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Archive for 27. März 2020

Das Angeljahr 2020 steht bevor. So ab Mai mit frischem Frühjahrsgrün in den unterschiedlichsten Farbtönen werden wandernde Besuche z.B. längs unserer restaurierten Bachstrecken besonders erlebnisreich. Vorher sehen wir aber zu, das Tiefkühlfach von Fisch des Vorjahrs zu befreien und den Fisch zu geniessen. – Es waren noch Barsche da …

Wir hatten uns Räuchern als Zubereitung ausgedacht.

Die Wettervoraussetzungen sind gut.

Scharf blies der Ostwind gestern Vormittag entlang unserer sonnenzugewandten Hausfront. Insekten – so überhaupt vorhanden – wurden wohl an den Blüten vorbeigepustet. Aber es gibt meist auch ein „Lee“, dort sollte es klappen.

Flussbarsche aus restauriertem Forellenbach, gut genährt durch vervielfachte Nahrungsgrundlage – aufgetaut und gewaschen.

Abgetupft und mit offener Bauchhöhle aufgestellt. Gutes Trocknen vor dem Räuchern halten wir für wichtig.

Hoher Rücken, Fisch dick und rund – im Jahresverlauf war deutlich, wie verrückt die Barsche auf die im neuen Kies lebenden Insektenlarven waren.

Ganz wild waren sie dann zur Schlupf- und Schwarmzeit der Insekten.

Beim Ausnehmen zeigte sich, dass auch die – hier im Blog mehrfach gezeigten – Wollhandkrabben den Flussbarschen nicht entgehen. Schon erstaunlich zu sehen, wie große Exemplare (und oft genug gleich mehrere davon) sich so ein Barsch „reinpackt“. Mit Bachflohkrebs-, Insekten- und Wollhandkrabbenfleisch genährt (der ein oder andere Fisch wird selbstverständlich auch verputzt) kommen die Barsche in Topform über das Jahr.

Verstaut und verschlossen, Draufsicht auf den kleinen Räucherofen.

Wir bevorzugen Räuchermehl aus Erle mit ein paar Wacholderbeeren. So schmeckt uns selbstgeräucherter Fisch erfahrungsgemäß am Besten.

Das Ganze in Seitenansicht – drunter brennt Spiritus und bringt das Räuchermehl in der Box zum Glimmen. Eine Stunde bleiben die Fische in der Box.

Flussbarsch 2-lagig, fertig.

Zum Abpellen und Entgräten aufgestellt.

Tja, und dann habe ich nachträglich bemerkt, dass ich mit Fotografieren aufgehört hatte (hatte ja auch anderes zu tun).

So „im Fell“ zubereitet kann Flussbarschfleisch leicht durch Abklappen des Schuppenkleides freigelegt werden. Auf dem Teller werden die so gut wie grätenfreien Rücken- und Schwanzpartien auf einen Haufen, die Rippen-/Bauchraumpartien auf einen zweiten gelegt. Das Fleisch aus letzterem wird dann von den Rippen befreit. Mit ein Bisschen Geschick (und Glück) kann alles ohne Pieksbeschwerden gegessen werden.

Wenn wir Fisch wie Flussbarsch räuchern, würzen wir nicht – den Originalgeschmack finden wir am Besten. Wir essen dazu Salat aus Geschnittenem: Blattsalat, Paprika, kleine Tomaten, Gurke. Zum Fisch (gern als Dressing zum Salat) schmeckt ausgezeichnet Sahne-Meerrettich mit Preiselbeeren. – Ein leckeres, leichtes Essen mit simpler Zubereitung.

Ganz nebenbei, weil ich oft auf Vorurteile zu Hecht stoße: Gräten vom Hecht müssen nicht stören – man darf sie halt durch Zerstückeln nicht vervielfältigen (und dann beim Essen von „Stacheldraht“ reden), also den Hecht nicht querschneiden, sondern wie Lachs- oder Dorschverwandte ingesamt längs filettieren, dann in große Partien schneiden und beliebig vorbereiten, z.B. braten. Hier ist unser Tipp auf meiner Homepage Salmonidenfreund (nicht verzagen, einfach die Seite runterrollen).

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