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Archive for the ‘Klima’ Category

Die Ursache meiner Südreise, unter der Elbe durch nach Buchholz in der Nordheide war die Anfrage nach einem „Fischvortrag“. Die Landesfachgruppe / der Landesfachausschuss „Feldherpetologie und Ichthyofaunistik“ des NABU Niedersachsen lud zu einem 16. Jahrestreffen ein.

Zwar trage ich nicht zu Fischen, wohl aber zu ihren Lebensräumen und deren Verbesserung vor – Grundlagen, Probleme, Verbesserungsmöglichkeiten inkl. Großthema Klimawandel. – Genau so etwas würde passen.

So ging`s also gestern los …

Auf der B 431 von Wedel Richtung Elbtunnel – mit der gefühlten Dauerbaustelle nicht weit davor.

Und hier, die Elbe ist unterquert – rechter Hand Containerfrachter und Entladekräne -, verläuft quer durchs Elbe-Urstromtal die Dauerbaustelle der A 7. Irgendwann soll auch mal „fertig“ sein …

Angekommen und geparkt, nah zum Veranstaltungsort – Parkplatz voll. Umgeben von WL, LG und HSK fühlt sich das feuerrote Spielmobil, PI, ganz wohl (nehme ich an).

Das Ambiente – Langsam ist vorbei, Lohbergen, Achtung, Ampel.

Zahlreiche bekannte Kürzel ringsum – …

… aha, es geht um Menschen, auch um die Umwelt – in Niedersachsen.

Noch`n Logo – ich muss richtig sein.

Ja – auf geht`s, in den großen Saal.

Alles ausgepackt – es ist noch Zeit.

Gleich nebenan zum Veranstaltungsort …

… fliesst der Steinbach (wie passend!).

Vorbildlich liegt ein Rückhaltebecken / Teich „im Nebenschluss“. Der Steinbach darf frei fliessen.

Nochmal im Detail – er windet sich, rauscht, in gutem Niedrig- / Mittelwasserprofil. Wie sich das gehört, ist drüber ordentlich Luftraum für Hochwässer.

Mal bachauf gucken, von der anderen Brückenseite.

Oha, hier bekommen wir auf kleinstem Raum das gesamte Spektrum – bachab gut, bachauf …

Der ausgebaute, überbreite Sandkanal, keine Struktur, kein Lebensraum.

Nebendran in Senke zwischen Ufer und Sandablagerung eine Eisenkahmhaut (Bakterienfilm, wie üblich ölig schimmernd – kein Öl!) – Zeugnis des Eingriffs in den Bodenwasserhaushalt.

Unmittelbar vor Unterqueren der Brücke nimmt der Bach die zuvor erläuterte gute Situation an – der charakteristische Kiesgrund aus Moräne ist freigestrudelt aufgrund des passend eingeengten Niedrigwasserprofils.

Ich find`s spannend, suche entlang des gut hügeligen Forsts Lohbergen – hier: Silhouetten von Kiefern – den Bach weiter abwärts.

Das Steinbachtal – lichter junger Auwald.

Erlenbruchwald auf hangnassem Boden.

Feucht ringsum – bemooste Alt-Erlen.

Alt-Erle neben jungem Auwald.

Und Umkehr …

Kiefer am Waldrand – die Zivilisation hat mich wieder.

Auch Senioren bitte Schritt fahren …

Wie ein junger Erlenwald – neue Äste – – > Bäumchen auf gekappten Alt-Erlen.

Die Jahrestagung verläuft sehr interessant. Ringelnattern und mehr, …allerhand vom Feuersalamander – zu diesen wasserliebenden Organismen passt mein gewässerbezogener Vortrag. Beiträge zu Projekten mit anderen Artenspektren erweitern den Horizont.

Demnächst berichte ich mehr zum Forst Lohbergen.

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Regelhaft sehe ich den Sauerbek (der / die – wie`s beliebt – auch das Namensende findet sich unterschiedlich -bek, oder -beck) auf der Geest (ca. 3,5 km + 2,5 km Nebenbach = gut 6 km Bachlauf) und beim Wechsel in die Marsch (ca. 500 m), wo sich der Abfluss dem Bullenfluss zugesellt.

Dieser kleine Bach fällt häufig sommerlich trocken, gehört zu den Zehntausenden km (allein im flächenkleinen SH, in größeren Organisationseinheiten entsprechend mehr), die in unseren Bundesländern in Sachen Lebensraumverbesserung so gut wie unbeachtet bleiben – 80 % unserer Fliessstrecken (!).

Bei vielen Bäche, die in Teilen ihres Laufs imposante V-Täler schnitten, sind Letztere durch Nutzungsüberlegungen der Vergangenheit (häufig genug leider bleibend) in Teiche eingestaut worden. So ergeht es auch dem Sauerbek – heutzutage zunächst privat genutzter Karpfenteich, zum krönenden Abschluss am Geesthang Angelpuff.

Der „Karpfenteich“ wird gern von Wasservögeln aufgesucht, hier Grau- und Kanadagänse.

Auf dem Wasser sind sie geschützt. Die Kanadagänse ruhen, (mindestens) ein Grauganspaar brütet wohl im Gelände ringsum, vielleicht auch Stockenten. – Gelegentlich sieht sich ein Kormoran nach Nahrung um.

Kormoran, wegstrebend – schickes Strömungsmuster.

Interessant anzusehen ist das Ausweichverhalten dieses Vogels auf dem zu schmalem Teich aufgestauten Bachtal. Er braucht zum Abflug ja allerhand wassernahe Meter, bis er abheben kann (und dort dann noch eine Schneise, in der Luft weiterzukommen). Im Foto schwimmt er gerade quer im oberen Teichbereich – keine Chance für Startanlauf. Am Ende angekommen, suchte er Rettung im Wegtauchen. – In Längsrichtung klappt der Abflug, man gerade über den Staudamm …

Vom Geesthang in die Marsch – aus dem professionell genutzten Teich stürzt der Sauerbek in eine kurze Fliessstrecke, quert einen landwirtschaftlichen Weg.

Jenseits des Rohrdurchlasses ist hier gut zu erkennen, wie Kies- und Geröll-reich die hiesige Moräne ist – Super-Bachgrund.

Rechtwinklig abgeknickt fliesst der Bach zwischen Weide und Eichen mit gutem Gefälle.

Nachdem die Regen der vergangenen Wochen abgeflossen sind, führt er zur Zeit wohl sein „Mittelwasser“.

Durch ein letztes Rohr geht`s ab in die Marsch.

Ganz schön schetterig (oder wie das im Volksmund heisst) …

Oder, fachlich ausgedrückt, mit Abriss: Die Durchgängigkeit des Gewässers ist zerstört.

Aber das ist sie durch die Teichnutzung ein wenig oberhalb ohnehin …

In der Hetlinger Marsch, Blick auf den Holmer Geesthang.

Der weitere Verlauf ist öde unterhalten, größere Steinfraktionen sind über die Zeit ausgebaggert, das Ufer oft beidseitig kahlgeräumt.

Immerhin zeigen noch feinere Kiesfraktionen, hier flächig (!), um welchen Gewässertyp es sich handelt.

Sogar der Bach-charakteristische Wasserstern ist gut vertreten. – Daneben allerdings, den aus fehlendem Halbschatten resultierenden Lichtüberschuss nutzend, dicke Blaualgenmatten.

Igittigitt – so reagiert dann halt die geschundene Natur …

Da fliesst er hin, Tideniedrigwasser, dem Bullenfluss entgegen. Den trifft er vor den Pappeln des Brunnenschutzgebiets.

Unmittelbar vor dem Zusammenfluss – Blick bachauf, Gefälle ist immer noch vorhanden.

Aber – oweh, oweh – spätestens hier hat harte Gewässerunterhaltung mit selbstproduziertem, bewegtem Erosionssand dem Lebensraum den Garaus gemacht.

Die Elbvertiefungen leisten ihren Beitrag – Absinken des Tnw, leichtes Steigen des Thw verschärfen die Tideströmung. Kein Halten der Ufer, Bäume nicht toleriert, scharfe Strömungsspuren weisen auf schneidendes Ultra-Geschehen im Tidegang hin.

So kann`s gehen, wenn der Mensch denkt … – im Kleinen wie im Großen.

Ganz gebe ich die Hoffnung ja nicht auf.

Im System der hiesigen Binnenelbe kommen und gehen mit der Tide sicherlich eine Menge Tiere verschiedener Arten. Wieso sollten da nicht – Neunaugen, Forellen, Kieslaicher aus der Karpfenfamilie – Interessenten an der verbliebenen winzigen Geeststrecke existieren?

Wenig ist besser als garnix.

Mal sehen, vielleicht sind ja mehr als ich an einem Experiment auch hier interessiert.

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Die Räder zur Frühjahrs-Inspektion gebracht – da wird gewandert.

Vorbei an der bekannten KopfWeideSpiegelung. Schön, dass deren Pflege jetzt wechselnd an jeder zweiten geschieht. So sind demnächst reichlich Nektar und Pollen in der Landschaft ringsum für Insekten vorhanden.

Saatlandsdamm, gutes Beispiel – StammErhalt einer uralten Weide, deren Krone gebrochen war.

So ist die Verkehrssicherungspflicht erfüllt, die ökologischen Funktionen dieses noch lange lebensfähigen Baums bleiben erhalten (bzw. „wachsen sich wieder hin“).

Blick Richtung Elbe, auf einen man gerade 0,5 ha großen Rest früher großflächiger Fluss-begleitender Tide-Auwälder.

Diese sind in ihrer Bedeutung ringsum weiter unberücksichtigt bis nicht erkannt. Offenland-Landschafts“pflege“ beachtet die in wenigen Schnippseln verbliebenen Ökosysteme nicht,  sorgt nicht für ihre Vergrößerung, sondern bedrängt sie.

Blick von der unteren Geestkante in die Marsch – Versteinerung, Bebauung des Übergangs zwischen den beiden großen Lebensraumtypen hindert Organismenpassage, überheizt mangels Großbäumen den Geesthang, zweifellos eine wertvolle Immobilie.

Vorbei am Bürgerpark – beeindruckende, alte Trauerbuche.

Historisches – Erinnerung an die großen „Ochsen“märkte der Vergangenheit.

Von Jütland bis an die Elbe wurde Weidevieh zum Markt getrieben, verkauft, verschifft – Kuhjungs, „Cowboys“, gab es also auch hier.

Zu Hause und ringsum blüht weiter der Hartriegel, wie die Weide ebenfalls frühblühende, reichhaltige Nektar- und Pollenquelle.

Himmelsblick – jeder Eingang besitzt seit 2 Jahren je 2 Mauerseglerkästen.

Deren Name ist den geselligen Spatzen egal. Sie fliegen sie zielsicher an, brüten erfolgreich.

Und los … – die Arbeit ruft.

Wir sind gespannt, ob sich bei uns wiederholt, was Mauersegler-Spezis berichten. Hat sich der später hier eintreffende Mauersegler solch besetzten Kasten auserkoren, schmeisst er die Insassen und deren Nest raus. – Voriges Jahr hat sowas hier an den 8 (+ 2 an der Nordfront) Nistkästen noch nicht stattgefunden.

Die „jungen Wilden“ der Mauersegler gucken sich vor Südwanderung im Herbst durch waghalsiges Fliegen entlang unserer Fronten das Haus gleichwohl intensiv an …

Ein ausdauernder, melodiöser, lauter Sänger sitzt auf dem Nordfirst. Bitte genau hinsehen, das Rotkehlchen ist umringt von einer großen Zuhörerschar!

Zwischendrin tanzt die Zuhörerschar …

Pause – das Publikum zerstreut sich.

Der Begriff „Gnitten“ kommt mir in den Sinn. Ob das nun wirklich diese sind?

Inzwischen ist die Rad-lose Zeit vorbei. Demnächst folgen wieder Beiträge über Radtourerlebnisse.

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Immer wieder erstaunlich, wie das Einzugsgebiet der Oberalster aussieht. Steile Moränenbäche wechseln mit fast gefälleloser Fläche – und die staut dann ordentlich ein, wenn Regen so regelhaft und reichhaltig fällt wie in den vergangenen Wochen (Monaten …).

Oberalster, Kreis Segeberg – nass.

Alsterbett und Überstau – in die Ferne geblickt.

Überblick – nicht ganz schön zusammengebastelt.

Was mich dorthin – weiter … – anfahren liess, darüber berichte ich demnächst.

Als wir alles angesehen, besprochen und für trockenere Zeiten durchdacht hatten, ging es über eine andere Brücke über die Alster zurück.

Moorwegbrücke, weiter bachab – Blick über leicht absinkenden Einstau.

Blick bachauf – rau war`s heute! Südwest 6 bei Temperaturen unter 10 Grad wurde nur halbwegs vom recht sonnigen Wetter kompensiert.

Im Hügeligen ringsum werden wir allerlei Lebensraumverbesserungen vornehmen – wenn es denn man trockener und das Umfeld der Quellbäche wieder befahrbar ist.

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Was ist heutzutage schon „winterlich“? Wir bewegen uns tagsüber um 10 Grad C, leicht darunter – so ist das im Februar 2024, sssteifer bis stürmischer Wind regelhaft dabei.

Für meine Deichrunde Wedel – Holm – Hetlingen – Wedel stellt mir der Wetterbericht Zeit zur Verfügung. Ich wähle die Tour gegen den Uhrzeigersinn, wie anhand der Ortsfolge genannt. Bei westlicher Windansage ist das mit dem „Rückenwind hinter dem Deich“ nicht immer so vorfindbar – ich lebe mit der Tagessituation. (Bei Gegensturm wende ich ggf., Rückkehr wie Anfahrt …)

Was für ein Himmel, gestern Vormittag! Der Geesthang Holm liegt hinter mir. Ich blicke ostwärts von der Hetlinger über die Wedeler Marsch.

Ein Stück weiter …

Stark gezoomt, Wedel am Horizont – vor dem Lichtschein sind regelhaft kleine bis mittlere Gänseschwärme im Blick.

Himmel über der Hetlinger Marsch.

Da oben ist ordentlich Bewegung, drin und Himmel-längs. Schauerbänder ziehen lokal über Land.

Hetlinger Marsch, querab Idenburg – Blick Wedel.

Auf dem Hetlinger Elbdeich – Blick nach Niedersachsen. Dort, jenseits der Elbe, ziehen heftige Regenschwaden mit hoher Geschwindigkeit übers Land.

Wie gut, nicht dort zu radeln!

Hinterm Elbdeich weiter, Richtung Fährmannssand – die Niedersachsen-Schütts bleiben im Blick.

Fährmannssand in Sicht – weit östlich von Wedel queren die Schauer die Elbe.

Der Himmel über und, niedersächsisch, „neben“ mir – die Phase der Schauern scheint vorbei.

Das Ziel der Tour, Ausgangspunkt Wedel, naht – schicker Himmel über der Geest.

Nicht nur der Himmel war interessant. Mehr Eindrücke folgen demnächst.

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Auf den Elbdeich zuradelnd sehe ich querab Langer Damm vom Fährmannssand her Tausende Nonnengänse aufsteigen. Die Digicam bleibt drin – wer weiss, hat der Bauer die Vögel wieder aufgescheucht …, ich will nicht anhalten.

Da fliegt, breit im Blick, von der Elbe her ein Seeadler heran. – Der ist also diesmal die Ursache des Schreckens.

(Ich bekomme die Digicam nicht schnell genug aus der Jacke und den Adler scharf gestellt.)

Massen Nonnengänse in der Luft – nichts Ungewöhnliches.

Der Adler hatte von mir weg gedreht, direkt auf den Schwarm zu.

Ausschnitt aus dem vorherigen Foto – die Ursache des Gänseverhaltens rechts oben.

Die Nonnengänse stieben auseinander, wenden.

Wohl ein Drittel überfliegt mich.

Wie so oft, nach Erkennen, dass wohl doch keine Gefahr bestand, landet ca. ein anderes Drittel wieder am Herkunftsort, beginnt eifrig zu fressen.

Weiter geht`s Richtung Hetlingen.

Ogottogott – die Schafe sind los! (Wie des öfteren erwähnt, nicht gezäunt wie in Niedersachsen am Deich)

Schon beginnt der Scheiss angesichts der großen Menge Lämmerschwänze.

An der Vogelstation kreist ein Schwarm Sturmmöwen – ein Besuch lohnt, auf den Inseln sitzen jede Menge Gänse und kleine Vögel (ich radele diesmal weiter).

Querab Giesensand – eine kleine Gruppe Schafe.

Sind die weissen Köpfe geschoren / handelt es sich – farblich betrachtet um eine hier neue Rasse? Sind die Weissköpfe vielleicht einem Schwarzkopfbock (links) zugesellt?

Oder haben die sich im Stall so eingesaut, dass der heutige, spezielle Eindruck entsteht? – Vielleicht gibt es über die Zeit eine Lösung des Rätsels.

Elbdeich Hetlingen – mit Weitblick ist es heute nicht weit her.

Aus der Nähe – Lämmerschwänze, diesmal ohne Beine, aber mit Pollen – im Ostwind wehend.

Kurz vor Wedel, nochmal Lämmerschwänze – diesmal Hasel.

Und nochwas, Besonderes, ist auf dem Foto erkennbar. Offensichtlich ist Straßenüberwachung unfähig zur Grabenunterhaltung. Der Straßengraben läuft fast über, staut nachbarlich ein. Die Pferdewiese ist großflächig zu einem Flachsee geworden.

Wieder und wieder …, seit Wochen … – mehrfach erschien die Straßenunterhaltung mit mehreren Personen, jeweils über mehrere Stunden.

Und pumpte! Mit recht kleiner Pumpe … – wieder erscheinend … – über Wochen …

Es regnet immer mal, heftig …

Da ist eine Überfahrt „bachab“. Man könnte auf die Idee kommen, das Rohr zu reinigen …

Oder, falls es zerdrückt / zerbrochen wäre, die Überfahrt aufzubaggern, das Rohr erneuern?

Vielleicht durchschaue ich auch bloß die Zusammenhänge nicht.

Ob ich die Lösung noch erlebe?

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Wie von den Wetter-Spezis angesagt, liegen wir in der kühlen Jahreszeit deutlich über der langjährigen Mitteltemperatur. Die erwarteten Temperaturveränderungen sollen sich bekanntlich nicht (nur) in Sommerhitze zeigen, sondern übers Jahr gesehen vor allem durch generellen Anstieg in den kühlen Jahreszeiten auftreten.

Sturm und Feuchte, Niesel, Schauer, demnächst wohl Dauerregen, begleiten das Geschehen.

Hasel im Wedeler Autal am 2. Februar, hoffnungsvoll, die Pollen in die Welt zu setzen.

Dortiger Hasel, gestern – Allergiker sind begeistert! Dauerfeuchte bis Regen schlagen die Pollen zu Boden. Die Lämmerschwänzchen sind gealtert, lang geworden. Hier hat es sich bald ausgepollt.

(Dafür geht es bald ordentlich mit Erlen und anderen los – wenn es denn trocken wäre.)

In der Landschaft, hier Mais-Hochland zwischen Mooren und Forst Klövensteen, ruft es laut – ein Kranich.

Ein Kranich kommt selten alleien – hier zu zweien.

Man kommt sich auch näher – vermutlich eins der im Umfeld brütenden Paare. (Aus der Nachbarschaft antworten andere.)

Auf der Rückfahrt im Wedeler Autal wird es lebendig beim Passieren einer Erlenreihe. Erlenzeisige, munter zwitschernd, bevölkern diese Stelle. Es mögen um die 100, vielleicht mehr Vögel sein, die mich eine zeitlang begleiten. Gelblich-grün blitzt es beim quirligen Flug des Schwarms. – Leider lässt sich dies Erlebnis nicht fotografieren. Vielleicht muss ich mal einen Film-Clip testen.

Nicht nur in nun einsamer Landschaft, auch im Städtischen ist es mancherorts fast menschenleer – hier der Grüne B-Plan. Die Wassermenge wird im Abfluss verzögert, staut aber wegen der aktuell geringen Menge das Rückhaltebecken nicht ein.

Vorm Haus sitzt das Ringeltaubenpaar dicht aneinander – Brüten im Efeu ist offenbar zur Zeit nicht attraktiv.

Auch Amseln brüten in diesem (kleinen) Efeubaum. Der Hahn guckt um die Ecke.

Gestern auf dem Rasen nebendran entdeckt – die Amseln sind wohl zu früh gestartet. Ob nun durch Eichhorn, Elster aus dem Nest entfernt, genausogut kann bei dieser Wettersituation solch früher Jungvogel durchnässt, „erfroren“ sein. Im letzteren Fall wäre er dann vermutlich von den Eltern aus dem Nest entfernt worden.

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Mein Thema zum Stichwort Gewässerschutz sind in der Regel Bäche und kleine Flüsse auf der Geest, Moränenbäche mit Kies-Charakteristik – leider häufig verkannt und daher in ihrem Verbesserungsbedarf, aber auch -potential unterschätzt.

Dass – oft künstlich angelegte – Entwässerungsgräben der Marsch anders, härter angegangen werden, belasse ich in der Zuständigkeit von Verbänden und teils in Sachen Fortbildung engagierten Landesverbänden, Behörden, teils beteiligten Berufsgruppen.

Gleichwohl begegen mir beim Radeln Realitäten, die es doch zu zeigen lohnt.

Mir war schon vor längerer Zeit aufgefallen, dass dieser kanalartig gerade Marschgraben bei der vorigen Gewässerunterhaltung auf der vom Baggerfahrer nicht einsehbaren Fahrseite heftig im Ufer verletzt war. Inzwischen wurde die Situation verschlimmbessert.

Durch Anschneiden der schützenden Uferschicht waren Sackungen aufgetreten. Die wurden nun ausgebaggert.

Detail – das gesackte Ufer wurde auf Land gelegt.

Wie stetig wiederkehrend für Geestbäche beschrieben, entsprechen heutige Gewässerquerschnitte nicht mehr der Planfeststellung. Die Gewässer sind durch harte Gewässerunterhaltung überbreit und übertief geworden – nun sehe ich das Beispiel also auch hier.

Der Charakteristik dieses Gewässers im netzartigen Marschentwässerungssystem – im Volksmund „Hechtgraben“ genannt – dürfte solch Operation nicht genützt haben.

Vermutlich die gleiche Organisation und Firma lieferte ein weiteres Beispiel zu Kopfschütteln führenden Arbeitens.

Hier wurde das einsehbare Ufer fast unmittelbar an Kopfweidenstämmen abgebaggert. Es dürfen Wetten abgeschlossen werden, wann die Kopfweiden mangels halbem Wurzelteller stürzen – und wann die Straße sackt.

Tja …

Mein gutes Beispiel jüngeren Radelns betrifft die Kopfweidenpflege. Darüber hatte ich 2020 einen Beitrag geschrieben, der von einer Fachzeitschrift aufgegriffen und direkt übernommen wurde. Vermutlich wurde die Arbeit von privat an eine nicht fachkundige Firma vergeben – soll nicht so sein.

Neulich, vom Schulauer Hafen (Bericht folgt) nach Hause radelnd, sah ich fern in der Marsch …

… Orange, mit Blinklicht – der Bauhof Wedel bei der Kopfweidenpflege.

Bei späterem Radeln konnte ich das Ergebnis aus der Nähe bestaunen.

Es sind nicht nur die Kopfweiden so beschnitten, wie es fachgerecht erfolgt. Etwa jede zweite wird belassen, so dass die Weide als Frühblüher in wichtiger Jahreszeit Nektar und Pollen in Fülle spenden kann.

Dafür ganz herzlichen Dank (nicht zuletzt im Namen der bedrohten Insekten- und Vogelwelt)!

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Nach dem eindrucksvollen Erlebnis an der Pankemündung – neuer Organismenpass – sahen wir uns einige kleine Bäche an, die ich mit den beiden Überschriftsstichworten zusammenfassend darstelle. Die Ufergestalt von Parkbächen (oft genug in denkmalgeschützter Umgebung – doch hoffentlich nicht inkl. solcher Ufergestalt) habe ich im Beitrag vom 2. Januar bereits einführend zur Kenntnis genommen.

Alter Zeitzeuge, Bongossi – es gilt, diese lebensfeindliche Erfindung (kein zuHause, keine Gewässerquerung für kleine Organismen möglich, kein Entkommen für ins Gewässer gefallene Kleinorganismen möglich, ff.) zügig gegen vertretbare Alternativen auszutauschen (die Alternative „nur Rausnehmen“ wäre vielerorts sicherlich die beste).

Wo Bongossi entfernen und nichts weiter tun, freies Schütten von Naturstein in geeigneter Körnung wegen Tieflage und Steilheit der Böschung nicht sinnvoll sind, können raue Gabionen (hier: Steine geeigneter Körnung im Netz) eine Alternative sein. Uferschutz und Wasser-Landverbindung sind hinreichend realisiert.

Wo das Umfeld es zulässt, bietet sich Entnahme ungeeigneter Uferbefestigung an, zunächst ggf. in Teststrecken.

Hier zum Beispiel stehen Alt-Erlen, deren Wurzelwerk das Ufer durchgängig schützen würde – wären da nicht die Platten.

Erfahrungsgewinn böte ein Test im gekennzeichneten Bereich ausserhalb des Kurvenprallhangs (Strömungspfeil blau) – Platten entnehmen und eine neue Realität kennenlernen.

Wenn`s so gar nicht klappen würde (ich gehe von Gelingen aus!), wäre die Stein-im-Netz-Gabione immer noch einsetzbar.

Rasengitterstein, auch so ein Vergangenheits-Monster am Bach – in dieser speziellen Situation, kein natürlicher Uferhalt an beiden Ufern problemlos darstellbar, untergeordnetes Gewässer, ist angesichts der „unendlichen“, zu bearbeitenden Strecken das Stichwort „nicht prioritär“ passend.

Wir kommen zu Verbesserungen im Boden-Wasserhaushalt durch Rückhalt von Wasser. Wo das mit Material geschieht, wo „hart“ auf „weich“ stößt, findet Wasser mit der Zeit immer einen Weg – dran vorbei!

So geschehen hier. – Mein Vorschlag: Mal wieder ein Experiment! Dynamisches legen statt den Einstau neu im Hangboden zu befestigen (durch Verlängern, Anschütten, was auch immer).

So sähe das skizziert aus: Eine Geröll- / Kiesschüttung könnte das Ufer schützen, eine etwas eingeschnittene Rinne würde den gewünschten Abfluss ermöglichen.

Gleichzeitig könnte der raue Umlauf die Durchgängigkeit für Kleinorganismen gewährleisten.

Letzter Punkt dieses Beitrags: Entschlammen von Regenrückhaltebecken. Da gibt es – örtlich angepasst – eine Reihe von Varianten.

Hier wurde die Entscheidung (letztlich) für ein Angebot Entnahme durch Löffelbagger bei vorherigem Bau einer Arbeitstrasse (und nachheriger Entfernung derselben) gewählt.

Ich drücke die Daumen, dass das der günstigste (und nicht der billigste) Bieter war und das Vorhaben für alle Beteiligten „im Rahmen“ abgeschlossen wird.

Langjährig verhindert werden solche erforderlichen Entschlammungen vielerorts durch „bedrohliche Arten“.

Damit meine ich nicht bedrohte Arten, sondern solche, die aufgrund gesetzlicher Schutzbestimmungen (auf dem Papier zurecht als bedroht gekennzeichnet) durch starre Bürokratieanwendung, die örtliche Notwendigkeit und Vermehrungspotential der betreffenden Arten nicht hinreichend zur Kenntnis nehmen, erforderliches Handeln unterbinden. – „Bedrohlich“ ist also, genau genommen, nicht die biologische Art, sondern die bürokratische Weise.

Die Krebsschere, hier im Foto, wäre solch Beispiel. – Die Teichrose eignet sich gleichermaßen …, der Beispiele gibt es viele.

Hoffen wir, dass – im Neuen Jahr 2024 !! – öfter das Vernunftprinzip waltet! Hier wurde Wasservolumen und -fläche wieder hergestellt, die Krebsschere bleibt. Da ihr das Gewässer offenbar gefällt, wird sie in der Lage sein, innerhalb einer Reihe von Jahren wieder die Gesamtfläche zuzuwachsen, sterbend massenhaft Faulschlamm zu bilden, der dann wieder zu entfernen sein wird. (Falls nicht die alternative Entscheidung getroffen wird, einen Verlandungsprozess mitzuerleben.)

Bis dahin allerdings werden eine Vielzahl von Jahren mit angepasster Lebewelt im Stillgewässer und Umfeld zu beobachten sein. – Stockentenerpel leuchten in der Sonne.

 

Bleibt der Packereigraben – dessen kleinen Restaurierungsstart wollen wir, nachdem Trockenheit und etliche Hochwässer verstrichen sind, noch ansehen.

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Weihnachtsgruß 2023 aus Berlin-Mitte, Osteingang Kulturbrauerei.

Wir sind per Bahn am 2. Weihnachtstag gut nach Berlin gekommen, haben die Tage bis heute interessant verbracht. Darüber wird zu berichten sein. – Auch die heutige Rückfahrt nutzte DB, einen zügigen und pünktlichen Eindruck zu hinterlassen. Möge das in Zukunft möglichst immer so sein – dem vorigen und dem heutigen Verkehrsminister zum Trotz.

Vorweg unternahm ich am Vormittag des 1. Weihnachtstages den Versuch, meine drei Tage zuvor durch allzu starken Nordweststurm verhinderte Hetlingenrunde vollständig zu radeln. Dazu folgen hier ein paar Eindrücke.

Erster Weihnachtstag 2023 – sonnig, stürmisch, aber nicht mit so bissigem „wind chill“ wie die Tage vorher. Mal sehen, wie weit ich mit dem Rad komme.

In der Marsch – Sturm rüttelt das Reet. Hier brach ich kürzlich die Runde ab.

Vielerorts gleicht die Marsch einer Seenplatte, die Weiden flächig wasserbedeckt.

Wasserzeichen – querab Idenburg.

Nonnengänse querab Giesensand, zwischen Wasser und Hof.

Sturm auf Flachsee über Marschwiese – Vorsicht Stacheldraht.

Hier muss ich eine Weile ungeschützt frontal gegen den Wind fahren. Im zweiten Gang lässt sich das so gerade vertreten, vor allem, da die heftigen Sturmböen meines vorigen Tests fehlen.

Rechter Hand pirscht ein Silberreiher.

Die in trockenen Zeiten immer mal von mir gezeigten, hoch im Graben aufragenden Schachtringe sind nun fast vollständig im Wasser versunken. Auch dieser Graben hat Umgebungs-Niveau erreicht.

Blick nach Luv – da schwimmt Buntes auf dem Wiesensee vor Hetlingens altem Deich.

Brandgänse.

Der Elbdeich bildet den Horizont – auch hier binnendeichs eine Seenplatte.

Blick vom Elbdeich auf das Elbe-Deichvorland – im gleissenden Licht erscheint das Reet silbern, vorn am Deich der Spülsaum der vorigen Hochflut.

Nochmal der Spülsaum in Totale, Richtung Wedel.

Hoch steht das Wasser auf der Binsen- und Reet-bedeckten Vorlandfläche.

Weiter geht`s – Regen und Sturm haben aus der SH-Besonderheit Elbe-Radweg eine Hydraulik-Hydrodynamik-Studie werden lassen.

Egal, wie es aussieht, es bleibt Schafscheisse. (Anderswo hält man Deichschafe gezäunt. Früher holte man nachts die Schafe rein, um den Dung zu nutzen. Heute, in der ohnehin Stickstoffüberfrachteten Welt … – wohl scheiss-egal?)

Querab Giesensand halten sich Schwärme von Wacholderdrosseln auf, geniessen vermutlich unter anderem die zahllosen Weissdornfrüchte.

Kaum sind die Temperaturen etwas höher, sind die Schafherden wieder unterwegs.

Blick vom Elbdeich Fährmannssand – rau peitscht der Wind die Elbe. Den konnte ich vom Hetlinger Deichabschnitt an trefflich als Beschleunigungshilfe nutzen.

Sturmgebeugtes Reet in der Vormittagssonne (Wind mal wieder quer zur Fahrtrichtung – macht nix, Reet schützt), Langer Damm.

Hinter dem Reet – Nonnengänse.

Gleich nochmal, dieselbe Gruppe – halbwegs verdeckt stören Passierende die Vögel nicht.

Im Gegenlicht, nun Silber-Reet – Möwe oben drüber, Saatlandsdamm.

Kurz vor Erklimmen des Geesthangs störe ich noch eine Krähe beim Badegenuss auf – Pardon!

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