Die Loki Schmidt-Stiftung lud zum Langen Tag der Stadtnatur, Hamburg und Umgebung.
Mein Beitrag (auf Hinweis, das hätte ich doch schonmal gemacht … – na gut): Eine Exkursion, Start Bahnhof Pinneberg, bachab entlang der städtischen Mühlenau. – Das fängt verzwickt an, ich finde mich in einer nicht bekannten Baustelle, sause „andersrum“ und komme – mit Stiefel-Anziehen – hart auf (knapp nach) der Startzeit an.
Die ihr Ansehen stets ändernde (Dauer-?)Baustelle Bahnumfeld Pinneberg ist auch nicht ohne!
Nicht nur wir begehen „den Tag“. „Meine“ Gruppe finde ich – die Teilnehmenden erkennen mich im Anmarsch am hochgehaltenen Tierchen-Fangsieb am Besenstiel.
Wir starten an der Fahltbrücke (Erläutern der Tourismus-Altona-Pinneberg-Zeit nach Bau der Bahn Altona-Kiel), wo gleich bachab eine vor 7 Jahren eingebrachte Kiesrausche bislang jedes Jahr Forellen- und Flussneunaugenlaichbetten aufweist.

Das bachauf liegende, überbreite Gewässerprofil entspricht so gar nicht einem lebendigen Bach. So bringt erstes Beproben eine Wasserassel – Bewohnerin der Strömungsruhe.

Weiteres Bemühen zeigt auf Kies immerhin einige wenige Larven-Exemplare einer Pionier-Eintagsfliege.

Überraschungsbesuch! Ich werde von einer – nein, nicht Gewässer- – Skorpionsfliege als Landeplatz genutzt.
Hier ist eine vor Jahren an der Seeve in aller Ruhe portraitierbar gewesen. – Aus dem Wikipedia-Link (s. FotoText) lerne ich, diese Gruppe hat ihren Schwerpunkt in China.
Einige der Teilnehmenden stammen aus China, haben Gäste mitgebracht, und so hatten wir das Thema „Chinesische Wollhandkrabbe“ im Rahmen vorhandener, zu erwartender Tierwelt bereits erörtert worden.

Eiseneinleitung durch Entwässern des – ehemaligen – Feuchtgebiets Quellental zwecks Bebauung, Niedrigwasserabfluss erkennbar am Abriss an den Brückenfundamenten.

Querab vom B-Plan Mühlenauquartier, das wir auf dem Rückweg durchqueren werden – eine Ente präsentiert ihre Küken.
Nun ist Juni nicht DER Monat des Wirbellosensuchens – die Insekten sind großenteils im Luftraum zur Hochzeit, Eier und evt. Larven des Jahrgangs 2026 so klein, dass sie der Haushaltssieb-Entnahme (die Maschenweite bestimmt das Ergebnis) entflutschen.

Großer Bachflohkrebs, rechts unten eine Mücken-Puppe. Wir gehen mal davon aus, dass es keine Stechmücke, sondern eine groß geratene Zuckmücke ist.
Wir müssen annehmen, dass ein Großteil der Wirbellosen angesichts des bereits längeren Niedrigwasserabflusses von Enten und heranwachsenden Wollhandkrabben aufgefressen wurden – von Fischen ebenfalls.

… stellt sich an stacheliger Grundstücksgrenze als fest installierte Wasserentnahme heraus – vermutlich ohne Genehmigung. Ohne wasserrechtliche Erlaubnis ist lediglich Schöpfen = mit Eimer o.ä., ohne Motor, erlaubt.

Der letzte Bachblick geht bachab der Brücke. Hier mündet nach heftigem Schuss die Mühlenau ins Tidegebiet, mündet bald in die Pinnau.
Der Eindruck auf dem Foto ist dementsprechend eine Momentaufnahme. Flut-, erhöhte Flutwasserstände sowie erhöhte Mühlenauabflüsse können die örtliche Situation in den Rückstau bringen – bis hin zu (ruhigem) Überfluten des hinter uns liegenden Wanderwegs.
Unsere offizielle Exkursion endet hier. Einige suchen ein Restaurant nahebei auf. Die anderen gehen mit mir Richtung S-Bahn zurück. Wir durchqueren dabei den B-Plan Mühlenauquartier – im nächsten Beitrag.











Hatte Chinesische Wohlstandskrabbe gelesen, tja. Vor vielen Jahren wimmelte es hier sicher vor lauter Lebewesen!?
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