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Nach den Erlebnissen mit Reiher Hans und der Mühlenaustrecke bachab S-Bahn folgen nun inkl. Anradeln die bachauf liegende Strecke sowie der Auslöser meiner Radelei, die Pinnau, Hindenburgdamm und bachab.

Von Wedel aus bin ich in Pinneberg angekommen, am Kreisel in den Eggerstedter Weg abgebogen.

Was bin ich froh, dass ich aus halbschattiger Allee nicht durch die sonnenbebratzte Neusiedlung Eggerstedt radeln muss. Dort sieht man (noch ?, ändert sich das ?) so gar nichts von Nachhaltigkeit, Stadtnatur-bezogener Planungsumsetzung, gar Anpassung an den Klimawandel …

Links weggebogen in Eichen-, Hainbuchenallee, hier nach Rechtsabbiegen in Hainbuchenallee mit einzelnen Eichen munter dem Ziel entgegen – der S-Bahnquerung der Mühlenau.

Stadtfrühling – dieses Jahr haben tatsächlich viele Magnolien mal keinen (Spät-)Frostschaden – schöner Anblick, fast allerorten.

Vorbei an der Baustelle Bahnhofsvorplatz – leider eins der vielen Beispiele, dass weder Stadtnatur noch Ausmaß der Menschenbeeinflussung auf Gesundheit und Umwelt verstanden würden – eine Steinwüstenei, ein weiteres Drama.

Leider lässt die fertiggestellte Versiegelung nirgendwo erkennen, dass sich der Endzustand von der Baustellenansicht unterscheiden würde. – Schade, eigentlich (oder fehlt da ein n im ersten Wort?)

Mühlenau unter der S-Bahn, Blick bachauf – dort haben wir einst 25 t Kies per Hydraulikbagger eingebracht, gern von Meerforellen angenommener Laichplatz.

Draufsicht – da ist doch …

In der Tat – ein Flussneunaugenlaichbett!

Auf der anderen Uferseite entdecke ich dann noch 2, deren Foto ich hier weglasse.

Frühlingsaspekt und farbgebende S-Bahn an der Fahltbrücke.

Querab Sportplatz / Parkplatz Bad – kaum erkennt man den von der Natur übernommenen Kieslenker.

Holla, die Enten überschwimmen einen aufgehellten Unterwasserkiesberg …

Hier war in einem wahren „workout“ ein großes Kiesdepot in die gewünschte Form gebracht worden. Auch die Gewässerlebewesen, die vorher NICHT da waren (bewegter Sand dominierte die Situation), erwarteten offenbar genau diese neue Form / Struktur.

Bei genauerem Hinsehen: Hier haben zwar aktuell Flussneunaugen gelaicht, die Groß- / Grobstruktur stammt aber ganz offensichtlich aus dem Winter, ein Meerforellenlaichbett.

Wie üblich siedeln sich in der Kiesstruktur des Moränenbachs schnell dort hingehörende Wasserpflanzen an.

Auch die Stockenten („… Schwänzchen in die Höh`“) finden es hier prima.

Nun bin ich also an der Pinnau, Hindenburgdamm, angekommen. Ein Angler ist auch schon da.

Wir fachsimpeln über das vor Ort begeisternde Geschehen. Da will er auch nicht stören …

Ja, besten Dank nochmal für den Hinweis!, hier wird gelaicht.

Im Detail – mehr geht nicht! Zwischen 20 und 40 Individuen nehmen aktiv am Geschehen teil.

Munter wechselt das Geschehen.

Zeitweise sieht es wie Getümmel aus.

In der Übersicht: Neben dem einzelnen, ultrabelegten Laichbett befinden sich, vorn, mindestens 3 weitere, etwas ineinander übergehend. Auch diese haben je zwischen 10-20 aktive Tiere zu bieten.

Allein hier befinden sich also zwischen 60 und 100 Tiere.

Und weiter geht`s, die Brücken bachab erkunden.

Überraschend dieses Jahr, es sind an fast allen bekiesten Brücken auf fast allen eingebrachten Kiesdepots Laichbetten vorhanden. Die konzentrierten sich bisher neben der Brücke Hindenburgdamm auf das Kiesdepot linkes Ufer bachab Friedrich-Ebert-Straße.

Fast wie selbstverständlich ist dieser früher regelhaft belegte Platz auch jetzt gefragt.

Neu: Das rechte Ufer ist dieses Jahr mindestens ebenso interessant.

Aufgrund der günstigen Wasser- und Sichtverhältnisse lässt sich auch hier das wuselnde Geschehen verfolgen.

Begeisterung greift um sich (hat sie schon längst)!

Wenn dieses Erlebnis kein Anlass für weiteres Restaurieren ist. … – Merke: Nicht dialogorientierte Termine (allein) bringen uns voran – Es geht um das gemeinsame Handeln!

Möge diese kleine Spontan-Dokumentation auch andernorts dazu beitragen.

Diese kleine Unterbrechung der Berlinberichte muss aufgrund aktueller Entwicklungen sein.

Nach Rückkehr aus Berlin fand ich die Info / Nachfrage eines Freundes vor: Am Hindenburgdamm seien auf „unserem“ Pinnau-Kies helle Kreise – Neunaugenlaichplätze. Das bestätigte ich der Beschreibung nach. Und radelte gestern hin, da die Tide zeitlich günstig lag – späte Ebbephase, es sollte etwas zu sehen sein.

Wegen der Begegnung mit Reiher Hans – oder sollte ich Hans` Reiher schreiben? – ziehe ich diesen Teil meiner während der Rundtour in Pinneberg gewonnenen Beobachtungen vor. „Hindenburgdamm ff., Pinnau“ folgt also als eigener Bericht.

Pinneberg – ich blicke von der Brücke Mühlenstraße bachauf. Unsere Kiese liegen und wirken prima.

Früher auf gesamter Breite transportierter Erosionssand – nun neue Strukturen durch Sedimentverlagerung – Uferstabilisieren, neue Ruhebereiche, Treibsel als halbstabiler Lebensraum.

Die Erlenpflanzung anderer ist gut angewachsen, wird den Bach standorttypisch weiterentwickeln.

Bachab des B-Plans Mühlenauquartier bietet sich bereits ein interessantes Umfeld.

Der B-Plan geht der Vollendung entgegen. Schön, dass wir dort bei der Verbesserung der Mühlenau besonders unterstützt wurden.

Wie seinerzeit in den Abstimmungsgesprächen als Zukunftserwartung dargestellt, ist die Natur begeistert. Erkennbar sind mindestens 3 Laichkuhlen von Flussneunaugen im Anstrom der im vorigen Foto zu sehenden Kieslenkbuhne.

Blick bachab von der Fußgängerbrücke Christiansenweg – da ist er, Reiher Hans weiss Bescheid!

Mein Erscheinen findet er unangemessen, wechselt ans andere Ufer.

Reiher Hans hat alles aufmerksam unter Kontrolle.

Aufmerksames Spähen …

Zack … – das ging daneben, kann passieren.

Also gilt weiter – aufmerksames Spähen bringt den Fisch, bzw. jetzt, saisonal, das Flussneunauge.

Erfolgreiches Fischen an dieser Stelle ist zu beobachten in einem Film aus 2020.

Die Folgestrecke Mühlenau bachauf der S-Bahnquerung stelle ich im Rahmen meines Anradelns zur Pinnau vor.

Nun war es also soweit, der Workshop „Gewässerpraktisch handeln …“ rief.

Es folgt die Beschreibung meiner Anreise – „Berlin ist eine Reise wert“.

[Die Dokumentation meines Vortrags steht inzwischen unter Downloads auf meiner Homepage Salmonidenfreund, wird auch in der Gesamtdokumentation der Veranstaltung erscheinen.]

Hamburg / Schleswig-Holstein. – Nach dem Motto „irgendwas is` immer …“ verbessert die Bahn Reisemöglichkeiten zwischen Blankenese und Wedel – dafür Streckensperrung, Schienenersatzverkehr, also.

Im Ersatzbus, Rathausplatz Wedel voraus – links rum vom S-Bahnhof Wedel Richtung S-Bahn, Blankenese.

Wenige, zentrale Halts ermöglichen zügige Fahrt.

Vor der Schnellstrecke Rissen.

Holper, stolper Sülldorfer Kirchenweg durch – und schon sind wir am S-Bahnhof Blankenese. Das ging ja fix!

Die S-Bahn bringt uns planmäßig voran. Ich stehe, weit draussen, am ICE-Gleis.

Hat es eine Bedeutung, dass ich sinnierend das übernächste Gleis mit ICE ansehe ???

Bin ich lang …

Voller Erwartung … – Sinnier, sinnier …

Ja, das übernächste Gleis – DAS ist es, wird kurz vor Einlaufen unseres ICE berichtet. – Schon fast gewohnt, im Langstreckentempo den langen Weg von ganz vorn nach ganz hinten und nebendran die lange Tour wieder nach ganz vorn. …

Nach dem Motto „Jeden Tag eine gute Tat“ weise ich sich munter unterhaltende „Hinterbleibende“ auf dem Ur-Bahnsteig darauf hin, dass sie sich zweckmäßiger Weise ebenfalls fix auf den Weg machen … sollten … MÜSSEN !

Ich bin ja schon drin! – Radelkondition hat sich mal wieder ausgezahlt.

Vorbei geht`s am gerade aktuell zunehmend begrünten Bunker St. Pauli.

Langsamfahrt und Stopp am Bahnhof HH-Dammtor: Das fast völlig neue CCH.

Frühlingsgrün präsentiert sich, die verkannte Ahornblüte.

Blick aus dem Bahnhof Dammtor: Der Fernsehturm – ach wenn der doch auch endlich – nach Jahrzehnten – wieder für die Öffentlichkeit zur Verfügung stünde!

Es geht weiter – Blick über die Lombardsbrücke auf die Binnenalster – von rechts nach links: Elbphilharmonie (hier klitzeklein), Rathaus und Kirchenkulisse.

Vor dem Rathausturm und dem Turm des Mahnmals St. Nikolai ergänzend ein Hamburger Detail, der Hauptanleger der Alsterflotte.

Zwischen den Metropolen – Glyphosat grüßt in Spezialfarbe, großflächig.

Nimmt das in Zeiten der Biodiversitäts- und Klimakrise denn gar kein Ende mit flächenhafter Vergiftung von Boden, Wasser, Pflanze und Tier (inkl. Mensch)?

Wir sausen … – Sonne auf gewöhnungsbedürftiger neuer Energielandschaft.

Vorbei an Wittenberge, mit dem Uhrenturm …

Das Fahrtwetter – besser als erwartet.

Aber dann, wie angesagt, kurz vor Berlin.

Angekommen (fast), Berliner Farben – Halt in Spandau.

Sieh an, wieder ein Wechsel – das Wetter stabilisiert sich, besser als gedacht.

Ausstieg Berlin Hauptbahnhof – Spiegeleien.

Tja, sagt der Berliner Bär, mit Grün wird das wohl erstmal nix!

Morgen, Sonntag, wird sich diese Einschätzung durch parteiinterne Umfrage SPD bewahrheiten – oder auch nicht.

Blick zum Regierungsviertel – zumindest hier: keine Angeklebten, keine Demonstranten. Mir ist das heute recht.

Im Zollpackhof – mal keine Haxe, mich erwartet noch ein Abendessen. Curryhuhn mit Reis und Salat (in schmackhafter Knusperschale) vom Mittagstisch ist ebenfalls sehr zu empfehlen.

Abgang – Spreeufer. Rettungsring, Laterne und Sphinx – eine Andeutung, dass das ein tierischer Aufenthalt wird?

Die nächsten Berlin-Beiträge werden es zeigen.

Schon wieder in Berlin?

Am Morgen nach dem Ankunftstag drehe ich eine Runde, Chausseestraße nordwärts, möchte die Situation Nordpanke und Südpanke noch einmal ansehen (vgl. Berichte vom 21. bis 23. März).

Ostseite Verfassungsschutz – das ist wohl der Stein, der allen verantwortlich Veranwortlichen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Herzen gefallen ist, als der – jahrelang Bayern-gestützte – Schwurbler an der Spitze endlich gehen musste.

Möge der Verfassungsschutz unsere Verfassung schützen!

Berliner Wasserbetriebe, Abwasserpumpwerk Mitte (in Sachen Abwasser wird – notwendiger Weise – immer gebaut).

An der Nordpanke angekommen, Blick Richtung Mündung in den Nordhafen – die bekannten, fast noch neuen Mäander.

Die Gabionen schaffen durch ihre Strukturverbesserung Turbulenzen, die wiederum den Lebensraum weiter aufwerten. – Das findet offenbar auch dieser Graureiher.

Da guckt wer! (Ich – ich tu nix !) – Der Reiher sichert …

Standorttypische Wasserpflanzen haben begonnen, die neuen Lebensraumstrukturen zu besiedeln.

Dem Reiher reicht`s …

Allerdings ist das Umfeld soooo interessant …

Die 3 Stockentenerpel bleiben cool, entspannen auf ihrer Gabione.

Auf der Ufermauer hat der Graureiher nun einen guten Überblick – weit entfernt von interessierender Beute.

Schön geworden hier! – Mich ruft`s Richtung Museum für Naturkunde, also Abgang.

Wieder Chausseestraße, rechts rum – über den Südpankepark strebe ich dem Naturkundemuseum entgegen.

Über das Was, Wieso und das Drumrum dieser Berlinreise im April folgen demnächst mehr Informationen und Eindrücke.

Morgens daheim – die Sonne beleuchtet das Nachbarhaus.

Gute Aussichten …

In der Marsch, Mäander des „Bullenfluss“, Tidehochwasser – Geesthang am Horizont.

Ganz beschaulich ringsum (hier traf ich, wie berichtet, mehrfach den Osterhasen) – am Horizont Wedel, Schornsteine des (noch) KoKW.

Blick SüdSüdOst zum Elbdeich – seewärts zieht One Hongkong, angesichts Thw hoch aufragend, 336 x 46 m, Tiefgang 12 m.

Und jenseits Idenburg … alles voller Nonnengänse.

Die Marschwiesen auf der anderen Wegseite sind auch gut bestückt.

Dicht – nicht nur gepackt, sondern lassen sie mich auch an sich rankommen.

Zwar fliegen sie nicht panisch auf, aber sie formieren sich doch …

… zur Ausweichparade.

Sie werden immer mehr …

… und mehr …

Das „mehr“, im Detail.

Dichte Packung am Bullenfluss – im Hintergrund …

… der bereits erläuterte Containerfrachter One Hongkong, seewärts.

Westlich von den Nonnengansmassen erste Zeichen …

… und die Seitenwegabsperrung.

Hier wird demnächst die Wegeführung auf den Blühwiesen der Schachblumen aufgebaut.

Die Nonnengänse werden ja wohl die Knospen nicht abfressen?!

Bis zur Blüte ist aber noch Zeit, vgl. „Schachblumenbarometer„.

Überrascht stelle ich an der Nasswiese vor dem alten Elbdeich Hetlingen fest, dass die Vögel heute das Halteverbot befolgen – gar keine da!

Einen versprengten Trupp Nonnengänse sehe ich kurz vor Schluss meiner Tour, beim Queren der Binnenelbe, Fährmannssand.

Nach Eis mit Sprühsahne gönne ich mir spätnachmittags eine Runde durch das Wedeler Autal – fast allein, offenbar Langzeitfolge Ostern, noch Osterferien – und geniesse nach Sonnenuntergang den Silhouettenausblick, daheim.

 

Der Regen, auch die schaurige Zeit, soll ab den nächsten Tagen erstmal vorbei sein. Wie bekannt, geniessen wir die Zeit zwischen den Schauern.

Morgens sind die Temperaturen noch niedrig, der Himmel zeigt oft eisige Spuren.

Im Deichvorland der Tide-Elbe schimmert silbrig das Reet des Vorjahres. Noch immer sind große Flächen erhalten, angesichts fehlenden Eisgangs und stärkerer Sturmfluten.

Fortgeschrittene Ebbephase zeigt mir in der Binnenelbe, dass auch in solch Gewässertyp rauschenartige Strukturen im Wechsel mit Kolken angestrebt werden (s. mittige Rauigkeit).

Wattglanz …

Rippelmarken im Morgenlicht.

Ab kommendes Wochenende soll der Regen erstmal vorbei sein. Bis dahin orientieren wir unsere Radeltouren am Wetterradar – wie bekannt, „immer zwischen den Fronten“.

Hohe Tidewasserstände plus Regen begünstigen vernässte Flächen in der Marsch, hier auch: angelegte Muldenvertiefungen – der Geesthang rechts oben.

Die jüngste Elbvertiefung und -verbreiterung mit ihrem Anschneiden „neuer“ Gewässersohle und -böschungen begünstigt im Zusammentreffen mit offenen Deichverschlüssen das rasante Verschlicken von Marschgräben – hier bis kurz vor den Geesthang. Das Wasser ist klar, „schön“ abgesetzt hat sich die trübe Soße.

Nonnengansschwarm, dahinter Weiden auf einer Sandlinse (vielleicht flache Reste einer früheren Binnendüne, wie mir ein Eingeborener sagte).

Etwas weiter – noch ein Nonnengansschwarm, dahinter die Elbquerung einer Stromtrasse.

Blick zum niedersächsischen Ufer vom Elbdeich Fährmannssand, Ebbe etwa zur Halbtide.

Nicht nur – wie berichtet – die Lühe-Schulau-Fähre, auch die Liinsand hat ihren Sommerfahrplan gestartet.

Vom Anleger Lühe her hat sie die Lühemündung passiert, verlässt das Foto gleich nach links, Richtung Hamburg Fischmarkt, über Wedel, Willkommhöft.

Zwei Tage später, strammer Südostwind – wir erwarten eine dicke, langanhaltende Regenfront.

Also vorweg los.

Der „neue“ Sandstrand, Wedel. Wind und Wellen drücken. Der Spülsaum zeigt Übergriffigkeit zu vergangener Tidehochwasserphase.

„That`s life!“ – Es nagt der Zahn der Zeit, kaum dass die Sandaufspülbaustelle (schönes, langes Wort?) abgeräumt ist.

Blick zur Südwestecke des Schulauer Hafens – von links drückt der Südost das Wasser turbulent ums Eck.

Blick vom Hafensüdende gegen den strammen Wind (und das Morgenlicht) – am Horizont Portalkräne der Containerhäfen und -kais im Hamburger Hafen.

Blick vom Sperrwerk Wedeler Au auf die – noch ziemlich volle – Tide-Binnenelbe, lockere Nonnengansformation vor frühlingsgelben Trauerweiden.

Kurzer Stopp auf der Rückrunde über der Binnenelbe – über mich ziehen Aberhunderte bei Fährmannssand aufgescheuchte Nonnengänse.

Während wir den Eindruck haben, dass sich die hiesige Sommervogelpopulation ziemlich eingefunden hat, erwarten wir zum Monatsende das Verschwinden der Nonnengänse gen Nordost, ins Brutgebiet.

Schwalben, „alte“ Mauersegler werden bald erscheinen – sowie die „Jungen Wilden“, etwa einen Monat später.

Mal genauer hinhören, morgens und tagsüber im Grün rings um unser Wohnen: Uns scheint, die Mönchsgrasmücke (eine erste …?) ist inzwischen auch angekommen.

Im Beitrag vom 2. April 2023 berichtete ich von punktuellem Bekiesen der Bilsbek an zwei Überfahrten. Das Wetter hatte die Befahrbarkeit für den Kieslaster so erschwert, dass wir spontan zwei weiter bachab liegende Überfahrten bekiesten, als für den Start vorgesehen war – Beispiel vorher.

Da die Niederschlagsabfolgen auch die Wasserführung erhöht hatten, fand der Kieseinbau ein wenig „nach Gefühl und Wellenschlag“ statt – Beispiel nachher. Unser normal übliches Nachsehen mit so gut wie keinerlei erforderlichem Nacharbeiten könnte im Hinblick auf das Ziel Strukturieren des Niedrig- und Mittelwasserprofils hier ein anderes Ergebnis bringen.

Das Zwischenergebnis, Nachschau:

Was bei höherem Abfluss ein turbulentes, mittiges Fliessen ergab, zeigt sich bei Mittelwasser als stark linksgerichtet, in die Böschung.

Wenn wir denn, wie beim Spezialfall Ohrtbrooksgraben ein Mäandrieren-Provozieren verabredet hätten, wäre das ein schöner Start.

Spezialfall Ohrtbrooksgraben, Pinnau-Einzugsgebiet: Alle Beteiligten (Initiatoren, Grundstückseigentümer, Wasserverband, Wasserbehörde) verabredeten, Instream-Restaurieren Richtung Ufer-angreifende Turbulenz einzusetzen.

Das ist bei intensivem Nutzungsdruck, sei es im Städtischen oder Ländlichen, in der Regel nicht der Fall. – Daher: Nacharbeit, wahlweise mit Schaufel oder Rechen / Harke an der Bilsbek.

Eine kleine Skizze hilft als Korrekturvorschlag.

Und so sieht das Ergebnis aus – mittiger, turbulenter Abfluss im Niedrig- und Mittelwasserabfluss bei gleichzeitigem Uferschutz.

Dank gilt WW, dem kunstvollem Reparateur und Fotografen!

Weshalb der Spezialfall Ohrtbrooksgraben gleichwohl unter dem Stichwort Bilsbek passt: Aus Verabredungen zeichnet sich ab, dass anderswo im Einzugsgebiet Uferausbrücke erwünscht sind.

Wir dürfen gespannt sein.

Nun lebt man schonmal an der Elbe, Nordufer Schleswig-Holstein, gegenüber Niedersachsen. Und dann das – die Lühe-Schulau-Fähre verschwand in der Werft, zeitlicher Ausgang zunächst unklar!

Na ja, Elbe, Schulauer Hafen und Sandstrand bleiben ja (Letzterer, frisch für „gut Geld“ aufgespült und flach oberhalb mittlerem Tidehochwasser profiliert).

Überraschung, gestern am Schulauer Hafen …

3 Schiffe in Sicht! Etwas Gelbes hebt sich am Anleger Willkommhöft hervor.

Ja, sie hat es geschafft – bzw. die Werft, besten Dank! Die Lühe-Schulau-Fähre ist in die Sommersaison gestartet.

Der gen See fahrende Containerfrachter ist die CMA CGM Barrakuda 294 x 32 m, also einer der heutzutage Kleinen, immerhin mit Tiefgang 11 m.

Sooo klein sieht das Schiff nun doch nicht aus, als es jenseits Weiden und Pappeln vor dem Sandstrand die Elbe seewärts zieht.

Und da ist sie, die Lühe-Schulau-Fähre, jenseits des aufgeschichteten Osterfeuerholzhaufens auf ihrer Tour gen Anleger Lühe.

Das Osterfeuer ist inzwischen abgebrannt, kokelt noch vor sich hin. Betroffene Wohngebiete leiden angesichts derzeitiger Windstille mit mümpfelnden Wohnungen vor sich hin … – Alle Jahre wieder!

Vor dem Elbdeich Fährmannssand passiert die LSF den SpezialSpülBagger Jetsed. Der erledigt, wie mir scheint, besondere punktuelle Aufgaben im Tideelbeverlauf.

Die Osterlämmer sind inzwischen auch am Deich, schon etwas größer angesichts nicht ganz früher Ostertage.

Brand- und Stockenten – sie sind vom gestern gezeigten Flachwassersee auf diesen Staurest gewechselt.

Noch wird gebalzt, demnächst gebrütet.

Von den Störchen sehe ich nur ein Exemplar, eifrig suchend – habe beim Passieren der Idenburg nicht drauf geachtet, ob sich eine(r) auf dem Nest befindet.

Wer sucht, der findet – wiederholt erfolgreich.

Na denn – Frohe Ostern!

Mal wieder von der Holmer Geest in die Marsch geradelt. Hier, südlich des Weges „Am Hang“, waren in den vergangenen Jahren einige Wiesen regelhaft über Wochen flachseeartig überstaut. Schon dachte ich, Eigentumsveränderungen hätten das bewirkt.

Das ist offenbar nicht so, wie die Begegnung mit Grau- und Silberreiher zeigt.

Die in den Vorjahren langzeitig überstauten Marschwiesen hier sind trocken. Ein Silberreiher bekommt Besuch von frisch angeflogenem Graureiher.

Was immer wer da vorhat – beim Annähern des Graureihers entsteht ein heftiges, gegenseitiges Flügelschlagen.

Als die nötige Distanz wohl halbwegs hergestellt ist, bemerken mich die beiden.

Gaaanz langsam schreiten sie südwärts …

Dann reicht es dem Silberreiher doch – er fliegt ab (um in geringer Entfernung halbwegs sichtgeschützt hinter einem Reestreifen zu landen).

Dass die Wiesen hier trocken sind, hat eine Ursache.

Einige Tage zuvor waren mir Erdaufwürfe am Marschgrabenrand aufgefallen (vor dem Einzelbaum am Horizont).

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass die Gewässer- und Wiesenunterhaltung wieder auf „Entwässern“ eingestellt ist. Marschgrabenaushub am Ufer und „Schwarz“ in Nord-Südrichtung auf der Wiese zeigen es.

Beim Weiterradeln treffe ich gleich wieder einen Graureiher. Aus dessen Verhalten schliesse ich, dass hier einige Zeit niemand vorbeigekommen ist.

Entlang Brunnenschutzgebiet mit Wäldchen und eingestautem Randgraben – parallel, wegbegleitend ein tidebeeinflusster Marschgraben.
Graureiher voraus …

Der schläft wohl?

Doch nicht – oder er ist wach geworden.

Nix wie weg!

Nachdem er Distanz gewonnen hat, fliegt er ruhig parallel zu mir über dem Schutzgebietsgraben voraus, findet seinen neuen Ruheplatz.

Ich radele weiter, gen Idenburg. Nasse Wiesen mit anderem Geflügel erwarten mich.