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Archive for the ‘Klima’ Category

Jetzt wissen wir es also. Der September hier im Norden war – wieder ein weiterer Monat – wärmer als „normal“. Vier Grad höher, kein Pappenstiel – das entspricht genau dem, was seit Jahrzehnten vorhergesagt wurde und je klarer das Bild wird, desto weniger will manche(r) das glauben.

Um Glauben geht es aber nicht. Der hat anderswo Platz. – Es bleibt viel, mehr, schneller und konsequenter zu tun.

[Wir haben gerade – nach gutem Heizverhalten im vorigen „Winter“ (das Ergebnis konnte sich sehen lassen) – ergänzend neue Fenster in unsere Wohnung einbauen lassen. Einmal abgesehen vom bereits ganz anderen Wohngefühl, sind wir auf kommende Daten gespannt. – Dieses Handeln ermöglichte ein Beschluss der vorigen Eigentümerversammlung: Das „Gemeinschaftseigentum Fenster“ wurde verwaltungstechnisch in die Entscheidungsfreiheit der jeweiligen Wohnungseigentümer gelegt. Bei einem nun 30 Jahre alten Bauwerk macht ein Aufpeppen auf heutigen Dämmstandard mehr als Sinn.]

Auf nach draussen, ins Wetter- und Klimageschehen! – Vorgestern Nachmittag war so eine Situation …

– Himmel über der Marsch – … da musste ich nochmal auf`s Rad, große Runde, im Uhrzeigersinn.

Deichschafe am Hetlinger Elbdeich – eine Krähe quert.

Obwohl die Elbepegel für das Tidehochwasser nichts Besonderes anzeigten, hatte offenbar Wind mehr Wasser über die Hetlinger Binnenelbe ins Hinterland gedrückt. Idenburgwiese, eingestaut – hinten rechts ist ein kleiner weisser Punkt. Das ist doch …

… ein Weissstorch.

Ein Bisschen erstaunt mich das.

Nebendran wärmt sich ein Graureiher, genau ausgerichtet, in der Spätnachmittagssonne.

Tags drauf, gleiche Runde, diesmal gegen den Uhrzeigersinn.

Ja, ein Weissstorch, diesmal näher, zwischen altem Hetlinger Deich und Bullenflussbogen. – Hinten links ist ein Silberreiher erahnbar.

Links der Silberreiher, ringsum stehen etliche Graureiher auf den Viehweiden.

Noch ein Silberreiher – sichert auf große Distanz.

Weissdorn leuchtet in der Vormittagssonne.

Besessene Schafe am Hetlinger Elbdeich – Stare nutzen sie als Ausblick?, finden vermutlich Fressbares auch auf den Tieren. – Mit meinem Kommen …

… fliegen sie ab.

Kurz vor dem Geesthang Wedel steht nahebei ein Graureiher auf der Wiese der umgetriebenen bunten Herde.

Der lässt sich garnicht stören, pirscht.

Bewegtes Vieh auf Weide ist oft ein gern gesuchter Vogelstandort. Allerhand Getier – vom Insekt bis zur Maus – wird im Gras aufgescheucht, vom lauernden Jäger erspäht und – meist glückliche Jagd – verzehrt.

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Neulich war`s, gut einen Monat her, erste kühle Nächte. Da zeigt Landschaftsstruktur, was Kleinklima bedeutet, wie und wo Wasser für kleine Zyklen gehalten und abgegeben wird.

Das sehen wir aber nur da – kurzzeitig bestenfalls woanders – wo menschlicher Aufräumfimmel nicht waltet.

Ich wollte mal wieder eine länger nicht besuchte,  vor Zeiten restaurierte Bachstrecke ansehen.

Kleinstrukturen – nicht zu glauben – halten schier unvorstellbare Wassermengen.

Wie gut, dass ich Stiefel angezogen habe.

Solch vergängliche Pracht wird länger konserviert in Altholz, z.B. stehen gelassenen Zaunpfählen. Flechten, Moose und mehr dokumentieren diese Besonderheit.

Abends zuvor hatte es geregnet, Mittelwasserabfluss läuft über die ca. 1/2 Jahr alte, neue Strukturvielfalt.

Die Kiesrauschen zeigen, dunkel Algen-bewachsen nur im schmalen, flächigen Bereich der Sohle unten, dass fast über das gesamte erste Halbjahr 2023 hier nur Niedrigwasserabfluss herrschte.

Der gesamte helle Kiesbereich lag trocken – so auch wieder nach Abfluss des Regens.

Kleiner Igelkolben, übermäßig gewachsen in übersonnter Bachstrecke, wird von Wasserkraft flach gelegt.

Die Strukturvielfalt lässt kleinräumig unterschiedliche Strömungsverhältnisse entstehen.

Besonderheit dieser Strecke: Einengungen oberhalb MW-Linie und Baumbepflanzung, hätte gern etwas versetzt erfolgen können.

Kleiner Tipp nebenbei: Schutz vor Rehwild ist zweckmäßig. Dabei wird einfacher Metallzaun genutzt. Verzinkte, vermeintlich länger haltende Versionen sind nicht nur unnötig, sondern tragen auch zwangsläufig erhöhte Schwermetallbelastung in Gewässer und Boden.

Wo Schwarzerlen stehen, ist auch der Erlenkäfer nicht weit – hier eine Raupe mit Fraßspuren im Blatt.

Neben Erlen sind auch Flatterulmen als Initialpflanzung gesetzt worden.

Kleiner Ausschnitt mit Flatterulmen allein.

Was immer die Natur vorhat, kann durch Sukzession ergänzt werden.

Kleiner Fischtest: Ein handlanger Flussbarsch – bunt, wie sich das gehört.

Das vorstehende Foto zeigt, dass ich in Bächen widerhakenlos angele (wenn überhaupt, habe mit Fotografieren genug zu tun). So kann der begutachtete Fisch weitgehend schadenfrei zurückgesetzt werden.

Das Foto ist um 90 Grad gedreht, daher „liegt“ der Fisch in der Waagerechten.

Aber die Beurteilung von Landschaft, Pflanzen und Tieren reicht auch optisch.

Die Sonne steigt, die Insekten werden aktiv. Hier sitzt die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens, Männchen) und wärmt sich auf.

Mit zunehmender Naturnähe – lichte Beschattung, Verdrängen der Sumpfvegetation im Fliessquerschnitt – wird diese, wärmere Strecken (eigentlich um Etliches bachab!) kennzeichnende Libelle durch ihre Schwesterart der Quellnähe, Sommerkühle bevorzugend, zunehmend ersetzt. – In den vergangenen Jahrzehnten war ich immer wieder überrascht, dass nicht nur Calopteryx virgo, sondern auch größere, so besondere Arten der Quellnähe wie die Zweigestreifte Quelljungfer, Cordulegaster boltoni, nicht nur auftauchen, sondern dann auch regelhaft vorhanden sind.

Natur, die unterstützt wird, ist halt immer für eine Überraschung gut.

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Vor einer Woche fiel Regen, der – erstaunlich … (?!) – manchen Bach bis Mittelwasser ansteigen liess. Kurzfristig – vergessen. Alles läuft wieder auf Niedrigwasser.

Jeglicher Wetterbericht bestätigt Gefühltes: Es ist ganz schön warm, wieder mal rekordwarm.

Das (anhaltend zu) warme Wetter treibt auch das Wasser stehender Gewässer aus. Der Pferdetümpel …

Die Kürbisse an der B 431 gen Holm sind alle geerntet, das Feld umgepflügt, wartet auf die nächste Einsaat.

Warten auch an der Tide-Elbe Fährmannssand, Graugänse auf dem Süßwasserwatt bei Tnw.

Was die demnächst wohl sagen, wenn wieder der Tross ihrer kleineren Verwandtschaft einfliegt.

Knickartiges Grün ringsum ermöglicht uns – die Herbststürme senden ihre Boten -, geeignete Radtouren auszuwählen – hier: seitengeschützt bis tunnelartig im Wedeler Autal entlang der S-Bahn.

Ein nach Süden offenes Stück ist ebenfalls unproblematisch, da es durch den etwas überhängenden Knick / Büsche und Bäume / im Zweifelsfall Windstau bewirkt.

Und dann, Richtung Landesgrenze SH-HH, Forst Klövensteen, ist gleich wieder „Ruhe“.

Ganz anders geht es zu in der weitgehend offenen Marsch.

Auch da gibt es – optisch, schon gelegentlich gezeigt – den einen oder anderen Tunnel. Hier tobt sich Windstärke 5 sichtbar an den vorderen Büschen und Bäumen aus.

Die Kopfweiden …

… werden ordentlich in eine Richtung gebürstet.

Das Studium der Gewässerpegel belegt Besonderes. Während die Elbepegel normale Tideverhältnisse aufweisen, zeigen mündungsnahe Flusspegel von Pinnau und Krückau, dass jüngst die Sturmflutsperrwerke während zweier Flutperioden über 2 Stunden geschlossen waren. Der Südwestwind, Stärke 5, drückt bei einer freien Wasserstrecke von bis zu 3 km so stark in die  Haseldorfer und Pagensander Binnenelbe, dass den Sperrwerkschluss auslösende Fluthöhen erreicht wurden.

Die illustren Altweiden nahe Theaterschiff Batavia vor der versteinerten Geesthangkulisse Wedels erreichen teils ihre Haltbarkeitsgrenze, zunehmend vergehendes Altholz.

Ganz anders dann im Fahrradhäuschen – Windstille, dem Weberknecht gefällt`s.

Und Kreuzspinnen markieren – wie dicker werdende Staubschichten – selten genutzte Räder.

Solche Räder werden sinnigerweise im Fahrradkeller untergebracht.

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Wir wollten unserem gelegentlichen Gasthund und seinem Besitzer für beide neues Gelände zeigen. Bei Hitze bietet sich spätsommerlicher Wald an, Bach auf Moräne mit ersten Restaurierungsansätzen.

Offenbar gut gewählt, großes Interesse.

Leider gelang es mir nicht, einen früh entdeckten Schwarzen Moderkäfer scharf ins Bild zu setzen. – (Eigentlich nichts Besonderes, lese ich. In meinem Käferbuch heisst der, beschreibender, Schwarzer Moderkurzflügler) – Möge die Verlinkung mit ihren Fotos beeindrucken.

So ein neues Gelände will ja erstmal vorsichtig studiert werden – achtungsvoller Abstand vom Rohr …

Organoleptischer Test, man beachte Körperhaltung und Beinstellung – Vooorsicht. Schmeckt aber offenbar gut.

Schnell weicht erste Zurückhaltung dem Forscherdrang.

Ja, Wald ist generell ausgesprochen spannend.

Wir sind an der Bilsbek angekommen, anderswo auch schon punktuell in der Mittel- / Niedrigwasser-Struktur verbessert.

Im Foto ist die eintönige Breite von Hochwasser- bis Niedrigwasserabfluss erkennbar. Temporär zeigt nur der Sturzbaum mit Unterlage, welche Breite der Bach beim jetzigen Abfluss eigentlich hätte. Bachab ist Turbulenz erkennbar.

Interessant zu sehen ist auch, dass das Wasser glasklar ist. Der sonst Richtung Whisky / Cognac gehende Farbton, der durch Zulauf von Moorwasser aus dem Himmelmoor geprägt ist, fällt seit Langem völlig weg. – Der Wasserstand des Himmelmoors ist stark abgesunken, diese mehreren hundert Hektar Gelände des Bilsbek-Einzugsgebiets weisen keinen Abfluss auf.

Um „die andere Seite“ zu erwähnen: Da werden künftig bei Starkregen ordentliche Mengen zwischengespeichert, die anschliessend langsam (pottschwarz) abfliessen, den Landschaftswasserhaushalt ausgleichend.

Gar nicht oft genug kann das Auge des Betrachters geschult werden: Sohle und Ufer sind von freigespülten Moränensteinen bedeckt.

Rückweg – der Beagle kennt sich nun aus, erforscht Rohr und Umfeld des Waldbachs.

Ah, der für Deutschland typische Symbolische Fortschritt begegnet uns auch. Diesmal hat er kein Haus dabei (Einbruch beim Gebäudeerstellen!), langsam geht es voran, meint diese lange schwarze Nacktschnecke.

Vor Einsteigen ins Auto werfen wir noch einen Blick in einen jetzt trockenen Zulauf des kleinen Moränenbachs.

Das Erstaunliche hieran ist, dass dort bei Wasserführung charakteristische Bachbewohner der Gewässersohle anzutreffen sind. Spannende Frage, wie viele davon „unsichtbar“ in geeigneter Sohle oberflächige Trockenheit überdauern, wie viele von unten einwandern. Da mehrjährig sich im Bachsystem entwickelnde Sohlenbewohner darunter sind, kann mindestens bei denen ein Überdauern angenommen werden.

Wir sollten also auch für unsere – zunehmenden !! – sommertrockenen Strecken mehr Sorgfalt walten lassen. Für solche oberen Bereich unserer Einzugsgebiete, Quellen, gibt es aktuell eine neue Broschüre.

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Seit Jahren war vom amtlichen Fischartenkartierer bekannt, dass ein früher regelhaft genutztes Laichbett von Meerneunaugen wegen Versandung unbrauchbar geworden war. Erosionssand und strukturloses überbreites Bett, die üblichen Verursacher, lagen auf der Hand. Die niederschlagsarmen Jahre seit 2018 verschlechterten die Situation weiter (allzu kraftloser Bach). Alle Einzuschaltenden wussten Bescheid, Lösungsansätze wurden positiv zur Kenntnis genommen – gleichwohl, es kam zu keiner Abhilfe.

Nun wurde mit Unterstützung durch den Flächennutzer der Versuch gestartet, mit Strömungslenkern aus Kies den im Anstrom der früheren Laichstrecke liegenden Prallhang und seine sporadisch vorhandenen Jung-Erlen punktuell zu entschärfen, die Strömung turbulent mittig zu leiten.

Angesichts die Fläche durchweichenden Nachtregens neulich wurde der Arbeitszeitpunkt etwas verschoben, damit arbeitendes Gerät keinen Flurschaden erzeugt.

Anfahrt – das lässt sich gut an!

Angang – fast nicht zu erkennen, der rote Punkt im Grün (da, wo im linken Drittel eine Kerbe im Baumbestand existiert) ist mein Ziel.

Da kommen Trecker und Mulde, 16 t Kies geladen.

Rangieren …

Einweisen …

Positioniertes Teilschütten – bis zum Abwinken.

Wir haben vorher 3 Hauptpunkte im Anstrom und in der Aussenkurve bachauf des früheren Laichbetts ausgewählt. Je nachdem, wie viel Kies die „schlucken“ würden, hatten wir optional bis zu 3 weitere Punkte im Sinn.

Es wird so geschüttet, dass jeder Lenkpunkt gleichzeitig benachbart aufkommendes Erlenwachstum schützt. Dabei wird der eigentliche Baumstandort frei gehalten.

Da tut sich etwas. – Vortex-Turbulenz, belüftet den Bach, strudelt in der Sohle Feinmaterial weg.

Im Detail – sich ständig verändernd.

Totale – mittig, die Ufer nicht anströmend, sollen die Lenk-Depots wirken.

Das sieht gut aus.

Schnell ist der letzte Kies geschüttet.

So kann ein Depot passend liegen.

An einer Stelle wird Material genutzt, eine „Unterwassernase“ – leicht gegen die Strömung gerichtet („inklinal“ sagt der Fachmensch) – eine Lenkbuhne entstehen zu lassen.

Vortices im Abstrom – passt!

Jetzt müssen wir über den Winter den Durchblick behalten. – Dieser wird durch Herunter- und Wegfahren der Mulde zum vergehenden Erlebnis.

Letzter Blick – wir sind gespannt.

Oberflächlich betrachtet könnte man fast meinen, hier sei garnichts geschehen …

Wir werden uns auf dem Laufenden halten. Leicht kann, so nötig, händisch nachgearbeitet werden. Eventuell stellt sich heraus, dass zusätzliche Aktionen zum Erreichen des angestrebten Ziels erforderlich sind.

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Zurück geht es, am Fuß des Elbhangs westwärts, vorbei am lichten Krattwäldchen, rechts von mir erstreckt sich Buchenmischwald auf Moräne am Steilhang.

Auf der Elbe begegnet der Segler dem Groß-Hopperbagger Kaischuu. Der baggert innerhalb der Hamburger Hafenbecken und verklappt sein „Gut“ in der Nordsee. [Dazu schreibe ich heute mal nichts.]

Wo Bruchwaldbäume wachsen, bricht auch schonmal etwas. Weiter entfernt auf dem Weg wird eine dunkle Querlinie sichtbar.

Das ist eine der Sickerstellen / Quellen aus dem Hang. Diese führt Wasser nahezu ganzjährig über den Weg in die Elbe ab.

Während ich auf der Hinfahrt die geteerte Steilabfahrt gewählt hatte, schiebe ich zurück die Steiltreppe hoch (Foto aus dem oberen Drittel, hinter mir gehts steil weiter runter).

Das frühere Wegende hier hatten viele Elbradwegnutzer verflucht. In den Informationen stand wohl nirgendwo, dass man hier stranden würde. Mit allerhand Gepäck am Rad braucht es dann 2 Personen, mit den Rädern oben anzukommen.

Am Nordende des jetzt nur noch für Anlieger freien Grenzwegs (HH / SH) entscheide ich mich, die gegenüberliegende Fuß- / Radwegverbindung zu nutzen.

In der Vergangenheit war ich in waldigem Gebiet ein Stück nach Osten gelangt, bevor ich die B 431 erreichte. Das muss doch auch anders gehen?

Bei Sonne und Hitze fährt es sich hier sehr angenehm!

Ein Hinweisschild – so ganz falsch kann ich hier also nicht sein.

Auf der Höhe verläuft ein tief einschneidender Graben – angesichts der Klimawandelüberlegung „Schwammstadt“ fängt man am Besten gleich oben an!

Ein Wegstück zweigt ab, biegt dann wieder nach Norden – nachgefragt: Ja, durch das Kleingartengelände kann man radeln, kommt hinten wieder heraus.

„… Dann links abbiegen …“ – ich befinde mich jetzt kurz Ost-West am Nordrand des Industriegebiets.

„On top“ führt der baumgesäumt, halbschattig weiter verlaufende Weg an einem rechts liegenden Feuchtgebiet vorbei.

Super Fläche, das! Ich nannte schon das Stichwort „Schwammstadt“. Hier führt die Natur das vor, bräuchte – Landschaftsschutzgebiet – nur unterstützt zu werden.

Da fällt mir ein: Just hier will die Frohe und Hanselstadt Hamburg, direkt an der Landesgrenze HH-SH ein Schulgelände neu bauen. – Daher also „Landschafts-“ (im Volksmund: Bauerwartungsland) und nicht Naturschutzgebiet …

Problemlos bin ich an der B 431 angekommen, nach Queren ins Wedeler Autal eingetaucht.

Die von der Hinfahrt und aus anderen Blogbeiträgen bekannte Strecke empfängt mich.

Die Strecke merke ich mir – war doch ganz etwas anderes, als die Industriestraße längszuradeln.

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Richtung NABU Vogelstation – buschige Kopfweiden Fährmannssand, Rauchschwalben am Himmel.

Nicht mehr lange, dann werden die Schwalben den Zug nach Süden angetreten haben.

„Eigentlich“ habe ich zwei Begleiterinnen. Die sind allerdings wegen Transports ihrer Roller schon mit dem feuerroten E-Mobil vorausgefahren. Besonderer Anlass der Tour ist das Einlösen eines Geschenkgutscheins zum NAJU-Eintritt. – Offenbar sind die beiden schneller als gedacht. Im Vorbeiradeln Fährmannssand leuchtet mich das verlassene Mobil rot von der Seite an.

Weiter Blick voraus, Richtung Zugang zum Gelände der Vogelstation Wedeler Marsch – da sind sie …

Schwalben ringsum. Ich hatte deren Nester bis in den Eingangsbereich der Station beim vorigen Besuch erwähnt und gezeigt.

Blick auf die großen Wasserflächen, die durch Kleientnahme für den neuen Elbehauptdeich in den 1970ern entstanden sind – Großlibelle im Vordergrund.

Husch – und weg! Was das unbewaffnete Auge als Starenschwarm ansprechen könnte, decken die stark vergrößernden Spektive der Vogelstation als verschiedene Limikolen-Arten auf.

Der Schwarm kreist erstmal eine Weile.

Blutweiderich – auffällig Blaualgen.

Land Art – kühle Herbstnächte lassen die Blaualgenblüte aufschwimmen.

Schwer erkennbar – auf dem größten Findling ruht ein Kormoran.

Inzwischen sind die Limikolen zu ihrer vor einigen Tagen vom Grün befreiten Kiesinsel wieder zurückgekehrt. – Rechts oben, vor dem Elbdeich, kommen weitere Vogelfreunde. Regelhaft sind Radler und Spaziergänger Richtung Vogelstation zu sehen.

Im Flachwasser suchen etliche Vögel nach Nahrung.

2 Zelte für Pausen, sei es Arbeitsdienst oder für die bevorstehenden Vogelzugtage.

Eine Skorpionsfliege zu Besuch.

Flucht vor meiner Fotografiererei half nicht – hier die Skorpionsfliege auf der Zeltwand.

Wir studieren unser gegen den Gutschein eingetauschtes neues Vogelbuch.

Meine Vogelfotos stammen aus unterschiedlichen Beobachtungsständen. Wir gehen, vorbei an zeitweise genutzten Fangnetzen zu Kontrolle und Beringung in den südlichsten Stand.

Und leise wieder raus – irgendwie hatten sich Ankommende hier geschart, während wir, als früh Angekommene, leere Hütten nutzen konnten.

Ich verabschiede mich, radele die Hetlingen-Holm-Runde weiter. – Test des Digicam-Porträt-Zooms hat die Großlibelle in weiter Entfernung tatsächlich erfasst.

Nix Besonderes, aber immerhin (ich wundere mich über die Technik) – Großlibelle und Schwalbe.

Vogelkiek – etliche Besucher haben wieder große Geschütze dabei. Neben den Kleinen (z.B. Limikolen) sind die Seeadler gern über der Elbe und auf dem Süßwasserwatt gesuchte Objekte.

Eine Gruppe Kiebitze überfliegt mich.

Blick vom Hetlinger Elbdeich ins Deichvorland, eine Krähe fliegt vorbei. Im Schilfröhricht schnackt und tiriliert es. Da müssen Massen drin stecken.

Nicht im Foto zu sehen, aber mit dem Auge zu erhaschen sind kleine Gruppen Star, die kurz aus dem Schilf auftauchen, flach drüberhin ziehen und wieder verschwinden. Die sind die Schnacker. – Neben vermutlich Tausenden Stare sind auch etliche, mindestens wohl Hunderte, Schwalben an ihrem Zwitschern zu erkennen.

Weiter geht`s, an Hetlingen und Idenburg vorbei. In der Ferne erkenne ich Menschen in der Nähe des vortägigen „Storchenhochsitzes“.

Die Hochsitzstörche von vorgestern nachmittag haben vormittags zu tun, patrouillieren die Mähwiesen.

Auf Nahrungssuche – zügig voran.

Beide sind eifrig auf derselben Wiese, finden regelhaft etwas, schlucken, stochern hinter Flüchtigen im kurz gemähten Gras hinterher.

Foto von anderem Ort, wo vor etwa zwei Wochen gemäht wurde. – Das Hochhalten des Grabenwasserstands zahlt sich aus. Das Gras wächst „wie verrückt“.

Kein Wunder, dass die Marsch- im Vergleich zu den Geestbauern als die reicheren galten. – Dieses Jahr hat es angesichts regelhaft feuchten Bodens und dem „Bewässern von unten“ etliches an Silo und Heu mehr gegeben als gewöhnlich.

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Mitgezählt habe ich nicht, aber es entsteht der Eindruck, dass dieses Jahr mit regelhaft angefeuchtetem Oberboden einige Male mehr Grünschnitt erfolgte als in den vergangenen Jahren – und was für Mengen dabei zustande kamen.

Kürzlich am Bullenfluss, Flutwasserstand – 2 Störche, Nutzniesser der Grasmahd.

Einer wird kleiner … – verschwindet in Mulde oder Wiesengraben.

Da ist er wieder, der linke putzt sich.

Im Wedeler Autal, feucht vom Einstau des Mühlenteichs Wedel – im gemähten Gras ein Graureiher, sichernd.

Der fühlt sich sicher, Spaziergänger und Radler sind wechselnd durch Bäume und Büsche auf dem Weg wohl unauffällig.

Schlaue Tiere, hier die Autal-Angus, ziehen sich angesichts sengender Sonne und aufkommender Tageshitze in den Schatten (so er denn existiert) zurück.

Gestern, wieder in der Marsch, vor dem Geesthang Holm – Wedel. Graureiher ruhen, offenbar satt.

Etwas weiter – 2 weisse Punkte, hoch über dem Boden.

Andere Perspektive – die beiden Störche stehen auf einem Hochsitz.

Vermutlich handelt es sich – wie bei den ersten Fotos dieses Beitrags – um das Idenburg-Paar. Wann startet es seine Wanderung gen Süden?

Noch einmal, links Geesthang – die Silhouetten der beiden Weissstörche.

Hoch sind die Marschgräben eingestaut, hier der Tide-Abschnitt des Sauerbeck.

Die Wiesen sind tief gemäht, hell. Der hohe Wasserstand – ob nun durch Problem am Sturmflutsperrwerk Wedeler Au verursacht oder bewusst ganztägig auf Fluthöhe gehalten – hilft angesicht anhaltender Sommerwärme im Herbst, den Boden zu durchfeuchten, das Gras wieder schnell nachwachsen zu lassen.

Das hat für Bodenlebewesen selbstverständlich die „Flucht nach oben“ zur Folge. – Da warten, wir sahen die zufriedenen Gestalten, Reiher, Störche und andere Liebhaber von Würmern, Amphibien, Mäusen und vielem mehr …

Guten Appetit!

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Dieses Jahr mit seinen regelhaften Niederschlägen ist so anders als die Vorjahre. Nach kurzer Phase Trockenheit hat der Regen hier im Umfeld zwar keine nennenswerten Abflusssteigerungen in Bächen und kleinen Flüssen bewirkt, den Oberboden aber doch regelhaft nennenswert feucht gehalten.

Das liess das Grün wachsen „wie verrückt“. (Es gibt auch Menschen, die wurden mit Blick auf ihren Garten nahezu verrückt, ergingen sich in wilden Aktivismen oder / und schimpften auf den Gärtner, der „nicht genug arbeitete“. – Dabei kann man sich bei solch Grün im Garten doch viel besser entspannen, als angesichts des Blattfalls und Gelb der vergangenen Jahre … Mein Tipp: Einfach zugucken beim Wachsen … – und sich freuen.)

Die trockenen Zwischenphasen reichten hier, jedenfalls für Silo- und Heu-Mahd, zum Trocknen aus, so dass die Sammellager ausgesprochen voll sind. – Und es wird weiter geheut … !!!

Getreide kam nicht ganz so gut davon. Gerste wurde in den meisten Fällen mit Ach und Krach trocken eingebracht. Beim Weizen allerdings machte die Feuchtigkeit Schwierigkeiten – bis hin zum „Durchwachsen“ von Flächen. Inzwischen sind auch die gemäht, geräumt – teils wird da primär Biomasse in Form von Stroh das unbefriedigende Ergebnis sein.

Noch ein wenig Atempause – dann geht es mit der Mais-Kampagne los!

Allüberall!

Danach wird es andere Horizonte zu sehen geben!

Hier beschreibe ich – nach so ganz anderen Themen und Bildern – die täglich zu erlebenden Maishorizonte. – Mal sehen, wie wir die Zeit mit gerade Temperaturen Richtung 30 Grad C hinter uns bringen.

Raus aus Wedel, Richtung Holm.

On top – Mais.

Vorfahrt! – Vorfahrt für Mais?

Leider hat man den Eindruck! – Seit 2 Jahrzehnten frisst der Mais Flächen in früher unvorstellbarem Ausmaß, ersetzt andere Früchte, Fruchtfolgen, führte zu Grünlandumwandlungen bis in enge, waldumsäumte Partien.

Ja, man redet darüber, findet die sich um sich selbst drehende „Fruchtfolge Gülle – Mais – Gülle – Mais – Gülle …“ nicht sooo gut.

Im Ländlichen.

Horizont, eingeschränkt. – Was dem einen sein „on top“ ist dem anderen sein Hang bis tief in anmoorige Bereiche.

Anmoorige Augebiete, hier: tief liegend, in der Marsch – auch hier wächst es, sogar in Trockenjahren.

Wird der Herbst dann nass(er), bleibt schonmal unbefahrbares Gelände, dreidimensional bestückt, unbeerntet liegen. – Wildschweine freut`s, Eigentümer von dann wintergeschädigten Flächen und Jäger nicht.

Unter Leitungen macht sich der Mais ganz gut – braucht man keine Bäume stutzen.

Hier sind sogar Schilder aufgestellt …

Sieht so aus, als wiesen sie auf den Mais hin.

On top, es geht wieder abwärts. – Jedenfalls freue ich mich, dass in absehbarer Zeit wieder andere Horizonte frei, sichtbar werden.

Noch mehr freute ich mich und mit mir Wasser, Boden, Luft, Flora und Fauna, wenn der realisierte Maisflächenfraß absehbar auf die Hälfte der heutigen Flächeninanspruchnahme gesenkt würde. Prüfen und Abstellen schädlicher Subventionen sowie Ändern weiterer Rahmenbedingungen stehen an – entsprechendes Handeln steht, wie auf anderen Prioritätsfeldern, aus.

Nur nicht nachlassen!

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Der Bericht vom 24. August kam durch spontanen Besuch zustande. Eigentlich sollte ein Treffen, Gartenbesuch und anschliessendes Essen stattfinden. Das Treffen fiel „wegen Wetter“ aus – wir fuhren dann angesichts besserer Aussichten doch mittags noch los.

Nun hat das Treffen also gestern stattgefunden, einige Eindrücke sind vorzeigenswert.

Vorbei am Wassererlebnisbereich im Wedeler Autal – wie gehabt, Niedrigwasser, ringsum könnte von den Verantwortlichen neu bekiest werden.

Der Bodenschutzkies im Übergang Niedrigwasser bis Hochwasserlinie wird teils aktiv, teils durch hohe Besuchsdichte allgemein ins Gewässer eingetragen. – Für die aquatische Lebensgemeinschaft ist das von großem Nutzen.

FHH, Sülldorf, erreicht – Zeichen der Nacht, Spiegelung, Spritzer, ringsum schnell wieder trocken.

Blick in die Landschaft – spätsommerlich.

Uuuuuhh! – Ankunft am Loki-Schmidt-Garten, bekanntes Bild …

Unser Treffen klappt – Anradeln von der anderen Seite der Elbe und Fährfahrt verliefen gut.

Wir lassen die Regenjacken lieber nicht in den Satteltaschen, nehmen sie mit.

Na, das sieht doch schon besser aus …

Wir betreten eine kleine Waldpartie, Nordamerikanisches Quelltal auf der linken Seite. – Das ist doch …

Nein, keine Amsel! Das an sich scheue Grünfüßige Teichhuhn findet offenbar hier unter Bäumen so interessantes, dass es, eifrig pickend, von uns keine Notiz nimmt.

Dann plötzlich doch, wir treten fast drauf – huh! – Schnell weg! Es huscht links in den Quelltalschatten.

Was für ein Spätsommertag!

Bereits im vorigen Beitrag beschrieben, Neuerung – wir freuen uns auf die Blumenwiesen.

Infoschild – die Besuchsklientel folgt den Hinweisen offenbar. Die Wasserqualität der Teiche ist stark verbessert (auch durch Rücknahme des früher extremen Karpfenbestands).

Das Loki-Schmidt-Haus – kein blauer Kubus, wie erwartet. – Christo was here?

Die Homepage klärt auf, einiges hat sich verändert (gern auch die älteren Meldungen ansehen).

Aronstab fruchtet unter altem Korkenzieherhasel.

Zurück, vor dem Eingang – die Blütenpracht …

… lässt den Saisonwechsel erkennen.

Weiter zum Mittagessen, ich habe die S-Bahn bereits unterquert, die anderen folgen … demnächst (hier im Blog unsichtbar).

Dasselbe Restaurant wie im vorigen Bericht, aus gutem Grund.

Abschied von der alten Buche nebendran, zurück nach Wedel.

Das Schöne an der Rückfahrt, es geht meist bergab. Da kann uns nicht stören, dass der Wind gedreht hat, mal wieder gegenan bläst.

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