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Archive for the ‘westlich HH’ Category

Da liegt er nun, verwendungsbereit, der Sattel Kies (25 t).

Vorgestern Abend erreichte mich ein Anruf, ob „1 Sattel Kies kurzfristig möglich“ sei. Angesichts angesagten Starkregens wurde aufgrund lokal festgestellter StarkErosion an einem kleinen Bach weiterer, heftiger Schaden erwartet.

Mit Glück klappte das Zusammenspiel aller Erforderlichen, herzlichen Dank dafür!

Da sage mal einer, in Deutschland funktioniere nichts (mehr) – und dann diese Spontaneität!

Unendliche Weiten … – da, ganz hinten ist der Bach.

Klitzeklein – der Schein trügt.

Anzeiger Dränrohr – das endete mal ziemlich mit dem ursprünglichen Ufer.

Hinzu kommt im Hamburger Umfeld – ich hatte das in meiner niedersächsischen Zeit hinreichend angemerkt – der Zubau in Umlandgemeinden. Erforderliche Regenrückhaltung zur Minderung der Abflussspitzen aus den Bebauungsplänen und ihrer Umsetzung fand kaum statt, ggf. erfüllen die Regenrückhaltebecken ihre gedachte Funktion schlicht nicht (nicht umsonst sprechen wir vom notwendigen Umdenken und Umstellen auf „Schwammstädte“). So folgt bei stoßartigen Abflüssen ExtremErosion – aus Niedersachsen hatte ich gar vom „Abrasieren von Gleithängen“ berichtet. (Daraus entstand seinerzeit das Experimentieren mit „Hölzchen & Stöckchen“ [man beachte das Entstehungsjahr des Links], die heute als Treibsel- / Geschwemmselsammler in der Fachliteratur zu finden sind.)

Haselstecken, Rechen (und Schaufel) haben wir mitgebracht.

Und da, in der Ferne, erscheinen die Leister am Kies – Radlader, Trecker und Ladewagen.

Radlader mit voller Schaufel fährt an.

… platziert den Kies möglichst weit rüber im Bachprofil.

Orientierungsgespräch am Ladewagen.

Sukzessives Teilentnehmen bis etwa zur Hälfte des Ladewagens, …

… dann Ladewagenplatzieren …

… und Schütten.

Mit dem Radlader wird diese Schüttung passend ins Ufer geschoben …

… und aus dem Ganzen wird dann die Rausche – mit Uferschutz auch an der gegenüber liegenden Seite – händisch geformt.

Rausche 1, fertig – zwischen lichtem Schatten und Übersonnung, -wärmung des kleinen Bachs.

Letzteres, Übersonnung, Überwärmung zeigt uns – hier das Männchen – Calopteryx splendens, „die Wärmere“ Calopteryx-Art, an.

Wo diese in hohem Prozentsatz, womöglich als einzige C.-Art vorkommt, stimmt etwas mit dem Wärmehaushalt des von Natur aus „sommerkühlen Bachs“ (vgl. Erläuterungen anderswo, ggf. mit Suche hier im Blog) nicht. Es fehlt meist der standorttypische Baumsaum – von Auwald garnicht zu reden.

Hier sind wir einigermaßen zufrieden: Calopteryx virgo, die Sommerkühle Liebende, kommt in hohem Prozentsatz vor.

Zügig sind oberhalb und unterhalb der ExtremErosionskurve Rausche 1 …

… und Rausche 2 erstellt.

Dazwischen haben wir punktuell zahlreiche Strömunglenker aus Kies platziert – hinten im Licht einer davon.

Ich verabschiede mich, habe mein Zeitlimit „gut“ überzogen. – Wir alle, nicht nur Trulli Tropf und sein schmutziger Abwasserkollege, sind begeistert.

Der heftigen Sonneneinstrahlung entsprechend wähle ich als leichtes Essen BroccoliRöschen mit Kartoffelrösti, Sauce Hollandaise, mit Käse überbacken. Dazu ein kühles Flensburger Dunkel.

So lässt sich`s leben! (Muss ja nicht immer im Vorfeld so hektisch zugehen.)

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Mein Radeln gen Elmshorn-Ost führt mich entlang der westlichen Route zunächst nach Uetersen – Pinnau-Klappbrücke voraus!

Im westlichen Elmshorn angekommen, biege ich nach links zum Hafen ab – alles so schön bunt hier!

Sieh an, sowas bei bzw. Richtung Tideniedrigwasser – Süßwasserwatt fällt frei.

Draufsicht – meine Güte „Watt grün!“. Reichlich Nährstoffe und Licht im Überschuss wirken.

Als ich am Wedenkamp, östliches Hafenende, ankomme, vermisse ich etwas.

Da muss ich auf der Rückfahrt nochmal genauer hinsehen.

Nach Abradeln der Krückau im Krückaupark (weiteres Restaurieren steht an, Bericht folgt) erreiche ich meinen vorgesehenen Wendepunkt – Speis` und Trank helfen mir für die Rückfahrt.

Wieder im Westen angekommen, Blick Buttermarkt / Hafen – da steht ein Kerl!

Auf hohem Sockel, mit Fisch unterm Arm!

„Fisch + Mann“ sind Teil des Skulpturengartens Elmshorn – es lohnt, mal in Ruhe Unterschiedliches zu betrachten.

Wedenkamp, Hafen (links) bei Tnw (unten) – das bzw. der Vermisste ist doch da! Der Taucher!

Der steht aber nur scheinbar – jedenfalls bei Tnw – über der Krückau.

Unter ihm! – Läuft DER mit seinen Entenfüssen da unten im Schlick herum?!

Jedenfalls muss er zur Zeit ganz schön zielen, um seinen kleinen Pool zu treffen.

Fetter Schlick, mit Gasblasenaufbrüchen – oder Karpfenfischfresspunkten? – liegt bereit. – – – Vielleicht wartet der Taucher doch besser auf Tidehochwasser.

Weiss nicht, ob „die Taucher“ es nicht so mit der Krückau haben. Jedenfalls brachte meine Anfrage zum Durchtauchen restaurierter Teilstrecken keine Antwort.

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Nachdem mich meine Dresden-und-Umrum Radelerlebnisse beschäftigt haben, bleibt nun einiges zwischenzeitlich Erlebtes hier zu zeigen.

Nicht zuletzt eine längere Radtour gen Krückau, Elmshorn Ost, präsentierte Besonderheiten.

Hier zunächst das Käferige.

Auf dem Hinweg – da zappelt in Heidrege etwas auf dem Radweg.

Ein ganz lebendiger Maikäfer klammert sich an meine Finger.

Mit ein wenig Überzeugungsarbeit verschwindet er dann doch im Schatten eines angebotenen Blatts.

Auf dem Rückweg, etwas weiter südlich als beim Maikäfertreff, …

… sitzt da krass Gefärbtes auf dem Brückengeländer an der Holmau.

Ein echter Widderbock. – Den sehe ich auch nicht alle Tage!

Aus Elmshorn gibt es – Hafen, Krückaupark, ff. – weiteres Berichtenswertes. Das folgt demnächst.

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Frühes Frühstück (Begrüßen und Verabschieden von einigen ebenso früh aus den Betten gefallenen Mitradelnden) und wenige Hundert Meter bis zur Tramstation sichern mir das Erreichen meines gebuchten Zugs nach Hamburg-Altona.

Ja. – Tramhalt Am Zwingerteich – Blick aufs grüne NordWestEnde des Ensembles.

Von dort soll die Tram …

… kommen. – Na, super!

Oha, Freitag – leer … – ZU früh?

Vorbei an bereits Anfang dieses Jahrtausends Bestauntem – Bäume, inzwischen ordentlich gewachsen – „auf Etage“ …

… bringt mich die Tram zum Dresdner Hauptbahnhof, Halt Nord.

Immer wieder bestaunenswert, licht! – Ingenieurskunst!

Unser Zug fährt ein – der verlässliche Tscheche.

Koffer abgestellt, Jacke aufgehängt. – Platz satt!

[In Berlin werde ich etliche Zusteigende (immer noch: Platz satt trotz angekündigter Fülle) hören, die sich wie ich darüber wundern. – Vielleicht hat die winterlich bedingte Verlängerung der Bausituation bis Mitte Juni doch viele von Planungen abgehalten?]

Elbbrückenblick „auf alles“: Niedrigwasser-führende Elbe mit breitem Elbufer, Europaufer Dresden, Maritim, ganz rechts das Kongresszentrum.

Gute Bahnfahrt!

Kleiner Schock auf der eingleisigen (!! Wer kommt nicht auf die Idee, eine solch zentrale Strecke zu doppeln ? !!) Umleitungsteilstrecke: „Ein Güterzug hat unsere Route gebucht, fährt nun mit 100 km/h vor uns“. – Mein Gott, Deutsche Bahn!

Unterdrückte Aufregung musste nicht sein. – Die resultierende Viertelstunde Verzug konnte durch Fahrt und zügige Abfertigung an den Umleitungshalten so kompensiert werden, dass so gut wie alle Anschlüsse auf der Strecke erreicht wurden.

Da selten wegen der Bauverzögerung genutzt – Oberhafeneinfahrt von Berlin nach Hamburg – eine für mich seit Unruhestandszeiten mit Wohnortwechsel ins Schleswig-Holsteinische überraschende, besondere Ansicht (zuvor meine tägliche HH-Einfahrt aus dem Niedersächsischen).

Ja, und wie gesagt – Dank dem Tschechenzug und der Bahn sowie meiner Chauffeurin – pünktliches elektrisches Einfahren in die häusliche Garage.

Fazit der Reise: Das geradelte km-Plus der „Sternfahrten in Dresden“ bringt mich im Wedeler Stadtradeln in unserer Gruppe etliches weiter nach vorn, als ich „in normalen Jahren“ liege.

Was für eine Woche – Wiedersehen mit dem Dresdner Raum, mit westlich von HH Geführten, gemeinsames Radeln bei teils abenteuerlichem Wetter (wo der E-Motor dann doch zeitweise hilfreich war)!

Vom Ganzen gesehen bleibe ich aber überzeugter Muskelradler. – Ich möchte mehr sehen! Das macht mein Radelerlebnis aus.

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Neu angekommen, ringsum – (nicht nur) Mai ist Fohlenmonat.

Meine Tour führt mich am Tide-Sauerbeck längs – Ebbe bereits fortgeschritten. Irgendwas ist da, hinten, im tiefen Grabenartigen.

Das ist schon spannend bei Ebbe – alles von Oberstrom muss hier vorbei. – Kürzlich berichtete ich von einem spät doch noch flüchtenden Reiher. Für diesen scheint der Platz zu interessant, vielleicht erkennt er mich auch als den Nicht-Gefährlichen.

Bachauf – die potentielle Beute! Dies ist aber wohl nur der Häutungsrest einer Wollhandkrabbe.

Am ehemaligen Rohrabsturz fliesst kaum Wasser – das kann nicht nur der Niederschlagsmangel sein (?).

Bachab der Bachquerung „Am Hang“ – Beine … Es ist also mit Wollhandkrabben als wachsende Nahrungsquelle zu rechnen.

Direkt darüber, im Foto (ich habe es geteilt) und im Medium – ja, es schwärmen allerhand Mücken über dem Wasser, weiss nicht, ob Zuck- oder Stech-.

Wohl eher Zuckmücken, ich werde nicht bedrängt.

Da sind die neuen Wanderer, junger Jahrgang, bereits „auseinander gewachsen“.

Auf dem Sand sind sie nur erkennbar „live“, an ihren fixen Laufereien (ausser der vorderen auch zwei unscharfe auf der rechten Seite).

Das ist der junge Jahrgang, der Hunderttausend-, vermutlich Millionen-fach aus dem Brackwasser flussauf – bei fehlenden ernsten Hindernissen, ggf. wird auch über Land gewandert – alles Nasse besiedelt, ggf. bis in Quellbereiche.

Der Angler kennt von Magenuntersuchungen gelegentlich doch mal geangelter Barsche und Forellen, dass Wollhandkrabben eine beliebte Nahrung darstellen. Voll gepackt sind die Fische – und gingen gleichwohl an den Köder.

Die Masse der aufwandernden Tiere verwundert mich nicht, habe ich doch vor Jahren erstmals dieses saisonale Geschehen kennengelernt – da wollte ich auf einer Exkursion verdeutlichen, dass auf bewegtem Sand nichts lebt, im Gegensatz zu Strukturen wie Kies / Stein, Wurzel, Holz. – Die gesamte Sohlfläche der Mühlenau war von Kleinfingernagel-kleinen Winzlingsmassen besetzt – eine Armada eroberte sich ihren Aufwuchs-, aber auch massenhaft Gefressen-werden-Raum.

Jetzt wäre auch das allzu wenige Bachwasser bachab klar. – Der Karpfenteich, der kürzlich fast einen Totalverlust des Einstaus erlitt, hat einen Notverschluss erhalten. So können die verbliebenen Riesenkarpfen akzeptabel bis zur endgültigen Reparatur verbleiben.

Jetzt gönne ich mir erstmal ein paar Tage Pause – Neues wird folgen.

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Wir sind zu zweit, ein Umwelt- / Umfeld-Engagierter interessiert sich für den aktuellen Stand. Wir sehen die Mühlenau in Frühjahrstrockenheit (gelegentlich fallende Feuchte reicht man gerade zum Keimen von Saaten), sich stets weiter Richtung Niedrigwasserabfluss entwickelnd.

Diese Strecke, so auch in Entstehung und Absicht heute unbekannte Holzeinbauten, ist vom früheren Mühlenstandort / Mühlenteich geprägt.

Zwischen zwei punktuell bekiesten Strecken – Überbreite, aquatische Einöde im Grünen. Irgendwas wuselt am Horizont.

Bachauf, wir befinden uns in einer ehemals kahlen, nun mit JungErlen – leider wohlmeinend aufgeastet – bestandenen Fläche. Sieh an, das Gewusel stellt sich als Entengruppe, Stockente mit Küken, heraus.

Die wuseln eifrig, hin …

… und her, auf und ab. Wir befinden uns gerade im Insektenschlupf, den die Kleinen abzuschöpfen versuchen.

Das Morgenlicht ist so „hart“, dass die Küken manchmal fast nicht zu erkennen sind.

Bei all dem Gewusel entgeht uns fast – gegenüber im „schwarzen“ Schatten – an der einzigen, angesichts dieses Niedriabflusses verbliebenen nennenswerten Turbulenzstelle eine Flussneunaugenlaichkuhle (unmittelbar rechts oberhalb der Turbulenz, im Foto nicht erkennbar).

Das Geschehen setzt sich fort, an Land, …

… und im Wasser. Die Kleinen strecken sich eifrig, hopsen in die Höhe, die Entfliegenden noch zu schnappen.

Weiter bachauf – erstaunlich, wie bei all der Fressaktivität noch mit strampelnden Beinchen Bachstrecke bewältigt wird. – Kleine Pause?

KEINE Pause – eine Horde halbstarker Erpel taucht auf, …

… bedrängt Mutter und Kinder.

Wir auf einem Kieslenker wiederum irritieren die Erpel, was die Ente …

… an uns die Küken vorbeiführend nutzt. – Die Erpel bleiben zurück, wenden sich bachab.

Wir setzen unsere Tour unter der Bahn hindurch Richtung Rosengarten fort.

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Ich radele gegen den Uhrzeigersinn meine Runde, Rückenwind entlang Elbdeich – Weiss vor dem Tor querab Vogelstation.

Vorher waren mir 3 mehrere 10er m² große Stellen der Deichverteidigungsstraße aufgefallen, die „unverschämt“ mit weissem Möwenschiss bekleckert waren (gut für alle, die sich zum Zeitpunkt des Geschehens nicht vor Ort befinden, überflogen werden).

Früh, ich bin noch weit entfernt, fliegt der Schwarm auf.

Wohin soll`s gehen?

Das wissen die Möwen wohl selbst nicht – oder …

… doch? Sie landen am Startort, während ich mich stetig nähere.

Gelandet – Suchen, Fressen startet. Ein Mix aus Lach- und Sturmmöwen beschäftigt sich hier.

Hartnäckig bleiben die Vögel vor Ort, heben aber doch wieder ab, kaum …

… meine Radler-Kopfhöhe übersteigend.

Meine Güte! – Ich passiere das Tor und blicke zurück.

Da sitzen sie wieder, am Ausgangsort. Mir scheint, kleinflächig findet da ein starker Insektenschlupf aus dem Boden statt. – Guten Appetit, Mahlzeit!

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In der Marsch prägen inzwischen vielerorts Doldenblüher die Wiesen.

An Tidegräben und -gewässern der Marsch …

… steht Beinwell in Blüte.

Ich radele – Sauerbeck bachauf – gen Geesthang Holm.

Da rumpelt es ganz nah links im Graben, ablaufend Wasser – ein Graureiher „stürzt“ heraus, fliegt dann weit aufwärts, wieder in den Graben, nun doch raus. Sicher ist sicher!

Er dreht doch lieber ab, quer über den Weg, landet hinter dem Reet rechts.

So ein Reiher weiss ja Bescheid, stellt sich bei startender Ebbe ans Ende einer interessant erscheinenden Strecke – und wartet, bis sie „leer“gelaufen ist.

Alles, was im flachen Wasser nicht bleiben möchte, lässt sich treiben …

Ich sehe im oberen, sandigen Bereich (vorstehendes Foto links unten und bachab – kein Fotografieren möglich) hin und her schiessende Stichlinge – wohl Reste der „Un“zahl Wanderstichlinge, von denen ich berichtete.

Und wenn Ebbe herrscht – bis Flutwechsel – ist da noch mehr zu finden, z.B. 2 kleine Wollhandkrabbenpanzer hier (weiss, linkes Drittel und ganz rechts, Bauchansicht) im Foto.

Die sich fürs Wachstum häutenden (dann) „Butterkrebse“ sind beliebte Speise für Fisch, Vogel – und mancherorts auch Mensch. Die Zahl der Röhren zeigt, wie viel Leben da wohl unsichtbar existiert. (Wer wartet … – oder Tricks zum Rausholen kennt …)

Nebendran blühen Taubnesseln.

Der Löwenzahn hat sich Richtung Pusteblume entwickelt, …

… die schon ordentlich ihre „Fallschirme“ fliegen lässt.

Demnächst folgt ein kleiner Möwenbeitrag von der Deichverteidigungsstraße.

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Am Sonntag radele ich Wind-bedingt die Elbdeichrunde im Uhrzeigersinn.

(Nicht nur) Hetlingen – inzwischen bevölkern bunte Herden die Marschwiesen.

Auf meiner Radlerhose landet eine Schlammfliege – früh, wie mir scheint.

Am Bullenfluss wundere ich mich über hohen, gen Elbe schiessenden Wasserstand – gemessen am Stand der bereits länger laufenden Ebbephase.

Auch der Sauerbeck schiesst unerwartet, deutlich höher als angenommen.

Na gut, angesagt war`s ja, uns hat`s verpasst: Punktuelle, heftige Gewitter. ?? !! ??

Unter dem extrem turbulenten Abfluss sehe ich hellen Kies – haben etwa Flussneunaugen diese Bedingungen zum Laichen genutzt?

Es könnte aber auch reine Hydraulik die Ursache des abgeräumten Rauschenrückens sein.

So schiessend habe ich den Bach selbst bei längeren Starkregen nicht erlebt.

Von der Marsch auf die Geest hochgeradelt – der Karpfenteich, oberhalb des Anglerpuffs – teilgeleert. Der Reiher möchte profitieren, …

… findet offenbar aber nicht viel, geht ins Tiefere.

Ist der Teich – es fliesst aber so gut wie nichts zu – vorsorglich wegen Gewitteransage abgesenkt, – soll er abgefischt werden, – hat er ein Dammproblem (Bisam, Nutria)?

Tags drauf, heute, Montag, fahre ich Wind-bedingt gegen den Uhrzeigersinn. Ich habe mir vorgenommen, je nach anzutreffender Situation am Haus neben dem Teich mal zu klingeln.

Oha, der Teich ist so gut wie leer. Unmittelbar rechts vom Mönch, tief, scheint mir ein Loch im Damm zu sein.

Ich habe Glück, mir wird aufgemacht. Freundliche Begrüßung – Nein, kein Abfischen, kein Ablassen, kein Dammschaden – ein Wurzelschaden am Mönch und folgende Dammteilausspülung sind Ursache für den Nicht-Wasserstand hier und den gestrigen heftigen Hydraulikschub im Bach.

Sobald Zeit ist, kommt der Bagger und der Teich wird wiederhergestellt.

So radele ich, einiges schlauer, weiter.

Von unten auf das Restwasser geblickt: Da sind einige Leviathane drin.

Rohr Sauerbeck: Nun fliesst da fast nix mehr – wo soll es herkommen?

Blick über die bekieste Strecke – allüberall umgelagerter Kies.

Daraus können wir nun, für eventuell vorgesehene Verlängerung der belebten Strecke, die „richtigen“ Abstände für Rausch-Kolk-Abfolgen ablesen – der Grund, warum wir experimentell und nicht „Bau-geplant“ vorgehen.

Heller Kies, in „verdächtiger“ Form! Könnte man in der Tat als Flussneunaugenlaichbett ansehen, wären da nicht die wie gefräst wirkenden Kanten.

Bachab liegt die Teilumlagerungsmenge.

Und weiter bachab hat`s aus den steilen Grabenkanten neu erodierten Kies hingelegt.

Ich radele weiter meine Elbdeichrunde.

Am Elbdeich Hetlingen – unerwartet zeigt sich blauer Himmel. – Jetzt aber Hütchen auf und ab nach Hause.

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Weiter scheint die Sonne, Wind aus Ost – Nonnengänse vor Geesthang auf abgegraster Marschwiese.

Nebendran quakt es vielstimmig im Graben – da, einer der grünen Verursacher.

Wo solch Quaker sind, ist der Reiher nicht fern – dieser fliegt, sich von mir gestört fühlend, nach einer Weile ab. (Atempause für die Frösche, Quaken kann wieder beginnen.)

Gänse und -blümchen auf abgegraster Fläche entlang Langer Damm.

Da müssen die Robustrinder zusehen, wo sie genug Nahrung finden. (bzw. es wird zugefüttert – ggf. noch bis ca. Mitte Mai)

Querab Vogelstation Wedeler Marsch ist nach dem Weidenräubern auf den Flachseen gut vor Feinden geschützt Ruhen – dichte Packung Nonnengänse.

Idenburg – prächtiges Blühen der Eichenallee.

Nebendran sind die Feuchtweiden ziemlich abgetrocknet. Die Jungpferde wissen mit dem Grabenrestwasser umzugehen.

Zwei der 3 Braunen stehen hintereinander, einer verdeckt. Insbesondere der Schimmel zeigt, was für ein Umgang mit dem Nass angesagt ist (alle 4 Beine sind inzwischen schwarz). Mit dem Huf scharrt er eifrig, so dass ein irgendwann für die Absicht geeignetes SchlammWasserGemisch entstanden ist.

Und dann …

Platsch, schmeisst sich ein Brauner ins Braune.

„Alles ok?“ könnte der Schimmel fragen.

Keine Aufregung – alle dürfen ins Schlammbad!

Badwechsel – der Braune hat seine Farbe stark verändert.

Ich schliesse aus diesem zielgerichteten Verhalten – und stetem Schweifwedeln -, dass nun mit ausreichend hohen Temperaturen störende Insekten unterwegs sind. Auf Touren mit längerem Stehenbleiben werde ich ab sofort  (Anti-)Mückenmittel dabei haben.

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