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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Der Sonnenaufgang des Folgetages liess sich nicht lumpen.

Hatten wir den – sichtbar – überhaupt erwarten dürfen?

Die zunehmende Wolkendecke kann dem Horizont noch nichts anhaben.

Jetzt ist es wohl soweit.

Gute Stimmung – immerhin soll es nach Ansage trocken bleiben.

Der Morgen schreitet voran – illuster in Grau, mit Nebelkrähe vor Kran.

Bunte Danziger Straße von oben – jede Himmelsrichtung hat ihre eingene Erscheinung an diesem Morgen.

Nach Süden, wetterwendisch – wir fahren ins Brandenburgische.

Dort pfeift ein eisiger Wind – Birke mit Misteln wird ordentlich geschüttelt.

Großflächig Agrar – Winderosion vorprogrammiert.

Schön sieht das aus – es gilt aber Mund, Nase und Augen vor Mutter Boden zu schützen, fliegt als Luft-Plankton erheblich umher.

Blick in die Landschaft, geschützt durch Büsche.

Und da sind sie ja, Findlinge.

Die „Märkische Eiszeitstraße“ berichtet umfangreich über die Herkunft der Steine und das Geschehen nach den Eiszeiten. Dazu gehört auch neben so Großem wie Findlingen die Existenz teils kiesreicher Sander. Wie hier sind alle Steinfraktionen intensiv baulich genutzt worden – in allen Bundesländern des Norddeutschen Tieflands und anderswo. Den Fliessgewässern ist natürliches Freispülen und Bewegen von Steinfraktionen durch Ausbau und harte Unterhaltung weitgehend ausgetrieben worden – wie überall ringsum. Kein Wunder, dass sich viele Mitmenschen „den Kiesbach“ kaum mehr vorstellen können.

Unser Ziel war ein Reiterhof. – Schwein muss der Mensch haben!

 

Voltigiergruppen übten, Sportkunst auf bewegtem Pferd – beeindruckend!

Kreuz und Windrad – wechselnde Bedeutung über die Zeiten.

Zurück ging`s unter anderem vorbei an – durch das Findlinge finden noch stärker ins Auge fallenden – Feldsteinkirchen. Allüberall Zeugen der steinigen Eiszeittransporte.

Wieder in Berlin begegnen wir Störtebeker – in einem ausgezeichneten Thai-Restaurant.

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Ein Bisschen Bäche-Gucken  ist immer gut, Spazieren gehen im Park / in Parks ebenso. Wir waren verabredet.

Erstmal hinkommen – quer durch das Kulturbrauereigelände.

… hin zum Elektrischen des Tages.

Die Panke am Kinderbauernhof Pinke-Panke ist unser Ziel.

Oha, tief ins Gelände eingeschnittener Kanal …

Geworben wird auch für anstehende Thematik.

[Das hochformatige Foto des Aufstellers zieht leider Text, der weiter unten eingebaut sein sollte hoch – ich bitte um Nachsicht.]

Das sieht aber auch furchtbar aus!

Was sich von aussen als Durchgängigkeit für Landwanderer darzustellen schien, wird unter der Brücke durch massive, hoch liegende Regenwassereinleitungen ad absurdum geführt.

Aaaaaber ! ! – Unterschätzen wir die Panke nicht!

Die Panke fliesst mit gutem Gefälle durch Berlin. Als ordentlicher Bach auf Moräne bietet der geologische Grund jede Menge Steinmaterial (das hier ahnbare ist aber wohl eher vom Menschen gemacht – dazu später mehr). Der Wasserstern als Beispiel zeigt mit seinen kleinen gelbgrünen Winterpolstern allerdings das große Verbesserungspotential für einen solchen, lebendiger zu gestaltenden Bach.

Die Stadt Berlin hat dafür planerisch eine Menge Geld ausgegeben, eine Masse Zeit ist seitdem verstrichen. – Leider hält die Stadt an zentralistischem Planen und Handeln fest, so dass Jahrzehnte, für die Gewässerlebensgemeinschaften ungenutzt, ins Land gingen – Bevölkerungsbeteiligung, wie z.B. Bachpatenschaften in Hamburg, war (ist und bleibt?) nicht gewollt, nicht gefragt.

Ob solche Chancen in Berlin noch erkannt werden … werden …?

[Nun soll das bitte keine Lobhudelei für Hamburg sein, ist doch der „Frohen und Hanselstadt“ PR-Preisempfang Lob genug. Gleich mit Ende des Jahres 2011, Hamburg = „Umwelthauptstadt Europas“ wurden die bezirklichen Umweltberatungsstellen abgeschafft. Dem Pfeffersack-Image der Stadt genügend, hielt man das Nichteintreiben von CumEx-ZehnerMillionenEuronen für weniger wichtig, wie die Öffentlichkeit inzwischen erfährt.]

Aber weiter an der Panke und hin zu kleinen Nebenbächen.

Derweil blüht es munter, hier Weiden – einzelne Hummeln, sogar Bienen waren trotz schneidenden, kalten Winds am Werk.

Wir sahen uns die Panke gemeinsam an – vorbei an beeindruckenden Baum-Individuen im Bürgerpark.

Wasser wirkt anziehend. Unsere Gewässerlebensräume haben einen besseren Umgang mit ihnen verdient.

Richtiger gesagt und in Zeiten des Klimawandels zunehmend verstanden: Wenn der Mensch sein Verhalten zu Gewässerlebensräumen nicht grundlegend verändert, sägt er einen weiteren Ast seiner eigenen Lebensgrundlagen.

Bausünde der Vergangenheit – frei erodiertes Vlies. Damaliger Planer und Ausführende sind längst über alle Berge.

Angst-Einbau Vlies plus massenhaft Bruchstein, „Wasserbausteine“.

Da kommt zum Stichwort Angst-Einbau noch das allgegenwärtige Längsstacken dazu.

Bei der Betrachtung …

… der Panke im Park, und anderswo, kommen Leserinnen und Lesern dieses Blogs, vertraut mit instream-Restaurieren, so mancherlei Ideen zur Verbesserung.

Das in den offiziellen Planungen vorgesehene Mäanderbaggern im Park, dadurch wegen neuer Tieflage in breiterer Fläche gesteigertes ENTwässern, Fällen alten Baumbestands und vieles mehr kommt einem eher nicht in den Sinn.

Wir dürfen gespannt sein, wann, wie und was überhaupt nach Ausgabe all des Geldes an Veränderung, hoffentlich Verbesserung, dem Bach zugute kommt.

Zwei kleine Nebenbäche standen noch auf dem Programm.

Der Zingergraben, streckenhaft verschandelt durch Plattierung ringsum, zeigt anhand der Vielzahl seiner kleinen Abstürze das Potential, das Moränenlandschaft bietet.

Da lohnt es sicher, an anderer Stelle gelegentlich genauer hinzugucken.

Der Kreuzgraben, hier kurz vor seiner Mündung in die Panke, zeigt ebenfalls geübte Bausünden mit zugehörigen, geradezu zwingenden Folgen.

Darauf gehe ich ebenfalls nicht weiter ein. Der erste Eindruck möge genügen.

Kreuzgraben, Blick bachauf – zwei alte Erlen geben einen Eindruck, in welcher Höhe sich bachbegleitende Bäume hier einst ansiedelten. Das könnte Maßstab für Handeln sein (bitte nicht noch diese „Zeuginnen der Vergangenheit“ absägen).

Die Mündung Kreuzgraben – Panke, Angst-gestackt.

Blick Panke-aufwärts, noch ein Thema (neben dem Angst-Stack fallen auch hier Angst-Vlies und Angst-Bruchsteine auf! Meine Güte!).

Landwanderer finden an dieser Brücke keinen Durchgang.

Zurück zum Auto, wieder vorbei an beeindruckenden Altbäumen diverser Art, Teils sommerlicher Wohnort seltener Fledermausarten.

UND DANN, bitte auf die – vergängliche – Turbulenz achten: Der Einkaufswagen, bei einem menschenreichen Saufgelage in die Panke gelangt, gibt das Beispiel für Lebensraumverbesserung, Belebung des Fliessbilds.

Spaß beiseite. Den Verursachern gelang es nicht, den Wagen zu entfernen. Inzwischen ist er sicherlich raus – die Panke fliesst ungestört, mit wieder Fliessgewässer-untypischem Spiegeln, durch Zeit und Raum.

Möge sich das ändern. Gespannt sehen wir unserem nächsten Gewässerbesuch in Berlin entgegen.

Und Abgang – es steht noch mehr auf dem Plan dieses Berlinbesuchs.

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Familienbesuch rief, ein kleiner Gewässerkennenlern-Termin ebenfalls.

Hier folgen erste Überblicksfotos, Einzelthemen werden in eigenen Beiträgen vorgestellt.

In der Nachbarschaft hatte sich Ende März die Blüte Japanischer Kirschen gut entwickelt. Hummeln, wenn auch wenige, brummten herum.

Donnerstag Morgen, am Abreisetag wehte Schneegriesel schräg …

Schneegrieseln setzte sich während des Frühstücks fort, Blick Nord.

Blick Ost – die lange frei gebliebenen Wege weissten.

Blick NordWest – Schneegrieseln bei scharfem Ostwind zeigt an Pfeiler und Rasen Anstrom vom Luv und Turbulenz mit relativer Schneefreiheit im Lee.

Als wir das Haus verliessen …, nun ja, ein Bisschen Schnee (dachten wir – so war das ja auch zu sehen).

Taxi, S-Bahn, ICE, Straßenbahn – dazu folgt ein eigener Beitrag.

Wir kamen aber tatsächlich am Donnerstag (noch) in Berlin an. – Kleinklima im Kleinbiotop: Löwenzahn blüht.

Wie üblich sehr gut untergebracht, über den Dächern von Berlin.

Gelbgrün – die Ahornblüte startet.

An der Panke und kleinen Nebengewässern wurde gefachsimpelt – schön, dass der kurze Termin möglich war.

Und was für ein Sonnenaufgang!

Familiär wurde das ländliche brandenburgische Umfeld besucht – stürmisch, schneidender Wind, eiskalt – per wind chill gut unter Null Grad.

Und schon war der Sonntag gekommen – Abreise, Berlins Straßen frühsonntäglich leer.

Blau – Weiss – bis Schwarz. Ja, wir sind pünktlich mit der Bahn in Wedel gelandet, wo uns spannendes Wechselwetter empfing.

Nun warten wir auf den Regen, der heute ff. erscheint und, laut Wetterbericht, den regenarmen März vergessen machen wird.

 

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Vom 2021 verabredeten Experiment an einem Moränenbach im oberen Alster-Einzugsgebiet hatte ich berichtet. Nun war es nach Ablaufen der bemerkenswerten Hochwässer aus Januar und Februar diesen Jahres an der Zeit, Zwischenergebnisse des Experiments anzusehen, ggf. weitere Aktivitäten zu verabreden.

Das hat geklappt – aufgrund von Begradigung des Bachs hoch und trocken liegende früher aktive Mäander sind wieder durchflossen (gewesen).

2 punktuelle Kiesschüttungen im vor Zeiten tief gebaggerten Kanal haben geholfen, die Mäander zu reaktivieren.

Wir hatten beide Schüttungen so profiliert, dass Hochwässer ggf. den Kies abräumen könnten. Das ist teilweise geschehen, prima.

Seitwärts vom Kanal sind große Mengen Wasser zurückgehalten. Temporäre, amphibische Lebensräume entwickeln sich neu.

Buchen reagieren auf die zunehmende Feuchtigkeit – hier frische, auch bereits länger liegende (s. waagerecht gewachsene Baumpilze) Sturzbuchen.

Buchen, Reihensturz.

Es handelt sich hier um eine Waldpartie, die sich zum Naturwald entwickeln soll. Die Stürme, der Regen und unser Experiment bringen die Entwicklung voran.

Alte, noch vorhandene Erlen werden im Bach-Umfeld die Entwicklung eines charakteristischen Feuchtwalds fördern.

Ein beispielhaft mäandrierender Nebenbach nebenan verdeutlicht ebenfalls den Hochwasserdurchgang.

Es gibt weitere Anzeiger – negative -, hier: Pferdespuren. Dies und die Spuren von Cross-Radfahrern anderswo im ausgewiesenen Naturwald belegen einmal mehr die Unvernunft und Ignoranz mancher Mitmenschen. Information gibt es genug.

Nicht nur Sturz-, auch Bruchbäume prägen den Naturwald.

Die Nadelholzparzelle nebenan wird noch durch Bewirtschaftung in Zielrichtung gebracht.

Wie im vorstehenden Foto zu sehen, hat auch hier im Nadelwald „Forstmeister Sturm“ ganze Arbeit geleistet. Wir freuen uns, – der Förster vorneweg.

Für die nächste Zeit verabreden wir das Wiederaufstocken der Kiesgaben, so dass kommende Hochwässer die Mäander weiter erobern.

Ein Otter-Spezi in unseren Reihen sah sich nach dem Treffen noch ebenfalls 2021 angelegte Kiesbänke weiter bachab an. Dort hatten spontan mindestens zwei Bachforellenpärchen Ende 2021 gelaicht. Nun fand er dort Spuren des Fischotters – bisher zwar allüberall in Schleswig-Holstein, dort aber noch nicht gesehen. Buchen wir das also auch gern als Pluspunkt.

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Es naht der Frühling, Blüten blühen, Pflanzen bereiten sich auf Wachstum vor. Da kommt die Zeit, Unkräuter – radikal ? – zu entfernen. – Immer wieder gern benutzt: Glyphosat, in all seinen diversen Benennungen und Mischungen.

Oft habe ich über den „orangen Blitz“ berichtet, der ins Auge sticht, wo Grün plötzlich flächig verschwindet und anders ersetzt wird. So auch jetzt wieder. Zwar habe ich den „orangen Blitz“ nicht fotografiert, hatte keine Lust, vom Rad zu steigen. Aber auch das später, vorübergehend folgende, flächige Gelb ist eindeutig – bevor es in ein „verbrennendes“ Ocker-Grau wechselt, das optisch von mechanisch behandelten Pflanzen, die vertrocknen, nicht mehr zu unterscheiden ist.

Zum Wirkstoff schreibe ich hier nichts, ist allzu oft geschehen. Auch wurde über das Bemühen in Zeitung, Film, Funk und Fernsehen hinreichend berichtet, aus solch Gift-Flächenanwendung auszusteigen. – Soll man über Nichthandeln von Politik lamentieren?

Was für ein Blick, was für ein Anblick!
– Blick: Moräne SH über (tiefliegend, unsichtbar) Elbe-Urstromtal auf Stader Geest, Niedersachsen, am Horizont.
– Anblick: Gift in Baumschule, flächenhaft.

Detailansicht Baumschulfläche – Gelb, das Totalherbizid Glyphosat kennt kein Erbarmen.

Wenn man der Auffassung ist, die Anwendung dieses Mittels sei verbotener Weise erfolgt (im vorstehenden Fall leider immer noch erlaubt – flächige Vergiftung), wird die Angelegenheit am Besten der zuständigen Stelle gemeldet. Verlinkt hier ein Beispiel meiner niedersächsischen Vergangenheit, dass dann wegen Uneinsicht auch noch vor Gericht landete. – Danke, die Entscheider machten sich kundig, bestätigten das Handeln der zuständigen Verwaltung, es musste gezahlt werden.

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Sie sind schon eine Weile zurück. Nachbarn berichten, bereits Ende Februar wäre die Winterreise der Tangstedter Störche üblicher Weise durch Rückkehr aufs Nest abgeschlossen. Nach „Störche auf Reisen“ behaupte ich ohne jeden Beleg, dass es sich um Westzieher handelt. Die (wenigen) besenderten Westzieher sind im Norden angekommen, die „Ostzieher“ sind inzwischen auch – mehr oder weniger klar – gestartet.

Bewusst kannte ich die Tangstedter Störche bis vor Kurzem nicht, sah sie vor Kurzem eher zufällig. Als ich nun heute einen Bach-Spezi zu einer Fahrt in den Nachbarkreis Segeberg abholte, nutzte ich die An- und Abfahrt, nach ihnen zu gucken, kam direkt am Nest vorbei.

Morgens, das Paar sitzt auf dem Nest bzw. ist damit beschäftigt.

Man kennt das, …

… Verschönern kann man immer.

Mittags auf der Rückfahrt ein anderes Bild.

Niemand zu Hause?

Doch – mal aufstehen und Eier zurechtrücken … (?)

Mögen die Alttiere genug Futter für sich und die Jungen finden, damit alle im Herbst gut gen Süden starten können.

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Vielen ist derzeit so garnicht nach Frühlingsgefühlen.

Gleichwohl schreitet das Jahr voran. Die Pflanzen zeigen es uns.

Weg ins Grüne.

Frühlingswald mit Hainbuchen – es blüht, flächenhaft.

Buschwindröschen.

Anderswo, Scharbockskraut.

Auch die Tierwelt zeigt es uns.

Ein Bisam sonnt sich, beäugt mich argwöhnisch (erstaunlich, dass der überhaupt noch da sitzt!) – und springt ins Wasser, taucht, … und weg.

In der Marsch sind inzwischen zunehmend Lämmer zu sehen. Die bekommen von ihren Müttern so allerlei beigebracht.

Wenn die Sonne brennt: Das kluge Schaf sucht den Schatten. – Wenn es denn welchen gibt.

Das ist eine universelle Botschaft. Schafe sind doch nicht blöd!

Leider kann man das von uns Menschen nicht sagen.

Eins von unendlich vielen Negativbeispielen für klare Zeichen, dass wir Menschen partout nichts dazu lernen wollen – Parkplatz Gewerbegebiet, könnte auch ein jeglicher anderer Stadtplatz sein, fast allüberall.

Das Thema ist nicht neu [kostenloser Download eines verständlichen Buchs über Hitze und Kühle]. Seit 40 Jahren wird in Diskussionen von Bebauungsplänen darauf hingewiesen, dass wir Überheizen vermeiden müssen, Kühlung brauchen. Daher wurde, ein Beispiel, pro 4 Autostellplätze zwingend das Pflanzen eines großkronigen Baums gefordert (Das ist dann per Baugenehmigung selbstverständlich durchzusetzen.). – Man stelle sich vor, wir hätten das seit 40 Jahren umgesetzt. Über das Thema „Anpassung an den Klimawandel“ bräuchten wir an vielen Stellen heute nicht zu räsonieren, hätten ja ganze Wälder von bis zu 40 Jahre alten Bäumen!

Was für ein Anblick, was für eine Hitzeentlastung in der Stadt, was für ein Beitrag auch für Insekten, Vögel – und nicht zuletzt die im parkenden Auto zurückgelassenen (hoffentlich das Fenster offen ???) Haustiere, gar Kleinkinder, Babys. Man liest leider allzuoft darüber …

Wir Menschen können aber noch mehr, verspüren den einen oder anderen Drang – zwei Beispiele zum Thema Pyromane.

Beispiel von vorgestern – es stinkt zum Himmel!

Dasselbe Feuer im Hintergrund, vorn im Foto vielleicht 1 Prozent weiteren Kokel-Potentials.

An geeigneter Stelle liegen gelassen, würde das Sturm- und Sägeholz ein wahres Boomen diverser Biologie ermöglichen – über lange Jahre, und dann den Boden verbessern.

Geschreddert könnte es Gleiches (wenngleich wohl in geringerer Biodiversität wegen Verlust der Dreidimensionalität) z.B. als Mulch leisten, und Arbeiten gegen „Unkräuter“ erleichtern bis unnötig machen.

In einem Bundesland, das das waldärmste ist und das freie Verbrennen von Holz nicht einmal gesetzlich in die richtige Richtung verändert (wie wohl die meisten Bundesländer geregelt haben) – was will man da erwarten? Vom grünen Agrar- und Umweltminister? – Aber das ist ja derselbe Minister, der mit seinem grünen Kollegen, Umweltsenator in Hamburg, die Probleme Wedels mit dem Kohlekraftwerk Wedel nicht abgestellt bekommt. – Pardon, ich vergaß, es gibt keine Probleme – nur in der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger, die je nach Wind Emission diverser Art ausgesetzt sind.

Ja, es wird Frühling (kühlt demnächst erstmal wieder ab) – und es bleibt viel zu tun.

Und sie kokeln weiter – Foto von heute, von anderem Ort.

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Wedel – Buttermoor, Butterbargsmoor, Klövensteen, im Grenzbereich Schleswig-Holstein / Hamburg. Wie anderes ringsum immer mal einen Besuch wert.

Noch steht das Wasser hoch. Kranichpaare hoffen, anhaltend geschützte Brutreviere zu finden.

Allein die Optik dieses Zustands hat was.

Birke und Eiche.

Eiche und Birke.

Wir geniessen diesen Anblick. Mit unserem Stadtbegriff „Wedel, Stadt mit frischem Wind“ sind wir eher auf anderes getrimmt.

Sowas zum Beispiel – Ebbphase läuft in der Binnenelbe Richtung Sperrwerk. Just aus der Richtung blies in den vorigen Tagen, Wochen stürmischer Ostwind. Das abfliessende Wasser wird zu gegenlaufenden Wellen aufgetürmt.

Ich muss mal wieder gucken, wie weit die Bootssaison voranschreitet, kleine und größere Seglerhäfen anradeln. – Demnächst dazu mehr.

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Vorgestern bestand wegen vorheriger Beschäftigungen noch spätnachmittäglicher Radelbedarf. Es sollte „die Küste“ sein, je nach Situation der später dann untergehenden Sonne hinterher.

Angesichts der aktuellen, aus besonderen Gründen dunklen Zeit gebe ich meine Lichteindrücke zum Besten.

„Die Küste“, das ist in unserem Jargon die schleswig-holsteinische Seite der Tideelbe, noch Süßwasserbereich, hinter, auf oder vor dem Hauptdeich.

Elbdeich Fährmannssand, Küstenlicht, Blick südwestwärts.

… westwärts.

… und nordwestwärts.

Nordwestwärts, Detail – ssssteifer Nordwest, kalt! per wind chill, Thw plus 0,5 m. vorn der Spülsaum voriger Sturmflut.

Blick gen Ost über die Marsch auf die Geestkante – der Bauer hat noch gut Winterfutter für Schafe und Rinder liegen. Die vorjährige Ernte war aufgrund binnendeichs angehobenen Wasserstands reich.

Eigentlich wollte ich ja nordwestwärts weiter. So radelte ich auch, zunächst. Als dann aber Wolkenwürste fortwährend die Sonne wegschatteten, war es im wind chill so wenig verlockend (weiter nördlich vom Elbdeich winkten auch keine attraktiven Blicke), dass ich drehte. So fand ich mich in Höhe Fährmannssand wieder, mit Finger am Drücker.

Deichkrone, Blick von unten gen Nordwest – Familie mit Lenkdrachen. Wenn Kinder dran waren, zitterte man mit den im 45 Grad-Winkel Zurückgelegten, dass sie standhalten mögen (hat geklappt, naaa jaaa – zitter, zitter).

Deichkrone, Blau – Kaltluft oben, farbig vertreten von Weiss bis Schwarz.

Von der Deichkrone aus: Auf dem Tidehochwasser reitet ein voller Stinker (Schwerölmotor ab hier aktiv) seewärts. HMM Gdansk, 400 x 61 m, Tiefgang 13,2 m.

Jetzt aber zurück – Theaterschiff Batavia, Flaggen flattern im ssssteifen Nordwestwind, grauer Himmel über der Geest.

Dem sssteifen Nordwestwind entgegen – Abschiedsblick über die Marsch.

Ein schönes Wochenende wünsche ich allen Leserinnen und Lesern – auch allen anderen nah und fern!

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Gegenwärtig läuft bundesweit ein Kleingewässerprojekt „FLOW – Fliessgewässer erforschen, gemeinsam Wissen schaffen“ .

Das interessiert selbstverständlich die „Unterelbeschulen“ , untersuchen sie doch seit mehr als 10 Jahren Bäche und kleine Flüsse, vorwiegend in Schleswig-Holsteins Kreisen Pinneberg und – dort mit Restaurieren seit 5 Jahren – Segeberg. Zur Zeit werden die im Rahmen des Projekts zur Verfügung gestellten Unterlagen studiert, Fortbildungen absolviert.

Der kleine Bach im Tidegebiet der Pinnau nicht weit von ihrer Mündung in die Elbe wies weder Kraft noch Struktur auf.

Ausbau und harte Gewässerunterhaltung hatten diesen lebensfeindlichen Zustand hervorgerufen und seit Jahrzehnten aufrecht erhalten.

Inzwischen ist eine Teilstrecke restauriert, lohnend also für Untersuchungen.

Als besonders günstig erwies sich, dass private Landnutzung am rechten Ufer und Kooperationsbereitschaft für den Einbau von Kies sich trafen mit öffentlichem Eigentum am linken Ufer. Dort befindet sich eine Fläche in naturnaher Entwicklung. So war es erwünscht – im Gegensatz zu „Normal“bedingungen beim instream Restaurieren – dass linksufrig Erosion mit stärkerer dynamischer Längsentwicklung eintreten sollte.

Immerhin weist nun die durch Kieszugabe angestoßene Strömungsdifferenzierung eine Vermehrung von Strukturen auf, hier im spätwinterlichen Aspekt bewegten Sand, Feinmaterial, Kies, flottierende Uferpflanzen, mindestens 2 Arten Wasserpflanzen.

Dieses Foto zeigt eine flottierende Wasserpflanzenart über stark entwickelter Tiefenvarianz – im vorderen Bereich Ocker durch Eiseneintritt, ruhender und bewegter Sand („Rippelmarken“).

Wir sind gespannt, was die Untersuchung der durch die Kieszugabe entwickelten, unterschiedlichen Kleinlebensräume Richtung Jahresende zeigen wird.

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