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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Im Beitrag vom 16. Oktober berichtete ich von zwei Strecken der Osterau, die nach Kies riefen. Inzwischen wurden die vorhandenen Kiese am Osterauwanderweg, Wildpark Eekholt, ufernah aufgestockt. Abfluss und Gewässerorganismen können darauf einwirken. Das Ergebnis wird im Frühjahr 2022 zeigen, ob noch mit Menschenhand weiter profiliert werden soll.

Auch an der Osterau Bad Bramstedt hat sich inzwischen etwas getan. Für drei größere Laichbetten wurde, gerade rechtzeitig zur Forellenlaichzeit, ufernah Kies abgeladen, dann mit Bagger in Osterauufer und -sohle eingebracht.

Streckenweise sieht die Osterauaue Bad Bramstedt fast wie „unberührte“ Natur aus – jedenfalls, was oberflächlich titulierender Mensch dafür hält.

Standorttypischer Auwald erhält die erforderlichen Lebensbedingungen standorttypischer „kalt-stenothermer“ = an Sommerkühle angepasster Organismen, stützt unter anderem die Quelltemperatur und mindert die Sommermaximaltemperatur.

Was aussen allerdings durchaus als „Hui!!“ charakterisiert werden kann, ist durch Überbreite und bewegten Sand in der Sohle, strukturlos!, innen eine Wüste („Pfui!“).

Wie hier aus Praxisbeispielen hinreichend bekannt ist, kann solch armer Situation leicht abgeholfen werden – noch dazu, wenn ein befahrbarer Weg nebendran liegt.

Gut geschüttet, gut Bagger-profiliert – Uferschutz und standorttypische Sohlstruktur des Bachs auf Moräne (der Großteil des Kies liegt, nur kenntlich an der Turbulenz, unsichtbar auf dem Grund).

Wie üblich bei erosiver Aussenkurve wurde der Unterwasserkies leicht schräg bachauf gegen die Strömung gelegt („Lenkbuhne„). So hält sich die im Abfliessen geschaffene Turbulenz eher Richtung Mitte, entlastet das Ufer (erkennbar an der Baum-Spiegelung).

Wo denn die Überbreite allzu krass wird, ist der Kies flächig zu sehen. Lebendig stellt sich die vorher hier schlapp und öde fliessende Osterau nun dar.

Das dritte Laichbett wurde zur Entlastung, Diversifizierung einer extrem schiessenden Stelle eingebracht. Entsprechend der besonderen Situation ist die eingesetzt Menge nicht halbwegs erahnbar.

Das alles läuft wie üblich als Experiment, das alle Beteiligten interessiert verfolgen werden.

Leichte Ergänzungen sind bereits verabredet. – Wir sind gespannt auf die Reaktion der Forellen und, nachfolgend, der Neunaugen. Dass es hier demnächst von Wirbellosen auf den neuen Oberflächen sowie im Porenlückenraum nur so wimmeln wird, ist über die Jahre ins Allgemeinwissen übergegangen.   🙂

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Gestern: Morgens ins Moor, zwischen Butter- und Krabatenmoor.

Am Vortag, dem wohl dunkelsten Tag dieses Jahres, scherzten Moderatoren im Radio, man habe sich um 15.15 Uhr angesehen und geeinigt, dass es nun Zeit sei, das Licht einzuschalten.

Ganz so dunkel war es bei meinem Spaziergang nicht. Rufe von Kranichen und das Schnacken von Kolkraben begleiten mich. Gelegentlich quert, unsichtbar hoch oben, ein Schwarm Gänse.

Birke, schwarz-weiss vor Grau – der Weg ist von einer Birkenallee gesäumt. Jeder Baum weist eine individuelle Form auf, hier recht kompakt.

Fast künstlerisch, fein, vom schwach ziehenden Wind leicht bewegt.

Ein sehr dicht beastetes Exemplar, der Wind ruht gerade.

Ältere Birken, auf entwässertem Moor.

Da sind wir beim Thema Klima. Geradezu unendlich an Zahl und Fläche liegen, teils nicht mehr genutzte, entwässerte Moorflächen ringsum. An etlichen Flächen wurde bereits vor Jahren das mühsame Geschäft des Wiedervernässens begonnen – mühsam vor allem wegen der Eigentumsverhältnisse und der schwierigen Situation, dass doch „gerade“ die Vorfahren aus gutem Grund Land urbar gemacht hätten. Merke: Die letzte, noch so kleine, genutzte Wiese „ganz hinten“ bestimmt, ob die Entwässerungsgräben geschlossen werden können, das Moor flächig reaktiviert werden kann.

Entwässerte Moorfläche, Birkenbruch mit Pfeifengras.

Da der Wasserstand jahreszeiten- und jahresbedingt wechselt, morscht und bricht es in solchen Flächen eifrig.

Auf dem Weg zurück – auch hier zeigen einzelne Birken den Versuch, mehr Wasser in der Landschaft zu halten.

Das angesagte, schmal querende Regenband traf während der Rückfahrt ein.

Nachmittags im Städtischen, es wird heller.

Welch nicht so oft bestaunbares Grün – Efeu-Lichtblätter und reifende Früchte, massenhaft.

Da kann, hausnah, im späteren Winter bestaunt werden, welche Vögel sich hierauf spezialisiert haben.

Und, tatsächlich, kurz vor Sonnenuntergang klart der Himmel auf. Weisse Wolken werden von der hinter der Bebauung bereits verschwundenen Sonne angestrahlt.

Auch für heute ist solch Muntermacher hier, an der Elbküste im Süden Schleswig-Holsteins, für den Spätnachmittag angesagt.

Schön wäre das schon!

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Das Thema Otter und Brücken ist nicht neu – Verkehrstod dort war (und ist?) Verlustursache Nr. 1.

Der Unwille von Ottern, unter Brücken durchzuschwimmen (man glaubt`s nicht!), hat vielerorts sukzessive zu landgängigen Bermen an beiden Ufern unter Brücken geführt, um den „Wassermarder“ zu schützen. Wo das nicht möglich ist, helfen Hilfskonstruktionen wie Laufbretter. Im Tidegebiet der Pinnau, Pinneberg, scheinen auch die Schüttkegel Kies an allen 4 Brückenecken zu nützen, Pausenansitz mit der Möglichkeit, zum nächsten Kieskegel auf der anderen Brückenseite zu schwimmen. Sogar Flussneunaugen basteln daran.

Bei Rückkehr vom Spaziergang auf dem Krückauwanderweg, vgl. voriger Beitrag, zeigte sich die für Hochwässer und Otter günstige Situation der Brücke Wittenberger Straße. Breite Freiräume beiderseits geben amphibischer und terrestrischer Fauna jede Möglichkeit, zu queren, ohne über die Straße zu müssen (platsch –> platt!).

Eine Hochwasserwelle läuft gerade ab, frischer Schlamm ist freigefallen.

In so einer Situation ist es für Spurensucher ein Muss …

Da war schon wer, Stiefelspuren – und …

… mal genauer hinsehen: Ja, Otterspuren.

Da sind noch mehr!

Nun rätselt die Fachwelt, wer da noch vertreten ist.

Im besten Fall zeigt sich die Otterspur an 4 Fingern plus seitlichem Daumen, also 5 Abdrücke – oft klar zuzuordnen, wenn auch die langen Krallen gut abgebildet sind.

Hier nun sinnieren wir hin und her, ob da – neben kleinen, spitzen Rattenspuren – 4 kleine Finger vom Iltis stammen. Oder sollte da ein Jungtier Otter „Igitt, glitschiger Schlamm!“ auf Zehenspitzen herumspaziert sein? – Manche Fragen bleiben offen.

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Auch zu dieser Tour wurde ich von einem Bach-Enthusiasten an- und abgefahren – besten Dank! (Bin ich nächste Woche wieder selbst am Steuer?)

Wir querten, von unserem Parkplatz kommend, die Krückau und stiegen gen Osten in den Krückauwanderweg ein.

Wittenberger Straße, Elmshorn – wir wählen den Wanderweg Richtung Osten, bachauf.

Der sieht auf online- und auch „echten“ Karten entsprechend der hier geradlinig ausgebauten Krückau recht langweilig aus. Wenn man online nicht über Karten-, sondern über die real-Funktion geht, ist allerdings die Besonderheit zu erkennen: Die Krückau wird von einem, wenn auch schmalen, dreidimensional bewachsenen Randstreifen gesäumt. – Sowas ist an deutschen Fliessgewässern leider immer noch die extreme Ausnahme!

Nach Westen verläuft der Wanderweg entlang sich der dort windenden Krückau, im Krückaupark, Elmshorn. Über den gibt es hier im Blog bereits ein paar Berichte.

Nach einer Weile stellt sich das Grün als öde Weidenstrecke dar. Hierzu kann man sich sicherlich lenkende Pflege denken.

Solch bachnaher Weidenbewuchs auf einem schmalen Randstreifen erschwert bis belästigt heftig, dass der Wasser- / Gewässerpflegeverband seiner Verpflichtung auf einen ungehinderten Abfluss des Gewässers nachkommen kann. Dazu später mehr.

Immerhin gibt es – eine ?, kleine Gruppe von – Schwarzerlen, die hier in Dominanz neben anderen Gehölzen sowohl wassertechnisch als auch ökologisch den Randstreifen verbessern könnten.

„Bunter“, artenreicher und in abwechslungsreicher dreidimensionaler und altersmäßiger Staffelung wird es von der Stelle an, wo ein Weg vom Holsatia e.V. den Krückauwanderweg trifft.

Von hier an bis zum Deutschen Eck, der Mündung der Offenau in die Krückau, hat kürzlich eine fach- und zuständigkeitsübergreifende Begehung stattgefunden, über deren Inhalte und Ergebnisse nach Umsetzung Anfang 2022 zu berichten sein wird.

Einmündung eines Grenzbachs, Elmshorn / Kölln-Reisiek, voraus.

Och nööö!!! – Offensichtlich hart unterhalten. Es bleibt viel zu lernen … [Wieso?! Früher hiess es allüberall in quellnahen Bereichen „Dat issen Grooben!“.]

Weiter geht es, nun auf Kölln-Reisieker Gebiet.

Erinnerung: Hier in Kölln-Reisiek, organisiert vom Heimatverband für den Kreis Pinneberg e.V., endete im Februar 2020 mein Vortragen in Sachen Restaurieren von Bächen und kleinen Flüssen – ja, wieso, in dieser, unserer Zeit?! – Ich hoffe, alle Leserinnen und Leser sind inzwischen vollständig geimpft, gesund und munter! – Ein vorsichtiger, erfolgreich verlaufenern Startversuch des Vortragens gelang dann erst im August 2021 vor fachkundigem, breit orientiertem Publikum im LLUR SH.

Den altersgestaffelten, artenreichen Grünbestand (teils bis zur Wasserlinie zer-)stören Plätze extremer Hunde- (und Menschen-) Erosion.

Wie hier aus Blogbeiträgen bekannt, besonders deutlich von den städtischen Strecken von Pinnau und Mühlenau, Pinneberg, kann dagegen einiges Verbessernde getan werden.

Wir kommen am Deutschen Eck an.

Brücken führen unmittelbar bachauf des Zusammenflusses über Offenau und Krückau.

Krückau-Pegel, dahinter standortfremder Nadelholzbestand. – Wo man auch hinguckt, sind Verbesserungen vorstellbar …

Blick bachab – der Zusammenfluss, links die Krückau, rechts die Offenau – beide überbreit, kanalartig, öde.

Rechtsufrig, beispielhaft für andere Störstellen ist eine Ufer und Weg gefährdende Erosionsstelle erkennbar.

Auf zwischendrin erwähnter Begehung wurde zwischen den Beteiligten verabredet, erforderliche Baumpflege = Entfernen, teils Zurücksetzen von Ufer- und Gewässer-gefährdendem Weiden(partien) zu koppeln mit Anpflanzen von Erlen und Flatterulmen. Zwischendrin werden die Arbeiten genutzt, um dem Bach und seinen Bewohnern Moränenkies punktuell anzubieten.

Das wird ein GroßExperiment, gilt es doch, den beeindruckenden, artenreichen Baumsaum, der sich insbesondere auf Kölln-Reisieker Gebiet befindet, zu erhalten.

Neben den beiden zu pflanzenden Baumarten Erle und Flatterulme werden sich auf freieren Flächen dann von allein andere Arten einfinden. Das vor Ort vorhandene Spektrum ist groß: Eiche, Traubenkirsche, Ulme, Kirsche, Feldahorn, Pfaffenhut, Holunder, Weißdorn – eine sicher nicht vollständige Liste zur Vorstellung des hiesigen Bestands.

Auf dem Rückweg, letztes, breiteres Grün vor der Wittenberger Straße, Elmshorn – beeindruckende alte Weiden.

Rinde in vielen Falten, markant, „vielfältig“ – lichter parkartig entwickelter Auwald.

Wir kommen an der Wittenberger Straße an, nicht mehr weit bis zum Auto.

Das vorstehende Foto werde ich als Start eines kleinen, weiteren Beitrags erneut nutzen.

Im Abgang erinnert mein Blick bachauf daran, dass ich dem Gewässerpflegeverband Krückau einen Sturzbaum melde (ist geschehen).

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Mal wieder Bäche gucken … – Herzlichen Dank dem geselligen Fahrer, der mir derzeit nicht-Hand-ans-Lenkrad-Legenden diese schönen Erlebnisse ermöglichte!

Mühlenau Pinneberg – sieh an, Jung-Erlen, wo sie hingehören! Mögen sie dem Unterhaltungsmäher auffallen und verschont bleiben.

KiesDepots querab Rosengarten, herbstlich.

KiesDepot querab Rosengarten – Sohlstabilisierung und Uferaufbau bachab. Vor allem bachauf soll Kies nachgeschüttet werden, nicht zuletzt für bessere Ufereinbindung.

KiesDepot, herbstlich, mit Vogel, schwarz (Kormoraaaan).

Der Vogel gehört quasi zum Inventar, schwimmt nicht das erste Mal seelenruhig unter mir unter einer Brücke durch.

KiesDepot, Herbstaspekt mit Buche.

Umsetzen zur Pinnau, Hindenburgdamm. Leicht erhöhter Abfluss und höher auflaufende Flut der Elbe halten die Kiese – wer sucht, der sieht sie – unter Wasser.

Aquatisches Anthropozän-Habitat Einkaufswagen (der Wasserverband ist informiert).

Da erinnere ich einen Jahrzehnte alten Jokus aus dem Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft, Uni Hamburg, „Hast Du schon gehört, die haben wieder Säuberungsaktion an der Alster gehabt – hunderte Fahrräder und Einkaufswagen rausgeholt! – So wird dem Kaulbarsch auch die letzte Heimstatt genommen!“

Heute wissen wir, wie Gewässerstruktur besser aussehen kann.

Und es geht weiter.

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Leider ist diesem Beitrag nichts hinzuzufügen, beschreibt er die drastische Lage doch klar.
Eins aber doch: Selbstverständlich geht positive Aktion vor Ort, Umsetzen statt Rumlamentieren, weiter!
Wer, ausser jedes verantwortliche Individuum, sollte es sonst tun?

Härdöpfel in Mostindien

Screenshot COP26.tv: Glasglow, 31.10.2021

Seit heute morgen findet der COP26, die UN-Klimakonferenz in Glasgow statt. Ich habe den gestrigen Medien entnommen, wie zurückhaltend, ja ignorant der G-20 Gipfel der reichsten Länder sich in Richtung der Ziele der kommenden UN-Klimakonferenz verhalten hat, und somit ein Scheitern der UN-Konferenz bewusst in Kauf nimmt. Das ist nicht nur beschämend, sondern in höchstem Masse verantwortungslos. Russland und China sind zum G-20 Gipfel gar nicht erst erschienen. Die Regierenden haben nichts anzubieten und nichts zu sagen, was für die Welt von zentraler Bedeutung ist.

Währenddessen lernen wir, dass zur Unterstützung der Pariser-Klimaziele Menschen, die Veränderung wollen, ihre Stimme erheben, trotz der Lethargie der nationalen und internationalen Politik und der fehlenden Innovationsbereitschaft weiter Teile unserer Wirtschaft. Die AktivistInnen sind nach Glasgow angereist, sie singen, sie marschieren, sie setzen Aktionen, sie versammeln sich und erheben ihre Stimme: für sich, dich, für mich und für unsere Kinder…

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Die Uhren sind umgestellt. – Könnte das nicht einfach so bleiben, Normalzeit! Jede weitere Umstellung entfällt?

Ich bin wohl zu simpel.

Was geschah in der vergangenen Woche?

Wie üblich, das Wetter nutzend, Radeln zwischen Marsch und Geest. Hier, am vorigen Montag, im Baumschulkreis Pinneberg, z.B. auf Zweistreifenweg.

Anderswo, nahebei, wo die Grünen Berufe zu jeder Jahreszeit und Wettersituation Flächen und Wege rum und dum gestalten, mit unangepasst schwerem Gerät befahren, sieht es anders aus. Die Fahrstreifen sind mit aus den Nutzflächen massiv ausgetragenem Boden bedeckt, die Seiten- und Mittelstreifen zermatscht und teils extrem eingetieft.

Wer Skandinavien-Fan ist, weiss „Rabatten sind blöd“, auf Verkehrsschild „Rabatten er blød“ zu lesen – aber im direkt geschalteten Link, Blog der Kapidaenin, für Nichtdänen richtig erklärt.

In solch Gelände, seit nunmehr 6 Jahren hochaufmerksam durchfahren, kam das, was statistisch offenbar sein musste – „shit happens“. Eine Verkettung von Kleinumständen, in konsequenter Anwendung von „Murphy`s Law“ führte letztlich dazu, dass ich auf dem Rad, langsam fahrend, fast stehend, vom Fahrstreifen abrutschte und beim Versuch, wieder raufzukommen, senkrecht nach rechts stürzte. – Wie gut, links hätte vermutlich bedeutet, dass ich unter dem entgegenkommenden Baumschulanhänger gelandet wäre.

Kurz und gut – beim Griff nach Aufrappeln an die rechte Schulter begrüßte mich mein halbes, rechtes Schlüsselbein, hochstehend. Den hilfreich herbeigeeilten Agrariern gedankt, schmerzfrei nach Hause geradelt. „112“ empfiehlt das Asklepios Westklinikum Hamburg. – Das tue ich jetzt auch! Super Aufnahme, Beratung, Ausstattung für den Notfall, Voruntersuchung und Erläutern der erforderlichen Schritte am Folgetag, Pause, Donnerstag Operation, zur Sicherheit eine Nacht zur Beobachtung stationär, alles im normalen Bereich, beeindruckende Röntgenaufnahme – aus dem zweigeteilten Schlüsselbein (es zeigte sich, dass da noch 2 andere nennenswerte Stücke bereit lagen) wurde inklusive der beiden „Neulinge“ wieder eine belastungsfähige Einheit geschraubt.

Bin ich jetzt auf dem Weg zum Cyborg?

Da das Mittagessen, schickes Fischgericht, bereitstand, genoss ich das noch vor der Heimfahrt.

Wie die Überschrift sagt, ist nun Spazierengehen angesagt, mindestens für November. Das Radeln werde ich vermissen.

Das Autofahren bei Terminen, die ich wahrnehmen möchte, übernehmen hilfreiche Geister, je nach Thematik – herzlichen Dank, ihr Lieben, die ihr spontan eure Bereitschaft erklärt habt! Das nutze ich als vertrauensvoller Beifahrer gern! Neben Familiärem wird das selbstverständlich Restaurierungen an Bachstrecken betreffen.   🙂

Geht denn Gehen?

Ja, Gehen geht! Erster Probeschuss meiner Begleitung mit meiner gewöhnungsbedürftigen Digicam – Nonnengänse in der Marsch, unmittelbar nach Abstieg aus der Geest.

Vielleicht werden meine Beiträge in nächster Zeit etwas seltener als gewohnt erscheinen – der November wird`s zeigen.

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Nun folgen aus gegebenem Anlass doch noch ein paar herbstliche Eindrücke in Farben.

Die bis vor Kurzem noch vorherrschenden Mais-Horizonte sind – für Monate – barem Ackerboden gewichen. Der Boden ist Wind und Wasser ungeschützt ausgesetzt.

Birkenwald-Partien zeigen sich herbstlich gelichtet.

Noch leuchten Spitzahorne rötlich-orange, viele auch gelb.

Am Ufer der Elbe zeigt sich eine Vielfalt des Grün an Deichschutz“rasen“, Reet, Binsen und Auwaldbaumarten, teils jahreszeitlich bedingt wechselnd Richtung Grau- und Brauntöne.

Über Geest und Marsch fetzt himmlisches Geschehen – hier ist noch Blau gut vertreten.

Auch dieses spannende Geschehen kann den Radler – mal abgesehen von der Bedeutung der Tour-Auswahl hinsichtlich stürmischer Winde – nicht schrecken.

Gelegentlich taucht neben bekanntem Federvieh, das zur Zeit zahlreich unser Umfeld quert oder / und Rasttage einlegt, ein Fremdling auf.

Da rätselte ich um die Mandarinente herum …

Fachlich unterstützt weiss ich nun: Es handelt sich um eine Brautente. Wie die Mandarinente ist / war sie hierzulande eine in Volieren gern gehaltene „Zier-Art“. Nun ist sie also inzwischen offenbar entkommen – oder wurde womöglich ausgesetzt. „Neozooe“ nennt man das wohl. Und nun? (Eine Nummer größer und einige Jahrzehnte weiter kennen wir die Entwicklung ja bereits von Kanada- und Nilgänsen …)

Zurück zu den Bäumen. Das Gelb der Linden wurde von Sturmwind und Regen bereits heftig zerzaust.

Vom frühen Rot der Kirschen, auch vom Rot wilden Weins ist an windexponierten Stellen nicht mehr viel geblieben.

Toleriertes KletterGrün an Eichen, …

. . . Efeu, entwickelt massenhaft interessante Winternahrung – für Vögel und anderes Getier ringsum.

Was ist das nun alles – Wetter? Bei Erinnern der jüngeren Jahre, vielleicht bis 15, ja 20 Jahre zurück, scheint da auch einiges „Klima(wandel) zu sein“.

Es entstand zunehmend der Eindruck, dass wir nicht mehr in die „Indian Summer“-Staaten über den Atlantik reisen müssen. Indian Summer haben wir nun selbst – auch ohne die vielen künstlich wirkenden Rots, die durch Baumschulen „eingepflegt“ werden.

Was aber hat das mit der Queen zu tun?!

Nun, vor einigen Tagen war zu  lesen, die Queen sei „irritiert“ in Sachen Klima(wandel). – Komisch, dachte ich beim Lesen der Überschriften, kommt eine ältere Dame da bei irgendwas nicht mit? Wie so oft, liest sich der Inhalt dann ganz anders. Die Queen erinnert sich. Und sie ist sauer! Sauer auf die Politik, die „immer nur redet, aber nichts tut.“

Die Queen ist also auf der Höhe der Zeit! Herzlichen Dank für die Einmischung, möge sie helfen!

Auch ich wunderte mich in meiner beruflichen Restlaufzeit über den aus – oft genug politisch besetzten – Fachkreisen in den ersten 1,5 Jahrzehnten des neuen Jahrtausends kommenden Spruch „Und Sie wissen das schon alles?!“ (eigentlich nicht), als es galt, Handeln in Gang zu setzen. Mehr wunderte es mich, dass die Sprücheklopfer es nicht wussten . . .

Warum?

Weil seit spätestens 1992 jeglich halbwegs Interessierte, auch Laien-Öffentlichkeit Bescheid wissen konnte(n). Von der Fachwelt einmal ganz zu schweigen. (Dieser Auszug stammt aus einer Zeitreihe, die die Entwicklung des Wildpark Eekholt darstellt. Dank dafür!)

So hoffen wir denn für die Bundesrepublik Deutschland, Europa, ja die gesamte Erdkugel, dass Handeln richtig und zielgerichtet endlich greift.

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Von der Osterau im Wildpark Eekholt ist hier im Blog regelmäßig anlässlich der Wassercamps der „Unterelbeschulen“ berichtet worden. Da Corona die vorigen Camps ausfallen liess bzw. nur in kleinem Rahmen ermöglichte, fanden dort keine neuen Restaurierungen statt – bleiben im Sinn für 2022.

Gleichwohl ist der Besuch im Wildpark Eekholt immer eine Reise wert.

Es bleibt nicht aus, dass der eine oder die andere am höhenverstellbaren Hirschgeweih familiär porträtiert wird. (Die Handschuhe zeigen: Die Jahreszeit schreitet fort.)

Selbstverständlich galt unser Blick nicht nur den Tieren und der herrlichen bewanderbaren Umgebung im Wildpark. Der Blick ging auch nach unten, auf und unter die Gewässerkante.

Klar erkennbar ist, dass am Osterauwanderweg, der in den vergangenen Jahren allerhand Kies und Treibselsammler erhalten hat, noch überbreite, von Treibsand beherrschte Strecken bestehen.

Die sind fürs nächste Wassercamp vorgemerkt.

Vor Zutritt geschützte Kiesstandorte befinden sich in gutem Zustand.

Anders sieht das an ungeschützten Kiesen aus.

Generell ist erkennbar, dass neuer Kies sowohl zur Böschungs- als auch zur Sohlgestaltung ergänzt werden kann.

Da wir nicht bis nächsten Herbst warten wollen, ist mit der Leitung des Wildparks verabredet, dass das örtliche, fachkundige Personal von der Edmund Siemers-Stiftung finanzierten Kies zum Ergänzen aller bisherigen Schüttorte zur Verfügung gestellt bekommt und auf bewährte Weise schüttet. Anschliessend wird die Situation gemeinsam angesehen, ggf. etwas angepasst.

So können die unmittelbar bevorstehende Laichzeit der Forellen sowie die der Bach- und Flussneunaugen im nächsten Frühjahr profitieren.  – –

Von der Osterau kam ein weiterer Ruf, aus westlicher Strecke, Raum Bad Bramstedt.

Hier bietet die Osterau, überbreit, ohne Turbulenz, spiegelnd wie ein Stillgewässer, der Phantasie des Restaurierers standorttypischer Fliessgewässer jeglichen Spielraum.

Immerhin begleitet hier ein standortgemäßer Baumsaum das Flüsschen.

Nebendran auf Moräne erfreute uns herbstlicher Wald mit Buchen, Hainbuchen und je nach Standortcharakteristik vielen anderen Bäumen und Büschen.

Schnell einigten wir uns auf Startpunkte für neue Erfahrungen. – Beispielhafte, gut anfahrbare Schüttstelle für Kies.

Auch kompliziertere Standorte wurden ausgewählt.

Zurück ging es durch den herbstlichen Wald, zu den Autos.

Alle erforderlichen Abstimmung sind gelaufen, die Kiese bestellt. Demnächst geht`s vor Ort los. Ich werde berichten.

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Hier im Blog war eine kleine Pause entstanden. Das heisst nun nicht, dass das „Un-“ vor dem Ruhestand verschwunden wäre. Es handelt sich lediglich um eine kleine Berichtspause. Herbstliches wie bunte Blätter und rote Früchte sind dadurch ausgefallen, finden sich aber, wie bekannt, in Beiträgen der Vorjahre.

Nun also, mal wieder, zu Wässrigem.

Am 12. September berichtete ich von aktiven Anliegern der Mühlenau, denen die Edmund Siemers-Stiftung einen Lkw Kies finanziert hatte, um ihn – selbstverständlich nach den erforderlichen Abstimmungen und mit fachlicher Anleitung – als Lebensraumverbesserung in die Mühlenau zu schütten.

Schon länger hatten wir Organisatoren vor, nachzusehen, ob die gute Tat tatsächlich wie vorgesehen einzuschätzen ist. (Un-)Regelmäßige Schauer liessen unser Ziel, bei niedrigem Wasserstand nachzusehen, scheitern. So gingen wir gestern Nachmittag los, die Watstiefel reichten bei Mittelwasser angesichts der gewünschten und erzielten Tiefenvarianz gerade aus, die Strecke „von innen“ anzugucken.

Wie gut, wie wir heute wissen! Der Regen heute Nacht bis heute Morgen hat weitere 2 Dezimeter auf die Abflusshöhe draufgepackt – gestern war also gut gewählt!

Wir waren in Begleitung, ausgestattet mit Wathose. Springkraut am Wegesrand verlängerte unser Anwandern ein wenig. 🙂

Blick vom Ende der bekiesten Strecke bachab. Mittelwasserabfluss bei Überbreite, am linken Ufer ist dankenswerterweise das Beseitigen von dort hoch abgelagerten Grünabfällen veranlasst und erledigt worden. Der Eisenockerzufluss, menschengemacht durch Eingriff in den Bodenwasserhaushalt, ist ein in Deutschland bisher nicht bereinigtes Negativ-Phänomen.

Es gibt inzwischen diverse Abhilfe bzw. Minderung. Möge solch Umsetzung auch hierzulande rechtlich eingefordert werden.

Nun aber: Konzentration auf den Kies.

Das Einbinden der Kiese in die Uferböschung und der vorgesehene Baumschutz funktionieren hervorragend.

Das gilt auch für am anderen Ufer angelegte kleinere Schutzmaßnahmen.

Ein beim Kieseinbau noch illuster über den Bach geneigter Weidenzwiesel ist inzwischen, vermorscht, abgebrochen, liegt im Bach.

Der Wasserverband ist informiert, ggf. eintretende Aufstaue zu verhindern.

Blick vom oberen Bekiesungsende bachab auf den abgebrochenen Weidenzwiesel.

Blick über das obere Bekiesungsende bachauf.

Baum- und Wurzelraumverluste über vergangene Jahre schreien an verletztem Ufer nach weiterer Verbesserung.

Es bleibt also, auch hier, weiter allerhand zu tun.

Die meisten Schüttpunkte sind nicht nur seitlich ins Ufer eingebunden, sondern haben auf der Sohle auch eine – leicht – gegen die Strömung gerichtete Unterwasserlenkbuhne erhalten. Die hilft angesichts des steilen Ufers beim Ein- und Ausstieg.

Im Frühjahr werden wir, dann bei niedrigerem Abfluss, die Besiedlung der noch neuen Kiese überprüfen.

Sobald es passt (und die Nachbarschaft weiter Lust hat), wird ein weiterer Kies-Lkw hier spendiert.

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