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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Vor wenigen Tage wurde ich gefragt, ob ich Jugendlichen etwas über die Osterau erzählen würde. Im Wildpark Eekholt findet gerade ein Jugendnaturfilmcamp statt, bei dem verschiedene Gruppen Filmbeiträge für das Naturfilmfestival Green Screen anfertigen (der Link verweist bereits auf die Veranstaltung 2023, enthält aber Hinweise, was die Jugendlichen dabei lernen). Begleitend steht Fachpersonal, wie z.B. der bekannte Naturfilmer Udo Zimmermann anleitend und unterstützend zur Verfügung.

Da ich gerade im Training bin, hatte ich doch vor Kurzem das Betreuercamp der Unterelbeschulen in Vorbereitung auf das diesjährige Wassercamp im September besucht, sagte ich zu – heute war ich dort.

Das hat sich gelohnt …

… konnte ich doch feststellen, dass im Vergleich zu Beginn des Juli inzwischen ordentlich Kiesdepots für das Betreuercamp geschüttet wurden.

Die warten nun auf den September, Schülerinnen und Schüler mit Harken und Schaufeln, die aus den Depots Lenkbuhnen formen werden.

Blick bachauf – da ist etwas, hölzern.

Detail – bei dem andauernden Niedrigabfluss sind die Teile eines Treibselsammlers, die unter Mittelwasser angelegt sind, gut erkennbar. Eine Menge Erosionssand wurde festgelegt. Der Treibselsammler hat – links ausserhalb des Fotos nicht zu sehen – am Ufer ein neues, reich mit blühenden Pflanzen bestandenes Feuchtgebiet und auf der Wasserseite gute Tiefenvarianz geschaffen.

Stativkamera – All das, Bach, Bedeutung der Eiszeiten, standorttypische Organismen, Situation und Verbesserungserfordernisse insbesondere im Klimawandel, wurde in Bild und Ton festgehalten.

Konzentrierte Arbeit kennzeichnete unser Treffen – meine Hochachtung! Innerhalb einer guten Stunde hatten wir ein breites Spektrum von Themen behandelt, Naturprobleme durch Menschenhand und Verbesserungsmöglichkeiten kennengelernt und diskutiert.

Es geht auf den Rest, Kamera und Regie überlegen, was noch zu bedenken ist.

Handkamera und Ton warten auf das Ergebnis.

Ein Interview schloss unser Treffen ab.

Jetzt gilt es, aus dem Filmmaterial sowie weiteren Informationen den Wettbewerbsbeitrag zu erstellen.

Mir hat das Ganze sehr gut gefallen. Ich wünsche viel Erfolg beim Green Screen Naturfilmfestival!

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Besuch und gutes Wetter – da ist ein Elbufer-Spaziergang von Wedel Richtung Wittenbergen immer angesagt. Gelegentlich wird auch das Auto genutzt bis zum Parkplatz direkt am Anleger Wittenbergen. Ich verbinde im Folgenden zwanglos Fotos von 2 Spaziergängen, mit dem Hamburger und dem Berliner Familienast.

Beim Anwandern von Wedel aus, der Saugbagger Pedro Alvarez Cabral, der da gerade aus Richtung Kai Altenwerder seewärts unterwegs ist, Mischsedimente gesaugt hat – und damit bei Helgoland die Nordsee „anreichert“. [Stimmt gar nicht, sagen die Offiziellen, das macht nix.]

Blick vom Leuchtturmfuß Wittenbergen gen Hafen Hamburg.

Wenn die Flut weiter fortgeschritten ist, ist der Abgang zum Anleger Wittenbergen weniger steil.

Dafür hat man wegen „mehr Wasser“ einen kürzeren und schmaleren Sandstrand.

Blick über die Elbe zur Insel – das Fahrwasser mit Seeschifftiefe ist nach der jüngsten Verbreiterung (und Vertiefung) verdammt weit Richtung Moränenkante vorgerückt …

Man stelle sich vor, da geht es – jetzt bei Flut sind 3,6 m mehr Wasser drauf – gut 20 m steil „berg“ab – dunkle Tiefe.

In Gedanken … – Erdfälle allüberall, bei historisch so unterschiedlich  geschichteten Böden nebendran, sind aus internationaler Realität hinreichend beschrieben. – Wir aber sind in Hamburg! Da ruft kein „Berg“: „Ich komme!“.

Werden diejenigen, die das glauben, selig?

Wir sind am Strand.

Neulich war auch das Museumsschiff Greundiek auf Rückkehr vom Ausflug nach Stade zu sehen. Gut besetzt und guter Laune – die Fahrt war offensichtlich ein tolles Erlebnis.

Der Strand – wo sind die Hamburger (und andere Besucher) ?!? Jetzt in den Schulferien alle an Nord-, Ost- und anderer See, oder Seen? – Hinten kommt ein Schiff.

So ein prima Strand soll so verlassen werden, wie man ihn vorfinden möchte. Eine Vielzahl nicht übersehbarer Müllbehälter stehen als Angebot bereit. (Man könnte selbstverständlich den Kram, den man angeschleppt hat, wieder mitnehmen.)

Blick ostwärts, Richtung Blankenese – vorn, auf der Buhnenwurzel blüht Blutweiderich.

Blutweiderich, Totale.

Sitzen am Spülsaum der vorigen Flut, unter Uferbäumen ist ein FotoDorf aufgebaut – wohl für Modeaufnahmen. Geduldig folgen die zu Fotografierenden den Anweisungen der Regie.

Das Schiff wird größer, saust mit auflaufend Wasser ziemlich schnell Richtung Hamburger Hafen.

Ein Massengutfrachter Richtung Altenwerder, die Helena Oldendorff, 300 x 50 m, Tiefgang 13,9 m.

Zwei Segler.

Elbhang, Leuchtfeuer Blankenese, Hafenkräne, ganz schön dick, so ein Massengutfrachter, Hafenkräne, rechts aussen die beiden Pylone der Köhlbrandbrücke.

Wenig später, die Helena Oldendorff passiert einen Containerfrachter, die Cosco Shipping Aries, 400 x 59 m, Tiefgang 12,5 m.

Die Flut steigt, wir packen zusammen.

Wir hinterlassen Vergängliches, eine Siedlung aus Sand.

Noch ein Blick auf das Foto-Dorf.

Mit den Sülldorfern, HH, sind wir „links rum“, den Elbhang hoch über die Rissener Heide Richtung Auto gewandert – Elbblick vom Hang, Abschied nehmend.

Die Berlinerinnen, gestern, wollten „rechts hoch“ – Wanderung durch abwechslungsreichen Wald auf den dortigen Hochpunkt der Moräne.

Dort steigen sie wenig später zu mir, ins feuerrote E-Mobil. Wir fahren zurück nach Wedel.

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Elbdeich Hetlingen – schlimmer Vogel auf der Elbe, Saugbagger Utrecht, bekannt. – Eine Gruppe Graugänse zieht über das Deichvorland.

Blick seewärts – da zieht das aufkommende Wetter, nördlich vorbei.

Silhouette über dem Deich bei Giesensand.

Das ist wohl die Ursache für die regelhaft den Deich binnenwärts querenden Gänsegruppen …

Ein Seeadler patrouilliert über der Land-Wassergrenze.

Über den Marschwiesen Giesensand – NABU Vogelstation – Fährmannssand fliegen Kiebitze, Enten- und Gänsegruppen.

Fährmannssand – Rinderherde an der Wasserkante. Gegenüber die Lühemündung, der Anleger – weit und breit keine Lühe-Schulau-Fähre.

Da müssen wir unser für Montag vorgesehenes Niedersachsen-Radeln verschieben.

Langer Damm, ich quere die in Fluthochwasser eingestaute Binnenelbe – Vögel aktiv.

Jetzt erkenne ich auch (nachmittags bestätigt das der weiterhin knochentrockene Pferdetümpel), dass die im vorigen Beitrag gezeigten wasserführenden Gräben mit den vielen Vögeln durch Fluteinstau so nass waren. Das Bisschen Regen war gut für den Boden …

Rauchschwalben finden offenbar angesichts der Zwischen-den-Schauern-Situation fette Beute unter der Brücke. Ein munteres Treiben, eine Seite rein, durchsausen, bremsen, wenden …

Rauchschwalbe, Spiegelung.

Andere Rauchschwalbe, Spiegelung (eine von ca. 15 fliegenden).

Nochmal – bremsende, wendende Rauchschwalbe im Detail.

Wo bleiben Sie denn?? – Es zwitschert. Auf der Telegrafenleitung über der Binnenelbe auf der anderen Seite sitzen die Jungen aufgereiht, aufgeregt auf die Fütterung wartend.

Die von Heuballen befreite Marschwiese Saatlandsdamm, querab des Sturmflutsperrwerks Wedeler Au – Einstau und Regen lassen das Gras sprießen.

Heuballen in der Marsch, vor Wedels Geesthang.

Bauen, Lernen im Klimawandel – seit Jahr(zehnt)en schleifen gelassene, als erforderlich bekannte Anpassung. Auch hier haben für Investoreninteressen Beton, Stahl und Glas, beste „Heizmaterialien“, das kühlende Grün des Übergangs Geest – Marsch verdrängt. – Und es soll weitergehen. Auf Erleuchtung in Bevölkerung, Politik, Wirtschaft muss wohl weiter gehofft werden. – Gelegentlich hört man von Zeichen und Wundern (manches ist auch real zu sehen, anderswo).

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Am heissesten Tag des Jahres – reif für die Insel?

Inspiriert durch eine Fernsehsendung „Vorsicht Kamera“ nach dem Motto „Verstehen Sie Spaß?“

Es geht um eine Toilette, auf „unserer“ Insel.

Als ich heute vom Vormittagsradeln zurückkam, fiel es mir sofort auf: Das Insel-Klo.

Da steht was! – Auf „unserer“ Insel!

Ein Klo – schön, dass es das gibt, toi toi toi.

Wie kömmt?

Bei uns wird das Treppenhaus gemalt – das dauert. Und da ist so ein Klo eine wichtige Sache.

In der o.g. Fernsehsendung – für alle, die es nicht sahen – stiegen eine Menge erwartungsfroher Menschen in Busse. Und die fuhren … – – – immer rund um eine riesige Verkehrsinsel. Nach („gefühlt“ recht spät) ca. 50 Umrundungen brach Unruhe aus. Man hatte eine Inselrundfahrt gebucht, wurde erläutert – und für das Ticket seien noch einige Runden erforderlich, sonst …

Ein Wunder, dass da niemand verhauen wurde. Wo man sich befand, nämlich im Fernsehen, wurde dann aufgelöst. (Ob im Bus ein Klo war, ist unbekannt. Auf der Verkehrsinsel jedenfalls stand keins – dafür nun auf unserer.)

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Stuten und Fohlen auf Sommerweide.

Nebendran – Vor Tagen hatte den Boden nässender Regen einen leichten Einstau im trockengefallenen Pferdetümpel hinterlassen.

Der ist inzwischen wieder knochentrocken.

Wir warten – über 30 Grad Tagestemperaturen morgen und übermorgen voraus – auf angesagten Regen für Mittwoch / Donnerstag. Mal sehen, wieviel der bringt.

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Hetlingen zwischen den Deichen, trocken. Das späte Heu steht an. So langsam werden auch letzte Flächen das erste Mal gemäht.

Teilflächen am Elbdeich, gemäht, gewendet, geschwadet – warten auf die Ballenpresse.

Wenig später – Siloballen. – Der Trampelpfad am Deich ist durch die zahlreichen Besucher des Elbstrands Hetlinger Schanze entstanden.

Entlang der Elbseite ist der Deichschnitt Silo-verpackt.

Grasschnitt auf Flächen binnendeichs, teils noch liegend, teils in Rundballen.

Andere Perspektive – es steht noch Arbeit an.

Anradeln tags darauf.

Ballen, Ballen, Ballen – dazwischen allerhand Bewegung.

Ein Starenschwarm fliegt an.

Staren-Teilschwarm auf Ausguck.

Fertig. – Heuballen, Totale vom Elbdeich aus.

Nochmal in Teilperspektive.

Mir kommt bei dieser Ansicht der Spruch über die Marsch- und die Geestbauern in den Sinn ( … wer sind die reichsten – die, wo die großen Hofstellen stehen, die Marschbauern mit ihren beeinflussbaren Wassermengen). Das gilt zweifellos für die Vergangenheit. Heute, angesichts Subventionierung von diesem und jenem, in der Landwirtschaft wohl allem …

Wenig später wird alles leer sein, abgeräumt auf Lagerflächen, von wo aus bei Futterbedarf die benötigte Menge leicht abtransportiert werden kann.

Wedel, Tide-Wedeler Au / Binnenelbe – auch hier ist Aktion.

Sturmmöwen begleiten den Mähenden.

Hoch über mir – ein weiterer Beobachter, gelegentlich herunterstoßend, auf gemähter Fläche Nahrung einsammelnd.

Der Rotmilan hat alles im Blick.

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Wie bekannt, starren wir gebannt auf Wetterentwicklungen, wollen wir doch mit der Fähre über die Elbe, im Niedersächsischen Radeln, Essen und zurück. – Allein, die Fähre war wochenlang in Reparatur!

Hoffnung: Seit heute ist die LSF betriebsbereit, quert die Elbe Wedel – Lühe wieder.

Ohne Fähre, bei gutem Wetter, nahmen wir uns also vorigen Mittwoch den Botanischen Garten in Hamburg, Nienstedten, vor.

Gut angekommen, Botanischer Garten von aussen, Pflanzenwelt international.

Dasselbe – und mehr – von innen. Groß, wie der Vergleich Mensch – Grün belegt.

Landschaft – je nach Fasson besteht die Entscheidung, in der Sonne zu braten – oder im Halb- oder Schattigeren zu schlendern. Leider sind die Rasenflächen kürzest geschoren. Mehr blühende, samentragende Wiesen und andere Formen wären wünschenswert und beispielgebend.

Wetter- und Klimawandel inklusive, im rechten Drittel des vorstehenden Fotos steht ein verdorrter Baum.

Schonmal was Gutes zu den Stillgewässern [Ja, die Flottbek fliesst auch weiter verrohrt unter dem Botanischen Garten durch!]: Der frühere Massenbesatz mit Karpfen ist abgestellt, das Entenfüttern unerwünscht, offenbar weitgehend befolgt – das Wasser der Teiche ist angenehm klar, leicht Algen-angegrünt.

Fürs 2. Frühstück findet sich ein halbschattiges Plätzchen.

Im Anblick der Mammutbäume sind unsere Gedanken bei den kalifornischen Feuerwehrleuten – mögen sie die dortigen Riesen retten können.

Bei den Mammutbäumen lesen wir von [div. regionalen] Feuchtwäldern … – Ja, zum Teufel, warum hat man die zugehörigen Bäume dann nicht ins wassernahe Tief des Parks gestellt ? ! ? – Klimawandel, ick hör` Dir trapsen …

Schütter aussehende Laubbäume – stark verschnitten.

Auch in den verschiedenen „Feuchtwald“-Bereichen sind die Bäume nicht unten „zu“ gelassen worden, damit ein Feuchtwaldklima überhaupt entstehen und sich halten kann. Entsprechend leidend sehen sie dann heute aus.

Es ist ein Kreuz …

Schlecht und gut: Auch hier hat der Neozooe „Kanadagans“ das öffentliche Grün erobert – die Gänse fressen, naturgemäß, Gras, lassen sich nicht beeindrucken – gutes Zeichen, dass das Fütterverbot eingehalten wird.

Enten, hier Stockentenmutter mit Jungvolk, belegen ebenfalls das Befolgen des Fütterverbots. Normalverhalten, wie schön.

In kleine Seitenbereichen – die meisten Besucher merken garnichts davon – sind auch Karpfen zu bewundern.

Groß …

Der Beeindruckendste guckt gelegentlich unter der Brücke hervor – bin nicht sicher, ob das sein Maul ist, das da hervorlugt.

Von internationaler Botanik zu internationalem Essen – Stillleben.

Rotbier – das lassen wir uns nicht entgehen.

Lecker Frühlingsrolle vorweg, Ratsherrn-Rotbier nebendran.

Mein Essen sei verraten: Ente nach Kanton Art – wir wissen, warum wir hier sind.

Und zu guter Letzt: „Fisch will schwimmen“ – das belegt auch dieser Goldfisch.

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Vor einigen Tagen vor Fährmannssand – Marine. – Gut, dass es sie gibt.

Fährmannssand, zwischen Ebbe und Flut – nicht zu verhehlen: Die Wahnwitzbaggereien mit ihren vermehrten Sedimentbewegungen lassen aus Süßwasserwatt zunehmend Land werden.

Blick Richtung Lühemündung – ein großer Saugbagger, Elbe – aufwärts.

Das ist die James Cook, eins von einer ganzen Armade Groß-Saug-und-Verklapp-Baggerschiffen auf der Tide-Elbe.

Derzeit baggert sie im Grenzbereich Hamburg – Schleswig-Holstein und verklappt vor St. Margarethen. Ob das den Schlick nach draussen  – oder zum Baggerort zurückbringt? Es fliessen seit Monaten aufgrund der anhaltenden Trockenheit im oberen Elbeeinzugsgebiet weniger als 300 m³ / s Elbeeinzugsgebiet Wasser über das Wehr Geesthacht. Das ist nicht viel! Diese Menge dürfte für ein „Ausspülen“ verklappter Sedimente Richtung Nordsee VIEL zu gering sein.

Rückblick auf vorige Beiträge: Der Groß-Saug-und-Verklapp-Bagger Utrecht verklappt, wenn ich marinetraffic.com nicht ganz falsch gelesen habe, zumindest heute noch weiter drinnen – bei Drochtersen. Fast scheint es, man will die Wattflächen und Nebenelbe völlig verschlicken. So würde über einen Großteil der Tidephasen die Summe des bewegten Wassers völlig auf den Schifffahrtkanal konzentriert. Kann man sich solch hydraulischen und ökologischen Wahnsinn ernsthaft (als Ziel) vorstellen?

Blick Fährmannssand heute, Elbe zwischen Ebbe und Flut. – Makaber ?

Galgenvögel über dem Todeskandidaten? – Anderer Aspekt Vogel: zu den regelhaft über Monate zu sehenden Rabenkrähen gesellen sich zur Zeit zunehmend Saatkrähen.

 

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Nach dem Besuch des Schulauer Hafens, s. gestriger Beitrag, radelte ich Richtung Hamburger Yachthafen – erstmal gucken, ob der Zugang zur Elbe-seitigen Mole wieder frei ist.

Ja, das Betreten-verboten-Schild steht nicht mehr, die Sturz- und Bruchbäume sind entfernt.

Ich bin ganz vorn, an der Tide-Elbe. Es ist sogar eine Bank frei. Auf der Elbe baggert Saugbagger Utrecht den Schlickfang Wedel.

Langsam baggert sich die Utrecht, Baujahr 1996, 155 x 88 m, Tiefgang 10,8 m, über dem Schlickfang voran.

Wenn ihre Ladekapazität von 17.614 t erreicht ist, fährt sich Richtung Elbmündung, verklappt das Material dort, derzeit bei St. Margarethen.

Der hier im Blog schon öfter geschilderte Aktivismus setzt sich dort fort. Ein Gutteil des Schlicks wird von der durch jüngere Ausbauaktivitäten verschärften Flutwelle wieder Richtung Hamburg transportiert … Das Kreislaufbaggern startet erneut … – „Draussen“ wird das Sedimentmaterial von anderen Großbaggern aufgenommen und vor Cuxhaven oder weiter seewärts verklappt.

Was sagt man dazu?

Hinter der Utrecht 2 Sorten Flieger – der hoch in der Luft könnte ein Airbus-Zulieferer sein. Die unten konzentrieren sich auf die Baggerei-Schlamm- / Abwasserfahne.

Jede Menge Möwen, Gesundheitspolizei, in der Luft und auf dem Wasser – wo Gewässerlebensraum angeschnitten wird, gibt es Opfer.

Hinter mir, nördlich, liegt der Hamburger Yachthafen, im Vordergrund eine hier charakteristische Pflanze, die Engelwurz.

Ein Segler verlässt den Yachthafen, startet seinen Törn.

Gegenan bei frischem Wind.

Von Hamburg naht der im vorigen Beitragsschluss am Horizont erahnte Großcontainerfrachter.

Es ist die NYK Venus, Baujahr 2007, 338 x 46 m, Tiefgang 12,1 m.

Nicht voll …

… und schon, seewärts, vorbei (erscheint hier, der schrägen Optik wegen, voller).

Genug für heute von Großschiffen und dem Großpatienten Tide-Elbe gesehen – ich trete die Rückfahrt an.

Zurück hinterm Elbdeich …

… abgebogen gen Badebucht, Frei- und Hallenbad Wedel, in teils idyllische Nebenstrecke.

Kleiner Ausblick auf die Binnenelbe – Graugänse neben Reetbeständen, die von Tausenden Staren in Herbst und Frühjahr als Schlafplätze genutzt werden.

Wedels Geesthang – ein Beispiel für gegensätzliche Wirkmuster von Natur und Mensch im Klimawandel.

Wir planenden und guckenden Menschen wollen immer Weitblick, meinen den zu haben. Konkret wird dann, wie hier, kühlendes Großgrün aufgebrochen – Immobilienspekulation, oder wie nennt man das?

Geht das so weiter? Der nächste B-Plan ist beantragt.

Blick nach rechts, oberer Teil der Tide-Wedeler Au. Rest-Auwald zeigt, wie Klimaschutz geht.

Werden wir uns an realen Vorbildern, die unsere kleine Erde bietet, orientieren?

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Irgendwie hat es sich ergeben, dass wir ultralange nicht mehr am Schulauer Hafen waren.

Also, einfach mal hin und gucken.

Anfahrt, Ziel fast erreicht – das fängt ja gut an. Der Blick auf die Elbe ist von etwas vorbeiziehendem Rotem versperrt, auf dem sowas wie HAMBURG steht.

Schulauer Hafen, auf der Ostmole angekommen, Blick Südwest – das Rote ist schon vorbei, seewärts, HAMBURG SÜD steht drauf.

Das ist der Containerfrachter Cap San Nicolas, Baujahr 2013, 338 x 46 m, Tiefgang 11,7 m.

Blick auf die Hafeneinfahrt, da tut sich was, Turbulenz.

Wer das nicht kennt und darauf aufmerksam wird …

… kann es durchaus mit der Angst bekommen. In einer riesigen Walze, die sich einwärts, später auswärts bewegt, drehen sich gewaltige Einzelturbulenzen, auf- und abschwellend.

Wenn dann im Geschehen „Schwell und Sunk“ (so ein Riesenschiff drückt Unmassen Wasser vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran) das Auslaufen des Wassers aus dem Hafen ansteht, …

… bildet sich in der Hafenausfahrt eine sehr stark zunehmende scharfe Strömung zur Elbe aus.

Badeverbote entlang der Elbe basieren vor allem auf diesem, oft genug völlig unterschätzten Geschehen.

Was ist sonst so los?

Blick nach Norden – hier geht seit längerer Zeit und noch über längere Zeit baulich allerhand ab. Hotelneubau, neue Hochwassermauer, neue Gestaltung des Ostufers.

Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein.

Der Containerfrachter verabschiedet sich Richtung Horizont, trifft dort einen großen Saugbagger über dem Schlickfang (dessen Herstellung eine weitere große Flachwasserfläche beseitigte) sowie einige Segler.

Ganz nebenbei erwähnt, Film, Funk und Fernsehen berichten über das wohl größte Fischsterben im Tide-bewegten Wasser über ca. 50 km mit allzu wenig Sauerstoff. Leserinnen und Leser dieses Blogs wissen, dass dieser (gewohnte ?) Skandal seit der Jahrtausendelbvertiefung besteht – und niemand etwas dagegen tut. – Ausser vielleicht wieder wortreich um die Ursache herumzureden.

So viel Wasser – und so wenig Sauerstoff, kaum zu glauben, doch diese Kulturschande ist Realität, wider Fachlichkeit und Recht.

Mal genauer hinsehen – da kommt wieder ein großer Containerfrachter, zieht gerade am Horizont vor Blankeneses Elbhang seewärts.

Den warte ich hier nicht ab. Vielleicht treffe ich ihn, falls der Zugang zur Elbmole vor dem Hamburger Yachthafen, Wedel, wieder frei ist (wegen Stürmen mit Baumbruch über Monate bislang gesperrt).

Darüber dann mehr im nächsten Beitrag.

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