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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Wetter und Stimmung führten zu erneutem morgendlichen Besuch der Holmer Sandberge – diesmal anders herum. Da ich im Bericht vom 2. November das „Drum und Dran“ beschrieben habe, folgen hier weitgehend unkommentierte Fotos.

Wir starten wieder vom Parkplatz im Osten, gehen diesmal nicht südlich, sondern östlich am Naturschutzgebeit vorbei und biegen dann nach Westen ab.

Die nacheiszeitlichen Dünen sind durch entsprechend angepasste Bäume charakterisiert: Kiefer …

… und Birke.

Die Waldpartien geben einen guten Eindruck über das (Größen-)Verhältnis Mensch – Baum. Ist das – neben dem (vermeintlichen) Dunkel – der Grund, warum „Baum“ und „Wald“ bei einigen so ungeliebt bis gehasst sind? Umgekehrt gilt das wohl für den größeren Teil der Bevölkerung.

Die Regeln sind klar.

Da das Schriftliche mit Hinweis auf geltendes Recht offensichtlich nicht von allen verstanden wird, ist es inhaltlich in eindrucksvollem Blau-Weiss-Rot jüngst ergänzt worden.

Dieses Schild ist aus gegebenem Übersee-Anlass den Leserinnen und Lesern bereits bekannt. 🙂

Einige Teilflächen der Holmer Sandberge sind von Baumbestand befreit worden, damit die Dünenlandschaft erkennbar wird. Wir stehen am Morgensonne-beleuchteten Waldrand.

Eindruck von der östlichen Freifläche.

Das Freihalten ist eine ständige Aufgabe, da die Natur über wetter- und standortabhängige zeitliche Abfolge gezielt Richtung Wald arbeitet. – Erste Ansätze Moos und Birkenanflug neben Heide sind hier erkennbar.

Mitten auf dem Weg sitzt ein großes Heupferd und wärmt sich – noch ganz steif und kaum beweglich.

Das setzen wir nebendran auf besonntes Moos – ob`s hilft? Sein Jahr dürfte ohnehin bald vorbei sein.

Am das derzeitige Wasserschicksal anzeigenden, um ca. 1,5 m zu wenig gefüllten Feuerlöschteich steht vorndran ein grimmiges Holzungeheuer.

Von Südost füllt sich der Zugangsweg, wir weichen auf bekannte Umgehung aus.

Auf dem Holmer Grenzweg gehen wir zum Parkplatz zurück – vorbei an Eichen …

… und Birken, PappelGelb.

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Ein Anruf zu spontanem Sonntagsspaziergang gem. kommenden Corona-Vorschriften (2 Familien, max. 10 Personen [Letzteres zu 50 % ausgefüllt]) führte uns in die Holmer Sandberge.

Die haben wir zu Wochenenden und bei Sonnenwetter meist gemieden – Ausgeh- und Hundeauslauf-Hot Spot (ja, auch dort gilt die Anleinpflicht SHs und speziell die Vorgaben für Wald und Schutzgebiete). [Es geht die Vermutung um, dass sich hier so viele Hunde ballen, da die Anleinpflicht in Hamburgs Wäldern kontrolliert wird, ggf. Verstöße geahndet werden. Hier, in Zuständigkeit der Gemeinde Holm sei das nicht der Fall. – Hallo, Herr Bürgermeister!]

Aber, wer früh genug kommt, kommt halbwegs ungestört davon. Schön ist es hier allemal.

Treffpunkt Parkplatz Eggernkamp. Tiefe, volle Pfützen fordern Konzentration beim Zugang.

Ja, es hat einmal etwas geregnet. Das reichte diesmal sogar zur Reaktion der Bäche, die immerhin über 2 Tage den flachen „Wasserberg“ zwischen Niedrigwasser- und (man gerade) Mittelwasserabfluss an den online-Pegeln erkennen ließen. Die Vegetation mit oberflächennahen Wurzeln allerdings hat sich gefreut!

Wir gehen nicht direkt in die Sandbergefläche, sondern das erste Stück über den Holmer Grenzweg daran vorbei.

Fröhlicher Sonntagmorgengruß an und von Reitern und Pferden (im Foto noch im Singular). Gelegentlich quert der Reitweg den Wanderweg in den Holmer Sandbergen. An solchen Stellen ist Aufmerksamkeit angebracht – wie bei Auto- und Radfahrern gibt es auch bei Reitern einen gewissen Prozentsatz, der möglichst immer, auch an Gefahrenstellen, sich bzw. die PS „am Gas“ bewegt.

Dies ist kein Moos, aber gleichwohl ein gutes Zeichen.

Ich habe gelernt, dass zunehmend Haustiere (jedenfalls „privat“) mit weniger, möglichst keinen Antibiotika versorgt werden – halt wirklich nur bei Notwendigkeit. Das kann man hier an weitgehend zersetzten Pferdeäpfeln (auch bei Kühen, entsprechend auf Weiden) erkennen. Bis vor Kurzem lebten wir alle in dem Bewusstsein, dass tierische Ausscheidungen lange bis ewig in der Fläche herumliegen. Ja, so weit kann es mit flächiger Vergiftung gehen. – Gut, dass sich das ändert!

Wir sind in den randlichen Kiefernwald abgebogen.

Das Foto relativiert anschaulich menschliches Maß (die beiden Großen sind 1,90 m bzw. darüber) im Vergleich zu älter gewordenen Bäumen. Der grüne Unterwuchs ist großenteils nicht „unsere“ Traubenkirsche Prunus padus, sondern Prunus serotina, Neophyt. Die buschartigen Stämmchen zeigen die verzweifelten Versuche, dieser Art Herr zu werden. – Andernorts hat man sich besonnen, ob deren Durchhaltekraft nicht genutzt werden sollte, Nutzwald zu entwickeln.

Zur Linken lichtet es sich – dort wurde recht kleinflächig alte Dünenlandschaft durch Entfernen der Kiefern freigelegt.

Es ist Pilzzeit. Einige späte Sammler sind gelegentlich zu sehen – selbstverständlich nicht Sammler von Fliegenpilzen.

Ein Prachtexemplar – später werden wir von Vandalen zerstörte Fliegen- und andere Pilze am Wegrand finden.

Wieder eine lichtere Fläche, die von jungem Birkenaufwuchs gelb gefärbt ist.

Wir sind am künstlich angelegten Feuerlöschteich angekommen. – Wo ist das Wasser?!

Wir erkennen hier, was uns Förster und Wald-Experten immer wieder spätestens seit Anfang 2020 sagen: Der obere Bodenbereich ist bis in 2-3 m Tiefe vollkommen trocken. (Daher auch das für uns heutige Menschen unbekannte Buchensterben in bestimmten Lagen, vgl. Beiträge über Schneewittchendorf und Drumrum.) Diese Situation spiegelt sich im Feuerlöschteich der Holmer Sandberge.

Das sieht im nördlichen Teil, dem Hauptbecken, nicht anders aus.

Wir haben die Flaniermeile gequert und sind in den westlichen freigelegten Dünenbereich gelangt – Heidekraut am besonnten Rand.

So weit die Fläche regelhaft frei gehalten wird, dominiert Sand das Bild, weiter Blick.

An den Kiefern im Foto ist aber bereits das Dilemma solcher Landschaften erkennbar. Aus bzw. in nacheiszeitlicher Tundren- / Steppenzeit durch Winderosion entstandene oder durch menschliche Übernutzung armer Böden hervorgerufene Erosionslandschaften überwachsen in einer zeitlichen Abfolge Richtung Wald.

Die Sandberge sind zwar als Dünen entstanden, ihnen fehlt aber heute die freie Wandermöglichkeit, kleinflächig und Hochwald-umgeben wie sie liegen.

Zum Dilemma gehört, dass die regelhafte „Pflege“ nicht in frühen Stadien „mit leichter Hand“ erfolgt. So werden heutzutage oft genug Maschinen zum Beräumen der aufgewachsenen Vegetation, zum Wiederfreilegen des Sandes verwendet. Das aber hat zur Folge, dass Höhen- und Breitendiversität der ehemaligen Dünen nach und nach eingeebnet, nivelliert werden. – Man darf fragen, wo und wann die Sinnhaftigkeit endet.

Neben Heide etabliert sich anderes Grün, starten Birken.

Hier ist eine Birkenwaldinsel stehen gelassen worden.

Sukzession ist voll in Gang.

Kleinklima spielt eine große Rolle – Moose und borstige Gräser starten.

Hier will offensichtlich nur Moos wachsen – und das prächtig!

Und hier, vorn, hat der „pflegende“ Mensch maschinell gewirkt – uns scheint: planierend …

Ich kann es nicht verhehlen, es schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Leserinnen und Leser dieses Blogs haben aus meinen Bachbeiträgen zutreffend schliessen können, dass mir Anstöße zur Selbsthilfe in zerstörten Naturlandschaften – nicht zuletzt auch aus finanziellen / ökonomischen Gründen – naheliegen. Die Natur, nach Abstellen von Defiziten, weiss besser als wir Menschen, wohin sie Standorte entwickeln möchte. Und das tut sie dann, wenn nicht Gravierendes entgegensteht, schnell und effektiv.

Auf der anderen Seite haben Kulturlandschaften ihre Wertigkeiten und ihren Charme. Der Flächenverlust der bis ins 19. Jahrhundert riesigen Heidelandschaften und damit auch der Verlust ihrer spezifischen Tier- und Pflanzenwelt wird zurecht beklagt. Wir müssen uns allerdings bei Planungen mehr als bisher vor Augen führen, wie viel Fläche wir mit hohem (leistbarem?) Aufwand erhalten oder entwickeln wollen und können. Holmer Sandberge und Lüneburger Heide können als zwei charakteristische Beispiele dienen.

Herbstaspekt pflanzlicher Sukzession in östlicher, großer Freifläche.

Zweifellos ein schönes Bild, ein vielfältiges Naturerlebnis. Wir dürfen auf die Entwicklung in kommenden Jahren gespannt sein.

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Nach dem 25 t Kies-Beitrag und dem über Stadt-Aspekte folgt hier der Gesamtrahmen des herbstlichen Radelns (vom Dienstag, 27. Oktober, bei Tidehochwasser und Wasser einstauendem Starkwind).

Mit gut Rückenwind (oje, die Rückfahrt!) geht es von Wedel nach Pinneberg. Spargel färbt die Landschaft bunt.

Angekommen. Durch den Hainbuchen-gesäumten Heideweg geht es Richtung Mühlenau weiter.

Blick von der Brücke Mühlenstraße bachab – viel Wasser, keine Strömung.

Da stellt sich die Frage nach dem „bachab“ – was ist hier los?

Hier, wo die Mühlenau normalerweise in steilem Schuss kurz vor ihrer Mündung in die Pinnau runterrauscht, steht das Wasser – hoch!?

Der online-Pegel bestätigt später am heimischen PC die Vermutung:  In der Elbe 1 m höhere Tide als normal, zwar wenig Abfluss in der Elbe, aber Starkwind gegenan. Das wirkt sich – das Sturmflutsperrwerk Pinnau war dann auch geschlossen – bis in die Nebengewässer aus. So ist auch hier an der ansonsten Richtung See fliessenden Mühlenau das Tidegeschehen angekommen. Der Abfluss des Bachs ist zur Zeit der Aufnahme so schwach, dass an dieser Stelle sogar langsame Aufwärtsströmung erkennbar ist.

Bachauf der Mühlenbrücke – Einstau im Bereich des früheren Mühlenteichs, langsame Aufwärtsströmung und Windstau von Herbstblättern.

Hier werden die „von oben“ ankommenden Blätter gehalten, während neue hinzukommen.

Herbstsonne hat was …

… ganz Besonderes!

Der Baumsaum der Mühlenau wird angestrahlt.

Ich komme gegenüber des B-Plans Mühlenauquartier („ILO Park“) an.

Der vorige Beitrag gibt etwa von hier aus einen Eindruck zu „Natur und Stadt, Alt und Neu“.

Baumsaum, auch mit Totbäumen.

Blick bachab Christiansenweg.

Blick bachab An der Mühlenau.

Das im Beitrag vom 25. Oktober zur Lenkbuhne umgestaltete Kiesdepot ist inzwischen laubbedeckt. – Laub fällt, strömt, verharrt zeitweise.

Blick von der Bahnunterführung bachauf, vgl. Beitrag vom 27. Oktober.

Wiese bachauf der Fahltbrücke. Der Uferrand wartet auf den Baumsaum.

Blick bachab Rosengartenbrücke – zwei „belaubte“ Strömungslenker aus Kies, herbstliche Spiegelungen.

Blick bachauf – Kieslenker, Rosengarten-Herbstfärbung.

Buchenbogen über Wanderweg.

Eine Brücke weiter, Blick bachauf: Der Treibselsammler aus Hölzchen und Stöckchen beginnt zu wirken. Mal abwarten, ob Hochwässer die erwartete Uferbildung fördern.

Genug gesehen. Wenden und zurückradeln.

Wieder auf der Brücke Christiansenweg, sind das Weihnachtsgänse in Freilandhaltung?

Allzu „Tierliebende“ füttern, was das Zeug hält – nicht witzig. Hier scheint, besonderes Extrem, sowas wie Bratreis auf dem Grund zu liegen. Ölige Kreise bilden sich, aufploppend an der Wasseroberfläche, abwärts driftend.

Mit Änderung der Bevölkerung, Zuwachs, Weg- / Zuzug und anderen Hintergründen ist es allüberall erforderlich, chronische Probleme durch regelmäßig wiederkehrende Information zu minimieren.

Die Rückfahrt findet in wechselndem Licht statt – wie erwartet mit gut Gegenwind.

Wenn das nicht ein Beitrag zur täglichen Gesundheitsförderung ist …

Am Ortsrand von Wedel begrüßen mich Herbstbäume, bunt.

Inzwischen, eine knappe Woche später, haben wechselnde Temperaturen, Starkwind und ein Bisschen Regen die Bäume jahreszeitenbedingt gezaust.

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Im Beitrag vom 28. Oktober ist ein Aspekt der verbesserten Mühlenau in Pinneberg beschrieben. Etwas bachab herrscht eifrige Bauaktivität. Das Mühlenauquartier („ILO Park“), neben dem, gefördert auch vom Investor, Kiesstrukturen im Bach geschaffen wurden, entwickelt sich.

Hier folgen aktuelle, herbstliche Detail-Eindrücke, vom südlich gelegenen Wanderweg aus fotografiert.

Vergänglicher Eindruck – Baukran auf leicht bewegter, herbstlicher Mühlenau.

Alt und neu – entstehendes Mühlenauquartier und Kirchturm hinter erhaltenen alten Uferbäumen.

Natur und Stadt in Entwicklung – Mühlenauquartier nördlich der Mühlenau.

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Da braucht der eine oder die andere Werktätige Bewegung – nichts leichter als das. Wir gucken mal, was der Kies an der Mühlenau so macht.

Schon tief stehende Nachmittagssonne – der bunte Waldrand begeistert uns.

Kies und Wasserstern.

Kiesrausche – bei anhaltendem Niedrigwasser. [Bislang, späterer Vormittag des Folgetages, haben auch „howling wind and driving rain“ der Nacht und des Morgens kaum Bewegung am Pegel Rellingen verursacht.]

Und dann kam ein …, kamen zwei Regenbogenstummel randlich an wüsten, dunklen Wolken über Hamburg in Sicht.

Neue Wanderstrecke – ein Regenbogenstummel (etwas rechts vom anderen) ist fast verschwunden, der andere prägt sich stärker aus.

Im Detail.

Der starke Südwest gegen den geringen Abfluss – Herbstlaub verharrt an den Kolkzuläufen.

Das Ende der wüsten Wolken über Hamburg – illuster.

Feierabend – Schatten und Licht.

Gegen 16.45 Uhr, fast Sonnenuntergang, treten wir den Rückweg an.

 

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Im Februar 2019 wurden in die städtische Mühlenau, Pinneberg, 25 t Kies per Telelader auf Lkw eingebracht. Die wurden später händisch feinprofiliert – Erosionsschutz auch am anderen Ufer, Anlegen einer Rausche.

Jetzt, Ende Oktober 2020, zeigt sich die Mühlenau an dieser Stelle so:

Herbstaspekt an der umgestalteten Mühlenau, Blick bachauf von der Bahnunterführung aus.

Draufsicht – die 25 t Kies haben aus überbreitem Pflasterkanal ein naturnahes Niedrigwasserprofil strukturiert.

Blick bachab von der Fahltbrücke aus.

Wenn alle Bachstrecken auf Moräne im Norddeutschen Tiefland eine solche Sohlstruktur hätten, bräuchten wir uns um Erfolgskontrolle der Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie keine Sorgen zu machen.

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Bäche und Flüsse im Herbst 2020 – die zeigen kein Wetter, das muss Klima sein.

Der Sauerbeck, kleiner Kiesbach zwischen Wedel und Holm – ohne Wasser im Oktober 2020!

An den ansonsten durchweg Niedrigwasser führenden Bächen und Flüssen ist erkennbar, dass Restaurieren der Lebensräume wichtiger ist denn je, dass gerade die Niedrig- bis Mittelwasserprofile besonderer Beachtung bedürfen.

Wir steuern zwei Ziele an der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet, an.

Der Kies in der ländlichen Mühlenau vor notgesicherter scharfer Linkskurve soll unter Wasser vorgelagert, zur Lenkbuhne werden.

Das ist, Blick bachauf, schnell per Schaufel und Harke erledigt – wenn man weiss, wie`s geht.

Draufsicht in Fliessrichtung, bachab – die Gebäude auf den benachbarten Gelände sind durch Strömungslenkung gesichert.

An der städtischen Mühlenau ist an attraktiver Stelle neuer Kies angekommen. Auch hier gehen wir ran.

Da ist er ja!

Vorher, im Schüttwinkel.

Einsatz von Rechen / Harke und Schaufel, schräg gegen die Strömung schaufeln.

Fertig.

Auch bei diesem Niedrigwasserabfluss ist die erzeugte Turbulenz beim Abfliessen über die Lenkbuhne erkennbar.

Wir hoffen weiter, dass der Herbst mindestens Mittelwasserabfluss bringt. Womöglich ist dann hier, mitten in Pinneberg, das Laichgeschäft von Wanderfischen erlebbar.

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Auf einer Radrundtour Wedel – Hamburg, Klövensteen, Naturschutzgebiet Schnaakenmoor – Wedel entdeckte ich, frisch freigelegt, „Art by Nature“ – diverse Ansichten eines Bodenprofils. Nicht zuletzt wegen dieser euphorischen Antwort auf das Vermailen einzelner Fotos „… da strahlt das Bodenkundlerherz. Soll noch jemand sagen, Böden seien nicht ästhetisch!“ stelle ich die Aufnahmen gern ins Netz.

Herbst-Aspekt beim Radeln West-Ost parallel zur S-Bahn.

Nach Norden biege ich ab in den Klövensteenweg und dann links rum, nördlich des Schnaakenmoors weiter.

Pfeifengras prägt zur Zeit das allzu trockene Schnaakenmoor. Eine über die Jahre zunehmende Zahl toter Kiefern und Birken zeigt aber, dass Vernässungsmaßnahmen (Abflussstopp) die beabsichtigte Moorentwicklung bereits fördern.

Ob wir hier freies Wasser wohl noch in 2020 wiedersehen werden?

Huch, ein Zaun und ein Graben – muss das sein?!

Ja, es muss! Leider geht es nicht anders.

Irgendwo seitwärts, oben trompetet es anhaltend und laut. – Nix zu sehen.

Dafür gibt es unten Neues zu sehen, aus alter Zeit.

Bodenprofile können so beeindruckend sein.

Bp 2 – ohne Worte.

Bp 3 – ohne Worte.

Bp 4 – ohne Worte.

Hier wird weiter gearbeitet, wie ein Schild erläutert.

Wir dürfen gespannt sein. – Zwar würde ich die hiesige Entrohrung und das Hinterlassen eines Grabens nicht als „Renaturierung“ bezeichnen! Dem Wort gerecht würde eher das Hinterlassen einer geschlossenen Bodendecke.

Aber dann würden Hunde und Menschen sicherlich nicht aus der zu schützenden Fläche ferngehalten – und die Bodenprofile sähen wir auch nicht (mehr).

Zu Boden hat Hamburg einiges zu sagen und zu bieten.

Das himmlische Trompeten wird lauter, kommt näher.

Da sind sie – immerhin drei Kraniche.

Weiter geht meine Fahrt, zurück nach Wedel.

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… und das schon seit einiger Zeit.

Ende September, Anfang Oktober, als noch Hunderte Graugänse die Marsch bevölkerten, stutzen wir. – DA … haben sich doch einzelne Nonnengänse bereits eingeschlichen.

Ausschnitt aus demselben Foto.

Normalerweise hört man die Nonnen- / Weißwangengänse oft, bevor man sie sieht. Wie eine Horde kleiner Hunde bellen sie aufgeregt – aber wohl nur in größerer Zahl. So sind uns diese ersten Ankömmlinge entgangen.

Als dann die ersten kälteren Nächte kamen, waren nachts die erwarteten Laute zu hören. Ganze Schwärme zogen offenbar über Wedel hinweg.

Und so können wir sie seitdem in größerer Zahl beobachten.

Größere Schwärme Nonnengänse werden bis zum Frühjahr wieder das Bild der Marsch bestimmen.

Größerer Schwarm in etwas hektisch wirkender Umformatierung.

Und da sitzend sie dann, ruhend …

… äsend, hier querab NABU-Vogelstation.

Immer sind aufmerksame Beobachter des Rundrum mindestens an den Rändern erkennbar.

In jüngerer Zeit sind nicht so große Zahlen vor Ort zu beobachten – sei es, dass diese ersten Schwärme weitergezogen sind, sei es, dass sie zur Radelzeit zum Fressen irgendwo zwischen Elbe, Marsch und Geest unterwegs sind.

Wir sind gespannt, welche Gesamtzahl wir über diesen Winter erreichen. Die Nonnengans – neben anderen – ist angesichts ihres erfolgreichen Schutzes über Jahrzehnte mindestens in Dänemark bereits Anlass zu intensivem Schiessen …

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Die Strecke 2 an der Krückau ist weniger naturnah als die im vorigen Beitrag Beschriebene. Zwar verläuft auch sie an einer baumbestandenen Moränenkante zur Aue, aber die unnatürliche Verbreiterung des Bachbetts ist angesichts Nicht-Akzeptanz der die Ufer schützenden Bäume auf genutztem Privatbesitz stärker ausgeprägt. Dem entsprechend ist abgelagerter und zeitweise in Bewegung kommender Erosionssand als „Leichentuch“ für den Forellenbach ein Riesenproblem.

So sieht ein Großteil der Strecke 2 aus. Der „grüne Eindruck“ täuscht.

Bewegter Sand bedeckt Lebensräume, lagert am Ufer Verstecke zu – „das Leichentuch des Forellenbachs“.

Diese Situation kommt immer noch allzu häufig vor. Sie ist beschrieben in meiner Startbroschüre in den 1980ern (damals noch mit starkem Abwasser-Bezug neben den ökologischen Belangen), die in den 1990ern mit primärem Fokus auf Lebensraumstruktur neu aufgelegt wurde. Letztere ist auf meiner Homepage „Salmonidenfreund“ unter „Downloads“ hier zu finden (Problem = Abb. 10, Verbesserung = Abb. 19).

Schlimm, dass solche Strecken nach über 40 Jahren Gewässer-Restaurieren in Deutschland weiterhin so flächenhaft zu finden sind.

Aber Abhilfe ist leicht möglich – also ran an den Bach.

Kieslagerplatz und Bagger. Die Aktion läuft.

Erste Schüttungen an der Wiesenkante.

Die Kiesdepots, ggf. nach Veränderung / Ergänzung aus internem Bestand zu Unterwasserlenkern, werden die Eigendynamik der Krückau wecken.

Das unterstützt auch die Lebensverhältnisse des Wasserstern, der in kleinen Restbeständen vorhanden ist.

Auch Brunnenkresse …

… und Vergissmeinnicht sowie zahlreiche andere standorttypische Pflanzen werden profitieren.

Es geht gut voran. Die Arbeiten sind zügig abgeschlossen.

Zum Schluss zeigt ein beeindruckender Himmel, dass es auch anders hätte laufen können.

Wir sind zufrieden. Auch an dieser Stelle geht zum Abschluss noch einmal Dank an alle, die mit Antragstellung, Prüfen und Zustimmen, nicht zuletzt auch Abrechnen und Bezahlen befasst waren!

Wenn es klappt, dass alle in dieser unserer Zeit gut über die Runden kommen, wollen wir das gern 2021 zusammen fortsetzen.

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