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Archive for the ‘Klima’ Category

Das Greiferfahrzeug ist vor Ort. Wind schüttelt Regen von den Blättern. Wasserstand steigt an.

Die Straße bedrohendes Prallhanggeschehen, Stein- und Faschinensicherung vergehen. Wir versuchen eine dynamische Ufersicherung – mit Kiesdepots im Prallhang.

Ein schönes Beispiel für „Vortex Weir“ bachauf, vorübergehender Blattrückhalt, flottierende Weidenwurzeln.

Die erste Greiferschaufel kommt.

Einweisen, so sieht das von oben aus – die Entfernungen werden deutlich.

Eingewiesen – uuuund: Öffnen!

Der Vorgang wiederholt sich – prima Zusammenarbeit zwischen „unten und oben“.

Mal was Neues – Einweisen vor Steilhang, Konzentration für den Weg von oben nach unten. Die Fotos und ein Video aus professioneller Hand werden am Abend im Tagesausklang für Amüsement sorgen: Interprätation führt zu der Annahme, dass ich in einem früheren Leben Dirigent gewesen sein müsse! 🙂 Ich stimme dem zu.

Wir fokussieren uns auf die Schwachpunkte, beschicken sie, nach und nach …

… Punkt für Punkt …

Großes Interesse ringsum.

Die Weidenfaschine ist durch Erosion trockengelegt, vergeht beim Zugucken. Das ändern wir, schützen das Baumumfeld und das Prallufer oberhalb der Weidenfaschine.

Zwischenspiel Hund – da ist eine Walze Weidenwurzeln vor Zeiten ins Trockene, aufs Ufer turbulenziert. Offenbar gut markiert mit Interessantem, muss man schnüffelnd ergründen. …

… Und muss sich selbstverständlich mit diesem unverwechselbaren Duft, schubbernd, imprägnieren!

Anschliessender Besuch in der Apotheke kann nicht schaden, Gras fressen.

Hund und Halterin sind zufrieden, begeistert. – An diesem Foto, beispielhaft, danke ich den so aktiven Organisatorinnen und Unterstützerinnen!

Blick bachauf – die dynamische Ufersicherung im Kurvenanstrom, perlenkettenartige Kies-Depots.

Bachab, Prallhang mit Weidenfaschine bis Übergang in den Kolk, geht`s im nächsten Beitrag weiter.

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Herbstlich am Hang, der Restaurierungsmorgen – gut gefrühstückt. Um 9 Uhr werde ich abgeholt.

Blick über alles, Bewölkung nimmt zu.

Eine schwere Sturm- und Regenfront war (für irgendwann am Morgen) durchziehend vorausgesagt.

Ich habe noch Zeit, sehe mir an, was geboten wird.

Oha, da jagt etwas heran – wird es uns erwischen? Wenn ja, wie lange wird das Ganze anhalten?

Ein Horizont nach dem anderen verschwindet. – Von dort her zieht der heftige Schütt auf.

Alles geht ziemlich schnell. Nun ist auch der JenTower fast verschluckt.

Am Hotel angekommen – es stürmt und prasselt. Die Fenster habe ich vorab schnell geschlossen.

Und – oh Wunder – die Abholzeit naht, der Regen lässt nach. – Gut wetterbezogen verpackt gehe ich zum Treff.

Nach kurzer Autofahrt kommen wir am Gembdenbach an. Das Niedrigwasser hat vom Regen – noch – nichts bemerkt.

Am Ende dieser Strecke, scharfe Linkskurve, wartet unser Experimentierfeld – ein im Prallhang liegender Steilhang auf uns.

Hier verläuft der Gembdenbach in einem recht schmalen V-Tal, gut und variabel bebaumt.

Der Weg auf der Höhe des Talrands – manch Prallhang nagt eifrig, tief drunten …

Mit solch Ausrüstung lässt sich prima experimentieren – Lkw, kiesbeladen, mit Hydraulik-Telegreifer.

Wesentlicher Kooperationspartner ist der Unterhaltungszuständige – Dank für Offenheit und Interesse!

Da liegen Hölzchen und Stöckchen – ob wir die auch nutzen können? – Und ein erster der Begossenen, E-Fischer, erscheint mit einem Teil des Geräts.

Vorweg war die zu restaurierende Strecke E-befischt worden. Wir werden die Arten und Individuen notieren und vermessen. Dazu Details im nächsten Beitrag.

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Vorgeschichte: Im Rahmen der FLOW-Kontakte war mir bereits vor geraumer Zeit berichtet worden, „meine“ Art des Restaurierens von Bächen und kleinen Flüssen habe ultimative Fans in Jena. Man hoffe auf Kooperation und Experimentier-Restaurieren dort.

Und so ergab es sich. Lange kennen wir uns nun virtuell, über das Projekt „Lebendiger Gembdenbach“ tauschen wir uns seitdem aus. Verabredet war eine Jena-Reise, am Ankunftsabend ein Vortrag und am Folgetag das Experimentier-Restaurieren (Beitrag folgt).

Am Bahnhof Hamburg-Altona, Regen strömt. – Es geht zunächst bis Erfurt. Bin früh dran, dies ist nicht mein ICE.

Ganz schön duster in Altona, Tauben und Krähen lassen sich fliegend beregnen.

Auf der Fahrt – „gut Regen“, bin schon gespannt, was die Pegel „unserer“ Bäche bei Rückkehr anzeigen.

Leipzig Hbf – mal wieder. (Mal bei Suche eingeben: Hier fand kürzlich die FLOW-Konferenz statt.)

Weiter gen Erfurt, vorbei an Kraftwerken, Industriestandorten, …

… schicken Waldtälern, agrarischen Höhen, …

… Großagrarflächen (hier gäbe es auch allerhand zu tun!). – Ankunft, Umstieg in Erfurt – weiter gen Jena.

Am Kulturbahnhof Weimar – Schluss mit lustig? – Eine Masse Holz vor der Tür, pardon, auf dem Nachbargleis.

Es geht nicht weiter. – Schliesslich doch – Mutmaßungen zwischen Menschen, die aus dem Zug raus sollen und nicht wollen und Technischer Defekt am Türschliesser durchziehen die Waggons.

Egal, Hauptsache nach Jena!

Sieh da, es hat geklappt! – Freudiges Abholen am Bahnhof, virtuelle Bekanntschaft bekommt Gesicht!
Abendlicher Blick aus dem Hotelfenster auf den „JenTower“ und Umgebung.

Nach kurzer Erfrischung geht`s zu Fuß zum nahen Veranstaltungsort, Anglerheim des AV Jena-Süd. – Großsportanlagen voraus – wie so oft mitten in die Flussaue (hier: der Saale) gesetzt.

Wie wird das Wetter morgen, zum Experimentier-Restaurieren? – Von oben „strahlt es Regen“.

Am Saaleufer – bunte Herbstfarben, Spiegelungen.

Andere Seite der Brücke: Freund Biber ist also auch hier am Werk.

Am Himmel schnelles, wechselndes Geschehen.

Auf dem Gelände des Anglerheims – Schwein und Rind grüßen.

Und hier, dicht dran, von der Landseite gesehen – der Biber-Ein- und Ausstieg.

Sowie ein Beispiel seines Wirkens.

Im Anglerheim – hmmmhh … Präparate von dicken Meeresfischen ? !

Endspurt … – alles ist hervorragend vorbereitet. Kurzbeitrag wichtiger Kooperationspartner zum Kennenlernen vorweg.

Kleine Pause – ganz wichtig für anhaltend gute Stimmung: „Essen und Kuchenbasar“.

Mein Vortrag zum Instream-Restaurieren (vgl. z.B. „Downloads“ auf meiner Homepage „Salmonidenfreund.de“), Grundlagen, Probleme, Verbesserungsmöglichkeiten, Praxisbeispiele. – Der Vortrag wird intensiv diskutiert, alle freuen sich auf den Folgetag – „action“.

Zufriedener Blick aus dem Hotelfenster – der JenTower steht da und leuchtet.

Die Kräne der Sport-Großbaustellen bieten ein eigenes Bild.

Na denn, Folgetag – es kann bald losgehen. Frage bleibt, wann der angekündigte Regendurchgang stattfinden wird. Wir werden sehen …

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Die Saison lässt sich nicht verleugnen. Unter anderem Tiere zeigen sie mit ihrem Verhalten an.

Vorgestern springe ich in der Wedeler Marsch, Langer Damm, spontan vom Rad. Da ist, blitzeschnell, etwas unmittelbar vor mir quer über meinen Weg gerannt.

Nachschau zeigt ein erwachsenes Tier, das zwischen den Welten Brack-, Süß-, Brackwasser seinen Lebenslauf verbringt.

Eine kapitale Wollhandkrabbe (!), winkt mir mit ihrer rechten Schere einladend aus höherem Gras zu.

Detail Schwimm- bzw. Krabbelbeine – von wegen „einladend“: die weiss leuchtenden Scheren sind ultrascharf, können hervorragend (alles mögliche ab-)kneifen. – Ja, und dann ist da das „wollige“ Händchen als Besonderheit zu beachten.

Ich lasse den wehrhaften Panzerträger seiner Wege ziehen, gen Elbmündung, wo Vermehrung und Tod stattfinden.

Nicht das erste Mal, dass ich Wollhandkrabben „live“ hier begegne. Wer interessiert ist, findet Beiträge über andere Begegnungen mit diesem wundersamen Tier hier im Blog über Suche mit dem Namen. Da finden sich auch Wollhandkrabbenberichte „aus unserer alten Heimat“, von der Seeve und von der Elbe, Geesthacht.

Gleich auf meiner Fahrseite ein weiteres Exemplar – platt. Dieses hat es beim Gewässerwechsel über Land nicht geschafft, dem Autoverkehr zu entgehen …

Hier kann man die Beine zählen: Je 4 Laufbeine plus Schere, „Decapoden“ werden solche Krebstiere genannt.

Schon etwas länger her:

Am 8. Oktober war ein ganz besonderer Tag – zu dieser Herbstenzeit.

Das fing schon zuhause beim Radelstart an – Rufe in der Luft, Kranichgruppen, nordwärts. – Wie bitte ???

Man nähert sich einander an, …

… um dann – man mag sich doch nicht oder hat schlicht eine andere Richtung im Sinn, …

… getrennter Wege zu fliegen. Diesmal allerdings „in die richtige Richtung“, gen West.

Die größere Gruppe scheint entschlossener, zieht eine etwas nördlichere Bahn. Die kleinere verharrt noch eine Weile, nimmt dann Kurs etwas südlicher gen Westen.

An der B 431 gen Holm – Ahorn beginnt lokal mit erster Verfärbung.

Stürmischer Wind und Regenschauer bringen viele Blätter aber bereits zu Boden.

Beispiel für kleinklimatische Unterschiede, Holmer Marsch, Sauerbecksweg: die einzel stehenden Pappeln sind bereits fast quantitativ „gerupft“. Der Bestand in Gruppe hält das Blattwerk fast quantitativ.

Anderswo zeigen auch andere Baumarten ähnliches Verhalten. Ob wir nun angesichts des Wetters keinen flächig farbenfrohen Herbst bekommen, oder ob diese Kahlen von Hitze- und Trockenheiten, Krankheiten eventuell geschädigt „vorweglaufen“, sei dahingestellt.

Marsch Hetlingen – Rotbunte, dazwischen 2 ?? Silberreiher.

Die sind jetzt wieder zahlreicher zugezogen.

Im Hintergrund Weissdorn, reich behangen mit den roten Früchten. – Der Silberreiher späht, sichert.

Dann startet er doch.

Auch der andere macht sich nach einer Weile …

… auf und davon??? – Nein, er segelt, landet etwas entfernter wieder.

Offenbar ist der Distanzschutz nun gewahrt – 3 sind`s dort. So ein „Herdenschutz“ tut ein Übriges, nicht allzu hektisch zu agieren.

Auf dem Elbdeich Hetlingen – lautes, entferntes Rufen. Gruppen von Kranichen sind unterwegs, kommen näher, queren teils die Elbe unmittelbar – weiter, westsüdwestwärts.

Eine Gruppe verharrt, kreist länger über dem Gelände des Klärwerks bzw. des Wäldchens am Alten Heuhafen.

Man glaubt es ja nicht, s. unterer Bildrand! – Handelt es sich um wahnwitzige Ornithomanen oder Ornithophobe? Nahe beim Kreisen dieser (und auch folgender Gruppen) taucht wiederholt ein Motorflieger auf. Wer das wohl witzig findet – die Kraniche?

Aussendeichs hat irgendein Ereignis einen Möwenschwarm in die Luft gebracht – sieht aus, als kreisten sie eifrig, auf und ab.

Das könnte Nahrungsjagd aufgrund aufsteigender Insekten sein. Angesichts dieses Containerfrachters zu Thw-Zeit (aufgenommen vom Elbdeich Fährmannssand) könnten es aber auch Schiffswellen gewesen sein, die die vor der Schilfkante rastenden Möwen in die Luft brachten.

So gibt es immer etwas zu gucken. Neben den hier berichteten Großvögeln sind, von der NABU Vogelstation berichtet, selbstverständlich jede Menge kleiner Vogelarten gen Süden querend hier unterwegs.

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Im Anschluss an Vorträge und Besichtigungen, vgl. voriger Beitrag, ging`s raus ins Freie.

Der Bus steht bereit.

Ausstieg – schnell sind wir von Leipzig nach Taucha an die Parthe, ein kiesgeprägtes Fliessgewässer, gelangt.

Der Wasserplatz Gewinneberg, unter anderem potentielle Bootseinsatzstelle, bietet eine günstige Gelegenheit für uns.

Der Zweckverband Parthenaue mit seiner Naturschutzstation Partheland sowie das Umweltmobil Planaria der Akademie der sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt bieten gute fachliche und gerätetechnische Unterstützung.

Der Untersuchungstisch Biologie.

Orientierende Bestimmungshilfen für die Wasserlebewelt.

Unterlagen für Jung und Alt zur Umweltbildung.

Das alles ist unter solch überlebenswichtigen Rubriken wie Artenvielfalt und Nachhaltigkeit zu verstehen.

Die Gruppe „Weidenstecklinge pflanzen“.

Ausführliche Information, warum hier am Ort, in bestimmtem Uferhorizont Weiden gepflanzt werden sollen (statt wie ansonsten eher üblich, Schwarz-Erlen, Eschen, Flatterulmen ff.) und wie sich ein Auwald mittelfristig entwickelt (wenn man ihn denn liesse), zeigen die Vielfalt der Gewässerumgebung und Möglichkeit, einen weiteren Beitrag zur Umfeldverbesserung zu leisten.

Handgreifliches.

Die Planungs- und Realisierungsgruppe – eine Vertreterin der Wasserbehörde Landkreis Nordsachsen erläutert das umfassende Drum und Dran, welches beim Herangehen an Gewässerverbesserungen zu beachten ist.

Über allem wacht Planaria – mit gut sichtbarer Bahnhofsuhr. Wie bei den Thementischen im KUBUS können die Exkursionisten zwischen den Gruppen wechseln – und müssen den Schlusszeitpunkt im Sinn haben.

Ein Teil der Bio-Gruppe, mit Ausrüstung und Fotografen-Begleitung.

Nach und nach werden fliessende bis stillstehende Partien der Parthe beprobt.

Die Fänge können sich sehen lassen – Vertreter der unterschiedlichen Kleinlebensräume wie Bachflohkrebse, Wasserasseln, unterschiedliche Libellenlarven, Käfer und Wasserwanzen sind hier sortiert.

Alle Gruppen sind begeistert bei der Sache.

Ich sehe mir das Umfeld des Exkursionsortes an. – OHA, der Kiesbach Parthe … An dieser Stelle angesichts fehlender Strömung, Turbulenz von Entenflott (Wasserlinsen) vollständig bedeckt.

Eine spannende Landschaft mit Höhen und Bach-Aue … – ABER, wie überall in unserer stark überprägten Landschaft: Der Bach – überbreit, übertief in die Landschaft eingeschnitten. Ein übriges „leistet“ der geringe Abfluss – dem Bach ist jegliche Kraft genommen.

Besonderheit hier regional: Eine Vielzahl von Kiesgruben, die die eiszeitlichen Moränenlagen nutzten, führte zu großen Baggerseen, die das Grundwasser offenlegen, massiv in der wärmeren Jahreszeit verdunsten lassen. So ist die Parthe, von weiter herkommend, im Raum Naunhof langstreckig trockengefallen …

Der Kiesbach Parthe in seinem heutigen Vergewaltigungszustand: flächig bedeckt Schlamm den Gewässergrund, Schwimmblatt- und Sumpfpflanzen dominieren belichtete, überwärmte Bereiche.

Jenseits des Straßenrands, Partie mit leichtem Gefälle am Gewinneberg.

Die Sonne sinkt, der Bus ist zurückgekehrt – man los!

Gen Leipzig …

Einfahrt Leipzig – kurz vor Sonnenuntergang.

Etliche Aktive verlassen uns Richtung Bahn oder Auto. Der Rest nutzt den Abend für Fachsimpelei.

Die Offiziellen werden die Ergebnisse der 3 Jahre FLOW-Projekt zusammenstellen und zu gegebener Zeit Öffentlichkeit, Fachinstitutionen und Politik zur Verfügung stellen. – Es bleibt viel zu tun, vor allem für die Entscheider, Wissen zu Verbesserungen in der Praxis umzusetzen.

Möge das Projekt – mit neuem Schwerpunkt Gewässerrestaurieren – eine ähnlich spannende Fortsetzung finden!

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Angekommen! – Eine gute Adresse – Helmholtz-Zentrum, UFZ.

Im KUBUS, unserem Veranstaltungsort, ist alles vorbereitet – hier ein Beispiel aus der Posterausstellung.

Ich mache mich mit den Räumlichkeiten vertraut. Hier also wird nachmittags mein „Thementisch Restaurieren“ arbeiten.

Alles stimmt, bis ins Detail – prima Vorbereitung!

Na denn !

FLOW, „Citizen Science“, hat über die 3 Jahre Projektzeitraum eine beeindruckende Entwicklung hingelegt.

Ermittelt wurde in den Fliessgewässern, die die Fläche erschliessen – Bäche und kleine Flüsse stellen ca. 80 % der Fliessstrecken.

Ergebnisse, nur mal auf die Farben achten: Anzeige für Pestizidbelastung zeigten erschreckend viele Bäche.

Berichte aus den Untersuchungsgruppen zeigten auch die Tücken vor Ort, hier beim Finden einer geeigneten Untersuchungsstation.

Auch mein Vortrag war ausgezeichnet – sagen die anderen, besten Dank!

Dank auch für das Präsent zum Vortrag – Berliner Frühlingshonig, etwas besonderes! Stadthonige „leben“ ja nicht zuletzt von auf Balkonen bis zu Flächen gehaltenen Gewürz- und Heilkräutern – was für ein Geschmack!

Während der Mittagspause konnten das Umweltmobil Planaria …

… oder die Freilandexperimente des UFZ besichtigt werden.

Ich entschied mich für letztere, da das Umweltmobil auch während der Nachmittags-Exkursion im Einsatz studiert werden konnte. Nähere Beschreibung zu Planaria folgt im kommenden Exkursions-Beitrag.

In Fliessrinnen werden unterschiedliche Lebensgemeinschaften verschiedenen Konzentrationen Pestizid ausgesetzt.

Eine Vielzahl von Rinnen (hier nur ein Ausschnitt) stellt die Aussagekraft von Ergebnissen sicher.

Optisches Detail: Wasserschnecken im Pumpensumpf einer Rinne.

Nochmal Optik, diesmal luftig: ein Männchen der Heidelibelle.

Nach der Mittagspause – Thementisch „Restaurieren / Renaturieren“ am Start.

Das Interesse ist groß. Die einzelnen Gruppen sollten zwischen den Thementischen wechseln – wer wollte, konnte aber auch bleiben. So wurde während der begrenzten Findungs- und Diskussionszeit der Platz bei uns immer enger.

Allerhand fachlich Wichtiges und organisatorisch zu Beachtendes ist hier zusammengekommen – noch in weiterer Vervollständigung.

Anschliessend: Präsentation der Ergebnisse.

Roland vom Saaletreff vermittelt unsere Inhalte souverän – Gratulation und Dank dafür!

Zum Schluss folgt die Zusammenfassung – und …

… ein Ausblick auf die Zukunft. Es wird ein Folgeprojekt inklusive Restaurierungsmöglichkeiten beantragt.

 

Alle drücken die Daumen angesichts der erforderlichen Verbesserungen. Möge das „Projekt neu“ genehmigt werden und ab nächstes Jahr starten können.

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Leipzig baut wie ein Weltmeister. Ein ambitioniertes Ziel ist das Offenlegen der früher so zahlreichen Mühlgräben. Dass dabei in Stadtenge eher „Betonkästen“ herauskommen, ist angesichts der Entrohrung fliessenden Wassers, Wiederentstehen von Lebensräumen, gleichwohl ein Gewinn.

Inwieweit „das große Ziel“, Leipzig schiffbar mit der Nordsee zu verbinden, für gut befunden wird, muss jedes Individuum für sich entscheiden. Zwischendrin liegt im Elstermühlgraben, quasi als neu angesagtes Zentrum des Wassersports und der Schifffahrt der Stadthafen – da will ich hin.

Dicht am Elstermühlgraben gen Nordost führt ein Trampelpfad – nur Mut!

Der sich selbst umwachsende Baum steht auch noch, …

… sieht weiter imposant und gut aus.

Nebendran begleitet hier Wandernde Wassersportliches, auch Bootsrundtour, hin und her.

Noch eine Brücke, liegende Boote in Sicht.

Angekommen am Stadthafen, Freifläche gegenüber, das große Neubauen beginnt.

Die Wasserfläche des Hafens ist beidseitig abgespundet, entleert für die Zeit der Bauaktivitäten. Pfahlgründung ist gegenwärtig das Hauptthema.

Der Blüthnersteg, gesperrt – beim vorigen Besuch sind wir hier noch rüber und nüber.

Weiter geht`s, Richtung Mühlgrabenfreilegung Poniatowskiplan ff.

Der Elstermühlgraben, auch hier weiter abgestaut, stilles Flachgewässer.

Farbspiegelung, violett, und Fadenalgen im stillen Flachwasser, grün.

Poniatowskiplan im hinteren Bildende – abgespundet, Baustellenfortsetzung.

Ab hier läuft aktuell die Restöffnung des Mühlgrabens.

Gen Lessingstraße …

Schluss mit der Durchgängigkeit für Wanderer, die Baustelle hat Vorfahrt, benötigt den gesamten Raum.

Genug gewandert, ich wende mich dem historischen Geschäftszentrum zu, finde Geeignetes.

Im Barthels Hof.

Drinnen ziehe ich nun dem Draussen vor. – Das fängt ja gut an, im Gasthaus Barthels Hof.

Nach genossenem Essen und Trinken folgt eine kleine Runde, Richtung Hotel.

Auch zentral bleibt einiges zu tun.

Tags drauf, Richtung FLOW-Veranstaltung, werde ich das MM-tragende Gebäude näher sehen.

Auf jeden Fall, da schliesse ich mich an!

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Fische in der Stadt, das fing ja gut an (s. voriger Beitrag).

Mein Weg führt mich durch Stadtgrün, hier Stillgewässer Johannapark …

… entlang viel und schnell beradelter, auch zahlreich bewanderter Allee, Clara-Zetkin-Park …

… zum Elsterflutbett.

Hier ist allerhand los auf dem Wasser, vom Gruppen-

… bis zum Kleingruppen- / Einzelsportereignis bzw. Wassererlebnis.

Nordwärts bin ich auf dem Peterssteg angekommen, blicke vom Abzweig Elstermühlgraben über das Flutbett zur Mündung Weiße Elster.

Blick ostwärts, gen Stadthafen – Bootsrundfahrten sind gut besucht.

Das also ist das Palmenwehr – Vorsicht: Lebensgefahr!

Nord-, abwärts: schäumendes Strömungsbild, Beispiel rechtes Ufer.

Die Ursache: hoher Absturz.

Was für ein bedauernswertes Flusssystem – Vernichten von landschaftsgeprägtem Gefälle an einem Punkt. Umfangreich ist die Veranlassung der massiven, flächigen Ausbauten zu studieren. Die „Entsumpfung“ der Stadt Leipzig führte zu dieser Lösung, der alle Gewässer ringsum heftigst bis heute in ihrer Charakteristik Beton-definiert.

Und wie ist das mit den Fischen? – Mir scheint, dieser „Fischpass“, lediglich am rechten Ufer und von zweifelhafter Leistungsfähigkeit, soll`s richten.

Blick nordwärts – Massen von Geschwemmsel vor der Zeppelinbrücke / Jahnallee.

Weiter nordwärts habe ich die Gewässer mehrmals per Rad erkundet, Auwald, Luppe ff. – zu finden hier im Blog. – Diesmal muss ich aus Zeit- und Rad-Gründen leider darauf verzichten.

Zurück zum Wehr: Räderwerk.

Die Technik, trocken, kann man in Ruhe studieren.

Zu den Hintergründen, zur Entwicklung steht ausführliche Information vor Ort (nachzulesen anderswo, z.B. im Netz).

Ich wende mich, den Elstermühlgraben entlang, dem Stadthafen und Poniatowskiplan zu. – Dazu demnächst mehr.

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S-Bahnhof Rissen, im Westen Hamburgs, herbstlich – eine Reise steht bevor, aufwärts im Elbe-Einzugsgebiet.

Los geht`s, nach S-Bahnfahrt, mit dem ICE in Altona – unserer kommt pünktlich.

Leipzig rief. Ein praxisbezogener Vortrag zum Restaurieren von Bächen in Stadt und Land war gewünscht zum Projektende FLOW.

Angekommen! – Ich will`s ja nicht beschreien, aber so gut wie pünktlich – so, wie bei fast all den anderen Fernunternehmungen der jüngeren Vergangenheit.

[Nein, ich kenne auch andere Zeiten. Das war insbesondere in den 1990ern, als eine Siemens-Lok-Baureihe völlig aus dem Ruder schlug. Da könnte ich viel drüber schreiben, lasse es aber. Hauptsache, ich fahre in den 2020ern pünktlich.]

Auf dem Markt beim Alten Rathaus finden – ich lerne hinzu – die 12tägigen Leipziger Markttage statt.

Die lasse ich allerdings links liegen, habe ich mir doch für den Nachmittag der Anreise vorgenommen, einen kleinen Ausschnitt aus der Vielzahl Leipziger Stadtgewässer zu erwandern.

Vornweg ein Stück Pleißemühlgraben – mit Wehr und ordentlich Beton.

Treppenstufen, so auch an anderen Leipziger Stadtgewässern, lassen ein wenig Nähe zu. Hier ist ausserdem ein kleiner Ruheraum am Rand des eintönigen Fliessens entstanden.

Im oberen Teil links der Fensterspiegelung können ein paar Gründlinge entdeckt werden.

Urban Art, eine (meine Güte kann man die in ihrer Künstlichkeit für gelungen hässlich halten) Insel, Spiegel-Spielerei – Gruß von der Kunsthalle.

Querab vom Neuen Rathaus lässt sich Natur nicht halten – Clematis vorn, dreidimensional Schlingknöterich – hier tobt das Leben. (Man muss es in seiner Fülle und verborgenen Vielfalt nur erkennen [wollen].)

Davor – ein Rohr! Hier wird das Pleißemühlgrabenwasser eingeengt, schiesst bei höheren Abflüssen „gepresst“ hindurch.

Das hat – für die aquatische Stadtökologie positive! – Folgen. Ein Kolk entsteht, ausgeblasene gröbere Steinfraktionen lagern sich bachab als Rausche ab. Breiten- und Tiefenvarianz in der Sohle – eine der Hauptvoraussetzungen für die Gewässerlebewelt.

Kolk-Rausche-Abfolge – von rechts nach links.

Am Ende des Kolks, vor der Rausche, hat sich ein großer Döbel aus seinem grünen Verstecküberhang hervorgewagt. Driftende Nahrung, vermutlich Insekten bzw. ihre Larven, sind allzu verlockend.

Noch ein größerer Döbel, wechselnd auf der Rauschefläche. (Ich bin nicht sicher, ob das obere Tier ebenfalls ein Döbel, oder vielleicht eine Barbe ist. Letztere in diesem Fall sicher zu benennen, traue ich mich allerdings nicht.)

Im Kolk liegt ein Betonriegel quer.

Eine Flasche und ein großer Flussbarsch haben hier ihren Platz.

Interessant fand ich, dass jede Menge Flaschen im Elstermühlgraben landen. Noch interessanter (die nimmt wohl niemand raus?): Diese gruppieren sich, als vergängliche Ansammlung, je nach hydraulischer Situation bis hin zu großen „Fundstätten“. So bilden sie eine eigene, urbane Gewässersohlstruktur … OHA !

Lass mal einen Gewässer- / Fischereibiologen an so einem Gewässer stehen … / / / Ich blicke nach oben.

Schicke Spätnachmittagsstimmung. Mehr ruft.

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Das Grün ringsum ist 2023 aufgrund gelegentlichen Regens in einer Weise gewachsen, wie wir sie seit 2018 fast nicht mehr für möglich gehalten haben. Auch wenn das Wasser bisher vorn und hinten nicht gereicht hat, Bäume, Wälder, Quellen zu stabilisieren, haben Gewächse des oberen Bodenhorizonts „gut Masse“ produziert.

Wenn dann das Wetter zur Erntezeit noch stimmt, wie das auf den meisten Schlägen für Grassilage und Heugewinnung galt, „kammernichmeckern“.

Nun folgt die nächste Groß-Ernte.

Organisation ist alles! – Mais ernten, häckseln, in schneller Folge neue Wagen zur Aufnahme des Ernteguts heranführen – professionelles Arbeiten in günstiger Wetterlage.

Erwartungsfroh sehen wir neuen Horizonten entgegen. – An dieser Stelle wird der Geesthang Richtung Tide-Elbe, bei ein Bisschen Glück mit herbstlichem Sonnenuntergang dahinter, wieder zu sehen sein.

Wir sind auf künftige Fruchtfolgen gespannt.

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