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Archive for Mai 2020

Oh, du giftiger Tannenbaum!

Glyphosat flächenhaft. Anderswo lässt man Schafe zwischen aufwachsenden „Weihnachtsbäumen“ wachsen, anderswo mäht man, anderswo hält man unerwünschten Flächenbewuchs auf andere Art mechanisch klein.

Die Definitionen unseres Pflanzenschutzgesetzes werden in der Praxis konterkariert Richtung Gifte anwenden – Schluss damit!

Zur Erbauung hänge ich ein paar mehr Farben quer über Marschwiesen bei Fährmannssand, Richtung Geest Wedel an.

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In den „Kies-Jahren Mühlenau“ tauchte gelegentlich der Begriff „Treibselsammler aus Holz“ auf. Anderswo wurden die realisiert, hier noch nicht.

Nach Knickpflege vor einigen Jahren entlang eines Grundstücks des NABU Pinneberg war eine gute Zahl Stecken gelagert worden. Die kamen nun nach und nach zum Einsatz.

Wohl dem, der solch von Art, Länge und Zuschnitt sehr gut vorbereitetes Material hat (Foto: WW) – da braucht man nur noch „wegarbeiten“! Dank geht an die Aktiven im NABU Pinneberg!

Wir entlasten das Ufer von übermäßiger Erosion, die Treibselsammler legen bewegten Sand in der Sohle fest und bauen neues Ufer auf.
Wenn anderes Treibgut kommt, baut das um die „Hölzchen und Stöckchen“ einen dreidimensionalen Lebensraum auf. Damit alles seine Richtigkeit hat, werden gegen Umläufigkeit Stecken dicht an dicht in die Böschung geklopft, bündig mit dem Boden abschliessend, damit keine Stolperfalle entsteht. Die wasserseitigen Stecken werden auf Mittelwasserhöhe runter
geklopft.

Aber erstmal müssen wir die Situation klären – Bauarbeiten an der Mühlenaubrücke Rehmen – Regioklinik Pinneberg.

Das macht eigentlich nix (die Brücke „brauchen wir nicht“), aber das Wasser sieht hier angetrübt aus. – Gucken wir also erstmal an der Querung bachab.

So ein Auwald-ähnlicher Bewuchs im Frühling – ein Genuss!

Bis hier könnten wir sogar direkt anfahren und kurzzeitig parken.

Gute Aussichten – auf schlechte Gewässersohle, bewegter Sand.

Dort ins Ufer werden wir den Treibselsammler einbinden.

Bachab der Brücke erodiert das Ufer stark Richtung Wanderweg – das werden wir zu stoppen versuchen.

Wir nutzen also die Umleitung. (Die Stelle an der oberen Brücke läuft uns ja nicht weg.)

Schnell sind gut 30 Hölzchen gesteckt – dicht am und ins Ufer, weiter auseinander Richtung Bachmitte.

Die Mühlenau läuft mit etwas über Niedrigwasserabfluss. Wie üblich richten wir die Sammlerhöhe wasserseitig auf Mittelwasser aus.

So sieht sich das vom Auwald aus an.

Der erste Sammler ist fertig.

Im Detail.

Auf zu neuen Taten.

Ja, auch bachab der Brücke „lohnt es sich“.

Hier, gut entfernt von der Brücke, soll es weiter gehen.

Schnell sind auch hier gut 30 Hölzer gesteckt und profiliert.

Das andere Ufer liegt verletzlich da – wir setzen einen kurzen Sammler.

Nebenbei lernen wir ein Bisschen über Flößerei im Kleinen.

Das Ufer und der Übergang HW – MW – NW sind gesichert.

Fertig.

Rückwärts verlassen wir den Ort des Geschehens.

Die ländliche Mühlenau wartet ebenfalls auf Treibselsammler an geeigneter Stelle. [Nachtrag 20. Mai: Und das bleibt auch erstmal so (die ländliche Mühlenau wartet weiter), nachdem ein Test-Treibselsammler systematisch von Vandalen zerstört wurde. Es wird sich ein geeigneter Platz finden – wir nutzen die restlich vorhandenen Stecken für die städtische Mühlenau, Pinneberg.]

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Neulich beim Texten zu „nackigen Schafen“ wurde ich schon an die Eisheiligen (und die Schafskälte) erinnert. Jetzt sind Erstere da – und malen beeindruckende Himmelsbilder, ein Bisschen Niederschlag kommt auch zwischendurch runter, gut für die sich entwickelnde Frühjahrsnatur. Zum Glück, möge es so bleiben, sind Nachtfröste hier bei uns bisher ausgeblieben.

Ok, Zirren in eisigen Höhen sieht man öfter mal.

Aber was uns die derzeitige Nordströmung bringt, ist schon etwas Besonderes – mit sich gegenläufig verhaltenden Wolken-Dimensionen.

Obendrüber jagt, in diesem Fall West-Ost (abends im Fernsehen erkannte ich am Satellitenbild, dass ich keinem Richtungsirrtum unterlag) die Eisfront.

Drunter ziehen, fast scheinen sie zu stehen, dicke, dunkle Wolken. – Aus denen fällt nicht jeden Tag etwas raus.

Nun kann es gern mal wärmer werden …

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Im Beitrag vom 6. Mai hatte ich gemutmaßt, dieses, unser Corona-Jahr sei ein Maikäferjahr.

Heute …

… gehen wir aus der Haustür Richtung Fahrräder und – ich bekomme einen Maikäfer gezeigt. Der hatte sich wohl in unserem Eingang durch Nachtbeleuchtung verflogen. Jetzt sitzt er in der Hecke.

Gegen Ende der Radtour stoppe, drehe ich – vom Boden des Fuß-/Radwegs im Grünen hebe ich einen Maikäfer auf, stecke ihn in die Jackentasche. Weiter geht`s.

Auf normaler Straße aufgelesen – ein Weibchen.

Gleich danach ein Männchen.

Irgendwie erinnere ich das, gucke zur Sicherheit noch im Internet nach: die Weibchen haben kleinere Fühler mit 6 Blättchen, die Männchen größere mit 7.

Nochmal von der Seite, wie Foto 1.

Weibchen, versorgt mit frischen Blättern (plus einem großen, angefeuchteten Blatt), in der Box.

3 mehr oder weniger agile Maikäfer sind nun bis heute Nachmittag eingesperrt.

Dann werden sie bei Familienbesuch (Abstand!) begutachtet und anschliessend in einer Hecke freigelassen.

Mögen genügend Maikäfer unseren Autoverkehr (und übersaubere Gärten sowie die giftangereicherte Agrarlandschaft) überleben und für die nächste Generation sorgen!

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Da kam ein Hinweis, wer so viel Bachlebensraum verbessert, müsse auch mal wieder sein altes Hobby ausüben … – Also gut.

Ein Bisschen Bewegung kann nicht schaden – Anwandern durch vielfältige Landschaft, hier mit alten Zeuginnen der Vergangenheit.

In Bachnähe schlagen die Erlen aus. Im Hintergrund steht eine Eiche, Totholz, das die darauf ausgerichtete Natur noch Jahrzehnte nutzen kann.

Ein kleiner Bach im Norddeutschen Tiefland. Wir haben mal wieder Niedrigwasserabfluss, sieht fast wie ein Stillgewässer aus.

In weniger baumbestandenen, übermäßig belichteten Bereichen zeigen sich typische Negativfolgen – fädige Grün- und Blaualgen bilden dichte Bestände, die in langen Zotten im Wasser und auf dem Grund flottieren.

Dieses Übermaß an nicht verwertbarer Biomasse führt beim Absterben zu Sauerstoffmangel – ggf. bis hin zu Todeszonen.

Hier aber, rings um den Bach und insbesondere in den Zweigen der toten Eiche, tobt das Leben. Aus dem Wasser geschlüpfte Köcherfliegen vollführen ihren Hochzeitstanz – zu Hunderten.

Vorsichtshalber habe ich zweimal „blindlings“ in die Eiche fotografiert und wundere mich, wie diese ca. 1,5 cm langen Insekten zu sehen sind.

Ortswechsel, bachab.

Eine unserer Paradestellen, bekiest. Hier war die Kiesbank plan auf den Gewässergrund gelegt worden. Nach dem zweiten Winter, nach zweimaligem Belaichen durch Meerforellen, hatten Fische und die Eigendynamik des Bachs bei höherer Wasserführung diese Rausche entstehen lassen. – Jüngst wurde sie von Flussneunaugen wieder „neu“ gestaltet, als diese intensiv darin laichten.

Weiter bachab geht, nach vielen kleinen Exemplaren, ein etwas größerer Flussbarsch an die Angel. Der hohe Rücken zeigt sehr gute Nahrungsbedingungen und hervorragendes Abwachsen. Der flache Bauch ist das Ergebnis des offenbar schon stattgefundenen Laichens. – Glück muss der Fisch haben, er soll sich erstmal wieder dick futtern.

Kurz nach Sonnenuntergang – schnell sind 1,5 Stunden verflogen.

Zeit, nach Hause zu fahren.

Schönes Erlebnis beim Heimfahren in der Dämmerung: Es klopfte so bei 4mal laut ans Auto – große Käfer bzw. Nachtschmetterlinge wurden meine Opfer (nein, das war nicht das schöne Erlebnis). Als ich so nachdachte, dass da doch Nutzer sein müssten, erlebte ich 15 (!) im Schwarm zwischen den Chausseebäumen jagende Fledermäuse über mir! – Danach noch vereinzelt, die letzte kurz vor Erreichen unserer Tiefgarage: ca. 3 m über dem Auto „stand“ eine Fledermaus flatternd – musste wohl eine gerade geschnappte Beute verarbeiten. Auch ich erlebe das nicht alle Tage – toll !

 

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… und mit ihm Monat-spezifische Verkehrsopfer.

Immerhin scheint stellenweise die Larvenentwicklung bis zum Engerling und die Verwandlung über die Puppe zum erwachsenen Maikäfer noch möglich. – Mögen da Überlebende auch 2020 zur Vermehrung beitragen!

Schönes Frühlingswetter, morgenkühl bei stärkerem Nordwind – für „gut Rückenwind“ hinter dem Elbe-Hauptdeich radele ich mal wieder die Tour Wedel – Holm – Hetlingen – Wedel.

Holm – Buntes Vieh auf bunten Weiden.

Der Graureiher akzeptiert mich Dank Tarnung durch Knick-Grün.

(Junge (?) Kolk- (?)) Raben hatten offenbar Silbermöwen geärgert, vermutlich ihr Gelege bzw. Jungmöwen zu scharf angesehen. – Das haben sie nun davon, vertrieben mit Zwischenstopp auf Hochspannungsmast.

Die Silbermöwen landen nach Luftjagd und -kampf auf dem alten Elbdeich.

Ein Bisschen Ruhe.

Auf zu neuen Taten.

Richtung Hetlingen stehen 4 Störche auf der Wiese – führen die Idenburg-Brüter bereits ihre Jungen aus?

Ein Schaf – nackig – grüßt vom alten Elbdeich Hetlingen.

Da kommt auch die ganze Herde – nackig. Eisheilige und Schafskälte sind für diese Zeit altbekannte Begriffe.

Da soll mich doch der Teufel … – gehörntes Schaf auf dem Elbe-Hauptdeich Hetlingen.

Der Teufel bleibt ganz cool.

Hinterm Deich saust ein Austernfischer aus dem Bildbereich.

Das sind keine Schwimmblattpflanzen auf dem Kleisee an der NABU-Vogelstation – Massen Nonnengänse bevölkern Wasser- und Marschwiesenfläche.

Nochmal in anderer Ansicht.

Blick über die Elbe bei Fährmannssand – auflaufend Wasser, ca. 1 m über Tnw.

Auf dem Programm steht: Vordeichgraben ausbaggern.

Wie eine saubere Reihe riesige Kuhfladen – LandArt! Der Bagger legt einen Schlickhaufen neben dem anderen an.

Auch 2020 jede Menge Zwillingslämmer.

Blick von der Westmole des Schulauer Hafens über die Elbe. Vorn ist die scharf auflaufende Flut zu erahnen.

Die Elbe zeigt sich in diesen, unseren Corona-Zeiten ziemlich schiffsleer – ziemlich oft.

Das alte Hafenmeisterhaus auf der Ostmole – bald Historie, Hotel- und Ostmolenausbau laufen an.

Die auflaufende Flut und der von Nord auf die Hafenfläche blasende Wind gestalten wechselnde Wellenmuster.

Sumpfdotterblumen an der Tide-Wedeler Au / Binnenelbe, unmittelbar vor dem Übergang von der Marsch in die Geest.

Ein Stockentenerpel schillert in der Sonne.

Da kann ja nix mehr schiefgehen!

Ein gutes Motto – nicht nur für diesen Tag!

 

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Tour am ersten Mai, sonnig.

Tour am ersten Mai, sandig.

Tour am ersten Mai, steinig.

Tour am ersten Mai, naturnah.

Tour am ersten Mai, beschissen.

Ich werde mal die Spezi-Fachwelt fragen, ob das vom Otter stammt. Bei aller Liebe, zum Fährtensucher per „Losung-Riechen“ (der Schiet soll sehr spezifisch riechen – ich glaub`s gerne) wollte ich mich nie fortbilden lassen. Dafür finde ich zu oft zu schöne Fußabdrücke!

Tour am ersten Mai, kugelrund.

Dazu eine kleine Geschichte „ut miene Stromtied“: Vor einem internationalen Kongress zu (überall auf der Welt allzu giftigem) Baggergut führte ein US-Kollege einen niederländischen Freund und mich über ein Spülfeld mit Giftschlamm. Das sah prima aus (wenn man das Wissen um den Giftschlamm mal weglässt), hatte sich von Flüssigschlamm über Bodenbildung und Sukzession vielfältig begrünt. Mir fiel auf, dass die beiden Vorauseilenden sich oft bückten, besprachen. – Nach einer ganzen Zeit sah ich etwas Weisses, nach dem sie sich bückten, es aufhoben und in einen Beutel steckten. – Igitt, Pilze von einem Spülfeld?!? Wenn etwas giftig angereichert ist auf solchem Grund, sind es Pilze … – Langer Rede kurzer Sinn: Gesammelt wurden Golfbälle (!), in großer Zahl. Die Aussage dazu (wenn man`s weiss, immer wieder bestätigt): Irgendwie ist es das Schicksal eines Golfballs, letztlich auf einem Spülfeld zu landen. [Und die Auflösung dieses Rätselhaften???]

Zurück zum 1. Mai 2020.

Tour am ersten Mai, turbulent.

Tour am ersten Mai, rasend.

Tour am ersten Mai, belebend.

Im gelben Kreis sind zwei Laichkuhlen von Flussneunaugen sichtbar.

Tour am ersten Mai, berauschend.

Das Vorstehende fand per Anfahrt mit Pkw im Kreis PI statt.

Am Nachmittag folgte eine sonnige Radtour in Wedel, Stadt mit frischem Wind.

Tour am ersten Mai, zufrieden – vor dem Gewitterguss trocken zu Hause!

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