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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Wie im vorigen Beitrag erwähnt, hatten wir die Weissstorchausstellung des NABU Michael-Otto-Instituts angesehen. Besonders beeindruckt hatte uns, dass das in Deutschland so vernachlässigte Thema (Natur)Wald auch seinen Platz gefunden hat.

Kleiner Auszug aus dem Thema Wald in der Weissstorchausstellung, Bergenhusen

Mehr zur bachbezogenen Gesamtheit an Beispielorganismen, Fisch – Forelle, Vogel – Schwarzstorch, Auwald – Flatterulme, findet sich hier, speziell für das waldärmste Bundesland Schleswig-Holstein, unmittelbar zu lesen, auch hier.

Nun wollten wir, vor weiteren live-Beobachtungen an Weissstörchen, erstmal etwas essen. Dazu hatten wir bereits erkundet, dass die Speisekarte einer lokalen Gaststätte ausgesetzt war zugunsten eines Sonntag-Erlebnisses: Sehen, woher das Essen stammt – Spanferkel.

Mittagspause, gut beschirmt.

Das Angebot sieht nicht nur lecker aus.

Zudem wird ein eigenes Lokalbier, „Storchenbier“ – was sonst hier?, angeboten.

Wer mal nach Bergenhusen kommen sollte zu einer Zeit, da dieses Angebot besteht … (man tau!).

Das eigentliche Erlebnis besteht aber für Jung und Alt in der Erkenntnis, woher das Tellergericht kommt.

Fleisch kommt nunmal (heutzutage noch) vom Tier – hier also vom Schwein.

Wie man am Schwund, die Knochen kommen mehr und mehr zum Vorschein, sehen kann: es schmeckt allen Anwesenden.

Für Fischfreunde gibt es eine Alternative – Lachs. Gerade wurde eine Seite neu aufgestellt, gut vorbereitet zum Garen in Hitze und Rauch.

Auch das ein Gericht, zu dem keine Beschwerden, im Gegenteil, laut wurden.

Nebenbei konnten illustre Vorbeifahrer studiert werden, neben diesem Oldtimer-Trecker blubbernde bis röhrende Motorräder, tief- oder hochgelegte Spezial-Kfz. – „Kiek mol wedder in!“ – ein treffender Spruch für diese Örtlichkeit.

Wir brechen auf zur Storchenrunde durchs Dorf. Mehr dazu demnächst.

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Der Wetterbericht hatte einen guten Radeltag vorausgesagt, der zweite volle Besuchstag sollte ordentlich verregnet sein. Also nichts wie los, per Rad zum Storchendorf Bergenhusen.

Sieht gut aus! 7:15 Uhr, vorbereiten zum Frühstück nebenan, in der Holländischen Stube.

8:45 Uhr, das Frühstück schmeckte ausgezeichnet. Wir starten.

Südlich der Treene radeln wir gen Osten, am Vortag (andersrum, nördlich bis Schwabstedt und dann diese Strecke zurück nach Friedrichstadt) bereits getestet.

Platt sieht das Norddeutsche Tiefland hier aus.

Man soll sich aber nicht täuschen – im Hintergrund ist der Höhenrücken zu sehen, den wir am Vortag bis Schwabstedt bereits bereisten.

Eine Menge Rindvieh, hier Rotbunte, begegnete uns. Angesichts der Farbenvielfalt bekommt Rindvieh später einen eigenen Beitrag.

Mitten in abwechslungsreicher Natur – hier soll eine Eisenbahnbrücke sein.

Wir pausieren. – Will uns diese schwarze Schnecke symbolisch an die Bundestagswahl erinnern? Oder ist die Schnecke eher braun? Wenn wir die vorigen Koalitionsjahre, gefühlt -jahrzehnte, überdenken, ist Rot auch nichts als eine Schnecke?!

Bloss weiter! Das Thema zurücklassen! Dieses Jahr müssen wir den Wahl-o-mat wohl ernsthaft konsultieren, wird am 2. September frei geschaltet.

Ortswechsel bringt Perspektivwechsel – da ist sie ja, die ehemalige Bahnbrücke. Anders als woanders ist hier die alte Trasse nicht zum Rad- und Wanderweg umgestaltet, sondern zugewachsen.

Blick über den Treenedeich mit bunt(gemalt)en Schafen, Eigentums- oder / und Behandlungskennzeichnung – weiter „gut Wetter“.

Uuuups, in Fahrtrichtung sieht das ganz anders aus! Es begleitet uns seit geraumer Zeit irgendwas Dickes, Dunkles.

So lange da nichts rausfällt, erfreuen wir uns an allem ringsum – hier ein plüschig geschorenes Schaf, amüsant.

Schön auch, dass die Schwalben, eine links im Foto, vor dem Himmel am Horizont und nicht dicht über der Wasseroberfläche fliegen. Man sagt ja, das hätte was mit dem Wetter zu tun.

Wir sind, der Fliessrichtung der Treene entgegen, nach Norden abgebogen. An der „NATO-Brücke“ versucht ein Angler sein Glück. Die Treene hat einen guten Ruf.

Wir nahmen an, dass wir von hier West – Ost direkt nach Bergenhusen geleitet würden.

Das war nicht der Fall, es ging binnendeichs nordwärts weiter, hier vorbei an sehr hellen Schwarzbunten.

Nachdem wir die schicken Treene-Mäander erreichten (auch dazu folgt ein kleiner Extrabeitrag), beschlossen wir, dass auf dieser Nordstrecke wohl ein Rechts-ab-Schild gefehlt hatte und nahmen den erstbesten Weg nach Osten.

Das stellte sich als gute Entscheidung heraus, da wir eine Straße erreichten, von wo aus, Blick rechts (südwärts), gleich links eine (die ?!) Abzweigung ostwärts nach Bergenhusen ausgeschildert war.

Tjaaa …, nicht viel später – sehen Sie den kleinen Punkt auf dem Radweg? Das sind die zweiten 50 Prozent unseres Unternehmens. Wir hatten Bergenhusen nicht mit Bergen im Sinn von langem, steilem Anstieg auf der Rechnung …

Bevor wir zur Kuppe starten, vorbereitet auf eine mäandrierende, steile und rasante Abfahrt, gucken wir nochmal in die Landschaft.

Wow, das hat sich gelohnt – weit geht der Blick übers Land.

Gleich nebendran, fast wie allüberall, verstellt Mais jeglichen Horzont – quasi, fehlsubventioniert, wie ein grünes Brett vorm Kopf.

Zwei Fotos zum Schluss, kleine Vorausschau auf demnächst Kommendes.

Mitten im Ort kamen wir nicht an diesem Rindvieh vorbei, erkundigten uns nach – telefonisch vorgecheckter – Essenmöglichkeit. – Es wird Fleisch geben.

Und wie sich das für ein Storchendorf gehört – es sind erst die Jungstörche nach Süden abgeflogen – werden wir noch erstaunlich viele Störche zu Gesicht bekommen.

Diese Storchenfamilie haben wir in der sehr empfehlenswerten NABU- / Michael-Otto-Institut Bergenhusen-Ausstellung neben informativer Landschaftserläuterung, nicht nur über Feuchträume, sondern auch über die wichtige Klimafunktion der Wälder, auch im Zusammenhang mit erforderlichem Mehren und Verbessern gesehen. – Möge es nützen!

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Den Begriff „Hausmarke“ kannten wir bisher nur in anderem Zusammenhang. Hier in Friedrichstadt, dem „Holländerstädtchen„, hat so manches Haus eine besondere.

Da gibt es aus dem Tierreich der Säugetiere z.B. Löwen, hier ein grimmiger, …

Einer unserer beiden Feiertage stand im Zeichen des Löwen: Löwinnengeburtstag – kein Grund, grimmig zu sein.   🙂

Für die Amphibien biete ich einen Frosch, Beispiel für die Umgebung mit Flüssen wie Eider, Treene und Sorge, mit vielen Feuchtwiesen.

Und für die Fische steht der Stör, einst wichtiges Standbein professioneller Fischerei – bevor das Eidersperrwerk, der Nord-Ostsee-Kanal und fortwährender Flussbau dessen Lebensgrundlagen auch hier zerstörte.

Hier im Museum, frontal.

Und von der Seite.

Hausmarken gibt es in bunter Vielfalt, nicht nur aus dem Tierreich – hier Segelschiffe, ob nun Beruf und / oder Hobby.

Suchende im Netz oder vor Ort werden überrascht sein ob der Fülle der Themen.

Ein weiteres Thema sind die Giebel, nicht nur Treppengiebel, wie bereits im vorigen Beitrag abgebildet.

Das Museum hat zwar keinen, aber eine andere Besonderheit. Durch die offene Tür nebenddran gehen wir später.

Das Museum schräg von vorn – der Giebel springt stockwerkweise in den Straßenraum vor.

Kluge Bauaktive der Vergangenheit nutzten dies, damit über Flaschenzüge zu Speicherndes berührungsfrei mit der Hausfront in die oberen Etagen gehoben werden konnte.

Den Museumsbesuch ermpfehlen wir. Mit Glück bekommt man noch eine Schilderung der Stadthistorie, geschichtlich, baulich, … – Und danach nicht vergessen: Aussen nebendran durch die offene Pforte gehen.

Da gibt es nicht nur die ringsum umbaute Innenansicht des Stadtraums, sondern in diesem Fall auch unterschiedlich alte Grabsteine zu sehen.

Diese aus dem 18. Jahrhundert erinnerten mich an meine waldeckische Geburtsstadt, Familiengeschichte mit, finde ich, schickem Text.

Der umbaute Innenraum der von Straßen umgebenen Stadtrechtecke ist, wie hier aus unserer Unterkunft, auch anderswo zu entdecken.

Und wie sich das für holländische, auch dänische Tradition gehört, finden sich Blumen vor vielen Häusern – gern zum abkupfern daheim!

Beispielhafter Überblick.

Beispielhaftes Detail.

Eine Besonderheit der Umgebung, Eider, Treene, Sorge, wurde bereits kurz erwähnt. Im nächsten Beitrag geht es, radelnd südlich entlang der Treene, Richtung Bergenhusen, dem hiesigen Storchendorf.

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Es sollte losgehen – nach langer, gefühlt ultralanger Corona-Unterbrechung. Der NABU Pinneberg rief zusammen mit der Edmund Siemers-Stiftung zu einer Radtour entlang der städtischen Mühlenau und Pinnau auf. Da konnten Verbesserungserfordernis an unseren Bächen und kleinen Flüssen sowie bereits Geleistetes in der Praxis erlebt werden.

Die Teilnehmerzahl war aus Corona-, gekoppelt mit Platzgründen entlang der Route, auf 15 begrenzt. Viele Interessenten wurden auf andere, spätere Gelegenheiten vertröstet. Letztlich wurden gut 20 Radlerinnen und Radler begrüßt – wegschicken wollten wir dann doch niemanden. (Noch mehr wären allerdings ein Problem gewesen.)

Wie das im Sommer 2021 inzwischen so ist – der Himmel war stark wasserhaltig, musste anfangs ein wenig Niesel ablassen.

So sah es zum Beispiel vor dem Treff am S-Bahnhof mit Blick bachauf an der Fahltbrücke nördlich der Bahn aus.

Das war`s dann aber auch, die Tour selbst fand ohne Regen bei guter Stimmung und großem Interesse statt.

Bei mittlerem Abfluss – plus 50 cm – begrüßten uns Futter-Interessierte an der Mühlenaubrücke Christiansenweg.

Von uns bekamen die aber nichts.

Los ging`s querab zum B-Plan Mühlenauquartier, wo erstes Restaurieren 2017 begann.

[P.S.: Aufgrund eines „Hängers“ der online-Pegeldaten hatte ich während der Exkursion von „Mittelwasserabfluss“ (MW) gesprochen. Heute, 9. August, läuft die online-Anzeige wieder
https://www.umweltdaten.landsh.de/pegel/jsp/pegel.jsp?wsize=free&mstnr=114197
und wir sehen: Wir waren bei MW plus 50 cm unterwegs. Das ist vom mittleren Hochwasser immer noch 1 m entfernt, „nichts Besonderes“ also. – Der Text dieses Beitrags ist entsprechend geändert. – Kein Wunder, dass ich mit kurzen Stiefeln fast nicht an Tierchen heran kam. 🙂 ]

Im Foto ist der Vergleich aktueller Mittelwasserabfluss zu Hochwasser zu erkennen: Die B-Planauflagen enthalten hier im Überschwemmungsgebiet das Schaffen von Hochwasserrückhalt. Bis zum „Anspringen“ dieser Flächen muss die Mühlenau weitere mindestens 50 cm ansteigen.

Nachdem auch 2021 bereits wie in den Vorjahren lange Niedrigwasserführung den Lebensraumbereich bis zum jetzigen Mittelwasserzustand trocken liegen liess, war beabsichtigtes Tierchenfangen und -angucken angesichts Ausrüstung des Fängers lediglich mit kurzen Gummistiefeln zweifelhaft. So kam es. Mit Mühe konnte ich – hier und anderswo – erste Besiedler, Pioniere wie eine Eintagsfliegenart als Larven sowie ein paar Wasserasseln erwischen. Letztere kommen aus den durch das Restaurieren neben den turbulent erzeugten Fliessstrecken neu entstandenen Ruheräumen.

Blick bachauf – Turbulenzen durch Kiesrestaurierung und biogene Wellen …

Uferneugewinn und Ruheräume – standorttypische Stauden sowie Neophyt Drüsiges Springkraut (gern ausreissen!).

Der dreckigbraune Eindruck der Mühlenau trügt. Mit dem Haushaltssieb am Besenstiel konnte gezeigt werden, dass die Sichttiefe ca. 40 cm betrug, aufklarend nach Regenschubabfluss.

Wir blicken bachab von der Mühlenstraße Richtung Mühlenaumündung in die Pinnau, noch ein ganzes Stück weiter jenseits der Kurve.

Wo bei Niedrigwasser eine unpassierbar erscheinende steile Rampe rauscht, ist bei Mittelwasser (und höher) das Passieren von Flussfischen problemlos möglich.

Die Pinnau, Brücke Elmshorner Straße – der braune Saum auf der Ufervegetation zeigt: wir befinden uns im oberen Tidegebiet, hier normal etwa 50 cm Tidehub.

Die als Otterpausenstätte vor Brückenunterquerung angebotenen Kiesdepots sind, unter anderem, mit Blutweiderich, Großem Weidenröschen und Dost von allein besiedelt.

Beispiel Kiesdepot an der Friedrich Ebert-Straße, inzwischen von der Flut bereits 50 cm überstaut.

Hier, unter der Wasseroberfläche haben Flussneunaugen den Kies als geeignete Laichstelle befunden.

Pinnaubrücke Hindenburgdamm – der hier als tiefliegende Fläche gestaltete Kies ist durch die Überströmungswellen im „Dreieck“ links, obere Hälfte, erahnbar.

Auch der bietet Jahr für Jahr seit 2019 Flussneunaugen während der Laichzeit im April ein gutes Betätigungsfeld (aktueller Link aus 2021).

Wir fahren Richtung Cap Polonio, weiter an der Regioklinik vorbei, wieder an die Mühlenau, nach Rellingen. Dort werden beim Beproben zahlreiche Pionier-Eintagsfliegenlarven, wieder Wasserassel, aber auch der typische Bachbewohner, der Bachflohkrebs, gefunden.

Beim Wechsel über eine Holzbrücke haben wir die Grenze passiert, kommen wir wieder – wie der Paddler an heftiger Erosionsstelle (Hilfe ist möglich, wie bekannt) – auf Pinneberger Gebiet.

Treibselsammler – die Funktion „Hölzchen und Stöckchen“ wird den verbliebenen Teilnehmern erläutert – es geht auf den Rest.

Kies vor der Fahltbrücke querab Bahn – wir sind uns einig, es muss weitergehen.

Nachwort

Vom brodelnden Wetter war ja vorn und in etlichen der vorigen Beiträge zu lesen. So entschloss ich mich, nicht wie vorgesehen in Pinneberg zu Mittag zu essen, sondern angesichts von 45 bis 60 Minuten anstehender Rückfahrt eine geeignete Stätte in Wedel anzuradeln. – Das stellte sich als segensreich heraus.

Schön im Trockenen konnte ich mir beim Essen ansehen, was mich nach Essen in Pinneberg auf offener Strecke erfasst hätte – ordentlich Schlagregen (Die dunkle Optik trügt. Das Etablissement ist, draussen wie drinnen, freundlich.).

Und nach dem prima Essen und Trinken – Schlussfoto Exkursion vor pestartig mit Teichrosen zugewachsenem Mühlenteich, im Sonnenschein.

Hier zeigt sich einerseits der Alterungsprozess von Stillgewässern, „geometrische Reihe“ hilft beim Verstehen des zeitlichen Geschehens – wo ein Jahr vorher noch die halbe Seefläche frei war, ist ein Jahr später alles dicht … – Ausserdem zeigt sich das Unvermögen deutscher Verwaltung vor dem Hintergrund des Artenschutzes: Die Teichrose ist geschützt (und das ist im Grundsatz auch gut so). In jüngerer Zeit kommt (aus Formalismus oder / mangels Fachkompetenz ? ) Gutachteritis zu Lasten des Steuerzahlers auf, was denn wohl mit diesen Teichrosen gemacht werden darf. Es ist nicht zu fassen, aber Realität. Letztlich – auch ohne Gutachten – läuft es darauf hinaus, bis zu 90 % dieser, von Naturprozessen nicht schadlos beseitbarer Biomasse maschinell zu entfernen, ggf. gekoppelt mit Entschlammen des Teichs. Das war und bleibt tägliche Praxis im Umgang mit flachen Stillgewässern – es sei denn, man will aus gutem Grund hier Landentwicklung mit allen davor liegenden (oft genug stinkenden) Stadien zulassen.

Der Sommer 2021 geht weiter – mit brodelndem Himmel.

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Nach dem Essen geht es durch Gässchen der Altstadt zurück zu den Rädern.

Gut Zeit, um die Fähre – bei welchem Wind auch immer – zu erreichen.

Kurve vor der BAB-Baustellenunterquerung – Wall und Lärmschutzwand, in der Landschaft wie ein Brett vorm Kopf.

BAB gequert, Blick nach Osten – da ist nahebei noch allerhand Grundarbeit zu leisten. Jede Menge Dumper und Schlepper am Horizont ameisenartig emsig wirkend.

Auch in Moorende gilt die StVO – der Radler von rechts, ob muskel- oder akku-betrieben, hatte wohl zu viel Kraft (oder wollte von mir angefahren werden ???).

Von westlich des Estedeichs grüßt die St. Martinikirche, Estebrügge.

Hohes Queren der Tide-Este, (noch immer) Bundeswasserstraße. Na ja.

Beim Abbiegen in Jork – was für ein viel versprechender Himmel!

Blick in einen Marschgraben – Pfeilkraut (und Froschlöffel).

Weiterhin war in der Strecke die Teichrose zu sehen. Pflanzlich ganz interessant, Anzeiger für Stillgewässereigenschaft.

Borstel, Windmühle und Kirche.

Fast haben wir den Elbdeich erreicht, queren Obsthöfe. Die Apfelernte steht bevor.

Aussendeichs, die Nebenelbe querab Hanskalbsand bei Niedrigwasser, das Watt frei, das Wasser rau, der Himmel …

Yachthafen Neuenschleuse voraus – wir befinden uns unter der Wetterkante, stürmisch.

Der Anleger Lühe kommt in Sicht. Das Wetter – och nöööö !!! Nicht jetzt noch.

Oder doch?

Kaum binnendeichs, da geht es los …

Blick zurück, nun in Regensachen unterm Kirschbaum, Sonne und Regen – wie interessant.

Nach einer Weile radeln wir weiter, trocken über das Lühe-Sturmflutsperrwerk.

Jetzt aber fix an Bord!

Blick Richtung Ziel – da also wollen wir hin. Da ist ja nix! … zu sehen?!

„Wat mutt, dat mutt!“ Wir vertrauen auf Material und Personal. Die Lühe-Schulau-Fähre wird uns sicher nach Wedel bringen.

Mehr dazu demnächst.

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Nein, wir sind nicht die, die als radelnde Geisterfahrer durch den Elbtunnel mal gemeldet wurden. Wir nehmen die Fähre.

Gern hätten wir regenfreies, nicht zu heisses, nicht zu stürmisches Wetter – aber dieses Jahr kann man nicht alles auf einmal haben. Zwar jammere ich – belegt durch Pegeldaten – dass kein Wasser unsere Bäche und kleinen Flüsse regelhaft stützt angesichts überstrapazierten oberen Grundwasserleiters und weiterhin zu schnellen Ableitens von Niederschlägen. Das werde ich nach den Trockenjahren der jüngeren Vergangenheit und angesichts zu geringer Niederschläge auch im vorigen Winter weiter tun. Aber so ganz nass werden möchte man beim Radeln ja auch nicht, auch die Fähre zurück will rechtzeitig erreicht sein.

Es sollte also losgehen, die nötigen Vorbereitungen waren getroffen.

Gut Küstenwetter beim Anradeln zur Fähre.

Flaggeneindruck Batavia: Die angesagten 4-5 Windstärken Südwest, Wetterbericht stimmt.

Anleger Willkommhöft, die Lühe-Schulau-Fähre liegt bereit.

Auf der Elbe: „Kabbelige See“, Schaumkronen. Kurz nach Tidehochwasser hat die Ebbe mit starker Strömung seewärts eingesetzt, der heftige Wind steht dagegen.

Blick mit dem Wind gen Hamburg, Gegenlicht – die Elbe silbern, kein Schiff weit und breit.

Verdächtig, wie klar die Hafenkräne zu sehen sind.

Die Fähre legt ab. Wir sind guten Mutes, eine Ersatzschraube ist an Bord.

Die Zeit verfliegt. Der Anleger Lühe ist in Sicht, davor zieht ein kleiner Containerfrachter Richtung Hafen Hamburg.

Am Horizont, links im Foto vor Stades Industriekulisse kaum auszumachen, naht ein großes Containerschiff.

Alles klar zum Anlegen, Aussteigen.

Dahinten schräg rechts, nach Südost, geht unsere Radeltour – gen Buxtehude.

Dazu demnächst mehr.

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Für die, die es noch nicht gemerkt haben – wenn ich über Brücken fahre, muss ich mich zusammenreissen, nicht anzuhalten und ins Wasser zu gucken.

So war es jetzt auch bei einer Tour, die Hohenstegener Brücke über die Ohlau „kam auf uns zu“.

Fix das Auto geparkt, Blick Richtung Ohlau: die angrenzenden Wiesen sind wieder gemäht, das Gras silierend verpackt.

Ja, das ist genau die Stelle, an der „ordentlich Kies“ wechselseitig eingebracht wurde. Groboptisch nix von zu sehen – so soll es sein!

Blick unmittelbar bachauf – der hier zugegebene Kies ist von der Ohlau quantitativ abtransportiert.

Blick senkrecht nach unten – an solch guten Stellen der Eigendynamik kann gern regelmäßig beidseitig nachgelegt werden, zum Wohl der bachab folgenden Strecke.

Der Stopp hat sich gelohnt, wieder rüber über die Straße, zurück zum Auto. Aber Halt!

Gleich am Waldrand, neben der Wiese mit den Siloballen wurde frisch gemäht. 6 Störche nutzen das intensiv.

Sie lassen sich nicht stören.

Das Resumé zum Storchenjahr 2021 erwarte ich gespannt. Bisher stellt es sich in den Bundesländern – abhängig vom lokal z.T. sehr unterschiedlichen Wetter (und der Entwässerungssituation der Landschaft) – wechselhaft, zwischen Topp und Flopp dar.

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So ein Küstenort hat selbstverständlich nicht nur seinen Strand. Beim Anradeln oder -wandern von der Unterkunft (diesmal waren wir Tagesgäste, besuchten unsere Berlinerinnen), zur Mittagspause oder bei Spaziergängen abseits vom Strand fällt das eine oder andere in der Umgebung auf.

Diesmal war es der Haffwiesenpark, dem wir mehr Zeit widmeten – nicht zuletzt wegen des interessanten Kinderspielplatzes und der Fitness-Geräte ringsum.

Hier befasse ich mich zum Schluss der diesjährigen Haffkrug-Berichterstattung mit dem Teich im Haffwiesenpark.

Stillgewässer und ihre Zeit – „Seenalterung“ studierbar.

In diesem Fall zugewachsen mit Laichkraut.

„Aussen hui, innen pfui“ ??

Dank Auslassens des Teichufers bei der Parkrasenmahd steht hier eine vielfältige Flora, die einem breiten Spektrum an Insekten Nahrung bietet (jedenfalls potentiell – auch hier mangelt es an Insekten).

Fachlich ist „Seenalterung“ ein ganz normaler Vorgang. Bei einem Teich, insbesondere wenn von aussen Nährstoffe hineingelangen, verläuft die Alterung um so schneller. Hier liegt das unter anderem daran, dass der Teich auch als Regenrückhaltebecken dient. Übermäßiges Vogelfüttern war – jedenfalls am Verhalten der Vögel ringsum oder liegengebliebenen Futterresten – nicht zu erkennen.

Gegen ein paar Krümel Futter hat niemand etwas, eine junge Familie begeisterte den Nachwuchs. Neben dem Gras Äsen, gelegentlich dankbare Abnehmer hier, überraschend für uns in einem Park: Nonnengänse!

Nonnengänse! – mal was anderes in einem Park als Entenmassen oder halbwegs domestizierte Kanadagänse, die über die Zeit zur wahren Plage werden (mal abwarten, mit den Nonnengänsen …).

Zurück zum Seenaltern, der Entwicklung offenes Gewässer zu sauerstofffreier Todeszone, zu Land … – Das ist eine ganz einfache Sache: Früher beseitigte man zeitlich punktartig ca. 90 % der Biomasse störenden Pflanzenbewuchses. Dann war wieder für ein paar Jahre Ruhe – bis zum nächsten, erforderlichen Angehen.

Heute mischt sich – formaler – Naturschutz ein. Fokussiert auf einen Punkt, die Pflanzenart, die Auslöser notwendigen Handelns ist, wird erkannt, es handelt sich im Zweifelsfall um eine zu schützende Art.

Entscheidungsschwäche, mangelnde Grundlagenkenntnis der Gewässerwissenschaften und fehlende Pragmatik (diese Pflanze würde nicht einmal an diesem Ort in irgendeiner Weise in ihrer Existenz gefährdet!) führen für Steuerzahler zu der erschreckenden Erkenntnis: Ein Gutachten muss her!

Ich erspare mir Weiteres an dieser Stelle. Es ist schlicht ein Irrwitz! In Wedel, übrigens, ist der Mühlenteich, historischer Aufstau der Wedeler Au, vollständig mit Teichrosen zugewachsen. – Das macht die Angelegenheit – Problematik Grün und Mensch wie oben! – nicht leichter. Auch nicht für den Steuerzahler („erforderliches“ Gutachten statt bekannten, erforderlichen Handelns)!

Man kann Stillgewässer – die sind empfindlich – auch bereits vor dem Zuwachsen in einen sauerstoffarmen Zustand versetzen bzw. das beschleunigen, z.B. durch unglücklichen Fischbestand, evt. verstärkt durch falschen Fischbesatz.

Das vorstehende Foto zeigt eine Partie des abwechslungsreichen Teichs im Haffwiesenpark mit einer Schule Brassen, Bodenwühlern aus der Karpfenfamilie. Der Eindruck entspricht dem, was das AQUA in Silkeborg, DK, in seinen informativen, beeindruckenden Aquarienlandschaften als „Der schmutzige See“ verdeutlicht und erklärt. Auch dies ist selbstverständlich änderbar.

So sehen wir Alltägliches auch im Urlaubsort – wie könnt es anders sein. Zum Abschied wünschen wir Haffkrug, insbesondere auch seinem Parkteich – allzeit „Gut Wind“!

Im Rückblick: Wir waren überrascht, wie leer Strand und Strandkörbe waren – die Küste war als 90 % ausgebucht beschrieben. Auch beim „Flanieren“, Mittagessen fühlten wir uns ungestört in dieser unserer Zeit – keine Menschenmassen. – Allerdings waren wir als Tagesgäste mittwochs dort. Gestern, bereits vorgestern am Freitag, waren die Verkehrsnachrichten voll von vollen Autobahnen, Straßen, insbesondere Richtung Küsten.

Schönen Urlaub allen! – Und: Immer schön die Regeln beachten, damit es weiter schön bleiben kann.

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Wo fahren sie denn, wo … denn hin?

Seit geraumer Zeit gab ich hier bei Elbdeichfotos mit Blick über die Elbe immer mal unseren Wunsch nach erneuten Fähre-Touren mit Rad zum Besten. Inzwischen dürfen die Sommerfahrpläne genutzt werden.

Für die erste Tour bekam die alte Hansestadt Stade den Zuschlag. Wie aus den vorigen Jahren bekannt, bieten sich hier je nach Windsituation (fürs Radeln) die Liinsand und die Lühe-Schulau-Fähre (LSF) an.

Gestern war Wind aus Nordwest, Stärke 3 angesagt – also auf nach Stadersand mit der Liinsand (nach Stadtgang Radeln Richtung Grünendeich / Lühe – mit Rückenwind) und Rückfahrt Wedel mit der LSF.

Wedel / Schulau, Anleger Willkommhöft – im Vordergrund Engelwurz, Angelica archangelica.

Schon komme ich auf meinen vorigen Beitrag Riesen- (RBK-) / Wiesenbärenklau zurück. Man glaubt es nicht, aber „Wohlmeinende“ hacken sogar die Engelwurz – als RBK – ab, wie der Link-Eintrag warnt.

Die Blätter der Engelwurz ähneln denen des RBK noch weniger als die des Wiesenbärenklau – „Verwechslung“ ist nicht begründbar.

Die Breite der Elbe, abgesehen von Randsituationen, ist kabbelig. Es herrscht Ebbe, ablaufendes Wasser. Dagegen steht ein ssssteifer Nordwestwind.

Die Liinsand erscheint aus Richtung Hamburg.

Falls noch unbekannt: Die Liinsand ist ein gut motorisierter Katamaran.

An Bord. – Am Horizont, von See einlaufend, kommt ein erster Containerfrachter in Sicht.

Von der Lühe, gelb, kommt die Lühe-Schulau-Fähre Richtung Wedel, daneben gischtet ein Privatboot.

Watt` `n Wind aber auch! „Von oben“ fährt (soll ich schreiben „springt“?) ein anderes Privatboot vorbei.

Wir sind pünktlich gestartet – Gesamtbild mit den bislang 4 genannten Schiffen.

Schiffs-Ensemble.

Bis bald, LSF, um 16 Uhr sehen wir uns wieder.

Ein weiterer Containerfrachter kommt in Sicht, vorn von Hapag-Lloyd, hinten Hamburg-Süd (inzwischen Teil der Maersk Line).

Hoch aus dem Wasser ragt die Al Hilal, 306 x 40 m, Tiefgang 14 m – nicht voll beladen.

Sieht irgendwie ulkig, schräg von hinten, mit diesem Beladezustand aus.

In schneller Fahrt treffen wir Monte Cervantes, 272 m x 40 m, Tiefgang 12,3 m, ziemlich voll.

Unsere Fahrt mit ablaufendem Wasser gegen den Wind geht gut vonstatten. Der Katamaran schneidet die Wellen elegant.

Und noch `n Containerfrachter am Horizont, wir haben inzwischen das ehemalige Leuchtfeuer Juelssand erreicht.

Eine Schafherde hält das Grün um Juelssand niedrig.

Segelkönner kommen ebenfalls gut mit der Situation zurecht, finden sie vermutlich attraktiv.

Die Zeit verfliegt, Anleger Stadersand voraus.

Die Elbe, leider, sieht aus wie Sau, brauntrübe – kein Wunder bei der Baggerei.

Und wieder Schiffsvielfalt – der Massengutfrachter „Flag Mette“ (229 x 32 m, 12,6 m Tiefgang, so sagt marinetraffic.com) am niedersächsischen Ufer, der bereits erwähnte Containerfrachter und ein Segler.

Wer mag, kann den Segler „Mare Frisium“ buchen.

Der Containerfrachter naht.

Wir sind angekommen, an Land. Der Containerfrachter, ZIM Europe, 278 x 40 m,  Tiefgang 11 m, passiert.

Achtung, links oben: die Schwalben sind viel interessanter als der Containerfrachter!

Ordentlich aktiv sind die Schwalben. Vermutlich findet gerade ein attraktiver Schlupf von Insekten statt. Ein Paddler kommt ins Bild.

Der paddelt sein Kajak zügig elbeabwärts.

Wir steigen auf die Räder und radeln die ca. 5 km nach Stade.

Mehr von unserer Tour folgt demnächst.

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Der Riesenbärenklau (RBK) – eine prachtvolle Pflanze!

Wenn da nicht ihre üblen Begleiterscheinungen wären. Zum Glück gibt es zuhauf gute Hinweise neben dem Drum und Dran zur Beseitigung.

Wie andere gefährliche Neupflanzen und -tiere breitet sich der RBK, vermutlich wegen geringer, aber entscheidender Temperaturerhöhungen durch den Klimawandel strecken- (entlang Wegen und Straßen, bei schwimmfähigen Samen pestartig entlang Fliessgewässern) und flächenhaft aus. Viele solcher Pflanzen sind seit dem 19. Jahrhundert in Sammlungen, Parks und Gärten eingeführt, verhielten sich bis in die 1980er „friedlich“.

Die scharf-spitzig aussehenden Blätter kennzeichnen diese „neue“ Pflanze.

Leider sieht man immer wieder – das folgende Foto wurde nur einige hundert Meter entfernt am Ufer der Mühlenau, Pinneberg, aufgenommen -, dass Aktivisten aus ihrer Sicht „helfend“ aktiv werden, ohne zu hinterfragen, was sie tun.

Hier wurden große, weisse Doldenblüten gekappt. – ACHTUNG, wie sehen die Blätter aus!? – Sie sind nicht scharf-spitzig, sondern lappig.

Gutes wollen und Gutes tun sind oft zwei ganz verschiedene Sachen. Hier wurde der heimische WIESENbärenklau seiner Blüten beraubt.

Im Übrigen hilft Blütenkappen beim RIESENbärenklau nur in dem Fall, wenn wenig später die Wurzel ausgegraben oder zerhackt wird. Bis auf Golfrasenhöhe ist nach mehrmaligem Blütenschneiden der RBK in der Lage, aus seiner kräftigen Wurzel Notblüten zu schieben. Bei erwähnter Golfrasenhöhe (in Praxis erprobt) bleiben bei einer Handteller-kleinen Notblüte immer noch 50 Samen für ein 8- bis 10-jährig keimfähiges Samenpotential im Boden. – Also: Hände weg vom WIESEN-, richtiges Beseitigen beim RIESENbärenklau!

Aktivismus ersetzt nicht genaues Hinsehen, ersetzt nicht, vorhandene Informationen zu berücksichtigen. Alles Weitere steht kurz und verständlich im obigen Link.

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