgendliche Gewitterzelle ist durch, kaum 2 mm landeten bei uns.)

Wir erinnern uns an die Vorwoche, stürmische Zeiten, Orkanböen.

Der damit verbundene (hier geringe) Regen brachte die Pegel immerhin von Niedrig- auf Mittelwasserabfluss. – Erwähnenswert? – Das war, mit einem kleinen Knubbel vornweg ein Anstieg, der sich sofort verlief, nach 2 Tagen vergessen war.

Der Pferdetümpel, lange trocken.

Hinterm Elbdeich Hetlingen – Vorzeichen der stürmischen Tage? Gänseansammlungen, ein Reiher.

Der Reiher ist nicht allein, zwei liegen herum. Sowas habe ich noch nicht gesehen(???). Kommen die schlapp aus Sturmgebraus?

Abends dann – ähnlich schonmal gezeigt -, Vorbote der Sturmtage.

Die Vogelzeichen setzen sich fort – Gänsefamilie am Sperrwerk Wedeler Au.

Blick nach Süden – da zieht es auf. Sieht eigentlich ganz nett aus. Das abfliessende Wasser der Binnenelbe, vom Südwind aufgeraut.

… auch binnendeichs.

Von Süden rast es im Westen nordwärts.

Marsch vor Wedels Geestkante – auch hier haben sich sehr viel mehr Gänse gesammelt als sich normalerweise aufhalten.

Östlich – auch hier rast es von Süden hoch.

Die Flaggen des Theaterschiffs Batavia stehen stramm im stürmischen Wind.

Gut nach Hause gekommen. Wie oben erwähnt, brachte die Wetterfront immerhin etwas Wasser in die Bäche und kleinen Flüsse.

Der über Tage anhaltend, dauerhaft starke Südwind drückte das Elbwasser gegen die schleswig-holsteinischen Bachmündungen. Vom vorherigen starken Nordwest noch beeinflusste Elbe führte dazu, dass die Mündungssperrwerke während hoch reingedrückter Flut zeitweise geschlossen waren – ein Erlebnis, angesichts Wasserarmut weit rückgestaute Situationen zu erleben.

Der Nord- sowie der Südsturm ist vorbei.

„Oben“ sieht es ohnehin fortwährend anders aus: Vorgestern informierten die Medien, dass die Alsterquelle nahezu trocken gefallen ist. – Den Nebenbächen geht es nicht besser.

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