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Archive for the ‘Elbe-Einzugsgebiet’ Category

Nun hat es also doch noch geklappt, ausdauernder Regen (das Meiste über Nacht) brachte unsere Bäche und kleinen Flüsse erstmals seit Anfang April deutlich über den mittleren Abfluss. Hochwasser kann man die zusätzlichen Dezimeter allerdings nicht nennen. Inzwischen bewegt sich die Kurve wieder Richtung Mittelwasser und niedriger. Vielleicht stabilisiert sonntäglicher Regen morgen das Geschehen noch ein Weilchen.

24. Dezember: Glitzer beim morgendlichen Blick aus dem Fenster, kein geschmückter Baum – die Nässe an einem Feldahorn spiegelt die städtische und weihnachtliche Beleuchtung.

Der Regen füllt inzwischen immerhin etwa die halbe Fläche des Pferdetümpels. Volumen-bezogen fehlt noch weit mehr.

Drei junge Highland-Bullen im Wedeler Autal grasen nun in einer Seenlandschaft. Es wird Zeit, sie anderswo unterzubringen.

Historisch(groß)e Spitze auf fertig geschmücktem Dauer-Weihnachtsbaum, drunter und davor begeisterte Diverses Jung und Alt.

Tags drauf war es morgens weiss.

Ganztagssonne brachte wohl alle nach draussen – wir wieder früh vorneweg.

Raureif in der Krückau-Aue.

Diesen Wurm frisst nur der frühe Vogel – bzw. das Dampfen des Moränenhangs mit waagerecht heizender Sonne (bei Frost) ist sehr eindrucksvoll – aber nur kurzzeitig erlebbar.

Noch bestimmen tödliche, bewegte Sandzungen die längsten Strecken unserer Bäche – das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist – auch jetzt, 5 Jahre nach Fristablauf! – längst nicht erreicht.

Dafür erfreuen kleine Laichbetten auf jüngst eingebrachtem Kies.

Es sind auch grosse zu finden.

Ob nun das kleine von Bach- und das grosse von Meerforellen stammt, muss erstmal offen bleiben. Vielleicht wird noch daran gearbeitet (ohne weitere Veränderung könnten auch beide von Bachforellen stammen, falls die Wanderfische noch nicht hier angelangt sind).

Sehr schön haben auch „Transport-Punkte“ bei höherem Abfluss gewirkt. Der Kies ist wie erwartet stark bewegt worden.

Nachmittags-Radeln, Optik zwischen Geest und Marsch: Die Sonne scheint bereits südlich des Geesthangs unterzugehen. (Wer an der Kante steht – oder wohnend aus dem Fenster guckt – kann sicherlich noch eine halbe Stunde bis Sonnenuntergang aushalten.)

Angesichts der tief stehenden Sonne sind die Eisstrukturen auf dem Pferdetümpel gut erkennbar.

Der Wetterbericht bereitet uns auf Sturm vor. Mal abwarten, ob der von der Nordsee bis zu uns findet.

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„Am 21. Oktober berichtete ich vom Restaurieren an der Krückau, wie wir auf ca. 600 m Länge Kiesdepots anlegten, die wir zunächst den Kräften der Natur überlassen wollten. Da es nun nicht regnete und absehbar kein Hochwasser in Sicht ist, das den Kies bewegen könnte, wurde eine kleine Arbeitseinheit eingelegt: Umgestalten einiger Depots zu Lenkbuhnen (Kies als schräg gegen die Strömung gerichtete Unterwasserfläche hinschaufeln bzw. -harken) bzw. Laichbetten.“

So leitete ich den vorigen Beitrag über Muschelfunde in der ländlichen Krückau ein.

Wir prüften alle ca. 60 Kies-Depots auf erosionsschützende Ufersituation, versahen einige mit Unterwasserlenk- und -laichfläche.

Wir, das waren die ABC-brothers und ich. Vielleicht ulkig, aber die Vornamen der drei Bach-Spezis fangen tatsächlich mit den 3 ersten Buchstaben des Alphabets an.

Das noch unnatürlich überbreite, flach von Erosionssand bedeckte Bachbett wird durch die Arbeiten naturnäher strukturiert.

Beispiel für eine neu angelegte Unterwasserkiesfläche. Sie dient als Lebensraum und Laichplatz, führt durch Einengen am anderen Ufer zu tieferer Rinne mit Verstecken.

An einigen Stellen hat Anlegen des Kies-Depots allein bereits zu solch tiefer Rinne mit Uferunterständen geführt.

Wo Depots nicht bündig am Ufer anliegen, wird das nachgearbeitet. Hochwässer würden sonst durch Umströmen unnötig Landverlust und schädliche Erosionsfracht herbeiführen.

An solchen Stellen mit Erlenjungwuchs am gegenüberliegenden Ufer bleiben die Depots zunächst unberührt. Die Jungbäume sollen erst einmal richtig Fuß fassen.

Ein in der Vergangenheit frei erodiertes Rohrende (so lang und länger bzw. breiter ist entsprechend der Uferverlust!) wurde während der Gewässerunterhaltung kürzlich an Land geholt.

Uferverlust, durch Haselstecken symbolisiert – die punktuellen Kiesschüttungen erreichen also man gerade ehemalige Uferlinie wasserseitig (dort endete das nun an Land liegende Rohrstück).

So sehr wir Totholz schätzen und so sehr es in unseren Gewässern noch fehlt – hier steckten 3 lange Äste quer. Dadurch wurde an beiden Ufern extrem erodiert. Wir nehmen sie deshalb ausnahmsweise aus dem Bach.

Jung-Erlen und Kies-Depots in einer Kurve.

Wir gehen die Strecke der ca. 60 Schüttstellen zurück und sehen uns die Wirkung unseres Tuns an.

Bachab der „Besucherkurve“ mit extremem Sandeintrag sind etliche Depots angelegt, um Ausufern zu stoppen und abwärts stehende AltErlen schützend zu erhalten.

„Besucherkurve“ – eine historisch gern besuchte, illustre Bachbiegung, heute von zuviel „Naturliebhabern“, (allzu oft frei laufenden) Hunden, gar unvernünftiger Reiterei heimgesuchte Stelle.

Eine weitere Unterwasserlenkung leitet die Strömung an den extrem frei erodierten, ehemals gefährdeten AltErlen vorbei.

Multifunktion – Erlensicherung, Ruhezone, Lebensraum, Laichplatz, tiefe Stromrinne. So sieht Dreidimensionalität im Bach aus.

Ähnliches andernorts – die Buche am anderen Ufer haben wir teilgesichert.

In der Strecke – standorttypische Wasser- und Uferpflanzen finden nun ebenfalls eine Vervielfältigung ihrer Ansiedlungsmöglichkeiten.

Kies-Depot zu Rausche / Laichplatz, Folgekolk entwickelt sich.

Gegen Ende der Restaurierungsstrecke sichern wir die Sohllage durch eine flächige Rausche.

… und bekiesen am letzten Depot die ungesicherte Uferseite der beginnenden Wiesenstrecke. Das Entwässerungsrohr links bachab läuft wie zuvor frei aus.

Blick bachauf – so soll es sein, die Strömung wurde durch Ändern der Rausche uferschützend geändert.

Die Krückau mit wechselnden Abflüssen und ihre arbeitenden Bewohner werden uns zeigen, wie sie es vielleicht anders haben möchten.

An dieser Stelle danke ich allen Beteiligten über das Jahr 2020, wünsche Gesundheit, schöne Weihnachtstage und einen Guten Rutsch ins Jahr 2021!

Wir sehen uns 2021 – für bessere Bäche und kleine Flüsse!

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Am 21. Oktober berichtete ich vom Restaurieren an der Krückau, wie wir auf ca. 600 m Länge Kiesdepots anlegten, die wir zunächst den Kräften der Natur überlassen wollten. Da es nun nicht regnete und absehbar kein Hochwasser in Sicht ist, das den Kies bewegen könnte, wurde eine kleine Arbeitseinheit eingelegt: Umgestalten einiger Depots zu Lenkbuhnen (Kies als schräg gegen die Strömung gerichtete Unterwasserfläche hinschaufeln bzw. -harken) bzw. Laichbetten.

Schnell ging die Arbeit (Bericht folgt), vor allem das Gucken, ob das Wasser so mit dem Kies umgeht, wie vorgesehen, von der Hand. Auf dem Rückweg zufriedene Gesichter. – Da „Da ist doch eine Muschel!“. Flugs wurde die Schale an Land geholt.

Wird es eine Fluss- oder eine Teichmuschel sein?! Wann hat die wohl hier, im Erosionssand-geprägten überbreiten Profil gelebt?!?

Neee, ne?!

Doch! Eine Sandklaffmusschelschale, der Fachmann sagt Mya arenaria dazu.

Die kennt doch jedes Kind!

Aaaaber doch von woanders her? – Sagen wir mal: Wattenmeer?!

„Da! Da ist noch eine Auster!“ – WAAAAS ? – Wieder rein, Schale rausgeholt.

Och nööö! `ne Sandklaffmuschel und `ne Auster! In der Krückau!

Auf der Auster sitzt porös wirkender, stabiler Kalk. Da haben wohl Moostierchen, Bryozoen, gebastelt.

Was ist das denn nun? Also wir vier sind bestimmt nicht die Heiligen 3 Könige, und mitgebracht haben wir ausser unseren Rechen und Schaufeln auch nichts.

Zu Hause bei näherem Betrachten zeigt sich, dass die Meeresmuschel(schale) der Sandklaffmuschel aus eher alkalischen Heimatgebiet bei Aufenthalt im Süßwasser angegriffen wird. Der Kalk ist aufgerauht, beginnt sich aufzulösen.

Da fällt einem das Wort von der „Versauerung unserer Ozeane“ ein. – Wir müssen unsere CO2-Produktion dringend, und zwar heftig, verringern. Recht haben sie, die Aktiven von „Fridays for Future“.

Wenn ich mal wieder vor Ort bin, werde ich die „Waldwiesel“ vom Kindergarten Hemdingen / Waldkindergarten Heede fragen, ob sie Anschauungsmaterial, vielleicht Muschelschalen, vermissen.

 

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Die Überschrift ergab sich erst am End- / Wendepunkt unserer Adventswanderung – da wussten wir noch nichts davon. Der Weg, hier: die Überschrift, entsteht halt oft genug beim Gehen.

Wir gehen zum Treffpunkt (max. 5 Erwachsene aus 2 Familien), vorbei an Baumfällungen – sicherheitshalber.

So nach und nach (gaaanz langsam) macht sich auch in Wedel ein (kleines) Bewusstsein breit, möglichst mindestens die Stämme „abgängiger“ Bäume stehen zu lassen. So können sie – von Vegetation bis zu Vögeln und Säugern – noch jahrzehntelang vielfältigen Lebensraum bieten.

Schade drum! – Den Moosen und Flechten nach war das wohl eine Esche. Nicht „unsere“, die Samenstände sahen attraktiv rot aus in zu der Zeit grüner Landschaft.

Wir haben uns in die Büsche geschlagen, gehen dann den Marinedamm entlang, vorbei an Kopfweiden.

Der Vater (aus jüngerer Generation) zeigt: Füüüsch !? Gespannt warten alle auf das nächste Lebenszeichen.

Am Elbe-Hauptdeich – die Baustelle zur Ertüchtigung des Sperrwerks Wedeler Au gegen Meeresspiegelanstieg in diesen, unseren Klimawandelzeiten ist geräumt.

Nur die blauen Baubüro-Container stehen noch. – Was steht da links und rechts davor, mit Zaun drum?

Ah, die alten Verschlusstore, tief eingegraben – ein neuer, maritimer Info-Punkt. Viehfernhaltepforte läd zum Besuch ein.

Hier informiert der LKN, Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein.

Da wird eifrig geforscht. Die Neu-Leserin liest wie ein Weltmeister vor.

Da ist auch ein alter Bekannter aus Tönning zu sehen – Pottwaaaal !

Währenddessen tobt ringsum das Leben. Ein Schwarm Nonnengänse wurde aufgeschreckt.

… zieht, wie so oft, kurze Zeit später wieder zurück.

Und lässt sich auf einer Binnendeichwiese nördlich der Binnenelbe nieder – davor ein trocknender Kormoran.

Auf der Deichverteidigungsstraße lässt sich gerade (wieder mal) ein Navi-Fehlgeleiteter auf den „rechten Weg“ = zurück! leiten.

Auch wir treten den Rückweg an – die Hamburger zum P bei den Sportplätzen, wir Wedeler zum Ladepunkt am Schulauer Hafen (1,5 Stunden, nicht nur zum Spazierengehen genutzt). 🙂

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Von der Wedeler Au, Rissen (vgl. gestrigen Beitrag), gehen wir westwärts, queren den Waldweg Rüdigerau.

Wir befinden uns im Klövensteen, Hamburg. Erholungswald, wie das Schild vermittelt.

Wohl seit den 1980ern will die Politik mit diesen Schildern auf das Primat des Waldes als Erholungsort des Städters hinweisen. Der in anderen Bundesländern noch weitgehend „gepflegte“ Brauch des Wirtschaftswaldes, der Geld in die Kasse zu bringen hat, soll hintan stehen. – Na ja, manchmal stimmt das sogar. So krass wie z.B. in Sachsen, wo „die Forst“ für die Nationalparke zuständig ist und wundersame Eingriffe von vorgestern vornimmt, ist es in Hamburg jedenfalls nicht. Es ist ein mühsames Geschäft Richtung Zukunft (die längst hätte beginnen müssen), das Förster aus dem Umfeld Lübecks und anderswo her pflegen.

Links liegt der „Große Fischteich“, vor uns die Querung der „Rüdigerau“, vom „Kleinen Fischteich“ kommend.

In der Rüdigerau ist offenbar sehr lange kein Wasser mehr geflossen.

Seit Sommer, mehrmals hier im Blog beschrieben, hat sich die Situation nicht geändert – es fehlen ca. 1,5 m Wasser.

Die Stockenten interessiert das nicht so sehr.

Wir haben den „Großen Fischteich“ fast umrundet. Wo kein Zulauf, da kein Ablauf.

Wann hier wohl wieder Wasser abfliesst?

Glatte Buche, raue Kiefer, Nurdachhütte aus Waldfunden – unabhängig von der Wasserproblematik ist der Klövensteen in seinem Abwechslungsreichtum immer einen Besuch wert.

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Frische Luft ist immer gut. Angesichts geltender Vorgaben treffen wir uns, zwei plus zwei, zwei Bundesländer, auf der hamburgischen Seite der Wedeler Au, P im Forst Klövensteen.

Erstmals begegnen wir der Wedeler Au neben dem Kinder-Hospiz Sternenbrücke, Blick bachauf.

Das Bezirksamt Altona, Wasserwirtschaft, hat dem Bach hier ein dem Niedrig- und Mittelwasser angepasstes schmaleres Bett gegeben. Das gibt Kraft.

Anstrom und Beginn des neuen Kiesbetts. Die Turbulenz wird, zusammen mit verstärkter Sauerstoffzufuhr, für eine bessere Verarbeitung des Eisenockerproblems der Wedeler Au sorgen. Die Gewässerlebewesen werden sich in Arten- und Individuenzahl vermehrt einstellen.

Bachab der Brücke, quer – das Hochwasserbett bleibt unberührt.

Bachab.

Ein Stück bachauf im Buchenwald treffen wir auf unsere Stelle, an der wir im Frühjahr immer mal nach Tierchen / „Viechern“ gucken – die Graufärbung liegt am erwähnten Eiseneintrag.

Der eine und andere Beitrag dazu und zu den Wirbellosen ist hier im Blog zu finden.

Wir nähern uns der Zufahrt zum Hanna Reemtsma Haus, Brücke Kriemhildstraße.

Baustelle, mit Baumschutz.

Wie an der Sternenbrücke wird hier ein schmales Niedrig- / Mittelwasserbett profiliert.

Blick bachauf: Baubedingt wird hier Wasserhaltung betrieben. Das Foto zeigt den Wochenendzustand, Einstau mit kleinem Umlauf, kein Baubetrieb.

Weiter geht`s auf dem Wanderweg entlang der Wedeler Au, bachauf.

Bevor wir im Klövensteen verschwinden, kommen wir an einem stark ockerbelasteten Graben am Rand der Bachaue vorbei. Nebendran wurde gerade ein privater Gartenteich neu profiliert.

Demnächst geht unser Spaziergang im Forst Klövensteen weiter.

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Hinterm Elbe-Deich, in der Marsch bei Hetlingen fehlen noch immer 1,5 m Wasser im alten Heuhafen.

Der scheint vom Tidegeschehen der umliegenden Gräben vollständig abgeschnitten zu sein und nur von Regenwasserzuflüssen zu existieren. Was in Normalzeiten ziemlich gleichbleibenden Füllungsgrad beschert, versagt, so lange es nicht ordentlich regnet.

Der Pferdetümpel auf der Geest, Mittelweg in Wedel, profitierte immerhin vom gelegentlichen Regen, vor allem aber herbstlich bedingter geringer Verdunstung.

Er ist nun nicht mehr dauerhaft trocken, aber man gerade am Boden leicht eingestaut. Graugänse finden das schon interessant für einen kleinen Stopp.

Aufgrund der sturmbedingten Tidehochstände in der Elbe am 19./20. November wollte ich mal gucken, ob Wanderfisch in den Bächen Spuren hinterlassen hat. Schliesslich befinden wir uns mitten in der Laichzeit! – Aber, wie im vorigen Beitrag beschrieben: die Sturmflutsperrwerke Pinnau und Krückau waren ja zu – bis zu 5 Stunden während der Flutphase. Ob und wann die Wanderfische wohl kommen? All die Wochen und Monate zuvor – wie weiter andauernd – locken die Bäche nicht gerade. Sie bewegen sich weiter im Niedrigwasserabfluss. Selbst 2019 zeigte ab Oktober ein anderes Bild. Nach Niedrigwasserabfluss seit April brachte regelhafter Regen immerhin aufwärts schwankende Abflüsse bis Mittelwasser. Da hatte der Fisch dann „Wasser unter dem Kiel“. Alle Kiese wurden bis Jahresende belaicht – wir wunderten uns über so viel „Bewegung“.

Wie das wohl aktuell aussieht? Das Wetter jedenfalls – für Spaziergänge – ist schön!

Erster Stopp an der städtischen Pinnau, Am Hafen.

Hoch liegen die Freizeitboote auf der eingestauten Pinnau.

Andere Straßenseite, Pinnau unter der Bahnbrücke. Das Sperrwerk scheint offen zu sein, Treibsel an der Oberfläche setzt sich Richtung Elbe in Bewegung.

Fahrstreckenbedingt stehen nun gut anfahrbare Brücken / Querungen der städtischen Mühlenau auf dem Plan.

Die städtische Mühlenau – entsprechend des hohen Tidewassers ist die normalerweise rasch fliessende Schussstrecke unter der Brücke Mühlenstraße eingestaut.

Blick bachauf – da lediglich Niedrigwasserabfluss herrscht, erhöht sich der Wasserstand „von hinten“ nicht.

Den Wanderweg habe ich schon ca. 1/2 Meter überstaut gesehen, vgl. Beitrag vom 8. Januar 2018.

Querab Bahnhof Pinneberg, hier Standort Christiansenweg, wird eifrig an der Fertigstellung der Bauten im B-Plan Mühlenauquartier gearbeitet.

Direkt bachab der Holzbrücke sitzen die beiden bekannten Weihnachtsgänse und pflegen sich.

Langer Blick bachab.

Bachab An der Mühlenau staut sich das Wasser noch. „Normal“ ist hier ein Abriss der Pflasterstrecke der Brückenbauwerke zu sehen. Immerhin fliesst es.

Ob wohl die abwärts liegenden, überstauten Laichkiese bereits belaicht werden? Wir werden es später mal erkennen können.

Bachauf der S-Bahnbrücke rauscht die mit 25 t Kies belebte Mühlenau im strukturierten Niedrigwasserbett.

Draufsicht. – Nix zu sehen, keine Laichaktivität bislang.

Ankunft gegenüber Waldkindergarten, bachauf Rosengarten.

Bachauf ist aufgrund des Blattfalls beginnende Wirkung des Treibselsammlers, vorn rechts, zu erkennen.

Hochwässer werden auch den Treibsand umlagern in strömungsberuhigte Bereiche und eine tiefere Fliessrinne schaffen.

Bunter Blick bachab.

Etwas weiter nach bachab geblickt, bunt.

Vorn an der Kombination Treibselsammler mit (ungeplant) Kies davor ist Wirkung trotz Niedrigwasserabfluss zu sehen (real mehr als auf dem Foto): Turbulenzen in Bachmitte. So soll das sein.

Ankunft im grünen Umfeld Rehmenfeld. Es ist zu hoffen, dass Politik hier bei der B-Planentwicklung Neustes und insbesondere Grün- und Gewässerschutz in den Vordergrund stellen wird. Klimawandel mit den Extremen verschärfter Niedrig(st)wasserabfluss und stärkere Hochwassersituationen fordern klare Vorausschau im Handeln.

Blick bachauf Brücke querab Regioklinik.

Die beiden Treibselsammler sind noch da.

Obwohl der nördliche mittig kaputt erscheint (??), scheint seine Wirkung in Ordnung zu sein.

Der südliche steht gut – könnte durch weitere Stöcke verlängert werden.

Erkennbar ist an allen Standorten der Kiesdepots und Treibselsammler, dass die Ufererosion punktuell entschärft wurde. Der Neuaufbau verloren gegangenen Bodens kann bislang anlässlich ausgebliebener, die Sohle neu strukturierender Hochwasserabflüsse noch nicht erwartet werden. Es bleibt spannend.

Angekommen an der ländlichen Mühlenau – Blick bachauf am Pegel Rellingen.

Herbstaspekt auf Kiesrausche.

Der Kies, gut besiedelt mit Wirbellosen, liegt von Kieslaichern unberührt.

Ich schliesse den Bogen, fahre rüber zur ländlichen Pinnau.

Am Sandfang musste 2020 wieder allerhand Sand entnommen werden.

Eine fortwährende Aufgabe – dieser erhebliche Bodenverlust im oberen Einzugsgebiet muss durch Ansetzen an den Ursachen konsequent reduziert, minimiert werden. – Der hier gebaggerte Sand ist lediglich ein Anzeichen der realen Situation. Vorweg bzw. parallel geht „die Mutter“ verloren – der Mutterboden. Mit ihm bewegen sich Nährstoffe, Pestizide und vieles mehr Richtung Nordsee. Dort, genau wie hier im Bach, haben sie (eigentlich) nichts verloren!

Auch hier, die Rauschen von Laichern nicht bewegt.

Diese raue, steile Rampe wird uns auch weiterhin als „Beweger“ einzubringendes Kieses nützen.

Blick Richtung Pinneberg.

„Mäander“, hingeplant und hingebaut. Allzu „glatt“, die Sohle für Mittel- und Niedrigwasserabfluss überbreit, übertief, vorhandenes Gefälle nicht nutzend. – „It`s a long way …“.

Die Zeit läuft, die notwendigen lebensraumverbessernden Arbeiten zum Erreichen der in D (und von D in der EU) gesetzlich verankerten Ziele der Wasserrahmen- und der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie umzusetzen. Das geht nur Schritt für Schritt – auch heute, nach 20 Jahren rechtlicher Gültigkeit (fachlich galten die Ziele schon immer, wurden allerdings erst ab Ende der 1970er zunehmend in ihrer Dringlichkeit erkannt). Es bedarf der Konsequenz, des Stoppens teils (immer noch, immer wieder auftretender) unsäglicher Behinderungen und des langen Atems aller Beteiligten.

Besten Dank zum langsam, aber sicher kommenden Jahresende 2020 allen positiv Gesonnenen, allen Aktiven und allen Förderern!

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Und am Mittwoch den M ii … – el !

Im Beitrag vom 6. Oktober hatte ich beschrieben, dass  nach 5 Jahren Umzug Nds. —> SH ein Wechsel des Kfz-Nummerschilds durch Neukauf ansteht.

Gestern war es so weit. Coronabedingt ca. 4 Monate verspätet wurde uns nach den erforderlichen Schönheitsarbeiten am Winz-Import und Erledigen der Bürokratie der kleine Flitzer übergeben.

Da steht das Küken, flügge.

Es will raus.

Kurze Zeit später ist das feuerrote Spielmobil sicher in der Tiefgarage gelandet.

Da ist noch Freiraum im toten Winkel.

Donnerstag. – Vorsicht, die Spiegelung zeigt: Ab sofort ist das nun mit Aufkleber versehene Gefährt in freier Wildbahn unterwegs.

Damit mich jeder am Bach erkennt bzw. das Fahrzeug zuordnen kann.

Den Aufkleber gibt es kostenlos in Niedersachsen, beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).

Und – was soll ich sagen – das Teil fährt. Wie der Blitz! Wir kommen uns vor wie in der Zeit, als wir uns Richtung kleine Diesel verirrt hatten (lang ist`s her!): Da sah man im Auge des Hintermanns / der Hinterfrau groß ein D spiegeln – also Spurwechsel an der Ampel. – Und dann … sprintet der kleine Diesel los … – Der Elektro kann das noch besser.

Das Schärfste daran ist, dass mit frei einstellbarer „Rekuperation“ (= Motorbremse) und vorausschauendem, die Bremse vermeidenden Fahren die beim starken Beschleunigen „verlorenen“ Energie-km wiedergewonnen werden.

Wer einen roten M ii electric sieht, der hinten auf dem Nummernschild ein E hat, kann fast damit rechnen, dass jemand von uns am Steuer sitzt. Das Interesse an dem Fahrzeug, vor allem wohl die Verschnarchtheit der Konzernmutter (!!! Herr Weil, Sie sollten als Aufsichtrat nicht immer auf Subventionen drängen, sondern lieber im Konzern auf rasante Zukunftsfahrt!) war so groß, dass die Produktion nicht nachkommt. Schade für alle, die nach uns bestellten. Beim Trabbi wusste man immerhin, dass der in (?) 14 Monaten geliefert wird. Bei unseren intransparenten Firmen ruht still der See, es besteht offenbar keine – jedenfalls keine weitervermittelte – Information.

Derweil fahren wir munter drauflos – wie meist mit dem Rad und gelegentlich mit dem Elektromobil.

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Bent Lauge Madsen, der bekannte dänische Gewässerforscher und Mentor unzähliger Gewässerökologen sowie -techniker und -Ingenieure, Berater jeglicher Interessierter an Verbesserungen an und in Gewässern, spricht gern von der Stimme des lebendigen Bachs und verdeutlicht das.

Gestern war mal wieder so ein Tag, an dem ich in Begleitung eines Fischereipächters diese Eigenschaft lebendiger Gewässer in freier Natur gut erkennen konnte. Das Vermitteln des Erlebnisses geht hier im Blog auch ohne Ton, über das Sehen.

Stimmen am Himmel, ziehende Gänse.

Wir Menschen hantieren an unserer Umwelt seit jeher herum – meist, um sie vermeintlich nutzbarer zu machen.

So sieht daher bis heute die Masse der Fliessgewässer – (so)gar über Google Earth sichtbar – aus. Kanalartige, Erosionssand-gefüllte „heavily modified waterbodies, hmwb“ – hingerichtete Gewässer.

Diese Gewässer haben ihre Stimme verloren.

Der Ebach mündet in die obere Pinnau – dasselbe Bild, kein Ton, kein Leben.

Bei diesen beiden, so erbärmlich aussehenden unscheinbaren Gewässern auf Moräne im Norddeutschen Tiefland handelt es sich gewässerökologisch um die Forellenregion, Laich- und Aufwuchs-Habitat („die Kinderstube“, auch im Englischen so gebräuchlich).

Dänemark zeigt seit Langem, dass die Zerstörung reversibel ist. Dort kennzeichnen am Ende des ersten Lebenssommers 5-10 Jungforellen den Quadratmeter des wieder genesenen Forellenbachs.

Was ist nun mit der Stimme des Bachs? Symbolisch, aber auch an der wechselnden Wahrnehmung der uns umgebenden Realität verdeutlichte mir das Anfang der 2000er der Mühlenbaumeister Hans-Werner Melges an der Bifurkation Melle (Foto auf S. 32 in „Bessere Bäche„).

Die Stimme eines Bachs kann man zurückgewinnen, indem z.B. der standorttypische Gewässergrund und die turbulente Strömung wieder hergestellt wird. Das ist zur oberen Pinnau hier im Blog in den Berichten vom 29. März und 6. April 2020 beschrieben.

Und so haben wir das gestern gesehen – und gehört.

Turbulenz an einer Grobsteinschwelle – Plätscher, plätscher – murmel, murmel.

Fast Salino-Muster im Anstrom und oberen Bereich einer neu geschaffenen Rausche – es rauscht.

Zopf-Muster im Abstrom einer Rausche – das Bild ist hörbar.

Das wollen wir gern erweitern. Nach den ca. 550 m wiederbelebter Pinnau in 2020 wollen wir 2021 weitere Hunderter Meter angehen. – Herzlichen Dank an dieser Stelle allen unermüdlichen Unterstützern der zahlreichen Aktionen 2020!

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Das ist nun schon 7 Wochen her – 4 Silberreiher über dem Lanner, Holmer Marsch.

Oben fliegt etwas Dickes. Leider war weder auf diesem noch auf einem der Folgefotos zu erkennen, ob es sich um einen Seeadler oder „bloß“ um einen Kolkraben handelte.

In der Zeit war die Marsch vor allem von Graureihern bevölkert. Offenbar angelehnt an letzte landwirtschaftliche Aktivitäten auf den Marschwiesen erwarteten sie Amphibien und Mäuse.

Ein Graureiher landet, obe die Silberreiher und „der Dicke“.

Von der Holmer / Hetlinger Straße über den Lanner nach NordNordWest geguckt, kann dort regelhaft Weiss = oft bis zu 5 Silberreiher am Wasser entdeckt werden. Gelegentlich mehrt sich die Zahl – durch Schwäne.

Der Graureiher ist gelandet.

Inzwischen, Richtung Mitte November, sind die Flächen dort leerer von Großvögeln.

Jüngere Radeltouren brachten häufig bei Rückkehr, Trompeten am Himmel, Blick nach oben, Kraniche in Sicht.

So ein Spektakel gucken sich offenbar auch Krähenschwärme an.

Wir liegen hier auf der Westroute ziehender Kraniche.

Von unserer früheren, niedersächsischen Heimat kennen wir die von zahlreichem, oft sehr niedrigen Überflug Tostedts und vom nahen Rastgebiet, dem Tister Bauernmoor – sehr eindrucksvoll!

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